Hier noch ein paar Schmankerl:
Gegen das Gebell gepredigt
Bedburg - Gegen so einen Lärm hat der Bedburger Kaplan Alfredo Nava wohl noch nie in einer Predigt anbrüllen müssen. Ungefähr 40 Tierbesitzer waren am Namenstag des heiligen Franz von Assisi, der als erster Tierschützer und Schutzpatron der Tierärzte gilt, in die Pfarrkirche St. Lambertus gekommen, um ihre Haustiere segnen zu lassen. Vor allem Hunde hockten zu Füßen oder auf dem Schoß ihrer Besitzer und ließen Nava durch ihr Gebell oft kaum zu Wort kommen. Auch Katzen, Kaninchen und sogar ein Papagei bevölkerten die Kirche.
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Jeder Tierbesitzer durfte nach vorne kommen und seinen Hausgenossen mit Weihwasser besprengen lassen, was manchen Hunden gar nicht so gut gefiel. Nava, der zum ersten Mal eine Tiersegnung durchführte, amüsierte sich zwar über das Durcheinander aus Fell und Pfoten vor dem Altar, hatte aber auch eine gute Portion Respekt: „Bei großen Hunden bin ich etwas ängstlich“, eröffnete er den Tierbesitzern.
Aufmerksam dagegen diese
gut katholischen Tiere
Als würden Chessy, Jack und Faktor den Worten des Pfarrers, der das Vater unser betet, aufmerksam zuhören. Katze, Hund und Pferd waren gestern unter den Tieren, die mehr als 100 begeisterte Gottesdienstbesucher mitgebracht hatten - darunter auch Meerschweinchen und Hamster. Sie alle waren in den Brunnengarten von St.Margareta in Gerresheim gekommen. ... „Wir waren total überrascht, wie gut das angenommen wurde“, erinnert sich Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß.
Als protestantische Spassbremse äussert sich dagegen der Pastor:
Zurückhaltend reagiert dagegen die Evangelische Kirche auf die Segnung von Tieren und Gegenständen. „Mir ist das fremd“, kommentiert Dietmar Silbersiepe, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde in Eller, den Tiergottesdienst in Gerresheim. „Wir segnen Menschen“, sagt Silbersiepe.
In diesem Punkt scheint allerdings etwas Uneinigkeit unter den protestantischen Amtsbrüdern zu herrschern, denn in der evangelischen Christuskirche Neuburg wurde
"ein Gottesdienst speziell für Tiere" gefeiert. Zu denken sollte allerdings geben, daß im Gegensatz zur oben genannten Pfarrkirche hier nicht gegen lautes Gebell die Stimme in der Predigt erhoben werden musste:
Inka ist ein Vierbeiner. Besser gesagt eine Hündin. Etwas irritiert schnuppert sie an einem Artgenossen. Schon bald lässt sie sich durch die Predigt von Pfarrer Steffen Schiller von der evangelischen Christuskirche Neuburg nicht mehr stören und döst ein.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore