Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

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lifestylekatholik
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Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 4. August 2019, 22:36

Der Strang Offener Rassismus … wurde laut Modprotokoll am 24. Juli zu Moderationszwecken vorübergehend »herausgenommen«. Leider ist er immer noch nicht wieder hineingestellt worden. Neffe Donald hatte darin ein interessantes Dokument der Bundesrepublik-Bischöfe zitiert (weiß leider nicht mehr, welches, Strang ist ja noch weg). Jedenfalls war man sich wohl weitgehend einig, Rassismus und katholischer Glaube schlössen einander aus.

Ich verstehe das nach wie vor nicht wirklich und möchte das daher gerne runterbrechen und etwas konkreter fassbar machen. Beispiel: Der Lebensmittelunternehmer (und S04-Aufsichtsratschef) Clemens Tönnies hat vor ein paar Tagen in Paderborn eine klar rassistische Aussage getätigt (Medienecho ist ja bekannt):
FOCUS hat geschrieben:Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. «Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren», sagte Tönnies.
Welche katholischen Glaubenswahrheiten leugnet er damit? :hmm:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Gamaliel
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Gamaliel » Montag 5. August 2019, 07:37

Keine Antwort auf lifestyles berechtigte Frage, aber ein bißchen katholischen Lesestoff zum Thema Rassismus bieten folgende Links:


Gustav Gundlach: Wider den Rassismus: Entwurf einer nicht erschienenen Enzyklika (1938)


John La Farge: Interracial justice, a study of the Catholic doctrine of race relations (1937)

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Vinzenz Ferrer
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 5. August 2019, 10:37

lifestylekatholik hat geschrieben:
Sonntag 4. August 2019, 22:36
Jedenfalls war man sich wohl weitgehend einig, Rassismus und katholischer Glaube schlössen einander aus.

Ich verstehe das nach wie vor nicht wirklich und möchte das daher gerne runterbrechen und etwas konkreter fassbar machen. Beispiel: Der Lebensmittelunternehmer (und S04-Aufsichtsratschef) Clemens Tönnies hat vor ein paar Tagen in Paderborn eine klar rassistische Aussage getätigt (Medienecho ist ja bekannt):
FOCUS hat geschrieben:Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. «Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren», sagte Tönnies.
Diese Aussage ist nicht rassistisch, sondern allerhöchstens polemisch überpointiert.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von CIC_Fan » Montag 5. August 2019, 10:49

ich finde das absolut rassistisch aber das kommt halt auf den Standpunkt ein den man grundsätzlich zu diesen Fragen einimmt

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lifestylekatholik
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 10:56

Danke, lieber Gamaliel, für die Leseempfehlung!
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 10:37
Diese Aussage ist nicht rassistisch, sondern allerhöchstens polemisch überpointiert.
Ich kann verstehen, dass man versucht, diese Ausflucht zu nehmen. Aber sie erscheint mir nicht sinnvoll. Man kann nicht glaubhaft auf der einen Seite sagen, Rassismus gehe gar nicht, aber auf der anderen Seite immer, wenn es Fälle gibt, die in der öffentlichen Meinung als klar rassistisch beurteilt werden, sagen: Ach, na ja, so war das aber eigentlich gar nicht gemeint.

Schau dir das Medienecho an: Alle sind sich einig, dass das eine klar rassistische Äußerung war. So versteht man es auch, wenn die Kirche sagt: Rassismus geht gar nicht.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Vinzenz Ferrer
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 5. August 2019, 11:58

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 10:56
Danke, lieber Gamaliel, für die Leseempfehlung!
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 10:37
Diese Aussage ist nicht rassistisch, sondern allerhöchstens polemisch überpointiert.
Ich kann verstehen, dass man versucht, diese Ausflucht zu nehmen. Aber sie erscheint mir nicht sinnvoll. Man kann nicht glaubhaft auf der einen Seite sagen, Rassismus gehe gar nicht, aber auf der anderen Seite immer, wenn es Fälle gibt, die in der öffentlichen Meinung als klar rassistisch beurteilt werden, sagen: Ach, na ja, so war das aber eigentlich gar nicht gemeint.

