"Die Kirche und das liebe Geld"

Allgemein Katholisches.
Petrus
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Re: Inwieweit ist die Liturgiereform gelungen?

Beitrag von Petrus » Mittwoch 7. August 2019, 10:11

Ottone hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 23:48
Der Gideonbund hat als Non-Profit-Organisation seit 1899 nach eigenen Angaben weltweit mehr als 2 Milliarden Bibeln in die Schubladen der Nachtschränkchen der Hotels verteilt.
ich kenne das.

kleine Ergänzung: das sind keine komplette Bibeln. Das ist nur das neue Testament mit Psalmen.

(meine Meinung: Das "Alte" Testament gehört dazu. Zu einer Bibel.)

Peter.

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HeGe
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Freitag 4. Oktober 2019, 14:17

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Tinius
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Re: Inwieweit ist die Liturgiereform gelungen?

Beitrag von Tinius » Sonntag 6. Oktober 2019, 10:08

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. August 2019, 10:11
Ottone hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 23:48
Der Gideonbund hat als Non-Profit-Organisation seit 1899 nach eigenen Angaben weltweit mehr als 2 Milliarden Bibeln in die Schubladen der Nachtschränkchen der Hotels verteilt.
ich kenne das.

kleine Ergänzung: das sind keine komplette Bibeln. Das ist nur das neue Testament mit Psalmen.

(meine Meinung: Das "Alte" Testament gehört dazu. Zu einer Bibel.)

Peter.
Bei dieser Aktion aus gutem Grunde eben nicht.

Petrus
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Re: Inwieweit ist die Liturgiereform gelungen?

Beitrag von Petrus » Sonntag 6. Oktober 2019, 20:06

Tinius hat geschrieben:
Sonntag 6. Oktober 2019, 10:08
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. August 2019, 10:11
Ottone hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 23:48
Der Gideonbund hat als Non-Profit-Organisation seit 1899 nach eigenen Angaben weltweit mehr als 2 Milliarden Bibeln in die Schubladen der Nachtschränkchen der Hotels verteilt.
ich kenne das.

kleine Ergänzung: das sind keine komplette Bibeln. Das ist nur das neue Testament mit Psalmen.

(meine Meinung: Das "Alte" Testament gehört dazu. Zu einer Bibel.)

Peter.
Bei dieser Aktion aus gutem Grunde eben nicht.
Da hast Du recht.

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bamboo
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von bamboo » Sonntag 13. Oktober 2019, 16:29

Wem als gläubigen Christen die römisch-katholische Kirche mit ihrem "System" (inkl. Kirchensteuer usw.) nicht passt, hat ja immernoch die Möglichkeit in eine Freikirche o.ä. einzutreten. Schließlich sind ja auch so, durch Abspaltungen von der römischen Kirche, die protestantischen Kirchen entstanden. Nur eins muß auch jedem klar sein: Wer einer Gemeinschaft betritt (und sei es auch nur ein Verein) hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Und gerade dieser letzte Punkt wird heutzutage in unserer Gesellschaft bei jeder passenden Gelegenheit ausgeklammert.
Ehre, wem Ehre gebührt

Juergen
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen » Sonntag 13. Oktober 2019, 17:26

Hallo Umu! Auch wieder da. :huhu:
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Sonntag 13. Oktober 2019, 17:41

bamboo hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 16:29
(inkl. Kirchensteuer usw.)
Die Kirchensteuer gehört nicht zum "System" der römisch-katholische Kirche.

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holzi
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von holzi » Sonntag 13. Oktober 2019, 19:47

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 17:26
Hallo Umu! Auch wieder da. :huhu:
Ich glaube nicht.
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

Juergen
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen » Donnerstag 31. Oktober 2019, 14:49

Zeitungsmeldungen:
20 Prozent mehr jedes Jahr als Reaktion auf Mitgliederschwund – Mit Kommentar
Erzbistum Paderborn investiert massiv in Kitas

Paderborn (WB). Mit mehr Geld und Personal für seine Kindertagesstätten will das Erzbistum Paderborn angesichts des fortschreitenden Mitgliederrückgangs seine Zukunft sichern.

