iustus hat geschrieben:iustus hat geschrieben:
was er an Thesen und Anregungen vorgetragen habe, sei durchaus katholisch. In frühchristlichen Formen sei Eucharistie gefeiert worden, ohne die Einsetzungsworte (die dem Priester vorbehalten sind) zu zitieren.
Was kann man denn darauf in aller Kürze am besten sagen?
Dass die Einsetzungsworte durchaus nicht dem Priester vorbehalten sind. Ich kann ja auch ein Hochgebet beten, sogar hier am Schreibtisch. In früheren Zeiten wurde es den Gläubigen sehr empfohlen, die Texte der Heiligen Messe zu bedenken und darüber zu meditieren.
Der Punkt ist: es geht nicht um die Einsetzungsworte, mit denen man hokuspokusgleich eine Wandlung herbei zaubert, sondern um die sakramentale Realität. Zur gültigen und wirklichen Wandlung ist nun einmal ein geweihter Priester ebenso nötig, wie die Beachtung der korrekten Form und dem Willen, wirklich das zu tun, was die Kirche in ihrer Vollmacht durch Christus und dem Willen Christi gemäß dadurch tut.
Wer meint, die Eucharistie könnte auch ohne Wandlungsworte und Priester gefeiert werden, in dem ein Laie Brot und Wein austeilt, der macht deutlich, dass er vom katholischen Sakramentenverständnis selbst bei wohlwollendster Betrachtung keinerlei Ahnung hat und vermutlich längst vom Glauben an das Sakrament abgefallen ist und einer protestantischen Mahl-"Theologie" aufsitzt.
Mit solchen Thesen tritt man nicht in eine theologische Diskussion ein, sondern höchstens ins Büßereck, um sich zu besinnen und um den Heiligen Geist zu bestürmen, einem den rechten Weg zurück zu den Quellen der Gnade zu weisen.
Zur Feier der Eucharistie muss ein Priester anwesend sein, in dem und durch den Christus selbst handelt. Wer meint, das Sakrament könne ohne Priester gefeiert werden, lädt Christus selbst aus.