Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

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Ralf
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Ralf » Montag 4. November 2019, 14:26

Lauralarissa hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:55
Das ist eine offene Kriegserklärung an Papst Franziskus und an die ganze Synode - und damit der Beginn der Spaltung.
Kriegserklärung, soso. Wie war das mit der Verwendung gewalttätiger Sprache oder gilt das nur dann, wenn "die andere Seite" sie benutz?

Geht's auch weniger martialisch?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Lauralarissa
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lauralarissa » Montag 4. November 2019, 14:36

Ralf hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:26
Geht's auch weniger martialisch?

Sehr gerne! Ich sehe in der Aktion einen Angriff auf die Synode und sie zeigt für mich in klarster Weise, dass die Spaltung bereits da ist. Es scheint eine Gruppe/ Strömung (oder wie man es auch immer nennen mag) zu geben, die Papst Franziskus abspricht, sein Pontifikat im Sinne des Evangeliums auszuüben und ihm - in unterschiedlicher Form - Häresie vorwirft. Das macht mir große Sorgen!

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taddeo
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von taddeo » Montag 4. November 2019, 14:45

Lauralarissa hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:36
Ralf hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:26
Geht's auch weniger martialisch?

Sehr gerne! Ich sehe in der Aktion einen Angriff auf die Synode und sie zeigt für mich in klarster Weise, dass die Spaltung bereits da ist. Es scheint eine Gruppe/ Strömung (oder wie man es auch immer nennen mag) zu geben, die Papst Franziskus abspricht, sein Pontifikat im Sinne des Evangeliums auszuüben und ihm - in unterschiedlicher Form - Häresie vorwirft. Das macht mir große Sorgen!

Laura
Schau mal, Frau Kollegin: Was du da sagst, kann man ganz genauso mit umgekehrten Vorzeichen schreiben.
"Ich sehe in der Synode einen Angriff auf die Lehre und Disziplin der Kirche und sie zeigt für mich in klarster Weise, dass die Spaltung bereits da ist."

Und ebenso macht es vielen Gläubigen "große Sorgen", WIE der Papst sein Amt ausübt, ohne daß sie ihm deswegen gleich Häresie vorwerfen würden. Soweit muß man gar nicht gehen, um bei diesem Pontifikat Bauchschmerzen zu bekommen.

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lauralarissa » Montag 4. November 2019, 14:57

taddeo hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:45

Schau mal, Frau Kollegin: Was du da sagst, kann man ganz genauso mit umgekehrten Vorzeichen schreiben.
"Ich sehe in der Synode einen Angriff auf die Lehre und Disziplin der Kirche und sie zeigt für mich in klarster Weise, dass die Spaltung bereits da ist."
Danke! Das ist wirklich mal ein konstruktiver Beitrag (meine ich ernst!).
Könntest du die These noch konkret begründen?
taddeo hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:45
Und ebenso macht es vielen Gläubigen "große Sorgen", WIE der Papst sein Amt ausübt, ohne daß sie ihm deswegen gleich Häresie vorwerfen würden. Soweit muß man gar nicht gehen, um bei diesem Pontifikat Bauchschmerzen zu bekommen.
Und könntest du bitte ebenfalls die Ursache der Bauchschmerzen erläutern?

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Edi » Montag 4. November 2019, 15:13

Lauralarissa hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:36
Ralf hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:26
Geht's auch weniger martialisch?

Sehr gerne! Ich sehe in der Aktion einen Angriff auf die Synode und sie zeigt für mich in klarster Weise, dass die Spaltung bereits da ist. Es scheint eine Gruppe/ Strömung (oder wie man es auch immer nennen mag) zu geben, die Papst Franziskus abspricht, sein Pontifikat im Sinne des Evangeliums auszuüben und ihm - in unterschiedlicher Form - Häresie vorwirft. Das macht mir große Sorgen!

