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Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 19:26
von asderrix
Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 19:33
von taddeo
asderrix hat geschrieben:Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Das gibt es, aber nicht gerade oft. (In unseren Landpfarreien hier ist das die absolute Ausnahme.) Und wenn es das gibt, dann ist die nächste Frage, wer es wie macht. Solche Initiativen können genauso gut von der Heiligung weg- wie zu ihr hinführen.

(Das Zitat war übrigens wirklich von mir, mit einem kleinen Unterschied: ich sehe, daß für 95% der Normalkatholiken der mehr oder weniger häufige Besuch der Sonntagsmesse der einzige Bezug zum Glauben ist - aber nicht, weil es nichts anderes gäbe, sondern weil sie kein anderes Angebot "in Anspruch nehmen" außer Taufe, Kommunion, Heirat und Begräbnis.)

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 19:34
von cantus planus
Ja, all das gibt es. Wobei ich da bei pfarrlichen Angeboten vorsichtig wäre. Aber viele der sogn. "Neuen Geistlichen Gemeinschaften" bieten den Leuten genau das.

Nachtrag: Taddeo war schneller.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 19:39
von Bernado
cantus planus hat geschrieben:Ja, all das gibt es. Wobei ich da bei pfarrlichen Angeboten vorsichtig wäre. Aber viele der sogn. "Neuen Geistlichen Gemeinschaften" bieten den Leuten genau das.
Ich denke, man kann sogar sagen, daß die Wirksamkeit dieser neuen Gemeinschaften genau daher kommt, daß sie solche Angebote machen. Warum die meisten Pfarreien selbst da nicht szu bieten haben, ist schwer zu verstehen.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 19:40
von cantus planus
Mir beunruhigt weniger die Tatsache, dass es kaum etwas gibt, denn vielmehr die Qualität der vorhandenen Angebote. Die führen oft noch mehr vom Glauben weg, als das Fehlen solcher Angebote.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 19:56
von Raimund J.
asderrix hat geschrieben:Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Für mich gibts den Kreuzgang!

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 20:05
von cantus planus
Raimund Josef H. hat geschrieben: Für mich gibts den Kreuzgang!
Eine hervorragende Wahl! :doktor:

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 20:15
von Raimund J.
cantus planus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben: Für mich gibts den Kreuzgang!
Eine hervorragende Wahl! :doktor:
Ich habe aber erst sechs Semester hinter mir!

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 21:03
von Maurus
Bernado hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ja, all das gibt es. Wobei ich da bei pfarrlichen Angeboten vorsichtig wäre. Aber viele der sogn. "Neuen Geistlichen Gemeinschaften" bieten den Leuten genau das.
Ich denke, man kann sogar sagen, daß die Wirksamkeit dieser neuen Gemeinschaften genau daher kommt, daß sie solche Angebote machen. Warum die meisten Pfarreien selbst da nicht szu bieten haben, ist schwer zu verstehen.
Die haben mit all den anderen "wichtigen" Aufgaben genug zu tun :roll:.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 21:14
von Niels
Maurus hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ja, all das gibt es. Wobei ich da bei pfarrlichen Angeboten vorsichtig wäre. Aber viele der sogn. "Neuen Geistlichen Gemeinschaften" bieten den Leuten genau das.
Ich denke, man kann sogar sagen, daß die Wirksamkeit dieser neuen Gemeinschaften genau daher kommt, daß sie solche Angebote machen. Warum die meisten Pfarreien selbst da nicht szu bieten haben, ist schwer zu verstehen.
Die haben mit all den anderen "wichtigen" Aufgaben genug zu tun :roll:.
Nämlich der Verwaltung ihres Unterganges... :roll:

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 12. April 2010, 21:43
von Maurus
Niels hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ja, all das gibt es. Wobei ich da bei pfarrlichen Angeboten vorsichtig wäre. Aber viele der sogn. "Neuen Geistlichen Gemeinschaften" bieten den Leuten genau das.
Ich denke, man kann sogar sagen, daß die Wirksamkeit dieser neuen Gemeinschaften genau daher kommt, daß sie solche Angebote machen. Warum die meisten Pfarreien selbst da nicht szu bieten haben, ist schwer zu verstehen.
Die haben mit all den anderen "wichtigen" Aufgaben genug zu tun :roll:.
Nämlich der Verwaltung ihres Unterganges... :roll:
Die verzetteln sich in 5000 Aktionen und haben für das Eigentliche dann keine Zeit mehr. Ich weiß, bei PGR und Liturgie denkt man oft an das schlimmste. Ich finde es aber noch viel gruseliger, wenn das überhaupt kein Thema ist. Es ist doch sehr merkwürdig, wenn Angelegenheiten der Liturgie irgendwo hinter Erwachsenenbildung und Jugendraum diskutiert werden. Und damit meine ich keineswegs irgendwelche liturgische Umsturzversuche, sondern ganz praktische Fragen. Für die Frage, wie man beispielsweise das Hl. Grab schmücken könnte, kann man in meiner Pfarrei keine Menschenseele gewinnen. Die Tischdeko beim Pfarrfest aber kann einem als Unterpunkt auf irgendeiner Ratssitzung begegnen.
Als das Altarmissale in die Jahre gekommen und abgewetzt war, drängte der Pfarrer vom Nachbarort, der hier in meiner Heimatpfarrei der leitende Priester ist auf die Anschaffung eines neuen. Kein Thema für den PGR. Irgendwann haben die Frauen vom Lebendigen Rosenkranz dann eins gestiftet. Für jeden Bockmist wird Geld rausgehauen, aber da wartet man dann auf eine Spende. Dito bei Rauchfässern oder Kerzenleuchtern. Die Liturgie ist etwas, was hierzulande auf dem Nebengleis läuft.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 00:37
von lifestylekatholik
asderrix hat geschrieben:In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
Durch eifrigen Besuch der heiligen Messe und Empfang der heiligen Eucharistie und damit verbunden durch regelmäßige Beichte.

Alles andere ist demgegenüber Nebensache.
asderrix hat geschrieben:- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antworten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Wie die anderen schon geschrieben haben: So etwas gibt es wohl, das sind aber Randphänomene. »Bibelkreise« kenne ich gar nicht, da würde ich auch nicht hingehen, das klingt mir sehr suspekt. Gebetskreise -- hm, man trifft sich regelmäßig zum Rosenkranz, häufig in der Kirche, mitunter auch zu regelmäßigen Andachten (in der Kirche) oder eucharistischer Anbetung. Hauskreise -- es gibt in Gemeinden vielfach so etwas wie Familienkreise, Gruppen von jeweils ein paar Familien, die gemeinsame Freizeiten machen, das Sommerfest der Gemeinde oder Erntedank planen usw. -- Und natürlich den Frühschoppen nach der Messe.

Aber »der Katholik« wird meinem Eindruck nach viel mehr geformt durch:
  1. Messbesuch
  2. Messbesuch
  3. Beichte
  4. Andachten
  5. Messbesuch
  6. Religionsunterricht
  7. Beichte
  8. Messbesuch
  9. Erstkommunionunterricht
  10. Kirchenzeitung
  11. Messbesuch
  12. Firmunterricht
  13. Beichte
  14. Wallfahrt
  15. Kolpingtreffen
  16. Messbesuch
  17. Beichte

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 00:48
von Nassos
Also wenn ich mir die Punkte 1, 2, 5, 8, 11 und 16 anschaue, dann habe ich wohl ein sehr ehrendes Geschenk in 14H bekommen, richtig?

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 10:08
von Bernado
lifestylekatholik hat geschrieben:
Aber »der Katholik« wird meinem Eindruck nach viel mehr geformt durch:
  1. Messbesuch - aha - deshlab fallen immer öfter Messen aus
  2. Messbesuch - oder werden höchst leger gefeiert
  3. Beichte - ham wir praktisch abjeschafft
  4. Andachten - ham wir praktisch abjeschafft
  5. Messbesuch
  6. Religionsunterricht - macht Relilehrer mit großem Häreticum
  7. Beichte - s.o.
  8. Messbesuch - s.o.
  9. Erstkommunionunterricht - macht die Frau vom Ev. Pfarrer, is so nett
  10. Kirchenzeitung - Mitarbeiter ham alle Haereticum
  11. Messbesuch
  12. Firmunterricht - auf'm Fussballplatz
  13. Beichte
  14. Wallfahrt - Was'n das für altmodischer Kram?
  15. Kolpingtreffen - gips tolle Videos
  16. Messbesuch
  17. Beichte

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 22:29
von Nassos
sorry, ich hatte "Messbuch" gelesen. Sorry...

