Gnade aus katholischer Sicht

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.
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nomads
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von nomads »

Ein US-amerikanischer Priester wird während des Eucharistischen Hochgebets in Hopkins, Minnesota, so von Gnade überwältigt, dass er im Inneren tief erschüttert wird und sichtbar Mühe hat, die Heilige Messe fortzusetzen.
(Quelle)
woher wissen die Autoren des Artikels, dass es Gnade ist?
Vielleicht verschlägt es dem Priester die Sprache, weil er "für alle" spricht statt "für viele" ?
Für mich steht es "fifty-fifty" - vielleicht wird der Priester tatsächlich von Gnade überwältigt, vielleicht aber auch nicht ...
und wenn ich das auf kath.net so schreibe, werde ich dort sofort gesperrt :blinker:

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 05:33
Ein US-amerikanischer Priester wird während des Eucharistischen Hochgebets in Hopkins, Minnesota, so von Gnade überwältigt, dass er im Inneren tief erschüttert wird und sichtbar Mühe hat, die Heilige Messe fortzusetzen.
(Quelle)
woher wissen die Autoren des Artikels, dass es Gnade ist?
Vielleicht verschlägt es dem Priester die Sprache, weil er "für alle" spricht statt "für viele" ?
Für mich steht es "fifty-fifty" - vielleicht wird der Priester tatsächlich von Gnade überwältigt, vielleicht aber auch nicht ...
und wenn ich das auf kath.net so schreibe, werde ich dort sofort gesperrt :blinker:
Hier im Rheinland weiß man, daß der Glaube auch das Gemüt erfaßt! :huhu: :huhu: :huhu:
Er ist nicht nur rationales Reden über den Schöpfer aller Dinge, sondern umfaßt - im wahrsten Sinne des Wortes - den ganzen Menschen. Das rationale Reden von Gott ist Aufgabe der Theologie und damit ist sie auch hinreichend beschäftigt; mal etwas mehr im Guten, hin und wieder aber auch im Schlechten.

Es ist sehr gut vorstellbar, daß der Priester in diesem Moment eine Art der unio mystica erfahren hat.
Denn wenn man sich einmal vor Augen führt, bei was der Priester dort als Werkzeug Gottes und in persona Christi mit hilft, dann kann es schon 'mal über die Grenzen der allgemein menschlichen Verstandesleistung hinausgehen ................
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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nomads
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 06:03
Es ist sehr gut vorstellbar, daß der Priester in diesem Moment eine Art der unio mystica erfahren hat.
Denn wenn man sich einmal vor Augen führt, bei was der Priester dort als Werkzeug Gottes und in persona Christi mit hilft, dann kann es schon 'mal über die Grenzen der allgemein menschlichen Verstandesleistung hinausgehen ................
Ich hoffe sehr, dass Du recht hast! (und das meine ich ernst)

Als ich vor ca. 45 Jahren das erste Mal eine Kamaldulenser Abtei betreten habe, war ich auch sprachlos – dennoch glaube ich lieber, dass es deshalb so war, weil das Schweigen bei den Kamaldulensern vorgeschrieben ist, statt mir einzubilden, ich wurde von der Gnade Gottes ergriffen.

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 06:35
Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 06:03
Es ist sehr gut vorstellbar, daß der Priester in diesem Moment eine Art der unio mystica erfahren hat.
Denn wenn man sich einmal vor Augen führt, bei was der Priester dort als Werkzeug Gottes und in persona Christi mit hilft, dann kann es schon 'mal über die Grenzen der allgemein menschlichen Verstandesleistung hinausgehen ................
Ich hoffe sehr, dass Du recht hast! (und das meine ich ernst)

Als ich vor ca. 45 Jahren das erste Mal eine Kamaldulenser Abtei betreten habe, war ich auch sprachlos – dennoch glaube ich lieber, dass es deshalb so war, weil das Schweigen bei den Kamaldulensern vorgeschrieben ist, statt mir einzubilden, ich wurde von der Gnade Gottes ergriffen.
Man darf die Gnade, die Gott seiner Schöpfung erweist, niemals kleinreden! :ja: :ja: :ja:

Selbst einigen Protestanten ist billige Gnade ab und an noch ein Greuel .............

