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Menschen mit gestörter Identität nicht alleine lassen
Verfasst: Freitag 18. Juli 2014, 20:01
von overkott
Menschen mit Identitätsstörungen dürfen von der Kirche nicht alleine gelassen werden. Dies gilt auch für das Leiden an mangelnder Heterosexualität. Wo Bischöfe diesen Menschen den seelsorglichen Beistand verweigern, sollten sie ihr Amt zur Verfügung stellen. Offenheit alleine für Menschen, die ihre Veranlagung bejahen, hieße, den Arzt für die nach eigenem Selbstverständnis Gesunden spielen.
Re: Menschen mit gestörter Identität nicht alleine lassen
Verfasst: Freitag 18. Juli 2014, 20:04
von Sarandanon
Werter Overkott, dem kann ich nur zustimmen. Gelten wir damit als katholische "Erz"-Liberalisten?
Re: Menschen mit gestörter Identität nicht alleine lassen
Verfasst: Freitag 18. Juli 2014, 20:32
von taddeo
overkott hat geschrieben:Menschen mit Identitätsstörungen dürfen von der Kirche nicht alleine gelassen werden. Dies gilt auch für das Leiden an mangelnder Heterosexualität. Wo Bischöfe diesen Menschen den seelsorglichen Beistand verweigern, sollten sie ihr Amt zur Verfügung stellen. Offenheit alleine für Menschen, die ihre Veranlagung bejahen, hieße, den Arzt für die nach eigenem Selbstverständnis Gesunden spielen.
Dem kann ich ebenfalls nur zustimmen, ohne das Thema auf das von Dir genannte Beispiel einschränken zu wollen.
Ein Problem dabei ist nur: Menschen mit solchen oder ähnlichen "Identitätsstörungen" wollen leider in sehr vielen Fällen gerade von der Kirche überhaupt nicht in ihrer Identität gestört werden. Sie verweigern sich jeglichem "Beistand" (auch seelsorglichem) und sind fest davon überzeugt, daß ihre Identität ein Normalzustand sei, nach dem sich die anderen gefälligst zu richten hätten. Sobald da ein Bischof oder Pfarrer auch nur den Mund aufmacht, hat er schon verloren, egal was er sagt - es sei denn, er bestärkt den Betroffenen in seiner vermeintlich richtigen "Identität".
Re: Menschen mit gestörter Identität nicht alleine lassen
Verfasst: Samstag 19. Juli 2014, 07:12
von heiliger_raphael
Als Nichtmediziner sollte ein Mensch auch nicht dem Hochmut verfallen, anderen Menschen ein Leiden attestieren zu können. Den Arzt für die Gesunden wollen leider sehr viele spielen, schon weil es den eigenen Hochmut beleidigen täte, sich selbst nicht zum Arzt erklären zu dürfen. Wenn ein Pfarrer "den Mund aufmacht", hat er niemals verloren, wenn er seelsorgerisch agiert, wenn er hingegen krankhafte Störungen erklärt wo keine sind, weil er die persönliche Glaubensüberzeugung mit einer ärztlichen Kompetenz verwechselt, erst dann hat er "verloren". Die Tendenzen sind in diesem Thread bereits vorhanden.
Re: Menschen mit gestörter Identität nicht alleine lassen
Verfasst: Samstag 19. Juli 2014, 10:12
von overkott
Wenn Ärzte Leidenden ein Angebot machen, sollte ein Bischof nicht den Oberarzt spielen. Vielmehr sollte er darauf hinweisen, dass der Mensch von Natur her auf biologische Fortpflanzung angelegt ist. Der seelsorgliche Auftrag der Kirche gilt allen, die unter Mängeln leiden: sei es durch vorzeitige Geburt, sei es durch Unfruchtbarkeit, sei es durch sonstiges. Ein Bischof sollte erkennbar vom Evangelium her handeln und nicht aus Populismus.