Im vergangenen Jahr wurden 45,8 Millionen Euro inverstiert – fast doppelt so viel wie 2017. »Orte, an denen sich Wachstum im Glauben vollzieht, sind unter anderem die katholischen Kindertagesstätten«, heißt es im Finanzbericht für 2018, den Generalvikar Alfons Hardt und der Hauptabteilungsleiter Finanzen, Dirk Wummel, am Mittwoch vorgestellt haben.
Kommentar zum Erzbistum und seinen Kitas
Richtige Strategie

Das Erzbistum Paderborn will »im Glauben wachsen«. So lautet das Motto seines Finanzberichts. Das Wachsen ist qualitativ, nicht quantitativ gemeint.
Westfalenblatt-Printausgabe
…Die deutsche Hilfsorganisation »Sea Eye«, die Flüchtlinge im Mittelmeer rettet, bekommt 200.000 Euro für ihre Arbeit. Als das Erzbistum zum ersten Mal Geld für die Seenotrettung gab, fand das nicht jeder Gläubige gut.
…aber wenn wir denen oft genug Geld geben, wird sich die Skepsis schon lege.


Erzbistum-paderborn.de
Erzbistum Paderborn veröffentlicht Finanzbericht 2018

Finanzbericht 2018 veröffentlicht: Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau geht an Kirchengemeinden, Caritas und Kindertagesstätten / Kitas sind wichtige soziale Zentren und pastorale Orte

Das Erzbistum Paderborn hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2018 vorgestellt: Auch im Berichtsjahr 2018 hat die Erzdiözese ein stabiles Ergebnis erzielt. Mittelfristig erwartet Generalvikar Alfons Hardt aber Veränderungen durch Demografie, Kirchenaustritte und Konjunkturentwicklung. „Auf zurückgehende Erträge werden wir reagieren müssen. Zugleich arbeiten wir an der Umsetzung des Zukunftsbildes für das Erzbistum. Bewährtes werden wir bewahren, manche Themen aber in veränderten räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen denken müssen. Wir werden neue Ideen erproben, wie wir den seelsorgerischen und spirituellen Bedürfnissen der Menschen in unserer Zeit entgegenkommen.“
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

CIC_Fan
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 1. November 2019, 07:49

Kirchen unterliegen trotz Selbstbestimmungsrecht der Umsatzsteuerprüfung
https://www.evangelisch.de/inhalte/1619 ... ungsrechts

Ralf
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Ralf » Freitag 1. November 2019, 09:36

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 07:49
Kirchen unterliegen trotz Selbstbestimmungsrecht der Umsatzsteuerprüfung
https://www.evangelisch.de/inhalte/1619 ... ungsrechts
Sehr gut. Es wird Zeit, daß die Kirche ihre Privilegien verliert.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Freitag 1. November 2019, 10:33

Ralf hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 09:36
CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 07:49
Kirchen unterliegen trotz Selbstbestimmungsrecht der Umsatzsteuerprüfung
https://www.evangelisch.de/inhalte/1619 ... ungsrechts
Sehr gut. Es wird Zeit, daß die Kirche ihre Privilegien verliert.
Dann hoffen wir mal, daß dies auch bei anderen Körperschaften ö. R. so angewandt wird. :unbeteiligttu:

Ralf
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Ralf » Freitag 1. November 2019, 22:22

Das wird es. Und auch wenn nicht, wäre es egal.

Im Artikel steht ja, daß der Einspruch sich auf kirchliche Sonderrechte bezog. Diese sollten ein Ende haben.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Freitag 1. November 2019, 22:53

Ralf hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:22
Und auch wenn nicht, wäre es egal.
Nein.
Ralf hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:22
Im Artikel steht ja, daß der Einspruch sich auf kirchliche Sonderrechte bezog.
Woher nimmst Du das?

Ralf
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Ralf » Samstag 2. November 2019, 10:44

Siard hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:53
Ralf hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:22
Und auch wenn nicht, wäre es egal.
Nein.
Ralf hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:22
Im Artikel steht ja, daß der Einspruch sich auf kirchliche Sonderrechte bezog.
Woher nimmst Du das?
Doch, es wäre egal. Die Kirche entspricht dem Auftrag ihres Stifters am ehesten, wenn sie ungerecht behandelt wird.

