Credo im Gottesdienst
Verfasst: Montag 2. Februar 2004, 09:38
Was meint ihr - soll das Credo öfters im Gottesdienst gebetet werden, als bisher? Und wenn ja, in welcher Fassung?
Geronimo
Geronimo
Ja, gerade vorhin habe ich es wieder einmal schmerzlich vermisst. Da ist ein feierlichstes Hochamt , und das Credo fehlt. Aber nicht nur heute, ich finde, man sollte es zumindest in allen Eucharistiefeiern beten. Und zwar das große Glaubensbekenntnis. (Tut mir leid, aber die apostolische Fassung kommt mir ein wenig wie eine Abkürzung vor).Geronimo hat geschrieben:Was meint ihr - soll das Credo öfters im Gottesdienst gebetet werden, als bisher? Und wenn ja, in welcher Fassung?
Geronimo
GL 423 scheint mir auch die einzig singbare Fassung im GL zu sein.Niels hat geschrieben:Noch besser wäre natürlich, das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (GL 423) regelmäßig zu singen.
Da sieht man's wieder... Gross für mehr Latein in der Messe eintreten und dann nichts anderes vorschlagen als das III. Credo. Da gibt es noch ganz andere, schönere Vertonungen, z.B. das I.Niels hat geschrieben: Noch besser wäre natürlich, das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (GL 423) regelmäßig zu singen.
Klar gibt es die. Nur stehen die nicht im Gotteslob.cathol01 hat geschrieben:Da sieht man's wieder... Gross für mehr Latein in der Messe eintreten und dann nichts anderes vorschlagen als das III. Credo. Da gibt es noch ganz andere, schönere Vertonungen, z.B. das I.Niels hat geschrieben: Noch besser wäre natürlich, das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (GL 423) regelmäßig zu singen.
Die anderen Credo-Vertonungen sind mir durchaus bekannt. Nur stehen sie, wie Jürgen schon betonte, nicht im GL (hoffentlich dann im neuen Gesangbuch...).cathol01 hat geschrieben:Da sieht man's wieder... Gross für mehr Latein in der Messe eintreten und dann nichts anderes vorschlagen als das III. Credo. Da gibt es noch ganz andere, schönere Vertonungen, z.B. das I.Niels hat geschrieben: Noch besser wäre natürlich, das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (GL 423) regelmäßig zu singen.
Gut max, auch bei uns in den Gemeinden wir das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis jeden Sonntag gebetet.max72 hat geschrieben:In Norwegen wird (zumindest hier am Ort) das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis jeden Sonntag gebetet oder gesungen. Im Karmel immer gesungen, entweder lateinisch, oder eine der sehr schoenen Vertonungen auf norwegisch.
Zum Glück ist das nicht in ganz Deutschlnad so.max72 hat geschrieben:Das mit irgendwelchen kurzen Credoliedern zu ersetzen kenne ich auch nur aus Deutschland.
Ja Max auch das Schuldbekenntnis hat in unserer täglichen Liturgie seinen Platz, in dieser Form Ich bekenne vor Gott usw) oder einer anderen Form die das Gotteslob vorschlägt.max72 hat geschrieben: Auch das Schuldbekenntnis habe ich in Deutschland selten gehoert, hier ist das immer dabei (Ich bekenne vor Gott usw).
Na ja Max das Gloria kann nur dann gebetet werden, wenn es liturgisch geboten ist. Also an Fest und Sonntagen, aber nicht in der Advents - und Fastenzeit.max72 hat geschrieben:Und wann wurde in Deutschland in meiner Gemeinde je das Gloria gebetet? Ist hier praktisch immer dabei.
Zum einem sind die "liturgische Fehlentwicklungen" in Deutschland nach wie vor ein Problem, und zu allem Übel nehmen diese liturgische Fehlentwicklungen" eher zu als ab.max72 hat geschrieben:Gerade war in der katholischen Zeitschrift ein Artikel in dem erwaehnt wurde dass "liturgische Fehlentwicklungen" nach dem vatikanischen Konzil gerade in Deutschland ein Problem waren. Warum gerade Deutschland?
