Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

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Sempre
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Sempre »

Niels hat geschrieben: :roll:
Da kuckste, wa? :D
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
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lifestylekatholik
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

ad_hoc hat geschrieben:Wie viele Bischöfe haben wir denn, die noch den Glauben so verkünden, wie Jesus es gewollt hat? Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst ist einer dieser wenigen.
Dass Bischof Franz-Peter ein Liebling von dir und anderen gemäßigt konservativen Katholen ist, habe ich ja bemerkt. Daran ist ja auch nichts auszusetzen.

Ich hoffe, du gestattest mir dennoch meine Meinung, dass ich es ungeschickt finde (um ein mildes Wort zu gebrauchen), auf eine klar gestellte Frage nach einer Glaubenswahrheit zwar viele Worte zu machen, aber nicht zu antworten, und zwar auch dann nicht, wenn der Fragesteller seine Frage wiederholt.

Leute, die sich von außen her irgendwie mal mit dem katholischen Glauben/der katholischen Kirche beschäftigt haben, kommen meist mit ziemlich abstrusen Fragen. Wenn ich die nicht beantworte (und dann auf die Kernfragen überleite), sondern statt dessen irgendwas erzähle, was sie aktuell noch gar nicht interessiert und was sie deshalb auch nicht wirklich fassen können, dann hole ich sie eben wirklich nicht da ab, wo sie stehen, sondern schwadroniere an ihnen vorbei in die Luft.

Schwierig ist es, zumindest für mich, dann nicht bei der einfachen Antwort auf die Frage stehenzubleiben, sondern etwas mehr Information zu geben, sodass der Fragende die Detailinformation auch in etwa in das Gesamtsystem des Glaubens einordnen kann.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Sempre hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Des Bischofs Antwort:
... nach der vierten Frage:
iustus hat geschrieben:
Jesus ist Gottes Sohn, ganz Gottes Sohn. Und dass Gott Möglichkeiten hat, die über unsere Natur weit hinausgehen, das will die Botschaft von Weihnachten auch verkünden. Sie will deutlich machen: "Menschen, denkt nich nur in Euren Kategorien, dann denkt Ihr zu klein von Gott. Menschen öffnet Euch für Gott! Dann lernt Ihr eine Weite, eine Fülle im Leben entdecken, dann lernt Ihr den Möglichkeiten Gottes viel Größeres zuzutrauen als wenn Ihr es dann tut, wenn Ihr Eure eigenen Berechnungen, Eurem eigenen Wissen ausschließlich folgt.

Das ist ja gerade das Wunderbare an Maria. Sie ist der Mensch, der Gott zutraut, dass Gott den Weg für sie weist. Der Heilige Geist kommt über sie, die Kraft des Höchsten wird sie überschatten, wie es in der Botschaft des Engels heißt. Das heißt: Die Kraft des Höchsten wird sie ganz erfüllen.
Die Frage ob Jesus Josefs Sohn ist, ist damit klar beantwortet.
Nein, die Frage ist damit nicht klar beantwortet. Wenn der Bischof Jesus als "ganz Gottes Sohn" bezeichnet, ist damit noch lange nicht klar, ob das ausschließt, dass er Josefs leiblicher Sohn ist. Es schließt ja auch nicht aus, dass er Mariens leiblicher Sohn ist.
Die Frage ist natürlich klar beantwortet. Wer auf die Frage, ob Jesus der Sohn Josefs sei (gemeint ist - auch das ergibt sich aus dem Zusammenhang - der leibliche Sohn) antwortet, dass Jesus ganz Gottes Sohn ist, der schließt die leibliche Vaterschaft Josefs klar aus. Überdies bezeugt der Bischof auch sonnenklar die Jungfrauengeburt.

Sucht weiter Haare in der Suppe!
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Sempre hat geschrieben:Der Moderator führt nach ca. 2 Minuten das Thema Grimms Märchen ein und fragt dann viermal:

1.) Wie wahr ist die Weihnachtsgeschichte eigentlich? Was ist Rankwerk daran? Wir haben die Engel, die Hirten, die drei Könige, die Jungfrauengeburt und dann das Kind in der Krippe.

