Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

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iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Kai hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Und wieso wird das nur bei diesem Bischof kritisiert und nicht bei Lehmann oder Zollitsch?
Die bislang für mich interessanteste Frage in diesem Strang.
:ja:
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Vir Probatus hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Für die leseunkundigen als Video: http://www.spiegel.tv/filme/bischof-limburg-magazin/
Der Film informiert zwar auch unvollständig,
In der Tat. Es wird nicht gesagt, dass die Leasing-Verträge über die drei Dienst-BMW schon zu Kamphaus Zeiten abgeschlossen wurden. Bischof Franz-Peter arbeitet halt lieber im Auto, anstatt selbst zu fahren.
Viel schlimmer ist, das nicht gesagt wird (und zwar vom Bischof) ob und wofür ein solches Fahrzeug notwendig ist.
Das hat uns Kamphaus, der es angeschafft hat, auch nicht erklärt. :achselzuck:
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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holzi
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von holzi »

Übrigens: die Luxuskarrossen der Bischöfe (und auch der Politiker) werden denen von den Herstellern derartig günstig zur Verfügung gestellt, daß Kamphaus' Golf im Unterhalt dagegen echt teuer ist! Der Fahrer unseres OB hat neulich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Audi, Benz und BMW sehen das als Werbung an, wenn Prominente in ihren Autos vor die Kameras fahren. Die Leasingraten für die Fahrzeuge sind fast symbolisch niedrig.

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Gallus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Gallus »

holzi hat geschrieben:Übrigens: die Luxuskarrossen der Bischöfe (und auch der Politiker) werden denen von den Herstellern derartig günstig zur Verfügung gestellt, daß Kamphaus' Golf im Unterhalt dagegen echt teuer ist! Der Fahrer unseres OB hat neulich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Audi, Benz und BMW sehen das als Werbung an, wenn Prominente in ihren Autos vor die Kameras fahren. Die Leasingraten für die Fahrzeuge sind fast symbolisch niedrig.
Hat sich eigentlich jemand von den aktuell Empörten auch schon darüber aufgeregt, daß bei Protestantens die sogenannten Bischöfinnen Phaeton fahren? Ich frag ja nur...

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Maurus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Maurus »

Dieter hat geschrieben:Die ganze Geschichte der Kirche hat gezeigt, dass man die Menschen zwar anpredigen kann, aber dass dies nur bei ihnen wirklich ankommt, wenn es aus der Armut heraus geschieht.

Die meisten großen Heiligen lebten und priesen die Armut. Das hat sich -zu recht- in den Köpfen der Menschen festgesetzt.
Ja. Und heute leben die Europäer in Saus und Braus. Wegen ihres schlechten Gewissens darüber brauchen sie irgendeine Krücke, weswegen sie sozusagen stellvertretend dem Klerus auferlegen so zu leben, wie sie es selber nicht wollen. Als ob die Kritiker alle als Wanderprediger durch die Diözese zögen!
Dieter hat geschrieben:Bischof Kamphaus wohnte in einer einfachen 3-Zimmer-Wohnung und fuhr ein kleines Auto.
Nee, so nicht: Wenn wir hier Residenzen vergleichen, dann ziehen wir doch bitteschön den ganzen Komplex heran, in dem Bischof Kamphaus wohnte, also das "Priesterseminar" Limburg, ein Tagungshaus mit einer Küche, die selbst ausbildet, Bibliothek, großem Park, Gastzimmern und Sälen im Dutzend, 100 qm-Kapelle, Meditationsräumen, Schwesternkonvent etc pp.
Als Tagungshaus der Diözese ist es recht unbeliebt. Es hat keine Nasszellen auf den Zimmern, weil Kamphaus das nicht wollte. Sorry, das so sagen zu müssen, aber Bescheidenheit muss nicht billiger sein. Ist natürlich witzig: Man fordert Bescheidenheit ein, aber Nasszelle muss schon sein, sonst fährt der PGR lieber ins Hotel zur Klausurtagung. Bescheidenheit ist halt nur was für Bischöfe (s.o.).
In den Augen vieler Katholiken stellt sich das Problem so da: Jetzt kommt ein "junger Schnösel" daher und will in einem BIschöflichen Palais wohnen. Er fährt nur des Images willen in die Slums nach Indien
Unsinn. Die Reise war irgendwann im Frühjahr. Bis vor zwei Wochen wusste niemand was davon. Welche Imagegründe sollten da vorliegen?
Unter spirituellen Gesichtspunkten hätte es also keine größere Fehlbesetzung geben können, als dieser junge Bischof. Kirchenpolitische Gesichtspunkte sind ein anderes Thema.
Die Spiritualität des Bischofs hast du nichtmal beleuchtet.
Zuletzt geändert von Maurus am Samstag 1. September 2012, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Maurus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Maurus »

Moser hat geschrieben:"Bischof wird an seinem Vorgänger gemessen"
Nicht nur gemessen, die Leute erwarten faktisch eine perfekte Kopie des Vorgängers. Das ist unmenschlich, niemand könnte das leisten.

