Heilige des Tages [1]

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Niels
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Heilige des Tages [1]

Beitrag von Niels » Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:10

Autor: Otto Zorn 26.09.2003 14:08

Benedikt Hieronymus Feijóo y Montenegro

Gedenktag katholisch: 26. September
Name bedeutet: B: der Gesegnete (latein.)
H: heiliger Name (griech.)
Mönch, Theologe
* 8. Oktober 1676 in Casdemiro in Galizien in Spanien
+ 26. September 1764 in Oviedo in Asturien


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Autor: DoctorAngelicus (M+) 26.09.2003 16:35:


26.09. Hll. Kosmas und Damian

In der Stadt Essen: Hochfest

"Kosmas und Damian, nach der Legende Ärzte, erlitten während der Christenverfolgung Kaiser Diokletians den Martertod.
Wenn auch sichere Nachrichten fehlen, so lässt doch die schon am Anfang des 5. Jhs. nachweisbare Verehrung im Orient auf einen geschichtlichen Kern schließen.

Dargestellt werden sie in vornehmer Kleidung mit Schlangenstab, ärztlichen Geräten, Arzneigefäßen, Mörser,und Pfeilen, Scheiterhaufen, Steinen.

Als Patron verehren sie die Städte Essen und Florenz; die Ammen, Ärzte, Chirurgen, Zahnärzte, medizinischen Fakultäten, Apotheker, Drogisten, Friseure, Krämer, Zuckerbäcker und Physiker, die medizinischen Fakultäten. Angerufen werden sie um Hilfe bei Epidemien, Geschwüre und Pferdekrankheiten." (Quelle:http://www.stephansdom.at)

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Autor: DoctorAngelicus (M+) 27.09.2003 10:31:

27.09. Vinzenz von Paul

"Vinzenz von Paul wurde am 24. April 1581 in Frankreich geboren und 1600 zum Priester geweiht.
1625 gründete er die "Kongregation der Mission" (Lazaristen, auch Vinzentiner genannt), die bis zu seinem Tod etwa 800 Volksmissionen in Frankreich hielt.
Ebenso war er an der Gründung von Priesterseminaren und der Einrichtung von Exerzitien für den Klerus beteiligt. Vinzenz rief eine Vereinigung von Frauen zur Betreuung von armen und allein stehenden Kranken ins Leben.

Vinzenz wurde so zum Erneuerer des kirchlichen Lebens im Frankreich des 17. Jhs. bei Klerus und Laien. Seine Ideen breiteten sich weit über Frankreich in der ganzen Welt aus.

Vinzenz starb am 27. September 1660 in Paris.

Seine Gebeine ruhen dort in der Kirche der Lazaristen, sein Herz in der Kathedrale von Lyon. Dargestellt wird er im Priesterkleid mit Kindern, Galeerensklaven und anderen Gefangenen.

Zum Patron wählten ihn alle caritativen Vereine und Werke der Nächstenliebe, der Klerus; die Findel-, Waisen- und Krankenhäuser, die Gefangenen.

Angerufen wird er für das Wiederfinden verlorener Sachen" (http://www.stephansdom.at)

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Autorin: Fichtel-Wichtel 27.09.2003 14:05:

Hallo Dr.Angelicus
Werden die bd.Heiligen Cosmas und Damian nicht auch in der CZ verehrt.Wenn mich nicht alles täuscht,gibt es dort auch einen staatl.Feiertag deswegen, wegen der Bildung.So ähnlich hat man es mir jedenfalls versucht mal zu erklären.
Gruß,
Elisabeth

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Autor: DoctorAngelicus (M+) 28.09.2003 00:35:

28. September

Wenzel (Wenzeslaus) von Böhmen

Herzog, Märtyrer
geboren: um 904 in Altbunzlau, Tschechische Republik
gestorben: 28. September 929 in Altbunzlau
Patron von Böhmen

Wenzel ging als erster slawischer Heilige in die Geschichte ein. Um das Jahr 904 in Altbunzlau geboren, war von seiner Großmutter erzogen worden. Nach dem Tod des Vaters und einer kurzen Regierungszeit der Mutter übernahm Wenzel 922 selbst die Herrschaft in Böhmen. Die größten Verdienste erwarb sich Wenzel bei der Christianisierung Böhmens, die er nachdrücklich betrieb und förderte. Durch seine Bemühungen schloss sich die böhmische Kirche an Rom an. Diese Entwicklung aber rief die Gegner von Wenzel auf den Plan, die ihre heidnische Religion bewahren wollten. Am 28. September 929 kam es zur Katastrophe. Unter Mitwirkung seines eigenen Bruders Boleslaw wurde der junge Herzog nahe seines Heimatortes Altbunzlau hinterrücks überfallen und brutal ermordet.

Lioba

Äbtissin
geboren: um 710 in England
gestorben: 28. September 782 in Schornsheim bei Mainz

Lioba, die einer angelsächsischen Adelsfamilie entstammte, war Benediktinerin im südenglischen Kloster Wimborne. Zu Beginn des 8. Jh. folgte sie dem Ruf ihres verwandten Bonifatius, um ihm bei der Christianisierung Germaniens zu helfen. Bonifatius ernannte Lioba 735 zur ersten Äbtissin des neugegründeten Klosters Tauberbischofsheim in Nordbaden. In den folgenden Jahren gründete auch Lioba zahlreiche Klöster. Die Äbtissin galt als herausragende Erzieherpersönlichkeit und war auch am Königshof gern gesehen. Mit der Frau von Karl dem Großen verband sie eine tiefe Freundschaft. Auf einer ihrer Visitationsreisen starb Lioba am 28. September 782.

(http://www.home.reflex.at/~peter.poesze/)

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Autor: DoctorAngelicus (M+) 28.09.2003 00:42:

Fichtel-Wichtel schrieb:
Hallo Dr.Angelicus
Werden die bd.Heiligen Cosmas und Damian nicht auch in der CZ verehrt.Wenn mich nicht alles täuscht,gibt es dort auch einen staatl.Feiertag deswegen, wegen der Bildung.So ähnlich hat man es mir jedenfalls versucht mal zu erklären.
Gruß,
Elisabeth


Hallo Elisabeth,
zur Verehrung der Hll. Cosmas und Damian in der Tschech. Republik konnte ich nur diesen Hinweis finden:
http://www.uni-leipzig.de/presse2001/siegel.html

Gruß, DoctorAngelicus

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Autor: DoctorAngelicus (M+) 29.09.2003 10:08:

29. September

Gabriel

Erzengel
Patron der Postboten und –beamten, der Boten; der Briefmarkensammler...

Erst 1969 wurde das Fest Gabriels mit jenem von Michael und Raphael am 29. September vereint; zuvor war der 24. März der Gabriel-Tag. Gabriel gilt als der Verkündigungsengel (er verkündete Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus).

Michael

Erzengel
Patron der katholischen Kirche; der Deutschen, der Soldaten, Maler, Drechsler, Bäcker...

Es gibt nur wenige Kirchengestalten mit so vielen Patronaten wie den Erzengel Michael. Der Gedenktag am 29. September besteht seit dem 5. Jh., als Leo I. an diesem Datum die Kirche S. Michael in Rom weihte. Der Erzengel Michael hat viele Namen. In den religiösen Überlieferungen wird er Engelsfürst, Engel der Gerechtigkeit, Hüter des Paradieses, Beschützer der Kirche Christi oder Fürst der Seelen genannt. Auch als Vertrauter Gottes wird er bezeichnet, der Vertraute, der die Weisungen des Herrn an die Menschen weitergibt.

Raphael

Erzengel
Patron der Apotheker, Bergleute, Dachdecker und Schiffsleute; der Pilger, Reisende...

Das Fest von Raphael wurde seit dem Mittelalter an verschiedenen Tagen gefeiert, bis Papst Benedikt XV. es 1921 auf den 24. Oktober legte. Seit 1969 gilt der gemeinsame Gedenktag mit Michael und Gabriel. Raphael ist meist in Pilgerkleidung dargestellt und trägt typische Reiseattribute bei sich wie Flasche und Stab.

Quwlle: http://home.reflex.at/~peter.poesze/index00.htm

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Autor: Otto Zorn 30.09.2003 23:27:

Hieronymus

Sophronius Eusebius Hieronymus wurde als Sohn christlicher Eltern, die ihn allerdings nicht taufen ließen, in Stridon an der Grenze der römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien, geboren. Er studierte in Mailand und Rom, stürzte sich seinem Temperament entsprechend ins Leben der Weltstadt, fühlte sich mehr zu Cicero und Platon hingezogen als zur Bibel, bis ihm nach der Legende im Traum ein Engel die Bücher aus der Hand nahm und ihn vor den himmlischen Richter brachte. 366 wurde er getauft.

...

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de



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Autor:DoctorAngelicus (M+) 01.10.2003 08:33:

b]1. Oktober

Theresia von Lisieux (vom Kinde Jesus)

Ordensfrau, Mystikerin
geboren: 2. Januar 1873 in Alencon, Frankreich
gestorben: 30. September 1897 in Lisieux, Frankreich


„Kleine heilige Theresia" wird sie genannt, die große Ordensfrau und Mystikerin Theresia von Lisieux. Die Bezeichnung „klein" dient zum einen wohl zur Unterscheidung von der Ordensreformatorin Theresia von Àvila, zum anderen drückt sie aber auch aus, daß man Theresia von Lisieux lange Zeit als kindliche Beterin beurteilt hat. Doch diese Kindlichkeit hat die übrigen Wesenszüge Theresias stark überdeckt, ihr wahres Ich wurde dabei in den Hintergrund gedrängt. Theresia vom Kinde Jesus, wie sie auch genannt wird, kam am 2. Januar 1873 in dem Örtchen Alencon zur Welt. Ihr einziger Wunsch war schon als Kind, dem Karmeliterorden beitreten zu dürfen. Nach mehreren vorangegangenen Ablehnung wurde Theresia dann im Alter von 15 Jahren in den Karmel von Lisieux, wo sie mit ihrer Familie seit dem frühen Tod der Mutter lebte, aufgenommen. Die Schwestern im Kloster kamen mit der Persönlichkeit Theresias von Anfang an nicht zurecht, niemand kannte sich in ihrem Wesen aus. Man hielt das Mädchen, das aufgrund einer Sondererlaubnis täglich kommunizieren durfte, für eingebildet und stolz und bemerkte nicht, welche inneren kämpfe es Tag für Tag auszuhalten hatte. Die Oberin erschwerte Theresia durch ständige Demütigungen das Leben noch zusätzlich. Theresia, die nach außen so ruhig und beherrscht wirkte, litt ihr Leben lang unter Angstzuständen. Ihr Leitspruch war: Alles ist Gnade". Sie wollte sich mit ihren inneren Leiden, zu denen sich auch noch schwere Krankheiten wie Tbc. Gesellten, für die Sünder der Welt aufopfern. Im Alter von erst 24 Jahren starb Theresia von Lisieux am 30. September 1897 in ihrem Kloster.

Quelle: http://home.reflex.at/~peter.poesze/index00.htm

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Autorin: Lara 01.10.2003 20:45:

Danke Doc für die Kurzbiographie der Hlg. Therese von Lisieux.

Mir liecht es am Herzen aus dem Buch der Karmelitin Waltraud Herbstrith zu zitieren:

>.... Thereses Begriff des >kleinen Weges<, des Kleinseins vor Gott, meint nicht etwas Kindliches oder Naives, sondern weist auf den Grundgedanken der biblischen Anthropologie hin: Wir sind als Glaubende Mägde und Knechte vor Gott, Arme, Kleine. Kleinsein ist eine theologische Aussage, wir werden an die >Anawim< erinnert, die Armen Israels , die Maria in ihrem Lobpreis auf Gott, im Magnificat, besingt.
Gleich vielen Menschen heute hat Therese ein >Exil des Herzens< erlebt, einen Mangel an Beziehung zwischen denen, die sich auf die Liebe des Jesus von Nazareth berufen und sich nach ihm Christen nennen. Die äußere Beziehungslosigkeit in ihrer scheinbar frommen Umgebung ließ sie eine schwere Existenz- und Glaubenskrise erfahren. Äußerste Anfechtung im Glauben an die Existenz eines liebenden Gottes, Versuchungen zum Selbstmord in schweren körperlichen Schmerzen verdüsterten die letzten Jahre ihres kurzen Lebens. Gegen die radikale Infragestellung des Glaubens setzte sie ihr Lebenszeugnis der Hingabe. .....<

>Therese liebte die Wort Abbé Arminjons: >Die Erwählten werden nur ein gemeinsames Herz haben .... Jeder wird reich sein am Reichtum aller, jeder zittert für das Glück aller.<

(Aus: W. Herbstrith, Therese von Lisieux. Übrigens keine leichte Lektüre. Aber die Mühe lohnt sich.)

Die Große Kleine Therese wurde 1997 zur Kirchenlehrerin erhoben.

Noch mehr Infos
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Niels
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Beitrag von Niels » Samstag 4. Oktober 2003, 16:05

6. Oktober

Bruno

Ordensgründer (Kartäuser, OCarth)
geboren: um 1030 in Köln
gestorben: 6. Oktober 1101 in S. Stefano di Bosco, Italien
Patron gegen Pest

Geboren um das Jahr 1030 in Köln, wurde Bruno 1057 - nach Studium in Reims, Priesterweihe in seiner Heimatstadt und Tätigkeit als Kanoniker - Leiter der Domschule von Reims. Über 20 Jahre unterrichtete er hier als überaus geschätzter Lehrer und verhalf der Schule zu großem Ruhm. Dann folgte eine Reihe schwerer Enttäuschungen: Die von Bruno erwartete Wahl zum Bischof von Reims vereitelte ein Kandidat, der sich das Amt erkaufte, und nach Schwierigkeiten mit eben diesem Bischof musste Bruno sogar aus Reims fliehen. Der von der Welt enttäuschte Bruno legte alle Ämter nieder und verließ 1083 Reims. Kurze Zeit verweilte er im Kloster Molesme, dann zog er mit sechs Gefährten nach Grenoble, wo Hugo, einer seiner früheren Schüler, inzwischen Bischof geworden war. Hugo, seinem Lehrmeister Bruno sehr verbunden, schenkte dem Wanderer im Norden seiner Bischofsstadt ein unwegsames Gelände namens Cartusia. Hier entstand dann in mühevoller Arbeit die Große Kartause, die zu Beginn nur aus einer Kapelle bestand, umgeben von hölzernen Einzelzellen. Es war dies der Geburtsort des Kartäuserordens, obwohl Bruno ürsprünglich nie die Absicht gehabt hatte, einen Orden zu gründen. Ebenfalls ein früherer Schüler Brunos, der inzwischen zum Papst Urban II. gewählte Odo von Lagery, holte den gelehrten Einsiedler 1089 als Berater nach Rom, ließ ihn aber zwei Jahre später, auf eigenen Wunsch hin, wieder ziehen. Nachher gründete Bruno noch zwei andere Klöster. Am 6. Oktober 1101 starb Bruno in S. Stefano di Bosco.

