Schönes Gebet?

Allgemein Katholisches.
Petra
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Beitrag von Petra » Samstag 8. März 2008, 07:21

Neben dem Gebet im Eröffnungsbeitrag sollte man die Worte Mutter Teresas bedenken:
"Trotzdem":
Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen, liebe sie trotzdem.
Wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerden, tue trotzdem Gutes.
Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde, sei trotzdem erfolgreich.
Das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein, tue trotzdem Gutes.
Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar, sei trotzdem ehrlich und offen.
Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden, baue trotzdem.
Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst, hilf ihnen trotzdem.
Gib der Welt dein Bestes, und sie schlagen dir die Zähne aus, gib der Welt trotzdem dein Bestes.
Quelle

(Übrigens ist mir der kreuzgang zu angefüllt mit Beiträgen gegen die Kirche, ihre Glaubenspraxis und ihr Personal.)

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Linus
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Beitrag von Linus » Samstag 8. März 2008, 07:58

Wobei man auch sagen muß, lieber Robert, daß wir bereits Licht der Welt - qua unverdienter Taufgnade sind. Wir müssen eigentlich garnicht darum bitten, Friedensbringer, Versöhner etc zu werden. Sondern es dort wo Gott uns hingestellt hat einfach sein. Wir strahlen als Christen (wenn man denn das Christsein denn auch lebt) eh genug dank Gottes Gnade, die in uns hineinversenkt wurde. Klar: wer sich nur unter Christen aufhält, dem fällt das kaum auf. Licht fällt nur im Finstern auf, wenns hell ist und man da noch ein zusätzliches Licht hat, ists unauffällig.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Edi
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Beitrag von Edi » Samstag 8. März 2008, 09:38

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Wenn ich mich aber ganz allgemein überall hineindrängle und wünsche, daß das Gute der andern durch mich komme: Dann geht es mir im Grunde darum, selbst im Licht zu stehen. Den andern das Licht zu bringen, daß es von ihnen auf mich zurückstrahle. Das Tückische ist: Ich fühle mich dabei so fromm, so ganz „in der Nachfolge Christi“, daß ich die böse Falle gar nicht bemerke.
Das Gebet kann man sicher kritisch sehen, wie du es siehst, jedoch sollte eines berücksichtigt werden, nämlich dies:
Es kommt immer auf die Motive an. Ist unser Beweggrund dabei nur der, selber im Licht zu stehen wie du sagst, oder der sich selber dabei in Demut Gottes Geist unterzuordnen und auf diese Art und Weise Gott zu dienen. So habe ich dieses Gebet bisher verstanden, wobei man allerdings auch sagen kann, dass das Wort ICH bei diesem Gebet sehr oft erscheint, was bei manchen Menschen möglicherweise auch zu falschen Empfindungen führen und eher auch ihren Hochmut stärken kann. Diese Gefahr mag bestehen.

Aber wie gesagt, es kommt ganz und gar darauf an, mit welchen Motiven man so ein Gebet betet, übrigens gilt das für andere Gebete ebenso. Man kann das beste Gebet aus unlauteren Motiven beten. Das geschieht sicher auch gerade oft bei öffentlichen Gebeten.

In der heiligen Schrift im AT steht ein Wort, das besagt, dass Gott die Gebete derer erhört, die zerschlagenen Herzens sind, die hochmütigen Gebete gehen nur bis zur Zimmerdecke.

sofaklecks
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Hmm

Beitrag von sofaklecks » Samstag 8. März 2008, 17:12

Ist es das, was du meinst:

"Ich kann die goldene Regen des Neuen Testaments predigen, bis mit der Atem ausgeht. In die Tat umsetzen kann ich sie aber erst, wenn ich meinen Nächsten liebe wie mich selbst. Und meinen Nächsten kann ich erst lieben wie mich selbst, wenn ich lerne, Gott zu lieben. Gott wiederrum kann ich erst lieben, wenn ich lerne, ihm zu gehorchen."

