Ich will einfach nur katholisch sein...
Verfasst: Montag 28. November 2011, 12:44
Angeregt durch den mittlerweile geschlossenen "Papisten"-Strang sehe ich mich zu folgenden Aussagen veranlasst, um nicht zu sagen "genötigt":
Wir glauben (Ich glaube) an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht von Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tag auferstanden
nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben (Ich glaube) an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten.
Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
Außerdem gilt für mich folgendes:
1. Ich glaube, dass Papst Benedikt XVI gültiger Papst ist und auch die direkten Vorgängerpäpste gültige Päpste waren. Ich bin sogar ausgesprochen dankbar dafür, dass wir den jetzigen Papst [Punkt]
2. Das ist aber nicht im Widerspruch dazu, dass ich insbesondere viele Dinge aus dem Pontifikat von Johannes Paul II als kritikwürdig (um nicht zu sagen glaubensschädlich) erachte.
3. Ich halte den Novus Ordo selbstverständlich für gültig. Allerdings leide ich immens unter dem Problem, dass man heutzutage fast nirgendwo hingehen kann (bei mir in der weitläufigen Gegend tatsächlich nirgendwo(!)) und dann wirklich eine ordentliche 100prozentig rubrikengetreue missbrauchsfreie NOM-Messfeier erhält.
Wo wird am Sonntag z. B. überhaupt noch ein vollwertiges Credo gesprochen?! Selbst gestern an einem Marienwallfahrtsort(!) wieder nur ein dreizeiliges Credolied (darüber hab ich mich früher schon ständig im Kölner Dom geärgert)...
4. Ich halte den außerordentlichen Ritus eindeutig für die bessere Variante, in erster Linie weil dieser wenig bis keinen Raum für irgendwelche Eigenmächtigkeiten bietet.
5. Nichtsdestotrotz halte ich die Sache mit den zwei Formen des einen Ritus für unglücklich und hoffe, dass es irgendwann die sogenannte "Reform der Reform" geben wird. Ich hoffe auf einen Ritus, der das Gute aus dem "alten Ritus" bewahrt und schützt und nur gesunde glaubensfördernde Anpassungen dessen vornimmt.
6. Ich freue mich darüber, dass es in der katholischen Kirche Selige und Heilige gibt. Es gibt derer so viele, dass sich für jeden der passende Lieblingsheilige finden lässt, der einem zu einem guten Vorbild im Glauben und Fürsprecher bei Gott werden kann.
Selbiges gilt für mich auch für die offiziell anerkannten Marienwallfahrtsorte und Erscheinungen. Diese sind ein zusätzliches Angebot, um uns in unserem Glauben zu stärken. Aber sie verpflichten nicht.
7. Ich glaube natürlich daran, dass die katholische Kirche nicht untergehen kann und wird. Bei aller Frustration und Depression, die man heutzutage in bezug auf die Kirche haben kann, glaube und hoffe ich treu an bzw. auf das Wort des Herrn.
8. Jedwede Spaltung innerhalb der Kirche empfinde ich als Schmerz und Wunde am Leib Christi und hoffe auf ihre vollständige Heilung.
9. Ich freue mich auch über gültige katholische Hl. Messen bei der FSSPX. Sie sind ein zusätzliches Angebot, für das ich dankbar bin, auch wenn ich keineswegs jede Veröffentlichung unterschreibe. Mehr gibt es dazu für mich nicht zu sagen. Alles weitere schadet nur.
10. Ich würde mir wünschen, dass wir Katholiken uns in heutigen Zeiten mehr auf das besinnen, was uns eint, als auf das, was uns selbst noch untereinander trennt. Ich bin gänzlich gegen diese ganzen Schubladen wie "Tradi", "Neokonservative", "Medjugorianer", "Papisten" etc. pp.
Wie sollen wir für die Nicht-Katholiken anziehend wirken, wenn wir uns schon gegenseitig ständig unseren Glauben absprechen und irgendwelcher Häresien beschuldigen? In dieser säkularen Welt müssen wir künden von der Hoffnung, die uns trägt. Wir sind so reich, denn wir haben den wahrhaftigen Gott in jeder katholischen Kirche, spürbar, erfahrbar, "essbar"... Er ist wirklich und wahrhaftig anwesend, nicht nur als Bild oder Symbol, nicht nur gedeutet über eine Gemeinschaftszugehörigkeit. Nein, Er vereint sich mit uns auf eine absolut unglaubliche Art und Weise, die jeden menschlichen Verstand übersteigt. Er schenkt sich uns hin, liefert sich uns aus... und erwartet doch nur, dass wir Ihn dankbar und gläubig in uns aufnehmen.
Es gäbe sicherlich noch vieles zu sagen, aber ich belasse es dabei.
Ich bin vor acht Jahren konvertiert, weil mich Gott in Seiner großen Güte und Allmacht auf diesen Weg geführt hat. Dafür bin ich dankbar, trotz aller Unzulänglichkeiten, mit denen man immer wieder konfrontiert ist.