2.) Gott ist Mensch geworden. Was heißt denn das? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. Dieser Jesus Christus soll einerseits Gotteskind und dann andererseits Josephs Kind - also wie ist das jetzt?

3.) Bleiben wir doch mal bei der Weihnachtsgeschichte. Nochmal das Rankwerk drumherum. Die Hirten, Engel, Könige, Jungfrauengeburt, das ist jetzt nicht das, was ich unbedingt glauben muss? Die Weihnachtsbotschaft ist, der Kern ist, dass Gott Mensch geworden ist?

4.) Jetzt hat mich aber eine Kollegin vor ein paar Tagen angesprochen. Mit der Jungfrauengeburt. Also entweder ist er jetzt der Sohn von Joseph oder nicht.
Weder die erste Frage noch die Fragen 2 bis 3 waren EINE klar gestellte Frage nach EINER Glaubenswahrheit. Sie gaben genug Anlass, so zu antworten, wie der Bischof es getan hat. Wer natürlich allein das Stichwort "Jungfrauengeburt" hört und dann gebannt darauf wartet, dass der Bischof bestätigt oder dementiert, der mag enttäuscht sein, dass die Bestätigung noch nicht nach der ersten Erwähnung des Stichworts folgt.
Zuletzt geändert von iustus am Mittwoch 21. Dezember 2011, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
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lifestylekatholik
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

iustus hat geschrieben:Die Frage ist natürlich klar beantwortet. Wer auf die Frage, ob Jesus der Sohn Josefs sei (gemeint ist - auch das ergibt sich aus dem Zusammenhang - der leibliche Sohn) antwortet, dass Jesus ganz Gottes Sohn ist, der schließt die leibliche Vaterschaft Josefs klar aus.
(Unterstreichung von mir.)

Justus, dein indirekter Vorwurf, der Bischof bestreite, dass Jesus der Sohn Marias ist, ist natürlich ziemlich heftig.
:hmm:
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iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

lifestylekatholik hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Die Frage ist natürlich klar beantwortet. Wer auf die Frage, ob Jesus der Sohn Josefs sei (gemeint ist - auch das ergibt sich aus dem Zusammenhang - der leibliche Sohn) antwortet, dass Jesus ganz Gottes Sohn ist, der schließt die leibliche Vaterschaft Josefs klar aus.
(Unterstreichung von mir.)

Justus, dein indirekter Vorwurf, der Bischof bestreite, dass Jesus der Sohn Marias ist, ist natürlich ziemlich heftig.
:hmm:
Wenn der Bischof auf die Frage, ob Jesus der Sohn Mariens ist, genauso geantwortet hätte, würde ich ihm den Vorwurf machen, ja.

Ich halte es für unbedingt erforderlich, immer auch auf den Zusammenhang zu blicken, in dem einzelne Aussagen stehen.
Zuletzt geändert von iustus am Mittwoch 21. Dezember 2011, 08:59, insgesamt 1-mal geändert.
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lifestylekatholik
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

iustus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Die Frage ist natürlich klar beantwortet. Wer auf die Frage, ob Jesus der Sohn Josefs sei (gemeint ist - auch das ergibt sich aus dem Zusammenhang - der leibliche Sohn) antwortet, dass Jesus ganz Gottes Sohn ist, der schließt die leibliche Vaterschaft Josefs klar aus.
(Unterstreichung von mir.)

