Contra Seelsorgeeinheiten

Allgemein Katholisches.
Gregorio Magno
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Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Gregorio Magno »

heyo ihr lieben, werde in einer kleinen arbeit für das studium etwas gegen seelsorgeeinheiten machen. einige infos habe ich schon ausfindig machen können. habt ihr evtl. einige literaturtipps zu dieser sache? es dürfen auch wirklich gute katholische sachen dabei sein. so pius usw. macht sich bei diesen beiden profs (recht und pastoral) besonders gut. :freude:

danke schon mal und einen schönen abend! martin
"solis instar sola regnet caritas" gregor d. gr.

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Gamaliel
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Gamaliel »

Kannst Du Dein Thema nicht noch etwas präzisieren?! Unter welchem Aspekt, in welchem Zusammenhang,... behandelst Du die Seelsorgeeinheiten?

Im übrigen wäre es hilfreich zu wissen für was Du (stattdessen) bist. Gute katholische Autoren (Du fragtest ja nach Literaturhinweisen) denken immer positiv :) und kommen erst in der Folge zur Abweisung gegenteiliger Lehren.

Ecce Homo
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Ecce Homo »

Zieh Dir in jedem Fall mal das hier rein:

http://gloria.tv/?media=39897

"Dr. theol. Peter Christoph Düren versieht seinen Vortrag mit dem Titel ‚Das Verschwinden von Pfarrer und Pfarrei’ und beleuchtet die Gefahren pastoraler Umstrukturierungen am Beispiel des Bistums Aachen. Referat auf der 21. Internationalen Theologischen Sommerakademie in Aigen im Mühlkreis / Oberösterreich."

Ist echt gut!
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

Gregorio Magno
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Gregorio Magno »

hallo,
also: das thema, das ich gewählt habe, ist generell contra seelsorgeeinheit. es soll ein allg. überblick über das schlechte der seelsorgeeinheiten gemacht werden. den blick hab ich für mich auf das kirchenrecht gelegt und von daher ein, zwei bistümer betrachten, wie sie es gemacht haben um daraus das negative zu betrachten. mich würde interessieren, wie die traditionsverbundenen kreise diese entwicklung sehen und bewerten.

danke für den link. werd mir die printfassung besorgen.
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cantus planus
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von cantus planus »

Ich empfehle, diese Anfrage auch hier zu stellen: http://www.priesternetzwerk.net
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Peregrin
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Peregrin »

Enthusiasmus ist ja was Schönes, aber zu meiner Zeit hat man auf der Uni zuerst das Material gesichtet und sich danach eine Meinung gebildet.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Gamaliel
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Gamaliel »

Gregorio Magno hat geschrieben:hallo,
also: das thema, das ich gewählt habe, ist generell contra seelsorgeeinheit. es soll ein allg. überblick über das schlechte der seelsorgeeinheiten gemacht werden. den blick hab ich für mich auf das kirchenrecht gelegt und von daher ein, zwei bistümer betrachten, wie sie es gemacht haben um daraus das negative zu betrachten. mich würde interessieren, wie die traditionsverbundenen kreise diese entwicklung sehen und bewerten.

danke für den link. werd mir die printfassung besorgen.
Werter Gregorio, Deine Arbeit und Methode geht mich zwar nichts an, aber hier möchte ich doch Peregrin beipflichten:
Peregrin hat geschrieben:Enthusiasmus ist ja was Schönes, aber zu meiner Zeit hat man auf der Uni zuerst das Material gesichtet und sich danach eine Meinung gebildet.
Warum sollen denn Seelsorgeeinheiten per se schlecht sein? Müßte man nicht zwischen dem theoretischen Konzept der Seelsorgeeinheit und der konkreten Umsetzung (in Deutschland,...) unterscheiden? ....



Da Du aber auch Interesse für die traditionsverbundene Sicht bekundet hast, führe ich nachstehend ein kurzes und wie mir scheint ganz passendes Zitat aus der Biographie über Erzbischof Lefebvre an (Hervorhebungen von mir). Natürlich spricht Msgr. Lefebvre hier primär von den Apostolatsstrukturen der FSSPX, die Grundzüge seiner Argumentation lassen sich aber durchaus auch auf die Pfarrstrukturen bzw. die aktuellen Gegebenheiten adaptieren.
Die Priorate

„Die Priorate sind Bastionen des Glaubens und Leuchttürme der Christenheit in einem, von wo aus den vorgeschobenen Posten die geistliche Nahrung gereicht wird.“ (Vortrag Lefebvre in Paris, 10. Mai 1988)

