Interkommunion?

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overkott
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Interkommunion?

Beitrag von overkott » Dienstag 4. Januar 2011, 21:38

Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.

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Melody
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Melody » Dienstag 4. Januar 2011, 22:04

overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Soll das ein (schlechter) Scherz sein?! :auweia:
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Edi
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Edi » Dienstag 4. Januar 2011, 22:05

Melody hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Soll das ein (schlechter) Scherz sein?! :auweia:
Nein, der kommt von einem christlich angehauchten Esoteriker, der das ernst meint.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Benedikt
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 5. Januar 2011, 00:35

Berolinensis hat geschrieben:Das wäre ja völlig unproblematisch. Das Problem ist doch, daß gesagt wird, daß sie gerade ihre falschen Religionen als Wege zum Frieden leben sollen. Da kann in der Tat - so verstehe ich Marion - der Eindruck aufkommen, daß sie zum "richtigen" Leben ihrer falschen Religionen aufgefordert werden, also zum "besseren Sündigen".
Ich kann auch kein Italienisch, kann aber an der obigen deutschen Formulierung, das Treffen wolle den "Einsatz der Gläubigen aller Religionen bekräftigen, den eigenen Glauben als Dienst am Frieden zu leben", nichts anstößiges finden. Deine Interpretation stellt die Aussage auf den Kopf.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Sempre
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Sempre » Mittwoch 5. Januar 2011, 00:51

Benedikt hat geschrieben:
Berolinensis hat geschrieben:Das wäre ja völlig unproblematisch. Das Problem ist doch, daß gesagt wird, daß sie gerade ihre falschen Religionen als Wege zum Frieden leben sollen. Da kann in der Tat - so verstehe ich Marion - der Eindruck aufkommen, daß sie zum "richtigen" Leben ihrer falschen Religionen aufgefordert werden, also zum "besseren Sündigen".
Ich kann auch kein Italienisch, kann aber an der obigen deutschen Formulierung, das Treffen wolle den "Einsatz der Gläubigen aller Religionen bekräftigen, den eigenen Glauben als Dienst am Frieden zu leben", nichts anstößiges finden. Deine Interpretation stellt die Aussage auf den Kopf.
Anstößig ist der Aufruf "lebt eure falsche Religionen". Religion leben bedeutet grob gesagt: Opfert euren Götzen, betet zu euren Götzen, lebt nach den Regeln eurer falschen Religion.

Ein solcher Aufruf ist ein Schlag ins Gesicht des Herrn, der der Kirche aufgetragen hat, sein Evangelium zu verkünden, und der ihr nicht aufgetragen hat, die Heiden in ihren Irrtümern zu bekräftigen und sie zum Verstoß gegen die ersten beiden Gebote zu ermutigen.

Der Zweck der Sache mag gut sein, das Mittel aber ist schlecht. Und der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Gruß
Sempre
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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overkott
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Januar 2011, 10:47

Melody hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Soll das ein (schlechter) Scherz sein?! :auweia:
Das ist doch längst Realität.

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Gamaliel
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Gamaliel » Mittwoch 5. Januar 2011, 10:51

overkott hat geschrieben:
Melody hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Soll das ein (schlechter) Scherz sein?! :auweia:
Das ist doch längst Realität.
Daher mußte Papst Paul VI. auch schon am 26. Juni 1972 feststellen:
„Der Rauch Satans ist durch irgendeinen Riß in den Tempel Gottes eingedrungen.“

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overkott
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:16

Gamaliel hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Melody hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Soll das ein (schlechter) Scherz sein?! :auweia:
Das ist doch längst Realität.
Daher mußte Papst Paul VI. auch schon am 26. Juni 1972 feststellen:
„Der Rauch Satans ist durch irgendeinen Riß in den Tempel Gottes eingedrungen.“
Das war wenig originell.

