Zum Begriff der Schwesterkirche

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Jakobgutbewohner
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Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Was ist davon zu halten?
6. Das II. Vatikanische Konzil gebraucht den Ausdruck Schwesterkirchen, um die brüderlichen Beziehungen zwischen den Teilkirchen untereinander zu bezeichnen: "Im Orient bestehen viele Teilkirchen oder Ortskirchen, unter denen die Patriarchalkirchen den ersten Rang einnehmen und von denen nicht wenige sich ihres apostolischen Ursprungs rühmen. Deshalb steht bei den Orientalen bis auf den heutigen Tag der Eifer und die Sorge im Vordergrund, jene brüderlichen Bande der Gemeinschaft im Glauben und in der Liebe zu bewahren, die zwischen Lokalkirchen als Schwesterkirchen bestehen müssen".
https://www.oki-regensburg.de/schw_ki.htm
"Selig sind ... die durch die Tore eingehen in die Stadt. Draußen aber sind die Hunde und die "Pharmazeuten" und die Buhler und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Off 22,14+15

Peduli
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Donnerstag 1. Dezember 2022, 12:17
Was ist davon zu halten?
6. Das II. Vatikanische Konzil gebraucht den Ausdruck Schwesterkirchen, um die brüderlichen Beziehungen zwischen den Teilkirchen untereinander zu bezeichnen: "Im Orient bestehen viele Teilkirchen oder Ortskirchen, unter denen die Patriarchalkirchen den ersten Rang einnehmen und von denen nicht wenige sich ihres apostolischen Ursprungs rühmen. Deshalb steht bei den Orientalen bis auf den heutigen Tag der Eifer und die Sorge im Vordergrund, jene brüderlichen Bande der Gemeinschaft im Glauben und in der Liebe zu bewahren, die zwischen Lokalkirchen als Schwesterkirchen bestehen müssen".
https://www.oki-regensburg.de/schw_ki.htm
Inwiefern bist Du an dieser Begrifflichkeit interessiert, wo Du doch hier im Forum ein eher "kirchenloses Christentum" vertrittst? :achselzuck:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Dr.Hackenbush
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Donnerstag 1. Dezember 2022, 12:17
Was ist davon zu halten?
6. Das II. Vatikanische Konzil gebraucht den Ausdruck Schwesterkirchen, um die brüderlichen Beziehungen zwischen den Teilkirchen untereinander zu bezeichnen: "Im Orient bestehen viele Teilkirchen oder Ortskirchen, unter denen die Patriarchalkirchen den ersten Rang einnehmen und von denen nicht wenige sich ihres apostolischen Ursprungs rühmen. Deshalb steht bei den Orientalen bis auf den heutigen Tag der Eifer und die Sorge im Vordergrund, jene brüderlichen Bande der Gemeinschaft im Glauben und in der Liebe zu bewahren, die zwischen Lokalkirchen als Schwesterkirchen bestehen müssen".
https://www.oki-regensburg.de/schw_ki.htm
Jakobgutbewohner, ich antworte Dir mit einem anderen Zitat:

>> Die Gläubigen sind angehalten zu bekennen, dass es eine geschichtliche, in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität zwischen der von Christus gestifteten und der katholischen Kirche gibt: »Dies ist die einzige Kirche Christi... Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (vgl. Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut (vgl. Mt 28,18ff.), für immer hat er sie als "die Säule und das Fundament der Wahrheit" (1 Tim 3,15) errichtet. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht [subsistit in] in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird«. Mit dem Ausdruck »subsistit in« wollte das Zweite Vatikanische Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht, und auf der anderen Seite, »dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind«, nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen. Bezüglich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ist festzuhalten, dass »deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet«.
Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt. Die kirchlichen Gemeinschaften hingegen, die den gültigen Episkopat und die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben, sind nicht Kirchen im eigentlichen Sinn; die in diesen Gemeinschaften Getauften sind aber durch die Taufe Christus eingegliedert und stehen deshalb in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche. Die Taufe zielt nämlich hin auf die volle Entfaltung des Lebens in Christus durch das vollständige Bekenntnis des Glaubens, die Eucharistie und die volle Gemeinschaft in der Kirche. "Daher dürfen die Christgläubigen sich nicht vorstellen, die Kirche Christi sei nichts anderes als eine gewisse Summe von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften - zwar getrennt, aber noch irgendwie eine; und es steht ihnen keineswegs frei anzunehmen, die Kirche Christi bestehe heute in Wahrheit nirgendwo mehr, sondern sei nur als ein Ziel zu betrachten, das alle Kirchen und Gemeinschaften suchen müssen". In Wirklichkeit "existieren die Elemente dieser bereits gegebenen Kirche in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften". Deswegen "sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften trotz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben anhaften, nicht ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heiles. Denn der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie als Mittel des Heiles zu gebrauchen, deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet".Die fehlende Einheit unter den Christen ist gewiss eine Wunde für die Kirche; doch nicht in dem Sinn, dass ihre Einheit nicht da wäre, sondern "insofern es sie hindert, ihre Universalität in der Geschichte voll zu verwirklichen".<<
Quelle

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Jakobgutbewohner
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Donnerstag 1. Dezember 2022, 18:34
Deswegen "sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften trotz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben anhaften, nicht ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heiles. Denn der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie als Mittel des Heiles zu gebrauchen, deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet".
Wie ließe sich dies zueinander abgleichen?
Schmiede hat geschrieben:
Montag 28. November 2022, 21:47
Das Problem des Protestanten ist seine Distanz zu den Sakramenten. Da er einer Lehre folgt, die nur einen Teil der Sakramente anerkennt, ist für ihn die Gefahr größer, durch schwere Sünde die Gemeinschaft mit Gott vollständig zu verletzen. Oft entstehen schwere Sünden schrittweise, durch Abstumpfung, Normalisierung von Handlungen und die Unachtsamkeit/Kultivierung gegenüber den kleinen Nachlässigkeiten. Die kleinen Vergehen beschädigen bereits unsere Gemeinschaft mit Gott, die schweren Sünden noch viel stärker: die heiligmachende Gnade wird zerstört. Durch das Bußsakrament wird die Taufgnade wieder hergestellt. Dem Protestanten fehlt diese Möglichkeit.
(Ergänzend könnte man noch überlegen, wie man es einordnen würde wenn Protestanten "einander bekennen" (Jak 5,16), aber vermutlich würde das hier erstmal eher zu weit führen.)
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Donnerstag 1. Dezember 2022, 21:03
Wie ließe sich dies zueinander abgleichen?

(Ergänzend könnte man noch überlegen, wie man es einordnen würde wenn Protestanten "einander bekennen" (Jak 5,16), aber vermutlich würde das hier erstmal eher zu weit führen.)
meines Wissens hat Luther die Beichte nicht abgeschafft, hilft den Protestanten aber trotzdem nicht, da weder das Priestertum noch Beichte sakramental sind – denn dann ist eine solche nicht sakramentale Beichte nur ein Gespräch zwischen Laien/Freunden.
Das Problem der Protestanten geht noch tiefer und wiegt schwerer. Mit dem Abschaffen der Sakramente haben Protestanten z.B. die Ehe zu einer Weltangelegenheit erklärt – nach einer zivilrechtlichen Scheidung dürfen sie wieder kirchlich heiraten. Das ist Missachtung der Worte Jesu (Gottes), der in seinen Aussagen klar gemacht hat, dass es keine zweite (neue) Eheschließung nach der Scheidung der ersten geben kann, die nicht gleichzeitig ein Ehebruch darstellt. So wie es also aussieht, gibt es bei den Protestanten kirchlich erlaubte Hurerei, die die Protestanten zu einer Weltangelegenheit erklärt haben, damit diese nicht als Sünde zählt/gilt – damit halten sie entweder Gott und die Welt für blöd, oder haben weder das AT noch das NT verstanden. Das protestantische Eheverständnis ist also ein Witz.

