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Hrdlicka, Nitsch und ihre "Kunstwerke" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 30. Juli 2008, 20:48
von Peregrin
Die Presse hat geschrieben:
...
ich schätze Nitsch sehr. Ich weiß, wie tief er das Religiöse, das christliche Opfer der Eucharistie verstehen kann. Wenn er die Monstranz aus einem geschlachteten Lamm herausnimmt und ausstellt, ist es genau das, was ich jeden Tag bei einer Messe sage und tue: Seht das Lamm Gottes. Ich würde mich sogar dazu versteigen, dass Nitsch vom christlichen Opfer viel mehr versteht, als ich so viele katholische Zeitgenossen so allgemein reden höre.
Verfasst: Mittwoch 30. Juli 2008, 20:52
von anneke6
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 08:18
von Robert Ketelhohn
Dieser Herr Faber ist offensichtlich ein Kirchenschänder der aller-
übelsten Sorte. Was seinen vorgesetzten Blaublüter betrifft, muß
man aufgrund der dortigen Konstellation leider von bewußter und
gewollter Komplizenschaft reden.
Angesichts dessen habe ich mittlerweile Verständnis dafür, wie
kreuz.net diesen hochwohlgeborenen Herrn regelmäßig beschimpft.
Alle beide, Herr und Knecht, verdienten, mit Ruten aus der Kirche
geprügelt zu werden.
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 18:55
von Paul Heliosch
Dieser Vorgang zeigt, daß es ein eklatanter Fehler war, länger als für drei Minuten "Stoßlüftung" die "vatikanischen Fenster zu öffnen". Dieser Vorgang ist ein Musterbeispiel, für die Folgen des Verrats - nämlich des Verrats des
Geheimnisses des Glaubens
Re: „Für mich ist Hrdlicka natürlich Christ
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 19:54
von Edi
Peregrin hat geschrieben:Die Presse hat geschrieben:
...
ich schätze Nitsch sehr.
Den Blutsudler Nitsch, wer den schätzt, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank und sollte seine Job als Pfarrer aufgeben.
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 20:27
von Linus
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Dieser Herr Faber ist offensichtlich ein Kirchenschänder der aller-
übelsten Sorte. .
Woran machst du das - außer ferndiagnostisch erstellter Dokumentanalysen - fest?
Ich weiß nur, daß er die hl Messe sehr rubrikentreu feiert. (Das war auch mit der Grund, warumn er mein Traupriester gewesen ist - liberal für meine Frau, Rubrikentreu für mich.) Gut sein Kunstgeschmack ist halt nicht Barock-Orthodox aber gut.... (und ja er hat einen gewissen Hang zur Selbstdarstellung)
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 20:32
von anneke6
Na so etwas…wie klein die Welt doch ist.

Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 20:48
von ar26
@Linus
Das ist dann mal ein schönes Beispiel, daß rubrikentreu nicht ausreicht. Hier hat die FSSPX nicht ganz unrecht. Das Problem ist kein rein liturgisches. Zumal rubrikentreu auch nicht gleich traditionshermeneutisch heißt. Patene dürfte es bei ihm wohl auch nicht geben.
Ansonsten schließe ich mich, vorbehaltlich richtiger Wiedergabe der geistlichen Herren in den Medien, in der Tendenz (nicht unbedingt in der Wortwahl

) Robert an. Solche Achtelkonservativen, die dem Zeitgeist dennoch ständig hinterherhecheln zu suchen, sind die Totengräber der Kirche. Da ist mir jeder Küng noch lieber, da hier die Geister eindeutig und offensichtlich geschieden sind. Man könnte mal suchen, wie oft der Hw. Hr. Dompfarrer wegen Themen wie Lebensschutz oder Bewahrung christl. Kultur in den Medien war und wie oft mit "Lifestylthemen".
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 21:20
von Linus
Mh. Irgendwer muß ja auch für die Schickeria pastoral machen, oder? Im übrigen würde ich fehlende Patene nicht zum zeichen einer eventuell nicht vorhandenen Kontinuität machen - da fielen mir manipel etc ebenso ein....
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 21:51
von anneke6
Eine Patene ist aber arg praktisch. Man sieht Hostienfragmente auf ihr eher als auf dem Korporale, und manche benutzen sie sogar, um das Korporale abzukratzen.
Ist denn der Toni Faber zu arm, um sich eine Patene zu leisten?
Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 21:52
von Kilianus
Linus hat geschrieben:Mh. Irgendwer muß ja auch für die Schickeria pastoral machen, oder?
Deine Trauung war Schickeria-Pastoral?

Verfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 22:33
von Linus
Kilianus hat geschrieben:Linus hat geschrieben:Mh. Irgendwer muß ja auch für die Schickeria pastoral machen, oder?
Deine Trauung war Schickeria-Pastoral?

Völlig
Nein, er machte früher -als Loretto Wien noch Sonntags Gebetskreis hatte, wöchentlich Beichtdienst bei uns. Seit wir zur Mittwochssekte ( Kirche Jesu Christi der Heiligen des Vierten Tages:D ) abgesunken sind kann er leider nicht mehr ....
Verfasst: Freitag 1. August 2008, 00:56
von Robert Ketelhohn
Linus hat geschrieben:Woran machst du das - außer ferndiagnostisch erstellter Dokumentanalysen - fest?
1. Wer Hrdlickas Blasphemien – ich meine konkret die Blasphemien – in die Kirche holt und trotz Ermnahnung drinnen läßt, den sehe ich als exkommuniziert an.
2. Wer Hrdlicka zum Christen erklärt, der isdt entweder geistig zurückgeblieben oder will uns alle verarschen.
3. Wer Nitsch gut findet, der ist entweder Satanist oder ein Fall für die Klapse.
Verfasst: Freitag 1. August 2008, 09:22
von ad_hoc
Ich verstehe nicht, dass es zu Faber, Hrdlicka und Nitsch überhaupt noch unterschiedliche Auffassungen geben kann. Das ist schon nicht mehr diskussionsfähig.
Gruß, ad_hoc
Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 19:00
von cantus planus
Maria-Restituta-Kunstwerk eingeweiht:
http://stephanscom.at/news//articles/2 ... 13/a16638/
(
OH, MEIN GOTT! 
)
Und so sieht es aus:
(
OH, MEIN GOTT! 
)
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 19:05
von cantus planus
Es wäre sehr wünschenswert, wenn ein gewisser Martin Humer da kürzlich mal mit Teer und Federn anrückte...

Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 19:24
von Niels
Am besten lässt man diese Medusa verhüllt.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 19:56
von Sebastian
Was soll es darstellen?
Ich schreie, mir geht es schlecht ... und dies sind meine Brüste ?

Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 20:05
von Peregrin
Sebastian hat geschrieben:
Ich schreie, mir geht es schlecht ... und dies sind meine Brüste ?

Der Hrdlicka kann halt nicht anders, schau Dir einmal an,
was er seiner verstorbenen Frau aufs Grab montiert hat. Der Faber und der Schönborn könnten allerdings schon anders. Vermute ich zumindest.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 20:07
von Niels
Die Frage ist auch, wieviel der Spaß gekostet hat und wer's bezahlt hat.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 02:02
von Christiane
Aus welchem Horror-Film stammt denn dieses Monster?

Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 02:10
von Christiane
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 07:07
von Granuaile
http://stephanscom.at/news/0/articles/2009/05/13/a16638/ hat geschrieben:Mahnmal gegen den NS-Terror
Die Barbarakapelle, in der das Kunstwerk seinen Platz findet, liegt an der Nordseite des Stephansdoms und dient als Meditationsraum. Im Kreuzschaft des spätgotischen Kruzifixes der Barbarakapelle wird Asche aus dem Konzentrationslager Auschwitz und Erde aus dem Konzentrationslager Mauthausen aufbewahrt. Mit der neuen Skulptur der 1943 von den Nationalsozialisten wegen "Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" hingerichteten Hartmannschwester Restituta wird laut Dompfarrer Faber jetzt ein weiteres "starkes Mahnmal gegen den NS-Terror" gesetzt.
Alfred Hrdlickas größere Botschaft
Dompfarrer Faber spricht von einer "Riesenchance", das "oft abgerissene Gespräch" mit der zeitgenössischen Kunst wieder zu beleben.
Hrdlicka thematisiere mit der Skulptur der 1998 beim dritten Österreich-Besuch Johannes Pauls II. selig gesprochenen Schwester Restituta einmal mehr den geschundenen, unterdrückten, leidenden Menschen und verweise wie fast immer in seinem beeindruckenden Oeuvre auf eine größere Botschaft, erklärte Toni Faber im Gespräch mit "Kathpress". Das gelte auch für das Beispiel der Ordensfrau, die gemeinsam mit "kommunistischen Straßenbahnern" hingerichtet worden sei. Ihr Martyrium stehe als Zeugnis gegen die Verrohung und Unmenschlichkeit, von der das 20. Jahrhundert geprägt war, sagte Faber.
Wer nur die Skulptur betrachtet, ohne den Hintergrund zur Kenntnis zu nehmen, wird in der Regel entsetzt sein. So auch die Reaktionen in diesem Tread. In Beachtung, dass die Skulptur in einer Kapelle hängt, also nicht mitten im Dom, dass diese Kapelle offensichtlich dem Gebet für die Opfer eines Gewaltregimes gewidmet ist (die Asche von Ermordeten von Mauthausen und Auschwitz wird in dieser Kapelle aufbewahrt), scheint mir die Skulptur gut getroffen zu sein. Auch darf ein Kunstwerk aufrühren, Schmerz darstellen. Süsse Skulpturen im Stil einer selig lächelnden Maria mit dem Kinde finden sich in Kirchen genug. Die bildliche Darstellung des Leidens muss sich nicht auf Jesus am Kreuz beschränken.
Über Geschmäcker lässt sich immer streiten. Jedenfalls scheint mir die pauschale Herbabwürdigung dieses Werks von Alfred Hrdlicka nicht am Platze zu sein. Wäre die Kritik auch so krass ausgefallen, wenn die Barbarakapelle den Opfern kommunistischer Gewalt im Gulag gewidmet wäre?
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 07:07
von Edi
Der Wiener Kardinal hält ja den obskuren Hrdlicka für "einen der bedeutendsten lebenden Künstler Österreichs", andere Leute sehen ihn eher als Schmierfinken. Schönredner auch wegen anderer Dinge sollte man den Kardinal in Zukunft nennen.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 09:08
von cantus planus
Kunst ist heute so vielfältig geworden, dass Talentlosigkeit bei guter Vermarktung gar nicht mehr auffällt. Hrdlicka ist so ein Fall. Er ist bekannt, berühmt und berüchtigt, und immer wieder von großen Leuten gefördert worden.
Also steht alle Welt vor seinen Kunstwerken und sagt "Ohh!" und "Ahh!" und "Wie interessant!" - und niemand traut sich zu sagen, dass es einfach ein furchtbares Geschmiere ist, das auch ein Kleinkind geschafft hätte. Gleiches gilt die Hermann Nitschs "Schüttbilder": als Kunstform mag es einmal zulässig sein, um Grenzen zu erweitern und Neues zu schaffen. Wenn man jedoch Leinwände im großen Stil mit Blut versaut, ist das keine Kunst mehr, sondern eher ein Zwangsverhalten.
Wir sollten uns wieder viel mehr trauen, Kunst als "nicht schön" zu empfinden. Der Betrachter hat einfach ein Recht darauf.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 09:46
von Edi
cantus planus hat geschrieben:Kunst ist heute so vielfältig geworden, dass Talentlosigkeit bei guter Vermarktung gar nicht mehr auffällt. Hrdlicka ist so ein Fall. Er ist bekannt, berühmt und berüchtigt, und immer wieder von großen Leuten gefördert worden.
Vor rund 40 Jahen bereits durfte ein "Künstler" in einer süddeutschen Stadt eine Strasse hunderte Meter lang mit drei Farbstrichen verschmieren.
In Baden-Württemberg hat vor vielen Jahren eine Landesregierung eine Plastik, die Elefantenscheiße darstellen sollte, erworben. Alles dekadente Leute.
Die sog. Künstler und ihre Förderer haben den Leuten weisgemacht, dass jeder Unfug Kunst sei. Da hat doch mal irgendjemand einen Affen mit Farbe und Pinsel etwas auf eine Leinwand schmieren lassen und hat die Schmiererei ausgestellt. Da fragten die Besucher welcher Künstler das Bild gemacht habe und was er sich dabei gedacht habe.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 09:50
von holzi
Edi hat geschrieben:Die sog. Künstler und ihre Förderer haben den Leuten weisgemacht, dass jeder Unfug Kunst sei. Da hat doch mal irgendjemand einen Affen mit Farbe und Pinsel etwas auf eine Leinwand schmieren lassen und hat die Schmiererei ausgestellt. Da fragten die Besucher welcher Künstler das Bild gemacht habe und was er sich dabei gedacht habe.
Im brasilianischen TV Globo läuft gerade die Telenovela
"Caras e Bocas", worin es genau darum geht, dass ein Affe im Atelier eines zwar talentierten aber erfolglosen Malers wütet und die so verunstalteten Bilder dann von einer renommierten Galeristin teuer gekauft werdn etc. Natürlich verlieben sich die beiden - logisch, oder?

Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 09:50
von TillSchilling
cantus planus hat geschrieben:
Wir sollten uns wieder viel mehr trauen, Kunst als "nicht schön" zu empfinden. Der Betrachter hat einfach ein Recht darauf.
"Schön" ist eigentlich nicht das Kriterium:
Hrdlicka thematisiere mit der Skulptur der 1998 beim dritten Österreich-Besuch Johannes Pauls II. selig gesprochenen Schwester Restituta einmal mehr den geschundenen, unterdrückten, leidenden Menschen und verweise wie fast immer in seinem beeindruckenden Oeuvre auf eine größere Botschaft
Allerdings kann man natürlich den "geschundenen, unterdrückten, leidenden Menschen" auch würdevoll thematisieren. Ein Hrdlicka allerdings kann das wohl nicht.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 09:55
von cantus planus
Eben, damit sind wir wieder bei der "Talentlosigkeit". Ich weigere mich übrigens anzuerkennen, dass Kunst (und Musik) nichts mit Ästhetik zu tun haben - das ist immer und zu allen Zeiten die Richtschnur der Kunst gewesen.
Auch Leid und Schmerz lassen sich künstlerisch hochwertig darstellen, man denke nur an die Laokoon-Gruppe oder großartige Pietà- oder Schmerzensmänner-Darstellungen. Talentlosigkeit: auch und gerade hier feiert teilweise der Kitsch fröhlich Urständ. Aber es gibt eben auch großartige Werke.
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 10:22
von Robert Ketelhohn
holzi hat geschrieben:Natürlich verlieben sich die beiden - logisch, oder?

Affe und Galeristin oder Affe und Maler?
Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 10:23
von cantus planus
Robert Ketelhohn hat geschrieben:holzi hat geschrieben:Natürlich verlieben sich die beiden - logisch, oder?

Affe und Galeristin oder Affe und Maler?
Natürlich der Affe und die Galeristin. Alles andere wäre ja wider die Natur!

Re: Wien: Neues "Kunstwerk" im Stephansdom
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2009, 10:36
von TillSchilling
cantus planus hat geschrieben:Eben, damit sind wir wieder bei der "Talentlosigkeit".
Talentlosigkeit kann man ihm meiner Meinung nach nicht vorwerfen. Der kann schon was. Aber was macht er aus seinem Talent? Seine Werke zeigen halt doch sehr, was er so für einer ist:
Alfred Hrdlicka hatte einmal in einem Interview gesagt: " Ich bin ein pornografischer Mensch."
Quelle: http://www.viennatouristguide.at/Friedh ... dlicka.htm