Eben. Dieser Satz von ihm ist mir auch noch deutlich im Ohr. Warum veröffentlicht er die Büchern dann nicht nur unter "Joseph Ratzinger"? Das hätte ich jetzt konsequenter gefunden. Übrigens: wenn Du alle "Predigten" und "Vorträge" des Papstes nicht als lehramtliche Äußerungen gelten lässt, bleibt nicht mehr viel übrig.lifestylekatholik hat geschrieben:Das stimmt schon. Und es ist schön, etwas von den internen Gedanken unseres Papstes zu erfahren. Man kann diese persönlichen Schreiben des Papstes vielleicht irgendwann einmal zu Rate ziehen, um seine persönliche Meinung zu erfahren, wenn es in der Interpretation irgendwelcher tatsächlicher lehramtlichen Dokumente mal zu Unklarheiten kommen sollte, aber dennoch ist klar, dass die Bücher noch nicht einmal die Stellung von »Materialien« als Interpretationshilfe bei Unklarheiten im Zusammenhang mit einem normalen staatlichen Gesetz haben.Protasius hat geschrieben:Der Unterschied ist, daß hier nicht von deinem Pfarrer, sondern von einem Bischof und noch dazu dem von Rom die Rede ist. Das hat ein wesentlich anderes Gewicht.
Der Papst schreibt es ja auch selbst: »Gewiss brauche ich nicht eigens zu sagen, dass dieses Buch in keiner Weise ein lehramtlicher Akt ist, sondern einzig Ausdruck meines persönlichen Suchens ›nach dem Angesicht des Herrn‹.«
Where’s the problem?
Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
- christian12
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Er hat das Buch als "Joseph Ratzinger" veröffentlicht. Was der Herder-Verlag dann daraus machte (und das ist das Problem dabei), steht auf einem anderen Blatt.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Uuups...wusste ich nicht...cantus planus hat geschrieben:Er hat das Buch als "Joseph Ratzinger" veröffentlicht. Was der Herder-Verlag dann daraus machte (und das ist das Problem dabei), steht auf einem anderen Blatt.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Doch. Chirograph, Motu Proprio, Breve, Apostolisches Schreiben, Enzykliken, Bullen und feierliche Dogmenerklärungen. Und zwar mit abgestuftem lehramtlichen Gewicht. Wenn ich den Unsinn, den ein Johannes Paul II. permanent von sich gab als päpstliches Lehramt auffassen müsste, wäre die logische Konsequenz in der Tat der Sedisvakantismus.christian12 hat geschrieben:Übrigens: wenn Du alle "Predigten" und "Vorträge" des Papstes nicht als lehramtliche Äußerungen gelten lässt, bleibt nicht mehr viel übrig.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Interessant. Scheidest Du dann aus, was Dir nicht passt oder woher nimmst Du Deine Kriterien? Dass Predigten und Ansprachen nicht dazugehören, ist mir nämlich neu.cantus planus hat geschrieben:Doch. Chirograph, Motu Proprio, Breve, Apostolisches Schreiben, Enzykliken, Bullen und feierliche Dogmenerklärungen. Und zwar mit abgestuftem lehramtlichen Gewicht. Wenn ich den Unsinn, den ein Johannes Paul II. permanent von sich gab als päpstliches Lehramt auffassen müsste, wäre die logische Konsequenz in der Tat der Sedisvakantismus.christian12 hat geschrieben:Übrigens: wenn Du alle "Predigten" und "Vorträge" des Papstes nicht als lehramtliche Äußerungen gelten lässt, bleibt nicht mehr viel übrig.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Eine Predigt oder eine Ansprache ist natürlich auch eine Form, das Lehramt auszuüben. Aber eine untergeordnete. Darum geht es hier aber nicht. Die Privatperson Joseph Ratzinger hat ein Buch geschrieben, erklärt er schreibe nicht als Papst und übe damit keinen lehramtlichen Akt aus. Damit ist die Ausgangslag klar.
Dass ich persönlich es für etwas problematisch halte, wenn ein Papst sein Amt gewissermassen "vorübergehend aufgibt" und als Privatperson theologische Bücher schreibt, ist etwas anderes. Ich sehe da nämlich durchaus Probleme, die in Zukunft einmal auftreten können.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Und diese Bücher eines Privatmannes werden auch noch von Kurienbeamten kommentiert und bewertet. Siehe obiges Zitat.cantus planus hat geschrieben:Dass ich persönlich es für etwas problematisch halte, wenn ein Papst sein Amt gewissermassen "vorübergehend aufgibt" und als Privatperson theologische Bücher schreibt, ist etwas anderes. Ich sehe da nämlich durchaus Probleme, die in Zukunft einmal auftreten können.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Nein, das hätte nur Benedikt XVI. gekonnt.christian12 hat geschrieben:Und diese Bücher eines Privatmannes werden auch noch von Kurienbeamten kommentiert und bewertet. Siehe obiges Zitat.cantus planus hat geschrieben:Dass ich persönlich es für etwas problematisch halte, wenn ein Papst sein Amt gewissermassen "vorübergehend aufgibt" und als Privatperson theologische Bücher schreibt, ist etwas anderes. Ich sehe da nämlich durchaus Probleme, die in Zukunft einmal auftreten können.Ob Ratzinger Bertone angeordnet hat, dass dieser sich dazu äußern soll?
