Clemens hat geschrieben:... aber ich habe es bisher nie gewagt, ihn einfach so zu meiner Freude zu verbrennnen.
Das ist wie mit dem Brevierbeten und dem Rauchen. Verbrenn doch den Weihrauch zur Ehre Gottes, was hindert Dich daran?
Daß er Dir dabei auch noch zur Freude gereicht, ist ein angenehmer und nicht verbotener Nebeneffekt.
Clemens hat geschrieben:Mir klingt irgendwie noch die Stelle aus ????* im Herzen, die die Todesstrafe befiehlt für Leute, die Weihrauch nur zum Privatvergnügen in die Luft jagen.....
* Ich finde die Bibelstelle nicht mehr. Aber ich habe sie mir doch nicht nur eingebildet, oder??
Du verwechselst hier Weihrauchbrand, mit Mobilscheiterhaufenbrand. Letzterer ist tatsächlich nur uns erlaubt
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Clemens hat geschrieben:Mir klingt irgendwie noch die Stelle aus ????* im Herzen, die die Todesstrafe befiehlt für Leute, die Weihrauch nur zum Privatvergnügen in die Luft jagen.
Ja.
Weihrauch wird ja aber auch nicht wie ein Duftlämpchen verwendet, sondern ist immer mit Gebeten verbunden, vielleicht ähnlich wie der häusliche Weihwasserkessel.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Clemens hat geschrieben:Dazu gleich meine nächste Frage:
Mit leichtem Erstaunen nehme ich wahr, dass manche Kathos und Orthos zuhause Weihrauch loslassen.
Dass man das darf?
Mir klingt irgendwie noch die Stelle aus ????* im Herzen, die die Todesstrafe befiehlt für Leute, die Weihrauch nur zum Privatvergnügen in die Luft jagen. Ich hätte ja ein ganzes Fass daheim, aber ich habe es bisher nie gewagt, ihn einfach so zu meiner Freude zu verbrennnen. (Ich liiiieeeebe diesen Duft!)
* Ich finde die Bibelstelle nicht mehr. Aber ich habe sie mir doch nicht nur eingebildet, oder??
Im Alten Testament brachten nur die kohanitischen Priester das Rauchopfer dar. Das braucht uns aber nicht zu stören. Ich besitze auch ein kleines Handgerät für zuhause. Diese sind für Laien gedacht, denn in der OK schwenken nur Geistliche ab der Diakonatsweihe das an Ketten hängende Faß. Altardiener dürfen es aber halten. Deshalb gibt es für alle anderen Handgeräte, die auch hin- und herbewegt werden können, z.B. um etwas Luft hineinzubringen. Der Weihrauchschwenker in der Kirche wird niemals geschlossen, deshalb kann der auch längere Zeit nur hängen, ohne daß die Kohle ausgeht. Für Zuhause empfehle ich, den Deckel immer draufzumachen. Und falls man ihn doch mal runternehmen will, Handschuhe nehmen, denn der Deckel kann sehr heiß werden. Auch sollte man aufpassen, daß man das Ding nicht auf Plastik oder empfindliches Holz stellt, sondern am besten auf eine isolierende Unterlage. Ich verwende nur byzantinischen Weihrauch. Ich habe bis jetzt weißen und rosa Weihrauch (getrennt, nicht als türkischen Honig) verbrannt…schwarzen würde ich auch gerne mal ausprobieren. In der OK hier haben die auch einen Weihrauch, der fruchtig riecht.
Einen echten Zugang zu dem ganzen habe ich dadurch nicht bekommen, das liegt aber vermutlich nicht an der Qualität eurer Antworten, sondern daran, das mich diese rituelle Gottesdienstgestaltung eher befremdet, als inspiriert. Aber sollte Gott da Wert drauf legen, mach ich es im Himmel natürlich dann mit.
asderrix hat geschrieben:Dankeschön für eure Antworten!