Schau dir das Medienecho an: Alle sind sich einig, dass das eine klar rassistische Äußerung war. So versteht man es auch, wenn die Kirche sagt: Rassismus geht gar nicht.
Das "Medienecho" ist für einen frommen Katholiken irrelevant.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 12:00

[Beleidigung entfernt. -HeGe]

Einmal den Text zur Initiative der DBK "Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus"

Noch wichtiger das Papier "Dokument Rassenvorurteile 1988" der Päpstlichen Kommission "Justitia et Pax"

Daraus:
1. Rassenvorurteile und rassistisches Verhalten beeinträchtigen weiterhin die Beziehungen zwischen Personen, Gruppen und Völkern. Die öffentliche Meinung erregt sich darüber mehr und mehr. Das Gewissen kann sie keinesfalls hinnehmen. Besonders schmerzlich empfindet die Kirche eine derart diskriminierende Haltung. Die Botschaft der biblischen Offenbarung bekräftigt die Würde jedes einzelnen als nach dem Bilde Gottes geschaffen, die Einheit der Menschheit im Schöpferplan und die Dynamik der von Christus dem Erlöser bewirkten Versöhnung, der die trennende Wand der Feindschaft niedergerissen hat,[1] damit in Ihm alle eins werden.
17. Die christliche Lehre zur menschlichen Person ist durch die biblische Offenbarung erleuchtet und aus ihr sowie aus ständiger Beschäftigung mit dem Sehnen und Leben der Völker entwickelt worden. Diese Lehre lag, wie bereits erwähnt, in der ganzen Geschichte der Haltung der Kirche zugrunde. Sie wurde für unsere Zeit im Zweiten Vatikanischen Konzil in mehreren grundlegenden Texten aufgegriffen und zusammengefasst. Ein Beispiel dafür ist dieser Ausschnitt: "Da alle Menschen eine geistige Seele haben und nach Gottes Bild geschaffen sind, da sie dieselbe Natur und denselben Ursprung haben, da sie, als von Christus Erlöste, sich derselben göttlichen Berufung und Bestimmung erfreuen, darum muss die grundlegende Gleichheit aller Menschen immer mehr zur Anerkennung gebracht werden.

Gewiss, was die verschiedenen physischen Fähigkeiten und die unterschiedlichen geistigen und sittlichen Kräfte angeht, stehen nicht alle Menschen auf gleicher Stufe. Doch jede Form einer Diskriminierung in den gesellschaftlichen und kulturellen Grundrechten der Person, sei es wegen des Geschlechts oder der Rasse, der Farbe, der gesellschaftlichen Stellung, der Sprache oder der Religion, muss überwunden und beseitigt werden, da sie dem Plan Gottes widerspricht."[23]

Johannes Paul II. wiederum bekräftigte: "Die Erschaffung des Menschen durch Gott ,als sein Abbild' verleiht jedem Menschen eine hervorragende Würde; sie fordert ebenso die fundamentale Gleichheit aller menschlichen Geschöpfe. Für die Kirche bedeutet diese Gleichheit, die im Sein des Menschen verwurzelt ist, durch die Menschwerdung des Gottessohnes, dessen Opfer alle Menschen erlöste, eine ganz besondere Brüderlichkeit. In der von Jesus Christus gewirkten Erlösung sieht die Kirche eine weitere Grundlage der Rechte und Pflichten des Menschen. Daher ist jede Form der Diskriminierung aus rassischen Gründen ... absolut unannehmbar."[25]
24. Das Rassenvorurteil, das die gleiche Würde aller Mitglieder der Menschenfamilie verneint und den Schöpfer verhöhnt, lässt sich nur ausrotten, wenn man an die Wurzeln geht, wo es entsteht: im menschlichen Herzen. Denn aus dem Herzen wird gerechtes oder ungerechtes Verhalten geboren,[63] [...] Wer rassistische Gedanken oder Haltungen hegt, versündigt sich an der konkreten Botschaft Christi, für den der "Nächste" nicht nur ein Angehöriger meines Stammes, meines Milieus, meiner Religion oder meines Volkes ist, sondern eine jegliche Person, der ich begegne.
25. Ein Wandel der Herzen ist unmöglich ohne Stärkung der geistigen Überzeugungen von der Achtung für andere Rassen und Volksgruppen. Die Kirche ihrerseits trägt zum Erwachen der Gewissen bei, indem sie die gesamte christliche Lehre zu diesem Thema deutlich darlegt. Insbesondere fordert sie die Priester, Prediger, Lehrer und Katechisten zur Erläuterung der wahren Lehre der Schrift und Tradition vom Ursprung aller Völker in Gott, von ihrer gemeinsamen Endbestimmung zum Gottesreich, vom Wert der brüderlichen Liebe und von der völligen Unvereinbarkeit jedes Ausschlusses aus rassischen Gründen mit der universellen Berufung aller zur selben Erlösung in Jesus Christus auf. Jeder Rückgriff auf die Bibel, um Rassenvorurteile aposteriori zu begründen, muss mit aller Kraft bloßgestellt werden. Niemals hat die Kirche einer derart abartigen Auslegung der Schrift zugestimmt.
Alle rassistischen Theorien widersprechen dem christlichen Glauben und der christlichen Liebe.
Alle Katholiken sind aufgefordert, konkret Seite an Seite mit anderen Christen und allen anderen, die dieselbe Achtung für die Person beseelt, zu wirken. Die Kirche möchte an allererster Stelle rassistische Grundhaltungen verändern, auch in ihren eigenen Gemeinden. Sie appelliert zuerst an den sittlichen und religiösen Sinn der Menschen. Sie stellt Forderungen auf, setzt aber nur die brüderliche Überredung ein - ihre einzige Waffe. Sie bittet Gott, die Herzen zu verändern. Sie bietet einen Ort der Versöhnung an. Sie möchte Initiativen des Willkommens, des Austausches und der gegenseitigen Hilfeleistung für Männer und Frauen anderer Volksgruppen gefordert sehen. Ihr Auftrag ist es, diesem gewaltigen Werk der menschlichen Brüderlichkeit Seele zu verleihen. Trotz der sündigen Begrenztheit ihrer Mitglieder - gestern wie heute - weiß sie, dass sie ein Zeugnis ist für die Liebe Christi auf Erden, ein Zeichen und Instrument der Einheit des Menschengeschlechtes.