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Peti
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Peti » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:20

overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Mach mal Pause und schreib nicht so einen Schmarrn.
"Weder kann das Sakrament, wenn es auf beiden Seiten verschieden aufgefaßt wird, Einheit herstellen, noch kann es seine Funktion sein, eine Versöhnung (gleichsam magisch?, ex opere operato?)zu erwirken..
Hans Urs von Balthasar in "Kleine Fibel für verunsicherte Laien".

Ich glaub, du bist schon mehr als verunsichert.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Melody » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:23

overkott hat geschrieben:
Melody hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Soll das ein (schlechter) Scherz sein?! :auweia:
Das ist doch längst Realität.
Das mag wohl an vielen Stellen so sein, aber das macht Deine Aussage nicht richtiger.
Wer ein Verlangen nach der Hl. Eucharistie hat, muss eben katholisch werden.
Das hab ich doch seinerzeit ganz genau aus dem Grund letztlich auch getan.

Die Hl. Eucharistie ist das Wichtigste, was wir haben. Also müssen wir auch sehr sorgsam damit umgehen.
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Marion » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:34

Berolinensis hat geschrieben:Das wäre ja völlig unproblematisch. Das Problem ist doch, daß gesagt wird, daß sie gerade ihre falschen Religionen als Wege zum Frieden leben sollen. Da kann in der Tat - so verstehe ich Marion - der Eindruck aufkommen, daß sie zum "richtigen" Leben ihrer falschen Religionen aufgefordert werden, also zum "besseren Sündigen".
Da hast du mich richtig verstanden :ja:

Kann man denn den Satz, diese Einladung überhaupt anders verstehen ohne irgendwelche Worte darin ganz wegzubetonen?
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Ecce Homo
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:34

Melody hat geschrieben: Die Hl. Eucharistie ist das Wichtigste, was wir haben. Also müssen wir auch sehr sorgsam damit umgehen.
Das ist es! Genauso und nicht anders! Punkt.
:ja:
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Gamaliel
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Gamaliel » Mittwoch 5. Januar 2011, 11:46

Marion hat geschrieben:Kann man denn den Satz, diese Einladung überhaupt anders verstehen ohne irgendwelche Worte darin ganz wegzubetonen?
Ich würde mich da gar nicht auf einen einzelnen Satz oder Betonungsfragen versteifen, die ganze Botschaft zum Weltfriedenstag spricht diese Sprache.

Ein Beispiel daraus:
Im Jahr 2011 begehen wir den 25. Jahrestag des Weltgebetstages für den Frieden, zu dem Papst Johannes Paul II. 1986 nach Assisi eingeladen hatte. Damals haben die Leader der großen Weltreligionen Zeugnis davon gegeben, daß die Religion ein Faktor der Einheit und des Friedens und nicht der Trennung und des Konflikts ist.
Welche Religion meint Papst Benedikt? Spricht er nur vom Katholizismus oder meint er auch die Fabrikate der Dämonen? :hmm:

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Florianklaus
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Florianklaus » Mittwoch 5. Januar 2011, 12:08

overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Wie begründest Du Deinen Wunsch nach einer offenen Kommunion?

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von HeGe » Mittwoch 5. Januar 2011, 12:09

Florianklaus hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Wie begründest Du Deinen Wunsch nach einer offenen Kommunion?
Ich nehme an, er hat seinen geistigen Lehrer Hasenhüttl gefragt. :roll:
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Moser
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Moser » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:41

overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Es will mir (als Protestant!) einfach nicht in den Kopf, warum das gemeinsame Abendmahl für die Ökumene so furchtbar wichtig sein soll, dass alles, die ganze Ökumene, die ganze Berichterstattung, darauf reduziert wird - als hätten wir dann die perfekt verwirklichte Ökumene!
Es gibt doch einen ganz einfachen Grund, warum ein gemeinsames Abendmahl nicht möglich ist: ES IST NICHT [Punkt] Aber das wissen die Menschen nicht mehr, kaum jemand kennt noch die Spezifika der eigenen Konfession. Mal im Ernst: Welcher durchschnittliche Katholik/Protestant kann heutzutage den Unterschied im Abendmahlsverständnis zwischen katholisch/lutherisch/reformiert erklären? Weil sie es nicht mehr wissen, nicht mehr erklärt bekommmen. Aber bekanntlich kann man nur das lieben, was man kennt.
Ich habe als lutherischer Christ gar kein Bedürfnis und kein Verlangen nach der katholischen Eucharistie - eben weil sie nicht unser Abendmahlsverständnis ausdrückt. Deswegen habe ich aber trotzdem großen Respekt vor der katholischen Lehre, wenn ich sie auch für falsch halte. Daher finde ich es auch nicht richtig, am Beginn von evangelischen Abendmahlsfeiern (das geschieht oft) ausdrücklich ALLE einzuladen. Das zeugt von mangelndem Respekt der katholischen Lehre gegenüber und verführt die evtl. anwesenden Katholiken zum Ungehorsam.

Es gäbe viel dringlichere Gebiete, auf denen Ökumene erforderlich wäre, nämlich das GEMEINSAME Eintreten gegen die Säkularisierung und den aggressiven Atheismus. DAS wäre unsere gemeinsame Aufgabe. Denn vergessen wir nicht: Uns eint der Glaube an Jesus Christus. Und Jesus Christus ist nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern der größtmögliche!

Also: streiten wir nicht untereinander und gegeneinander, sondern miteinander gegen Schmidt-Salomon (sorry, der Typ ist für mich DAS Feindbild schlechthin...) und Konsorten!

Das musste doch mal gesagt werden ;-) :emil:

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:43

Amen! :daumen-rauf:
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:45

cantus planus hat geschrieben:Amen! :daumen-rauf:
:ja: :ja: :ja: :klatsch:
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 5. Januar 2011, 14:16

Moser hat geschrieben:Das musste doch mal gesagt werden ;-) :emil:
Ja, schon. Aber das an den Esoonkel Overkott zu richten, bringt nichts, da er ja weder das katholische noch das lutherische oder das reformierte Verständnis hat, sondern ein 'universalistisches'.

Und da er gerne mit Wortassoziationen spielt, übersetzt er sich 'universalistisch' eben mit 'katholisch'.

Er hat es ja offen gesagt: Jedes Gebet sei gottgefällig, unabhängig von der Religion -- also auch das tägliche Gebet des Atztekenpriesters an Huitzilopochtli, wenn er einem Menschen den Bauch aufschlitzte und ihm das Herz aus dem Brustkorb riss, also auch das Gebet bei der Verbrennung bei lebendigem Leibe von Witwen in Indien usw. usf.

Diese Auffassung mit dem Christentum unter einen Hut zu bringen, dazu braucht es schon einen sehr -- elastischen Verstand.

»Alle Götter der Heiden sind Dämonen.« (Ps. 95, 5)
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:02

Die einzig denkbare Form einer Ökumene. :ikb_thumbsup:

Gruß, ad_hoc
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overkott
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:41

lifestylekatholik hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:Das musste doch mal gesagt werden ;-) :emil:
Ja, schon. Aber das an den Esoonkel Overkott zu richten, bringt nichts, da er ja weder das katholische noch das lutherische oder das reformierte Verständnis hat, sondern ein 'universalistisches'.
Katholisch ist universal. Es gibt daher keine andere Kirche als die katholische Universalkirche. Katholisch ist ökumenisch. Gott hat sich in seinem Mensch gewordenen Sohn und durch seinen Sohn Petrus zur Aufgabe gemacht, den Menschen zu dienen.