Quelle: http://home.reflex.at/~peter.poesze/index00.htm

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otto
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Beitrag von otto » Montag 6. Oktober 2003, 13:51

1. Oktober Teresia vom Kinde Jesu (Thérèse von Lisieux, Marie-Françoise Martin)

Marie-Françoise Martin, neuntes Kind der Familie, wurde früh Halbwaise; nach dem Tod ihrer Mutter zog die gerade vierjährige Thérèse mit ihrer Familie um nach Lisieux. Schon in jungen Jahren hatte sie ein besonderes Verhältnis zu Maria. Mit knapp sieben Jahren ging sie erstmals zur Beichte, an Pfingsten 1883 wurde sie durch Fürsprache der Maria und das "Lächeln der Gottesmutter" wunderbar von einer schweren Krankheit geheilt. Nach Unterrichtung durch die Benediktinerinnen von Lisieux und nach intensiver Vorbereitung, die in einer Erfahrung der Verschmelzung mit Christus ihren Höhepunkt fand, empfing sie 1884 die Erstkommunion, kurz danach die Firmung.

Thérèse entschloß sich, bei den Karmelitinnen von Lisieux ein kontemplatives Leben zu führen wie ihre Schwestern Pauline und Marie, doch der zuständige Bischof verweigerte wegen ihres jugendlichen Alters die Aufnahme. 1887 wallfahrtete sie mit ihrem Vater nach Italien, besuchte die heiligen Stätten in Rom und bat während einer Audienz bei Papst Leo XIII. für die Pilger aus Lisieux den Heiligen Vater mit kindlicher Kühnheit um Aufnahme in den Karmel, aber auch das war vergeblich.

Erst 1888 konnte sie in den Karmel von Lisieux eintreten. Als ihre Aufgabe erkannte sie, stellvertretend leidend da zu sein für die armen Seelen der Sünder und für die Geistlichkeit auf dem Weg, wie er von der Gründerin der Karmelitinnen, Teresa von Ávila, aufgezeigt worden war. Sie nahm nach ihrem Vorbild den Ordensnamen Thérèse an und folgte dem - wie sie sagte - „kleinen Weg“ einer innigen Hingabe an Gott, die wie ein Kind sich angstlos den Armen des Vaters überläßt. Gott in Jesus über alles lieben und in der Liebe zu Menschen Gott erfahren: das war der Kern ihrer Frömmigkeit. Sie wollte den Weg der Einfachheit gehen und Gott lieben, wie er noch nie geliebt worden ist, gerade in den kleinen und einfachen Dingen des alltäglichen Lebens. Sie erkannte ihre Schwachheit und setzte mit kindlichem Vertrauen ganz auf die Hilfe und Barmherzigkeit Gottes.

Die Ordensschwestern hielten die junge Thérèse, die aufgrund einer Sondererlaubnis täglich die Kommunion empfangen durfte, für eingebildet und machten ihr das Leben oft schwer. Hinzu kamen Ängste, die sie ihr Leben lang quälten, dann schwere Krankheiten, darunter eine Tuberkulose. Ihr Glaube wurde auch durch die Krankheit ihres geliebten Vaters Louis Martin auf die Probe gestellt, der im Juli 1894 starb. Trotzdem wuchs in Thérèse die Heiligkeit, in ihren autobiographischen Manuskripten hinterließ sie Beschreibungen ihrer geistlichen Erfahrungen. Sie fand den Weg heiliger Kindheit und lehrte ihn den ihr anvertrauten Novizinnen. 1893 wurde sie zweite Novizenmeisterin der Abtei. Sie empfand es als besondere Gabe, zwei Missionsbrüder mit Gebeten zu begleiten, und wurde sich immer mehr ihrer apostolischen und missionarischen Berufung bewusst.

Am Dreieinigkeitsfest 1895 gab sie sich selbst hin "als heiliges Opfer der barmherzigen Liebe Gottes". In den folgenden Monaten schrieb sie ihr erstes autobiografisches Manuskript, das sie im Januar 1896 ihrer Oberin Agnes übergab. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag 1896 erkrankte sie wieder und erlebte dies als Begegnung mit ihrem göttlichen Lebensgefährten. Auch auf dem Krankenbett verfasste sie weitere Manuskripte, nach der Überführung ins Krankenhaus schrieben Mitschwestern ihre Worte nieder. Am Abend ihres Todes schrieb sie an ihren geistlichen Bruder M. Bellier: "Ich sterbe nun, ich gehe ins Leben." Mit den Worten "Mein Gott ..., ich liebe dich!" beschloss sie im Alter von nur 24 Jahren ihr Leben.

1898 erschien unter dem Titel "Histoire d’une âme", "Geschichte einer Seele" ihre Autobiografie, die zu den meistgelesenen religiösen Autobiografien gehört. Ihre Schriften wurden in über 50 Sprachen übersetzt. Bereits kurz nach ihrem Tod sprach man Thérèse eine Vielzahl von Wundertaten zu, die ihre geheimnisvollen Worte „Nach meinem Tod will ich es Rosen regnen lassen“ im Nachhinein mit Bedeutung zu füllen schienen.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Matthäus 16,24

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otto
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Beitrag von otto » Montag 6. Oktober 2003, 13:56

2. Oktober Schutzengel

Das Fest erinnert an das Wirken der Schutzengel, die die Menschen in ihrem Leben begleiten und vor Schaden bewahren. Nicht nur jeder Mensch, auch Königreiche und Staaten, Landstriche und Städte, Diözesen und Kirchen, Vereine und Familien haben demnach ihren Schutzengel.

Quelle:http://www.heiligenlexikon.de/
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otto
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Beitrag von otto » Montag 6. Oktober 2003, 14:01

3. Oktober Ewald

Ewald war der Name von zwei angelsächsichen Brüdern, nach der Haarfarbe "der schwarze" und "der weiße" Ewald genannt. Sie zogen als Glaubensboten, von Willibrord in Echternach angeheuert, nach Westfalen und starben den Märtyrertod.

1074 erhob Bischof Anno von Köln die Gebeine der Brüder Ewald und ließ sie in der Kölner Kirche St. Kunibert beisetzen.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
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Juergen
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Beitrag von Juergen » Montag 6. Oktober 2003, 14:06

6. Oktober

Adalbero von Würzburg
* um 1010 in Lambach
† 6.10.1090 in Lambach
1883 kanonisiert

Bruno der Kartäuser
* um 1030 in Köln
† 6.10.1101 in S. Stefano die Bosco/Italien
Ordensgründer: OCarth
Patron gegen die Pest
Eine offizielle Heiligsprechung habe es nicht. Der Kult wurde aber 1514 und 1623 bestätigt.

Konrad von Hildesheim
* 12. Jh.
† 1250 in Hildesheim

Maria Franziska von den fünf Wunden
(Anna Maria Rosa Nicoletta Gallo)
* 25.3.1715 in Neapel
† 6.10.1791 in Neapel
1867 Heiligsprechung

Renatus von Sorrent
* und † 4./5. Jh
Patron der Holzschuhmacher
für eine gute Geburt
gegen Hüftleiden

Tutto von Regensburg
* 9. Jh in Dtl.
† 931 in Mondsee/Österreich
War Bischof von Regensburg
Zuletzt geändert von Juergen am Montag 6. Oktober 2003, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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otto
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Beitrag von otto » Montag 6. Oktober 2003, 14:08

4. Oktober Franziskus von Assisi

Giovanni Bernardone war der Sohn eines wohlhabenden Kaufmannes und seiner französischen Ehefrau; das Elternhaus kann bis heute besichtigt werden. Als Jüngling bekam er den Rufnamen Francesco wegen seiner von der Mutter geerbten Vorliebe für die französische Sprache und ritterlich-höfisches Leben. Er führte ein fröhliches und sorgloses Leben und wollte Ritter werden. Nach einer Schlacht zwischen Assisi und Perugia wurde er über ein Jahr in Perugia festgehalten und litt während seiner Gefangenschaft an einer schweren Krankheit, die ihn zu seiner Bekehrung führte. 1203 wurde er aus der Gefangenschaft befreit, kehrte nach Assisi zurück, unternahm eine Wallfahrt nach Rom und und pflegte Leprakranke. Schon in jener Zeit galt er als Sonderling und hatte unter Spott zu leiden; er aber ging geduldig wie ein Taubstummer und mit heiterem Gesicht durch die Menschenmenge. Sein Vater machte sich Gedanken, was den Sohn wohl zu solcher Gelassenheit trotz aller Kränkungen und zu solcher Weltverachtung motivierte.
....