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Maurus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Maurus »

Kai hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Und wieso wird das nur bei diesem Bischof kritisiert und nicht bei Lehmann oder Zollitsch?
Die bislang für mich interessanteste Frage in diesem Strang.
Das ist höchstens eine rhetorische Frage. Jeder weiß, dass der Bischof bestimmten Leuten im Weg ist und diese entsprechende Informationen an den Spiegel weiterleiten. Kardinal Lehmann hat sich zum 70., 75., 20. und 25. Bischofsjubiläum (Zeitraum 2003-2011) jeweils mit einer riesigen Sause auf den Domplätzen feiern lassen. Er fährt privat B-Klasse und dienstlich vermutlich den S-Mercedes, der immer an der Domgasse im Käfig steht. Ich habe nie irgendwo den Vorwurf gelesen, dass er ein Prasser sein soll. Das sind Vorwürfe, die bei Leuten ausgegraben werden, die man niederhalten will. Nichts anderes.

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Maurus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Maurus »

Vir Probatus hat geschrieben: Die Betonung lag hier auf "ein solches Fahrzeug".
Gemeint sind ganz dezidiert: Grösse, Hubraum, Verbrauch, Fabrikat und Kosten.
Der Fond eines Polos eignet sich nicht für diesen Zweck. Von Bischöfen wird zunehmend Präsenz in der Diözese erwartet. Früher kam ein Bischof alle acht Jahre (oder noch länger) zur Visitation mal vorbei und das war es dann gewesen. Heute lädt man den Bischof für jedes Vereinsjubiläum ein, erwartet, dass er zumindet jede zweite Einladung annimmt, aber hält sich an der romantischen Vorstellung fest, dass ein aufgrund dieser Termindichte zunehmend im Manager-Modus arbeitender Bischof sein Auto selber fährt. Das ist einfach absurd. Zu den Kosten wurde hier schon einiges gesagt. Ich kann auch aus anderes Diözesen berichtet, das dort BMW gefahren wird, weil BMW in den Markt drängt und günstigste Konditionen bietet. Aus diesem Grund hatte Tebartz auch sofort das Nachfolgermodell des BMW 5ers: BMW will schließlich auch wa davon haben udn ein Altmodell ist ein schlechterer Werbeträger.

Kilianus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Kilianus »

Aufschluß über die Dienstwagen deutscher Bischöfe (Stand 2011) findet sich hier. Demnach fährt der Bischof der Diözese Limburg ein ziemlich verbreitetes Modell.

http://www.duh.de/uploads/media/Dienstw ... e_2011.pdf

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Maurus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Maurus »

Kilianus hat geschrieben:Aufschluß über die Dienstwagen deutscher Bischöfe (Stand 2011) findet sich hier. Demnach fährt der Bischof der Diözese Limburg ein ziemlich verbreitetes Modell.

http://www.duh.de/uploads/media/Dienstw ... e_2011.pdf
Den in der Liste fehlenden Erzbischof von Hamburg kann man noch ergänzen.

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Gallus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Gallus »

Kilianus hat geschrieben:Aufschluß über die Dienstwagen deutscher Bischöfe (Stand 2011) findet sich hier. Demnach fährt der Bischof der Diözese Limburg ein ziemlich verbreitetes Modell.

http://www.duh.de/uploads/media/Dienstw ... e_2011.pdf
Tja, dann sollte sich der Spiegel wohl schnellstens der landeskirchlichen Prasser und Verschwender annehmen, die sich in ihrer barocken Repräsentationssucht einen 7er BMW in der Langversion gönnen... :pfeif:

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Juergen
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Juergen »

Kilianus hat geschrieben:Aufschluß über die Dienstwagen deutscher Bischöfe (Stand 2011) findet sich hier. Demnach fährt der Bischof der Diözese Limburg ein ziemlich verbreitetes Modell.

