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Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 17:58
von cantus planus
Ich weiss zwar, dass wir im Kirchensteuerthread und andernorts schon mehrfach über das Thema "Kirchenaustritt" diskutiert haben. Gerade kam mir aber dieser Artikel vor die Flinte. Jene Aussagen des Erzbischofs Schick irritieren mich sehr:
Einen Katholiken, der sich mit dem Gedanken trägt, auszutreten, bittet er, drei Punkte zu bedenken: “Ich würde ihn erstens bitten, sich zu erinnern an Erstkommunion, Firmung, gegebenenfalls Eheschließung, gute Predigten und Gottesdienste, Religionsunterricht, Gespräche mit einem Seelsorger. Wer sich an gute Erfahrungen in seiner Kirche erinnert, der bleibt, auch wenn er derzeit Schwierigkeiten mit seiner Kirche hat.

Zweitens würde ich ihn bitten, daran zu denken, was die Kirche alles Gutes für die Gesellschaft tut. Durch Predigt und Gottesdienst gibt sie den Menschen Vertrauen und Hoffnung. Sie vermittelt Werte wie Treue, Verlässlichkeit, Solidarität, Versöhnung und Hilfsbereitschaft. Durch die kirchlichen Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime sowie die vielen caritativen Einrichtungen trägt sie entscheidend zum Wohl der Gesellschaft bei.

Drittens würde ich raten, sich am kirchlichen Leben zu beteiligen und die eigenen Vorstellungen einzubringen, zum Beispiel im Pfarrgemeinderat, in der Kirchenverwaltung, in einer ehrenamtlichen Tätigkeit.”
Es fällt mir gerade etwas schwer, in meinem Entsetzen nicht ausfallend zu werden. Ist das alles, was einem Erzbischof heute noch einfällt, wenn es um die Frage nach der Heilsnotwendigkeit der Kirche geht? Sind Solidarität, positive Gedanken und Aktionismus (um es einmal mit meinen Worten etwas platt auf den Punkt zu bringen) alles, was von den Gläubigen heute noch erwartet wird? Oder umgekehrt, wenn ich diese Auflistung anschaue: was bekommen die Gläubigen denn dann eigentlich für ihre Kirchenmitgliedschaft, was sie andernorts nicht auch finden würden?

Ich bin einfach nur sprachlos. Bevor ein Erzbischof so etwas von sich gibt, wäre es wirklich besser, er hielte einfach den Mund. Wenn es aber wirklich nur noch darum geht, kann man zum Austritt nur noch dringend raten. Die Kirche Christi müsste dann logischerweise irgendwo anders zu suchen sein.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 18:41
von Bernado
cantus planus hat geschrieben:Ist das alles, was einem Erzbischof heute noch einfällt, wenn es um die Frage nach der Heilsnotwendigkeit der Kirche geht? Sind Solidarität, positive Gedanken und Aktionismus (um es einmal mit meinen Worten etwas platt auf den Punkt zu bringen) alles, was von den Gläubigen heute noch erwartet wird? Oder umgekehrt, wenn ich diese Auflistung anschaue: was bekommen die Gläubigen denn dann eigentlich für ihre Kirchenmitgliedschaft, was sie andernorts nicht auch finden würden?
Ich war ebenso entsetzt, als ich das las - wenn ich auch die drei Punkte vielleicht anders zusammenfassen würde. Vor allem der erste hat es mir angetan: Ein Appell an die Sentimentalität. Aber der genausogut in eine Gewerkschaftszeitung passende Solidaritätsaufruf ist auch nicht schlecht, und dann das schön gutbürgerlich demokratische "Mittun - Mitverantwortung übernehmen". Brrr.

Bei genauerem Hinschauen sieht man, das es sich hier nicht um eine persönliche Ansicht von Erzbischof Schick handelt, sondern um eine gut gelungene Zusammenfassung des im letzten Jahr veröffentlichten Grundsatzdokuments der Bischofskonferenz: Berufen zur Caritas. Mehr hat dieser absterbende Ast der Kirche nicht zu bieten.

