Speisegebote für katholische Christen?

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holzi
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von holzi »

Raimund Josef H. hat geschrieben:Als Zeitreisende in das Mittelalter wären wahrscheinlich unsere Essensgewohnheiten das größte Problem.
Dazu brauchst du nicht in der Zeit zu reisen. Die Gegenwart bietet genügend Länder, die deine Essensgewohnheiten auf eine harte Probe stellen!

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anneke6
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von anneke6 »

Angebrütete Enteneiner, zum Beispiel. Das ist etwas, was mich mit Ekel erfüllt.
???

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Kai
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Kai »

Es kam ja schon mal auf, aber ich hab noch keine befriedigende Antwort für mich:

Blutwurst.

Wie steht's denn jetzt damit: Paulus und im Gefolge Nietenolaf ("Blutwurst ist aber für alle Christen tabu"), oder anneke6 ("Katholiken dürfen grundsätzlich alles essen")?

Da ich Blutwurst mag, interessiert mich das.
"We have feminized the Church so much that it is not attractive to men."
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taddeo
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von taddeo »

holzi hat geschrieben:Dazu brauchst du nicht in der Zeit zu reisen. Die Gegenwart bietet genügend Länder, die deine Essensgewohnheiten auf eine harte Probe stellen!
Wobei bei Eßgewohnheiten eben die Gewohnheit die größte Rolle spielt.

Ich erinnere mich noch an einen Fernsehfilm über die Missionsbenediktiner der Abtei Schweiklberg, die sozusagen bei uns um die Ecke liegt. Ein alter Pater erzählte, daß er als junger Mönch nach Korea als Missionar geschickt wurde. Dort wurde er als erstes beim Bischof zum Essen eingeladen. Das schmeckte nicht schlecht, aber etwas ungewohnt. Erst später erfuhr er, daß er da wohl gebratenen Hund gegessen hatte, was in Korea gang und gäbe war.
Nach Jahrzehnten in Korea kam der Pater zurück nach Schweiklberg, todunglücklich, nicht seinen Lebensabend in der geliebten Mission verbringen zu dürfen. Die schlimmste Umstellung, so berichtete er, sei ihm das Essen gewesen. Niederbayerische Küche habe er nicht mehr sehen können, geschweige denn essen, so habe es ihm gegraust davor. Der Küchenpater habe dann aber mit großem Eifer versucht, auch für ihn was passendes zu kochen. Und als kleine Entschädigung habe ihm der Abt eine Sondererlaubnis samt Spesengeld erteilt, einmal die Woche nach Passau in ein koreanisches Restaurant zum Essen zu fahren.
(Ob er dort noch mal Hund gekriegt hat, hat er nicht verraten ...)

@ Kai:
Tu Dir bloß keinen Zwang an. Wie Anneke schon sagte: Für Katholiken gibt es grundsätzlich nichts, was er aus religiösen Gründen nicht essen dürfte. Es gibt dazu keine Vorschriften, weder aus der Bibel noch aus irgendwelchen Kirchengeboten. Blut ist bei Juden und Moslems verboten, soweit ich weiß, aber definitiv nicht bei uns.
Vermutlich dürfte man in einer Notlage zur reinen Selbsterhaltung sogar Menschen essen, wenn man die nicht eigens zu Verspeisungszwecken umbringt.

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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

... ausgenommen natürlich die einschlägigen Weisungen zum Fasten, wie mir an dieser Stelle anzumerken opportun vorkömmt.
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sofaklecks
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Spassbremse

Beitrag von sofaklecks »

Spassbremse!

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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

Einer muss ja hier den Hofnarren machen. :narr:

Immerhin habe ich schon Taddei Anstiftung zum Kannibalismus als katholisch durchgehen lassen!
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taddeo
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von taddeo »

cantus planus hat geschrieben:... ausgenommen natürlich die einschlägigen Weisungen zum Fasten, wie mir an dieser Stelle anzumerken opportun vorkömmt.
Richtig.
Am Freitag darfst Du also kein Menschenfleisch essen - obwohl, in einer so gravierenden Notlage, wie es dazu braucht, bist Du ja an das Freitagsgebot auch nicht gebunden.

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Kai
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Kai »

taddeo hat geschrieben:@ Kai:
Tu Dir bloß keinen Zwang an. Wie Anneke schon sagte: Für Katholiken gibt es grundsätzlich nichts, was er aus religiösen Gründen nicht essen dürfte. Es gibt dazu keine Vorschriften, weder aus der Bibel noch aus irgendwelchen Kirchengeboten. Blut ist bei Juden und Moslems verboten, soweit ich weiß, aber definitiv nicht bei uns.ermutlich dürfte man in einer Notlage zur reinen Selbsterhaltung sogar Menschen essen, wenn man die nicht eigens zu Verspeisungszwecken umbringt.
Um eine Notlage handelt es sich eher selten, wenn ich mir Blutwurst scheibenweise zwischen Brot und Senf einbette.