Mannomann Otto, jetzt hast Du Dir aber eine Stil-"Blüte" geleistet:otto hat geschrieben:Zum anderen dürfte diese "liturgische Fehlentwicklung" ein Produkt der schleichenden Evangelisierung Deutschlands sein. Der neurotische Zwang zur Ökumene scheint mir in diesem Fall wahrlich sonderbare Blüten zutreiben.
Ach die Ökumene beruht auf einen Missverständnis.Margarete G. hat geschrieben:
Mannomann Otto, jetzt hast Du Dir aber eine Stil-"Blüte" geleistet:
"schleichende Evangelisierung"... Lies mal nach, wozu der Papst andauernd aufruft: Zur Evangelisierung!
Mir scheint ein bischen einfach ein gestoertes Verhaeltnis zu allem was ein bischen nach Authoritaet riecht. Weil die Liturgie "von oben" definiert ist, muss ein guter Deutscher gleich dagegen sein. Sobald der Vatikan auch nur den Mund aufmacht, schreien alle um die Wette um sich zu empoeren. Hat wohl mit unserer Vergangenheit zu tun. Jetzt wollen wir zeigen, dass wir etwas gelernt haben und leisten Widerstand selbst wenn's keinen Grund hat.Zum anderen dürfte diese "liturgische Fehlentwicklung" ein Produkt der schleichenden Evangelisierung Deutschlands sein. Der neurotische Zwang zur Ökumene scheint mir in diesem Fall wahrlich sonderbare Blüten zutreiben.
Dazu kenne ich das nicht gut genut, hatte aber mal unseren (deutschen) Bischof dasselbe gefragt. Der meinte, dass Katholiken vor allem mal hier eine Minderheit seien (<1%) und daher Oekumene nicht so die Rolle spielt. Er habe aber frueher sehr guten Kontakt gehabt zu den Pfarrern und Bischof der norwegsichen Kirche und sich gegenseitig immer besucht. Es gibt auch immer mal oekumensche Gottesdienste, aber nicht sehr oft.Max eine abschließende Frage zu diesen Thema, welche Rolle spielt in Norwegen die Ökumene?
Richtig. Ich habe Dich darauf aufmerksam gemacht, daß DU das Wort "Evangelisierung" falsch gebrauchst.otto hat geschrieben:Fordert der Papst nicht eine „Evangelisierung“ im Sinne des „Wort Gottes“?
Und manche Deutsche Katholiken verstehen wie du Margarete, der Papst fordert eine Evangelisierung im Sinne „Martin Luthers“
Na Margarete in welchen Zusammenhang sprach ich denn von "Evangelisierung"?Margarete G. hat geschrieben:Richtig. Ich habe Dich darauf aufmerksam gemacht, daß DU das Wort "Evangelisierung" falsch gebrauchst.otto hat geschrieben:Fordert der Papst nicht eine „Evangelisierung“ im Sinne des „Wort Gottes“?
Das ist ein starkes Stück wenn Du mich haltlose, an den Haaren herbei gezerrte Unterstellungen bezichtigst. Ich finde es eine Unverschämtheit von Dir meine Aussage ohne den Zusammenhang in dem diese geschrieben wurden zu bewerten und zu beurteilen.Margarete G. hat geschrieben:Otto, kannst Du Dir vielleicht mal die haltlosen, an den Haaren herbeigezerrten Unterstellungen abgewöhnen, mit denen Du hier andauernd herumwirfst? Ich finde es eine Unverschämtheit von Dir zu behaupten, ich verstünde unter "Evangelisierung" eine "Evangelisierung im Sinne Martin Luther's". Richtig ist, daß DU es nicht verstehst, den Begriff "Evangelisierung" mit der gebotenen Differenzierung zu gebrauchen.otto hat geschrieben:Und manche Deutsche Katholiken verstehen wie du Margarete, der Papst dert eine Evangelisierung im Sinne „Martin Luthers“
Margarete
DAS hast DU geschrieben, Otto. Und ich frage Dich noch einmal, wie Du zu der hanebüchenen und an den Haaren herbeigezogenen Behauptung kommst, daß "manche deutschen Katholiken" - "wie du Margarete" - verstehen würden, der Papst usw. usw.Und manche Deutsche Katholiken verstehen wie du Margarete, der Papst fordert eine Evangelisierung im Sinne „Martin Luthers“.