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
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Beitrag von otto » Montag 6. Oktober 2003, 14:15

5. Oktober Anna Schäffer

Anna Schäffer litt fast 25 Jahre lang unter schwerer körperlicher und seelischer Krankheit, 15 Jahre lang trug sie unbemerkt von anderen die Wundmale Jesu an sich. Ihre mystischen Erlebnisse hielt sie in Berichten fest, andere schwer Kranke tröstete sie mit Briefen.

Eine große Menschenmenge nahm an Anna Schäffers Beerdigung teil, 1972 wurden ihre Gebeine in die Mindelstätter Kirche übertragen.

Kanonisation: Papst Johannes Paul II. sprach Anna Schäffer 1995 selig.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
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Beitrag von otto » Montag 6. Oktober 2003, 14:19

6. Oktober Maria Franziska von den fünf Wunden Christi (Anna Maria) Gallo

Anna Maria Gallo wuchs unter einem strengen, habsüchtigen Vater auf, der sie hart arbeiten ließ, ihr manche Pein bereitete und sie an den Rand des Grabes brachte; Barbara Basinsi, Anna Marias Mutter dagegen, war eine verständnisvolle, fromme Frau. Johann Joseph vom Kreuz habe schon vor der Geburt ihre Heiligkeit vorausgesagt. Mit 7 Jahren erhielt Anna Maria die erste Kommunion, die sie fortan täglich empfing. Als sie 16 Jahre alt war, wollte ihr Vater sie verheiraten, aber sie weigerte sich und trat unter dem Einfluss des Franziskaner-Mönches Theopholus dem 3. Orden der Franziskaner in der Reformkongregation von Petrus von Alcántara bei und erhielt 1731 den Ordensnamen Maria Franziska von den fünf Wunden Christi.

Maria Franziska empfing die Stigmatisierung; freitags - besonders am Karfreitag - fühlte sie an ihrem Körper die Schmerzen der Leiden Christi. Sie hatte viel zu leiden unter Krankheiten, den Folgen der Misshandlungen ihres Vaters und ihrer Schwestern, unter Prüfungen, die Ordensgeschwister ihr auferlegten, sowie unter Qualen, die sie sich selbst bereitete. Viele Priester und Menschen kamen zu ihr und fragten um Rat, ihre Zuwendung galt besonders den Bekümmerten und Gebrechlichen. Die letzten 38 Jahre ihres Lebens verbrachte sie zusammen mit Maria Felicitas in der Wohnung des Priesters Giovanni Pessiri.

Maria Franziska wurde in der Kirche Santa Lucia al Monte in Neapel bestattet. Die Wohnung von Maria Franziska kann noch heute mit der Originaleinrichtung besichtigt werden; im Erdgeschoss des Hauses wurde eine kleine Kirche eingerichtet, im Haus leben heute einige Nonnen unter dem Namen Maria Franziskas Töchter.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
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Beitrag von otto » Dienstag 7. Oktober 2003, 13:32

7. Oktober Maria - Fest Rosa - "Rosenkranzfest"

Das Rosenkranzgebet entstand nach 1450. Die Rosenkranz-Verehrung kommt auf, als 1475 die Dominikaner in Köln Maria zur Königin des Rosenkranzes erklärten, da Maria Dominikus die Gebete des Rosenkranzes gelehrt bzw. ihm den Rosenkranz überreicht habe. Starke Verbreitung in der katholischen Kirche fand dieses Gebet nach dem Sieg der christlichen Flotte über die Türken bei Lepanto am 7. Oktober 1571, ein Erfolg, der dem Rosenkranzgebet der Christenheit zugeschrieben wurde, nachdem Papst Pius V. dieses Gebet um Hilfe angeregt hatte. Pius' Nachfolger Papst Gregor XIII. legte den Tag dieses Sieges als das Rosenkranzfest fest.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
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Beitrag von otto » Donnerstag 9. Oktober 2003, 13:45

8. Oktober Benedicta

Glaubensbotin, Märtyrerin

Benedicta war eine vornehme Römerin, die der Überlieferung nach mit ihrer Milchschwester in Gallien das Evangelium verkündete, in Arigny um 300 gegeißelt und vom christenfeindlichen Richter selbst durch einen Beilhieb in den Kopf getötet wurde.
Um 700 wurden ihre Gebeine erhoben.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de
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9.Oktober

Beitrag von otto » Donnerstag 9. Oktober 2003, 13:50

9. Oktober Johannes Leonardi

Ordensgründer

Johannes war Apothekergehilfe. 1573 wurde er zum Priester geweiht, 1574 gründete er die "Gesellschaft der christlichen Lehre" zur Erziehung Jugendlicher und die Kongregation der "Reformierten Priester", die späteren "Regularkleriker der Mutter Gottes", deren Ziel vor allem die schulische Unterweisung der armen Bevölkerung war. Johannes wurde dann durch Missgunst, Neid und Verdächtigungen nach Rom vertrieben. Hier rief er ein Kollegium zur Ausbildung von Missionaren ins Leben, förderte das Schul- und Krankenhauswesen und reformierte im Auftrag von Papst Clemens VIII. verschiedene Kongregationen. Er wurde der Lehrer von Filippo Neri, der zu ihm gesagt haben soll: "Du bist zwar ein Heiliger. Aber pass' auf, dass Du auch einer bleibst!" Johannes starb bei der Pflege Pestkranker.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
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Niels
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Beitrag von Niels » Freitag 10. Oktober 2003, 14:07

10. Oktober

Hl. Viktor und Gefährten

Märtyrer
3./4. Jh. (?)

Der Dom von Xanten (Niederrhein) ist dem Hl. Viktor geweiht, einem Märtyrer der Thebäischen Legion. Ausgrabungen aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts haben gezeigt, daß sich dort eine christliche Grabstelle des 4. Jh. befand (heute als Krypta zugänglich). Dort fand man unter anderem zwei männliche Skelette aus dieser Zeit.

Weitere Informationen: http://home.t-online.de/home/xanten-st.viktor/

Hll. Kassius und Florentius

Märtyrer
3. Jh.(?)
Stadtpatrone von Bonn

Legendarischen Überlieferungen zufolge starben die beiden Soldaten Kassius und Florentius im 3. Jh. in Bonn den Märtyrertod; sie sollen der von Gereon geleiteten Gruppe der Thebäischen Legion angehört haben.
Erwiesen ist, daß ihr Grab schon zu Beginn des 4. Jh. verehrt wurde.

Informationen zur Festoktav: http://www.bonner-muenster.de
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Edith
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Teresa von Avila

Beitrag von Edith » Mittwoch 15. Oktober 2003, 06:59

Heute ist der Gedenktag von Teresa von Avila, Kirchenlehrerin, große Lehrerin des Gebets.

Petra
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Beitrag von Petra » Mittwoch 15. Oktober 2003, 20:09

Ein paar Gedanken von Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada , Teresa de Jesús, Teresa von Avila (1515 – 1582), Schutzpatronin Spaniens, Heilige, Kirchenlehrerin.


