Ökumene

Allgemein Katholisches.
Pilgerer
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Re: Ökumene

Beitrag von Pilgerer » Freitag 1. Juli 2011, 16:38

Ist das lediglich eine Phrase oder gibt es auch Beispiele dafür? Das würde mich interessieren.
Es ist in diesem Zusammenhang Aufgabe der römisch-katholischen Kirche, darüber zu urteilen, ob es gute Elemente der protestantischen Frömmigkeit gibt, die zur Kirche passen. Ein aktuelles Beispiel ist die charismatische Bewegung, die offenbar von der römisch-katholischen Kirche akzeptiert worden ist, solange sie sich an die katholischen Grundsätze hält. http://iccrs.org/en/index.php/about/decree
Die protestantischen oder evangelischen Gruppierungen, oder wie auch immer sie sich zu nennen belieben, haben nichts wahrhaft Gültiges in ihren Kulten. Es passiert in ihren Kultgebäuden gar nichts.
Tatsächlich haben die Kirchengebäude wie auch die Kulte in den Gemeinden der Reformation nicht mehr die Bedeutung, die sie vorher hatten. Es geht nach meinem Eindruck mehr um das, was innerlich geschieht als um das, was im sichtbaren Ritus vor sich geht. Das Handeln Gottes im Menschen bekommt Vorrang vor dem äußerlichen Handeln Gottes am Christenmenschen. Das geht zum Beispiel bei den Baptisten soweit, die Wiedergeburt an die Bekehrung statt an die Taufe zu knüpfen. Die Relativierung der Sakramente ist sicher ein großer Fehler gewesen. Trotzdem kann der stärkere Fokus auf die innerliche Gotteserfahrung ein Fingerzeig darauf sein, dass diese Dimension nötig ist, um die Christen zu Freunden und Geschwistern Jesu Christi zu machen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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lifestylekatholik
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Re: Ökumene

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 1. Juli 2011, 16:48

Pilgerer hat geschrieben:Das Handeln Gottes im Menschen bekommt Vorrang vor dem äußerlichen Handeln Gottes am Christenmenschen.
Das Handeln Gottes im Menschen äußert sich zuvörderst darin, dass Häretiker und Schismatiker widerrufen und in die Ökumene der Kirche zurückkehren.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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lutherbeck
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Re: Ökumene

Beitrag von lutherbeck » Freitag 1. Juli 2011, 18:45

Niels hat geschrieben:Die "Reformation" als solche ist natürlich nicht von "Gott ins Leben gerufen" worden ...
Woher weißt Du denn das?

Vielleicht hatte er die Nase einfach voll vom Treiben des Klerus...

:pfeif:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Ökumene

Beitrag von taddeo » Freitag 1. Juli 2011, 19:21

lutherbeck hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Die "Reformation" als solche ist natürlich nicht von "Gott ins Leben gerufen" worden ...
Woher weißt Du denn das?

Vielleicht hatte er die Nase einfach voll vom Treiben des Klerus...

:pfeif:
Mag schon sein ... aber dafür hat er ja die Wahl von Papst Hadrian angeleiert - auf dessen ehrliche Bemühungen der Herr Doctor aus Wittenberg leider nicht reagiert hat ...

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anneke6
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Re: Ökumene

Beitrag von anneke6 » Freitag 1. Juli 2011, 19:40

Sag mal, Lutherbeck…gab es nicht mal eine Zeit, da meintest Du katholisch(er) zu sein?
???

kephas
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Re: Ökumene

Beitrag von kephas » Freitag 1. Juli 2011, 21:48

Gamaliel hat geschrieben:Wie tief sind gewisse Herrschaften schon gesunken! :nein:

Vatikan lobt Übergaben von katholischen Kirchen an Orthodoxe
Das Verkaufen von kath. Kirchen an andere "Konfessionen", vor allem natürlich Protestanten, ist in Deutschland seit mindestens 150 Jahren Tradition. Es gibt unzählige Museen, Banken(!), etc. in ehemaligen kath. Kirchen (und die Umwandlung war lange vor dem 2. Vatikanum). Um den Neubau einer Kirche zu finanzieren, musste damals meistens die alte Kirche verakuft werden.

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ChrisCross
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Re: Ökumene

Beitrag von ChrisCross » Freitag 1. Juli 2011, 21:55

lutherbeck hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Die "Reformation" als solche ist natürlich nicht von "Gott ins Leben gerufen" worden ...
Woher weißt Du denn das?