Zu Tönnies:

1. Sollte man feststellen, ob Tönnies Äußerungen überhaupt rassistischen sind, bevor man
2. dazu kommt, inwiefern diese gegen die "katholische Glaubenslehre in Bezug auf Rassismus" verstoßen?

Für "rassistisch" halte ich seine Aussagen nicht, aber für stark versimpelnd, herablassend und abwertend. Es war eine dumme populistische Aussage, die alle "Afrikaner" undifferenziert in eine Schublade steckt. Eine solche Sicht und Aussage, ist für eine Persönlichkeit in der Stellung eines Tönnies, absolut unwürdig.
[Beleidigung entfernt. -HeGe]
Der Fall Tönnies ist eher ein Beispiel dafür, dass man den Begriff "Rassismus" inflationär verwendet und somit jede kritische Ansicht niederknüppelt, um sich bloß nicht mit kritischen Ansetzen auseinandersetzen zu müssen.

Aber um deine implizierte Frage zu beantworten, welche katholischen Glaubenswahrheiten Rassisten leugnen: Sie leugnen mit ihrer rassistischen Einstellung die Ebenbildichkeit ALLER Menschen mit Gott, dass ALLE Menschen Geschöpfe Gottes sind, die ALLE mit einer gleichwertigen Würde von Gott ausgestattet sind.


Hier noch ein "besorgniserregender Fall von Rassismus" (deiner Definition nach): Herrmann warnt vor erhöhter Gewaltbereitschaft bei Migranten

Ich habe eine Denkaufgabe für dich:
Erkläre uns nun aufgrund der hier vorgestellten Aussagen, warum das Massaker von El Paso vom 04.08.2019, welches vermutlich als "Reaktion auf die hispanische Invasion in Texas" gilt, mit seiner vorausgehenden rassistischen Denke unvereinbar mit der katholischen Glaubenslehre ist!
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Bruder Donald
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 12:04

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 10:56
Schau dir das Medienecho an: Alle sind sich einig, dass das eine klar rassistische Äußerung war. So versteht man es auch, wenn die Kirche sagt: Rassismus geht gar nicht.
Erkläre uns bitte mit schlüssigen Argumenten, warum Tönnies' Aussagen OBJEKTIV den Tatbestand des "Rassismus" erfüllen. :hmm:

Kleine Hilfe: "Medienecho" und "öffentliche Meinung" sind KEINE objektiven Argumente!
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lifestylekatholik
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 12:27

Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:04
Erkläre uns bitte mit schlüssigen Argumenten, warum Tönnies' Aussagen OBJEKTIV den Tatbestand des "Rassismus" erfüllen.
Muss ich gar nicht. Die öffentliche Berichterstattung zu dem Vorfall ist sich einig, von Welt bis FAZ, von Spiegel bis taz. Du kannst natürlich denen allen unterstellen, sie wüssten nicht, was sie schrieben, seien Lügenpresse und verbreiteten Fakenews. Dann gehörst du bestimmt auch zum Pegidapöbel, und wir brauchen uns über Rassismus nicht weiter zu unterhalten.