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Samstag 8. März 2008, 18:08

Lieber Robert!

Du gibst Dir sehr viel Mühe, um zu beweisen, dass Deine Befürchtungen berechtigt sind.
Dass das inkriminierte Gebet häufig vom "Ich" spricht, könnte im Mund mancher Leute Hochmut sein.
Bei anderen aber auch Demut.
Ist es nicht weithin üblich, beim Versöhnen und Friedenstiften den ersten Schritt vom anderen zu erwarten?
Ist es nicht weithin üblich, von Gott allerlei Gnadengaben, praktische Hilfen usw. zu erbitten, ohne dabei zu beachten, dass manche Gabe auch ein Auftrag ist, der uns zum Nächsten hinsendet?
Ist es nicht weithin üblich, zu erwarten, dass "jemand" etwas unternimmt, wenn irgendwo eine Notlage welcher Art auch immer entstanden ist?

Könnte doch sein, dass Gott da von MIR etwas erwartet! Oder?

Wenn ich jenes Gebet bete, verstehe ich es (hoffentlich) NUR SO!

Stephen Dedalus
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Beitrag von Stephen Dedalus » Samstag 8. März 2008, 18:20

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Liebe will sich hingeben, nicht Leuchter sein. Wer Leuchter sein will, wird Armleuchter sein.
Liebe will den eigenen Willen dem Willen dessen unterordnen, den sie liebt. Die Frage ist hier also: Geht es dem Beter darum, Gott für die Erfüllung eigener Wünsche zu mißbrauchen, oder bittet er Gott darum, seinen Willem im Leben des Beters zu verwirklichen. Will Gott, daß wir Friedensstifter und Lichtträger sind? Wenn dies Gottes Wille ist, dann ist es in keinem Fall falsch, ihn darum zu bitten, dies auch sein zu können.
If only closed minds came with closed mouths.

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Edi
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Beitrag von Edi » Samstag 8. März 2008, 20:39

Auch ein Gebet: http://www.spirit.franziskaner-werd.ch/ ... _gebet.htm

Leute macht es nach, so wird man [Punkt] :roll:

Was würde der heilige Franziskus dazu sagen, mir scheint die haben nicht mehr alle Tassen im Schrank.

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Clemens
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Beitrag von Clemens » Samstag 8. März 2008, 21:48

Traurig!

Greift da eigentlich kein Ordensoberer ein?
Dürfen die das alles als franziskanische Spiritualität verkaufen?

(Das ist ja grad zum evangelisch bleiben!)

:sauer:

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Edi
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Beitrag von Edi » Samstag 8. März 2008, 22:21

Clemens hat geschrieben:Traurig!

Greift da eigentlich kein Ordensoberer ein?
Dürfen die das alles als franziskanische Spiritualität verkaufen?

(Das ist ja grad zum evangelisch bleiben!)

:sauer:
Ein Teil der Franziskaner ist doch längst halb in die Esoterik abgedriftet, wie mir scheint besonders auch in der Schweiz. Wie soll da ein Oberer eingreifen, wenn die Oberen selber so sind.

In La Salette ist u.a. zum Thema Klöster auch einiges prophezeiht worden, man muss das nicht glauben (ich glaube auch nicht sklavisch an so etwas), aber heute wird davon einiges sichtbar.
Zitat:
"Viele Ordenshäuser werden den Glauben völlig verlieren und viele Seelen mit ins Verderben ziehen."
"In den Ordenshäusern werden die Blumen der Kirche in Fäulnis übergehen, und der Teufel wird sich als König der Herzen gebärden. Die Oberen der Ordensgemeinschaften mögen auf der Hut sein, wenn sie jemand in das Kloster aufzunehmen haben; denn der Teufel wird alle seine Bosheit aufwenden, um in den religiösen Orden Leute unterzubringen, die der Sünde ergeben sind. Denn die Unordnungen und die Liebe zu fleischlichen Genüssen werden auf der ganzen Welt verbreitet sein."