Dort lebt eine Gruppe von Priestern mit einigen Brüdern in Gemeinschaft, wie es die Statuten fordern. Der Gründer fand dieses gemeinsame Leben für ein Apostolat in der Diaspora sehr geeignet und für den Priester unentbehrlich, um sein Priestertum zu bewahren und zu schützen. Manchmal werden Priester bei bestimmten Gründungen allein entsandt, aber das geschieht nur wegen der Dringlichkeit. Mgr. Lefebvre erinnert oft an das wohlbegründete des gemeinsamen Lebens, das dem Priester ein geordnetes Leben, ein Leben des Gebetes sichert. Aber das Gemeinschaftsleben bedeutet nicht ein Leben in Klausur; die Bruderschaft „ist ihrem Wesen nach apostolisch, weil es das Meßopfer ebenfalls ist“ (Statuten I, 2). Deshalb strahlen die Priester in ihrer Umgebung aus, in dem sie Messe und Katechismus in den nahegelegenen Kapellen abhalten oder in entfernten „Missionsstationen“, die sie entweder jede Woche oder jeden Monat versorgen, oder sogar nur alle zwei oder drei Monate „wie im afrikanischen Busch“, sagt Mgr. Lefebvre. In dem letztgenannten Fall bleibt der Priester mehrere Tage an Ort und Stelle, um anschließend wieder in die Bastion zurückzukehren, um seine geistlichen Kräfte zu unterhalten und Predigten, Katechismusunterricht und Vorträge vorzubereiten.
Das „ideale Priorat“, meint der Erzbischof, liegt nicht mitten in der Stadt, sondern am Stadtrand und schon auf dem Land, um dem Priester notwendige Sammlung sicherzustellen und ihn von den ständigen Besuchen der Gläubigen abzuschirmen. Eine in der Stadt gelegene Kapelle ist dagegen der bevorzugte Ort für das Apostolat.
Das Priorat könnte jedoch die Kinder für Einkehrtage oder die Erwachsenen für Exerzitien aufnehmen. Aber in den meisten Fällen werden Exerzitien in dafür eigens eingerichteten Häusern abgehalten, zu denen jedes Jahr Hunderte von Exerzitienteilnehmern hinströmen sollten, die durch eine Vereinigung für das Ausharren dazu ermutigt werden, „Apostel der Exerzitien“ zu sein.
Eine kleine Grundschule der Pfarrei hätte ihren passenden Platz nicht weit vom Priorat entfernt, aber nicht im Priorat selbst. Der Prior sollte deren Leitung übernehmen, aber der Unterricht müßte von Schwestern, Oblatinnen, Lehrern oder Lehrerinnen abgehalten werden. So ist die Dreiheit Priorat, Grundschule, Kapelle in der Stadt das Vorbild eines geordneten und für alle zuträglichen Apostolates.

Gregorio Magno
Beiträge: 78
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Gregorio Magno »

hallo,
danke euch. naja, das thema is so zu standen gekommen. einige vorschläge sind von den profs gekommen und da war pro seelsorgeeinheit dabei. da mich mein pasto rof schon gut kennt meinte er, contra wäre für mich was. wollte so in die richtung gehen, doch hat sich dann das thema / arbeitstitel ergeben.

hab so eine grobgliederung im kopf, dass ich ausgehend vom kirchenrechtlich möglichen die planung und umsetzung in einigen bistümern betrachte und dann die abweichungen vom cic / bestimmungen herausstellen werde. am schluss dann so einige pastorale punkte + und -. sollen ja nicht zu viele seiten werden.

leider sind die themen ziemlich auseinander gedrößelt, so dass zb gemeindeleitung ohne priester, sonntagsgottesdienst ohne amtsträger eigens behandelt werden und ich diese sachen nur kurz streifen kann.

ja, materialfindung geschieht auch etwas durch das forum hier. die sichtung kommt bei mir auch schon. sorry, hab mich oben a bissl schlecht ausgedrückt. am arbeitstitel kann man ja noch arbeiten. mal sehen, was draus wird... ;)
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Peregrin
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Re: Contra Seelsorgeeinheiten

Beitrag von Peregrin »

Tut mir leid, da hatte ich Dich falsch verstanden. Ich habe gedacht, du wolltest eine vorgefaßt negative Arbeit dann unter einem neutralen Titel als kritische Auseinandersetzung ausgeben. Aber wenn der Professort ausdrücklich pro und contra verteilt that, ist das vielleicht eher so in der Art eines Debattierklubs gedacht. Da würde ich vom anderen Ende anfangen und einmal schauen, was die Proponenten dieser Seelsorgeeinheiten als positive Aspekte anführen, um dann zu sehen, ob sich da nicht anekdotische Widerlegungen finden lassen. Das ist dann natürlich eher Rhetorik als wissenschaftliche Arbeit. Zum krönenden Abschluß könntest Du noch das legendäre Argument aus "Der Name der Rose" adaptieren:
Hieronymus, Bischof von Kaffa hat geschrieben: Es ist so sonnenklar, daß Seelsorgeeinheiten Unfug sind, wie es weniger klar wäre anzuerkennen, daß Christus gleichzeitig Mensch und Gott war, und doch scheint mir klar, wer die erste Evidenz bestreitet, müßte auch die zweite verleugnen!
Da möchte ich einmal sehen, was der Proponent dagegen vorbringen will. :D
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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