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Der Papst macht Religionsvermischung, was man schon an seinem Video vor über einem Jahr gesehen hat, als er andere Religionen gleichwertig darstellen liess. Man braucht kein Theologe sein, um das zu merken. Die Synoden wurde doch von ihm manipuliert, auch das merken gewisse "Theologen" nicht. Wir brauchen auch keine heidnischen Symbole in der Kirche. Entweder ist man christozentrisch oder eben nicht.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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Benedikt
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Benedikt » Montag 4. November 2019, 15:16

Mir macht am meisten Sorge, daß er keine Orientierung, sondern Verwirrung stiftet. Es ist ein tägliches Hü und Hott. Wenn man das Bild einer Schafherde gebrauchen will, so ist Papst Franziskus ein Hirte, der seine Herde erst auf karge Berge führt, dann auf satte Wiesen, dann in reißende Flüße.
Er stellt sich nicht hin und sagt: "Liebe Kirche, lasst uns mal über den Zölibat reden. Funktioniert der heutzutage noch in der bisherigen Form?" Stattdessen Ränkespiele, Gezerre und seltsame Gesten.

Ich bin da emotional auch schon fast komplett ausgestiegen, zumal sich das auch massiv vor Ort auswirkt, weil es fast nur noch Predigten gibt, die so seicht sind, daß ich regelmäßig einschlafe.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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taddeo
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von taddeo » Montag 4. November 2019, 15:20

Lauralarissa hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:57
taddeo hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:45

Schau mal, Frau Kollegin: Was du da sagst, kann man ganz genauso mit umgekehrten Vorzeichen schreiben.
"Ich sehe in der Synode einen Angriff auf die Lehre und Disziplin der Kirche und sie zeigt für mich in klarster Weise, dass die Spaltung bereits da ist."
Danke! Das ist wirklich mal ein konstruktiver Beitrag (meine ich ernst!).
Könntest du die These noch konkret begründen?
Naja, Begründungen dafür konnte man im Umfeld der Synode reihenweise lesen, und wenn man nur die Äußerungen der Kardinäle Müller und Brandmüller als Beispiel heranzieht.
taddeo hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 14:45
Und ebenso macht es vielen Gläubigen "große Sorgen", WIE der Papst sein Amt ausübt, ohne daß sie ihm deswegen gleich Häresie vorwerfen würden. Soweit muß man gar nicht gehen, um bei diesem Pontifikat Bauchschmerzen zu bekommen.
Und könntest du bitte ebenfalls die Ursache der Bauchschmerzen erläutern?

Laura
Auch da muß man nur die Art der Amtsausübung seit 2013 betrachten, die selbst nach Ansicht von Leuten, die wesentlich mehr Insiderkenntnisse haben als ich, teilweise an Despotismus grenzt. Es gab wahrscheinlich seit dem Tridentinum keinen Papst, der so autoritär regierte, wie der aktuelle. Das paßt jedenfalls nicht zu dem öffentlich kolportierten Bild vom "bescheidenen Papst der Armen". In seiner Amtsführung ist Franziskus ein absolutistischer Monarch erster Güte, der nach dem Motto regiert "potuit ergo fecit".

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Siard
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Siard » Montag 4. November 2019, 15:25

taddeo hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 15:20
In seiner Amtsführung ist Franziskus ein absolutistischer Monarch erster Güte, der nach dem Motto regiert "potuit ergo fecit".
Jene Monarchen nahmen aber ihre Pflichten ernster, als dieser.

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ar26 » Montag 4. November 2019, 17:25

Benedikt hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 15:16
Mir macht am meisten Sorge, daß er keine Orientierung, sondern Verwirrung stiftet. Es ist ein tägliches Hü und Hott. Wenn man das Bild einer Schafherde gebrauchen will, so ist Papst Franziskus ein Hirte, der seine Herde erst auf karge Berge führt, dann auf satte Wiesen, dann in reißende Flüße.
Er stellt sich nicht hin und sagt: "Liebe Kirche, lasst uns mal über den Zölibat reden. Funktioniert der heutzutage noch in der bisherigen Form?" Stattdessen Ränkespiele, Gezerre und seltsame Gesten.