Justus, dein indirekter Vorwurf, der Bischof bestreite, dass Jesus der Sohn Marias ist, ist natürlich ziemlich heftig.
:hmm:
Wenn der Bischof auf die Frage, ob Jesus der Sohn Mariens ist, genauso geantwortet hätte, würde ich ihm den Vorwurf machen, ja.
Na ja, entweder ist er nun ganz Gottes Sohn, oder nicht. Was denn nu?
:achselzuck:
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cantus planus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von cantus planus »

  1. Wunderbarer Gnadenthron,
    Gottes und Marien Sohn,
    Gott und Mensch, ein kleines Kind,
    das man in der Krippen find't,
    großer Held von Ewigkeit,
    dessen Macht und Herrlichkeit
    rühmt die ganze Christenheit
  2. Du bist arm und machst zugleich
    uns an Leib und Seele reich.
    Du wirst klein, du großer Gott,
    und machst Höll und Tod zu Spott.
    Aller Welt wird offenbar,
    ja auch deiner Feinde Schar,
    dass du, Gott, bist wunderbar.
  3. Lass mir deine Güt und Treu
    täglich werden immer neu.
    Gott, mein Gott, verlass mich nicht,
    wenn mich Not und Tod anficht.
    Lass mich deine Herrlichkeit,
    deine Wundergütigkeit
    schauen in der Ewigkeit.
Weihnachtslied von Johann Olearius (1611-1684)
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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cantus planus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von cantus planus »

iustus hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Des Bischofs Antwort:
... nach der vierten Frage:
iustus hat geschrieben:
Jesus ist Gottes Sohn, ganz Gottes Sohn. Und dass Gott Möglichkeiten hat, die über unsere Natur weit hinausgehen, das will die Botschaft von Weihnachten auch verkünden. Sie will deutlich machen: "Menschen, denkt nich nur in Euren Kategorien, dann denkt Ihr zu klein von Gott. Menschen öffnet Euch für Gott! Dann lernt Ihr eine Weite, eine Fülle im Leben entdecken, dann lernt Ihr den Möglichkeiten Gottes viel Größeres zuzutrauen als wenn Ihr es dann tut, wenn Ihr Eure eigenen Berechnungen, Eurem eigenen Wissen ausschließlich folgt.

Das ist ja gerade das Wunderbare an Maria. Sie ist der Mensch, der Gott zutraut, dass Gott den Weg für sie weist. Der Heilige Geist kommt über sie, die Kraft des Höchsten wird sie überschatten, wie es in der Botschaft des Engels heißt. Das heißt: Die Kraft des Höchsten wird sie ganz erfüllen.
Die Frage ob Jesus Josefs Sohn ist, ist damit klar beantwortet.
Nein, die Frage ist damit nicht klar beantwortet. Wenn der Bischof Jesus als "ganz Gottes Sohn" bezeichnet, ist damit noch lange nicht klar, ob das ausschließt, dass er Josefs leiblicher Sohn ist. Es schließt ja auch nicht aus, dass er Mariens leiblicher Sohn ist.
Die Frage ist natürlich klar beantwortet. Wer auf die Frage, ob Jesus der Sohn Josefs sei (gemeint ist - auch das ergibt sich aus dem Zusammenhang - der leibliche Sohn) antwortet, dass Jesus ganz Gottes Sohn ist, der schließt die leibliche Vaterschaft Josefs klar aus. Überdies bezeugt der Bischof auch sonnenklar die Jungfrauengeburt.

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Hier sieht man hervorragend, wie absurd es wird, wenn man bischöfliche Aussagen nur noch nach Kritikpunkten abklopft. :neinfreu:
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Marion
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Marion »

iustus hat geschrieben:Weder die erste Frage noch die Fragen 2 bis 3 waren EINE klar gestellte Frage nach EINER Glaubenswahrheit.
Die Frage ist eine ganz klar gestellte Frage die auch viele Leute interessiert. Ist das was in der Schrift zur Weihnachtsgeschichte steht wahr, ganz wahr, also glaubt jemand der sich Katholik nennt daß das alles, auch die Jungfrauengeburt, die natürlich noch spannender ist, als das mit den 3 Königen die einem Stern folgten, oder das mit den Engeln die da gesungen haben etc. tatsächlich in echt so geschehen ist. Oder ist die Weihnachtsgeschichte nur im Kern wahr, also eine phantasiereich ausgeschmückte. Wenn ich nicht wüsste was Katholisch ist und den Herrn Bischof vor ca 10 Jahren gehört hätte, dann hätte er mich davon überzeugt, daß die Kirche meint daß das eine wunderschöne Geschichte ist, die das Herz erwärmt, zur guten Moral anregt und daß der Wahrheitsanspruch dieser Details (Engel, 3 Könige die einem Stern hinterherlaufen, Jungfrau Maria etc) nicht zu interessieren hat.