Einen echten Zugang zu dem ganzen habe ich dadurch nicht bekommen, das liegt aber vermutlich nicht an der Qualität eurer Antworten, sondern daran, das mich diese rituelle Gottesdienstgestaltung eher befremdet, als inspiriert. Aber sollte Gott da Wert drauf legen, mach ich es im Himmel natürlich dann mit.
Ich schätze mal, mit dem Weihrauch wirst Du im Himmel weniger Probleme haben als mit dem Gregorianischen Choral, den Du fürs tägliche "Hosianna-Singen" dann lernen mußt. Da haben's wir ein bißchen leichter.
asderrix hat geschrieben:Dankeschön für eure Antworten!
Einen echten Zugang zu dem ganzen habe ich dadurch nicht bekommen, das liegt aber vermutlich nicht an der Qualität eurer Antworten, sondern daran, das mich diese rituelle Gottesdienstgestaltung eher befremdet, als inspiriert. Aber sollte Gott da Wert drauf legen, mach ich es im Himmel natürlich dann mit.
Ich verspreche Dir: nachdem Du ein paar Mal eine alte Messe besucht hast, wirst Du ziemlich schnell "süchtig"...
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
asderrix hat geschrieben:Dankeschön für eure Antworten!
Einen echten Zugang zu dem ganzen habe ich dadurch nicht bekommen, das liegt aber vermutlich nicht an der Qualität eurer Antworten, sondern daran, das mich diese rituelle Gottesdienstgestaltung eher befremdet, als inspiriert. Aber sollte Gott da Wert drauf legen, mach ich es im Himmel natürlich dann mit.
Ich verspreche Dir: nachdem Du ein paar Mal eine alte Messe besucht hast, wirst Du ziemlich schnell "süchtig"...
Das würde ich zu bezweifeln wagen.
Ein "paar Mal" war ich inzwischen auch, und Lauda hat wirklich nicht nur (außer)ordentlich, sondern auch souverän zelebriert (was ich bisher noch nie gesehen hatte) - aber ich hätte schon meine Probleme, mich daran zu gewöhnen, von Sucht könnte da keine Rede sein.
Schade, daß ich am Freitag noch nicht da war. Nach den Berichten scheint die Messe abends genau das gewesen zu sein, wonach ich mich sehnen würde - Novus Ordo à la "Sacrosanctum Concilium".
asderrix hat geschrieben:Dankeschön für eure Antworten!
Einen echten Zugang zu dem ganzen habe ich dadurch nicht bekommen, das liegt aber vermutlich nicht an der Qualität eurer Antworten, sondern daran, das mich diese rituelle Gottesdienstgestaltung eher befremdet, als inspiriert. Aber sollte Gott da Wert drauf legen, mach ich es im Himmel natürlich dann mit.
Ich verspreche Dir: nachdem Du ein paar Mal eine alte Messe besucht hast, wirst Du ziemlich schnell "süchtig"...
Das würde ich zu bezweifeln wagen.
Ein "paar Mal" war ich inzwischen auch, und Lauda hat wirklich nicht nur (außer)ordentlich, sondern auch souverän zelebriert (was ich bisher noch nie gesehen hatte) - aber ich hätte schon meine Probleme, mich daran zu gewöhnen, von Sucht könnte da keine Rede sein.
Schade, daß ich am Freitag noch nicht da war. Nach den Berichten scheint die Messe abends genau das gewesen zu sein, wonach ich mich sehnen würde - Novus Ordo à la "Sacrosanctum Concilium".
Laudas Messe am Freitag war die praktizierte "Reform der Reform".
Was die Messen in der ao. Form angeht - da kann ich natürlich nur für mich sprechen - probier's halt aus.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
asderrix hat geschrieben:Dankeschön für eure Antworten!
Einen echten Zugang zu dem ganzen habe ich dadurch nicht bekommen, das liegt aber vermutlich nicht an der Qualität eurer Antworten, sondern daran, das mich diese rituelle Gottesdienstgestaltung eher befremdet, als inspiriert. Aber sollte Gott da Wert drauf legen, mach ich es im Himmel natürlich dann mit.