Das Spannende bei den Kamaldulensern und auch den Trappisten finde ich, daß sie die Heiligkeit des Wortes wirklich ernst nehmen. Sie ehren das Wort, indem sie schweigen und das ist grandios. :hutab: :hutab: :hutab:
Man kann das sogar biblisch sehr gut begründen und zwar mit der jesuanischen Weisung, daß man zuerst das Innere des Bechers reinigen soll (Matthäus 23, 26), um dann mit Bedacht sprechen zu können.
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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ottaviani
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von ottaviani »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 06:03
nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 05:33
Ein US-amerikanischer Priester wird während des Eucharistischen Hochgebets in Hopkins, Minnesota, so von Gnade überwältigt, dass er im Inneren tief erschüttert wird und sichtbar Mühe hat, die Heilige Messe fortzusetzen.
(Quelle)
woher wissen die Autoren des Artikels, dass es Gnade ist?
Vielleicht verschlägt es dem Priester die Sprache, weil er "für alle" spricht statt "für viele" ?
Für mich steht es "fifty-fifty" - vielleicht wird der Priester tatsächlich von Gnade überwältigt, vielleicht aber auch nicht ...
und wenn ich das auf kath.net so schreibe, werde ich dort sofort gesperrt :blinker:
Hier im Rheinland weiß man, daß der Glaube auch das Gemüt erfaßt! :huhu: :huhu: :huhu:
Er ist nicht nur rationales Reden über den Schöpfer aller Dinge, sondern umfaßt - im wahrsten Sinne des Wortes - den ganzen Menschen. Das rationale Reden von Gott ist Aufgabe der Theologie und damit ist sie auch hinreichend beschäftigt; mal etwas mehr im Guten, hin und wieder aber auch im Schlechten.

Es ist sehr gut vorstellbar, daß der Priester in diesem Moment eine Art der unio mystica erfahren hat.
Denn wenn man sich einmal vor Augen führt, bei was der Priester dort als Werkzeug Gottes und in persona Christi mit hilft, dann kann es schon 'mal über die Grenzen der allgemein menschlichen Verstandesleistung hinausgehen ................
es gibt Leute die reagieren so bei einem Heimat Film oder hier
https://www.youtube.com/watch?v=j9U_gt2 ... rt_radio=1

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

ottaviani hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 07:23

es gibt Leute die reagieren so bei einem Heimat Film oder hier
https://www.youtube.com/watch?v=j9U_gt2 ... rt_radio=1
Und warum tun sie das? :detektiv: :detektiv: :detektiv:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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nomads
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 07:06
Man darf die Gnade, die Gott seiner Schöpfung erweist, niemals kleinreden! :ja: :ja: :ja:
das hatte und habe ich auch nicht vor.
Meine Frage, mit der ich hier angefangen habe, war:
Woher wissen die Autoren des Artikels, dass es Gnade ist?
die Autoren des Artikels haben doch den Priester nicht gefragt, oder?
und selbst, wenn sie ihn fragten, woher weiß er, dass es Gnade war?

also, woher weiß man, dass es Gnade ist und keine Einbildung (dass es Gnade ist) ?

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 08:53
Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 07:06
Man darf die Gnade, die Gott seiner Schöpfung erweist, niemals kleinreden! :ja: :ja: :ja:
das hatte und habe ich auch nicht vor.
Und trotzdem machst Du, möglicherweise ungewollt ( :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck: ), theologisch ein Riesenfaß auf, denn die Frage, wie denn Natur und Gnade genau zusammenwirken, ist theologisch ungeklärt.

