gestern war ich in einem Konzerthaus, um der Johannespassion zu lauschen. Da eilte ein Radioreporter auf mich zu, hielt mir das Mikro unter die Nase und fragte, warum ich zu diesem Konzert gekommen sei.
Ich glaube ein Stück weit war es künstlerisches Interesse, nämlich wie eine moderne Interpretation (nach MacMillans) der Johannespassion sich anhört und wie der Tänzer die Musik szenisch hinterlegt.
Doch irgendwie dachte ich, dass es eigentlich gemäßer wäre, wegen dem Inhalt, wegen der PASSIONsgeschichte da zu sein, innerlich mitzugehen, ähnlich wie beim Kreuzwegbeten.
Warum geht ihr (oder auch nicht) in Passionskonzerte? Wegen der Musik? Oder aus anderen Gründen?
Findet ihr es OK, dass aus der Passionsgeschichte (die kaum mehr Leute in die Kirche lockt) ein Konzert wird (das für volle Konzerthäuser sorgt)?