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Samstag 8. März 2008, 23:43

Leute, in diesem Link:
http://www.spirit.franziskaner-werd.ch/ ... _gebet.htm
schaut Euch doch mal das "Dynamische Vater-Unser-Gebet" an.

Ich vermute, die ganze Seite ist entweder eine ganz große Vera...., oder so ...., oder wenigstens die Verantwortlichen sind ein Ausbund von von Erz-Bescheuerten.

Und unter den Foto-Darstellungen des Meisters der Dynamik steht folgender Ratschlag mit Einmündung in eine massive Drohung:
Diese Art zu beten muss von innen her wachsen, sonst bleibt es eine falsch verstandene, nicht allzu harmlose Technik. Aber wenn Du Interesse hast, bin ich gerne bereit, es mit Dir oder mit einer Gruppe einzuüben.
Br.Benno-Maria 076 388 2002

Ps. Hüte Dich davor, diese Gebetsart in den eigenen Willen zu stellen oder jemanden damit gar geistlich anzugreifen. Die Reaktionen können massiv sein
Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

sofaklecks
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Zu Ende gedacht

Beitrag von sofaklecks » Sonntag 9. März 2008, 12:12

Bei dem Satz:

"Da stehen, verwurzelt in Mutter Erde, ausgestreckt zum Himmel."

fiel mir spontan ein Hinweis auf einem stillen Ort der Uni Heidelberg ein, wo stand:

"Wer stets fest mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht, braucht oft neue Unterhosen".

Pardon.

sofaklecks

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Gegenbeispiel

Beitrag von sofaklecks » Sonntag 9. März 2008, 12:30

Einfach ein Gegenbeispiel zu den Franziskanern der Schweiz.

Ich empfehle, sich die Links zum Thema Sucht unter "Gassenarbeit" anzuklicken, weil wir da alio loco darüber grad diskutiert haben. Aber Vorsicht, das ist nichts für zarte Gemüter, vor allem nicht die Bilder.

Franziskanische "Gassenarbeit" in Zürich auf der Strasse mit Abhängigen:


http://www.fraga.ch/

sofaklecks

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Edi
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Re: Gegenbeispiel

Beitrag von Edi » Sonntag 9. März 2008, 12:39

sofaklecks hat geschrieben:Einfach ein Gegenbeispiel zu den Franziskanern der Schweiz.

Ich empfehle, sich die Links zum Thema Sucht unter "Gassenarbeit" anzuklicken, weil wir da alio loco darüber grad diskutiert haben. Aber Vorsicht, das ist nichts für zarte Gemüter, vor allem nicht die Bilder.

Franziskanische "Gassenarbeit" in Zürich auf der Strasse mit Abhängigen:


http://www.fraga.ch/

sofaklecks
In deinem Link ist gerade dieser ominöse Br.Benno als Mitarbeiter erwähnt und auch auf seine Webseite verlinkt.
Wie man nun liest, ist es dem genannten Franziskanerbruder verboten worden, solche Praktiken zu vollziehen. Juckt ihn aber offenbar nicht.

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin » Sonntag 9. März 2008, 23:09

Das geturnte Vaterunser und Credo ist lange nicht das Schlimmste. Schaut einmal die "Trommelreisen" an, wo er sich von einem "Geist" zu "Krafttieren" führen lassen will. Ein Christ sollte nicht schamanisieren, das kann ihn nur geistlich beschädigen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Nietenolaf
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Beitrag von Nietenolaf » Freitag 18. April 2008, 17:10