Und zum zweiten: Artikel lesen hilft:
Diese hielt die umfassende Prüfung für unzulässig und berief sich auf das im Grundgesetz verankerte kirchliche Selbstbestimmungsrecht.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Samstag 2. November 2019, 15:23

Ralf hat geschrieben:
Samstag 2. November 2019, 10:44
Siard hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:53
Ralf hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 22:22
Und auch wenn nicht, wäre es egal.
Nein.
Für einen Rechtsstaat wäre es nicht egal, aber davon entfernt man sich in einem gewissen "Staat" immer weiter.
Ralf hat geschrieben:
Samstag 2. November 2019, 10:44
Und zum zweiten: Artikel lesen hilft:
Diese hielt die umfassende Prüfung für unzulässig und berief sich auf das im Grundgesetz verankerte kirchliche Selbstbestimmungsrecht.
Genau, lesen hilft! Da hast Du recht.

Sich in der B.R.D. auch das sog. Grundgesetz zu berufen ist ja auch idiotisch, jeder (der denkt) weiß, daß es nicht mehr gilt.

Ralf
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Ralf » Samstag 2. November 2019, 16:37

Doch, es gilt nachwievor, sogar mehr denn je. Denn seit dem 03.10.1990 hat es den Status einer Verfassung (siehe Präambel des GG). Oder kennst Du eine andere?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Juergen
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen » Donnerstag 14. November 2019, 16:59

Geld satt vorhanden!
Problem mit Obdachlosen: Erzbistum verweist auf Schutz vor mutwilliger Beschädigung
Gitter am Paradiesportal löst Debatte aus

Die Neugestaltung von Paradiesvorhalle und -pforte sowie Roter Pforte des Domes kostet nach Angaben des Erzbistums 714.000 Euro. Darin enthalten ist der barrierefreie Zugang zum Dom, die Rampen, die Automatisierung der Portaltüren am Paradiesportal, die neuen gläsernen Windfänge, die digitalen Schaukästen und eben auch der Vandalismusschutz durch das jetzt angebrachte Gitter.
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Donnerstag 14. November 2019, 23:17

Ralf hat geschrieben:
Samstag 2. November 2019, 16:37
Doch, es gilt nachwievor, sogar mehr denn je. Denn seit dem 03.10.1990 hat es den Status einer Verfassung (siehe Präambel des GG). Oder kennst Du eine andere?
Die Regierung hält sich nur manchmal nicht daran.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 15. November 2019, 10:41

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 14. November 2019, 23:17
Ralf hat geschrieben:
Samstag 2. November 2019, 16:37
Doch, es gilt nachwievor, sogar mehr denn je. Denn seit dem 03.10.1990 hat es den Status einer Verfassung (siehe Präambel des GG). Oder kennst Du eine andere?
Die Regierung hält sich nur manchmal nicht daran.
eine Verfassung an die Regierung sich manchmal nicht halten ist keine Verfassung? oder was meinst du

Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Samstag 23. November 2019, 13:09

Innerhalb einer Woche sind zwei Mitglieder der Finanzaufsicht des Vatikans zurückgetreten:

Rückschlag für Franziskus? – Was es mit den Rücktritten bei der Finanzaufsicht des Vatikans auf sich hat

Besonders bitter:
Wenn die AIF (=Finanzaufsicht des Vatikans] nicht mehr handlungsfähig sei, sei auch der letzte Versuch gescheitert, den internationalen Kontrollinstitutionen Garantien für Transparenz zu bieten, meint ein Insider, der seinen Namen nicht nennen will.
Schon gibt es erste Konsequenzen. Brülhart hatte den Vatikanstaat auch in die Egmont-Gruppe gebracht, in der Finanzbehörden von 130 Staaten Informationen über den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung austauschen. Doch jetzt kam die Nachricht, dass dem Vatikan vorerst kein Zugang mehr zum gesicherten Kommunikationsnetzwerk gewährt wird.
Und im März steht die Inspektion des Moneyval-Komitees des Europarats im Vatikan an, bei der der Stand der Einhaltung der internationalen Standards gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung überprüft wird.
Ein gefundenes Fressen für die Kirchengegner....