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Raphael
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Raphael » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:42

overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Gilt also jetzt das Motto: "Werft das Heilige den Hunden vor!"? :hmm:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Raphael » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:44

overkott hat geschrieben:Katholisch ist universal.
Dann leb Du ma' schön weiter an Deiner Universität! :doktor:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

ad_hoc
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:45

Es ist zum Verzweifeln.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Moser » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:09

overkott hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:Das musste doch mal gesagt werden ;-) :emil:
Ja, schon. Aber das an den Esoonkel Overkott zu richten, bringt nichts, da er ja weder das katholische noch das lutherische oder das reformierte Verständnis hat, sondern ein 'universalistisches'.
Katholisch ist universal. Es gibt daher keine andere Kirche als die katholische Universalkirche. Katholisch ist ökumenisch. Gott hat sich in seinem Mensch gewordenen Sohn und durch seinen Sohn Petrus zur Aufgabe gemacht, den Menschen zu dienen.
Das heißt also "wir sind alle katholisch, weil katholisch heißt universal"
Sorry, aber das ist doch Wortklauberei :vogel: - im heutigen Sprachgebrauch ist es nun mal so, dass mit "katholisch" die Zugehörigkeit zur RÖMISCH-katholischen Kirche gemeint ist.

Der Feststellung, dass es insgesamt nur eine universelle Kirche gibt (nämlich die Summe aller Gläubigen) die in verschiedenen Ausprägungen und Konfessionen besteht, vermag ich durchaus zuzustimmen - im Gegensatz zur katholischen Auffassung wonach nur die katholische Kirche die Kirche Jesu Christi ist - nur geht das am Kern dieses Themas vorbei und wäre zu "off topic."

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:17

Moser hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Es will mir (als Protestant!) einfach nicht in den Kopf, warum das gemeinsame Abendmahl für die Ökumene so furchtbar wichtig sein soll, dass alles, die ganze Ökumene, die ganze Berichterstattung, darauf reduziert wird - als hätten wir dann die perfekt verwirklichte Ökumene!
Ich habe auch nur gesagt, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:20

Moser hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:Das musste doch mal gesagt werden ;-) :emil:
Ja, schon. Aber das an den Esoonkel Overkott zu richten, bringt nichts, da er ja weder das katholische noch das lutherische oder das reformierte Verständnis hat, sondern ein 'universalistisches'.
Katholisch ist universal. Es gibt daher keine andere Kirche als die katholische Universalkirche. Katholisch ist ökumenisch. Gott hat sich in seinem Mensch gewordenen Sohn und durch seinen Sohn Petrus zur Aufgabe gemacht, den Menschen zu dienen.
Das heißt also "wir sind alle katholisch, weil katholisch heißt universal"
Sorry, aber das ist doch Wortklauberei :vogel: - im heutigen Sprachgebrauch ist es nun mal so, dass mit "katholisch" die Zugehörigkeit zur RÖMISCH-katholischen Kirche gemeint ist.
Römisch bedeutet konziliar; konzilar aber ist das Bekenntnis zur Religionsfreiheit. Insofern ist nicht nur römisch ökumenisch, sondern auch katholisch universal.
Zuletzt geändert von overkott am Mittwoch 5. Januar 2011, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Moser » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:21

overkott hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Es will mir (als Protestant!) einfach nicht in den Kopf, warum das gemeinsame Abendmahl für die Ökumene so furchtbar wichtig sein soll, dass alles, die ganze Ökumene, die ganze Berichterstattung, darauf reduziert wird - als hätten wir dann die perfekt verwirklichte Ökumene!
Ich habe auch nur gesagt, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Also auch jenen, die gar nicht an das r-kath Eucharistieverständnis glauben?

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:23

Moser hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Es will mir (als Protestant!) einfach nicht in den Kopf, warum das gemeinsame Abendmahl für die Ökumene so furchtbar wichtig sein soll, dass alles, die ganze Ökumene, die ganze Berichterstattung, darauf reduziert wird - als hätten wir dann die perfekt verwirklichte Ökumene!
Ich habe auch nur gesagt, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Also auch jenen, die gar nicht an das r-kath Eucharistieverständnis glauben?
Über das Verständnis richtet Gott im Herzen des Gläubigen.