Austreten würde ich trotzdem nicht für den richtigen Weg halten. Stattdessen sollten wir intensiver darüber nachdenken, wie man sich ohne Austritt der Kirchensteuer für diesen Verein entziehen kann. Ebenfalls nachdenken sollte man darüber, inwieweit die von Anglicanorum Coetibus skizzierten Ordinariatsstrukturen auch für andere Situationen brauchbar sind. Der Ausbruch schwerer Auseinandersetzungen steht bevor, und der Papst hat schon das eine oder andere Instrument bereitgelegt, mit dem da etwas zu machen sein dürfte.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 18:56
von Maurus
Die Aussagen wundern mich nicht. Eschatologie interessiert offenbar niemanden mehr. Rechtfertigungslehren interessieren nicht mehr, wichtig ist allein der Gemeinschaftsgedanke, daher verstehen ja auch viele die Blokaden bei der Ökumene nicht.

Der Erzbischof weiß sicher, warum man in der Kirche sein sollte, aber er wird Angst haben, dass diese Argumente niemanden überzeugen würden. Ich befürchte, dass diese Angst nicht unbegründet ist.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 19:07
von Edi
Es stellt sich doch da auch die Frage: Wer will denn aus der Kirche austreten? Meist sind es doch nur Taufscheinchristen, die mit Heilsfragen ohnhin nichts anfangen können und jetzt vielleicht auch durch die Mißbräuche enttäuscht sind und das zum Vorwand nehmen auszutreten.

Auf solche Menschen, die m.E. derzeit die Mehrheit der Kirchenmitglieder ausmachen und wie sie auch im ZdK haufenweise sitzen kann die Kirche eigentlich verzichten, denn sie schaden ihr nur, auch wenn sie noch Kirchensteuer zahlen und die ganze vielfach unnütze Betriebsamkeit aufrecht erhalten.

Nichts gegen soziale und caritative Bemühungen, aber das können auch andere, so sehr es auch zur Kirche gehören mag. Das Wichtigste ist doch, dass wir das ewige Heil erlangen. Warum hört man davon von den Bischöfen fast nichts? Haben sie es selber zu wenig oder gar nicht begriffen und sind beim Sozial- und Solidaritätsjesus stehen geblieben?

Andere treten gleich gar nicht in die Kirche ein, weil sie die vielen gottlosen Umtriebe, die sich in der Kirche massiv breit gemacht haben, nicht auch noch fördern wollen. Man fördert ja mit seinem Kirchensteuern nicht nur das, was zu fördern nötig ist, sondern vielfach auch noch die ganzen Bosheiten der innerkirchlichen Glaubensgegner wie die von Pfarrer Broch und vielen, vielen andere mehr.

So ein Bischof sollte sich mal Zeit nehmen in einem katholischen Forum wie kreuzgang.org zu lesen. Das (gläubige) Kirchenvolk durchschaut doch diese Herren.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 19:22
von Thomas_de_Austria
Sind Solidarität, positive Gedanken und Aktionismus (um es einmal mit meinen Worten etwas platt auf den Punkt zu bringen) alles, was von den Gläubigen heute noch erwartet wird?
Na ja bitte, wenn einem, wenn man mit einem Priester (auch aus der Seminarleitung) über eine mögliche Berufung spricht, quasi das Aufgabenfeld eines Sozialarbeiters und "streetworkers" vorgestellt bekommt, und man, nachdem man auf die Frage, weswegen man Priester werden will, ungefähr so etwas geantwortet hat, wie "Wegen des Dienstes an Gott und Seiner Kirche, vor allem über die heilige Messfeier und der Vermittlung des Heils durch die Sakramente, sowie die Unterweisung des Gottesvolkes im Glauben", nur regelrecht betroffen angesehen und zurückgefragt wird: "Ja aber warum??", dann weiß man eigentlich eh schon alles.

Es ist eigentlich ein Wunder, wenn man unter derartigen Umständen nicht völlig verzweifelt ...

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 20:43
von anneke6
Klingt für mich mehr nach Sentimentalität als nach Liebe zur Kirche.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 20:55
von obsculta
Wie kann man denn bitte aus der "Kirche austreten"???

Das ist doch kein Verein!

Man kann an ihr zweifeln,verzweifeln,sie sonstwohin wünschen..
Aber austreten???

Wie soll das denn gehen?