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Dienstag 26. November 2019, 10:54

Inzwischen greift auch die NZZ das Thema auf:

Schlechte Investments, noch schlechtere Kontrolle – der Vatikan erlebt einen Finanzskandal und einen Machtkampf

Besonders bemerkenswert:
Die Finanzinformationsbehörde steht seit ihrer Gründung unter Druck. Die Behörde hat Erfolge verzeichnen können und hat alte Zöpfe abgeschnitten. Damit hat sie sich auch Feinde geschaffen. Nur wenige Beobachter glauben daher, dass es aus reinem Zufall zu dem Vorgehen gegen die Behörde gekommen ist. Es gibt viele innerhalb und ausserhalb der Mauern, die sich freuen würden, wenn der Vatikan zu seinem früheren Status zurückkehren würde. Damit würde er aber riskieren, erneut als Zufluchtsort für Steuerhinterziehung und andere finanzielle Machenschaften zu gelten.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Mittwoch 27. November 2019, 13:58

Ein Dr. Carmelo Barbagallo wurde heute zum neuen Präsidenten der AIF ernannt:

https://press.vatican.va/content/salast ... 01928.html
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Irmgard » Donnerstag 5. Dezember 2019, 15:29

Strafermittlungen gegen Aachener Weihbischof Bündgens

Weihbischof Bündgens zahlt Mittel zurück, die er zuvor auf sein Privatkonto hatte buchen lassen. Seufz...

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:06

Irmgard hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 15:29
Strafermittlungen gegen Aachener Weihbischof Bündgens

Weihbischof Bündgens zahlt Mittel zurück, die er zuvor auf sein Privatkonto hatte buchen lassen. Seufz...
Wenn man das liest - nicht verbrieftes "Wohnrecht", Bevollmächtigter bucht aufs Privatkonto um - dann fragt man sich echt, ob solche Typen so dreist sind oder so naiv. Eins wär so schlimm wie das andere. Wenn einer schon in weltlichen Dingen so ein Volltrottel ist, was kann man dem dann in geistlichen zutrauen? :hmm: :roll:

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Irmgard » Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:54

Meistens sind die Fälle ja komplexer, als sie sich öffentlich darstellen. Trotzdem, man fragt sich ja schon, wo der gesunde Menschenverstand oder überhaupt der Anstand geblieben sind. Wirklich seufz.....
Ich frage mich aber auch, ob das nicht auch ein Problem mangelnder Freundeskreise etc. ist. Wo muss sich denn ein Weihbischof mit dem ganz realen Leben beschäftigen und wer dient ihm als Korrektiv und Diskussionspartner? Wenn man so ein Domkapitel sieht, hat man ja den Eindruck, dass die auf Wolke 25 zu Hause sind. Im wahrsten Sinne des Wortes weltfremd.

Gruß
Irmgard

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Donnerstag 5. Dezember 2019, 17:14

Irmgard hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:54
Meistens sind die Fälle ja komplexer, als sie sich öffentlich darstellen. Trotzdem, man fragt sich ja schon, wo der gesunde Menschenverstand oder überhaupt der Anstand geblieben sind. Wirklich seufz.....
Ich frage mich aber auch, ob das nicht auch ein Problem mangelnder Freundeskreise etc. ist. Wo muss sich denn ein Weihbischof mit dem ganz realen Leben beschäftigen und wer dient ihm als Korrektiv und Diskussionspartner? Wenn man so ein Domkapitel sieht, hat man ja den Eindruck, dass die auf Wolke 25 zu Hause sind. Im wahrsten Sinne des Wortes weltfremd.