>Darum auf, meine Töchter, verzagt nicht! Wenn euch der Gehorsam viele äußere Verrichtungen auferlegt, etwa in der Küche, so wisst: inmitten all der Töpfe erwartet euch der Herr! Wobei er euch innerlich und äußerlich gleichermaßen beisteht. Ich möchte noch einmal betonen, Schwestern, dass der Mangel an äußerer Ruhe die Unio mystica keineswegs hindert, ist sie doch einswerden mit dem Willen Gottes. Dieses ist die Vereinigung, die ich euch allen wünsche, nicht die hingerissenen Verzückungen, die man euch mit dem Namen Unio belegt hat.<
( Buch der Klostergründungen)

>Ihr dürft auch nicht annehmen, dass der große Wunsch und feste Entschluss, bei sich selbst um keinen Preis mehr Verfehlungen oder gar Sünden zu dulden, diese ganz oder auch nur in hohem Maße ausschlösse. Gewiss begeht man sie nicht absichtlich, da man doch auch vom Herrn besondere Hilfen erhält – ich spreche hier sowieso von den lässlichen Sünden, nicht von den Todsünden, denn von letzteren ist man, sofern sie einem bewusst werden, frei. Sicher ist man allerdings auch vor ihnen nicht, und die Möglichkeit ungewollt gesündigt zu haben, bedeutet keine kleine Qual.<
(Die Wohnungen der inneren Burg)


aus: Teresa von Avila, Ich bin ein Weib und obendrein kein gutes. – Ein Portrait der Heiligen in ihren Texten. Zusammengestellt von Erika Lorenz

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 15. Oktober 2003, 23:50

16. Oktober:

• Sankt Gallus

• Sankt Hedwig von Schlesien

• Sankt Margareta Maria Alocoque
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Niels
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Beitrag von Niels » Montag 20. Oktober 2003, 10:26

20. Oktober

Hl. Wendelin

Wendelin lebte zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich um 570 in den Vogesen als fränkischer Einsiedler oder Mönch. Nach der späteren Legende des 15. Jh.s war er ein iroschottischer Königssohn, Einsiedler, Hirt und Abt von Tholey. Wendelin fand seine letzte Ruhestätte, schon um 1000 bezeugt, in dem später nach ihm benannten St.Wendel im Saargebiet. Sein Grab wurde ein besonderer Wallfahrtsort. Seine Verehrung als Schutzherr für Feld und Vieh verbreitete sich im Rhein-Mosel-Gebiet, im alemannischen Raum und durch Auswanderer nach Osteuropa und Nordamerika.

Wendelin wird dargestellt im Hirtenkleid oder in der Einsiedlerkutte, zu Füßen eine Krone, um ihn Viehherden.

Wendelin ist Patron der Hirten, Bauern, des Viehs.
Wendelin wird angerufen gegen Viehseuche, für gedeihliche Witterung, gute Ernte.

Verehrung nach dem deutschen Regionalkalender; besonders verehrt in Trier.

(Quelle: http://www.heilige.de )
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Beitrag von Niels » Dienstag 21. Oktober 2003, 10:59

21. Oktober

Hl. Ursula und Gefährtinnen

Märtyrerin
* in England (?)
+ um 304 (?) oder um 451 (?) in Köln

Attribute: Pfeil, Schiff, Licht der klugen Jungfrauen

Patronin von Köln; der Jungfrauen; der Jugend, der Lehrerinnen, Erzieherinnen und Tuchhändler; der Universitäten von Köln, Wien und Coimbra; in Kriegszeiten; für eine gute Ehe, für ruhigen Tod; gegen Kinderkrankheiten und die Qualen des Fegefeuers

Ursula (der lat. Name bedeutet: "kleine Bärin") war eine Frau, die - möglicherweise in der Diokletianischen Verfolgung um 304 - in Köln zusammen mit Gefährtinnen ermordet wurde. Die Rede von 11.000 Leidensgenossinnen beruht vermutlich auf einer Verwechslung von "11 M" der Grabinschrift: man las Mille (tausend) statt Martyres (Märtyrerinnen)

Die Legende erzählt von Ursula als der - durch ihre Schönheit weithin berühmten - Tochter des christlichen Königs Maurus. Schon in jungen Jahren habe sie sich ewiger Jungfräulichkeit verschrieben, ihr Vater aber verlobte sie mit dem englischen Fürstensohn Aetherius. Dem sei vom Kaiser für erwiesene Treue ein Stück Land - die heutige Bretagne in Frankreich - geschenkt worden; hier wollte er sich nach seiner Eheschließung niederlassen. Ursula erbat drei Jahre Frist; in dieser Zeit sollte Aetherius im christlichen Glauben unterrichtet und getauft werden. Sie selbst wolle sich mit zehn erlesenen Jungfrauen, denen sie selbst als elfte angehören wolle, vorbereiten: zu ihnen sollten sich je tausend weitere Jungfrauen gesellen, sie alle sollen geweiht und getauft, aber auch in ritterlichen Spielen ausgebildet werden und einen Schwur auf neue Ritterschaft leisten; Schiffe sollten gebaut werden, weltliche und geistliche Beschützer, darunter die Bischöfe Pantalus von Basel und Maurisius von Sizilien, sollten die Jungfrauen auf einer Fahrt nach Rom begleiten. Zu den Vorbereitungen für diese Reise kam auch Gerasina, die verwitwete Königin von Sizilien und Schwester von Ursulas Mutter Daria, mit ihrem Sohn und den vier Töchtern, die sich den Jungfrauen anschlossen.

Als der Wind gut stand brachen sie auf, gelangten aber in der Nordsee durch einen schweren Sturm in die Rheinmündung und dann nach Köln, wo Königin Sigillindis sie freundlich begrüßte. Ursula erfuhr im Traum von einem Engel, dass sie nach ihrem Besuch in Rom wieder nach Köln zurückkehren werde, um hier das Martyrium zu erleiden. Alle fuhren zunächst auf dem Rhein weiter nach Basel, von dort gingen sie zu Fuß nach Rom. Inzwischen erschien auch dem Aetherius ein Engel, der ihm kundtat, er solle seiner Braut entgegen fahren. Mit Mutter, Schwester und dem Bischof Marculus von Griechenland gelangte er ebenfalls nach Rom. Ursula wurde vom Papst Siricius empfangen, dieser schloss sich mit vielen Bischöfen der Rückreise nach Köln an. Zwei christenfeindliche römische Herren, die die Jungfrauen vergeblich für sich hatten gewinnen wollen, bewegten hinterrücks die Hunnen, Ursula und ihre Gesellschaft in Köln zu überfallen und zu töten. Das Blutbad unter den 11.000 Jungfrauen wurde bei der Ankunft der Schiffe um das Jahr 451 aufs Grausamste verwirklicht. Zuletzt blieb Ursula alleine übrig. Der Hunnenfürst begehrte sie für sich und erschoss die sich standhaft Verweigernde mit seinem Pfeil.

Andere Legenden erzählen, dass die Jungfrauen bei ihrer Landung in Köln auf die Hunnen stießen, die damals die Stadt besetzt hielten. Die Soldaten überfielen, misshandelten und töteten die Frauen, Ursula aber wurde vom Hunnenkönig begehrt. Sie verweigerte sich ihm, worauf sie mit einem Pfeil getötet wurde. Daraufhin kamen 11.000 Engel vom Himmel herab und trieben zur Strafe die Hunnen aus der Stadt.

Nach einer Inschrift des 4. Jahrhunderts baute ein Kölner Bürger eine zerstörte Kapelle über den Gräbern der Märtyrerinnen wieder auf. Ruhm und Reliquien verbreiteten sich nachweislich vom 10. Jahrhundert an. Eine im 11. Jahrhundert geschriebene Legende - durch Gräberfunde in der Nähe des alten Friedhofes der römischen Siedlung Colonia Agrippinensis im Jahr 1106 und durch die Visionen der Elisabeth von Schönau untermauert - wurde zu einer Dichtung mit märchenhaften Zügen erweitert. Einen Höhepunkt erlebte der Ursula-Kult im 15. Jahrhundert, gefördert besonders durch die Zisterzienser. Der belgische Chronist Sigebert von Gembloux und die Acta Sanctorum berichten, Kolumbus habe 1493 bei der Entdeckung von 11 Inseln in der Karibik in Anlehnung an die Ursula-Legende diese "Santa Ursula y Las Once Mil Virgenes", "Heilige Ursula und 11.000 Jungfrauen", kurz "Jungfraueninseln", benannt. Die Stadt Oberursel im Taunus führt ihren Namen auf Ursula zurück und führt sie im Wappen.