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Jakobgutbewohner
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 13:16
aber vermutlich würde das hier erstmal eher zu weit führen
meines Wissens hat Luther die Beichte nicht abgeschafft, hilft den Protestanten aber trotzdem nicht, da weder das Priestertum noch Beichte sakramental sind – denn dann ist eine solche nicht sakramentale Beichte nur ein Gespräch zwischen Laien/Freunden.
"Einander bekennen" ist wie erwähnt ja zumindst schon "biblisch".
Das ist Missachtung der Worte Jesu (Gottes), der in seinen Aussagen klar gemacht hat, dass es keine zweite (neue) Eheschließung nach der Scheidung der ersten geben kann, die nicht gleichzeitig ein Ehebruch darstellt.
Ja.
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 13:21
"Einander bekennen" ist wie erwähnt ja zumindst schon "biblisch".
das ist auch "biblisch": "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." - woher sollen diejenigen, denen diese Vollmacht (Sünden vergeben) überlassen wurde (heute Bischöfe und Priester), wissen, wem sie die Absolution spenden sollen, wenn die Sünder nicht im Beichtstuhl, sondern sich gegenseitig, vielleicht auch blau, in einer Kneipe "beichten"???

Also, es muss Beichte geben und Beichtväter (heute: Bischöfe und Priester), die die Vollmacht haben, die Vergebung zu spenden! - So entstand das Sakrament der Beichte und ich wiederhole: Nicht die Katholiken haben sich die Beichte eingebildet, um näher bei Gott zu sein, sondern aus den Worten Jesu abgeleitet - deshalb nennen wir die Beichte das Sakrament der Beichte!

Nichts für Ungut, ich habe immer öffter den Eindruck, Dir kann man alles 100 Mal schreiben, Du fragst immer wieder danach, as ob Du nach dem richtign Weg suchen würdest, aber panische Angst hättest, Dich zu verirren!
Auch wir Katholiken haben nicht alles richtig verstanden und irren, aber wir vertrauen der Kirche, weil sie von Ihm gestiftet wurde! Punkt!

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Jakobgutbewohner
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 13:50
Also, es muss Beichte geben und Beichtväter (heute: Bischöfe und Priester), die die Vollmacht haben, die Vergebung zu spenden! - So entstand das Sakrament der Beichte und ich wiederhole: Nicht die Katholiken haben sich die Beichte eingebildet, um näher bei Gott zu sein, sondern aus den Worten Jesu abgeleitet - deshalb nennen wir die Beichte das Sakrament der Beichte!
Ich habe nichts gegen eine solche Praxis, hinterfrage jedoch den hier teils zum Ausdruck gebrachten Exklusivitätsanspruch, der für den selbst bevorzugten Weg beansprucht wird, teils wohl in fleischlicher (sektiererischer) Weise. Daher fand ich es interessant im Gespräch zu vertiefen, wie sich die Folgen vorgestellt werden, wenn jemand als Chist nicht den "Vatikan-Weg" ginge.
as ob Du nach dem richtign Weg suchen würdest, aber panische Angst hättest, Dich zu verirren!
Derartige Vermutungen sind bei dir wohl ein wiederkehrend variiertes Motiv.
Auch wir Katholiken haben nicht alles richtig verstanden und irren,
Wenn das im Blick behalten wird, wäre es für ein Gespräch sicher im Vorteil.
aber wir vertrauen der Kirche, weil sie von Ihm gestiftet wurde!
Ich vertraue der Kirche, die von ihm gestiftet wurde.
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:17
Daher fand ich es interessant im Gespräch zu vertiefen, wie sich die Folgen vorgestellt werden, wenn jemand als Chist nicht den "Vatikan-Weg" ginge.
dieser Vatikan-Weg wäre ein Irrweg, wenn sich Katholiken diesen selbst eingebildet häiten. Haben sie das?

