Laienpredigt

Allgemein Katholisches.
Asperges1976
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Beitrag von Asperges1976 » Dienstag 18. März 2008, 11:25

In dem begrenzten Rahmen kann man dies akzeptieren. Nur dürfen die Kinder nicht öfter von der Messe in einen paralellen Unterricht "entführt" werden, da ansonsten nicht mehr gelernt wird, die heiligen Geheimnisse auch richtig und würdevoll zu feiern.

michaelis
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Beitrag von michaelis » Dienstag 18. März 2008, 11:43

Ich fasse mal zusammen (immer auf Laien bezogen):

Homilie (Predigt) in der Messe: Nein! :nein:

Einführung, Zeugnis in der Messe mit Verwechlungsgefahr zur Homilie (z.B. wegen Zeitpunkt, Inhalt, Ort [Ambo], fehlender Homilie): Nein! :nein:

Einführung, Zeugnis in der Messe ohne Verwechlungsgefahr zur Homilie: Ja! :ja:

Katechese o.ä. in der Messe mit Verwechlungsgefahr zur Homilie (z.B. wegen Zeitpunkt, Inhalt, Ort [Ambo], fehlender Homilie): Nein! :nein:

Katechese o.ä. in der Messe ohne Verwechlungsgefahr zur Homilie: Fraglich, da in der Instruktion nicht als zulässig erwähnt. :hmm:

Homilie in einem Gottesdienst außer der Messe mit bischöflicher Beauftragung zum Predigtdienst: Ja! :ja:

Homilie in einem Gottesdienst außer der Messe ohne bischöflicher Beauftragung zum Predigtdienst: Nein! :nein:

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Dienstag 18. März 2008, 13:58

michaelis hat geschrieben:Ich fasse mal zusammen (immer auf Laien bezogen):
Danke! :kiss:
michaelis hat geschrieben: Homilie in einem Gottesdienst außer der Messe mit bischöflicher Beauftragung zum Predigtdienst: Ja! :ja:

Homilie in einem Gottesdienst außer der Messe ohne bischöflicher Beauftragung zum Predigtdienst: Nein! :nein:


Lernkontrolle:

Da in der evang.Kirche eine "bischöfliche Beauftragung zum Predigtdienst" im katholischen Sinne nicht üblich ist und ich als Ortspfarrer das "Kanzelrecht" habe, also allein bestimmen darf, wer predigt, war die Predigt jener Frau also vor Gott und den (katholischen) Menschen recht und erlaubt.

Richtig?

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Dienstag 18. März 2008, 14:07

Der Auffassung von michaelis, bezogen auf die katholische Hl. Messe, kann ich mich nur noch anschließen. Mehr ist hierzu nicht zu sagen, da alles sehr deutlich angesprochen wurde.

Von Kinderveranstaltungen, die während des normalen Gottesdienstes in einem separaten Raum stattfinden, die Kinder vom normalen Gottesdienst und vom Priester größtenteils getrennt, halte ich nichts.

Gruß, ad_hoc
Zuletzt geändert von ad_hoc am Dienstag 18. März 2008, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

michaelis
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Beitrag von michaelis » Dienstag 18. März 2008, 14:23

Clemens hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Ich fasse mal zusammen (immer auf Laien bezogen):
Danke! :kiss:
Ich hatte die zwar "Laien" auf die Prediger und nicht auf die Leser bezogen, aber trotzdem:

Danke, Clemens

michaelis
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Beitrag von michaelis » Dienstag 18. März 2008, 14:29

Ach ja, was die "Lernkontrolle" betrifft:

Gottesdienst, aber keine hl. Messe,
bischöfliche Beauftragung nicht üblich,
Beauftragung durch den Pfarrer vorhanden,

ergäbe nach katholischer Auffassung: Predigt zulässig.

Brav, Setzen, Eins
:jump:

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Dienstag 18. März 2008, 14:44

:freude: :freude: :freude: 8)

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Marcus
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Beitrag von Marcus » Mittwoch 19. März 2008, 18:32

asderrix hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Petrus war ein Apostel und der erste Bischof von Rom — eindeutig kein Laie.
Frag mal den Hohen Prister von Jerusalem.

Und, Apostel, ja, Bischof von Rom, echt?