<img src="http://img180.imagevenue.com/loc410/th_ ... _410lo.jpg" align="left" hspace="8" vspace="4">Neulich fand ich das hier besprochene Gebet im tiefsten Rußland, nämlich in der Kirche des hl. Propheten Elias* in Sergiew Posad; es wurde zu meiner Verwunderung dem Erzbischof Ioann (Schachowskoj) seligen Andenkens zugeschrieben (Überschrift auf dem Zettel: "Ein uraltes Gebet (nach Erzbischof Ioann Schachowskoj)".) Dieser Erzbischof, den ich als Autor sehr schätze, ist während des Bürgerkriegs aus Rußland emigriert und in den 1920ern in Paris, später in Berlin und letztlich in den Staaten tätig gewesen. In Westeuropa wird er dieses Gebet wohl aufgeschnappt haben. In seinen Schriften ist es mir allerdings bislang nicht begegnet. Wer weiß, wie es zu dieser Verbindung kam.


<img src="http://img9.imagevenue.com/loc937/th_29 ... _937lo.jpg" align="right" hspace="8" vspace="4">Hier ein anderes Beispiel für ein Gebet, auch aus Sergiew Posad, aus der Kirche der Himmelfahrt des Herrn; es befand sich an der Tafel der Sonntagsschule:
"Christe, unser Heiland! Alles unsrige ist in Dir und alles ist von Dir. Lehre uns von kleinauf, Liebe und Mitgefühl gegenüber allem zu empfinden, das sich quält und leidet, das Hilfe und Unterstützung braucht. Lehre, bilde und bewahre, und gewähre unseren Mündern Dich in Ewigkeit zu preisen."

* Diese Kirche galt zu Sowjetzeiten als "Kulturdenkmal" und wurde wahrscheinlich deshalb nicht
von den Bolschewiken geplündert. Wenn man sie betritt, spürt man geradezu noch den "vorrevolu-
tionären" Hauch der russischen Orthodoxie. Hier noch ein paar Bilder:

Bild Bild Bild Bild

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Freitag 18. April 2008, 18:56

Da laust mich doch der Russe… :mrgreen:
In der Tat, das ist dieses Gebet. Ich habe mich während der letzten Jahre immer mehr wundern müssen, wieviel Westliches man auch in Rußland findet.
Auf jeden Fall danke fürs Einstellen.

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Benedictus
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Beitrag von Benedictus » Montag 28. April 2008, 17:01

Ich bin zufällig auf diesen Thread gestoßen und habe dabei festgestellt, dass genau dieses Gebet neulich in unserer Kirche gebetet wurde. Und erstaunlicherweise hatte ich beim Sprechen dieses Gebetes die gleichen Gedanken wie Robert.

Ich habe mich gefragt, ob ich dieses Gebet wirklich so mitbeten kann. Denn dieses Gebet mach Gott ganz konkrete Vorgaben, wo er was mit mir bewerkstelligen soll. Insgesamt gesehen übersteigen die Bitten in diesem Gebet sicherlich das menschlich Mögliche. Von daher halte ich Roberts Vorschläge eindeutig für besser. Denn ich denke, es ist besser, nicht darum zu bitten, dass Gott mich zu Löser aller Probleme macht, sondern darum, dass Gott wirkt und diese Probleme löst.

Gruss, Benedictus
"Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war, die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn nicht" Verbal Kint: Die üblichen Verdächtigen

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ad-fontes
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Re:

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 6. Oktober 2009, 22:09

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Vor Jahren kam meine Frau Jana am Abend aus einem Glaubensgespräch beim orthodoxen Priester nach Hause. Ich war diesmal nicht dabei gewesen, sondern zu Hause, Tochter hüten, damals noch unser einziges Kind. Jana zeigte mir einen Gebetstext, den sie bekommen hatte, und fragte mich nach meiner Meinung. Ich kannte den Text damals noch nicht (obgleich er in unzähligen Varianten im Internet kursiert); es handelte sich eben um das oben wiedergegebene Stück.

Spontan stellte ich fest, daß der Text als solcher zwar nicht häretisch sei, aber doch in keiner Weise den Geist echten Gebetes atme. Ich vermutete die Herkunft in irgendwelchen friedensbewegten, tücherumwickelten Moralingruppen der achtziger Jahre. Auffällig – und zwar unangenehm auffallend – ist die starke Ich-Betonung des Textes. In einer Art gottesdienstlicher Versammlung vorgestellt, wird er zum didaktischen Moralstück. Am Schluß geht er ohnehin von formaler Bitte in Predigtton über.