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 22:53
von lifestylekatholik
Nassos hat geschrieben:sorry, ich hatte "Messbuch" gelesen. Sorry...
:kugel: :daumen-rauf:

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Mittwoch 14. April 2010, 01:52
von Joseph
Niels hat geschrieben:Nämlich der Verwaltung ihres Unterganges... :roll:
Mann, Niels, nicht auszudenken wenn ich das geschrieben hätte.....! :pfeif:

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Mittwoch 14. April 2010, 08:55
von ad-fontes
lifestylekatholik hat geschrieben: Aber »der Katholik« wird meinem Eindruck nach viel mehr geformt durch:
  1. Messbesuch
  2. Messbesuch
  3. Beichte
  4. Andachten
  5. Messbesuch
  6. Religionsunterricht
  7. Beichte
  8. Messbesuch
  9. Erstkommunionunterricht
  10. Kirchenzeitung
  11. Messbesuch
  12. Firmunterricht
  13. Beichte
  14. Wallfahrt
  15. Kolpingtreffen
  16. Messbesuch
  17. Beichte
Ohne LSK widersprechen zu wollen, sieht meine (Ideal-)Liste so aus:
  1. Rosenkranz
  2. Stundengebet
  3. private Bibellektüre
  4. Teilnahme an der hl. Messe
  5. Aufsuchen und Verehren hl. Reliquien und Bilder (Wallfahrt/Pilgern)

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Mittwoch 14. April 2010, 13:31
von lifestylekatholik
ad-fontes hat geschrieben:Ohne LSK widersprechen zu wollen, sieht meine (Ideal-)Liste so aus:
In der Tat, das ist kein Widerspruch. Ich habe nicht versucht, eine Ideal-Liste zu erstellen. :)

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 20:20
von overkott
asderrix hat geschrieben:Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Ich möchte noch eine zweite Antwort geben:

Außer Hochamt und Gottesdienst ist auch das Morgengebet für die Begegnung mit dem Auferstandenen in der Woche und im Alltag eine gute Vorbereitung.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 20:40
von Niels
Joseph hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Nämlich der Verwaltung ihres Unterganges... :roll:
Mann, Niels, nicht auszudenken wenn ich das geschrieben hätte.....! :pfeif:
;D

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 20:41
von Petra
overkott hat geschrieben:
asderrix hat geschrieben:Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Ich möchte noch eine zweite Antwort geben:

Außer Hochamt und Gottesdienst ist auch das Morgengebet für die Begegnung mit dem Auferstandenen in der Woche und im Alltag eine gute Vorbereitung.
Bisher wurden in diesem Thread vergessen, dass es neben den Geistlichen Gemeinschaften und "katholischen Vereinen" (z.B. Kolping oder Pfadfinder) auch viele Angebote von Klöstern (Oblaten) oder der übergemeindlichen Erwachsenenbildung gibt. Und wer sich für einen Bibelkreis interessiert (hier hier!), der findet manchmal einen in Nachbarpfarreien. Gebetskreise sind oft in der Nähe der Charismatiker ("Gemeindeerneuerung") und Hauskreise eher selten. In den Kirchen gibt es als wichtigste Gruppe fürs gemeinsame Unterwegssein den Kirchenchor. Dort, bei den Senioren, in Helfergruppen (Besuchsdienste, Kinderkleidungsflohmarkt) und auch auf Pilgerfahrten, Ausflügen oder sonstigen Touren menschelt es stark.
Viele Angebote wie Bibelkreis, Gebetskreis etc. scheitern an der fehlenden Zeit der Jüngeren neben Beruf, Kindern und den anderen Angeboten in der Pfarrei.

Nachtrag: Bei den Gruppen wären noch die "Exerzitien im Alltag" zu ergänzen, meist vor Weihnachten oder Ostern, einige Wochen lang. Zur Ausbildung der Heiligkeit :heiligschein: gibt es sehr viele Medien (Bücher, Internet etc.), da ist der katholische Markt fast unüberschaubar.

Nachtrag 2: Wenn man möchte, kann man zu einem geistlichen Begleiter gehen. Für viele ist das ihr Beichtvater, dem sie über Jahre "treu" bleiben und zu ihren Beichten durchs halbe Bistum fahren. Oder jemand aus den Orden oder gestandene Christen aus der Gemeinde.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 20:41
von Niels
overkott hat geschrieben:
asderrix hat geschrieben:Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Ich möchte noch eine zweite Antwort geben:

Außer Hochamt und Gottesdienst ist auch das Morgengebet für die Begegnung mit dem Auferstandenen in der Woche und im Alltag eine gute Vorbereitung.
Und das Abend- und Nachtgebet.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 21:06
von Petra
Niels hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
asderrix hat geschrieben:Da mein erster Anlauf euch zu verstehen, aus nachvollziehbaren Gründen gewandert ist, hier der 2. Anlauf.
In einem Gespräch fiel der Satz (ich denke Taddeo sagte es):
Die Sonntagsmesse ist ja das einzige wo die Menschen den katholischen Glauben erleben können. (mit meinen Worten wiedergegeben)
Welche Möglichkeit haben die Christen in der rkK, nach der Firmung "ihre Heiligung voran zu treiben".
- gibt es also Bibelkreise, wo man Themen miteinander bespricht, bzw. in der Bibel Antwortten auf aktuelle Themen sucht oder ein ganzes biblisches Buch über einen Zeitraum liest und überlegt was das für die aktuelle Situation bedeutet.
- gibt es Gebetskreise, generationsübergreifend, Jugend, junge Erwachsene, Seniore, Frauen, Männer
- gibt es Hauskreise, wo durch regelmäßige Treffen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das enge Gemeinschaft und Hilfe in Krisen besser ermöglicht.
Ich möchte noch eine zweite Antwort geben:

Außer Hochamt und Gottesdienst ist auch das Morgengebet für die Begegnung mit dem Auferstandenen in der Woche und im Alltag eine gute Vorbereitung.
Und das Abend- und Nachtgebet.
Nur durch das Beten allein geht es aber selten. Man muss schon jemanden kennen in der Kirche, der einen selbst auch mit Namen rufen kann. :ja: Keiner ist allein Christ.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 21:07
von Niels
Petra hat geschrieben:Keiner ist allein Christ.
:daumen-rauf:
Das ist allerdings wahr.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Samstag 17. April 2010, 17:22
von Steffen
Für mich macht Folgendes den kath. Glauben aus:

1. die Sakramente, v.a. Taufe, Eucharistie und Beichte
Taufe = Geburt aus Wasser
Beichte = Neugeburt aus Tränen
Eucharistie = Unterwegs im Leben: das tägliche Brot und das Leben aus der Eucharistie

2. Gebet, für mich v.a. Vater unser und pers. Gebete und Exerzitien

3. Nachdenken über die Lehre, geistliche Lektüre. Ich muss also nciht ständig nur die Bibel auf Zeitfragen befragen, sondern habe hier die ganze Tradition und Geistesgeschihcte, die ich befragen kann. Das ist wohl auch ein Unterschied zu den Evangelikalen: man wertet die Philosophie und Psychologie nicht per se nicht als Erkenntnisquelle, das gehört vielmehr alles bei einem gebildeten Katholiken dazu.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Samstag 17. April 2010, 20:56
von asderrix
Steffen hat geschrieben: Das ist wohl auch ein Unterschied zu den Evangelikalen: man wertet die Philosophie und Psychologie nicht per se nicht als Erkenntnisquelle, das gehört vielmehr alles bei einem gebildeten Katholiken dazu.
Das heißt was?

Ich verstehe auch nicht ansatzweise was du meinen könntest. :hmm: :achselzuck: :hmm: :hae?: :hae?: :achselzuck: :hmm:

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Sonntag 18. April 2010, 12:40
von Steffen
Das bedeutet, dass die Vernunft einen ausgesprochen hohen Stellenwert hat. Man grübelt deswegen auch allgemein viel nach und ist vielseitig interessiert, auch in den Geprächen unter Katholiken. Dort wird eigentlich meist mehr philosophiert als theologisiert, oder man verbindet beides. Man ist stolz, wenn man profunde Kenntnisse der Geistes- und Kulturgeschichte der letzten paar Jahrtausende hat. Man sieht sich sehr stark in einer 2000 Jahre alten Tradition, die das Denken, die Architektur, die Schulen und Universitäten und das Sozialwesen geprägt hat, und die viele verschiedene Formen christlicher Spiritualität hervorgebracht hat.

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 19. April 2010, 07:08
von lifestylekatholik
:achselzuck:

Re: Verstehensfrage die 2.

Verfasst: Montag 19. April 2010, 14:40
von ad-fontes
Steffen hat geschrieben:Das bedeutet, dass die Vernunft einen ausgesprochen hohen Stellenwert hat. Man grübelt deswegen auch allgemein viel nach und ist vielseitig interessiert, auch in den Geprächen unter Katholiken. Dort wird eigentlich meist mehr philosophiert als theologisiert, oder man verbindet beides. Man ist stolz, wenn man profunde Kenntnisse der Geistes- und Kulturgeschichte der letzten paar Jahrtausende hat. Man sieht sich sehr stark in einer 2000 Jahre alten Tradition, die das Denken, die Architektur, die Schulen und Universitäten und das Sozialwesen geprägt hat, und die viele verschiedene Formen christlicher Spiritualität hervorgebracht hat.
Für repräsentativ halte ich das nicht.