Mir gefällt ein Gebet vom Alexander Men (Ordodoxer Priester, vor ein paar Jahren in Sakorsk umgebracht) sehr gut: "Jesus (Herr) sei Du mir in allem alles"!
Wenn ich die einzelnen Heiligen von Ost und West betrachte, dann suche ich das Verbindende, was eine Heiligkeit des Menschen ausmacht, daß ist die Demut und die Liebe zu Christus und zu seiner Kirche.
Ich kann da das Buch: "Leben und Lehre der Starzen" von Igor Smolitsch - Herder empfehlen.
asderrix hat geschrieben:Stimmt es dass die rkK als Kirche im eigentlichen Sinn nur die Gemeinschaft der geweihten Christen bezeichnet?
Nein.
Streiche "geweiht" setze "getauft" dann stimmt es.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
asderrix hat geschrieben:Stimmt es dass die rkK als Kirche im eigentlichen Sinn nur die Gemeinschaft der geweihten Christen bezeichnet?
Nein.
Streiche "geweiht" setze "getauft" dann stimmt es.
Nachstehend die genaue Antwort, wie die moderne Kirche die Dinge sieht. (Zitat aus "Dominus Jesus", Nr. 17):
17 Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.
Die kirchlichen Gemeinschaften hingegen, die den gültigen Episkopat und die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben, sind nicht Kirchen im eigentlichen Sinn; die in diesen Gemeinschaften Getauften sind aber durch die Taufe Christus eingegliedert und stehen deshalb in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche. Die Taufe zielt nämlich hin auf die volle Entfaltung des Lebens in Christus durch das vollständige Bekenntnis des Glaubens, die Eucharistie und die volle Gemeinschaft in der Kirche.
»Daher dürfen die Christgläubigen sich nicht vorstellen, die Kirche Christi sei nichts anderes als eine gewisse Summe von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften — zwar getrennt, aber noch irgendwie eine; und es steht ihnen keineswegs frei anzunehmen, die Kirche Christi bestehe heute in Wahrheit nirgendwo mehr, sondern sei nur als ein Ziel zu betrachten, das alle Kirchen und Gemeinschaften suchen müssen«. In Wirklichkeit »existieren die Elemente dieser bereits gegebenen Kirche in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften«.
Gamaliel Dominus Iesus hier zu zitieren, führt an der Frage vorbei (zumindest ist die Antwort ziemlich versteckt): der von dir eingestellte Text beantwortet die gemeinschaftliche Dimension, die aber nicht Kern der Asdderix'schen Frage war: dort ging es um die personale Dimension: Ist Mensch nur Teil der Kirche wenn er eine (sakramentale) Weihe empfangen hat? und nicht Welche Ansammlung von Nachfolgern Christi sind nur christliche Gemeinschaften, welche echte Teilkirchen, welche unechte? Die Antwort hätte gereicht, wenn du das zitiert hättest: Die Taufe zielt nämlich hin auf die volle Entfaltung des Lebens in Christus durch das vollständige Bekenntnis des Glaubens, die Eucharistie und die volle Gemeinschaft in der Kirche.
M.a.W: Die Taufe reicht, um Glied der Kirche zu sein.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Linus hat geschrieben:M.a.W: Die Taufe reicht, um Glied der Kirche zu sein.
Und das ist eben in dieser Pauschalität - verzeih mir den kurzen aber klaren Ausdruck - falsch, daher habe ich als Antwort auf asderrix und Deine Bemerkung die ausführliche und differenzierende Auffassung der Kirche nach dem II. Vatikanum bzw. seit dem CIC 1983 zitiert.
Ein Beispiel: Der getaufte protestantische Christ ist gegenwärtig durch die Taufe nicht mehr Mitglied der Katholischen Kirche; dies war noch die Lehre, die unter dem CIC 1917 gegolten hat.
(N.B. Daß asderrix auf die personale Dimension abgezielt hat, lasse ich als Interpretation gelten, ich sehe das aber anders. Seine Frage zielte - nach meinem Verständnis - auf das Verhältnis der Kirche zur "Gemeinschaft der geweihten Christen". Und darüber hinaus handelt der Thread vom "Kirchenbild".)