http://www.duh.de/uploads/media/Dienstw ... e_2011.pdf
Bei solchen Klimaschutz-Aufstellungen und möglichen Folgen können die Bischöfe nur verlieren:

fahren sie weiterhin den alten Wagen, heißt es: Du macht das Klima kaputt mit der Dreckschleuder

fahren sie immer den umweltfreundlichsten Wagen, heißt es: Was? Schon wieder ein neues Auto. Du schmeißt das Geld zum Fenster raus!
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Juergen
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Juergen »

http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/bis ... 58.de.html

… In Indien hätten Generalvikar Franz Kaspar und er in ganz einfachen Unterkünften ohne fließendes Wasser auf dem Zimmer gewohnt. "Als Dusche habe ich mir einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet", sagte der Bischof auf Nachfrage…
Uiuiui… Die armen Inder haben kein Essen und kein Trinken und er schüttet sich dekadent verschwenderisch einen ganzen Eimer Wasser über den Kopf.

:tuete:
Gruß Jürgen

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iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Maurus hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Die ganze Geschichte der Kirche hat gezeigt, dass man die Menschen zwar anpredigen kann, aber dass dies nur bei ihnen wirklich ankommt, wenn es aus der Armut heraus geschieht.

Die meisten großen Heiligen lebten und priesen die Armut. Das hat sich -zu recht- in den Köpfen der Menschen festgesetzt.
Ja. Und heute leben die Europäer in Saus und Braus. Wegen ihres schlechten Gewissens darüber brauchen sie irgendeine Krücke, weswegen sie sozusagen stellvertretend dem Klerus auferlegen so zu leben, wie sie es selber nicht wollen. Als ob die Kritiker alle als Wanderprediger durch die Diözese zögen!
Dieter hat geschrieben:Bischof Kamphaus wohnte in einer einfachen 3-Zimmer-Wohnung und fuhr ein kleines Auto.
Nee, so nicht: Wenn wir hier Residenzen vergleichen, dann ziehen wir doch bitteschön den ganzen Komplex heran, in dem Bischof Kamphaus wohnte, also das "Priesterseminar" Limburg, ein Tagungshaus mit einer Küche, die selbst ausbildet, Bibliothek, großem Park, Gastzimmern und Sälen im Dutzend, 100 qm-Kapelle, Meditationsräumen, Schwesternkonvent etc pp.
Als Tagungshaus der Diözese ist es recht unbeliebt. Es hat keine Nasszellen auf den Zimmern, weil Kamphaus das nicht wollte. Sorry, das so sagen zu müssen, aber Bescheidenheit muss nicht billiger sein. Ist natürlich witzig: Man fordert Bescheidenheit ein, aber Nasszelle muss schon sein, sonst fährt der PGR lieber ins Hotel zur Klausurtagung. Bescheidenheit ist halt nur was für Bischöfe (s.o.).
In den Augen vieler Katholiken stellt sich das Problem so da: Jetzt kommt ein "junger Schnösel" daher und will in einem BIschöflichen Palais wohnen. Er fährt nur des Images willen in die Slums nach Indien
Unsinn. Die Reise war irgendwann im Frühjahr. Bis vor zwei Wochen wusste niemand was davon. Welche Imagegründe sollten da vorliegen?
Unter spirituellen Gesichtspunkten hätte es also keine größere Fehlbesetzung geben können, als dieser junge Bischof. Kirchenpolitische Gesichtspunkte sind ein anderes Thema.
Die Spiritualität des Bischofs hast du nichtmal beleuchtet.
:daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

http://demut-jetzt.blogspot.de

Samstäglicher Newsticker

(...)

Klagenfurt: In Kärnten wird momentan ein spätantiker Bischofssitz inklusive einer Basilika ausgegraben. Der Spiegel berichtet: Luxuriöse Bischofsresidenz im Antikstil mit basilikaähnlicher Privatkapelle in Kärnten gefunden. Das erste Bauprojekt des Möchtegernarchitekten Tebartz-van Elst? Der Bischof fand sich nicht bereit, Spiegel diese Frage zu beantworten, obwohl der Spiegelreporter zusammen mit einer Meute .... pardon Gruppe von WisiKi-Anhängern mit Bischofgalgenmännchen ganz freundlich bei seinem Dienstsitz wartete. Auch das Ordinariat wollte keine Auskunft geben. Spiegel folgert: Nachdem Tebartz-van Elst bereits Millionen Denare in seinem kärntner Projekt versenkt hat, wird auch das Limburger Bistum von ihm für seine größenwahnsinnigen Bauten ruiniert.