Doch das Wichtigste war und ist und bleibt für mich die Hl. Eucharistie, Gott in der kleinen Hostie, dieses unvorstellbare Wunder, das es zu lieben und zu schützen gilt.
Deo [Punkt]
Wir glauben (Ich glaube) an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht von Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tag auferstanden
nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben (Ich glaube) an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten.
Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
Außerdem gilt für mich folgendes:
1. Ich glaube, dass Papst Benedikt XVI gültiger Papst ist und auch die direkten Vorgängerpäpste gültige Päpste waren. Ich bin sogar ausgesprochen dankbar dafür, dass wir den jetzigen Papst [Punkt]
2. Das ist aber nicht im Widerspruch dazu, dass ich insbesondere viele Dinge aus dem Pontifikat von Johannes Paul II als kritikwürdig (um nicht zu sagen glaubensschädlich) erachte.
3. Ich halte den Novus Ordo selbstverständlich für gültig. Allerdings leide ich immens unter dem Problem, dass man heutzutage fast nirgendwo hingehen kann (bei mir in der weitläufigen Gegend tatsächlich nirgendwo(!)) und dann wirklich eine ordentliche 100prozentig rubrikengetreue missbrauchsfreie NOM-Messfeier erhält.
Wo wird am Sonntag z. B. überhaupt noch ein vollwertiges Credo gesprochen?! Selbst gestern an einem Marienwallfahrtsort(!) wieder nur ein dreizeiliges Credolied (darüber hab ich mich früher schon ständig im Kölner Dom geärgert)...
4. Ich halte den außerordentlichen Ritus eindeutig für die bessere Variante, in erster Linie weil dieser wenig bis keinen Raum für irgendwelche Eigenmächtigkeiten bietet.
5. Nichtsdestotrotz halte ich die Sache mit den zwei Formen des einen Ritus für unglücklich und hoffe, dass es irgendwann die sogenannte "Reform der Reform" geben wird. Ich hoffe auf einen Ritus, der das Gute aus dem "alten Ritus" bewahrt und schützt und nur gesunde glaubensfördernde Anpassungen dessen vornimmt.
6. Ich freue mich darüber, dass es in der katholischen Kirche Selige und Heilige gibt. Es gibt derer so viele, dass sich für jeden der passende Lieblingsheilige finden lässt, der einem zu einem guten Vorbild im Glauben und Fürsprecher bei Gott werden kann.
Selbiges gilt für mich auch für die offiziell anerkannten Marienwallfahrtsorte und Erscheinungen. Diese sind ein zusätzliches Angebot, um uns in unserem Glauben zu stärken. Aber sie verpflichten nicht.
7. Ich glaube natürlich daran, dass die katholische Kirche nicht untergehen kann und wird. Bei aller Frustration und Depression, die man heutzutage in bezug auf die Kirche haben kann, glaube und hoffe ich treu an bzw. auf das Wort des Herrn.
8. Jedwede Spaltung innerhalb der Kirche empfinde ich als Schmerz und Wunde am Leib Christi und hoffe auf ihre vollständige Heilung.
9. Ich freue mich auch über gültige katholische Hl. Messen bei der FSSPX. Sie sind ein zusätzliches Angebot, für das ich dankbar bin, auch wenn ich keineswegs jede Veröffentlichung unterschreibe. Mehr gibt es dazu für mich nicht zu sagen. Alles weitere schadet nur.
10. Ich würde mir wünschen, dass wir Katholiken uns in heutigen Zeiten mehr auf das besinnen, was uns eint, als auf das, was uns selbst noch untereinander trennt. Ich bin gänzlich gegen diese ganzen Schubladen wie "Tradi", "Neokonservative", "Medjugorianer", "Papisten" etc. pp.
Wie sollen wir für die Nicht-Katholiken anziehend wirken, wenn wir uns schon gegenseitig ständig unseren Glauben absprechen und irgendwelcher Häresien beschuldigen? In dieser säkularen Welt müssen wir künden von der Hoffnung, die uns trägt. Wir sind so reich, denn wir haben den wahrhaftigen Gott in jeder katholischen Kirche, spürbar, erfahrbar, "essbar"... Er ist wirklich und wahrhaftig anwesend, nicht nur als Bild oder Symbol, nicht nur gedeutet über eine Gemeinschaftszugehörigkeit. Nein, Er vereint sich mit uns auf eine absolut unglaubliche Art und Weise, die jeden menschlichen Verstand übersteigt. Er schenkt sich uns hin, liefert sich uns aus... und erwartet doch nur, dass wir Ihn dankbar und gläubig in uns aufnehmen.
Es gäbe sicherlich noch vieles zu sagen, aber ich belasse es dabei.
Ich bin vor acht Jahren konvertiert, weil mich Gott in Seiner großen Güte und Allmacht auf diesen Weg geführt hat. Dafür bin ich dankbar, trotz aller Unzulänglichkeiten, mit denen man immer wieder konfrontiert ist.
Doch das Wichtigste war und ist und bleibt für mich die Hl. Eucharistie, Gott in der kleinen Hostie, dieses unvorstellbare Wunder, das es zu lieben und zu schützen gilt.
Deo [Punkt]