Ich habe oben schon erklärt, weshalb ich es für zu kurz gesprungen halte, einerseits zu sagen, man sei absolut gegen Rassismus, aber andererseits zu versuchen, jeden Fall von Rassismus zu verharmlosen und wegzuerklären. Damit macht man sich nur lächerlich.
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Bruder Donald
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 12:42

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:27
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:04
Erkläre uns bitte mit schlüssigen Argumenten, warum Tönnies' Aussagen OBJEKTIV den Tatbestand des "Rassismus" erfüllen.
Muss ich gar nicht. Die öffentliche Berichterstattung zu dem Vorfall ist sich einig, von Welt bis FAZ, von Spiegel bis taz. Du kannst natürlich denen allen unterstellen, sie wüssten nicht, was sie schrieben, seien Lügenpresse und verbreiteten Fakenews. Dann gehörst du bestimmt auch zum Pegidapöbel, und wir brauchen uns über Rassismus nicht weiter zu unterhalten.
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:04
Kleine Hilfe: "Medienecho" und "öffentliche Meinung" sind KEINE objektiven Argumente!
[Beleidigung entfernt. -HeGe]

Lächerlich ist einzig und allein, dass du über "Rassismus" debattieren willst, aber im Vorfeld diesen kritischen Begriff inhaltlich nicht mal ansatzweise abgrenzt, sondern nach subjektiv-gefühlter Lage darüber entscheidest, was eine rassistische Aussage oder Handlung ist. #(ver-)öffentli(t)cheMeinung
Du weißt eben nicht, was Rassismus ist, deswegen kannst du eine simple Definitionsfrage nicht beantworten! :patsch:
Ob Tönnies' Aussagen nun objektiv rassistisch waren oder nicht, sind sie aus katholischer Sicht abzulehnen. Wer sich so platt und herablassend äußert, hat den katholischen Glauben und die katholische Sittenlehre nicht verstanden.
lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:27
Ich habe oben schon erklärt, weshalb ich es für zu kurz gesprungen halte, einerseits zu sagen, man sei absolut gegen Rassismus, aber andererseits zu versuchen, jeden Fall von Rassismus zu verharmlosen und wegzuerklären.
Ich kann nicht mehr vor Lachen! :kugel: :kugel: :kugel:
Du "erklärst": man kann nicht glaubhaft gegen Rassismus sein (deine "Definition": Rassismus ist, was man subjektiv dafür hält), aber gleichzeitig Rassismus zu "verharmlosen", wenn die öffentliche Meinung etwas als rassistisch kennzeichnet (auf einer rein subjektiven Gefühlsreaktion).
Ergo: es gibt keine objektive Definition zu Rassismus, denn Rassismus ist immer das, wofür man es subjektiv hält! Genial! :ikb_clap: :kugel:
Zuletzt geändert von Bruder Donald am Montag 5. August 2019, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Vinzenz Ferrer
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 5. August 2019, 12:44

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:27
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:04
Erkläre uns bitte mit schlüssigen Argumenten, warum Tönnies' Aussagen OBJEKTIV den Tatbestand des "Rassismus" erfüllen.
Muss ich gar nicht. Die öffentliche Berichterstattung zu dem Vorfall ist sich einig, von Welt bis FAZ, von Spiegel bis taz. Du kannst natürlich denen allen unterstellen, sie wüssten nicht, was sie schrieben, seien Lügenpresse und verbreiteten Fakenews.
Heißt das jetzt, du hältst die Aussage von Tönnies für rassistisch, weil die Medien es als Rassismus skandalisieren?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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lifestylekatholik
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 12:55

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:44
Heißt das jetzt, du hältst die Aussage von Tönnies für rassistisch, weil die Medien es als Rassismus skandalisieren?
Nicht ganz. Die öffentliche Äußerung von Tönnies ist rassistisch, und deshalb herrscht auch Einigkeit darüber. Es sind ja auch nicht nur die Medien. Die Einschätzung als rassistisch wird allübergreifend geteilt und ist eindeutig. Hier mal eine Stellungnahme des Jüdischen Weltkongresses:
Jüdische Allgemeine hat geschrieben:Schalkes Aufsichtsratschef steht nach rassistischen Äußerungen über Afrikaner auch international in der Kritik

Nach den scharf kritisierten Äußerungen von Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies über Afrikaner fordert der Jüdische Weltkongress (WJC) seinen Rücktritt. »Wer solche Vorurteile hegt und in aller Öffentlichkeit rassistisches Gedankengut verbreitet, der ist für verantwortliche Positionen im Spitzensport nicht geeignet«, zitiert die »Bild«-Zeitung Maram Stern vom WJC. Tönnies solle »schleunigst seinen Hut nehmen und von seinem Amt zurücktreten«.