Im Ernst, was ist mit Apg 15, 28+29? Gilt das ausschließlich für "die Brüder aus dem Heidentum in Antiochia, in Syrien und Zilizien" oder watt? Ich dachte eher, dass das für Heidenchristen allgemein gelte.

Leute, worum es geht, ist, dass ich will, wenn sich meine Wangen mit Blutwurstbrot ausbeulen, ich mir schmatzend denken kann: "Jau, so muss das sein."
Oder es halt ganz lassen.
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Johaennschen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Johaennschen »

Die Verwendung von Blut in Lebensmitteln ist in den Ostkirchen tabu, soweit ich das gehört hab. Es wird seit dem achten (?) Jahrhundert von ihnen der Westkirche vorgeworfen, daß sie sich daran nicht mehr hielte.
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
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sofaklecks
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Warum

Beitrag von sofaklecks »

Ich denke, man muss auch hier fragen, warum das Verbot des Verzehrs von Blut ausgesprochen wurde. Ich bin kein Theologe, aber offenbar galt das Blut als Stoff des Lebens.

Von daher ist es richtig, dieses Verbot aufgrund unserer heutigen Kenntnisse zu relativieren.

Aber wenn du Bedenken hast, dann verzichte auf Blutwurst. Ganz einfach. Das bringt dich nicht um.

Nur, unsinnig sind zwei Verhaltensweisen, nämlich

a) es anderen zu verbieten, weil du diese Stelle streng auslegst

und noch viel mehr

b) mit vollen Backen zu mampfen und ein schlechtes Gewissen zu haben.


Wallfahre nach Köln. Da gibt es Himmel und Erd in jedem echt katholischen Kölner Lokal und zwar ohne dass der ansonsten für seine klaren Ansagen bekannte Kardinalerzbischof Anstoss nimmt. Das mag dich beruhigen.

Aber nicht Freitags!

sofaklecks

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cantus planus
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Re: Warum

Beitrag von cantus planus »

sofaklecks hat geschrieben:Wallfahre nach Köln. Da gibt es Himmel und Erd in jedem echt katholischen Kölner Lokal und zwar ohne dass der ansonsten für seine klaren Ansagen bekannte Kardinalerzbischof Anstoss nimmt. Das mag dich beruhigen.
Jawoll! Blootwosch, Kölsch un dat lecker Mädsche jehört einfach dazu! Wobei Blootwosch op kölsch "Flönz" genannt wird (nützliches Insider-Wissen).
Aber Vorsicht bei der Getränkebestellung: guck, guck!

Herzlich willkommen! :breitgrins:
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Juergen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Juergen »

Meine Güte, was für ein Strang...

Man sollte vor allem saisonales Gemüse essen:
- Erdbeeren, wenn HIER Erdbeeren wachsen
- Spargel, wenn HIER Spargel wächst
etc.
Also im Dezember keine importieren Frühkartoffeln aus Ägypen, sondern eingekellerte Kartoffeln. Laßt doch den Ägyptern ihre Kartoffeln, Erdbeeren etc. Im Herbst eßt viel Kohl, denn der ist auch lecker. Ich brauche kein Flug-Ananas, Flug-Papaya und Flug-Tomaten.

Und ganz wichtig ist für Kinder, daß sie auch mal im Dreck spielen und nicht jedesmal die Mutter mit der Sagrotanflasche hinter ihnen steht. Ich vermute (ohne das wiss. beweisen zu können), daß 90% aller Allergien daher rühren, daß die Kinder in einer quasi-sterilen Umgebung aufwachsen -- und die Werbung redet es den Eltern ein!

Bei Fetten erzählen uns die Experten erst, daß Butter gesund ist; dann kommt die Margarine-Mafia und erzählt uns wie ungesund Butter ist; und dann stellt man fest, daß Margarine Substanzen enthalten kann, die Krebs erzeugen.

Die einen sagen uns, daß "rotes Fleisch" (Schwein, Rind, Lamm) ungesund ist, die anderen, daß es gesund ist. -- Ist alles Humbug!

Wenn man auf sog. Experten hört, darf man sowieso fast nix mehr essen:
- Gemüse enthält Pestizide
- Geflügel enthält Salmonellen
- "Rotes Fleisch" (Schwein, Rind, Lamm etc.) ist ganz ungesund
- Fisch hat Fadenwürmer
- Frittiertes enthält Nitrosalmine
- ...

Schon als Kinder sangen wir:
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,....

...daß Marmelade Fett enthält, Fett enthält. Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise, Marmelade eimerweise, eimerweise.