Ja, sagte meine Frau, ganz ähnlich hätte der orthodoxe Priester das auch formuliert. Aber ob ich denn wisse, von wem das sei? – Nein, ich wußte es nicht – und erfuhr, daß es sich um das »Friedensgebet des Franz von Assisi« handele. Der orthodoxe Priester – den ich im übrigen sehr schätze, wiewohl ich ihn schon lang nicht mehr gesehen habe – hatte es als Beispiel genommen, um den Unterschied zwischen „östlichem“ und „westlichem“ Gebet zu illustrieren.

Ich war einigermaßen baff. Aus der heutigen Katholizität – ja, solch eine Herkunft konnte ich mir lebhaft vorstellen. Aber aus der Zeit des heiligen Franz – von der Person einmal abgesehen? – Nein, das klang mir allzu anachronistisch. Ich forschte ein wenig nach und fand schnell heraus, daß dieser Text in der Tat bei besagten „Friedensgruppen“ flächendeckend verbreitet ist, daß er dort eben als »Friedensgebet des Franz von Assisi« umläuft – daß er jedoch, wie einige oben bereits mitgeteilt haben, keineswegs vom heiligen Franz stammt, sondern erstmals 1913 in der französischen Zeitschrift »Souvenir Normand« auftaucht. Der wirkliche Verfasser ist unbekannt, mit Sicherheit aber nicht Franz, sondern ein Zeitgenosse damals, Anfang des 20. Jht.s.

Dennoch ist der zumindest implizite Vorwurf der Orthodoxen nicht unberechtigt. Denn der Ungeist jenes „Friedensgebets“ durchzieht heute nahezu flächendeckend die ganze Katholizität. Und zwar bis in die Spitze hinein. Und noch einmal, damit es deutlich wird: »Laß mich den Verzweifelten Hoffnung geben« – das ist keine formale Häresie, doch es ist ein hybrider Wunsch, inspiriert vom Ungeist grenzenlosen Hochmuts.

Kein Wunder, wenn die Heutigen ihren Ungeist in den heiligen Franz projizieren. Kein Wunder, wenn die Orthodoxen uns diesen Ungeist vorhalten. Den alten Franz trifft der Vorwurf wohl zu Unrecht, der heutigen Katholizität aber paßt er wie die Faust aufs Auge.
Formal nicht häretisch, aber "eine Häresie der Formlosigkeit"?!

Danke für die treffende Analyse!

Den Text sollte man als Einlegeblatt für alle Gebet- und Gesangbücher (kath. & ev.) zur Verfügung stellen!
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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lifestylekatholik
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Re: Re:

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 7. Oktober 2009, 01:10

ad-fontes hat geschrieben:Den Text sollte man als Einlegeblatt für alle Gebet- und Gesangbücher (kath. & ev.) zur Verfügung stellen!
Ja, schon -- aber es hilft ja nicht. Hast du nicht die Einwendungen der ganzen Nasen in diesem Thread gelesen? Keine hat sich getraut, Roberts Einwendungen nachzuvollziehen und »nachzudenken«, alle sind sie ganz schnell auf irgendwelche anderen Themen ausgewichen -- als sei dort ein blinder Fleck, auf den sie nicht schauen können oder wollen.