Stern betonte: »Schockierende Aussagen wie die von Clemens Tönnies zeigen eines sehr deutlich: Rassistische Vorurteile und merkwürdiges Gedankengut sind auch 2019 noch weit verbreitet – bis in gesellschaftliche Kreise, die eigentlich wissen müssten, was mit solchen Aussagen angerichtet werden kann.«
Willst du ehrlich behaupten, der Jüdische Weltkongress wisse nicht, was Rassismus sei? Dann hättest du aber ein sehr eigenartiges und zumindest erklärungsbedürftiges Verständnis von Rassismus.
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Bruder Donald
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 13:00

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:55
Willst du ehrlich behaupten, der Jüdische Weltkongress wisse nicht, was Rassismus sei? Dann hättest du aber ein sehr eigenartiges und zumindest erklärungsbedürftiges Verständnis von Rassismus.
Wenn hier schon jemand "Rassismus" erklären und definieren muss, dann DU!
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 13:32

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:27
Muss ich gar nicht.
Du schuldest dem Forum noch Antworten:
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:00
Ich habe eine Denkaufgabe für dich:
Erkläre uns nun aufgrund der hier vorgestellten Aussagen, warum das Massaker von El Paso vom 04.08.2019, welches vermutlich als "Reaktion auf die hispanische Invasion in Texas" gilt, mit seiner vorausgehenden rassistischen Denke unvereinbar mit der katholischen Glaubenslehre ist!
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:04
Erkläre uns bitte mit schlüssigen Argumenten, warum Tönnies' Aussagen OBJEKTIV den Tatbestand des "Rassismus" erfüllen.
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von RomanesEuntDomus » Montag 5. August 2019, 13:55

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:Diese Aussage ist nicht rassistisch, sondern allerhöchstens polemisch überpointiert.
Ich halte sie ebenfalls nicht für rassistisch, allerdings für "unterste Schublade".

Ich lebe schon lange genug, um zu sehen, dass der verwendete Ausdruck "die Afrikaner" im Kontext "Kinder produzieren" je nach aktueller bürgerlicher Mode beliebig austauschbar war und ist. Vor ein paar Jahrzehnten waren es noch speziell die Katholiken, über die man ständig wegen ihres Kinderreichtums Witze machte: https://www.youtube.com/watch?v=Rwvj9fu4ckY (Vorsicht, nichts für zarte Gemüter!) Dann wurde ich selbst -- als Deutscher mit etwas mehr Kindern als es so manche Spießerseele für richtig hielt -- ständig mit allerlei ganz ähnlich "polemisch überpointierten" Witzchen über mein eigenes Familienleben beglückt. Wieder etwas später waren es dann "die Türken" und andere., die sich hier viel zu schnell vermehrten ...

Angriffsziel der "überpointierten Aussagen" war deshalb m.E. nicht eine bestimmte Rasse, sondern jeder, der es wagt, von der hierzulande aktuell in Mode befindlichen bürgerlichen Denkweise samt ihren Vorstellungen über die "richtige" Kinderzahl abzuweichen. (Genau das haben die empörten Medienschreiberlinge aber nicht erkannt, weil sie selbst viel zu sehr der gleichen Denkweise verhaftet sind; da mussten sie dann vor lauter Ratlosigkeit möglichst laut "Rassismus" rufen, um ihre Empörung kundzutun.)

---

Ein sehr interessantes, wenn auch noch nicht ganz ausgegorenes Artikelchen eines (vermutlich nicht katholischen) Autors, der sich ganz allgemein mit dem Thema Religion und Kinderreichtum befasst:

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-g ... er-himmel/
Die Anthropodizee-Frage. Wer den Himmel leerräumt, schafft die Menschheit ab

... Religionen – und nur Religionen! – vermögen Menschen in ausreichender Zahl zu dem Verzicht zu bewegen, den Familien mit mehr als zwei Kindern bedeuten. Wir kennen heute Dutzende religiöse Traditionen wie die orthodoxen Juden, Amish, Hutterer, Mormonen usw., die über Generationen hinweg kinderreich geblieben sind; aber keine einzige nichtreligiöse Population, Gruppe oder Gemeinschaft, die auch nur ein Jahrhundert lang die Bestandserhaltungsgrenze von wenigstens zwei Kindern pro Frau hätte halten können. Religiöse Traditionen können demografisch scheitern (z.B. auch durch allzu starren Familien-Traditionalismus); aber nichtreligiöse Populationen scheiterten bislang demografisch immer. ...

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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 14:28

Ich bin nach den doch sehr klaren Aussagen im Vorgängerstrang, dass Rassismus und kath. Glaube nicht zusammengingen, ehrlich überrascht, dass dann hier von den meisten abgewiegelt wird. Die Bundesjustizministerin spricht im Zusammenhang mit der Tönniesaussage von »dumpfem Rassismus«, der WJC verurteilt die Äußerung als klar rassistisch und fordert Rücktritt – aber der Großteil der ehrenwerten Gesellschaft hier kann keinen Rassismus erkennen. Ich frage mich ehrlich, was dann die laut- und überzeugungsstark vorgetragenen Antirassismusbekenntnisse hier wert sind.