Ich bin da emotional auch schon fast komplett ausgestiegen, zumal sich das auch massiv vor Ort auswirkt, weil es fast nur noch Predigten gibt, die so seicht sind, daß ich regelmäßig einschlafe.
www.missa-tridentina-leipzig.de Der Zelebrant ist mMn einer des besten Prediger vor Ort. Obwohl er eine äußerst unaufgeregte Art hat, ist er sehr pointiert.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lycobates » Montag 4. November 2019, 23:11

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:58
Das gibt hier in der Erzdiözese sicher noch Theater
Klar, der Erlauchte Hofnarr von der Wollzeile wird sich wohl noch zu einer Wortmeldung bemüßigt fühlen.
Pfui Teufel!
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Juergen » Dienstag 5. November 2019, 00:23

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:58
Das gibt hier in der Erzdiözese sicher noch Theater
Bild
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

CIC_Fan
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 5. November 2019, 09:16

Lycobates hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 23:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:58
Das gibt hier in der Erzdiözese sicher noch Theater
Klar, der Erlauchte Hofnarr von der Wollzeile wird sich wohl noch zu einer Wortmeldung bemüßigt fühlen.
Pfui Teufel!
es könnte nicht nur bei der Wortmeldung bleiben

CIC_Fan
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 5. November 2019, 10:09


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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lycobates » Dienstag 5. November 2019, 12:05

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 10:09
der Kardinal reagiert sehr scharf
https://www.die-tagespost.de/kirche-akt ... 874,202754
Dem Fr. O.P. sind offensichtlich jegliche moralische Bezugspunkte längst abhanden gekommen.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lauralarissa » Dienstag 5. November 2019, 12:06

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 09:16
Lycobates hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 23:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:58
Das gibt hier in der Erzdiözese sicher noch Theater
Klar, der Erlauchte Hofnarr von der Wollzeile wird sich wohl noch zu einer Wortmeldung bemüßigt fühlen.
Pfui Teufel!
es könnte nicht nur bei der Wortmeldung bleiben
Was zu hoffen ist ...

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lycobates » Dienstag 5. November 2019, 12:14

Wer Französisch liest, kommt bei Frau Smits auf seine Kosten:
https://leblogdejeannesmits.blogspot.co ... ander.html

Die katholische Journalistin hat auf ihrem Blog ein interessantes Hintergrundgespräch mit Alexander Tschugguel veröffentlicht.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Ralf » Dienstag 5. November 2019, 12:53

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 10:09
der Kardinal reagiert sehr scharf
https://www.die-tagespost.de/kirche-akt ... 874,202754
Auch dieser Bischof, gar Kardinal, erwähnt den Anbetungsritus nicht, der die Figuren erst zu Götzen machte. Warum wohl?
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lycobates » Dienstag 5. November 2019, 13:01

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 12:53
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 10:09
der Kardinal reagiert sehr scharf
https://www.die-tagespost.de/kirche-akt ... 874,202754
Auch dieser Bischof, gar Kardinal, erwähnt den Anbetungsritus nicht, der die Figuren erst zu Götzen machte. Warum wohl?
Tja, warum wohl?
:hmm:
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Benedikt
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Benedikt » Dienstag 5. November 2019, 13:03

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 12:53
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 10:09
der Kardinal reagiert sehr scharf
https://www.die-tagespost.de/kirche-akt ... 874,202754
Auch dieser Bischof, gar Kardinal, erwähnt den Anbetungsritus nicht, der die Figuren erst zu Götzen machte. Warum wohl?
Für den Anbetungsritus können die Statuen aber nichts. Im Missionsmuseum von St. Ottilien (1896 eingerichtet) findet sich ähnliches. Dort wären die zwei Statuen gut aufgehoben gewesen. Auch im "Museo Missionario-Etnologico" der vatikanischen Museen wäre sicher noch eine Vitrine frei gewesen.
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Siard
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Siard » Dienstag 5. November 2019, 13:15

