Wie Adam und Eva verstehen?

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Schmiede
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Schmiede »

philipp hat geschrieben:
Freitag 9. Oktober 2020, 16:49
Jetzt stell ich mir die Frage, wie das ganze stattdessen zu verstehen sind. Adam und Eva haben ja ihre Relevanz vor allem in der Frage der Erbsünde. Wie kann man also die Erbsünde verstehen, wenn es Adam und Eva gar nicht gab. Wer war derjenige der die Erbsünde eingeleitet hat.
Vom Hebräischen her betrachtet ist es hilfreich, sich mit dem Verständnis des Stammvaters oder Königs als korporative Personen auseinanderzusetzen. Vitus Huonder, mittlerweile emeritierter Bischof von Chur, hat im Rahmen seiner Dissertation "Israel Sohn Gottes" zu diesem Thema etwas geschrieben. Josef de Fraine hat in "Adam und seine Nachkommen" den Begriff der korporativen Persönlichkeit ausführlich dargelegt.
Vereinfacht ließe sich sagen, dass im biblischen Stammvater-Motiv die individuelle als auch kollektive Wirklichkeit zusammenfließt, der Stammvater ist nicht nur er selbst, in ihm ist auch das ganze Volk, das ihm zugehörig ist, gegenwärtig. In Adam als Individuum ist gleichzeitig das Kollektiv des gesamten erbsündlichen Menschengeschlechts gegenwärtig, in Christus (um den Bogen etwas zu spannen), jene, die durch die Taufe in Christus inkorporiert werden.

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Jakobgutbewohner
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Peduli hat geschrieben:
Montag 14. November 2022, 05:51
Pelagius lehnte das Konzept der Erbsünde ab
Soweit ich sehe, existiert heute und hier Erbsünde.
"Selig sind ... die durch die Tore eingehen in die Stadt. Draußen aber sind die Hunde und die "Pharmazeuten" und die Buhler und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Off 22,14+15

Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Montag 14. November 2022, 10:30
Peduli hat geschrieben:
Montag 14. November 2022, 05:51
Pelagius lehnte das Konzept der Erbsünde ab
Soweit ich sehe, existiert heute und hier Erbsünde.
Deswegen ist ja die Kirche mit dem Taufen der Menschen beauftragt .....................
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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holzi
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von holzi »

Peduli hat geschrieben:
Montag 14. November 2022, 05:51
Das Thema ist innerkirchlich in den Auseinandersetzungen zwischen dem Hl. Augustinus und dem Pelagius ausführlich diskutiert worden.

Pelagius lehnte das Konzept der Erbsünde ab, wurde letztendlich aber als Häretiker verurteilt.
Warum das so war und wie es dazu gekommen ist, läßt sich natürlich nicht in wenigen Worten schildern, weil es sich um eine existentielle Problematik handelt.
Sehr stark reduktionistisch läßt sich aber sagen: Die Erbsünde gehört zur conditio humana!
Und in diesem Zusammenhang muss man auch die Argumentation des Augustinus betrachten: er bringt hier sehr pointierte Gegenargumente zu Pelagius, die der Argumentation geschuldete Schärfe dieser Streitschrift hat aber Luther z.B. so nicht beachtet und den Augustinus "einfach so" für bare Münze genommen. Deswegen ist die Reformation in dieser Sache etwas in die Schieflage gekommen, besonders Calvin mit seiner doppelten Prädestination.

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Jakobgutbewohner
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Wenn wir einmal beim Beispiel bleiben mit Lumpen gekleidet zu sein und sich deswegen zu schämen: Es ist wohl ein wesentlicher Unterschied, ob jemand sich nicht schämt, weil er nicht erkennt, daß seine Kleidung zerlumpt ist oder ob er sich dessen bewußt ist und dennoch keine Scham empfindet?
Marlene hat geschrieben:
Donnerstag 26. August 2004, 12:13
Vorschlag:

Sünde e r k e n n e n ist ein kognitiver Vorgang: Du erkennst, dass ein Gedanke, ein Wort, ein Werk von dir nicht in Ordnung ist , du erkennst es im Spiegel der 10 Gebote, des Evangeliums, eines Beichtspiegels oder was auch immer als Sünde.