Erläuterung! :hmm: :hmm: :hmm:
nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 08:53
Meine Frage, mit der ich hier angefangen habe, war:
Woher wissen die Autoren des Artikels, dass es Gnade ist?
die Autoren des Artikels haben doch den Priester nicht gefragt, oder?
und selbst, wenn sie ihn fragten, woher weiß er, dass es Gnade war?

also, woher weiß man, dass es Gnade ist und keine Einbildung (dass es Gnade ist) ?
Da würde ich zunächst einmal auf den Hl. Ignatius von Loyola verweisen und auf die von ihm gelehrte Unterscheidung der Geister! :huhu: :huhu: :huhu:
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nomads
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 11:10
nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 08:53
Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 07:06
Man darf die Gnade, die Gott seiner Schöpfung erweist, niemals kleinreden! :ja: :ja: :ja:
das hatte und habe ich auch nicht vor.
Und trotzdem machst Du, möglicherweise ungewollt ( :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck: ), theologisch ein Riesenfaß auf, denn die Frage, wie denn Natur und Gnade genau zusammenwirken, ist theologisch ungeklärt.
doch, gewollt... weil es so interessant ist.
Wäre es nicht hilfreich zu erkennen, wie Natur und Gnade genau zusammenwirken?

selbst mit meiner Fragestellung weise ich darauf hin - einen Geist (die Gnade) und einen Ungeist (die Einbildung), also unterscheide ich.

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 11:12
Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 11:10
nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 08:53
das hatte und habe ich auch nicht vor.
Und trotzdem machst Du, möglicherweise ungewollt ( :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck: ), theologisch ein Riesenfaß auf, denn die Frage, wie denn Natur und Gnade genau zusammenwirken, ist theologisch ungeklärt.
doch, gewollt... weil es so interessant ist.
Wäre es nicht hilfreich zu erkennen, wie Natur und Gnade genau zusammenwirken?

selbst mit meiner Fragestellung weise ich darauf hin - einen Geist (die Gnade) und einen Ungeist (die Einbildung), also unterscheide ich.
Ja natürlich wäre das interessant, hilfreich und gut für die Verkündigung! :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Aber die Problematik ist offenbar verzwickter als daß man es einfach lösen könnte. :tuete: :tuete: :tuete:
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

Hier noch eine weitere Darlegung zum Thema: :emil: :emil: :emil:
Der Gnadenstreit!
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 12:45
Hier noch eine weitere Darlegung zum Thema: :emil: :emil: :emil:
Der Gnadenstreit!
aus dem verlinkten Text:
„Und dann entschied der Papst am 5. September des Jahres 1607. Diese Entscheidung ist als eine der glänzendsten in die Kirchengeschichte eingegangen. Sie umfasste kaum eine Seite und lautete: Jahrelange Debatten der Fachgelehrten haben keine Einigkeit darüber ergeben, dass die dominikanische Gnadenlehre eine calvinische Irrlehre ist. Darum entscheiden Wir: Wer künftig noch die dominikanische Gnadenlehre als eine calvinische Irrlehre verurteilt, der ist selbst streng zu verurteilen. Jahrelange Debatten der Fachgelehrten haben keine Einigkeit darüber ergeben, dass die jesuitische Gnadenlehre eine pelagianische Irrlehre ist. Darum entscheiden Wir: Wer künftig noch die jesuitische Gnadenlehre als eine pelagianische Irrlehre verurteilt, der ist selbst streng zu verurteilen. Wie es sich um die Gnadenlehre letztlich verhält, das wird der Heilige Stuhl zu gegebenem Zeitpunkt mitteilen. Unterschrift. - Diese Mitteilung ist bis heute nicht erfolgt.“
Ich hätte da eine Idee, wenn es um das „erkennen“ der Gnade als solcher geht… :roll:


weiter aus dem verlinkten Text:
„Das Geniale an dieser Entscheidung war, dass mit dem Mittel der Verurteilung die Verurteilung verboten wurde. Wer andere nicht toleriert, der sollte selbst nicht toleriert werden.“
Darauf beruft sich die schwule LGBTQ und wird bis zum Ende der Welt der Kirche Intoleranz vorwerfen. :blinker:


„Der ultimativ vorgegebene »Entweder-oder-Rahmen« war in einen »Sowohl-als-auch-Rahmen« überführt worden. Damit war nicht irgendein Trick gefunden, um aus einer misslichen Situation herauszukommen. Der Papst formulierte vielmehr an einem brisanten konkreten Fall das uralte katholische Prinzip der »Einheit in Vielfalt«, das im Laufe einer jahrhundertelangen Geschichte immer wieder dafür gesorgt hatte, dass die Kirche bereit war, sehr viel sehr Unterschiedliches zu tolerieren.“
Also hat das von der FSSPX abgelehnte V2-Desaster schon damals angefangen, aber die FSSPX beschuldigt ausschließlich das V2 im 20-sten Jahrhundert. :breitgrins:

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

Also ich finde die Tradition gut: Einheit in Vielfalt! 8) 8) 8)

Mann muß halt nur wissen, was unter Tradition zu verstehen ist! :pfeif: :pfeif: :pfeif:

Mathematischer Logik folgt sie nicht, denn 3 ist dort niemals 1! :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
Die Pythagoraer haben also philosophiegeschichtlich verloren, weil sie mittlerweile widerlegt worden sind. :feuerwehr: :feuerwehr: :feuerwehr:
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 15:14
Also ich finde die Tradition gut: Einheit in Vielfalt! 8) 8) 8)
ich auch, aber der Text selbst, "das im Laufe einer jahrhundertelangen Geschichte immer wieder dafür gesorgt hatte, dass die Kirche bereit war, sehr viel sehr Unterschiedliches zu tolerieren.“ birgt die Gefahr, dass die Kirche so manches toleriert, was sie eigentlich hätte ablehnen sollen - leider wissen wir das erst dann, wenn es bereits zu spät ist.

Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 15:14
Mann muß halt nur wissen, was unter Tradition zu verstehen ist! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
auch wenn man das nicht wüsste, die Obrigkeit der Kirche sagt uns, was zu Tradition gehört.

Peduli
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Re: Gnade aus katholischer Sicht

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 15:29
Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 15:14
Also ich finde die Tradition gut: Einheit in Vielfalt! 8) 8) 8)
ich auch, aber der Text selbst, "das im Laufe einer jahrhundertelangen Geschichte immer wieder dafür gesorgt hatte, dass die Kirche bereit war, sehr viel sehr Unterschiedliches zu tolerieren.“ birgt die Gefahr, dass die Kirche so manches toleriert, was sie eigentlich hätte ablehnen sollen - leider wissen wir das erst dann, wenn es bereits zu spät ist.
Man kann an dem von Lütz geschilderten Vorlauf zu dem Gnadenstreit sehen, daß solche Dinge sich entwickeln. Insbesondere auch die theologischen Auseinandersetzungen treten nicht urplötzlich auf, sondern stehen immer in einem mehr oder weniger deutlichen Zusammenhang:
Die von den Traditionalisten so geschätzte Eindeutigkeit des Tridentinums war nur eine der innerkirchlich gesetzten Ursachen für diesen Gnadenstreit!

Man sollte also mit höchste Vorsicht in dieser Frage operieren, denn das, was dort zerbrochen werden kann, ist wertvoller als Porzellan in einer Kiste, von der man noch nicht einmal weiß, wie groß sie ist. :hmm: :hmm: :hmm:

Und um das auch ganz klar zu sagen:
Damit werden die Festlegungen des Tridentinums in keinster Weise in Frage gestellt.
Aber man kann auch deutlich sehen, was so alles an für die Konzilsväter des Tridentinums nicht Vorhersehbarem geschehen kann. :auweia: :auweia: :auweia:
nomads hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 15:29
Peduli hat geschrieben:
Samstag 19. September 2026, 15:14
Mann muß halt nur wissen, was unter Tradition zu verstehen ist! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
auch wenn man das nicht wüsste, die Obrigkeit der Kirche sagt uns, was zu Tradition gehört.
Ebent! :feuerwehr: :feuerwehr: :feuerwehr:
Auch wenn die "Vatikanisti" von Etlichen kritisiert werden, ist diese Kritik nicht deshalb berechtigt, weil sie geäußert wird. Diesem Irrtum sitzen heutzutage leider all zu viele Gläubige und auch Ungläubige auf. :doktor: :doktor: :doktor:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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