nomads hat geschrieben: ↑Samstag 19. September 2026, 15:29
Peduli hat geschrieben: ↑Samstag 19. September 2026, 15:14
Also ich finde die Tradition gut: Einheit in Vielfalt!
ich auch, aber der Text selbst,
"das im Laufe einer jahrhundertelangen Geschichte immer wieder dafür gesorgt hatte, dass die Kirche bereit war, sehr viel sehr Unterschiedliches zu tolerieren.“ birgt die Gefahr, dass die Kirche so manches toleriert, was sie eigentlich hätte ablehnen sollen - leider wissen wir das erst dann, wenn es bereits zu spät ist.
Man kann an dem von Lütz geschilderten Vorlauf zu dem Gnadenstreit sehen, daß solche Dinge sich entwickeln. Insbesondere auch die theologischen Auseinandersetzungen treten nicht urplötzlich auf, sondern stehen immer in einem mehr oder weniger deutlichen Zusammenhang:
Die von den Traditionalisten so geschätzte Eindeutigkeit des Tridentinums war nur eine der innerkirchlich gesetzten Ursachen für diesen Gnadenstreit!
Man sollte also mit höchste Vorsicht in dieser Frage operieren, denn das, was dort zerbrochen werden kann, ist wertvoller als Porzellan in einer Kiste, von der man noch nicht einmal weiß, wie groß sie ist.
Und um das auch ganz klar zu sagen:
Damit werden die Festlegungen des Tridentinums in keinster Weise in Frage gestellt.
Aber man kann auch deutlich sehen, was so alles an für die Konzilsväter des Tridentinums nicht Vorhersehbarem geschehen kann.
nomads hat geschrieben: ↑Samstag 19. September 2026, 15:29
Peduli hat geschrieben: ↑Samstag 19. September 2026, 15:14
Mann muß halt nur wissen, was unter Tradition zu verstehen ist!

auch wenn man das nicht wüsste, die Obrigkeit der Kirche sagt uns, was zu Tradition gehört.
Ebent!
Auch wenn die "Vatikanisti" von Etlichen kritisiert werden, ist diese Kritik nicht deshalb berechtigt, weil sie geäußert wird. Diesem Irrtum sitzen heutzutage leider all zu viele Gläubige und auch Ungläubige auf.