Ich verspreche Dir: nachdem Du ein paar Mal eine alte Messe besucht hast, wirst Du ziemlich schnell "süchtig"...
Das würde ich zu bezweifeln wagen.
Ein "paar Mal" war ich inzwischen auch, und Lauda hat wirklich nicht nur (außer)ordentlich, sondern auch souverän zelebriert (was ich bisher noch nie gesehen hatte) - aber ich hätte schon meine Probleme, mich daran zu gewöhnen, von Sucht könnte da keine Rede sein.
Schade, daß ich am Freitag noch nicht da war. Nach den Berichten scheint die Messe abends genau das gewesen zu sein, wonach ich mich sehnen würde - Novus Ordo à la "Sacrosanctum Concilium".
Während ich immer mehr feststelle. daß ich damit nichts (mehr) anfangen kann. Wir haben ja in Berlin inzwischen (zelebriert von einem Monsignore von der Nuntiatur, ein Diözesanpriester könnte sich das natürlich nicht erlauben) zweimal im Monat eine Messe, die weitgehend auf Latein ist, am Hochaltar zelebriert wird, Mit Römischem Kanon. Aber gerade da fallen einem die willkürlichen Verstümmelungen des Ritus besonders auf, weil es - wenn man sozusagen die Augen zusammenkneift - so ähnlich ist. Je öfter ich die alte Messe höre, desto mehr kann ich bei solchen Messen bei jeder Abweichung nur noch innerlich seufzen und mit den Augen rollen. Da fällt mir mein normaler sonntäglicher Gemeinde-Novus Ordo auf deutsch, aber ohne Mißbräuche, noch leichter, weil es sich eben offensichtlich um eine andere Liturgie handelt, zwei Formen hin oder her.
Für solche Vergleiche fehlt mir zugegebenermaßen bisher die praktische Erfahrung, da ich die ao. Form mehr theoretisch als zelebriert kenne.
Was mir aber bisher jedesmal (auch bei Lauda, obwohl der wirklich vorbildlich zelebriert hat) aufgefallen ist, ist eine gewisse Tendenz zu "liturgischer Akrobatik" in der ao. Form, die stellenweise nicht dazu angetan ist, das zu vermitteln, was sie eigentlich sollte, nämlich Andacht. Manches wirkt auf den "Beobachter" doch einigermaßen gekünstelt, um nicht zu sagen amüsant. Ich denke da etwa an die zahlreichen Kniebeugen während der Altarinzens zur Gabenbereitung. Bei Lauda ging das noch, dem hat es weder pressiert, noch ist er durch körperliches Gebrechen oder mangelnde Übung an sauberen Kniebeugen gehindert. Aber sobald ein Zelebrant (wie ich es bisher stets erleben mußte) etwas beleibter ist oder schon älter, oder noch nicht so souverän im technischen Vollzug dieser ganzen rituellen Abläufe, dann kann manches schnell ungewollt komisch wirken.
(Vielleicht stört das auch nur mich, weil ich dem Zelebranten dabei halt zuschaue - im Gegensatz zu den meisten anderen Meßbesuchern, die dabei die Nase nicht aus ihren Meßheftchen rausbekommen, damit ihnen ja kein Wort entgeht, was von vorne nicht zu hören ist. Aber da ich einerseits den Ablauf und die feststehenden Texte ziemlich genau kenne und andererseits auch gesprochenes Latein recht problemlos verstehe, sehe ich nicht ein, meine Mitfeier auf das Mitlesen zu beschränken.)
taddeo hat geschrieben:Ein "paar Mal" war ich inzwischen auch, und Lauda hat wirklich nicht nur (außer)ordentlich, sondern auch souverän zelebriert (was ich bisher noch nie gesehen hatte) - aber ich hätte schon meine Probleme, mich daran zu gewöhnen, von Sucht könnte da keine Rede sein.
Kannst du was näheres zu diesen Problemen sagen?