Nein, eigentlich frage ich mich das nicht mehr. :/
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 14:51

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 14:28
Ich bin nach den doch sehr klaren Aussagen im Vorgängerstrang, dass Rassismus und kath. Glaube nicht zusammengingen, ehrlich überrascht, dass dann hier von den meisten abgewiegelt wird. Die Bundesjustizministerin spricht im Zusammenhang mit der Tönniesaussage von »dumpfem Rassismus«, der WJC verurteilt die Äußerung als klar rassistisch und fordert Rücktritt – aber der Großteil der ehrenwerten Gesellschaft hier kann keinen Rassismus erkennen. Ich frage mich ehrlich, was dann die laut- und überzeugungsstark vorgetragenen Antirassismusbekenntnisse hier wert sind.

Nein, eigentlich frage ich mich das nicht mehr. :/
Solange man nicht bereit ist, Rassismus objektiv zu definieren, damit sich alle auf dieser Grundlage orientieren können, sondern "Rassismus" als subjektive Gefühlsentscheidung "definiert" wird, ist jegliches Gespräch hierzu sinnlos. Also gehst du selbst an deinem Thread vorbei. :daumen-rauf:

Zudem kannst du dir deine "Erschütterung" über die Foristen hier sparen, denn selbst wenn manche hier Rassismus für supi duppi tolli halten, gilt trotzdem die gültige Ansicht und Vorgabe der Kirche: Rassismus ist mit dem katholischen Glauben nicht vereinbar!
Alle rassistischen Theorien widersprechen dem christlichen Glauben und der christlichen Liebe.
Danach hast du gefragt, nicht nach der jeweiligen Einstellung der Foristen zum Thema Rassismus. Auch hier: am Thema deine eigenen Threads vorbei :daumen-rauf:

Zum Glück sind offensichtlich viele der Foristen hier intelligent und erwachsen genug, sich nicht von einer selbsterdachten "Definition" abwürgen zu lassen,sondern Begriffe und ihren Inhalt vernünftig erschließen und anwenden zu können.

Frei nach einer Redewendung: Thread tot, Thread zu. Danke.
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 15:14

Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 14:51
Danach hast du gefragt
Nein. Was ich wirklich gefragt habe, steht in meinem Eingangsbeitrag. Darauf gab’s bislang leider keine Antwort.

Du bemühst dich nach Kräften, die Frage totzubrüllen. Vielleicht macht sie dir ja Angst. Wie dem auch sei, wahrscheinlich schaffst du’s auch diesmal wieder.
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 15:41

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 15:14
Darauf gab’s bislang leider keine Antwort.
:roll:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Sonntag 4. August 2019, 22:36
Jedenfalls war man sich wohl weitgehend einig, Rassismus und katholischer Glaube schlössen einander aus.
[...]
Ich verstehe das nach wie vor nicht [...]
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:00
Noch wichtiger das Papier "Dokument Rassenvorurteile 1988" der Päpstlichen Kommission "Justitia et Pax"

Daraus:
[Zitierte Ausschnitte kannst du dir hier durchlesen, weiteres per angefügtem Link zum gesamten Dokument]
:roll:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Sonntag 4. August 2019, 22:36
Welche katholischen Glaubenswahrheiten leugnet er damit?
Wie gesagt, da ich Tönnies' Äußerungen zwar für vollkommen daneben halte, aber eben nicht für explizit und per definitionem für rassistisch, antworte ich auch nicht direkt auf deine Frage. Aber:
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:00
Aber um deine implizierte Frage zu beantworten, welche katholischen Glaubenswahrheiten Rassisten [wäre denn Tönnies einer] leugnen: Sie leugnen mit ihrer rassistischen Einstellung die Ebenbildichkeit ALLER Menschen mit Gott, dass ALLE Menschen Geschöpfe Gottes sind, die ALLE mit einer gleichwertigen Würde von Gott ausgestattet sind.

Man muss sich Beiträge eben mal genau durchlesen und die Mühe machen, sie zu verstehen... :roll:
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 15:55

Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 15:41
lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 15:14
Darauf gab’s bislang leider keine Antwort.
Wie gesagt, da ich … , antworte ich auch nicht direkt auf deine Frage.
Dann höre doch bitte mal auf damit, diesen Strang zuzumüllen, vielleicht gibt’s ja doch jemanden, der mir auf meine Frage antworten kann. Danke.
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 16:28

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 15:55
Dann höre doch bitte mal auf damit, diesen Strang zuzumüllen, vielleicht gibt’s ja doch jemanden, der mir auf meine Frage antworten kann. Danke.
Wird sich schwerlich einer finden... :hmm:
Denn da Tönnies' Aussagen der Vernunft nach schwerlich als "rassistisch" per definitionem zuzuordnen sind, kann man sie auch nicht in einem logischen Zusammenhang in Frage stellen, inwieweit er damit katholische Glaubensaussagen leugnet.
Davon ausgehend, dass Tönnies' Aussagen total rassistisch seien, willst du wissen, wie diese jetzt den katholischen Glauben leugnen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob seine Aussagen überhaupt rassistisch sind, dass überhaupt eine weiterleitende Fragestellung erlaubt ist. (Diesen Teil überspringst du bzw. weigerst dich beharrlich, diesen aufzuarbeiten)
Ergo: Deine Frage ist unlogisch und macht daher keinen Sinn. Daher wird sich wohl keiner finden, der auf eine unlogische Frage eine Antwort hat.