Vielleicht hatte er die Nase einfach voll vom Treiben des Klerus...

:pfeif:
Vielleicht hatte er auch keine Lust mehr auf Luther und co.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
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Re: Ökumene

Beitrag von Sascha B. » Freitag 1. Juli 2011, 22:25

Gamaliel hat geschrieben:Wie tief sind gewisse Herrschaften schon gesunken! :nein:

Vatikan lobt Übergaben von katholischen Kirchen an Orthodoxe
Wenn niemand meh kommt und man auch keinen Priester mehr für die Kirche hat bleibt ja nur das verkaufen. Oder man reisst sie ab.

Wasn nützt es denn wenn man jede Menge leerstehender Kirchen hat? Die Kosten unmengen und sonst nichts.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Ökumene

Beitrag von Pit » Freitag 1. Juli 2011, 22:46

Deo iuvante hat geschrieben: ...
Wenn niemand meh kommt und man auch keinen Priester mehr für die Kirche hat bleibt ja nur das verkaufen. Oder man reisst sie ab.

Wasn nützt es denn wenn man jede Menge leerstehender Kirchen hat? Die Kosten unmengen und sonst nichts.
So ist es, hier wurde eine Kirche umgenutzt und seitdem hat der Bistumsverlag dort seine Heimat gefunden.
Ich finde soetwas allemal besser, als wenn in einer profanierten Kirche z.B. eine Disko einziehen würde.
carpe diem - Nutze den Tag !

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Re: Ökumene

Beitrag von Lutheraner » Samstag 2. Juli 2011, 10:37

Raphael hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Nein, in meinem Beispiel mit den Waisenkindern geht es nicht um das Annehmen eines anderen Glaubens.
Doch, in beiden Fällen geht es um das Annehmen eines anderen Glaubens! :)
Nein.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Re: Ökumene

Beitrag von Lutheraner » Samstag 2. Juli 2011, 10:53

Moser hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:Wo bitte liegt der Sinn eines Threads mit dem Titel "Ökumene", (...)
Mit Verlaub, aber die Frage hast Du bereits auf Seite 25 dieses Threads gestellt.
Ich weiß - eine vernünftige Antwort habe ich aber immer noch nicht erhalten.
Die kann ich Dir gerne geben: Zuerst einmal ist der Thread-Titel natürlich ironisch gemeint. Er müsste also besser in Anführungszeichen stehen. Die Kath. Kirche bezieht den Begriff "Ökumene" nur auf sich selbst. Was Du unter Ökumene verstehst, wird auf Katholimisch als "Ökumenismus" bezeichnet. Dann ist Dir sicherlich auch schon aufgefallen, dass hier fast nur (aus Sicht der meisten Kreuzgang-Schreiber) über Negativ-Beispiele für Ökumene berichtet und anschließend empört darüber diskutiert wird. Es soll aufgezeigt werden, dass in der Ökumene einiges schief läuft. Also ein typischer Ereiferungs-Thread.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Re: Ökumene

Beitrag von lutherbeck » Samstag 2. Juli 2011, 19:38

anneke6 hat geschrieben:Sag mal, Lutherbeck…gab es nicht mal eine Zeit, da meintest Du katholisch(er) zu sein?
Na, aber sicher nicht im Sinne der damligen Ablaßhändler - schauder! :aengstlich:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Ökumene

Beitrag von lutherbeck » Samstag 2. Juli 2011, 19:39

ChrisCross hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Die "Reformation" als solche ist natürlich nicht von "Gott ins Leben gerufen" worden ...
Woher weißt Du denn das?

Vielleicht hatte er die Nase einfach voll vom Treiben des Klerus...

:pfeif:
Vielleicht hatte er auch keine Lust mehr auf Luther und co.
Und krönt deshalb Luthers Gedanken mit Erfolg?
:D
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: "Ökumene"

Beitrag von anneke6 » Samstag 2. Juli 2011, 19:58

Zu Glück hatte Luther keinen Erfolg. Hätte er Erfolg gehabt, wäre das gesamte westliche Christentum nach seinen Konzeptem ummodelliert worden. Ist es aber nicht. Und wenn Luther sich mit seiner Variante des Cäsaropapismus nicht bei einigen Landesfürsten eingeschleimt hätte, hätte es gar nicht geklappt.
???