Und dann fängt es an, dir leid zu tun, es schmerzt ... da fängt bei mir die Reue an: Das Bedauern, die Scham über das, was ich da als Sünde erkannt habe.
Reue ist ein Vorgang des Herzens, des ganzen Menschen.

Nachvollziehbar?
Scham im Sinne der damaligen Abläufe um Adam hatte das Bedürfnis zur Folge sich zu verstecken. Das würde ich vom reinen Erkennen trennen, denn über dieses hinaus wird in so verstandener Scham eben offenbar das Bedürfnis empfunden sich vor Gott zu verstecken, ihn so nicht zu begegnen. Das ist im Erkennen nicht zwangsläufig, würde ich sagen.
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Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Montag 14. November 2022, 12:12
Wenn wir einmal beim Beispiel bleiben mit Lumpen gekleidet zu sein und sich deswegen zu schämen: Es ist wohl ein wesentlicher Unterschied, ob jemand sich nicht schämt, weil er nicht erkennt, daß seine Kleidung zerlumpt ist oder ob er sich dessen bewußt ist und dennoch keine Scham empfindet?
Wieso "in Lumpen gekleidet"? :hmm:

Nach dem Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis erkannten sie, daß sie nackt waren und sie schämten sich nicht voreinander. :unbeteiligttu:

Scham empfanden sie vor Gott, weil sie wußten, daß sie sein Gebot übertreten hatten ...............
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Jakobgutbewohner
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Jakobgutbewohner »

These:
Peter Schütt, Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Leichlingen hat geschrieben:Dem Frieden mit Gott steht die eigene Schuld entgegen und durch Jesus Christus wird die Schuld in den Augen Gottes weggenommen. Das muß die Grundlage eines jeden Christen sein, sonst ist er/sie irgendwie kein Christ.
https://pstt.de/peprpg/predigten/prjesu ... ehung.html
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Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Dienstag 15. November 2022, 15:11
These:
Peter Schütt, Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Leichlingen hat geschrieben:Dem Frieden mit Gott steht die eigene Schuld entgegen und durch Jesus Christus wird die Schuld in den Augen Gottes weggenommen. Das muß die Grundlage eines jeden Christen sein, sonst ist er/sie irgendwie kein Christ.
https://pstt.de/peprpg/predigten/prjesu ... ehung.html
Und jetzt sollen die Katholiken gegen diese These des Peter Schütt argumentieren? :achselzuck:

Oder was ist mit Deinem Posting beabsichtigt? :hmm:
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

Eine weitere Nachfrage hätt' ich dann doch noch an Dich, werter Bewohner des Jakobsgutes:

Ist Dir eigentlich die Geschichte rund um die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" bekannt? :hmm:
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

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Pit
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Pit »

Richtig,und damit "erkannten" sie,dass sie nackt waren,also,dass sie einander nicht mehr subjektiv betrachteten,sondern mit dem Blick der Begierde,also als ein Objekt der sexuellen Begierde.
Die körperliche Nacktheit ansich war und ist nicht das Problem und ganz sicher keine Sünde,sündhaft ist die Begierde nach dem anderen Menschen,nicht seine körperliche Nacktheit oder der Anblick selbiger.
Peduli hat geschrieben:
Montag 14. November 2022, 13:32
...
Scham empfanden sie vor Gott, weil sie wußten, daß sie sein Gebot übertreten hatten ...............
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nomads
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Pit hat geschrieben:
Montag 29. Dezember 2025, 16:52
Die körperliche Nacktheit an sich war und ist nicht das Problem und ganz sicher keine Sünde, sündhaft ist die Begierde nach dem anderen Menschen, nicht seine körperliche Nacktheit oder der Anblick selbiger.
Gen 3,21: "Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit."

wieso eigentlich, wenn die Nacktheit oder der Anblick selbiger nicht das Problem sein sollte?

Sascha B.
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Sascha B. »

Da nach dem Sündenfall die ungeregelte Begierde kam.
Würde ich Nackt rumlaufen, würden nahezu alle Frauen ständig sündhafte Gedanken haben. Um dies zu vermeiden haben wir Kleidung bekommen.

nomads
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Ach echt? Ist das so? :breitgrins:
Wo hast Du denn eine solch archaische Meinung von Frauen her?