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
taddeo hat geschrieben:. Aber sobald ein Zelebrant (wie ich es bisher stets erleben mußte) etwas beleibter ist oder schon älter, oder noch nicht so souverän im technischen Vollzug dieser ganzen rituellen Abläufe, dann kann manches schnell ungewollt komisch wirken.
Das ist eine Sache der Gewohnheit und der dadurch geprägten Einstellung. Wenn es einem Zelebranten Mühe macht, die Kniebeugen zu vollziehen, darf man das ruhig sehen - es verweist auf den Ernst der Arbeit, die da zu leisten ist.
Davon zu unterscheiden ist natürlich der leider ebenfalls vorkommende Fall, daß Kniebeugen aus Bequemlichkeit schlurig ausgeführt werden - das grenzt dann schon wieder an Mißbrauch. Tatsächlich ist m.E. die Körpersprache einer der wichtigsten Punkte für die Liturgie. Und wenn der Körper des priesters sagt: "Mir ist das nicht so wichtig" oder "wir gehns mal ganz gemütlich an", dann kann das auf Fehleinstellungen verweisen, die leider ritenunabhängig vorkommen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
taddeo hat geschrieben:Schade, daß ich am Freitag noch nicht da war. Nach den Berichten scheint die Messe abends genau das gewesen zu sein, wonach ich mich sehnen würde - Novus Ordo à la "Sacrosanctum Concilium".
Stimmt. Da hast du wirklich etwas verpasst. Einen ähnlichen NOM habe ich zuletzt in der Wiener Malterserkirche erlebt.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Mit leichtem Erstaunen nehme ich wahr, dass manche Kathos und Orthos zuhause Weihrauch loslassen.
Dass man das darf?
Ich habe Weihrauch aus Patmos daheim und ich benutze ihn oft, wenn ich die Vesper bete
Wie Weihrauch steige mein Gebet vor Dir empor, das ist doch ein schöner Gedanke, vor allem wenn man beim Beten die Weihrauschschwaden aufsteigen sieht.
Die Eucharistie ist das tägliche Brot, das wir als Heilmittel gegen die tägliche Schwachheit brauchen.Hl. Augustinus
Bernado hat geschrieben:Tatsächlich ist m.E. die Körpersprache einer der wichtigsten Punkte für die Liturgie. Und wenn der Körper des priesters sagt: "Mir ist das nicht so wichtig" oder "wir gehns mal ganz gemütlich an", dann kann das auf Fehleinstellungen verweisen, die leider ritenunabhängig vorkommen.
Wenn's danach ginge, erlebe ich fast nur Priester mit "Fehleinstellungen".
taddeo hat geschrieben:. Aber sobald ein Zelebrant (wie ich es bisher stets erleben mußte) etwas beleibter ist oder schon älter, oder noch nicht so souverän im technischen Vollzug dieser ganzen rituellen Abläufe, dann kann manches schnell ungewollt komisch wirken.
Das ist eine Sache der Gewohnheit und der dadurch geprägten Einstellung. Wenn es einem Zelebranten Mühe macht, die Kniebeugen zu vollziehen, darf man das ruhig sehen - es verweist auf den Ernst der Arbeit, die da zu leisten ist.
Davon zu unterscheiden ist natürlich der leider ebenfalls vorkommende Fall, daß Kniebeugen aus Bequemlichkeit schlurig ausgeführt werden - das grenzt dann schon wieder an Mißbrauch. Tatsächlich ist m.E. die Körpersprache einer der wichtigsten Punkte für die Liturgie. Und wenn der Körper des priesters sagt: "Mir ist das nicht so wichtig" oder "wir gehns mal ganz gemütlich an", dann kann das auf Fehleinstellungen verweisen, die leider ritenunabhängig vorkommen.
Mindestens genauso nervig wenn nicht schlimmer kann allerdings auch übetriebenes Pathos bei den Gesten sein. Die Gesten sind wirklich mal ein Punkt, wo der Ruf des Konzils nach edlen Schlichtheit - die den römischen Ritus ja ohnehin kennzeichnet - wichtig ist.