Der 1535 in Brescia gegründete Ursulinenorden hat Ursula zum Namenspatron. Mit Ursula verehrt werden ihre Gefährtinnen Brisca, Cäcilia, Eugenia, Grata, Kordula, Odilia und Verena, die das gleiche Schicksal erlitten.

(http://www.heiligenlexikon.de)
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Beitrag von Niels » Freitag 24. Oktober 2003, 10:19

24.10.

Hl. Antonius Maria Claret

Anton(io) Maria Claret, 1807 in Spanien geboren, empfing mit 28 Jahren die Priesterweihe. Ab 1843 zog er als Volksmissionar durch das Land. Um Helfer für seine Tätigkeit zu gewinnen, gründete er 1849 den Missionsorden "Söhne des Unbefleckten Herzens Mariä", genannt Claretiner. Ein weiblicher Ordenszweig folgte. Dann ging er als Volksmissionar nach Kuba. 1850 wurde der hochgeachtete Missionar zum Erzbischof von Santiago de Cuba gewählt. Doch schon 1857 wurde der geistliche Oberhirte, der für die Menschen auf der "Zuckerinsel" soviel Gutes tun konnte, von Königin Isabella II. als ihr Beichtvater nach Spanien zurückberufen. Hier verfaßte Antonio Claret zahlreiche viel beachtete Schriften über Volkserziehung und gründete eine Vereinigung für christliche Künstler und Schriftsteller. Auf der Reise zum ersten Vatikanischen Konzil nach Rom starb er in einem südfranzösischen Zisterzienserkloster am 24.Oktober 1870.

(http://www.autobahnkirche.de)

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Beitrag von Niels » Samstag 25. Oktober 2003, 13:45

25. Oktober

Hll. Chrysanthius und Daria

Märtyrer
* in Ägypten (?)
+ um 285 in Narbonne (?) oder um 304 in Rom

Attribute: Chrysanthus: mit Löwe, als Ritter; Daria: Blumenkranz im Haar, mit Löwe
Patrone der Richter

Die Legende erzählt von Chrysanthius (der Name bedeutet: die goldene Blume), daß er Christ geworden war, aber von seinem Vater bedrängt wurde, wieder vom Glauben zu lassen. Nach vielen vergeblichen Bemühungen ließ der Vater den Sohn mit fünf Jungfrauen, die ihn verführen sollten, einsperren. Aber diese fielen in einen tiefen Schlaf, aßen und tranken nichts mehr. Schließlich sollte die weise, der Göttin Vesta geweihte Jungfrau Daria (der Name bedeutet: die Mächtige) Chrysanthius überreden. Ein gelehrtes Streitgespräch endete mit Darias Bekehrung und dem Entschluss, zu des Vaters Wohlgefallen eine Ehe zu schließen, sich aber Keuschheit zu geloben.

Ihre gemeinsamen Predigten und Bekehrungen veranlaßten einen Fürsten, der die Christen verfolgte, Chrysanthius in ein stinkendes Gefängnis zu werfen, das sich aber alsbald mit Wohlgeruch erfüllte. Daria wurde in ein Bordell verschleppt, aber ein aus dem Zwinger des Fürsten ausgebrochener Löwe beschützte sie; er packte einen Jüngling, der sich Daria begehrlich nahen wollte, und legte ihn ihr zu Füßen; den Dienern, die sie greifen sollten, ging es ebenso, unbeschädigt standen sie auf und bekehrten sich. Da ließ der Fürst ein großes Feuer machen, um Chrysanthius und Daria mitsamt dem Löwen zu verbrennen. Daria gebot dem Löwen, davonzugehen und keinem Menschen mehr ein Leid anzutun. Als dann das Feuer Chrysanthius und Daria nichts anhaben konnte, wurden beide in eine Grube geworfen und mit Sand und Steinen zugeschüttet, um den Tod durch Ersticken zu erleiden.

Als Ort dieses Martyriums von Daria und Chrysanthius wird Narbonne, als Zeit um 285 genannt.

Ähnlich wird von einem Ägypter Chrysanthius erzählt, der mit seiner Frau Daria in Rom gesteinigt und bei lebendigem Leib begraben wurde. Sie seien dann an der Via Salaria begesetzt worden, Papst Damasus I. habe das Grab mit einer Inschrift versehen. Im 7. Jahrhundert wurde zu Ehren der beiden in Rom eine Kirche geweiht.

Reliquien von Chrysanthius und Daria kamen 844 nach Prüm, 848 nach Münstereifel (in der dortigen Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria: Festoktav in der Woche um den 25. Oktober) . Weitere Reliquien werden in Wien, Salzburg, Neapel, Reggio Emilia und Oria verehrt.


Hll. Crispinus und Crispinianus

Gedenktage
Osnabrück: Übertragung der Gebeine: 20. Juni
Metz: Übertragung der Gebeine: 27. Juni

Märtyrer
* in Rom
+ um 287 in Soissons in Frankreich


Die Legende berichtet von Crispin (Name: der Kraushaarige) und seinem Bruder Crispinianus, Söhne einer vornehmen römischen Familie, daß sie zusammen mit dem Sohn eines römischen Senators nach Soissons kamen, um dort als Glaubensboten zu wirken. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie als Schuhmacher, den Armen machten sie unentgeltlich Schuhe, wodurch sie viele für den Glauben gewannen. In den Christenverfolgungen unter Kaiser Maximinian wurden sie vom Präfekten Rictiovarus verhaftet und gefoltert: er ließ ihnen Pfrieme unter die Fingernägel stecken, sie mit flüssigem Blei übergießen, sie ins Feuer und in eiskaltes Wasser werfen, schließlich enthaupten; andere Überlieferungen berichten, daß ihnen wie Bartholomäus die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen wurde.

An der Stelle des Martyriums von Crispin und Crispinianus wurde schon im 6. Jahrhundert eine Basilika erbaut. Reliquien kamen im 9. Jahrhundert nach Osnabrück.

Im 3. Aufzug der "Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner singt die aufmarschierende Schusterzunft:
"Sankt Crispin war gar ein heilig Mann, / zeigt, was ein Schuster kann.
Die Armen hatten gute Zeit, / macht ihnen warme Schuh.
Und wenn ihm keiner's Leder leiht / so stahl er sich's dazu."

Attribute: Schuhmacherwerkzeug
Patrone von Osnabrück und Soissons; der Schuhmacher, Sattler, Gerber, Schneider, Weber und Handschuhmacher
Bauernregel: Am Tage von Crispin / sind die letzten Fliegen hin."


Hl. Liborius

Gedenktag
in Paderborn und Le Mans: Übertragung der Gebeine: 28. April
in Paderborn: Ankunft seiner Gebeine: 28. Mai
in Paderborn auch 25. Oktober

Bischof von Le Mans
+ um 397 in Le Mans


Liborius (Name bedeutet: der Gott Geopferte oder feierlicher Sprecher)wurde 348 Bischof von Le Mans. Die Legende schreibt ihm eine 49-jährige segensreiche Tätigkeit und mehrere Wunderheilungen zu und erwähnt, daß sein Freund Martin von Tours ihm beim Sterben Beistand leistete.

Bischof Aldric von Le Mans überließ Liborius' Reliquien 836 dem Bischof Badurad von Paderborn; die Prozession kam Pfingsten 836 in Paderborn an. Eine Legende des 18. Jahrhunderts erzählt, daß ein Pfau der Übertragung der Gebeine voran geflogen sei. Im Dreißigjährigen Krieg wurden sie geraubt, nach fünf Jahren aber wieder zurückgebracht - dieser Tag, der 25. Oktober, wird in Paderborn als Gedenktag "Klein-Libori" begangen. Die Reliquien werden heute im Liborius-Schrein im Dom in Paderborn aufbewahrt.