Hier im Forum sind wohl sehr viele, die schon in katholische Windeln gemacht haben und denen die Frage abstrus, vielleicht sogar frech oder provokativ erscheint, weil sie die Antwort schon seit Kindesalter kennen.
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lifestylekatholik
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

cantus planus hat geschrieben:Hier sieht man hervorragend, wie absurd es wird, wenn man bischöfliche Aussagen nur noch nach Kritikpunkten abklopft. :neinfreu:
Na ja, nein. Die Kritik war, dass er auf eine klare Frage keine Antwort gegeben hat. So war’s, und das ist in der Tat ärgerlich.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Raphael

Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Raphael »

lifestylekatholik hat geschrieben:Dass Bischof Franz-Peter ein Liebling von dir und anderen gemäßigt konservativen Katholen ist, habe ich ja bemerkt. Daran ist ja auch nichts auszusetzen.
Guter Anfang! :daumen-rauf:

Nur leider liest sich das dann im Zusammenhang mit dem nicht von mir zitierten Text als sei diese positive Einschätzung von Bischof Franz-Peter aus Limburg ein strafwürdiges Verbrechen! :daumen-runter:

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lifestylekatholik
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

Raphael hat geschrieben:Nur leider liest sich das dann im Zusammenhang mit dem nicht von mir zitierten Text als sei diese positive Einschätzung von Bischof Franz-Peter aus Limburg ein strafwürdiges Verbrechen! :daumen-runter:
:hae?:
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Kilianus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Kilianus »

Marion hat geschrieben: Die Frage ist eine ganz klar gestellte Frage die auch viele Leute interessiert. Ist das was in der Schrift zur Weihnachtsgeschichte steht wahr, ganz wahr, also glaubt jemand der sich Katholik nennt daß das alles, auch die Jungfrauengeburt, die natürlich noch spannender ist, als das mit den 3 Königen die einem Stern folgten, oder das mit den Engeln die da gesungen haben etc. tatsächlich in echt so geschehen ist. Oder ist die Weihnachtsgeschichte nur im Kern wahr, also eine phantasiereich ausgeschmückte. Wenn ich nicht wüsste was Katholisch ist und den Herrn Bischof vor ca 10 Jahren gehört hätte, dann hätte er mich davon überzeugt, daß die Kirche meint daß das eine wunderschöne Geschichte ist, die das Herz erwärmt, zur guten Moral anregt und daß der Wahrheitsanspruch dieser Details (Engel, 3 Könige die einem Stern hinterherlaufen, Jungfrau Maria etc) nicht zu interessieren hat.
Vermutlich hat der Bischof so geantwortet, wie er geantwortet hat, weil er vermeiden wollte, was hier gerade passiert ist: daß sich Leute in die für sich genommen vollkommen irrelevante biologische Seite der Jungfräulichkeit Mariens hineinverbohren und die eigentliche, geistliche Seite aus dem Blick verlieren. Was nicht nur jenen passieren kann, die dankbar auf jede Möglichkeit wachen, über die Abstrusität des katholischen Glaubens zu spotten, sondern auch jenen, die nachgerade darauf zu warten scheinen, jemanden der Abweichung vom wahren Glauben bezichtigen zu können.

Im Übrigen glaube ich nicht, daß es für einen Katholiken a priori undenkbar ist, die Historizität des einen oder anderen in der Bibel geschilderten historischen Details anzuzweifeln. Wir sind schließlich keine evangelikalen Bibelfetischisten.