Als ich dann Roberts Umformulierung las, dacht ich: So, det isset, dit leuchtet sogar mir unmittelbar ein, nu musset ja jeder kapiern. -- Aber Pustekuchen, statt das Brot zu essen, das er da gebacken, hamse kleene Kügelchen draus gedreht und sich beschwert, dass die schlecht rollen.
:patsch:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Sempre
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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von Sempre » Mittwoch 7. Oktober 2009, 05:29

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Was denkt ihr über folgenden Text:
O Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
daß ich Liebe übe, wo man sich haßt,
daß ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
daß ich verbinde, wo Streit ist,
daß ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
daß ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
daß ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Ach, Herr, laß mich trachten,
nicht daß ich getröstet werde, sondern daß ich tröste,
nicht, daß ich verstanden werde, sondern daß ich verstehe,
nicht, daß ich geliebt werde, sondern daß ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergißt, der findet,
wer vergibt, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.
Abschnitt 1 klingt wie das Gebet eines Gerechten, der im Bewusstsein seiner Gerechtigkeit um die höhere Berufung bittet, jenen Zöllnern dort helfen zu dürfen.

Abschnitt 2 erklärt dem Herrn, wie es zu geschehen habe, dass er mich zu einem Werkzeug seines Friedens macht. Er möge bewirken, dass ich mein Selbstmitleid drangebe und mich nicht benehme wie jene, die noch nicht so weit sind.

Abschnitt 3 klingt, als ob die Selbstentsagung automatisch den Lohn bewirke.

Der gesamte Text ist irreführend. Er vermeidet -durchaus geschickt- jedes Schuldbekenntnis. Er suggeriert mir, ich sei nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Es fehlt eigentlich nur der Dank, den jener Pharisäer noch ausspricht.

Gruß
Sempre
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von Florianklaus » Mittwoch 7. Oktober 2009, 09:45

Ich teile die Einschätzung, daß dieses Gebet in völlig unangemessener Weise das eigene Ich in den Mittelpunkt stellt. Vor der Lektüre dieses Stranges ist mir dies zugegebenermaßen nicht aufgefallen. In Zukunft werde ich es nicht mehr mitbeten.

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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von Lioba » Mittwoch 7. Oktober 2009, 12:30

Ich empfand das Gebet dass ich als junges ding zum ersten Mal hörte, stets zwiespältig- wenn es klappt, bin ich ein ganz toller Christ und wenn nicht eine Niete.In meinen kühnsten Träumen war ich ersteres, in meiner stillen Selbsteinschätzung eher das zweite. Tatsächlich die Gefahr einer ungesunden Beschäftigung mit dem Selbst.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 7. Oktober 2009, 13:32

Ich finde an diesem Gebet (welches definitiv nicht aus der Feder Franzens stammt) absolut nichts auszusetzen. Der Vorwurf der Selbstgefälligkeit führt ins Leere, da der Beter diese Gaben von Gott erfleht - und nicht etwa für ihren Empfang dankt. Im Übrigen scheint mir das Gebet nicht so allgemein gehalten zu sein, dass man quasi als Heiliger das ganze Abendland retten soll, sondern um die Gnade bittet, im eigenen Leben und in der unmittelbaren Umgebung heiligend zu wirken, und sich vor allem auch selbst zu heiligen. Im Gegensatz zu vielen anderen hier empfinde ich den Text als äußerst demütig.

Ich gestehe, dass ich dieses Gebet noch nie verwendet habe. Aber ich hätte keine Schwierigkeiten damit.

Auch kann ich Roberts Argumentation der starken "Ich-Bezogenheit" nicht teilen. Derlei Texte gibt es in der Kirchengeschichte zuhauf, und mir sind Leute, die sich um Selbstheiligung, Demut, Einfalt und Friedfertigkeit mühen allemal lieber, als jene, die dieses für andere erbitten. Wenn ich alleine in der Kirche vor dem Allerheiligsten knie, erscheint es recht merkwürdig, von "wir" und "uns" zu sprechen - es sei denn, man stimmt in das Stundengebet der Kirche ein, dass man nie alleine betet. Aber dort sind die Texte ja auch demensprechend formuliert.
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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 7. Oktober 2009, 13:51