Gut Margarete das war eine Schlussfolgerung meinerseits, aber wenn auf Dich das von mir beschriebene Missverständnis nicht zutrifft, kann ich Dich selbstverständlich aus diesem herausnehmen.Margarete G. hat geschrieben:DAS hast DU geschrieben, Otto. Und ich frage Dich noch einmal, wie Du zu der hanebüchenen und an den Haaren herbeigezogenen Behauptung kommst, daß "manche deutschen Katholiken" - "wie du Margarete" - verstehen würden, der Papst usw. usw.otto hat geschrieben:Und manche Deutsche Katholiken verstehen wie du Margarete, der Papst fordert eine Evangelisierung im Sinne „Martin Luthers“.
Sehr gut gesagt, Max.max72 hat geschrieben:Mir scheint ein bischen einfach ein gestoertes Verhaeltnis zu allem was ein bischen nach Authoritaet riecht. Weil die Liturgie "von oben" definiert ist, muss ein guter Deutscher gleich dagegen sein. Sobald der Vatikan auch nur den Mund aufmacht, schreien alle um tun. Jetzt wollen wir zeigen, dass wir etwas gelernt haben und leisten Widerstand selbst wenn's keinen Grund hat.
Auf zur Evangelisierung! Aber hopp hopp und nciht "schleichend"!Geronimo hat geschrieben:Geronimo (Ringrichter)[schild=6 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1]Ring frei zur nächsten Runde für Margarete und Otto[/schild]
Schleichende Evangelisierung - das hat aber einen gewissen Charme, finde ich.Margarete G. hat geschrieben:Auf zur Evangelisierung! Aber hopp hopp und nciht "schleichend"!Geronimo hat geschrieben:Geronimo (Ringrichter)[schild=6 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1]Ring frei zur nächsten Runde für Margarete und Otto[/schild]
Wie sagt das Sprichwort: es gibt nur ein paar Hundert, die die katholische Kirche hassen. Es gibt aber Millionen, die hassen, was sie für die katholische Kirche halten.max72 hat geschrieben:
Es gibt ein sehr schoenes Buch von Pater Pollestad ueber seinen Weg zur katholischen Kirche. Da erfaehrt man auch einiges ueber die norwegische Kirche, und auch wieviel Fehlurteile und falsche Vorstellungen es da ueber Katholiken gibt.
Gruesse
Max
Thierry ich bin mir noch nicht ganz im klaren welche Motivation Dich zu einem erneuten nachtarocken zu dieser Frage veranlasste. Aber in einem stimme ich Dir ohne Wenn und Aber zu. Der Begriff "Evangelisierung" wurde von mir klar definiert, in den Zusammenhang in dem ich ihn benutzte, mußte jeden dessen Bedeutung ins Auge springen.cathol01 hat geschrieben:Der Begriff Evangelisierung ist relativ klar definiert, sowohl katholischer- wie protestantischerseits, und das in Übereinstimmung. Wenn man das Phänomen, dass sich die evangelische Konfession immer mehr ausbreitet, beschreiben möchte, sollte man von Protestantisierung reden und nicht von Evangelisierung, denn dieser Begriff bedeutet etwas völlig anderes. Evangelisierung oder Evangelisation ist "die Verkündigung der Botschaft Christi durch das Zeugnis des Lebens und das Wort" (LG 35) - auch für Luther! In der protestantischen Theologie ist Evangelisierung das ökumenische Thema par excellence. Auch katholischerseits ist Evangelisierung in letzter Zeit zu einem zentralen missionstheologischen Begriff geworden.
Das Apostolikum zu sprechen kann mich jedesmal an meine Taufe erinnern, denn es ist das in dreifache Frageform gekleidete Taufbekenntnis.Niels hat geschrieben:Auf jeden Fall sollte das Aopstolische Glaubensbekenntnis gesprochen werden; bitte keine inhaltsleeren "Credo-Lieder".
Noch besser wäre natürlich, das Nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (GL 423) regelmäßig zu singen.