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 13:03
Für den Anbetungsritus können die Statuen aber nichts. Im Missionsmuseum von St. Ottilien (1896 eingerichtet) findet sich ähnliches. Dort wären die zwei Statuen gut aufgehoben gewesen. Auch im "Museo Missionario-Etnologico" der vatikanischen Museen wäre sicher noch eine Vitrine frei gewesen.
Das setzt allerdings voraus, daß es sich nicht um speziell für diese Veranstaltung geschaffene Objekte handelt.

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Ralf » Dienstag 5. November 2019, 13:26

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 13:03
Für den Anbetungsritus können die Statuen aber nichts.
Das stimmt. Das Goldene Kalb konnte auch nichts dafür.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lycobates » Dienstag 5. November 2019, 14:55

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 13:26
Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 13:03
Für den Anbetungsritus können die Statuen aber nichts.
Das stimmt. Das Goldene Kalb konnte auch nichts dafür.


Das arme Tier! :kugel:

(Man faßt sich an den Kopf wegen solch moralischer Abstumpfung, aber gut, das wäre dann wohl, mit den Worten taddeos, der „geistlichen Umnachtung“ zuzuschreiben, die bei einigen „so weit fortgeschritten ist, daß sie das Unrecht gar nicht mehr wahrnehmen können”, wobei wir die Antwort auf die Frage, ob dies subjektiv schuldhaft ist, oder nicht, einem hoffentlich Mitis Judex überlassen wollen. De internis Ecclesia non iudicat, und wir auch nicht.
Was aber keineswegs bedeutet, daß wir nicht mit genügend moralischer Gewißheit unser non possumus und unser nullam partem habemus sprechen dürfen und müssen!)
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Ralf » Dienstag 5. November 2019, 15:32

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 14:55
Was aber keineswegs bedeutet, daß wir nicht mit genügend moralischer Gewißheit unser non possumus und unser nullam partem habemus sprechen dürfen und müssen!)
Nun bin ich kein Traditionalist oder gar Sedisvakantist (keine Ahnung wo Du Dich einordnest), doch ich gebe Dir hier Recht. Die Nichtzusammenarbeit ist ein Kernelement gewaltlosen Widerstandes. Letztlich geht es darum, daß wir hoffen, daß der Gegenüber, der nicht unser Feind ist, zur Einsicht seines Fehlverhaltens kommt. Deswegen ist das Gebet für diese Gegenüber unabhängig vom Rang auch nötiger denn je.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lycobates » Dienstag 5. November 2019, 15:44

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 15:32
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 14:55
Was aber keineswegs bedeutet, daß wir nicht mit genügend moralischer Gewißheit unser non possumus und unser nullam partem habemus sprechen dürfen und müssen!)
Nun bin ich kein Traditionalist oder gar Sedisvakantist (keine Ahnung wo Du Dich einordnest), doch ich gebe Dir hier Recht. Die Nichtzusammenarbeit ist ein Kernelement gewaltlosen Widerstandes. Letztlich geht es darum, daß wir hoffen, daß der Gegenüber, der nicht unser Feind ist, zur Einsicht seines Fehlverhaltens kommt. Deswegen ist das Gebet für diese Gegenüber unabhängig vom Rang auch nötiger denn je.
Absolute Zustimmung was das Gebet für unsere Gegenüber betrifft!
Das ist ja auch seit eh und je gut katholische Praxis.