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Pit
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Pit »

Kilianus hat geschrieben: ...
Vermutlich hat der Bischof so geantwortet, wie er geantwortet hat, weil er vermeiden wollte, was hier gerade passiert ist: daß sich Leute in die für sich genommen vollkommen irrelevante biologische Seite der Jungfräulichkeit Mariens hineinverbohren und die eigentliche, geistliche Seite aus dem Blick verlieren. ...
Danke Kilian,

denn was geschähe, wenn sich herausstellen würde, daß Maria keine Jungfrau war?
Würde sich an der Göttlichkeit Jesu etwas ändern?
oder anders gesagt:
Für die Menschen zur Zeit Jesu in der Kultur des Nahen Ostens war durch die Aussage der Jungfrauengeburt eines deutlich:
Der Geborene ist göttlich- sei es der Gottessohn Yeshua ben Miryam oder der Halbgott Herakles.
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ifugao
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von ifugao »

Kurze Frage am Rande.....
Hat sich eigentlich jemand das ganze Interview angehört?
Also ich zumindest habe es mir in voller Länge angehört. ;)
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
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lifestylekatholik
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

Kilianus hat geschrieben:Vermutlich hat der Bischof so geantwortet, wie er geantwortet hat, weil er vermeiden wollte, was hier gerade passiert ist: daß sich Leute in die für sich genommen vollkommen irrelevante biologische Seite der Jungfräulichkeit Mariens hineinverbohren und die eigentliche, geistliche Seite aus dem Blick verlieren.
:vogel:
Kilianus hat geschrieben:Im Übrigen glaube ich nicht, daß es für einen Katholiken a priori undenkbar ist, die Historizität des einen oder anderen in der Bibel geschilderten historischen Details anzuzweifeln. Wir sind schließlich keine evangelikalen Bibelfetischisten.
Geht’s hier um »das eine oder andere in der Bibel geschilderte historische Detail«? Mann, mann, mann! :regel:
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Sempre
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Sempre »

Kilianus hat geschrieben:Was nicht nur jenen passieren kann [...] sondern auch jenen, die nachgerade darauf zu warten scheinen, jemanden der Abweichung vom wahren Glauben bezichtigen zu können.
Ich würde - wenn schon - dann eher vermuten, dass der Bischof Auseinandersetzungen vermeiden will, die von modernistischer Seite her drohen. So ist es heutzutage: ein Bischof kriegt heutzutage nicht dann Ärger von seinen Kollegen, wenn er Häresien verbreitet, sondern dann, wenn er die Wahrheit klar sagt.
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Kilianus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Kilianus »

Pit hat geschrieben: Der Geborene ist göttlich- sei es der Gottessohn Yeshua ben Miryam oder der Halbgott Herakles.
Da schmeißt Du in einen Topf, was nicht in einen Topf gehört. Wenn ein paganer Gott mit einer menschlichen Jungfrau einen Halbgott zeugt, dann wird das als normaler biologischer Akt gedacht. Insoweit ist es auch logisch, daß dabei ein Mischwesen herauskommt. (Und sich die Jungfräulichkeit der Dame von diesem Moment an auch erledigt hat.)

Die biblische Tradition umschreibt mit ihrem Konzept der Jungfräulichkeit Mariens eher da, was die Kirche später in dogmatisch-abstrakter Christologie ausdrückt: Jeus ist zugleich ganzer (wahrer) Gott und ganzer (wahrer) Mensch, ungetrennt und unvermischt.

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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Kilianus »

Sempre hat geschrieben:
Kilianus hat geschrieben:Was nicht nur jenen passieren kann [...] sondern auch jenen, die nachgerade darauf zu warten scheinen, jemanden der Abweichung vom wahren Glauben bezichtigen zu können.
Ich würde - wenn schon - dann eher vermuten, dass der Bischof Auseinandersetzungen vermeiden will, die von modernistischer Seite her drohen. So ist es heutzutage: ein Bischof kriegt heutzutage nicht dann Ärger von seinen Kollegen, wenn er Häresien verbreitet, sondern dann, wenn er die Wahrheit klar sagt.
Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur darauf hingewiesen, daß sich die Extreme in ihrer Fixierung auf diesen Punkt berühren - und am Kern der Sache vorbeigehen.