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 20:56
von cantus planus
obsculta hat geschrieben:Wie kann man denn bitte aus der "Kirche austreten"???

Das ist doch kein Verein!

Man kann an ihr zweifeln,verzweifeln,sie sonstwohin wünschen..
Aber austreten???

Wie soll das denn gehen?
Nun ja. Hier ist natürlich nur der steuerrechtliche Austritt aus der Körperschaft gemeint. Natürlich kann man gar nicht wirklich aus der Kirche austreten. Umso peinlicher, was der Herr Erzbischof dort von sich gibt. :|

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 21:15
von Thomas_de_Austria
anneke6 hat geschrieben:Klingt für mich mehr nach Sentimentalität als nach Liebe zur Kirche.
:hae?:

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 21:16
von cantus planus
Das bezog sich auf die Aussagen des Erzbischofs, nicht auf deinen Beitrag. :blinker:

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 21:19
von Thomas_de_Austria
cantus planus hat geschrieben:Das bezog sich auf die Aussagen des Erzbischofs, nicht auf deinen Beitrag. :blinker:
Ah, mhm, deswegen ... Dachte mir schon, wenn das Sentimentalität ist, was ist dann die Aussage des Erzbischofs ...

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 21:28
von Berolinensis
cantus planus hat geschrieben:
obsculta hat geschrieben:Wie kann man denn bitte aus der "Kirche austreten"???

Das ist doch kein Verein!

Man kann an ihr zweifeln,verzweifeln,sie sonstwohin wünschen..
Aber austreten???

Wie soll das denn gehen?
Nun ja. Hier ist natürlich nur der steuerrechtliche Austritt aus der Körperschaft gemeint. Natürlich kann man gar nicht wirklich aus der Kirche austreten. Umso peinlicher, was der Herr Erzbischof dort von sich gibt. :|
Das hört man immer wieder, ist aber nur bedingt richtig. Natürlich gibt es kein "Austrittsverfahren", ich kann mich aber sehr wohl vom Leib Christi trennen. Wir hatten das auch schonmal (offensichtlich ohne große Nachwirkungen ;D ) irgendwo diskutiert, und Gamaliel hatte entsprechende Passagen aus den einschlägigen Lehrbüchern gepostet.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Dienstag 24. August 2010, 21:40
von ad-fontes
cantus planus hat geschrieben:Umso peinlicher, was der Herr Erzbischof dort von sich gibt. :|
Schick spricht, was sich schickt: die Sprache dieser Welt.

:traurigtaps:

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Mittwoch 25. August 2010, 00:39
von mtoto
Der Gedanke aus der Kirche auszutreten, betrifft nicht nur "Karteileichen".
Auch im tiefsten Glauben können einem seelische Verletzungen und die Erfahrung von "totem" Gottesdienst so zu setzen, daß der Kirchenaustritt sich fast aufdrängt.
Was von diesem Schritt abhält sind definitiv nicht die schönen Erinnerungen, auch nicht die caritativen Werke und auch das eigene Engagement ist keine Lösung.
Was mich in der Kirche hält, ist meine Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus. Und in dieser Beziehung durfte ich auch erkennen, dass der Austrittsgedanke eine Versuchung war. Die Kirche bleibt SEINE Kirche, und manchmal ist man in ihr allein auf dem eigenen Glaubensweg.

LG mtoto

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Mittwoch 25. August 2010, 00:46
von anneke6
Thomas_de_Austria hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Das bezog sich auf die Aussagen des Erzbischofs, nicht auf deinen Beitrag. :blinker:
Ah, mhm, deswegen ... Dachte mir schon, wenn das Sentimentalität ist, was ist dann die Aussage des Erzbischofs ...
In der Tat, ich meinte das, was der Erzbischof gesagt hat.

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Mittwoch 25. August 2010, 02:11
von ad_hoc
Je mehr ein Mensch sich mit Leib und Seele der Welt hingibt, um so mehr entfernt er sich von Gott. Wie soll Gott in einem Menschen einwirken können, der sich ihm zunehmend entzieht und für die Gnade Gottes mehr und mehr unempfänglich wird!
Um wieviel größer sind die Auswirkungen bei einem Priester oder einem Bischof, denen die Menschen scheinbar wichtiger sind als Gott und die darüber ihre eigentliche Berufung, den Menschen zu Gott hin zu führen, vernachlässigen oder ganz vergessen.