Da du aber implizierst, dass Tönnies eine rassistische Aussage getroffen hat, habe ich dir darauf geantwortet, wogegen echte (!) Rassisten und ihre Denkweise gegenüber der kath. Glaubenslehre widersprechen. Wenn du jetzt ein bisschen mitdenkst, überträgst du das auf Tönnies' Fall und schon weißt du, wogegen Tönnies' Aussagen (vermeintlich) widersprechen.

Übrigens:
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:42
Ob Tönnies' Aussagen nun objektiv rassistisch waren oder nicht, sind sie aus katholischer Sicht abzulehnen. Wer sich so platt und herablassend äußert, hat den katholischen Glauben und die katholische Sittenlehre nicht verstanden.
Demnach IST deine Frage beantwortet.

Des Weiteren, habe ich dir die gut begründete Meinung der kath. Kirche zu Rassismus mehrmals verlinkt. Dazu habe ich dir eine Fragestellung zum besseren Verständnis präsentiert, die auf einer tatsächlichen rassistischen Grundlage basiert! Ich zitiere nochmals:
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:00
Erkläre uns nun aufgrund der hier vorgestellten Aussagen, warum das Massaker von El Paso vom 04.08.2019, welches vermutlich als "Reaktion auf die hispanische Invasion in Texas" gilt, mit seiner vorausgehenden rassistischen Denke unvereinbar mit der katholischen Glaubenslehre ist!
Mithilfe der beigefügten Dokumente, kann du dir und uns diese Frage einwandfrei erklären! :daumen-rauf:

Ein Tipp: Wenn du weiter über "Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben" disputieren möchtest, dann nimm doch als Beispiel einen tatsächlich rassistischen Fall, der sich auch objektiv als solcher qualifizieren lässt (z.B. wie die meine gestellte). Das spart Zeit. ;)
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 5. August 2019, 16:41

Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 16:28
Demnach IST deine Frage beantwortet.
Ja, danke schön. Das hast du jetzt deutlich gemacht. :roll:

Und jetzt würde ich mich über Antworten weiterer Kreuzgangster freuen.
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Bruder Donald
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Montag 5. August 2019, 16:43

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 16:41
Und jetzt würde ich mich über Antworten weiterer Kreuzgangster freuen.
Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 16:28
Deine Frage ist unlogisch und macht daher keinen Sinn. Daher wird sich wohl keiner finden, der auf eine unlogische Frage eine Antwort hat.
:roll:
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von dreesi_drei » Dienstag 6. August 2019, 03:39

lifestylekatholik hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:55
Die öffentliche Äußerung von Tönnies ist rassistisch, und deshalb herrscht auch Einigkeit darüber.
Einspruch!

Nur weil im öffentlichen Diskurs das Etikett "Rassismus" verteilt wird, muss es sich noch nicht um Rassismus handeln.

Im vorliegenden Fall hat Toennies anscheinend von Afrikanern gesprochen. Gemeinhin werden darunter die Bewohner eines bestimmten Kontinents verstanden. Der Wohnort eines Menschen ist jedoch als Kriterium für eine Einteilung von Menschen in Rassen, so man sie denn ueberhaupt vornehmen moechte, untauglich. Amerikaner oder Asiaten sind schließlich auch keine Rassen.

Bei der von der Sprachpolizei vom Zaun gebrochenen Debatte geht es eher um eine Emotionalisierung der Bevoelkerung, die darüber aufgeklärt werden soll, was für boese, reiche Menschen doch in der Mitte der Gesellschaft ansaessig sind. Das befördert die antikapitalistsche Agenda der medialen Meinungsmacher und vermutlich noch weitere ungenannte Zielvorstellungen von ihnen.

Mit dem christlichen Menschenbild ist das sexuelle Verhalten der Afrikaner - mit einer Einschraenkung - im Übrigen sehr gut vereinbar:
Seid fruchtbar und mehret Euch!
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von dreesi_drei » Dienstag 6. August 2019, 03:44

Bruder Donald hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 12:04
................
Hypermoralisten aller Länder vereinigt Euch!

