Bibelübersetzungen/-ausgaben

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.
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birnbaum
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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Samstag 9. November 2019, 23:01

Tinius,
ich vergaß die Bären. Die "zwei" sind feminin, die Bären maskulin. Zwei ist, soweit ich erinnere, die einzige Zahl, die feminin und maskulin benannt wird: schtaim (f) und "schnaim" (m).
Solche Konstruktionen, auch Pluralnomina mit Singularverb, kommen öfter in der Schrift vor, daher die verschiedenen Übersetzungsvarianten.

Ich wünsche Dir einen gesegneten Herrentag! Schlaf gut! Nett, mit Dir ausgetauscht zu haben!

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Dienstag 12. November 2019, 15:25

Ich habe Dir, Tinius, einen kleinen illustrierten Brief geschrieben:

hier: https://www.bibelpedia.com/index.php?title=Ich_und_Du

Natürlich auch für alle anderen, die o. g. Diskussion verfolgt bzw. Interesse daran haben.
Es geht um die in 2 Könige 2 von Bären getöteten 42 Kinder und einiges mehr.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Tinius » Dienstag 12. November 2019, 23:54

Also....ich bin wirklich gerührt... :heul: :heul: :klatsch: :klatsch:

Ich danke dir.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Mittwoch 13. November 2019, 12:50

Gern geschehen!
Teilst Du die Leidenschaft deines Namensgebers, der angeblich 50 Tsd Bücher "gehortet" hat?

(Mal davon ausgehend, daß Tinius ein Pseudonym ist ! Gut, daß Du das "t" vor dem u nicht trägst,
sonst wärst Du meine personifizierte Malaise)

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von RomanesEuntDomus » Donnerstag 14. November 2019, 14:03

Birnbaum hat geschrieben:Der hebräische Begriff "na´ar" bezeichnet kleine Kinder und Jungs; da aber "klein" davorgesetzt ist, sind tatsächlich kleine Kinder gemeint.
Na'ar bezeichnet so einiges; nicht nur "junge Männer" im engeren Sinne, sondern häufig auch Diener und Hilfsarbeiter aller Art.

Nur drei kleine Beispiele, locker aus dem Buch der Richter zusammengetragen, wörtlich zitiert nach Einheitsübersetzung:

Ri 9,54:
Da rief er seinen Waffenträger und sagte zu ihm: Schnell, zieh dein Schwert und töte mich! Man soll nicht von mir sagen: Eine Frau hat ihn umgebracht. Der junge Mann durchbohrte ihn, und er starb.
Ri 17,7:
In Bethlehem in Juda lebte (damals) ein junger Mann [aus der Sippe Juda]. Er war Levit und lebte dort als Fremder.
Ri 19,11:
Als sie dort waren, war der Tag schon fast zu Ende gegangen. Darum sagte der Knecht zu seinem Herrn: Komm, wir wollen in der Jebusiterstadt hier einkehren und übernachten.
(Unterstreichungen von mir, Klammern im Original.)

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Donnerstag 14. November 2019, 14:42

Danke für diese Hinweise, R. e. D.,

In den Richter– Passagen fehlt jedoch jeweils das Adjektiv "klein".

In der 2 Könige 2–Stelle heißt es in V. 23
»n´arim k´tanim« , "kleine Kinder",
»pueri parvi« für die Römer, wörtlich nach Hieronymus.
Zuletzt geändert von birnbaum am Donnerstag 14. November 2019, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Ralf » Donnerstag 14. November 2019, 14:47

Hier findet sich übrigens eine gute Darstellung an einem Beispiel (Taufe Jesu), warum die HSK-Übersetzung (Hamp-Stenzel-Kürzinger) deutlich besser ist als die - hier alte - EÜ:

https://www.vaticarsten.de/theologie/nt ... _maike.pdf

Fand ich hochinteressant zu lesen.

(Daß Nestle-Aland hier ständig als "Original" bezeichnet wird, spielt für den Vergleich keine Rolle, zumal sich beide Übersetzungen darauf beziehen.)
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Freitag 15. November 2019, 08:28

Danke, Ralf, für diesen Hinweis! Außerordentlich aufschlußreich! Ein Text nach meinem Geschmack, den ich noch nicht kannte.
Nachdem die H–S–K –, die Henne–Rösch und die Riesler–Storr -Übersetzungen nur noch antiquarisch zu bekommen sind, stelle ich mit Bedauern fest, daß momentan nur noch zwei r.-k.– Vollbibeln auf dem Markt sind, die Gute Nachricht Bibel mal nicht mitgezählt.
Es sieht zur Zeit auch nicht so aus, als ob sich das ändern würde! Vielleicht druckt der Sarto– Verlag ja irgendwann mal nach, so wie bei Augustin Arndt geschehen. Aber denen wars ja um eine Übersetzung nach der Vulgata...
Nichtsdestoweniger finde ich, daß die Einheitsüs 2016 der 1980er Ausgabe durchaus überlegen ist!

Gesegneten Herrentag Dir!