Neu-Delhi: Das Hilfswerk Human-Mirror bestätigte heute einen unmittelbaren causalen Zusammenhang zwischen der deutschen Pressearbeit und der Nahrungssituation in Indien. Durch die große Menge heißer Luft, die durch die deutschen Journalisten ausgestoßen werden in Verbindung mit der veränderten Luftzirkulation, ausgelöst durch das veränderte Flugverhalten deutscher Prälaten, sei das indische Klima für den Reisanbau wesentlich günstiger geworden. Die indischen Armen sagen Thank You Spiegel!
:breitgrins:
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

Raphael

Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Raphael »

Maurus hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Unter spirituellen Gesichtspunkten hätte es also keine größere Fehlbesetzung geben können, als dieser junge Bischof. Kirchenpolitische Gesichtspunkte sind ein anderes Thema.
Die Spiritualität des Bischofs hast du nichtmal beleuchtet.
Wie sollten denn auch so erkennbar unterbelichtete Kritikaster leuchten? :detektiv:

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Yeti
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Yeti »

Maurus hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:"Bischof wird an seinem Vorgänger gemessen"
Nicht nur gemessen, die Leute erwarten faktisch eine perfekte Kopie des Vorgängers. Das ist unmenschlich, niemand könnte das leisten.
Ich bete dafür, dass das niemand "leisten" kann. Die Limburger haben scheinbar keine Ahnung, welch großes Los sie mit Tebartz-van Elst gezogen haben.
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Yeti »

Maurus hat geschrieben:Ich habe nie irgendwo den Vorwurf gelesen, dass er ein Prasser sein soll.
Dabei sieht doch gerade er wie der materialisierte Buddha des Sitzungskatholizismus aus.
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Yeti »

Dieter hat geschrieben:Bischof Kamphaus wohnte in einer einfachen 3-Zimmer-Wohnung und fuhr ein kleines Auto.
Willst du damit sagen, dass Jesus auch nur in einer Dreizimmerwohnung wohnte und ein kleines Auto fuhr? Oder dass die Wohnverhältnisse vom em. Bischof die Kirchen Sonntags brechend voll werden ließen? Oder dass solch tolles Zeugnis für Demut und Selbstverleugnung in der Öffentlichkeit ihn nicht als einen Vorlebenden und Verkünder des Evangeliums dastehen ließ, sondern als harmlosen und netten Trottel, von dem man nicht zu befürchten hat, schon gar keine Kritik am eigenen Lotterleben, weil Jesus ja auch so war?
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iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Yeti hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Bischof Kamphaus wohnte in einer einfachen 3-Zimmer-Wohnung und fuhr ein kleines Auto.
Willst du damit sagen, dass Jesus auch nur in einer Dreizimmerwohnung wohnte und ein kleines Auto fuhr? Oder dass die Wohnverhältnisse vom em. Bischof die Kirchen Sonntags brechend voll werden ließen?
Nun, man wird jedenfalls sagen können, dass seine kirchenpolitische Ausrichtung das Priesterseminar leer werden ließ. Die vielen Berufenen sind in diesen Jahren aus dem Bistum Limburg geflüchtet und in anderen Diözesen oder Gemeinschaften Priester geworden.
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Yeti hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:"Bischof wird an seinem Vorgänger gemessen"
Nicht nur gemessen, die Leute erwarten faktisch eine perfekte Kopie des Vorgängers. Das ist unmenschlich, niemand könnte das leisten.
Ich bete dafür, dass das niemand "leisten" kann. Die Limburger haben scheinbar keine Ahnung, welch großes Los sie mit Tebartz-van Elst gezogen haben.
Es gibt wohl kaum "die Limburger". Die Papst- und Kirchentreuen unter ihnen wissen sehr wohl, welch Segen Tebartz-van Elst für diese Diözese bedeutet.
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Torsten
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Torsten »

Etwas OT:
Innere Pressefreiheit

"Das ist in der deutschen Presse gang und gäbe, dass Chefredakteure oder Ressortleiter ihren Untergebenen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht. Und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden, überhaupt kritische Journalisten zu werden, weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen."(Harald Schuhmann - ehemals Ressortleiter Politik bei SpOn)
Und das beim SPIEGEL, der mehrheitlich den Mitarbeitern gehört. Und deren Interesse müsste ja eigentlich sein, die Auflage des Magazins stabil zu halten bzw. zu steigern.
tagesspiegel hat geschrieben:Unruhe beim "Spiegel"

