Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

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Coturnix
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Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von Coturnix »

Hallo!
Ich bin selber studierter Theologe und habe das Bücherregal voller Fachliteratur. Nun möchte ich mit meiner Verlobten gerne eine Glaubenseinführung lesen, die auch für Nichttheologen verständlich ist. Schön wäre etwas, das sich an den Artikeln des Apostolikums orientiert. Habe das Buch von Ratzinger, aber das ist vielleicht schon ein wenig zu schwierig stellenweise. Irgendwelche Empfehlungen ?

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taddeo
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von taddeo »

Coturnix hat geschrieben:
Montag 12. Juni 2017, 18:03
Hallo!
Ich bin selber studierter Theologe und habe das Bücherregal voller Fachliteratur. Nun möchte ich mit meiner Verlobten gerne eine Glaubenseinführung lesen, die auch für Nichttheologen verständlich ist. Schön wäre etwas, das sich an den Artikeln des Apostolikums orientiert. Habe das Buch von Ratzinger, aber das ist vielleicht schon ein wenig zu schwierig stellenweise. Irgendwelche Empfehlungen ?
Sowas enthält doch der KKK, oder?!? :hmm:
Oder was Patristisches: Aurelius Augustinus, Enchiridion de fide, spe et charitate (Handbüchlein), deutsch zB im Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, 1984 in 4. Auflage erschienen. Das geht auch entlang des Apostolicum.

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umusungu
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von umusungu »

"Ich glaube", hrsg von Kirche in Not.

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martin v. tours
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von martin v. tours »

Ich fand das vor einigen Jahren ganz ansprechend:
http://www.fe-medien.de/mehr-als-ein-gefuehl
Ist für einen Theologen eher schmale Kost aber für gut lesbar. Gerade als Anfänger stolpert man oft über Fachausdrücke die ein Theologe gar nicht mehr wahrnimmt und einem ein Buch unleserlich machen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Reinhard
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von Reinhard »

'
Von der praktischen Seite würde ich da an den Youcat oder an den Alpha-Kurs denken.

Da kommt man völlig herunter von der theologischen Fachsprache, aber bekommt den Glauben (ja: den katholischen Glauben !) noch einmal richtig schön in normaler Sprache serviert.

Das wäre jedenfalls mein 1. Ansatz, für eine Anfangskatechese.

Wenn das nicht reicht, kann man ja immer noch den KKK Kapitelweise lesen. Das wären dann die "Lektionen für Fortgeschrittene".

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taddeo
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von taddeo »

Reinhard hat geschrieben:
Montag 12. Juni 2017, 18:58
Wenn das nicht reicht, kann man ja immer noch den KKK Kapitelweise lesen. Das wären dann die "Lektionen für Fortgeschrittene".
Nicht unbedingt. Der ganze Abschnitt II des KKK dreht sich um das Glaubensbekenntnis, das wäre sicher ein guter Einstieg.

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Reinhard
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von Reinhard »

Dass Kap 1.II KKK dem Glaubensbekenntnis folgt, ist klar.

Nach meinem Empfinden berücksichtigt der KKK allerdings schon viele Eventualitäten, die man im 1. Durchgang nicht unbedingt braucht. Und seine Sprache trägt so viele theologische Züge, dass ich ihn tatsächlich erst in Lektion 2 "geben" würde, nachdem der Urschleim mal geklärt ist.

Noch ein Faktor: gerade wenn man theologisch "studiert" ist, tut eine grundsätzlich andere Sprache, mit einem gesunden Abstand zur "historisch-kritischen Wissenschaftlichkeit" durchaus gut. Und darin sind Youcat und Alpha auch besser als der KKK.
Eventuelle Mängel kann man als Theologe leicht aus dem eigenen Repertoire ausgleichen, das fördert auch nochmal das Gespräch.

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taddeo
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von taddeo »

Reinhard hat geschrieben:
Montag 12. Juni 2017, 20:39
Noch ein Faktor: gerade wenn man theologisch "studiert" ist, tut eine grundsätzlich andere Sprache, mit einem gesunden Abstand zur "historisch-kritischen Wissenschaftlichkeit" durchaus gut. Und darin sind Youcat und Alpha auch besser als der KKK.
Eventuelle Mängel kann man als Theologe leicht aus dem eigenen Repertoire ausgleichen, das fördert auch nochmal das Gespräch.
Ich würde es gerade umgekehrt besser finden: Sich mit dem theologisch sauber formulierten Text zu befassen, und den dann "aus dem eigenen Repertoire" verständlich zu machen. Alles andere gibt nur Chaos.

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umusungu
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Re: Gute Glaubenseinführung entlang des Glaubensbekenntnisses?

Beitrag von umusungu »

taddeo hat geschrieben:
Montag 12. Juni 2017, 20:59
Ich würde es gerade umgekehrt besser finden: Sich mit dem theologisch sauber formulierten Text zu befassen, und den dann "aus dem eigenen Repertoire" verständlich zu machen. Alles andere gibt nur Chaos.
Für wen wurde der KKK geschrieben?

"Am Anfang der Arbeit am Katechismus wurden die Grundsätze für das Werk festgehalten:
Der Katechismus soll eine organische und synthetische, möglichst prägnante und vollständige Darstellung der wesentlichen und grundlegenden Elemente der katholischen Glaubens- und Sittenlehre bieten, im Licht des Zweiten Vatikanischen Konzils und in Kontinuität zur Tradition der Kirche.
Die Adressaten des Katechismus sollen in erster Linie die Bischöfe als Lehrer des Glaubens sein, in zweiter Linie die Verfasser von Katechismen, Katecheten und alle Gläubigen.
Die Struktur soll dreigliedrig sein: Glaubensbekenntnis, Sakramente, Dekalog.
"
aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Katechism ... hen_Kirche

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