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Ralf » Freitag 15. November 2019, 22:11

Gerne, ich fand ihn auch sehr aufschlußreich - befürchte allerdings, daß die EÜ2016 auch da nicht gut abschneiden würde (wenn auch besser als die alte, da gebe ich Dir Recht).

Die H-S-K hatte ich mal in der Großdruck Rosina Wachtmeister Ausgabe, jetzt freue ich mich auf die Ausgabe als Ikonen-Bibel (günstiger als am großen Fluß gefunden).

Mal was anderes: nutzt jemand hier im Forum die Logos-Bibelsoftware? Oder gar die katholische Verbum-Variante?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Ralf » Freitag 15. November 2019, 22:31

Ralf hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 22:11
Gerne, ich fand ihn auch sehr aufschlußreich - befürchte allerdings, daß die EÜ2016 auch da nicht gut abschneiden würde (wenn auch besser als die alte, da gebe ich Dir Recht).
Ich habe mal die im Artikel besprochene Stelle bei der EÜ2016 nachgeschaut. Wenn die neue EÜ besser wird, dann deswegen, weil sie größtenteils wortwörtlich(!) Kürzinger übernimmt. SEHR interessant und spricht natürlich für HSK.
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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Ralf » Dienstag 19. November 2019, 22:28

Ralf hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 22:11
Mal was anderes: nutzt jemand hier im Forum die Logos-Bibelsoftware? Oder gar die katholische Verbum-Variante?
Niemand? Kennt sie denn jemand?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Ralf » Mittwoch 20. November 2019, 17:38

birnbaum hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 08:28
Nachdem die H–S–K –, die Henne–Rösch und die Riesler–Storr -Übersetzungen nur noch antiquarisch zu bekommen sind, ...
Aufgrund deiner Seite habe ich die HSK hier komplett online entdeckt (erfreue mich natürlich lieber meiner Ausgabe als Ikonenbibel, ein echtes Prachtexemplar):

http://www.vulgata.info/index.php?title ... Vulgata:AT

http://www.vulgata.info/index.php?title ... Vulgata:NT

(Du schriebst selber auf bibelpedia, daß HSK nichts mit der Vulgata zu tun hat, ist ein Fehler des Autoren der Vulgata-Seite)
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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Mittwoch 20. November 2019, 18:13

Ja, Ralf, das ist richtig.
Ich habe dem Verantwortlichen damals geschrieben, dass V. Hamp & M. Stenzel überwiegend nach der Hebraica übersetzt haben. Im Vorwort zur 1° des AT heißt es sinngemäß:

Angaben der Textvorlagen:
Übersetzt wurde nach den Grundtexten, also nach den hebräischen und aramäischen Schriften. Die Septuaginta wird nicht genannt, ist aber bei den deuterokanonischen Schriften "mit von der Partie". Eigennamen sind nach der Vulgata geschrieben.
Meinrad Stenzel schrieb zu Freising, im November 1955, ein einseitiges Vorwort; darin heißt es zur Übersetzung u. a.:
»Wie das Titelblatt ausweist, wurde die vorliegende Ausgabe nach den Grundtexten, soweit sie uns erreichbar sind, veranstaltet. Es ist also nicht durchweg der hebräische Text, der unsere Vorlage bildet. Um den Grundtexten nahezukommen und damit den Sinn der ersten Verfasser annähernd richtig zu treffen, mußte recht oft zu den Übersetzungen der alten Zeit gegriffen werden, oft mußten auch Textverbesserungen neueren Datums berücksichtigt werden. Hie und da wirden offenkundige Glossen, d. h. Bemerkungen, die nicht zum ursprünglichen Text gehören, fortgelassen. So erklärt es sich, daß unsere Ausgabe bisweilen von anderen katholischen Bibelausgaben abweicht.«

Ich bezweifle, daß Stenzel die V als Grundtext bezeichnete; eventuell aber bei den Deuterokanonen.

Josef Kürzinger hat nur in den ersten beiden Auflagen seines NT 1953 und ´54 nach der V übertragen, danach konsequent nach dem Griechischen.

Ein "Br. Johannes Markus", der – soweit ich mich erinnere – für diese Webseite verantwortlich zeichnet, hat aber nicht reagiert. So isses bis heut geblieben.

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Dienstag 26. November 2019, 10:52

Bibel für über eine Million Euro versteigert
In Hamburg ist am Montag eine mittelalterliche Bibel versteigert worden - für 1.050.000 Euro. Laut einer Sprecherin ist sie damit die teuerste Bibel, die jemals in Deutschland ersteigert worden ist. Ein privater Schweizer Sammler habe den Zuschlag für das zweibändige Werk erhalten. Die Gebote wurden per Telefon abgegeben. Die Bibel befand sich zuvor in Familienbesitz. Der reine Verkaufspreis beträgt 840.000 Euro, dazu kommt eine Provision von 25 Prozent.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... el210.html
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Bibelübersetzungen/-ausgaben

Beitrag von birnbaum » Dienstag 26. November 2019, 14:36

Da diese mittelalterliche Bibel für meine Art des Bibelstudiums eher nicht taugt,
hab ich – nach längerem Zögern – davon abgesehen, mich an der Ersteigerung zu beteiligen!

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