Pilgerer
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Pilgerer » Samstag 2. Juli 2011, 20:08

lifestylekatholik hat geschrieben:Das Handeln Gottes im Menschen äußert sich zuvörderst darin, dass Häretiker und Schismatiker widerrufen und in die Ökumene der Kirche zurückkehren.
Meiner Ansicht nach führt Gott die Menschen, wenn sie es zulassen, tatsächlich in die Richtung des himmlischen Jerusalems. Ob dieser Weg noch hier auf der Erde zur römisch-katholischen Kirche (oder zumindest in deren Nähe) hinführt, liegt in Gottes Hand. Ich persönlich sehe grundsätzlich die sieben Sakramenten, die soziale Gemeinschaft der Heiligen und die apostolischen Sukzession als gut an, aber ebenso kann ich nicht auf die (aus meiner Sicht) guten Früchte der Reformation verzichten: die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus, die Schriftkundigkeit des gläubigen Laien etc.
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Sempre » Samstag 2. Juli 2011, 20:14

Pilgerer hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Das Handeln Gottes im Menschen äußert sich zuvörderst darin, dass Häretiker und Schismatiker widerrufen und in die Ökumene der Kirche zurückkehren.
Meiner Ansicht nach führt Gott die Menschen, wenn sie es zulassen, tatsächlich in die Richtung des himmlischen Jerusalems. Ob dieser Weg noch hier auf der Erde zur römisch-katholischen Kirche (oder zumindest in deren Nähe) hinführt, liegt in Gottes Hand. Ich persönlich sehe grundsätzlich die sieben Sakramenten, die soziale Gemeinschaft der Heiligen und die apostolischen Sukzession als gut an, aber ebenso kann ich nicht auf die (aus meiner Sicht) guten Früchte der Reformation verzichten: die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus, die Schriftkundigkeit des gläubigen Laien etc.
Das "Meiner Ansicht nach ..." in Fragen des Glaubens zeigt, dass Du Deiner eigenen Ansicht folgst, und es nicht zulässt, Dich von Gott führen zu lassen, der zu diesem Zweck die Kirche instituiert hat, die vom Heiligen Geist geleitet verbindlich lehrt, was zu glauben ist.

Gruß
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Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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ad-fontes
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Re: Ökumene

Beitrag von ad-fontes » Samstag 2. Juli 2011, 20:18

Christiane hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:
ad_hoc hat geschrieben: Die protestantischen oder evangelischen Gruppierungen, oder wie auch immer sie sich zu nennen belieben, haben nichts wahrhaft Gültiges in ihren Kulten. Es passiert in ihren Kultgebäuden gar nichts.
Das würde ich so pauschal nicht sagen. Einzig und allein der Herr kann das beurteilen.
Wie ad_hoc das formuliert, ist es freilich sehr hart. Aber nüchtern betrachtet hat er (?) doch recht. Sie haben keine gültig geweihten Priester, ergo auch keine Eucharistie. Das es einige Gruppierungen unter ihnen gibt, deren Eucharistie-Verständnis dem der Kirche nahe kommt, spielt keine Rolle. Auch ihnen fehlen die Priester. Und Priester wird man durch die Weihe, die nur ein katholischer Bischof gültig spenden kann, nicht dadurch, dass man sich als Laienprediger ankleidet wie ein Priester.
Nicht wenige hochkirchliche Pfarrer, wie Clemens beispielsweise, sind aber - zumindest nach eigenem Verständnis - katholische Priester, konfizieren die Sakramente gültig.

Dass es außerhalb der sichtbaren Kirche gültige Sakramente gibt, nun, dass ist rk Lehre, trotzdem habe ich dazu (zu den Hochkirchlern) ein paar Fragen, siehe hier (und weiter vorne).
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: "Ökumene"

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Samstag 2. Juli 2011, 20:19

Pilgerer hat geschrieben:die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus
Das gibt's alles in der Kirche. :ja:

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Re: "Ökumene"

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Samstag 2. Juli 2011, 20:21

Pilgerer hat geschrieben:die Schriftkundigkeit des gläubigen Laien
Das im Idealfall auch. :pfeif:

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Raphael
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Re: Ökumene

Beitrag von Raphael » Samstag 2. Juli 2011, 20:21

Lutheraner hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Nein, in meinem Beispiel mit den Waisenkindern geht es nicht um das Annehmen eines anderen Glaubens.
Doch, in beiden Fällen geht es um das Annehmen eines anderen Glaubens! :)
Nein.
Doch! 8)

Der protestantische Glauben ist ein anderer Glauben als der katholische Glauben. Es gibt zwar eine Schnittmenge der Gemeinsamkeiten, aber diese Gemeinsamkeiten reichen nicht aus um rechtmäßig von einem identischen Glauben sprechen zu können. Wenn der Glauben aber nicht identisch ist, dann ist er anders.

q.e.d.
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: "Ökumene"

Beitrag von Clementine » Samstag 2. Juli 2011, 20:21

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus
Das gibt's alles in der Kirche. :ja:
:daumen-rauf:
Es gibt drei Arten von Menschen: Haie, Haifischfutter und Menschen, die es gelernt haben mit den Haien zu schwimmen ohne gefressen zu werden.