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:17
as ob Du nach dem richtign Weg suchen würdest, aber panische Angst hättest, Dich zu verirren!
Derartige Vermutungen sind bei dir wohl ein wiederkehrend variiertes Motiv.
sie resultieren aus den Wiedrholungen im Forum.

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:17
Auch wir Katholiken haben nicht alles richtig verstanden und irren,
Wenn das im Blick behalten wird, wäre es für ein Gespräch sicher im Vorteil.
warum?

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:17
aber wir vertrauen der Kirche, weil sie von Ihm gestiftet wurde!
Ich vertraue der Kirche, die von ihm gestiftet wurde.
welche ist das für Dich? wo ist sie für Dich?

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Jakobgutbewohner
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:22
dieser Vatikan-Weg wäre ein Irrweg, wenn sich Katholiken diesen selbst eingebildet häiten. Haben sie das?
Das wirkt auf mich absurd zugespitzt. Verschiedene Wege können verschiedene Zwecke zu unterschiedlichen Anlässen aufweisen.
sie resultieren aus den Wiedrholungen im Forum.
Ich denke, sie haben mit mir nicht viel zu tun, aber viel mit deiner Weltsicht.
warum?
Eine Grundlage christlicher geistiger Gespräche (ohne Sektiertum etc.)?
welche ist das für Dich? wo ist sie für Dich?
Für dich kann ich es gerne nochmal wiederholen. Ich halte den Leib Christi für die Gesamtheit aller Christen. Christus als sein Haupt lenkt ihn geistig. Direktes Erkennen aus Geist ist der Feld dieser Kirche und Gott läßt seinen Geist wehen, wo er möchte, nicht da wo Menschen ihn gerne exklusiv haben wollten und dann Propheten Gottes (damit meine ich jetzt nicht mioch, aber das Reaktionsprinzip ähnelt sich wohl) und sogar Gott selbst umbrachten und so weiter.
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Peduli
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:37
Für dich kann ich es gerne nochmal wiederholen. Ich halte den Leib Christi für die Gesamtheit aller Christen. Christus als sein Haupt lenkt ihn geistig. Direktes Erkennen aus Geist ist der Feld dieser Kirche und Gott läßt seinen Geist wehen, wo er möchte, nicht da wo Menschen ihn gerne exklusiv haben wollten und dann Propheten Gottes (damit meine ich jetzt nicht mioch, aber das Reaktionsprinzip ähnelt sich wohl) und sogar Gott selbst umbrachten und so weiter.
Die Kirche als "Dame ohne Unterleib" ist schlicht protestantische Ekklesiologie! :pfeif: :pfeif: :pfeif:

Und mittlerweile stellt sich bei mir der Verdacht ein, daß Du als eine Art "Agent provocateur" in einem dezidiert katholischen Forum unterwegs bist.
Möglicherweise mit dem Bibelspruch im Hinterkopf "Prüfet alles ....." :roll:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Dr.Hackenbush
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:37
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:22
dieser Vatikan-Weg wäre ein Irrweg, wenn sich Katholiken diesen selbst eingebildet häiten. Haben sie das?
Das wirkt auf mich absurd zugespitzt. Verschiedene Wege können verschiedene Zwecke zu unterschiedlichen Anlässen aufweisen.
danach habe ich nicht gefragt.

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:37
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:22
sie resultieren aus den Wiedrholungen im Forum.
Ich denke, sie haben mit mir nicht viel zu tun, aber viel mit deiner Weltsicht.
ja, ich weiß, dass sie Dir gefällt :breitgrins:

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:37
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:22
warum?
Eine Grundlage christlicher geistiger Gespräche (ohne Sektiertum etc.)?
schon allein wegen dem Fragezeichen am Ende Deiner Aussage, kaufe ich Dir das nicht ab ;D

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:37
Ich halte den Leib Christi für die Gesamtheit aller Christen.
an Deiner Stelle hätte ich geantwortet: Ich halte die Gesamtheit aller Christen für den Leib Christi.