Attribute: Steinchen, Pfau
Patron gegen Steinleiden, Koliken, Wassersucht und Fieber

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Beitrag von Niels » Dienstag 28. Oktober 2003, 09:02

28. Oktober

Hll. Simon und Judas Thaddäus

Apostel, Märtyrer
+ im 1. Jahrhundert in Babylon, dem heutigen Han-al-Mahawil im Irak (?)

Attribute: Hl. Simon: Säge, Keule, Beil; Hl. Judas: Buch, Keule, Hellebarde
Patronate: Patrone von Goslar;
Hl. Simon: der Holzhauer, Waldarbeiter, Maurer, Gerber, Lederarbeiter, Weber und Färber
Hl. Judas Thaddäus: in schweren Nöten und Anliegen, in verzweifelten Situationen

Simon (der hebr. Name bedeutet "die Erhörung") trägt den Beinamen "Zelotes" - aramäisch "Kananäus", deutsch "der Eiferer" - weil er der politisch radikalen Bewegung der Zeloten angehörte, die gewaltsam die römischen Fremdherrscher aus Isarel vertreiben wollte. Das Neue Testament nennt ihn in Aufzählungen der 12 Jünger (Mt 10, 4; Mk 3, 18; Apg 1, 13), besondere Erwähnung findet er hier sonst nicht. Seine Identifizierung mit dem Bräutigam bei der Hochzeit zu Kana (Joh 2, 1 - 11) oder die Annahme seiner Herkunft aus Kanaan beruhen auf sprachlichem Mißverständnis der Bezeichnung "Kananäus". Manche Überlieferungen nennen Simon als Apostel unter den Juden und erzählen von seinem Martyrium, er sei enthauptet, nach anderen Quellen zersägt worden.

Judas Thaddäus (Name bedeutet: J: "Gott sei Dank"; T: "der Beherzte") war der Sohn eines Jakobus (Luk. 6, 16) und einer der Jünger Jesu; er ist nicht zu verwechseln mit Judas, genannt Ischariot, der Jesus verraten hat. Judas Thaddäus wird im Neuen Testament sonst nur einmal erwähnt im Johannesevangelium (14, 22) mit der Frage, warum Jesus seine Abschiedsrede exklusiv den Jüngern und nicht der ganzen Welt offenbare.

Die Legende nennt Simon und Judas Thaddäus Brüder von Jakobus, dem Jüngeren, Söhne des Alphäus und der Maria Kleophas. Nach der Legenda Aureawirkte Simon in Syrien und Mesopotamien zusammen mit Judas Thaddäus, dann in Persien, wo beide dem Feldhauptmann des Königs von Babylon, Baradach, Sieg und Frieden prophezeiten, was sich tatsächlich und unmittelbar am nächsten Tage ereignete. Als Götter in Menschengestalt zu König Xerxes geführt, tauften sie ihn, den ganzen Hofstaat und viele Tausende im Land. Wiederholt zum Vernichten der feindlichcn Gewalten aufgefordert, war ihr ständiges Wort: "Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen sind wir gekommen." Nach zahlreichen Wundertaten, mit denen sie die Machtlosigkeit der Zauberer bewiesen und die Abgötter stürzten, entfachten die Zauberer im Lande einen Aufstand der Priester, die beide Apostel erstachen, nach anderen Legenden enthaupteten oder Judas mit einer Keule, Simon mit einer Säge zu Tode martern ließen. Ein gewaltiges Unwetter erschlug daraufhin Priester und Zauberer. Der König ließ die Leichen der beiden Heiligen suchen, bestatten und eine große Kirche darüber bauen.

Der Simonstag ist örtlich Lostag der Bauern und gilt als Beginn der Winterzeit.
Bauernregeln: "Simon und Juda die zwei,/führen oft Schnee herbei."
"Ist's an Judas hell und klar/gibt's Regen erst ab Cäcilia."
"Simon und Judas / fegen das Laub in die Gass."

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Niels
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Beitrag von Niels » Montag 10. November 2003, 20:28

11. November

Hl. Martin, Bischof von Tours

Ein interessanter und kurzer Beitag isthier zu finden.

Die wohl beste und umfangreichste Seite über den Hl. Martin (übrigenns eine Seite vom Erzbistum Köln) mit Legenden, Noten, Rezepten etc. findet man hier.
Zuletzt geändert von Niels am Dienstag 11. November 2003, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.

Cicero
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Beitrag von Cicero » Dienstag 11. November 2003, 08:31

11. November

Hl. Martin, Bischof von Tours

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Niels
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Beitrag von Niels » Mittwoch 12. November 2003, 22:19

12. November

Hl. Josaphat


Bischof, Märtyrer

Der Hl. Josaphat wurde 1580 als Sohn des orthodoxen Stadtrats Kunzewitsch in Wlodzimierz (Wolhynien) geboren. Er kam als Kaufmannsgehilfe nach Wilna, wo er 1604 Basilianermönch wurde und zu der mit Rom unierten ruthenischen Kirche ubertrat. 1614 wurde er Klostervorsteher in Wilna, 1617 Koadjutor des Erzbischofs von Polozk und im Jahr darauf sein Nachfolger.
Er bemühte sich eifrig um Reformen in seinem Orden und um die Ausbreitung der ruthenischen Kirche. Seine Ausstrahlung als Prediger und Beichtvater war bedeutend.
Auf einer Visitationsreise wurde er am 12. November 1623 in Witebsk ermordet. Seine Seligsprechung erfolgte 1643, seine Heiiligsprechung im Jahre 1867.
Seine Reliquien wurden 1916 nach Wien, 1949 nach Rom in den Petersdom übertragen.
Dargestellt wird er im Habit der Basilianermönche oder in bischöflicher Gewandung mit Hackmesser.

Quellen:
http://polotsk.nm.ru/st2.htm http://stephanscom.at/heilige/articles/ ... 2/12/a1518

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Niels
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Beitrag von Niels » Mittwoch 12. November 2003, 22:33

13.11.

Hl. Stanislaus Kostka


Ordensmann

http://www.bautz.de/bbkl/k/Kostka.shtml

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Beitrag von Niels » Samstag 15. November 2003, 00:28


Marlene
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Mariä Heimsuchung

Beitrag von Marlene » Freitag 2. Juli 2004, 16:35

Falls jemand für den heutigen Festtag noch eine kleine Meditation sucht,
die hier http://www.stift-neuburg.de/frameset2.htm
fand ich sehr gut.

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overkott
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St. Francis Feast Day

Beitrag von overkott » Donnerstag 4. Oktober 2007, 17:17

Heute begehen wir den Festtag des Hl. Franziskus. Sein Vorbild lag sicherlich darin, das Evangelium in neuartiger Weise für sein Leben als Leitlinie zu nehmen und eine intensive Christusbeziehung zu pflegen. Durch seine Ausstrahlung und sein liebevolles Wesen gelang es ihm, in der Kirche und nach außen hin ein Zeichen des Dialogs und des Friedens zu setzen.

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Pit
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Re: St. Francis Feast Day

Beitrag von Pit » Donnerstag 4. Oktober 2007, 17:28

Der heilige Francesco ist einer meiner "Lieblingsjheiligen", wenn es soetwas gibt, neben dem hl. Phillipo Neri und dem hl. Don Bosco.