Gruß, ad_hoc

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Samstag 4. September 2010, 00:35
von Stilus
mtoto hat geschrieben:Der Gedanke aus der Kirche auszutreten, betrifft nicht nur "Karteileichen".
Auch im tiefsten Glauben können einem seelische Verletzungen und die Erfahrung von "totem" Gottesdienst so zu setzen, daß der Kirchenaustritt sich fast aufdrängt.
Was von diesem Schritt abhält sind definitiv nicht die schönen Erinnerungen, auch nicht die caritativen Werke und auch das eigene Engagement ist keine Lösung.
Was mich in der Kirche hält, ist meine Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus. Und in dieser Beziehung durfte ich auch erkennen, dass der Austrittsgedanke eine Versuchung war. Die Kirche bleibt SEINE Kirche, und manchmal ist man in ihr allein auf dem eigenen Glaubensweg.

LG mtoto
Das ist sehr schön formuliert! Bei mir war es ähnlich und doch anders:

Anders -> Es war kein toter Gottesdienst (Leierliturgie ist mir ein Graus - schlimmer als ein Meßopfer mittels gebrochenem Fladen- oder vorgeschnittenem Vollkornbrotes!) Wirklich zum Zweifeln brachte mich der HH'er Katholikentag -wohin ich damals flüchtete um Kraft zu schöpfen- mit dem Linksdrall durch Gruppen wie "Kirche von Unten" (was für ein infernales Motto! :auweia: ) oder "kath.Priester und ihre Frauen".Denn ich bin mit ganz wenig Geld und ganz großen Hoffnungen hingetrampt und war entsetzt wie protest---antisch das ganze doch [Punkt] Den Weg zwischen einem menschennahen, ja jesualen, Christentum und sinnlicher Feierlichkeit habe ich dort nicht gefunden...
Also zugegeben ich brauchte zuvor ein paar Winke mit der ganzen Grenzschutzanlage, um zurück zur Kirche zu kommen.


Ähnlich -> "manchmal ist man alleine auf dem eigenen Glaubensweg" - dem muß ich zustimmen! Auch wenn das Gefühl da ist, daß es SEINE KIrche ist, so gab es bei mir Phasen menschlicher Verlorenheit inmitten einer Kirchengemeinde (in der man sich engagierte) und als man krank wurde, meldete sich niemand mehr - ein 3/4tel Jahr lang! In einem Gespräch habe ich das dem Pfarrer dargelegt und begründet warum ich nun durch Berlin pilgern werde und habe, als er verstand, daß ich mich unangenommen fühle, einen sehr guten Wink zu einer anderen Gemeinde bekommen und hat mich, trotz Aufgabe meines Lektorenamtes, eingeladen ab&an vorbeizukommen zur (Abend-)Messe.

Eine Osternacht mit "Mucke aus den 80ern" war selbst meiner Schönsten zu wenig feierlich und somit fand ich mich auf meiner Suche in St. Hedwig ein.

Man muß sich ja hier in Berlin viel verteidigen für seinen Glauben und ich bin nie "ausgetreten". Immer wenn mir Ausgetretene das nahelegten und gegen die KIrche wetterten, habe ich nur spitz mal gefragt, ob sie die selbe Summe Geldes -die sie nun zu 50% (Einkommenssteuererklärung!) einsparen- an eine andere caritative Organisation ihrer freien Wahl als Dauerauftrag überwiesen?

(Ihr ahnt [Punkt])

Keiner hat das je getan, es ging bei keinem um zuwenig Geld - sie wollten immer mehr haben als sie ohnehin schon hatten...

Nun mich hielt davon die Erneuerung meines Taufversprechens ab und die Liedzeilen:

Fest soll mein Taufbund immer stehn,
Ich will die Kirche hören!
Sie soll mich allzeit gläubig sehn
Und folgsam ihren Lehren!
Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad'
Zur wahren Kirch' berufen hat,
Nie will ich von ihr weichen
!

