Bibelverständnis
Tatsächlich ist die Bibel wie eine lichtdurchflutete Kathedrale. Der Durchzug durch die Bibel bis zum Chor der Offenbarung ist ein feierliches Schreiten. Die Evangelien sind quasi die Vierung, wo wir gemeinsam mit dem Herrn zu Tisch sitzen und Ostern feiern. Die Apostelbriefe erscheinen uns wie das Chorgestühl und unser Blick wird emporgezogen in die Klarheit des himmlischen Jerusalems, wo es keine Nacht mehr geben wird.
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Vulpius Herbipolensis
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- Registriert: Sonntag 31. Januar 2010, 19:09
Re: Bibelverständnis
Der Fred is zwar schon a weng älter, aber kannst du mir vielleicht sagen, was das für eine Tabelle war?anneke6 hat geschrieben:…ich habe mir eine Tabelle ausgedruckt, auf der jedes biblische Buch mit seinen Kapiteln drin war. Dann wurde jeden Tag aus jeder Buchgattung 1 Kapitel gelesen. Also aus den Geschichtsbüchern, aus den Propheten, aus den poetischen Büchern, aus der Weisheitsliteratur, aus einem neutestamentlichen Buch. Bis ich mit der ganzen Bibel durch war.
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.
Re: Bibelverständnis
Da braucht's eigentlich keine Tabelle dazu. Wenn Du jeden Tag 3 Kapitel aus dem AT und 1 Kapitel aus dem NT liest, dann bist Du in einem Jahr durch die ganze Hl. Schrift durch.
Re: Bibelverständnis
Gib mal Bibelleseplan ein, da findest massig bei Google.Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Der Fred is zwar schon a weng älter, aber kannst du mir vielleicht sagen, was das für eine Tabelle war?
Vulpius
Ich kann aus Erfahrung diesen:
http://www.amazon.de/Neue-Tiefensch%C3% ... 3894368187
Empfehlen.
Kannst du auch irgendwo runter laden glaub ich.
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!
Re: Bibelverständnis
Der Schlüssel zur Tür der Weisheit liegt natürlich im Anfang, im ersten Satz, im ersten Wort. Wie vom ersten Gebot das Gesetz und die Propheten abhängen, hängt vom Anfang alles ab: Anfang Gott, alles Gott.
Gibt es überhaupt einen Anfang oder suchen wir nach dem Anfang in Ewigkeit? Ja, natürlich. Wer die Sprache ein bisschen ordnet, kann das schon verstehen.
Und war der Anfang Gott? Ja, natürlich. Im Prinzip ist die Welt gut, wenn der Mensch dem Prinzip des Guten treu bleibt und dem Guten vertraut. Wenn nicht, natürlich nicht. Das ist klar.
Warum vertrauen denn nicht alle dem Guten? Das ist so mit der Zeit gekommen. Das hat mit der Schlange zu tun. Die Frau war davon begeistert. Der Mann war von der Frau begeistert. Dann haben sie sich geschämt und fühlten sich nicht sauber. Und dann begann der Ernst des Lebens.
Und was ist der Ernst des Lebens? Ja, mein lieber Sohn, komm auf meinen Schoß, dann erzähle ich dir eine lange Geschichte, so wie das alles war damals bei unseren Vorfahren am Tigris, bis die große Flut kam und bis unser legendärer Stammvater Abraham hierher gezogen ist. Seitdem ist viel passiert. Die Menschen waren nicht immer dem Guten treu geblieben. Manchmal taten sie auch nur so. Aber in ihrem Herzen waren sie weit weg. Das hat die Propheten traurig gemacht. Deshalb haben sie immer wieder an den Anfang und das Prinzip des Guten erinnert und gesagt, dass eines Tages ein Sohn des Guten erscheinen wird, der wirklich ein guter Herrscher sein wird und Frieden stiftet. Und schließlich kam Jesus. Der sagte: Ich bin es. Und viele sagten: Du bist verrückt. Du bist eine Schlange.
Und war er verrückt? Nein, er war wirklich Gottes Sohn. Er glaubte Gottes Wort, wie es die Propheten am Anfang gesagt hatten. Er war ganz vom Geist des Vaters erfüllt. Und er ist dem Vater treu geblieben bis zum Tod am Kreuz. Auch wenn er wie ein Verbrecher gestorben ist, ist er in Wahrheit der Größte. So stand das auch schon bei Jesaja.
Und wo lebt er jetzt? Er lebt in unsern Herzen und auf unsern Lippen. Der Sohn des Schöpfers ist Mensch geworden in allen Menschen, vor allem in den Armen und Kleinen.
Und die nicht an ihn glauben? Ja, hat der Schöpfer die denn nicht gemacht?
Und wann kommt der Menschensohn wieder? Wenn die Zeit da ist.
Und dann? Dann werden wir sehen, wer gut ist und wer nicht.
Und was ist mit den Guten? Die werden immer beim Vater bleiben.
Gibt es überhaupt einen Anfang oder suchen wir nach dem Anfang in Ewigkeit? Ja, natürlich. Wer die Sprache ein bisschen ordnet, kann das schon verstehen.
Und war der Anfang Gott? Ja, natürlich. Im Prinzip ist die Welt gut, wenn der Mensch dem Prinzip des Guten treu bleibt und dem Guten vertraut. Wenn nicht, natürlich nicht. Das ist klar.