... daß Knackwurst Pferdefleisch enthält....Drum essen wir ... heiße Knackwurst meterweise.
... daß Coca-Cola Schnaps enthält.... Drum trinken wir... Coca-Cola fässerweise.
... daß Zigarette Heu enthält... Drum rauchen wir... Zigaretten wagenweise.
... daß Margarine Koks enthält... Drum essen wir... Margarine säckeweise.
Leute! Eßt, was Euch schmeckt!
Gruß Jürgen

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Johaennschen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Johaennschen »

sofaklecks hat geschrieben:Von daher ist es richtig, dieses Verbot aufgrund unserer heutigen Kenntnisse zu relativieren.
Dieses Verbot wird bei uns ja nicht erst seit 1960 "relativiert", sondern findet bereits seit über 1000 Jahren keine Anwendung mehr. Soweit ich weiß, wurde die Stelle katholischerseits auch eher als Verbot des Blutvergießens verstanden und die mutmaßlich ursprüngliche Bedeutung ist eine Erkenntnis der modernen Bibelwissenschaft. Aber da mag ich mich irren.
[O]hne dass der [...] Kardinalerzbischof Ansto[ß] nimmt.
Genau das würde ihm von strengen Orthodoxen ja gerade zum Vorwurf gemacht.

Mir als Lutheraner kann es ja wurst sein, ist schließlich nur eine Konzilsentscheidung :mrgreen: (Ups, die steht ja trotzdem in der Bibel, darf ich die jetzt ablehnen oder nicht? :hmm: ), aber wenn etwas eingeleitet wird mit "dem Hl. Geist und uns [den hll. Aposteln] gefällt es, euch nichts weiter aufzuerlegen als...", klingt das schon so, als würde hier eine Aussage mit gewisser Autorität getätigt, oder nicht? :achselzuck:
Normalerweise sind solche "laßt uns dies im heutigen Lichte neu bewerten"-Stimmen doch eher in der Minderheit. Bild
Stichworte: WW* und SS**. ;D

* Weiberweihe
** Sodomitensegnung
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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

Juergen hat geschrieben:Also im Dezember keine importieren Frühkartoffeln aus Ägypen, sondern eingekellerte Kartoffeln.
Und welche Bibelstelle belegt jetzt das...? :hmm:
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holzi
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von holzi »

cantus planus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Also im Dezember keine importieren Frühkartoffeln aus Ägypen, sondern eingekellerte Kartoffeln.
Und welche Bibelstelle belegt jetzt das...? :hmm:
Bibelstelle? Wir sind doch keine Protestanten. Wir sind Katholiken und haben die TRADITION! Und das mit den Kellerkartoffeln ist Tradition! Vorkonziliare sogar! :pfeif:

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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

holzi hat geschrieben:Bibelstelle? Wir sind doch keine Protestanten.
Ach ja! Verzeihung. :patsch:
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Clemens
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Clemens »

Aha!
Das wusste ich nicht, die Orthodoxen halten sich also noch an die Regeln des Apostelkonzils! (wieder ein Pluspunkt für die Orthodoxie :hmm: )

Ich habe schon vielerorts gefragt, wie man als Christ das Blutessen rechtfertigt und noch nie eine gescheite Antwort bekommen
Die "beste" davon war noch, dass man - als man keinen Grund mehr sah zur Rücksichtnahme auf Judenchristen - das Gebot einfach außer Acht ließ - aber ohne definitive kirchliche Entscheidung für die Blutwurst.

Jetzt lese ich hier gerade, dass die Orthodoxen seit dem 8.Jhdt. diese eklige Unsitte :erschrocken: dem Westen vorwerfen.
Gibt es dafür Belege?

Raimund J.
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Raimund J. »

cantus planus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Also im Dezember keine importieren Frühkartoffeln aus Ägypen, sondern eingekellerte Kartoffeln.
Und welche Bibelstelle belegt jetzt das...? :hmm:
Das Buch Levitikus, Kapitel 25, 22
bis der Ertrag dieses Jahres kommt, werdet ihr vom alten essen können.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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holzi
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von holzi »

Clemens hat geschrieben:Jetzt lese ich hier gerade, dass die Orthodoxen seit dem 8.Jhdt. diese eklige Unsitte :erschrocken: dem Westen vorwerfen.
Gibt es dafür Belege?
Und was ist bei den Russen mit der Krovyanka? Da ist ja auch Blut drin.

Raimund J.
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Re: Warum

Beitrag von Raimund J. »

sofaklecks hat geschrieben:
Wallfahre nach Köln. Da gibt es Himmel und Erd in jedem echt katholischen Kölner Lokal und zwar ohne dass der ansonsten für seine klaren Ansagen bekannte Kardinalerzbischof Anstoss nimmt. Das mag dich beruhigen.