Sascha B.
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Sascha B. »

Ich arbeite zu 99% mit Frauen zusammen. Da lernt man das weibliche Geschlecht leider besser kennen als einem lieb ist :D

nomads
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Also bist Du schwul geworden.

Aber wenn dem so wäre, wie Du meinst, dann wären Eva die Augen aufgegangen gleich nach dem sie den Apfel angebissen hat und nicht erst danach, nachdem Adam vom Apfel gekostet hat.

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holzi
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von holzi »

Wenn, wenn, wenn ... Wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären, hätten sie den Apfel hängen lassen und die Schlange gekocht! :breitgrins:

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Pit
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Pit »

Es war ja dem Bibeltext nach so,dass Beide,nachdem sie von der Frucht aßen,erkannten,dass sie nackt waren.
Wenn es heisst,dass sie erkannten,dass sie nackt waren und sich schämten,meint das nicht,dassdie körperliche Nacktheit ansich schlecht war,sondern dass sie sich nicht mehr gegenseitig als Person ansahen und wahrnamen,sondern mit dem Blick der sexuellen Begierde.
nomads hat geschrieben:
Montag 29. Dezember 2025, 22:23
...
Aber wenn dem so wäre, wie Du meinst, dann wären Eva die Augen aufgegangen gleich nach dem sie den Apfel angebissen hat und nicht erst danach, nachdem Adam vom Apfel gekostet hat.
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nomads
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

holzi hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:12
Wenn, wenn, wenn ... Wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären, hätten sie den Apfel hängen lassen und die Schlange gekocht! :breitgrins:
Ja, lustiger Witz, aber diese Frage kann durchaus ernsthaft betrachtet werden:
Warum erkannte Eva nicht sofort selbst, dass sie nackt ist, nachdem sie den Apfel gegessen hat (oder was man auch immer darunter verstehen kann) und Adam vor dieser Erkenntnis nicht gewarnt hat, bevor er selbst vom Apfel gekostet hat? (Gen 3,6-7)




Pit hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:38
Es war ja dem Bibeltext nach so, dass Beide, nachdem sie von der Frucht aßen, erkannten, dass sie nackt waren.
Wenn es heisst, dass sie erkannten, dass sie nackt waren und sich schämten, meint das nicht,dassdie körperliche Nacktheit ansich schlecht war, sondern dass sie sich nicht mehr gegenseitig als Person ansahen und wahrnamen, sondern mit dem Blick der sexuellen Begierde.
In meiner Fragestellung geht nicht darum, was in der Bibel steht, denn das weiß ich auch, sondern warum Eva nicht sofort das erkannte, was sie beide erkannt haben, aber erst danach, nachdem Adam von Apfel gekostet hat?
Offensichtlich kannst Du diese Frage nicht beantworten.
Und wo steht in der Bibel etwas von sexueller Begierde in diesem Zusammenhang? Wie kommst Du auf diese?

Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:41
Pit hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:38
Es war ja dem Bibeltext nach so, dass Beide, nachdem sie von der Frucht aßen, erkannten, dass sie nackt waren.
Wenn es heisst, dass sie erkannten, dass sie nackt waren und sich schämten, meint das nicht,dassdie körperliche Nacktheit ansich schlecht war, sondern dass sie sich nicht mehr gegenseitig als Person ansahen und wahrnamen, sondern mit dem Blick der sexuellen Begierde.
In meiner Fragestellung geht nicht darum, was in der Bibel steht, denn das weiß ich auch, sondern warum Eva nicht sofort das erkannte, was sie beide erkannt haben, aber erst danach, nachdem Adam von Apfel gekostet hat?
Die Erkennen, welches erst nach dem Genuß des Apfels möglich wurde, war die Erkenntnis von gut und böse!