Gruß,Pit
overkott hat geschrieben:Heute begehen wir den Festtag des Hl. Franziskus. Sein Vorbild lag sicherlich darin, das Evangelium in neuartiger Weise für sein Leben als Leitlinie zu nehmen und eine intensive Christusbeziehung zu pflegen. Durch seine Ausstrahlung und sein liebevolles Wesen gelang es ihm, in der Kirche und nach außen hin ein Zeichen des Dialogs und des Friedens zu setzen.
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Re: St. Francis Feast Day

Beitrag von overkott » Donnerstag 4. Oktober 2007, 17:49

Pit hat geschrieben:Der heilige Francesco ist einer meiner "Lieblingsjheiligen", wenn es soetwas gibt, neben dem hl. Phillipo Neri und dem hl. Don Bosco.

Gruß,Pit
overkott hat geschrieben:Heute begehen wir den Festtag des Hl. Franziskus. Sein Vorbild lag sicherlich darin, das Evangelium in neuartiger Weise für sein Leben als Leitlinie zu nehmen und eine intensive Christusbeziehung zu pflegen. Durch seine Ausstrahlung und sein liebevolles Wesen gelang es ihm, in der Kirche und nach außen hin ein Zeichen des Dialogs und des Friedens zu setzen.
Und natürlich neben dem heiligen Bonaventura.

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Romuald
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Bernadette

Beitrag von Romuald » Mittwoch 16. April 2008, 14:11

Bernadette Soubirous (Marie Bernard)

Seherin, Nonne

* 7. Januar 1844 in Lourdes in Frankreich
† 16. April 1879 in Nevers-sur-Loire in Frankreich

Bernadette, ältestes von sechs Kindern, war Tochter eines armen Müllers, aufgewachsen in einer alten, dunklen und feuchten Mühle, einem ausgedienten Gefängnis, wo sie sich vermutlich das Asthmaleiden zuzog, das sie ihr Leben lang plagte.
Am 11. Februar 1858, also kurz nach ihrem 14. Geburtstag, hatte Bernadette beim Holzsammeln im Wald zum erstenmal die Vision, die sich im folgenden halben Jahr noch 17 Mal wiederholen sollte: Ihr erschien in der wenige Meter von ihrem Elternhaus entfernten Grotte Massabielle eine weibliche Gestalt von großer Schönheit in einer goldschimmernden Wolke. Die "Dame", wie Bernadette sie bewundernd-ehrfurchtsvoll nannte, die sich später als die Jungfrau Maria zu erkennen gab, forderte Bernadette zum Bau einer Kirche an der Grotte und zur Abhaltung von Prozessionen zu diesem Ort auf.
In einer zweiten Erscheinung 14 Tage später forderte die "Dame" Bernadette zum Trinken aus der Grotte auf. Es war aber kein Wasser zu sehen; Bernadette kratzte etwas Erde weg, plötzlich entsprang der Stelle klares Wasser. Maria offenbarte ihr die Heilkraft der Quelle. Ein erblindeter Mann fand tatsächlich sein Augenlicht wieder, die Nachricht von der Heilkraft des Wassers verbreitete sich rasch. Am 16. Juli 1858 erlebte Bernadette die letzte Erscheinung, bei der sich Maria - vier Jahre nach Verkündigung des entsprechenden Dogmas durch Papst Pius IX. - als die "unbefleckt Empfangene" zu erkennen gab. Im selben Jahr gab es das erste von bislang 66 von der katholischen Kirche anerkannten Heilungswundern: Catherine Latapie Chourat tauchte ihren gelähmten Arm in die Quelle und zog ihn geheilt wieder heraus.
Schon 1862 bestätigte die katholische Kirche die Echtheit der Visionen, Lourdes entwickelte sich rasch zu einem der bedeutendsten katholischen Wallfahrtsorte. Bernadette hatte Misstrauen, Unverständnis und Anfeindungen, zudem ihre schwere Krankheiten zu ertragen. Die Presse nannte sie eine hysterische Person, zweifelte an ihrer Glaubwürdigkeit, selbst der berühmte Schriftsteller Emile Zola bekundete sein Misstrauen. Um sich vor Neugier, Belästigungen und Aufdringlichkeiten zu verbergen, verließ Bernadette 1866 ihre Heimat und schloss sich den Barmherzigen Schwestern im Kloster St. Gildard in Nevers an; 1867 legte sie ihre Gelübde ab und erhielt den Ordensnamen Marie Bernard. Auch im Kloster wurde sie immer wieder gedemütigt und erniedrigt, doch alle Enttäuschungen konnten sie nicht von der Liebe zu jener "Dame" abbringen. Einer ihrer Mitschwestern stellte Bernadette die Frage: "Was tut man mit einem Besen?" "Man kehrt mit ihm." "Und anschließend?" "Man stellt ihn hinter die Tür in die Ecke." "Eben! Das ist meine Geschichte. Maria hat mich benutzt und nun in die Ecke gestellt. Das ist mein Platz." Im Kloster durfte über ihre Vergangenheit nicht gesprochen werden.
1879 starb Bernadette, erschöpft und von ihren Krankheit ausgezehrt, an Knochentuberkulose. Ihr Leib, aufgebahrt im Glasschrein des Klosters in Nevers, blieb unverwest.

Lourdes wurde zum berühmtesten Marienwallfahrtsort der Welt, Hunderrttausende suchen hier Heilung. Dokumentiert sind bislang über 6000 medizinisch auffällige Heilungen, 2000 davon von Ärzten als unerklärlich eingestuft, 66 hat die katholische Kirche nach eingehender Prüfung als Wunderheilungen anerkannt. Andachtsbilder von Bernadette waren die ersten, die fotografisch erstellt wurden.

Kanonisation: Selig gesprochen wurde Bernadette 1925, heilig gesprochen wurde sie 1934 von Papst Pius XI.

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Samstag 19. April 2008, 11:45

Leo IX.
Gedenktag katholisch: 19. April

Biographie - Leo IX.
1048 starb nach nur ganz kurzer Regierungszeit Papst Damasus II. Gegen seinen heftigen Widerstand sollte Bruno auf Wunsch des Kaisers Heinrich III., der Fürsten und der Bischöfe Papst werden. Er knüpfte seine Zusage aber an die Zustimmung durch das Volk von Rom. Nach seinem Amtsantritt als Leo IX. Ende Februar 1049 führte er die offizielle Kirchenpolitik weiter, indem er gegen die Priesterehe und für das Zölibat eintrat, Simonie und die Laieninvestitur bekämpfte. Er organisierte die päpstliche Verwaltung neu, berief zahlreiche Reformer nach Rom und minderte so den Einfluss des römischen Klerus. Er hielt eine Vielzahl von Versammlungen und Synoden ab, leitete die gregorianische Reform der Kirche ein und war der Begründer des Kardinalskollegiums in seiner bis heute praktizierten Form. Auf langen Visitationsreisen durch ganz Europa restaurierte er Klöster, weihte viele Kirchen - so auch in Augsburg und Regensburg - und stärkte den unmittelbaren Einfluss des Papsttums auf von Rom ferne Gemeinden. Leo wollte beim Volk präsent sein; seine Legende erzählt, wie er einen aussätzigen Bettler in sein eigenes Bett legte.

Während seines Pontifikats fand der lange Dogmenstreit zwischen West- und Ostkirche im ehemaligen Römischen Reich 1054 durch die Exkommunikation des Patriarchen von Konstantinopel und aller seiner Kirchenmitglieder seinen Höhepunkt: Dieser Schritt vollendete die Spaltung zwischen Rom und der orthodoxen Kirche.

Durch den Einfall der Normannen und deren Angriff auf Rom 1053 wurde der Friedliebende zu militärischem Kampf gezwungen, der aber mit einer Niederlage endete. Leo bot sich den Siegern als Geisel an, wurde gefangen und 1054 schwer krank wieder freigelassen. Er starb sechs Wochen später, erschöpft und ausgelaugt, nachdem er sich ans Grab des Petrus hatte tragen lassen, um dort seine letzten Stunden zu verbringen.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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