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Sempre
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Sempre » Samstag 2. Juli 2011, 20:29

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus
Das gibt's alles in der Kirche. :ja:
Mag sein, dass es in der Konzilskirche (Paul VI.) Luthers Freiheit eines Christenmenschen gibt. Die Kirche Gottes lehnt dessen derartige Auffassungen allerdings ab.

Gruß
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Samstag 2. Juli 2011, 20:38

Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus
Das gibt's alles in der Kirche. :ja:
Mag sein, dass es in der Konzilskirche (Paul VI.) Luthers Freiheit eines Christenmenschen gibt. Die Kirche Gottes lehnt dessen derartige Auffassungen allerdings ab.

Gruß
Sempre
Gal 5,1 hat geschrieben:Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!
Wie kommst du darauf, es ginge mir um Freiheit im Sinne Luthers? Aber die Freiheit, die ein Christ hat, hat er in der Kirche.

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Re: "Ökumene"

Beitrag von ad-fontes » Samstag 2. Juli 2011, 20:41

Pilgerer hat geschrieben:die (aus meiner Sicht) guten Früchte der Reformation verzichten: die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus, die Schriftkundigkeit des gläubigen Laien etc.
Was verstehst du unter diesen Begriffen (außer dem Letzteren und mehr Schriftstudium und -vertrautheit wäre auch dem gewöhnlichen Katholiken zu wünschen; - die neue dreijährige Leseordnung hat m.E. jedenfalls kein mehr an Schriftkundigkeit gebracht)?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: "Ökumene"

Beitrag von anneke6 » Samstag 2. Juli 2011, 20:56

ad-fontes hat geschrieben:- die neue dreijährige Leseordnung hat m.E. jedenfalls kein mehr an Schriftkundigkeit gebracht)?
Mir schon. :breitgrins:
???

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Re: "Ökumene"

Beitrag von Sempre » Samstag 2. Juli 2011, 21:10

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus
Das gibt's alles in der Kirche. :ja:
Mag sein, dass es in der Konzilskirche (Paul VI.) Luthers Freiheit eines Christenmenschen gibt. Die Kirche Gottes lehnt dessen derartige Auffassungen allerdings ab.

Gruß
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Gal 5,1 hat geschrieben:Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!
Wie kommst du darauf, es ginge mir um Freiheit im Sinne Luthers? Aber die Freiheit, die ein Christ hat, hat er in der Kirche.
Du zitierst Pilgerer, der sich eindeutig auf Luther bezieht (Von der Freiheit eines Christenmenschen), distanzierst Dich nicht davon, sondern tust so, als sei das katholisch.

Gruß
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Samstag 2. Juli 2011, 21:58

Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:die Freiheit des Christenmenschen, das Bischofsamt Christi, den erfahrbaren Bräutigam Jesus
Das gibt's alles in der Kirche. :ja:
Mag sein, dass es in der Konzilskirche (Paul VI.) Luthers Freiheit eines Christenmenschen gibt. Die Kirche Gottes lehnt dessen derartige Auffassungen allerdings ab.

Gruß
Sempre
Gal 5,1 hat geschrieben:Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!
Wie kommst du darauf, es ginge mir um Freiheit im Sinne Luthers? Aber die Freiheit, die ein Christ hat, hat er in der Kirche.
Du zitierst Pilgerer, der sich eindeutig auf Luther bezieht (Von der Freiheit eines Christenmenschen), distanzierst Dich nicht davon, sondern tust so, als sei das katholisch.

Gruß
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Pilgerer behauptete, die Freiheit des Christen verdanke sich der Reformation. Ich wollte in einem Satz sagen, daß diese in der Kirche schon besteht und Luther nicht zu ihrer Verwirklichung beigetragen hat. Daß dieses Verständnis Luthers von Freiheit fehlerhaft war, habe ich nicht ausdrücklich geschrieben, aber Clementine hat es offensichtlich so verstanden, wie von mir intendiert. Und andere vermutlich auch.