Ob Eva diese Unterscheidungsmöglichkeit bereits hatte, nachdem sie alleine den Apfel gegessen hatte, ist in der Hl. Schrift nicht explizit ausgeführt. Daher ist man auf Motivspekulationen angewiesen. :achselzuck:
Mir fallen spontan zwei Varianten ein:
1. Sie wollte, daß Adam das göttliche Gebot ebenso übertritt, wie sie es bereits getan hatte; mithin war Verführung ihr Motiv, nachdem sie selbst bereits der Verführung durch die Schlange erlegen war. Sie wollte Adam zu sich herunterziehen.
2. Sie wollte Adam etwas Gutes tun, weil sie die nun mögliche Unterscheidungsfähigkeit für etwas Gutes hielt. Schließlich hatte die Schlange ja nicht gelogen als sie sagte, daß diese Unterscheidungsfähigkeit den Menschen Gott ähnlicher machen würde. Sie wollte Adam zu sich heraufziehen.
nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:41
Offensichtlich kannst Du diese Frage nicht beantworten.
Warten wir's ab! :unbeteiligttu:
nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:41
Und wo steht in der Bibel etwas von sexueller Begierde in diesem Zusammenhang? Wie kommst Du auf diese?
Ein Teil der Exegeten deutet den Begriff "erkennen" als sexuelle Tätigkeit; m.a.W. sie hatten Geschlechtsverkehr. Und dieser ist nun mal in den allermeisten Fällen mit sexueller Begierde verbunden.
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
Die Erkennen, welches erst nach dem Genuß des Apfels möglich wurde, war die Erkenntnis von gut und böse!
dann hätte Eva auch alleine, nach der Verkostung des Apfels, erkennen müssen, dass es böse wäre, Adam den Apfel anzubieten. Entweder hat sie es alleine nicht erkannt (aber warum?), oder sie handelte danach egoistisch, verzweifelt und selbstsüchtig.

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
Ob Eva diese Unterscheidungsmöglichkeit bereits hatte, nachdem sie alleine den Apfel gegessen hatte, ist in der Hl. Schrift nicht explizit ausgeführt. Daher ist man auf Motivspekulationen angewiesen. :achselzuck:
Mir fallen spontan zwei Varianten ein:
1. Sie wollte, daß Adam das göttliche Gebot ebenso übertritt, wie sie es bereits getan hatte; mithin war Verführung ihr Motiv, nachdem sie selbst bereits der Verführung durch die Schlange erlegen war. Sie wollte Adam zu sich herunterziehen.
wie der Ertrinkende, der den Retter herunterzieht – ein bösartiger/egoistischer/schlechter/negativer Grund.

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
2. Sie wollte Adam etwas Gutes tun, weil sie die nun mögliche Unterscheidungsfähigkeit für etwas Gutes hielt.
kann man gut verstehen! ;)

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
Schließlich hatte die Schlange ja nicht gelogen als sie sagte, daß diese Unterscheidungsfähigkeit den Menschen Gott ähnlicher machen würde. Sie wollte Adam zu sich heraufziehen.
aber die Schlange hat gelogen, in dem sie sagte: „Nein, ihr werdet nicht sterben.“ (Gen 3,4)

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:41
Offensichtlich kannst Du diese Frage nicht beantworten.
Warten wir's ab! :unbeteiligttu:
zu spät! :breitgrins:
Jetzt hast Du Pit alles vorgesagt, vor-geschrieben. :blinker:
jetzt wird Pit behaupten, er hats auch gewußt! :breitgrins:

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:41
Und wo steht in der Bibel etwas von sexueller Begierde in diesem Zusammenhang? Wie kommst Du auf diese?
Ein Teil der Exegeten deutet den Begriff "erkennen" als sexuelle Tätigkeit; m.a.W. sie hatten Geschlechtsverkehr. Und dieser ist nun mal in den allermeisten Fällen mit sexueller Begierde verbunden.
demzufolge und salopp gesagt, war der Apfel einfach nur Sex, zu dem die Schlange Eva angestiftet hat.
Aber, wenn Eva alleine zu diesem „Erkennen“ nicht gekommen ist, wie konnte sie dann vom Apfel ohne Adam kosten?
Oder anders gefragt: Konnte Eva nicht "erkennen", weil bei der Verkostung des Apfels Adam fehlte?
:breitgrins:

Sascha B.
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Sascha B. »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 17:13
Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
Die Erkennen, welches erst nach dem Genuß des Apfels möglich wurde, war die Erkenntnis von gut und böse!
dann hätte Eva auch alleine, nach der Verkostung des Apfels, erkennen müssen, dass es böse wäre, Adam den Apfel anzubieten. Entweder hat sie es alleine nicht erkannt (aber warum?), oder sie handelte danach egoistisch, verzweifelt und selbstsüchtig.
Normales weibliches Verhalten? :achselzuck:

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Pit
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Pit »

kurzum: Wir wissen es nicht.
Aber ist das wirklich wichtig?
Fakt ist doch,dass der Text eines gut wiedergibt:
Irgendwann begann der Mensch
a) gegen Gottes Liebe anzugehen,weil es "wie Gott sein" wollte - allmächtig! und
b) Menschen des anderen Geschlechts leider als Objekte seiner sexuellen Begierde (Betonung liegt auf Begierde) zu betrachten... und nicht mehr als gleichwertiges Gegenüber.
Sascha B. hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 18:14
...
Entweder hat sie es alleine nicht erkannt (aber warum?), oder sie handelte danach egoistisch, verzweifelt und selbstsüchtig.
Normales weibliches Verhalten? :achselzuck:
[/quote]
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Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 17:13
Peduli hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 16:43
nomads hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:41
Und wo steht in der Bibel etwas von sexueller Begierde in diesem Zusammenhang? Wie kommst Du auf diese?
Ein Teil der Exegeten deutet den Begriff "erkennen" als sexuelle Tätigkeit; m.a.W. sie hatten Geschlechtsverkehr. Und dieser ist nun mal in den allermeisten Fällen mit sexueller Begierde verbunden.
demzufolge und salopp gesagt, war der Apfel einfach nur Sex, zu dem die Schlange Eva angestiftet hat.
Aber, wenn Eva alleine zu diesem „Erkennen“ nicht gekommen ist, wie konnte sie dann vom Apfel ohne Adam kosten?
Oder anders gefragt: Konnte Eva nicht "erkennen", weil bei der Verkostung des Apfels Adam fehlte?
:breitgrins:
Nun, es ist ein Hinweis auf die Polarität der Schöpfungsordnung! :huhu:

Der Mann ist auf die Frau hingeordnet so wie die Frau auf den Mann hingeordnet ist.

An dieser Stelle sollte eben nicht außer Acht bleiben, daß die Hl. Schrift einen vierfachen Schriftsinn enthält. Sie hat also mehrere Bedeutungsebenen, wobei sich diese Bedeutungsebenen nicht Allen in gleichem Maße erschließen.
Die Genesis ist hierbei kein naturwissenschaftlicher Bericht, sondern beschreibt wie Gott die Schöpfung ins Dasein ruft. Und Gott tut nichts Unbedachtes.

Deo gratias!
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von ottaviani »

holzi hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 14:12
Wenn, wenn, wenn ... Wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären, hätten sie den Apfel hängen lassen und die Schlange gekocht! :breitgrins:
:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Pit hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 22:51
kurzum: Wir wissen es nicht.
Doch, wir wissen es. Du weißt es nicht. :blinker:
Peduli hat zumindest 2 Motivspekulationsvarianten vorgestellt und mir fällt noch eine dritte dazu, die ich aber hier nicht veröffentlichen werde. Stattdessen empfehle ich Dir das Buch von Ulrich Kutschera mit dem Titel: „Das Gender-Paradoxon“ – dort findest Du vielleicht die dritte Variante. Ich gebe zu, das Buch ist abschnittsweise nicht leicht zu lesen, weil der Autor dann doch tiefer in die Materie greift, aber es tut gut zu wissen, dass die Wissenschaft nicht das bestätigt, was die schwule LGBT-Propaganda uns so verzapfen möchte. :breitgrins:


Pit hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 22:51
Aber ist das wirklich wichtig?
sehr wichtig!
Lies das Buch, dann weißt Du mehr. ;)


Pit hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 22:51
b) Menschen des anderen Geschlechts leider als Objekte seiner sexuellen Begierde (Betonung liegt auf Begierde) zu betrachten... und nicht mehr als gleichwertiges Gegenüber.
was hast Du gegen heterosexuelle Begierde? :breitgrins:
Ohne dieser hätten wir aufgehört uns zu vermehren und dann hätte ich wieder in einem Forum gefragt, warum wir dem Willen Gottes nicht folgen, der sagte: "Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen."
Nur wenn man schwul oder misogyn ist, hat man Angst vor solchen Debatten. :blinker:
Zuletzt geändert von nomads am Mittwoch 31. Dezember 2025, 09:25, insgesamt 1-mal geändert.

Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 08:51
Pit hat geschrieben:
Dienstag 30. Dezember 2025, 22:51
b) Menschen des anderen Geschlechts leider als Objekte seiner sexuellen Begierde (Betonung liegt auf Begierde) zu betrachten... und nicht mehr als gleichwertiges Gegenüber.
was hast Du gegen heterosexuelle Begierde? :breitgrins:
Ohne dieser hätten wir aufgehört uns zu vermehren und dann hätte ich wieder in einem Forum gefragt, warum wir dem Willen Gottes nicht folgen, der sagte: "Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen."
Nur wenn man schwul oder misogyn ist, hat man Angst vor solchen Debatten. :blinker:
Das ist mir auch schon mehr als einmal aufgefallen: :feuerwehr: :feuerwehr: :feuerwehr:
Die katholische Sexualmoral ist gar nicht so moralinsauer wie sie von vielen dargestellt wird! ;D ;D ;D

DER Völkerapostel schreibt beispielsweise:
Entzieht euch einander nicht, höchstens aufgrund beiderseitigen Einverständnisses für eine (bestimmte) Zeit, um euch (ungestört) dem Gebet zu widmen, aber dann wieder zusammenzukommen, damit der Satan euch nicht infolge eurer Unenthaltsamkeit in Versuchung führe!
(1 Kor 7, 5)

"Sex as a weapon" ist also überhaupt nicht angesagt im Katholischen! :) :) :)
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 07:33
Nun, es ist ein Hinweis auf die Polarität der Schöpfungsordnung! :huhu:

Der Mann ist auf die Frau hingeordnet so wie die Frau auf den Mann hingeordnet ist.
naja... in Gen 3,16 und in Kol 3,18 klingt das etwas anders. :blinker:

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 09:02
Das ist mir auch schon mehr als einmal aufgefallen: :feuerwehr: :feuerwehr: :feuerwehr:
Die katholische Sexualmoral ist gar nicht so moralinsauer wie sie von vielen dargestellt wird! ;D ;D ;D
was die Leute über die katholische Sexualmoral wissen, wissen sie nicht aus der Bibel, nicht aus dem KKK, nicht aus den Verlautbarungen der Kirche, sonder ausschließlich aus dem Fernsehen, in dem solche Leute wie Uta Ranke-Heinemann oder Eugen Drewermann alles "glaubhaft" erklärt und unterstellt haben. :breitgrins:

Man unterstellt der RK-Kirche gerne Devotheit und Dominanz gleichzeitig - was sich eigentlich widerspricht. Nach Meinung der Synodalen wäre die (männliche) Kirche nicht dominant, wenn sie Frauen ordinieren würde, und nicht devot, wenn sie das Zölibat abschaffen würde - also 2 Faktoren, die bei Nichtkatholiken die sich von der RK-Kirche abgespaltet haben, keineswegs zu enormem Wachstum geführt haben.

Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 13:03
Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 07:33
Nun, es ist ein Hinweis auf die Polarität der Schöpfungsordnung! :huhu:

Der Mann ist auf die Frau hingeordnet so wie die Frau auf den Mann hingeordnet ist.
naja... in Gen 3,16 und in Kol 3,18 klingt das etwas anders. :blinker:
Und Kol 3,19 blendest Du aus? :roll: :roll: :roll:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

Der LOGOS bestimmt das Sein!
Das Sein definiert das Nicht-Sein!