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:37
Christus als sein Haupt lenkt ihn geistig. Direktes Erkennen aus Geist ist der Feld dieser Kirche und Gott läßt seinen Geist wehen, wo er möchte, nicht da wo Menschen ihn gerne exklusiv haben wollten und dann Propheten Gottes (damit meine ich jetzt nicht mich, aber das Reaktionsprinzip ähnelt sich wohl) und sogar Gott selbst umbrachten und so weiter.
also weht der der Geist nur bei den Katholiken, da diese weder die Propheten, noch Gott umgebracht haben, noch die Ungeborenen umbringen wollen, noch mit den Nazis kooperiert haben (wie die Protestanten), die Ehe für unauflösbar halten und schwule Beziehungen nicht akzeptieren - so wie Gott es von Anfang an wollte.
Na wenn diese Kirche nicht der Wald Gottes ist, in dem der Geist die Blätter zum Schwingen bringt! ;D

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Schmiede
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Schmiede »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Donnerstag 1. Dezember 2022, 12:17
Was ist davon zu halten?
Die Antwort hast Du selbst geliefert: "Das II. Vatikanische Konzil gebraucht den Ausdruck Schwesterkirchen, um die brüderlichen Beziehungen zwischen den Teilkirchen untereinander zu bezeichnen"

Allerdings ist die Fragestellung, "Was ist davon zu halten?", recht merkwürdig. Davon ist zu halten, dass es zu glauben ist, da es die Kirche Dir in ihren Dokumenten vorlegt. Sie erklärt damit das Verhältnis zu den Orientalischen, was Dich allerdings nicht betrifft.

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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Schmiede »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Donnerstag 1. Dezember 2022, 21:03
(Ergänzend könnte man noch überlegen, wie man es einordnen würde wenn Protestanten "einander bekennen" (Jak 5,16), aber vermutlich würde das hier erstmal eher zu weit führen.)
Vor allem kann es nicht Aufgabe der Katholiken sein, die Probleme der Protestanten, die sich aus ihrer Trennung ergeben, zu lösen. Wenn Protestanten eine sichere Beichte wollen, und damit die Gültigkeit des Beichtsakraments anerkennen, können sie katholisch werden. Es ist die falsche Anfrage, von Katholiken theologische Spitzfindigkeiten zu erwarten, mit denen Protestanten ihre Trennung legitimieren könnten.

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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Schmiede »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:17
hinterfrage jedoch den hier teils zum Ausdruck gebrachten Exklusivitätsanspruch
Weil Du Deinen eigenen Exklusivitätsanspruch nicht aufgeben willst. Du willst somit die anderen Gläubigen in Dein eigenes theologisches Muster pressen, um an Deinem exklusiven Weg festhalten zu können.
Insofern machst du nichts anderes als wir Katholiken. Mit dem einzigen Unterschied, dass unser Anspruch auf einer historisch objektiven Quelle basiert, Deine Quelle die Sophisterei ist.

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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Schmiede hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 16:56
Sie erklärt damit das Verhältnis zu den Orientalischen, was Dich allerdings nicht betrifft.
Systematisch gesehen wäre das Auslegungssache, wenn mein Ansatz halt von Gott herkommen würde.
Schmiede hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 16:59
Vor allem kann es nicht Aufgabe der Katholiken sein, die Probleme der Protestanten, die sich aus ihrer Trennung ergeben, zu lösen.
Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 14:17
Daher fand ich es interessant im Gespräch zu vertiefen, wie sich die Folgen vorgestellt werden, wenn jemand als Chist nicht den "Vatikan-Weg" ginge.
Schmiede hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 17:02
Weil Du Deinen eigenen Exklusivitätsanspruch nicht aufgeben willst.
Worus entnimmst du Derartiges?
Du willst somit die anderen Gläubigen in Dein eigenes theologisches Muster pressen, um an Deinem exklusiven Weg festhalten zu können.
So?
Deine Quelle die Sophisterei ist.
Deine Haltung zu Geistwirken wirkt auf mich fortgesetzt bedenklich.
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Schmiede »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 17:07
Deine Haltung zu Geistwirken wirkt auf mich fortgesetzt bedenklich.
Lass es mich mit einem Zitat von Karl Adam beantworten: "Es geht nicht um den 'Spiritus sanctus privatus', sondern um den 'Spiritus Sanctus publicus'".