Wenn jemandem dieses Gebet etwas bringt…dann soll er's beten. Ich selbst tu es nicht. Die Rosenkranzomis hier in der Kirche um die Ecke beten es immer danach. Wenn ich ausnahmsweise dem Gebet vorstehe (zum Glück nicht mehr stammelnd, da ich die Geheimnisse auf deutsch endlich auswendig gelernt habe), dann wird es nicht gebetet. Sub Tuum Praesidium und der Ofen ist aus.
Ich denke auch viel über Gebete nach die in Büchern stehen, ob sie das ausdrücken, was ich denke, oder ob da der Wurm drin ist. Sei es ein grammatikalischer Fehler beim St. Josef-Rosenkranz, dieses Gebet des Engels, in dem Jesus der heiligen Dreifaltigkeit aufgeopfert wird, obwohl er selbst ihr angehört (ein ähnliches Gebet kenne ich auch als Kommunionsgebet … :achselzuck:) uvm.
Manches bete ich nicht, manches mit einem gewissen Vorbehalt — will heißen, ich verstehe es nicht — und denke die Verantwortung legt bei dem, der die Druckerlaubnis für das Buch herausgegeben hat. Was kein Imprimatur hat, landet bei mir gleich im Altpapier. Manchmal muß man konsequent sein.
???

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cantus planus
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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 7. Oktober 2009, 14:11

anneke6 hat geschrieben:Was kein Imprimatur hat, landet bei mir gleich im Altpapier.
Eine weise Entscheidung. Wobei auch schon viel Unsinn das "Imprimatur" erhalten hat. Ich sage nur "Amsterdam"...

Aber im Prinzip hast du vollkommen recht! :ja:
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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 7. Oktober 2009, 14:39

Für mich ist das eine Unterweisung, aber kein Gebet, und es müsste eigentlich so formuliert sein:
Du sollst sein ein Werkzeug Seines Friedens:
Du sollst Liebe üben, wo man sich haßt,
du sollst verzeihen, wo man sich beleidigt,
du sollst verbinden, wo Streit ist,
du sollst Hoffnung wecken, wo Verzweiflung quält,
du sollst ein Licht anzünden, wo die Finsternis regiert,
du sollst Freude bringen, wo der Kummer wohnt.

Trachte,
nicht dass du getröstet werdest, sondern dass du tröstest,
nicht dass du verstanden werdest, sondern dass du verstehest,
nicht dass du geliebt werdest, sondern dass du liebest.

Denn wer da hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer vergibt, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.
Wäre das ein Gebet, so fehlte vollkommen die Hinwendung des Blicks darauf und das Eingeständnis (auch vor sich selbst!) dessen, dass ich auch selber Unfrieden stifte, dass ich auch selber hasse, dass ich auch selber beleidige, dass ich auch selber streite und die Bitte um Vergebung. Aber das wird elegant übergangen damit, dass ich ja für die andern so gut und toll sein soll. Gott, mach mich doch so toll, weil ja die andern es brauchen. -- Nein, ich habe es bitter nötig. Ich habe es bitter nötig, dass Gott an mir Liebe übt, wo ich hasse, dass Gott mir verzeiht, wo ich beleidige usw.

Die Perspektive dieses Textes ist verdreht.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von Marion » Mittwoch 7. Oktober 2009, 16:03

daß ich Liebe übe, wo man sich haßt,
daß ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
die beiden Sätze sind am schlimmsten

Ich soll nicht Liebe üben wo man (andere) sich hasst. Sondern ich soll Liebe üben bei dem der mich, und bei dem den ich hasse. Also meine Feinde.

Außerdem bin ich nicht zuständig dafür zu Verzeihen was anderen angetan wird, sondern dafür was mir angetan wird.
Z.B. der Attentäter vom Papst Johannes, dem kann ich nicht verzeihen, er hat mir ja nix getan. Das kann nur der Papst ( und er hat es getan ;) ) und Gott. Weil an denen hat er sich versündigt. An mir nicht.