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Pit » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:24

overkott hat geschrieben: ...
Ich habe auch nur gesagt, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
nun, mir haben einige Priester gesagt, daß sie es genau so handhaben- und bevor nun einige sagen, daß sei nicht erlaubt, verweise ich auf den Grund:
Sie sagen alle, daß sie nur dann jemandem die Kommunion verweigern können, wenn der/diejenige eindeutig nicht dazu berechtigt ist- aber in grossen Gemeinden, noch dazu, wenn gemeindefremde Personen in die Messe kämen, könne man es meistens nicht wissen.
carpe diem - Nutze den Tag !

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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Marion » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:24

overkott hat geschrieben:
Moser hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich glaube, Assisi ist auch ein Zeichen, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Es will mir (als Protestant!) einfach nicht in den Kopf, warum das gemeinsame Abendmahl für die Ökumene so furchtbar wichtig sein soll, dass alles, die ganze Ökumene, die ganze Berichterstattung, darauf reduziert wird - als hätten wir dann die perfekt verwirklichte Ökumene!
Ich habe auch nur gesagt, dass es Zeit wird, die Eucharistie allen Menschen zu spenden, die darum bitten.
Kriegt doch bereits jeder der es will. Muss halt wirklich wollen, also wirklich guten Willens sein. Die Kirche erklärt jedem was er tun muss ... Du tust grad so, als ob die Kirche momentan irgendjemand nicht reinlassen will :vogel:
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Stephen Dedalus
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Re: Der Papst, die Ökumene und Assisi

Beitrag von Stephen Dedalus » Freitag 7. Januar 2011, 12:37

Moser hat geschrieben:Es gibt doch einen ganz einfachen Grund, warum ein gemeinsames Abendmahl nicht möglich ist: ES IST NICHT [Punkt]
Vorweg: Ich bin kein Verfechter der eucharistischen Gemeinschaft um jeden Preis.

Aber dieser Aussage scheint ein fundamentales Mißverständnis zugrunde zu liegen. Die Eucharistie bzw. Kommunion wurde nicht von der Katholischen oder der lutherischen Kirche oder sonstwem eingesetzt und gestiftet.

Dann wäre es in der Tat so, daß die Feier nicht 'dasselbe' wäre. Denn eine katholische Eucharistie wäre dann etwas ganz anderes als eine lutherische Abendmahlsfeier.

Nun sprechen wir hier aber über das Mahl des Herrn, von ihm selbst eingesetzt und gestiftet. Die Unterschiede im Verständnis begründen daher nicht notwendigerweise Unterschiede in der Sache - denn sie bleibt zuerst und vornehmlich an den Stifter - Christus selbst! - gebunden. Wo immer Brot und Wein dargebracht, konsekriert, geteilt und genossen werden, geschieht also etwas, das über die jeweilige kirchliche Tradition, in der es geschieht, hinausreicht, das die jeweilige kirchliche Tradition empfangen hat und weitergibt, und zwar in der Ausprägung, wie sie theologisch und liturgisch bei ihr geworden ist. Dieses Mahl ist nicht zerteilbar, ebenso wie Christus nicht zerteilbar ist. Wer in einer lutherischen Kirche die Kommunion empfängt, stellt sich damit in die Gemeinschaft aller Heiligen ebenso wie die Teilnehmer einer katholischen Eucharistiefeier.

Das, was uns am Tisch des Herrn trennt, ist unser unterschiedliches Verständnis, unsere mangelnde Erkenntnis, auch unsere Sünde und Unversöhnlichkeit. Es ist nicht die Sache selbst, denn sie bleibt unveränderlich und ist durch ihre Stiftung vorgegeben.

Die Christen feiern also dieselbe Sache, auch wenn sie in ihrer Beschreibung und der Darstellung ihres Inhaltes uneins sind.
If only closed minds came with closed mouths.

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