Gruß
Irmgard
Dieser Mann war von 2002 bis 2006 Pfarrer, steht da zu lesen, und seitdem Verwaltungsratschef von missio und Bischofsvikar für die Caritas. Das sind alles Funktionen, in denen man mit Finanz- und Vermögensverwaltung unmittelbar zu tun hat. Wenn er dann noch nicht "weiß", daß bestimmte Geschäfte einfach grundsätzlich niemals ohne schriftliche Verträge rechtlich und moralisch vertretbar sind, dann ist ihm entweder wegen grob fahrlässiger Dummheit nicht mehr zu helfen, oder man muß an Vorsatz denken.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Irmgard » Donnerstag 5. Dezember 2019, 17:33

taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 17:14
Irmgard hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:54
Meistens sind die Fälle ja komplexer, als sie sich öffentlich darstellen. Trotzdem, man fragt sich ja schon, wo der gesunde Menschenverstand oder überhaupt der Anstand geblieben sind. Wirklich seufz.....
Ich frage mich aber auch, ob das nicht auch ein Problem mangelnder Freundeskreise etc. ist. Wo muss sich denn ein Weihbischof mit dem ganz realen Leben beschäftigen und wer dient ihm als Korrektiv und Diskussionspartner? Wenn man so ein Domkapitel sieht, hat man ja den Eindruck, dass die auf Wolke 25 zu Hause sind. Im wahrsten Sinne des Wortes weltfremd.

Gruß
Irmgard
Dieser Mann war von 2002 bis 2006 Pfarrer, steht da zu lesen, und seitdem Verwaltungsratschef von missio und Bischofsvikar für die Caritas. Das sind alles Funktionen, in denen man mit Finanz- und Vermögensverwaltung unmittelbar zu tun hat. Wenn er dann noch nicht "weiß", daß bestimmte Geschäfte einfach grundsätzlich niemals ohne schriftliche Verträge rechtlich und moralisch vertretbar sind, dann ist ihm entweder wegen grob fahrlässiger Dummheit nicht mehr zu helfen, oder man muß an Vorsatz denken.
Da hast du natürlich Recht, Taddeo.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Ralf » Freitag 6. Dezember 2019, 08:50

Wie ich gestern Abend erfahren habe, muss - zumindest im EB Köln - das Geld für alle Messintentionen in den Bistumssäckel abgeführt werden. Die Kirche hat echt ein Halsleiden.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Lauralarissa » Freitag 6. Dezember 2019, 08:53

Ralf hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 08:50
Wie ich gestern Abend erfahren habe, muss - zumindest im EB Köln - das Geld für alle "Meßintentionen" nach Köln abgeführt werden. Die Kirche hat echt ein Halsleiden.
Wer sollte es sonst bekommen?
Alle, die an der Messe beteiligt sind (Pfarrer, Organist etc.) bekommen doch auch vom EB Köln ihr Gehalt.
Wenn ein Handwerker auf Bestellung eines Kunden eine Zusatzleistung erbringt, bekommt er auch das Geld nicht privat, sondern er führt es an den Arbeitgeber ab.
Noch schlimmer fände ich es, wenn der Pfarrer sich über Messintentionen einen netten Zusatzverdienst verschafft oder die Renovierung der Klos im Gemeindehaus davon finanziert werden ...

Ich habe das größere Problem damit, dass man a) Messen überhaupt "bestellen" kann und frage mich, ob es korrekt sein kann, wenn für Frau Maier mehr gebetet wird, weil ihre Kinder viel Geld haben als für Herrn Müller, der alleinstehend war und von Hartz IV lebte? Und b) damit, dass Messintentionen überhaupt etwas kosten, d.h. dass Kirche hier eine Einnahmequelle hat (ob das Bistum oder die Pfarrei ist mir da ziemlich egal).

Laura

Ralf
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Ralf » Freitag 6. Dezember 2019, 09:01

Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 08:53
Ralf hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 08:50
Wie ich gestern Abend erfahren habe, muss - zumindest im EB Köln - das Geld für alle "Meßintentionen" nach Köln abgeführt werden. Die Kirche hat echt ein Halsleiden.
Wer sollte es sonst bekommen?
Alle, die an der Messe beteiligt sind (Pfarrer, Organist etc.) bekommen doch auch vom EB Köln ihr Gehalt.
Wenn ein Handwerker auf Bestellung eines Kunden eine Zusatzleistung erbringt, bekommt er auch das Geld nicht privat, sondern er führt es an den Arbeitgeber ab.
Noch schlimmer fände ich es, wenn der Pfarrer sich über Messintentionen einen netten Zusatzverdienst verschafft oder die Renovierung der Klos im Gemeindehaus davon finanziert werden ...