nomads
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 16:50
Und Kol 3,19 blendest Du aus? :roll: :roll: :roll:
Nein, natürlich nicht!
Aber im Alltag - in der Realität -, sieht es anders aus, als der Apostel Paulus das empfohlen hat. Ich beobachte gerne Menschen und ihr Verhalten – auch in ihrem zu Hause, wo ich ab und zu bei ihnen zu Gast bin. Nach meiner Einschätzung, würden 75% der Ehefrauen den Mann nicht wieder heiraten, wenn sie noch mal die Wahl hätten, ihn zu heiraten oder nicht. Bei den Männern ist es umgekehrt – 25% der Männer würden die Frau nicht wieder heiraten, wenn sie die Wahl hätten.
Ich habe mich oft gefragt, was die Beweggründe für das Heiraten und Familiengründung sind? Die meisten Männer wollen „traditionell“ eine Frau haben und suchen sich eine, um direkt vom Hotel „Mama“ zum Hotel „Ehefrau“ umzuziehen. Wenn sie sich verlieben, sind sie zuvorkommend, höflich und freundlich, nach der Eheschließung ändert sich das ziemlich schnell. Ich kenne solche, die nicht mal ein Bügeleisen bedienen können, oder solche, die nicht wissen, wie man Geld am Geldautomaten abheben kann. Andersrum geht es auch – zwar selten, aber sobald die Frau schwanger wird, hat sie das Sagen und der Mann wird zum Butler degradiert, der zwar recht auf eigene Meinung hat, die er aber für sich behalten „muss“. :breitgrins:
Mit der Zeit arrangieren sie sich irgendwie und das Familienleben wird zum Vegetieren reduziert - auch wenn sie 2 mal im Jahr in den Urlaub fliegen und vorgeben, dabei glücklich zu sein.

Ich muss zugeben, ich habe nur wenige Ehepaare kennengelernt, denen das Ehe- und Familienleben Freude macht.

Peduli
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 17:45
Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2025, 16:50
Und Kol 3,19 blendest Du aus? :roll: :roll: :roll:
Nein, natürlich nicht!
Aber im Alltag - in der Realität -, sieht es anders aus, als der Apostel Paulus das empfohlen hat. Ich beobachte gerne Menschen und ihr Verhalten – auch in ihrem zu Hause, wo ich ab und zu bei ihnen zu Gast bin. Nach meiner Einschätzung, würden 75% der Ehefrauen den Mann nicht wieder heiraten, wenn sie noch mal die Wahl hätten, ihn zu heiraten oder nicht. Bei den Männern ist es umgekehrt – 25% der Männer würden die Frau nicht wieder heiraten, wenn sie die Wahl hätten.
Ich habe mich oft gefragt, was die Beweggründe für das Heiraten und Familiengründung sind? Die meisten Männer wollen „traditionell“ eine Frau haben und suchen sich eine, um direkt vom Hotel „Mama“ zum Hotel „Ehefrau“ umzuziehen. Wenn sie sich verlieben, sind sie zuvorkommend, höflich und freundlich, nach der Eheschließung ändert sich das ziemlich schnell. Ich kenne solche, die nicht mal ein Bügeleisen bedienen können, oder solche, die nicht wissen, wie man Geld am Geldautomaten abheben kann. Andersrum geht es auch – zwar selten, aber sobald die Frau schwanger wird, hat sie das Sagen und der Mann wird zum Butler degradiert, der zwar recht auf eigene Meinung hat, die er aber für sich behalten „muss“. :breitgrins:
Mit der Zeit arrangieren sie sich irgendwie und das Familienleben wird zum Vegetieren reduziert - auch wenn sie 2 mal im Jahr in den Urlaub fliegen und vorgeben, dabei glücklich zu sein.

Ich muss zugeben, ich habe nur wenige Ehepaare kennengelernt, denen das Ehe- und Familienleben Freude macht.
Nun die Realität sollte man auch nicht mit der Brille des Idealismus aus der deutschen Romantik betrachten. :feuerwehr: :feuerwehr: :feuerwehr:

Allerdings sind sie auch - meiner bescheidenen Meinung nach - nicht ganz so negativ wie von Dir geschildert. Wenn die Hälfte der Ehen scheitern, bleibt auch die Hälfte bis zum Lebensende des einen Ehepartners bestehen.
Es reduziert sich also auf die Frage nach: Glas halbvoll oder halbleer? :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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nomads
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Re: Wie Adam und Eva verstehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 1. Januar 2026, 05:50
Es reduziert sich also auf die Frage nach: Glas halbvoll oder halbleer? :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck:
Ja, man könnte sagen das Glas ist halbvoll, weil die Scheidungsquote rückläufig ist:
https://www.sozialpolitik-aktuell.de/fi ... bVII15.pdf

aber vielleicht ist sie rückläufig, weil auch weniger geheiratet wird und Trennungen von Beziehungen ohne Trauschein nicht in der Statistik berücksichtigt werden. ;)

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