Aber nicht Freitags!

sofaklecks
Freitags kann man dafür bedenkenlos einen "halven Hahn" essen.

Ein Gericht, daß wohl allen bekannt sein wird, die jemals eine Vorlesung in Vertragsrecht über sich ergehen liessen. ;)
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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

Ist da "Kölsch Kaviar" auch schon besprochen worden? :breitgrins:
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Juergen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Juergen »

cantus planus hat geschrieben:Ist da "Kölsch Kaviar" auch schon besprochen worden? :breitgrins:
Wie auch immer: Kölsch soll nicht alt werden, sonst ist es Alt. :pfeif:
Gruß Jürgen

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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

Juergen hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ist da "Kölsch Kaviar" auch schon besprochen worden? :breitgrins:
Wie auch immer: Kölsch soll nicht alt werden, sonst ist es Alt. :pfeif:
Ich bestreite, dass es je zu einem solchen Unglück kommen könnte. Ein umgekehrter Veredlungsprozeß wäre hingegen denkbar.
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Juergen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Juergen »

cantus planus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ist da "Kölsch Kaviar" auch schon besprochen worden? :breitgrins:
Wie auch immer: Kölsch soll nicht alt werden, sonst ist es Alt. :pfeif:
Ich bestreite, dass es je zu einem solchen Unglück kommen könnte. Ein umgekehrter Veredlungsprozeß wäre hingegen denkbar.
Wie jetzt?
Daß Alt zu Kölsch wird?
Oder daß Alt ganz alt wird?

:achselzuck:
Gruß Jürgen

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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

Juergen hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ist da "Kölsch Kaviar" auch schon besprochen worden? :breitgrins:
Wie auch immer: Kölsch soll nicht alt werden, sonst ist es Alt. :pfeif:
Ich bestreite, dass es je zu einem solchen Unglück kommen könnte. Ein umgekehrter Veredlungsprozeß wäre hingegen denkbar.
Wie jetzt?
Daß Alt zu Kölsch wird?
Oder daß Alt ganz alt wird?

:achselzuck:
Kölsch reift, und Alt wird ein Getränk. :breitgrins:
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Teutonius
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Teutonius »

Sind Alt und Kölsch eigentlich aus Hopfen und Gerstenmalz oder Hefe-Weizen gebraut?
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Johaennschen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Johaennschen »

Clemens hat geschrieben:Jetzt lese ich hier gerade, dass die Orthodoxen seit dem 8.Jhdt. diese eklige Unsitte :erschrocken: dem Westen vorwerfen.
Gibt es dafür Belege?
Ich habe das nur aus dem Gedächtnis wiedergegeben, es wird eher später gewesen sein. Meine ziemlich schlampige Vorlesungmitschrift :gaehn: läßt eine Rekonstruktion des Zeitpunktes leider nicht zu. :aergerlich: Es war auf jeden Fall aber bevor das Filioque besonders angeprangert wurde, quasi in der Zeit der Entfremdung vor dem großen Schisma. Da wurde z. B. kritisiert die Verwendung von Azymen im lateinischen Ritus, das Samstagsfasten und der Blutgenuß. Irgendwas gab es auch mit unverdünntem Wein in der Eucharistie, glaub ich. Vielleicht kann einer unserer Spezialisten aus dem christlichen Osten das alles etwas präzisieren?

Aha! In den Kanones Concilii Quinisexti gab es Abgrenzungen zu Sonderlehren (aus orth. Sicht), und zwar u. a. zum hier thematisierten Blutgenuß, natürlich auch zum Priesterzölibat und zur oben schon erwähnten Fastenpraxis (also daß der Samstag ungelockert durchgefastet wird). Bei den Armeniern gab es wohl den Brauch des unverdünnten Weines, der wurde auch verworfen. Das ganze war dann wohl doch schon ziemlich früh, nämlich so um 691/92! :auweia:
Zuletzt geändert von Johaennschen am Freitag 22. Mai 2009, 00:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Juergen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Juergen »

Teutonius hat geschrieben:Sind Alt und Kölsch eigentlich aus Hopfen und Gerstenmalz oder Hefe-Weizen gebraut?
So wird Kösch gemacht:

Bild

;D
Gruß Jürgen

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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Teutonius »

Ist doch aber irgendwie schade um das gute Altbier!? :bedrippelt:
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Juergen
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von Juergen »

Die Kölner mögen doch die Überreste. :freude:
Gruß Jürgen

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cantus planus
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Re: Speisegebote für katholische Christen?

Beitrag von cantus planus »

Du hattest wohl ein Paderborner Landbier ( :kotz: ) zuviel, wie? :ikb_taz:
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