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Re: "Ökumene"

Beitrag von Sempre » Samstag 2. Juli 2011, 22:25

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Pilgerer behauptete, die Freiheit des Christen verdanke sich der Reformation.
Pilgerer sprach in eindeutiger Anspielung vom Christenmenschen. Wenn Dir das nicht klar war, nimm es als Hinweis.

Gruß
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Re: "Ökumene"

Beitrag von lutherbeck » Samstag 2. Juli 2011, 22:33

anneke6 hat geschrieben:Zu Glück hatte Luther keinen Erfolg. Hätte er Erfolg gehabt, wäre das gesamte westliche Christentum nach seinen Konzeptem ummodelliert worden. Ist es aber nicht. Und wenn Luther sich mit seiner Variante des Cäsaropapismus nicht bei einigen Landesfürsten eingeschleimt hätte, hätte es gar nicht geklappt.
Ach nein?

Große Teile Europas und der neuen Welt sind nicht katholisch - zudem haben Luthers Gedanken die kath. Kirche verändert; heute würde Luther kaum noch gebraucht...

:pfeif:
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Samstag 2. Juli 2011, 22:41

Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Pilgerer behauptete, die Freiheit des Christen verdanke sich der Reformation.
Pilgerer sprach in eindeutiger Anspielung vom Christenmenschen. Wenn Dir das nicht klar war, nimm es als Hinweis.

Gruß
Sempre
Vielen Dank, ich glaube, die Kommunikation zwischen Pilgerer, Clementine, mir und anderen funktioniert ganz gut. Versuche, nicht vorhandene Mißverständnisse aufzuklären, wirken jedoch eher störend.

Aber wenn's sein muß: Pilgerer bezog sich natürlich auf Luther - auch indem er dessen mir durchaus geläufige Formulierung aufnahm, ja -, worauf ich erwiderte, daß die Kirche eine recht verstandene Freiheit eines Christenmenschen - warum sollte man es nicht so nennen? - kennt. Alles klar?

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Re: "Ökumene"

Beitrag von Sempre » Samstag 2. Juli 2011, 22:53

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Pilgerer behauptete, die Freiheit des Christen verdanke sich der Reformation.
Pilgerer sprach in eindeutiger Anspielung vom Christenmenschen. Wenn Dir das nicht klar war, nimm es als Hinweis.

Gruß
Sempre
Vielen Dank, ich glaube, die Kommunikation zwischen Pilgerer, Clementine, mir und anderen funktioniert ganz gut. Versuche, nicht vorhandene Mißverständnisse aufzuklären, wirken jedoch eher störend.

Aber wenn's sein muß: Pilgerer bezog sich natürlich auf Luther - auch indem er dessen mir durchaus geläufige Formulierung aufnahm, ja -, worauf ich erwiderte, daß die Kirche eine recht verstandene Freiheit eines Christenmenschen - warum sollte man es nicht so nennen? - kennt. Alles klar?
Das sieht ja Pilgerer nun nicht so.

Gruß
Sempre
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Re: "Ökumene"

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Samstag 2. Juli 2011, 23:03

Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Pilgerer behauptete, die Freiheit des Christen verdanke sich der Reformation.
Pilgerer sprach in eindeutiger Anspielung vom Christenmenschen. Wenn Dir das nicht klar war, nimm es als Hinweis.

Gruß
Sempre
Vielen Dank, ich glaube, die Kommunikation zwischen Pilgerer, Clementine, mir und anderen funktioniert ganz gut. Versuche, nicht vorhandene Mißverständnisse aufzuklären, wirken jedoch eher störend.

Aber wenn's sein muß: Pilgerer bezog sich natürlich auf Luther - auch indem er dessen mir durchaus geläufige Formulierung aufnahm, ja -, worauf ich erwiderte, daß die Kirche eine recht verstandene Freiheit eines Christenmenschen - warum sollte man es nicht so nennen? - kennt. Alles klar?
Das sieht ja Pilgerer nun nicht so.

Gruß
Sempre
Freilich. Deshalb habe ich es ihm ja geschrieben. Ich meine ja nicht, daß er meine Meinung teilt, sondern daß er schon vor diesen (inzwischen reichlich übertriebenen) Erklärungen wußte, was ich sagen wollte, und nicht dachte, ich wolle sagen, es gebe in der Kirche Freiheit im Sinne Luthers. :roll:

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