Tatsächlich wird die Beziehung zu Gott erst im konkreten kirchlichen Glaubensvollzug reif und heilsam. Gerade weil diese Beziehung dort nicht nur auf das Subjekt selbst reduziert ist, sondern sich in der Gemeinschaft verwirklicht. Im Besonderen einer Gemeinschaft, die wesensmäßig dem Subjekt voraus geht, durch die wir den Glauben annehmen, die "über uns" existiert und daher nicht mit uns beendet ist, sondern zeitlich nach uns fortbesteht. In einer solchen konkreten historischen Verwirklichung bekommt das Leben aus dem Glauben eine Verantwortlichkeit, die uns selbst immer wieder vor die Anfrage stellt, ob die Ideen die wir haben, wirklich vom Heiligen Geist kommen.

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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Schmiede hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 21:35
Lass es mich mit einem Zitat von Karl Adam beantworten: "Es geht nicht um den 'Spiritus sanctus privatus', sondern um den 'Spiritus Sanctus publicus'".
Vielleicht vermagst du auch hierzu etwas beizutragen? viewtopic.php?p=931857#p931857
Tatsächlich wird die Beziehung zu Gott erst im konkreten kirchlichen Glaubensvollzug reif und heilsam. Gerade weil diese Beziehung dort nicht nur auf das Subjekt selbst reduziert ist, sondern sich in der Gemeinschaft verwirklicht.
Einige von euch reden dazu gerade wieder eigentlich mehr mit sich selbst (weil sie Gesagtes nicht stehenlassen, sich aber auch nicht wirklich damit befassen wollen), nicht wirklich mit mir?
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Schmiede »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 21:51
Vielleicht vermagst du auch hierzu etwas beizutragen?
Nicht mein Thema.

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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 21:51
Einige von euch reden dazu gerade wieder eigentlich mehr mit sich selbst (weil sie Gesagtes nicht stehenlassen, sich aber auch nicht wirklich damit befassen wollen), nicht wirklich mit mir?
stimmt nicht! Und wie wir uns mit Dir befassen! :)
Vielleicht fehlt Dir ein gut geschriebener Überblick darüber, was wir Katholiken eigentlich glauben und das findest Du in einem Buch, das ich bereits vor 20 Jahren gelesen habe und das ich Dir (jedem) empfehlen möchte: "Was Katholiken wirklich glauben" von Karl Keating
dort findest Du auch Antworten zu Privatoffenbarungen.
Erhältlich auch bei "amazon" - jedoch nur als gebraucht und teurer als im "miriam-verlag": https://miriam-verlag.de/detail.php?id=1292
Bitte auf "amazon" auf jeden Fall die etwas längere Beschreibung lesen.
Bild

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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Samstag 3. Dezember 2022, 08:02
Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 21:51
(weil sie Gesagtes nicht stehenlassen, sich aber auch nicht wirklich damit befassen wollen)
stimmt nicht! Und wie wir uns mit Dir befassen! :)
Ahja.
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Re: Zum Begriff der Schwesterkirche

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 21:51
Schmiede hat geschrieben:
Freitag 2. Dezember 2022, 21:35
Lass es mich mit einem Zitat von Karl Adam beantworten: "Es geht nicht um den 'Spiritus sanctus privatus', sondern um den 'Spiritus Sanctus publicus'".
Vielleicht vermagst du auch hierzu etwas beizutragen? viewtopic.php?p=931857#p931857
Ein klassischer Whataboutism, wie er von den Kulturmarxisten seit Jahrzehnten angewendet wird, um den gesellschaftlichen Disput zu zersetzen. :pirat:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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