Dem bösen Feind und seiner Pracht
Gelob' ich zu entsagen;
Verachte seine ganze Macht,
Will lieber Leid ertragen.
Ich fliehe alle Werke sein,
Sie endigen mit Höllenpein,
Bereiten ew'ge Qualen.


Die rechten Wege wandle ich,
Solang ich leb' auf Erden
.
Getreuer Gott, beschütze mich
Und laß mich selig werden!
O mach mich ähnlich Deinem Sohn,
Daß ich erhalte meinen Lohn
Im Himmel einst auf ewig!


Ach ja ...die erste Strophe singe ich automatisch so, weil ich sie so gelernt habe - und ernte dafür ab&an böse Blicke :daumen-runter:


So gut ich konnte hbe ich mich daran gehalten - aber wer glauben will muß zweifeln dürfen, denn wer fällt wird aufgehoben und ich mußte mehr als einmal in meinem Leben komplett neu aufstehen und hatte selten helfende Hände aus der Kirche, erst als alles zusammenbrch waren Freunde da - Ortspfarrer, ehm. Internatsdirektor und Neffe meiner Patentante (alle Mrsg.)...



:hmm: in der Retrospective ist es ein Wunder der Erkenntnis aus der Eucharistischen Anbetung in HH, daß ich hier bin und nicht ausgetreten...

Stilus

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Samstag 4. September 2010, 08:19
von asderrix
Edi hat geschrieben:Es stellt sich doch da auch die Frage: Wer will denn aus der Kirche austreten? Meist sind es doch nur Taufscheinchristen, die mit Heilsfragen ohnhin nichts anfangen können und jetzt vielleicht auch durch die Mißbräuche enttäuscht sind und das zum Vorwand nehmen auszutreten.
Ich behaupte, für diese Leute ist es sogar gut, wenn sie aus der Kirche austreten, weil sie nie drin waren!
Sicher sind das die Meisten, ich möchte aber nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass eine nicht geringe Zahl von Christen aus der Kirche austreten, weil sie eine Diskrepanz zwischen Kirchenlehre und Willen Gottes sehen. (ich weiß das das der kath. Bereich ist, finde aber dass es der Vollständigkeit halber gesagt werden muss)

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Samstag 4. September 2010, 10:09
von lifestylekatholik
asderrix hat geschrieben:Ich behaupte, für diese Leute ist es sogar gut, wenn sie aus der Kirche austreten, weil sie nie drin waren!
Mit der Taufe sind sie drin, aber das müssen wir hier nicht vertiefen.
asderrix hat geschrieben:ch möchte aber nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass eine nicht geringe Zahl von Christen aus der Kirche austreten, weil sie eine Diskrepanz zwischen Kirchenlehre und Willen Gottes sehen.
Das ist sicherlich richtig. Allerdings stellen sie da ihre eigenen schwachen und so leicht beeinflussbaren Reflexionen über die von Gott geleitete Kirche: ein abstruses Unterfangen!

Re: Ansichten zum Kirchenaustritt

Verfasst: Montag 6. September 2010, 16:49
von Stilus
lifestylekatholik hat geschrieben:
asderrix hat geschrieben:Ich behaupte, für diese Leute ist es sogar gut, wenn sie aus der Kirche austreten, weil sie nie drin waren!
Mit der Taufe sind sie drin, aber das müssen wir hier nicht vertiefen.
asderrix hat geschrieben:ch möchte aber nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass eine nicht geringe Zahl von Christen aus der Kirche austreten, weil sie eine Diskrepanz zwischen Kirchenlehre und Willen Gottes sehen.

Das ist sicherlich richtig. Allerdings stellen sie da ihre eigenen schwachen und so leicht beeinflussbaren Reflexionen über die von Gott geleitete Kirche: ein abstruses Unterfangen!


Semel catholicus, semper catholicus!

...unser Problem ist aber die Gewissnsentscheidung des einzelnen Katholiken bedarf einen riesiegen Masse an Fachwissen, um die Entscheidungen aus Rom zu begreifen und oftmals wird die gute Intention Roms nicht gesehen, weil man in kurzen (ethnozentrischen) Bahnen denkt und nicht auf die Weltkirche schaut.,. da wird dann schnell nach links auf die EKD verwiesen und ausgetreten,weil's ja Geld spart, aber nicht konvertier