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Und hat der es getan?cantus planus hat geschrieben:Nein, das hätte nur Benedikt XVI. gekonnt.christian12 hat geschrieben:Und diese Bücher eines Privatmannes werden auch noch von Kurienbeamten kommentiert und bewertet. Siehe obiges Zitat.cantus planus hat geschrieben:Dass ich persönlich es für etwas problematisch halte, wenn ein Papst sein Amt gewissermassen "vorübergehend aufgibt" und als Privatperson theologische Bücher schreibt, ist etwas anderes. Ich sehe da nämlich durchaus Probleme, die in Zukunft einmal auftreten können.Ob Ratzinger Bertone angeordnet hat, dass dieser sich dazu äußern soll?
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Warum sollte er? Ich sehe dafür keinen Grund. Und dass sich jemand an der Kurie als Privatperson über solche Bücher äussert, liegt ja in der Natur der Sache. Wir als Privatpersonen äussern uns hier ja auch, mit dem einzigen Unterschied, dass wir nicht zur Kurie gehören.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Ok, stimmt auch wieder.cantus planus hat geschrieben:Warum sollte er? Ich sehe dafür keinen Grund. Und dass sich jemand an der Kurie als Privatperson über solche Bücher äussert, liegt ja in der Natur der Sache. Wir als Privatpersonen äussern uns hier ja auch, mit dem einzigen Unterschied, dass wir nicht zur Kurie gehören.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Was redest du?christian12 hat geschrieben:Übrigens: wenn Du alle "Predigten" und "Vorträge" des Papstes nicht als lehramtliche Äußerungen gelten lässt, bleibt nicht mehr viel übrig.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
- christian12
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Ok, ich hab wohl etwas übertrieben.lifestylekatholik hat geschrieben:Was redest du?christian12 hat geschrieben:Übrigens: wenn Du alle "Predigten" und "Vorträge" des Papstes nicht als lehramtliche Äußerungen gelten lässt, bleibt nicht mehr viel übrig.
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Re: Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth
Zusammenfassen kann man also:
S.H. stellt schon in den ersten Seiten seines ersten Bandes (Jesus von Nazareth) klar, dass er die Bände als "Joseph Ratzinger" schreibt und nicht als Benedikt XVI.. Gleichzeitig erklärt er auch, warum er schreibt.
"Gewiss brauche ich nicht eigens zu sagen, dass dieses Buch in keiner Weise ein lehramtlicher Akt ist, sonder einzig Ausdruck meines persönlichen Suchens nach dem Angesicht des Herrn. Es steht daher jedermann frei, mir zu widersprechen. [...] Nach meiner Wahl auf den Bischofssitz zu Rom habe ich alle freien Augenblicke genutzt, um das Buch voranzubringen." Vorwort zu Ratzinger Joseph, Jesus von Nazareth. Erster Teil, 22f.
Er schreibt in seiner Freizeit und da er eine steile Karriere als Theologe und Publizist hat, kann man ihm durchaus zutrauen, dass er die Bände in seiner wahrscheinlich ziemlich knappen Freizeit schreibt. Andere Päpste trinken in ihrer freien Zeit Kaffee und essen Kuchen, Benedikt schreibt
Beunruhigend kann es dann werden, wenn er seine Arbeitszeit dafür opfert.
Zum Namen: Im Vorwort desselben Bandes, schließt er ab mit "Joseph Ratzinger - Benedikt XVI.". Ob es also nur Marketing von Herder ist, kann man bezweifeln. "Joseph Ratzinger" in meinem ersten Satz, spricht den Theologen an, der ohne lehramtlichen Akt schreibt.
S.H. stellt schon in den ersten Seiten seines ersten Bandes (Jesus von Nazareth) klar, dass er die Bände als "Joseph Ratzinger" schreibt und nicht als Benedikt XVI.. Gleichzeitig erklärt er auch, warum er schreibt.
"Gewiss brauche ich nicht eigens zu sagen, dass dieses Buch in keiner Weise ein lehramtlicher Akt ist, sonder einzig Ausdruck meines persönlichen Suchens nach dem Angesicht des Herrn. Es steht daher jedermann frei, mir zu widersprechen. [...] Nach meiner Wahl auf den Bischofssitz zu Rom habe ich alle freien Augenblicke genutzt, um das Buch voranzubringen." Vorwort zu Ratzinger Joseph, Jesus von Nazareth. Erster Teil, 22f.
Er schreibt in seiner Freizeit und da er eine steile Karriere als Theologe und Publizist hat, kann man ihm durchaus zutrauen, dass er die Bände in seiner wahrscheinlich ziemlich knappen Freizeit schreibt. Andere Päpste trinken in ihrer freien Zeit Kaffee und essen Kuchen, Benedikt schreibt
Beunruhigend kann es dann werden, wenn er seine Arbeitszeit dafür opfert.
Zum Namen: Im Vorwort desselben Bandes, schließt er ab mit "Joseph Ratzinger - Benedikt XVI.". Ob es also nur Marketing von Herder ist, kann man bezweifeln. "Joseph Ratzinger" in meinem ersten Satz, spricht den Theologen an, der ohne lehramtlichen Akt schreibt.