Im übrigen sollte man sich von so etwas nicht stören lassen (auch wenn's schwerfällt): solche Störungen zeigen letztlich nur, daß die Heiligung aus dem Objektiven des Ritus' kommt. Tolkien empfahl seinem Sohn als Tugendübung, die hl. Messe bei besonders unerbaulichen Zelebranten zu hören. Das wird man nicht jedem anraten wollen, aber der Gedanke dahinter ist nicht falsch.
Clemens hat geschrieben:Mir klingt irgendwie noch die Stelle aus ????* im Herzen, die die Todesstrafe befiehlt für Leute, die Weihrauch nur zum Privatvergnügen in die Luft jagen. Ich hätte ja ein ganzes Fass daheim, aber ich habe es bisher nie gewagt, ihn einfach so zu meiner Freude zu verbrennnen. (Ich liiiieeeebe diesen Duft!)
Ich wüsste jetzt nicht, wo du diese Aussage gefunden hast. Aber ich verbrenne regelmäßig Weihrauch, jedoch immer nur zum Gebet, vornehmlich zur Vesper, wie Deborah schon sagte.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Bernado hat geschrieben:Tatsächlich ist m.E. die Körpersprache einer der wichtigsten Punkte für die Liturgie. Und wenn der Körper des priesters sagt: "Mir ist das nicht so wichtig" oder "wir gehns mal ganz gemütlich an", dann kann das auf Fehleinstellungen verweisen, die leider ritenunabhängig vorkommen.
Wenn's danach ginge, erlebe ich fast nur Priester mit "Fehleinstellungen".
Ich schrieb ja "kann", nicht "muß". Aber ich halte den Punkt für nicht unwichtig. Es ist eben ein Riesenunterschied, ob der Priester - wie es die Rubriken des alten Ritus vorschreiben - mit leicht gesenktem Kopf und den Blick in einigen Schritten Entfernung vor sich auf den Boden gerichtet und in gesammelter Haltung zum Altar geht - oder ob er rüstig geschäftsmäßig ausschreitet, nach rechts lächelt und nach links eine Hand schüttelt, fehlt nur noch das fröhliche Pfeifen auf den Lippen. Der eine geht halt zum Altare Gottes, der andere zum Vorstandstisch, und es fehlt nicht viel, und er denkt an seine nächste Wiederwahl.
@Berolinensis: Ja, die Übertreibungen können auch nervig sein - aber wenn ich zwischen etwas zu viel und etwas zu angestrengter Ehrfurcht einerseits und zu leger auf der anderen Seiten wählen müßte, wäre ich für's erste. Aber da hilft denn tatsächlich auch die Gewohnheit - vieles sieht man so, wie es gemeint ist, und nicht so, wie es gemacht wird. wenigstens innerhalb der alten Form. Bei der neuen weiß ich oft nicht, wie es gemeint ist.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Mit leichtem Erstaunen nehme ich wahr, dass manche Kathos und Orthos zuhause Weihrauch loslassen.
Dass man das darf?
Ich habe Weihrauch aus Patmos daheim und ich benutze ihn oft, wenn ich die Vesper bete
Wie Weihrauch steige mein Gebet vor Dir empor, das ist doch ein schöner Gedanke, vor allem wenn man beim Beten die Weihrauschschwaden aufsteigen sieht.
Unter Beachtung dessen, was Anneke hierzu schrieb!
Lieber Asderrix, eine Frage sei mir noch erlaubt: in Anbetracht dessen, dass Weihrauch wohl seit den Urzeiten der Kirche verwendet wird und somit lange vor der Reformation da war, seid ihr da wirlich so ablehnend?
Nassos hat geschrieben:
Lieber Asderrix, eine Frage sei mir noch erlaubt: in Anbetracht dessen, dass Weihrauch wohl seit den Urzeiten der Kirche verwendet wird und somit lange vor der Reformation da war, seid ihr da wirlich so ablehnend?