Die Auflage des Hamburger Magazins schrumpft weiter und weiter.
Und das liegt eben nicht am kostenlosen Online-Angebot, sondern am Inhalt dessen, der alles andere als dazu anregt, das Magazin zu kaufen, und wofür die Redaktion jeden Tag in den Foren hundert- oder tausendfach die Fresse von ihren Lesern vollbekommt. Aus Enttäuschung, dass nicht einmal der SPIEGEL die Krise und ihre Erscheinungen erklärt, sondern immer mehr zu einem Teil von ihr wird, zu einem Problem, dass man auch noch überwinden muss. Und das Beste daran: Es gibt keinen Ausweg. Der SPIEGEL kann nicht zur Krähe werden, die anderen die Augen aushackt. Und die Mitarbeiter, die Wahlberechtigten der KG, das ist (gehobenener?) Mittelstand ein, der kein Interesse an einem "Systemumsturz" hat. Aus Mangel an wirklichen Alternativen. Die klammern sich an das, was sie haben, und arbeiten im Sinne von dem, von dem sie sich Stabilität versprechen. Und Stabilität heißt hier: Weiter sinkende Auflage und immer weitere Abwendung der Leser von den vermittelten Inhalten - der veröffentlichten Meinung.

Im Grunde ist das keine negative Entwicklung, sondern Zeichen eines gesund_werden_wollens. Unter dem Druck der Krise. Jetzt fehlt nur noch das richtige Heilmittel. Oder die Erlösung im Gericht.

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phylax
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von phylax »

Ich kann Maurus nur in jeder HInsicht zustimmen
Von Gott kommt mir ein Freudenschein,/ wenn Du mich mit den Augen Dein/ gar freundlich tust anblicken

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Yeti
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Yeti »

iustus hat geschrieben:Nun, man wird jedenfalls sagen können, dass seine kirchenpolitische Ausrichtung das Priesterseminar leer werden ließ. Die vielen Berufenen sind in diesen Jahren aus dem Bistum Limburg geflüchtet und in anderen Diözesen oder Gemeinschaften Priester geworden.
Ja, das haben mir einige Priester aus dem Bistum Limburg auch erzählt. Kamphaus erinnert mich ein wenig an den früheren Erzbischof Oskar Saier in Freiburg. Beide wirklich liebe Menschen, aber für die Menschenführung (und die Menschenkenntnis) eher ungeeignet. Nur hat im Unterschied zu Freiburg nun Limburg mit der Nachfolge wirklich das bessere Los gezogen...
iustus hat geschrieben:Es gibt wohl kaum "die Limburger". Die Papst- und Kirchentreuen unter ihnen wissen sehr wohl, welch Segen Tebartz-van Elst für diese Diözese bedeutet.
Das ist mir klar.
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Peregrin
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Peregrin »

Torsten hat geschrieben:
tagesspiegel hat geschrieben:Unruhe beim "Spiegel"

Die Auflage des Hamburger Magazins schrumpft weiter und weiter.
Und das liegt eben nicht am kostenlosen Online-Angebot, sondern am Inhalt dessen, der alles andere als dazu anregt, das Magazin zu kaufen,
Ja, Merkelhudelei und NATO-Kriegspropaganda machen halt noch kein Blatt. Vielleicht sollten sie noch mehr in Richtung antikirchliche Hetze gehen, die kommt ja offenbar relativ gut an bei den Lesern.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/k ... 77171.html

Daraus:
Der Generalvikar des Bistums hat Patrick Dehm, dem Leiter einer Einrichtung für junge Erwachsene in Frankfurt, fristlos gekündigt; ein Gespräch gab es nicht. (...)

Glaubt man Beobachtern, geht es um die Zukunft jenes musikalischen Engagements in der Diözese, für das außer Dehm nicht zuletzt der evangelische Pfarrer Eugen Eckert steht, der sich gestern öffentlich zu den Vorgängen äußerte.