Das ganze Gebet strotzt von Anschuldigungen an dritte, die sich eben nicht anständig benehmen können, sich nicht lieben, sich nicht verzeihen ....
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Robert Ketelhohn
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Re:

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 28. Oktober 2012, 22:31

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Sofaklecks hat geschrieben:… für die Schönheit des Liedes, in seiner Einfachheit begründet, fehlt ihm das Verständnis.
Wahre Schönheit gibt es nicht, außer im Geist und in der Wahrheit. Schön fromm ist nicht schön. Schön fromm war Pelagius. Besonders schön fromm.
Sofaklecks hat geschrieben:Das Schöne an dem Text ist, daß seine Aussage jedermann auf Anhieb einleuchtet.
Fast jedem heutigen Frommen, zumindest im Westen. Das eben ist das Problem. Das zu ergründen, die Wurzel zu finden, war mein Motiv, den Text hier erneut zu präsentieren. Denn die Diagnose ist klar, und sie leuchtet jedem ein, dessen Fundament Psalter und überlieferte Liturgie sind.

Daß heute im Westen fast alle, auch die sogenannt „Konservativen“, dies nicht einzusehen vermögen, war mir auch schon klar. Was ich mich frage, das ist: Woher rührt dieser „Paradigmenwechsel“ in der westlichen Kirche? Wann und wodurch hat dieser mindestens semipelagianische Geist – der auch in der neuen Sonntagsorationen des Meßbuchs Pauls VI. weht, wie ich hier schon mehrfach ausgeführt habe – Einzug gehalten?
Heute habe ich ein Beispiel gefunden, das jenen Geist bereits Ende des 19. Jahrhunderts lebendig zeigt: den Gebetstext Leos XIII. zur Herz-Jesu-Weihe.

Ich habe den Text auf Latein und deutsch (wie er heute bei uns gesprochen wurde) aus dem Internet gefischt und füge beide einander gegenübergestellt diesem Beitrag bei. Es geht mit nicht um die Schwächen der lückenhaften und teils recht „phantasievollen“ Übersetzung, sondern allein um den sachlichen Gehalt, ob auf Latein oder deutsch.

Mir ist dieser Semipelagianismus zuwider, und er ist dem Geist der Kirche ganz entgegengesetzt. Den Satz: »Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz« habe ich heute, obgleich mir schon schlecht wurde, noch mitgebetet, freilich abgewandelt: »Erbarme Dich unser, o gütigster Jesus, und ziehe uns an Dein heiligstes Herz«. Besser noch hätte ich „mein“ und „mich“ gesagt. – Beim nächsten Satz erstarb mir die Stimme. :bedrippelt:
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jesu-dulcissime-redemptor.herz-jesu-weihe.leo-xiii.pdf
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Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von taddeo » Sonntag 28. Oktober 2012, 22:44

Du hast Probleme. :achselzuck:

Johaennschen
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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von Johaennschen » Sonntag 28. Oktober 2012, 23:02

Könntest Du denn
...viele haben Dich verschmäht und Deine Gebote verachtet.
Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus...
beten? :hae?: Ich käme mir da irgendwie vor... wie im falschen Film.

[OT]Die Uhr hier geht falsch.[/OT]
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von taddeo » Sonntag 28. Oktober 2012, 23:08

Johaennschen hat geschrieben:Könntest Du denn
...viele haben Dich verschmäht und Deine Gebote verachtet.
Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus...
beten? :hae?:
Aber sicher könnte ich das. Warum denn auch nicht?
Brauchen die Gesunden den Arzt oder die Kranken?

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Re: Schönes Gebet?

Beitrag von Johaennschen » Sonntag 28. Oktober 2012, 23:13

Eben. Ich käme mir mit meinem abgerissenen Arm komisch vor, den Arzt zu dem mit dem abgerissenen Bein zu schicken.
Ich sähe mich zu dem Gebet – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht im Stande. ;D
Im Ernst, ich käme mir sehr komisch dabei vor, sowas zu beten...
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