(Wie ich mich einordne, dürfte aus meiner Signatur klar sein.
Über längere Zeit habe ich, wegen einer diesbezüglichen Bemerkung Blaise Pascals vom 9.3.2017, meine Signatur im Refektorium, seinerzeit dem Reiche taddeos, ausgeschaltet, da ich der Meinung war und bin, daß ich zwar meine Einstellung auch ohne Signatur in genügender Klarheit äußere, aber ein scandalum pusillorum womöglich vermieden werden sollte.
Nun aber bin ich seit ein paar Wochen zu dem Schluß gekommen, daß das Scandalum Bergoglio ungleich größer ist, als die schlichte Mitteilung, daß man "una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus" betet, je sein könnte.
:huhu: )
Zuletzt geändert von Lycobates am Dienstag 5. November 2019, 16:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von taddeo » Dienstag 5. November 2019, 16:07

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 14:55
Mitis Judex
:panisch: :panisch: :panisch:




:ikb_stretcher:

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Protasius » Dienstag 5. November 2019, 17:19

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 16:07
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 14:55
Mitis Judex
:panisch: :panisch: :panisch:




:ikb_stretcher:
Müßt ihr Kanonisten auch immer gleich ans Eherecht denken? :pfeif:
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von taddeo » Dienstag 5. November 2019, 17:34

Protasius hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 17:19
taddeo hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 16:07
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 14:55
Mitis Judex
:panisch: :panisch: :panisch:




:ikb_stretcher:
Müßt ihr Kanonisten auch immer gleich ans Eherecht denken? :pfeif:
Dieser Terminus ist für jeden, der schon mal aktiv an einem Ehegericht gearbeitet hat, ein Trauma. :bedrippelt:

Juergen
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Juergen » Dienstag 5. November 2019, 17:35

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 09:16
es könnte nicht nur bei der Wortmeldung bleiben
Was soll denn sonst noch passieren? :achselzuck:
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ar26 » Dienstag 5. November 2019, 19:11

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 09:16
Lycobates hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 23:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:58
Das gibt hier in der Erzdiözese sicher noch Theater
Klar, der Erlauchte Hofnarr von der Wollzeile wird sich wohl noch zu einer Wortmeldung bemüßigt fühlen.
Pfui Teufel!
es könnte nicht nur bei der Wortmeldung bleiben
Wir sind gespannt. Ein Strafverfahren Italiens gegen Tschugguel wegen Diebstahls einer geringwertigen Sache? :freude:
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Edi » Dienstag 5. November 2019, 19:47

ar26 hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 19:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 09:16
Lycobates hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 23:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 10:58
Das gibt hier in der Erzdiözese sicher noch Theater
Klar, der Erlauchte Hofnarr von der Wollzeile wird sich wohl noch zu einer Wortmeldung bemüßigt fühlen.
Pfui Teufel!
es könnte nicht nur bei der Wortmeldung bleiben
Wir sind gespannt. Ein Strafverfahren Italiens gegen Tschugguel wegen Diebstahls einer geringwertigen Sache? :freude:
War das überhaupt ein Diebstahl? Der Mann hat das Gelumpe ja nur entsorgt, zurück zur Natur.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ar26 » Dienstag 5. November 2019, 21:08

Nach deutschem Recht wär's das. Er wollte den Eigentümer dauerhaft enteignen. Das reicht selbst dann, wenn er es sich nur zeitweise zueignen wollte.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

Lauralarissa
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Re: Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Lauralarissa » Dienstag 5. November 2019, 21:57

ar26 hat geschrieben:
Dienstag 5. November 2019, 21:08
Nach deutschem Recht wär's das. Er wollte den Eigentümer dauerhaft enteignen. Das reicht selbst dann, wenn er es sich nur zeitweise zueignen wollte.
Echt ziemlich eindeutig.
Ich darf auch den SUV des Nachbarn nicht zerstören, selbst wenn ich zurecht der Meinung bin, dass er die Umwelt zu stark belastet. Der Zweck heiligt zum Glück nicht die Mittel. Und auch religiöse (Wahn)-Vorstellungen entbinden nicht von der Pflicht, Recht und Ordnung zu respektieren.

Laura

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