Bemerkenswert ist, dass sich der Limburger Bischof gegen die Art des Umgangs mit Dehm ausgesprochen und auf den Anspruch von Mitarbeitern verwiesen hat, gehört zu werden. Das mag selbstverständlich klingen, aber diese Intervention war wichtig. Sie wirft allerdings weitere Fragen auf, zum Beispiel die, ob die Äußerung des Bischofs konkrete Folgen für Dehm hat oder „nur“ für künftige, ähnlich gelagerte Fälle zwischen Dienstgebern und -nehmern im Bistum Limburg. Spannend auch: Wie ist es um das weitere Verhältnis von Bischof und Generalvikar bestellt?
Leider ist nur der Kommentar online, die beiden Artikel in der Sache (vom Mittwoch und von heute) aber nicht (wie überhaupt kaum noch ein Artikel der FAZ online ist, aber das ist ein anderes Thema).
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von cantus planus »

Fängt man in Limburg etwa an, das "Neue Geistliche Lied" auszuräuchern? In Zeiten, in denen man sogar im Studium "Kantor für Popularmusik" werden kann, wäre das ein sehr zu begrüssendes Zeichen. Ich habe dieser Tage die letzten drei Nummern der früher einmal lesenswerten "musica sacra" gelesen. Ich wäre um ein Haar in der Bibliothek ohnmächtig unter den Tisch gerutscht...
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

cantus planus hat geschrieben:Fängt man in Limburg etwa an, das "Neue Geistliche Lied" auszuräuchern?
Das wäre zu hoffen. In dem heutigen Artikel, der nicht online verfügbar ist, heißt es u.a.:
Der evangelische Pfarrer Eugen Deckert hat das Bistum aufgefordert, die Kündigung zurückzunehmen und Dehm wieder als Leiter des Hauses der Begegnung und als Vorsitzenden den "Arbeitskreises Kirchenmusik und Jugendseelsorge" einzusetzen. Andernfalls werde er nach 32 Jahren Tätigkeit seine Mitarbeit in dem Arbeitskreis beenden (...).

(...) Sollte Eckert den Arbeitskreis tatsächlich verlassen, sehen Beobachter die Qualität kirchenmusikalischer Arbeit am "Neuen Geistlichen Lied" in der Diözese gefährdet. Der Arbeitskreis wäre dann de facto tot, heißt es. Das kreative Schaffen wandere aus dem Bistum aus. Die Gruppe hat zahlreiche Bücher für Chöre und Bands sowie CDs veröffentlicht. Eckert ist einer der wichtigsten Liedtexter.
Einer der wichtigsten Liedtexter für das Neue Geistliche Lied in der Diözese Limburg ist also ein evangelischer Pfarrer. :vogel:

Hier wird wieder mal offenkundig, was die Ursache für den Schwund des Glaubenswissens in unserem Lande ist: Während früher die Liedtexte katholisches Glaubensgut vermittelten, werden die Neuen Geistlichen Lieder in der Diözese Limburg von einem evangelischen Pfarrer getextet. Ich kann das gar nicht glauben. :panisch:
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iustus
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

Da allerdings fristlos gekündigt wurde, vermute ich, dass es einen ganz anderen Grund dafür gibt, als eine Neuausrichtung der Kirchenmusik. Wenn um eine solche ginge, hätte man doch bestimmt eine andere Einsatzmöglichkeit für Dehm finden können ...
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Niels
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von Niels »

"Die frühere Sprecherin des österreichischen Kaisersohns Otto von Habsburg, Eva Demmerle, wird neue persönliche Sprecherin des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst": http://www.kath.net/detail.php?id=3796

Das wird der "Spiegel" wieder in seinem Sinne ausschlachten: :zirkusdirektor: :koenig: :emil:
:roll:
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

iustus hat geschrieben:Da allerdings fristlos gekündigt wurde, vermute ich, dass es einen ganz anderen Grund dafür gibt, als eine Neuausrichtung der Kirchenmusik.
Offenbar meint der Kölner Stadtanzeiger, mehr zu wissen:

http://www.ksta.de/politik/bischof-teba ... 2358.html
Nie verstummt sind die Spekulationen, er setze alles daran, 214 Nachfolger von Kardinal Joachim Meisner in Köln zu werden. Diese Ambitionen erklärten „die neue Limburger Lust am Strengsein“, so ein Bistumspriester: Klare Kante in Lehre und Disziplin – das kommt an im Vatikan. Dort ist Tebartz oft und gern. Er gehört in eine Riege jüngerer deutscher Bischöfe, die sie in Rom spöttisch „principi vescovi“ nennen, Fürstbischöfe. „Schon einen Rat zu geben grenzt an Verrat“, sagt ein Insider. Die fristlose Entlassung des Leiters einer katholischen Beratungsstelle in Frankfurt passt perfekt ins Bild. Der Mann soll – intern – abfällig über das Finanzgebaren des Bischofs geredet haben. „Menschlich fragwürdig und arbeitsrechtlich daneben“, sagt einer aus dem Establishment.
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Re: Bischof von Limburg: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Beitrag von iustus »

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