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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von lifestylekatholik »

Pit hat geschrieben:was geschähe, wenn sich herausstellen würde, daß Maria keine Jungfrau war?
Würde sich an der Göttlichkeit Jesu etwas ändern?
Ja, klar. :ja:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Raphael

Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Raphael »

iustus hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Des Bischofs Antwort:
... nach der vierten Frage:
iustus hat geschrieben:
Jesus ist Gottes Sohn, ganz Gottes Sohn. Und dass Gott Möglichkeiten hat, die über unsere Natur weit hinausgehen, das will die Botschaft von Weihnachten auch verkünden. Sie will deutlich machen: "Menschen, denkt nich nur in Euren Kategorien, dann denkt Ihr zu klein von Gott. Menschen öffnet Euch für Gott! Dann lernt Ihr eine Weite, eine Fülle im Leben entdecken, dann lernt Ihr den Möglichkeiten Gottes viel Größeres zuzutrauen als wenn Ihr es dann tut, wenn Ihr Eure eigenen Berechnungen, Eurem eigenen Wissen ausschließlich folgt.

Das ist ja gerade das Wunderbare an Maria. Sie ist der Mensch, der Gott zutraut, dass Gott den Weg für sie weist. Der Heilige Geist kommt über sie, die Kraft des Höchsten wird sie überschatten, wie es in der Botschaft des Engels heißt. Das heißt: Die Kraft des Höchsten wird sie ganz erfüllen.
Die Frage ob Jesus Josefs Sohn ist, ist damit klar beantwortet.
Nein, die Frage ist damit nicht klar beantwortet. Wenn der Bischof Jesus als "ganz Gottes Sohn" bezeichnet, ist damit noch lange nicht klar, ob das ausschließt, dass er Josefs leiblicher Sohn ist. Es schließt ja auch nicht aus, dass er Mariens leiblicher Sohn ist.
Die Frage ist natürlich klar beantwortet. Wer auf die Frage, ob Jesus der Sohn Josefs sei (gemeint ist - auch das ergibt sich aus dem Zusammenhang - der leibliche Sohn) antwortet, dass Jesus ganz Gottes Sohn ist, der schließt die leibliche Vaterschaft Josefs klar aus. Überdies bezeugt der Bischof auch sonnenklar die Jungfrauengeburt.

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Er schüttelt solange den Kopf bis er seine eigenen Haare in der Suppe finden kann! :roll:

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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Pit »

Kilianus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben: Der Geborene ist göttlich- sei es der Gottessohn Yeshua ben Miryam oder der Halbgott Herakles.
Da schmeißt Du in einen Topf, was nicht in einen Topf gehört. Wenn ein paganer Gott mit einer menschlichen Jungfrau einen Halbgott zeugt, dann wird das als normaler biologischer Akt gedacht. Insoweit ist es auch logisch, daß dabei ein Mischwesen herauskommt. (Und sich die Jungfräulichkeit der Dame von diesem Moment an auch erledigt hat.)