Und nur gut, Pfingsten war nur einmal, was wenn der Heilige Geist plötzlich über einen Laien käme.
Ja, zumindest mit größter Wahrscheinlichkeit. So z. B. erwähnt Clemens von Rom, der tatsächlich Bischof von Rom und ein Apostelschüler war, den Märtyrertod der Apostel Petrus und Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth, allerdings ohne Angabe des Sterbeortes. Ignatius von Antiochien, ebenfalls ein Apostelschüler, schreibt in seinem Römerbrief, dass die römische Gemeinde von Petrus unterrichtet worden sei (vermutlich in Rom). Irenäus von Lyon listet in der Mitte des 2. Jahrhunderts in seiner Schrift „Gegen die Häresie“ ausdrücklich Apostel Petrus als ersten Bischof von Rom auf.

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Marcus
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Beitrag von Marcus » Mittwoch 19. März 2008, 18:35

Clemens hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Ich fasse mal zusammen (immer auf Laien bezogen):
Danke! :kiss:
michaelis hat geschrieben: Homilie in einem Gottesdienst außer der Messe mit bischöflicher Beauftragung zum Predigtdienst: Ja! :ja:

Homilie in einem Gottesdienst außer der Messe ohne bischöflicher Beauftragung zum Predigtdienst: Nein! :nein:


Lernkontrolle:

Da in der evang.Kirche eine "bischöfliche Beauftragung zum Predigtdienst" im katholischen Sinne nicht üblich ist und ich als Ortspfarrer das "Kanzelrecht" habe, also allein bestimmen darf, wer predigt, war die Predigt jener Frau also vor Gott und den (katholischen) Menschen recht und erlaubt.

Richtig?
Und wann darf ich als Nicht-Ordinierter auf Deiner Kanzel eine Predigt halten? :mrgreen:

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Donnerstag 20. März 2008, 10:02

Wann du willst!
Ich brauche wegen der Vielzahl meiner Predigtstellen nahezu jeden Sonntag Aushilfe.
Meld dich halt mal bei mir, wenn Du Ferien in meiner Region machen willst und da ich aus Deinen Beiträgen hier weiß, dass Du wahrscheinlich nicht gerade Schwachsinn reden oder falsche Lehren verbreiten wirst, wärst Du mir u.U. willkommener, als mancher Lektor, den ich meiner Gemeinde sonst so zumuten muss.

Dass Du nicht der Landeskirche angehörst, ist nicht so schlimm, ich habe auch schon mal einen Methodisten als Prediger angeheuert.

Aber die Ausführungsbestimmungen regeln wir besser per PN. :ja:

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Donnerstag 20. März 2008, 10:23

Ich würde auch gerne, aber ich bin mir sicher, daß meine Kirche mir so etwas verbietet.

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Donnerstag 20. März 2008, 10:33

anneke6 hat geschrieben:Ich würde auch gerne, aber ich bin mir sicher, daß meine Kirche mir so etwas verbietet.
:hmm: Ich bin mir da nicht so sicher. Es handelt sich ja nicht um eine Teilnahme am Abendmahl. Es wäre ein mutiges Glaubenszeugnis auf der evangelischen Kanzel zu predigen und zur Bekehrung aufzurufen :mrgreen:

(sorry, Clemens, war nicht ganz so gemeint ;) )
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Donnerstag 20. März 2008, 12:24

Das Problem wäre nicht so sehr, dass mir das unrecht wäre, aber wenn ich das zuließe, wäre meine Stellung hier doch recht stark unterminiert.

Aber da ich neugierig bin, wer sich hinter Anneke in concretu verbirgt darf sie auch ohne zu predigen gerne bei mir vorbeikommen, ein bisschen Arbeit hätte ich auch für sie (polnische Kirchenbucheinträge meiner Ahnen übersetzen :mrgreen: ).

Ist ne schöne Gegend (wo, möchte ich hier aber nicht öffentlich ausbreiten).

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 20. März 2008, 13:09

Clemens hat geschrieben: Ist ne schöne Gegend (wo, möchte ich hier aber nicht öffentlich ausbreiten).
Schön ist immer relativ (IP-Liste wieder zuklapp)... "meine" Gegend wär´s nicht... :kiss: (ich petze nicht, keine Sorge... ) :kiss:

Wäre aber eine spannende ökumenische Geschichte, wenn anneke... :kiss: :mrgreen: :P
Darf ich da kommen? :kiss: :)
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Donnerstag 20. März 2008, 13:38

Bestimmt… :freude:

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Donnerstag 20. März 2008, 13:52

Zu welchem Thema würdest Du denn predigen?
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sofaklecks
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Predigtthema

Beitrag von sofaklecks » Donnerstag 20. März 2008, 14:10

Wie wär's denn mit Lukas 14, 8-11. Für Nichtpfarrerbrauns: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt?

Unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Schuhmode sowie erhabener Bibelvertonungen protestantischer Nuancierung und der von Gott dem schönen Geschlecht verliehenen Privilegierung des Überallzuspätkommendürfens.

sofaklecks

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Beitrag von Raimund J. » Donnerstag 20. März 2008, 14:24

Oder eine Predigt über die Neugier? :D
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anneke6
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Re: Predigtthema

Beitrag von anneke6 » Donnerstag 20. März 2008, 14:29

sofaklecks hat geschrieben:Wie wär's denn mit Lukas 14, 8-11. Für Nichtpfarrerbrauns: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt?

Unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Schuhmode sowie erhabener Bibelvertonungen protestantischer Nuancierung und der von Gott dem schönen Geschlecht verliehenen Privilegierung des Überallzuspätkommendürfens.

sofaklecks
:ja: Das klingt wirklich gut…

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Donnerstag 20. März 2008, 15:16

Ecce Homo hat geschrieben: Schön ist immer relativ (IP-Liste wieder zuklapp)... "meine" Gegend wär´s nicht... :kiss: (ich petze nicht, keine Sorge... ) :kiss:

??? Hab ich irgendwann einmal eine Adresse angegeben?
Weiß ich schon gar nicht mehr! :/

Und falls Du sie wirklich kennst - die Gegend findest Du nicht schön??

Aber bevor ich Euch alle zu Annekes erster Predigt in einer evangelischen Kirche einlade: wie gesagt - ich wage es nicht! In meiner Gemeinde ist eine sehr katholikenfeindliche Haltung leider weit verbreitet.

Da müsste ich doch noch irgendeinen anderen Rahmen und Vorwand finden, um Anneke mal einladen zu können.

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 20. März 2008, 15:52

Clemens hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben: Schön ist immer relativ (IP-Liste wieder zuklapp)... "meine" Gegend wär´s nicht... :kiss: (ich petze nicht, keine Sorge... ) :kiss:

??? Hab ich irgendwann einmal eine Adresse angegeben?
Weiß ich schon gar nicht mehr! :/

Und falls Du sie wirklich kennst - die Gegend findest Du nicht schön??
Nein, du hast nichts gesagt... aber wo ich Mod-Rechte hab´, kann ich die IP-Adresse sehen und nachprüfen, von welcher Gegend das kommt... aber ich verrate nichts... :kiss: [/size]
Clemens hat geschrieben:Aber bevor ich Euch alle zu Annekes erster Predigt in einer evangelischen Kirche einlade: wie gesagt - ich wage es nicht! In meiner Gemeinde ist eine sehr katholikenfeindliche Haltung leider weit verbreitet.

Da müsste ich doch noch irgendeinen anderen Rahmen und Vorwand finden, um Anneke mal einladen zu können.
Aber dann lade bitte einige Leute ein - wie wäre es für deine katholikenfeindliche Gemeinde mit einem Wochenend-Seminar: "Christliche Nächstenliebe vs Vorurteile"? :kiss:
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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Donnerstag 20. März 2008, 16:32

Ooch…ich war schon dabei, meinen Koffer zu packen…
High-Heels, Mundspray, Rosenkränze zum Verteilen… :mrgreen:

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Donnerstag 20. März 2008, 18:33

Nee, Ecce, mir schwebt irgendwas in der Richtung "Katholisch und trotzdem fromm" oder so vor.

Aber wenn Du, Anneke, Rosenkränze verteilst, werde ich hinterher (oder sofort) mit denen gekränzigt (oder wie nennt man das analog zur Steinigung?)!

Highheels empfehle ich nicht, eher Wanderstiefel (und ausreichend Proviant, du hast nämlich eine lange Fahrt vor dir). ;)

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Linus
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Beitrag von Linus » Donnerstag 20. März 2008, 21:11

Ecce Homo hat geschrieben:Wie sollte der "streng geregelte Rahmen" dann aussehen für dich?
:hmm:
Vorm Essen den Kindern und vorm Schlafengehen und zwar durch die Eltern.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Beitrag von Linus » Donnerstag 20. März 2008, 21:14

Clemens hat geschrieben: Darf eine Frau nun im Wortgottesdienst predigen, oder nicht?
Wie wird "das Weib schweige in der Gemeinde" katholisch gehandhabt?
In der Gemeinde schweigt sie - oder darf - in der ordentlichen Form - die Lesung vortragen.