Danke und Gruß,
Nassos
Seit Urzeiten, ich weiß es nicht ich denke die Apostel mussten sich noch nicht damit abmühen.
Das nächste Forentreffen machen wir im Vogtland, dann erlebt ihr mal wie das in der Urgemeinde war, als sie sich versammelten.
Ne, aber jetzt im Ernst, ist schon richtig, dass die Kirchengeschichte hindurch Weihrauch eine große Rolle in dem rituellen Ablauf des Gottesdienstes spielte, das haben die Väter der Reformation und noch intensiver die Väter der freikirchlichen Gemeinden ja deshalb auch bewusst weggelassen, da sie es als Ablenkung vom Wesentlichen empfanden. So bin ich aufgewachsen und für mich ist es auch stimmig.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Wer die Bibel mit offenen Augen liest, stellt fest, dass Jesus eigentlich keine Liturgiereform angestrebt hat.
Ihm ging es um die verborgene Einstellung der Gläubigen. Dabei setzte er maßgeblich auf Freiwilligkeit. Das betraf auch die Gütergemeinschaft der Apostel wie in einer Familie.
Deshalb spielte Weihrauch für ihn nur als Weihnachtsgeschenk des Matthäus eine Rolle. Im Laufe der Liturgiegeschichte rezipierte die Kirche jedoch viele Anregungen aus den alten Schriften sowie der prophetischen Schrift des Johannes:
Offb 8,3 Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen.
Ich glaube, jede Generation hat da so ihre eigenen Bedürfnisse Gottesdienst zu feiern und Glauben zu leben. Die liturgische Bewegung - noch sehr stark unter dem Eindruck ihres Jahrhunderts - hat ihr Konzil gehabt. Aber inzwischen ist Christus im Pilgerkleid seiner Kirche doch schon etwas weiter geschritten.
Nassos hat geschrieben:Nö, die Liturgieform haben wir angestrebt, um den zu lobpreisen, der unsere Errettung "angestrebt" hat.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in den Äonen der Äonen. Amen.
und bitte jetzt nicht mit Übersetzungsspezifika anfangen!
Doxa patri kai huyo kai pneumati agiu, nun kai ...
Lieber Nassos, ich hatte die griechische Schreibung zwar vor Jahren schonmal im Netz gefunden, aber magste du sie für mich hier schreiben. Merci en avance!
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Nassos hat geschrieben:Nö, die Liturgieform haben wir angestrebt, um den zu lobpreisen, der unsere Errettung "angestrebt" hat.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in den Äonen der Äonen. Amen. und bitte jetzt nicht mit Übersetzungsspezifika anfangen!
Doxa patri kai huyo kai pneumati agiu, nun kai ...
Lieber Nassos, ich hatte die griechische Schreibung zwar vor Jahren schonmal im Netz gefunden, aber magste du sie für mich hier schreiben. Merci en avance!
ad fontes, hier in Englisch: Glory to the Father and to the Son and to the Holy Spirit, now and ever and unto the ages of ages. Amen.
Nassos, von was für einer Liturgiereform redest Du?
Gruß
Joseph
We are drowning in information and starving for knowledge.
Nassos hat geschrieben:Nö, die Liturgieform haben wir angestrebt, um den zu lobpreisen, der unsere Errettung "angestrebt" hat.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in den Äonen der Äonen. Amen. und bitte jetzt nicht mit Übersetzungsspezifika anfangen!
Doxa patri kai huyo kai pneumati agiu, nun kai ...
Lieber Nassos, ich hatte die griechische Schreibung zwar vor Jahren schonmal im Netz gefunden, aber magste du sie für mich hier schreiben. Merci en avance!
ad fontes, hier in Englisch: Glory to the Father and to the Son and to the Holy Spirit, now and ever and unto the ages of ages. Amen.
Nassos, von was für einer Liturgiereform redest Du?
Gruß
Joseph
Merkwürdigerweise beten die Väter vom Kloster Buchhagen das Gloria patri mit dem westlichen Einschub "wie es war im Anfang, so auch [jetzt]".
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)