Die biblische Tradition umschreibt mit ihrem Konzept der Jungfräulichkeit Mariens eher da, was die Kirche später in dogmatisch-abstrakter Christologie ausdrückt: Jeus ist zugleich ganzer (wahrer) Gott und ganzer (wahrer) Mensch, ungetrennt und unvermischt.
Kilian, Du hast natürlich Recht, nur bemerkte ich meinen Denkfehler, als ich den Beitrag geschrieben und leider nicht mehr die Zeit hatte, ihn zu korrigieren.
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iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Niels
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Niels »

Die Schadhaftigkeit der Vorgängerbestuhlung ist nach Angaben von Horst-Günter Herold, Sprecher des Kultusministeriums, auch der Grund für das Land, sich finanziell zu beteiligen. (...)Nach Informationen der NNP ist die überwiegende Anzahl der Korb-stühle jedoch noch als brauchbar eingestuft worden und Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt worden.
Wenn die schadhafte Bestuhlung einfach ersatzlos entfernt worden wäre, hätte es geheißen: Der böse Bischof lässt die Gläubigen stehen...
Das Domkapitel werde sich darum bemühen, eine neue geistliche Gemeinschaft zu gewinnen, damit neben den Domführungen das regelmäßige Gebet gepflegt werde und die Bischofskirche so als geistlicher Ort erfahren werden könne.
Ich hätte da einen Vorschlag... es handelt sich ebenfalls um eine franziskanische Gemeinschaft:

Bild

Bild
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Niels hat geschrieben: Ich hätte da einen Vorschlag... es handelt sich ebenfalls um eine franziskanische Gemeinschaft:
:daumen-rauf:

Machen die auch Domführungen?

Das war ja die Hauptaufgabe der Franziskanerinnen am Limburger Dom (und das haben die ziemlich gut gemacht).
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Raphael

Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Raphael »

Bischof Franz-Peter hat sich wohl in der Vergangenheit als zu katholisch geoutet: :hmm:
Bischof Tebartz zitiert nicht korrekt

Man bedenke, daß heutzutage das Motto gilt: "Schuldig bei Anklage!"

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cantus planus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von cantus planus »

Aha. Dann kann die Treibjagd ja losgehen. Hoffentlich hat Bischof Tebartz-van Elst auf der Mixa-Affaire gelernt und lässt sich nicht vorschnell von der Presse und seinen Mitbrüdern im Bischofsamt einschüchtern.

Hier liegt ein normaler Zitierfehler vor, zudem in einer nichtakademischen Arbeit. Das Bestreben, daraus einen neuen Guttenbergskandal zu konstruieren, ist sehr durchschaubar.
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Raphael

Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Raphael »

Autor des Artikels in der FAZ ist ein gewisser Stefan Toepfer; es könnte sich um einen Verwandten von Henny Toepfer handeln! :hmm:

Benedikt

Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Benedikt »

Bistum Limburg hat geschrieben:Information zur aktuellen Berichterstattung des Rhein-Main-Journalisten Stefan Toepfer
25.01.2012
Gegen das aktuelle Buch von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst erhebt Stefan Toepfer den Vorwurf, eine Textstelle sei im Wortlaut auch in einer Publikation eines anderen Autors (Bischof Dr. Franz Kamphaus) zu finden. Wie in der Hinführung des Buches auf S. 15 vom Autor selbst angezeigt wird, handelt es sich bei diesem Buch um eine Zusammenstellung verschiedener Redebeiträge des Autors in unterschiedlichen Zusammenhängen. Bei der Erstellung von Reden ist es allgemein üblich, sich von Mitarbeitern und Fachleuten zuarbeiten zu lassen. Konkret beruht die doppelte Verwendung einer Textpassage auf der inhaltlichen Mitarbeit von Dr. Dr. Caspar Söling. Wie schon zuvor Bischof Kamphaus hat auch Bischof Tebartz-van Elst Söling in bio-ethischen Fragestellungen auf Grund dessen fachlicher Kompetenz immer wieder zu Rate gezogen, was die Übereinstimmung im Inhalt hinlänglich erläutert. Weitere Erläuterungen zu dem Vorwurf Toepfers durch das Bistum will Toepfer offensichtlich ignorieren.
http://www.bistumlimburg.de/index.php?p ... 2338&_0=15

civilisation
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von civilisation »

Der "Christ, Theologe und Frankfurter Journalist" Stefan Toepfer ...

http://www.youtube.com/watch?v=yjYSvfmWX8k

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Niels
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Niels »

Urks.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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