Daheim Allerdings hat sie unumschränkte Verkündigergewalt: da Predigt sie dem Manne, und vor allem: den Kindern.
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Beitrag von Linus » Donnerstag 20. März 2008, 21:17

cantus planus hat geschrieben:Stimmt. Mittlerweile verhunzen scheppernde und krähende Stimmchen von über siebzigjährigen Damen die Mehrheit aller Kirchenchöre. :nein:
Hör auf, sonst krieg ich einen Lachanfall - weil ich an den "Vereinigten Kirchenchor der Kalasantiner und Lazaristen" denken muß. Der ist so schlimm- der hat sogar exorzistische Wirkung. :D
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Marcus
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Beitrag von Marcus » Freitag 21. März 2008, 15:45

Clemens hat geschrieben:Wann du willst!
Ich brauche wegen der Vielzahl meiner Predigtstellen nahezu jeden Sonntag Aushilfe.
Meld dich halt mal bei mir, wenn Du Ferien in meiner Region machen willst und da ich aus Deinen Beiträgen hier weiß, dass Du wahrscheinlich nicht gerade Schwachsinn reden oder falsche Lehren verbreiten wirst, wärst Du mir u.U. willkommener, als mancher Lektor, den ich meiner Gemeinde sonst so zumuten muss.

Dass Du nicht der Landeskirche angehörst, ist nicht so schlimm, ich habe auch schon mal einen Methodisten als Prediger angeheuert.

Aber die Ausführungsbestimmungen regeln wir besser per PN. :ja:
Das ehrt mich ja richtig, dass Du mich als „Aushilfsprediger“ auf Deiner Kanzel predigen lassen würdest, obwohl meine Frage eigentlich nicht ernst gemeint war. Das wäre für mich zwar durchaus interessant und in natürlich auch eine Herausforderung. Ich fürchte allerdings, dass mehrere sachliche Gründe dagegen sprechen:

1. Besteht zwischen der SELK und den Landeskirchen keine Abendmahls- und Kirchengemeinschaft. Eine Kanzelgemeinschaft besteht ebenfalls nicht.

2. Habe ich keine theologische Ausbildung, ja noch nicht einmal ein Lektorenseminar absolviert.

3. Kennen mich die Glieder Deiner Gemeinde nicht und würde mich wahrscheinlich auch nicht ernstnehmen.

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Beitrag von Clemens » Freitag 21. März 2008, 16:48

3. ist kein Problem, das sind die gewöhnt.

2. haben manche meiner sonstigen "Hilfsprediger" auch nicht.

1. Kanzelgemeinschaft bedeutet doch m.W., dass meine Kirche umgekehrt dasselbe auch von Deiner fordern könnte.
Das will die SELK natürlich nicht.

Aber wenn ich privat meine Kanzel an Dich "ausleihe", stört das wohl nicht meine Kirchenleitung und Deine kann eigentlich auch nicht gut etwas dagegen haben, wenn die Aktion einseitig bleibt.

Aber zu meiner großen Freude und Erleichterung, ist es mir letzte Woche gelungen, meinen Predigtplan bis Weihnachten voll zu kriegen.
D.h.: dringenden Bedarf habe ich vorerst tatsächlich nicht.

;D

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Samstag 12. April 2008, 22:23

Hatten wir das hier schon mal?
8 Schritte zur KirchenVolksPredigt
(sind auch in der Handreichung zur KirchenVolksPredigt enthalten)

1. Welche Personen bzw. Gruppen ergreifen die Initiative für die Durchführung der KirchenVolksPredigt in Ihrer Gemeinde? Erfahrungsgemäß ist es einfacher, die Vorbereitung nicht alleine, sondern in einem kleinen Kreis anzugehen.

2. Sprechen Sie den Pfarrer, den Pfarrgemeinderat bzw. den Liturgieausschuß Ihrer Gemeinde auf die KirchenVolksPredigt an.