Aber bitte nicht in der Kirche ...
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Dienstag 6. August 2019, 10:50

dreesi_drei hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 03:39
Mit dem christlichen Menschenbild ist das sexuelle Verhalten der Afrikaner - mit einer Einschraenkung - im Übrigen sehr gut vereinbar:
Seid fruchtbar und mehret Euch!
Ich denke, es wäre noch vereinbarer, wenn die Menschen sich dann noch Gedanken darüber machen würden, was NACH der Vermehrung noch zu tun ist :roll:

Zumal ich Geschichten vom Sexualverhalten von "Afrikanern" gehört habe, die eher weniger mit der christlichen Morallehre vereinbar sind.
Stichworte: Polygamie, männliche Promiskuität, Sodomie (was dann zu diversen Krankheiten führt, geschweige von psychischen und sozialen Problemen)
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von dreesi_drei » Dienstag 6. August 2019, 11:19

Bruder Donald hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 10:50
dreesi_drei hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 03:39
Mit dem christlichen Menschenbild ist das sexuelle Verhalten der Afrikaner - mit einer Einschraenkung - im Übrigen sehr gut vereinbar:
Seid fruchtbar und mehret Euch!
Ich denke, es wäre noch vereinbarer, wenn die Menschen sich dann noch Gedanken darüber machen würden, was NACH der Vermehrung noch zu tun ist :roll:

Zumal ich Geschichten vom Sexualverhalten von "Afrikanern" gehört habe, die eher weniger mit der christlichen Morallehre vereinbar sind.
Stichworte: Polygamie, männliche Promiskuität, Sodomie (was dann zu diversen Krankheiten führt, geschweige von psychischen und sozialen Problemen)
Dieser Einwand war angesichts der zuvor gemachten Einlassungen erwartbar und daher war die Einschränkung erwaenht worden: Es sollten bestimmte soziale Verhältnisse herrschen, wenn es zur Zeugung von Nachwuchs kommt!
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 6. August 2019, 12:03

Bruder Donald hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 10:50
Zumal ich Geschichten vom Sexualverhalten von "Afrikanern" gehört habe, die eher weniger mit der christlichen Morallehre vereinbar sind.
Stichworte: Polygamie, männliche Promiskuität, Sodomie (was dann zu diversen Krankheiten führt, geschweige von psychischen und sozialen Problemen)
Und es bestätigt sich erneut: Hier diskutieren Rassisten unter sich. Dann war’s natürlich dumm, ernstzunehmende Antworten zu erwarten, und die im Vorgängerfred gebrüllten Antirassismusbekenntnisse waren keinen Pfifferling wert. Schade drum.
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von dreesi_drei » Dienstag 6. August 2019, 12:19

lifestylekatholik hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 12:03
Bruder Donald hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 10:50
Zumal ich Geschichten vom Sexualverhalten von "Afrikanern" gehört habe, die eher weniger mit der christlichen Morallehre vereinbar sind.
Stichworte: Polygamie, männliche Promiskuität, Sodomie (was dann zu diversen Krankheiten führt, geschweige von psychischen und sozialen Problemen)
Und es bestätigt sich erneut: Hier diskutieren Rassisten unter sich. Dann war’s natürlich dumm, ernstzunehmende Antworten zu erwarten, und die im Vorgängerfred gebrüllten Antirassismusbekenntnisse waren keinen Pfifferling wert. Schade drum.
Wer so austeilt, sollte besser im Einstecken sein.
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von dreesi_drei » Dienstag 6. August 2019, 21:14

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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Dienstag 6. August 2019, 23:00

dreesi_drei hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 21:14
Toennies erhält Unterstuetzung:
https://www.gmx.net/magazine/sport/fuss ... s-33908178
Nein! Huub Stevens, Sigmar Gabriel und Otto Rehhagel sind (nach Meinung des Threaderstellers) lupenreine Rassisten, das hast du gefälligst zu akzeptieren!
Die öffentliche Meinung hat Tönnies zum Rassisten deklariert. Jeder der das relativiert oder nicht akzeptiert, ist per se ein Rassist, ist das klar??? :dudu: :kugel:
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Re: Unvereinbarkeit von Rassismus mit katholischem Glauben

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 7. August 2019, 08:43

Schalker Ehrenrat hält Rassismus-Vorwurf gegen Tönnies für "unbegründet"

Wie jetzt? Was heißt hier "unbegründet"? Die Presse und sogar der WJC waren sich darüber einig!
Aber vermutlich sind im Schalker Ehrenrat eben Rassisten unter sich ... :pfeif:


Merkels Afrika-Beauftragter: "Die von Tönnies angesprochenen Probleme sind real"

Unfassbar! Rassisten nun auch in der Merkel-CDU :auweia:
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