Ich habe das größere Problem damit, dass man a) Messen überhaupt "bestellen" kann und frage mich, ob es korrekt sein kann, wenn für Frau Maier mehr gebetet wird, weil ihre Kinder viel Geld haben als für Herrn Müller, der alleinstehend war und von Hartz IV lebte? Und b) damit, dass Messintentionen überhaupt etwas kosten, d.h. dass Kirche hier eine Einnahmequelle hat (ob das Bistum oder die Pfarrei ist mir da ziemlich egal).

Laura
Es gibt meines Wissens nach keinen festen Satz für den "Preis" einer Messe, daher ist Dein zweites Argument hinfällig. Ebensowenig kenne ich Menschen, die von einem Priester abgewiesen wurden, weil sie nachweislich kein Geld für eine Messintention hatten.

Bei Ordensgemeinschaften ist es übrigens mitnichten so, daß alle immer ein Gehalt beziehen, wenn sie eine liturgische Aufgabe haben.

Und die Verrechnung und Buchführung über die Messintentionen sind deutlich teurer als die Summe selbst. Ich kann nur empfehlen - und werde das auch so tun - demnächst immer die Intention mit einer Spende zu verbinden. Zumindest kann da der Spender entscheiden, wer über das Geld verfügen darf.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Lauralarissa » Freitag 6. Dezember 2019, 09:20

Ralf hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 09:01
Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 08:53
Ralf hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 08:50
Wie ich gestern Abend erfahren habe, muss - zumindest im EB Köln - das Geld für alle "Meßintentionen" nach Köln abgeführt werden. Die Kirche hat echt ein Halsleiden.
Wer sollte es sonst bekommen?
Alle, die an der Messe beteiligt sind (Pfarrer, Organist etc.) bekommen doch auch vom EB Köln ihr Gehalt.
Wenn ein Handwerker auf Bestellung eines Kunden eine Zusatzleistung erbringt, bekommt er auch das Geld nicht privat, sondern er führt es an den Arbeitgeber ab.
Noch schlimmer fände ich es, wenn der Pfarrer sich über Messintentionen einen netten Zusatzverdienst verschafft oder die Renovierung der Klos im Gemeindehaus davon finanziert werden ...

Ich habe das größere Problem damit, dass man a) Messen überhaupt "bestellen" kann und frage mich, ob es korrekt sein kann, wenn für Frau Maier mehr gebetet wird, weil ihre Kinder viel Geld haben als für Herrn Müller, der alleinstehend war und von Hartz IV lebte? Und b) damit, dass Messintentionen überhaupt etwas kosten, d.h. dass Kirche hier eine Einnahmequelle hat (ob das Bistum oder die Pfarrei ist mir da ziemlich egal).

Laura
Es gibt meines Wissens nach keinen festen Satz für den "Preis" einer Messe, daher ist Dein zweites Argument hinfällig. Ebensowenig kenne ich Menschen, die von einem Priester abgewiesen wurden, weil sie nachweislich kein Geld für eine Messintention hatten.

Bei Ordensgemeinschaften ist es übrigens mitnichten so, daß alle immer ein Gehalt beziehen, wenn sie eine liturgische Aufgabe haben.

Und die Verrechnung und Buchführung über die Messintentionen sind deutlich teurer als die Summe selbst. Ich kann nur empfehlen - und werde das auch so tun - demnächst immer die Intention mit einer Spende zu verbinden. Zumindest kann da der Spender entscheiden, wer über das Geld verfügen darf.
Offen gestanden: Ich habe noch nie eine Messe bestellt und habe auch nicht vor, es je zu tun. Für mich ist das ein Relikt mittelalterlichen Denkens.
Wenn ich für jemand beten möchte, muss ich nicht extra eine Messe bestellen.
Und für eine Spende brauche ich keine Messe zu bestellen.

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