3. Zu welchem Text wollen Sie predigen? Die Leseordnung des Tages finden Sie im Schott-Messbuch (www.erzabtei-beuron.de/schott/index.php). Sie können den dortigen Originaltext verwenden. Oder Sie nehmen eine andere Bibelübersetzung wie zum Beispiel die „Bibel in gerechter Sprache“ (www.bibel-in-gerechter-sprache.de). Sie sollten auch überlegen, welche weiteren Gottesdienstelemente Sie auf die KirchenVolksPredigt hin gestalten können (Lieder, Fürbitten...).

4. Welche Frau / welcher Mann aus der Gemeinde wird predigen? Es sind aber auch andere Formen möglich, z.B. in Form einer Dialogpredigt, oder als Predigtgespräch unter Einbeziehung der Gemeinde ...?

5. Die KirchenVolksPredigt erhebt nicht den Anspruch einer theologischen Auslegung von Bibeltexten (das sollten die besser können, die Theologie studiert haben), sondern sie ist Ausdruck der Verkündigung persönlicher Glaubenserfahrungen. Sie kann die Verkündigung um Aspekte bereichern, bei der das KirchenVolk eine besondere Kompetenz besitzt, wie Fragen von Ehe und Partnerschaft, Kindererziehung, Generationenkonflikte, Berufserfahrungen usw.

6. Wenn es geht, planen Sie im Anschluss an den Gottesdienst ein Predigtnachgespräch ein und vertiefen Sie den Austausch über eigene Glaubenserfahrungen anhand der KirchenVolksPredigt.

7. Werten Sie Ihre Erfahrungen aus: innerhalb der Vorbereitungsgruppe und gerne auch in einem kurzen Bericht an die Bewegung »Wir sind Kirche«.

8. Wir möchten Sie ermutigen, auch in Zukunft immer wieder einmal KirchenVolks Predigten zu halten. Entwickeln Sie aus den guten Erfahrungen heraus neue, lebendige Formen der Verkündigung. Entdecken Sie die großen Chancen für einen lebendigeren Glauben der gesamten Gemeinde, die in der Gestaltung wichtiger Elemente der Meßfeier stecken.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier die Priester nicht wirklich zählen... :nein:
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Beitrag von holzi » Sonntag 13. April 2008, 11:59

Ecce Homo hat geschrieben:Hatten wir das hier schon mal?
8 Schritte zur KirchenVolksPredigt
(sind auch in der Handreichung zur KirchenVolksPredigt enthalten)
...
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier die Priester nicht wirklich zählen... :nein:
Laaangweilig! Wann bringen die endlich was neues?
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Beitrag von Benedictus » Sonntag 13. April 2008, 13:05

Also bei uns ist es mittlerweile so, dass die Laienpredigt im Tarnmäntelchen Gang und Gäbe geworden ist.

Mittlerweile hat sich bei uns das Pastoralreferentinnentum zu einer wahren Seuche entwickelt und wir haben in unserer Gemeinde mehr davon, als gut täte. Selbstverständlich wollen die Damen auch regelmäßig den "Predigtdienst" verrichten. Dies geschieht dann regelmäßig in der Form, dass man den Gläubigen die Laienpredigt als "Statio" verkauft, die direkt im Anschluss an die Begrüßung durch den Priester erfolgt. De Facto ist es allerdings doch eine Predigt, denn der Priester verzichtet dafür seinerseits auf die Predigt nach dem Evangelium. - Meiner Meinung nach ein typisch deutsches Phänomen: Es gibt klare Regelungen und Handlungsanweisungen der Kirche und an der Basis macht man sich sofort Gedanken, wie man diese Regelungen am effektivsten umgehen kann.

Aufregen bringt nichts, dann ist man sofort ein Vorkonziliarer, der den studierten Theologinnen das Recht auf Predigt verwehren will. Ob die Priester in unserer Gemeinde damit wirklich glücklich sind, weiß ich nicht. Ich denke aber, sie haben bald gar keine andere Wahl, wenn sie nicht als reaktionär gelten wollen. sauer:

Gruss, Benedictus :
"Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war, die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn nicht" Verbal Kint: Die üblichen Verdächtigen

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Beitrag von Nueva » Sonntag 13. April 2008, 14:14

Echt? So schlimm?
Bei uns sitzen die Pastoralassisteninnen lieber gleich im Ordinariat, als wie in einer Pfarrgemeinde. Dieses Feld überlassen sie lieber ihren männlichen Kollegen, den Pastoralassistenen.

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