Warum vertrauen denn nicht alle dem Guten? Das ist so mit der Zeit gekommen. Das hat mit der Schlange zu tun. Die Frau war davon begeistert. Der Mann war von der Frau begeistert. Dann haben sie sich geschämt und fühlten sich nicht sauber. Und dann begann der Ernst des Lebens.
Und was ist der Ernst des Lebens? Ja, mein lieber Sohn, komm auf meinen Schoß, dann erzähle ich dir eine lange Geschichte, so wie das alles war damals bei unseren Vorfahren am Tigris, bis die große Flut kam und bis unser legendärer Stammvater Abraham hierher gezogen ist. Seitdem ist viel passiert. Die Menschen waren nicht immer dem Guten treu geblieben. Manchmal taten sie auch nur so. Aber in ihrem Herzen waren sie weit weg. Das hat die Propheten traurig gemacht. Deshalb haben sie immer wieder an den Anfang und das Prinzip des Guten erinnert und gesagt, dass eines Tages ein Sohn des Guten erscheinen wird, der wirklich ein guter Herrscher sein wird und Frieden stiftet. Und schließlich kam Jesus. Der sagte: Ich bin es. Und viele sagten: Du bist verrückt. Du bist eine Schlange.
Und war er verrückt? Nein, er war wirklich Gottes Sohn. Er glaubte Gottes Wort, wie es die Propheten am Anfang gesagt hatten. Er war ganz vom Geist des Vaters erfüllt. Und er ist dem Vater treu geblieben bis zum Tod am Kreuz. Auch wenn er wie ein Verbrecher gestorben ist, ist er in Wahrheit der Größte. So stand das auch schon bei Jesaja.
Und wo lebt er jetzt? Er lebt in unsern Herzen und auf unsern Lippen. Der Sohn des Schöpfers ist Mensch geworden in allen Menschen, vor allem in den Armen und Kleinen.
Und die nicht an ihn glauben? Ja, hat der Schöpfer die denn nicht gemacht?
Und wann kommt der Menschensohn wieder? Wenn die Zeit da ist.
Und dann? Dann werden wir sehen, wer gut ist und wer nicht.
Und was ist mit den Guten? Die werden immer beim Vater bleiben.
Re: Bibelverständnis
Zentral für das Bibelverständnis ist das Verständnis der verschiedenen Gottesnamen. Ethymologische Ableitungen können den Versuch einer Annäherung darstellen. Aber sie bergen auch die Gefahr einer beliebigen Assoziation, die bloß äußerliche, formale Zusammenhänge herstellt.
Zu fragen ist zum Beispiel, ob die Worte Elohim, Eloge bis hin zu Lob gemeinsame sprachliche Wurzeln haben und ob von daher eine logische Verbindung besteht zu anderen Sprache, die Gott und gut miteinander verbinden. Eloge, Logos, Idee und Theos, Deus, Deutung scheinen auch in einem Zusammenhang zu stehen.
Ethymologische Ableitungen aus dem Indoeuropäischen lassen Bedeutungen von Hoch, Hauch, Atem anklingen.
Jahwe als Ichbin scheint den Anfang, das Väterliche und Herrschaftliche zu betonen.
Da die Bibel Gott als Anfang und Prinzip von allem versteht, kommen in Gott all diese Bedeutungen zusammen.
Zu fragen ist zum Beispiel, ob die Worte Elohim, Eloge bis hin zu Lob gemeinsame sprachliche Wurzeln haben und ob von daher eine logische Verbindung besteht zu anderen Sprache, die Gott und gut miteinander verbinden. Eloge, Logos, Idee und Theos, Deus, Deutung scheinen auch in einem Zusammenhang zu stehen.
Ethymologische Ableitungen aus dem Indoeuropäischen lassen Bedeutungen von Hoch, Hauch, Atem anklingen.
Jahwe als Ichbin scheint den Anfang, das Väterliche und Herrschaftliche zu betonen.
Da die Bibel Gott als Anfang und Prinzip von allem versteht, kommen in Gott all diese Bedeutungen zusammen.
Re: Bibelverständnis
Wer die Bibel verstehen will, sollte sie vom Anfang verstehen. Im Lauf der Bibel sammeln sich viele Motive an, die sich in immer neuen Varianten wiederholen. Daran kann man nicht nur Varianz als literarisches Prinzip studieren, sondern auch das dramaturgische Prinzip vom Pflanzen und Ernten verstehen.
Pflanzen bedeutet, frühzeitig eine Information in eine Geschichte einzubauen, die später bedeutend wird. Die Ernte ist der Aha-Effekt beim Verstehen der Information zum späteren Zeitpunkt. Solche Einsichten beteiligen den Leser, lassen ihn aktiv mitdenken und entdecken. Das Pflanzen und Ernten macht eine Geschichte besonders dicht.
Die Bibel von vorne bis hinten zu lesen, gewährt einen Einblick in ihre eigene Chrono-Logik. Denn frühere Motive haben das spätere biblische Denken geprägt. Daher empfiehlt es sich, zunächst zu versuchen, einen Gedanken aus der Bibel selbst zu verstehen. Das kann auch so erfolgen, dass man in der Bibel sucht, ob nicht ein vergleichbares Motiv, ein vergleichbarer Ausdruck, ein vergleichbarer Gedanke schon einmal früher in der Bibel aufgetaucht ist.
Pflanzen bedeutet, frühzeitig eine Information in eine Geschichte einzubauen, die später bedeutend wird. Die Ernte ist der Aha-Effekt beim Verstehen der Information zum späteren Zeitpunkt. Solche Einsichten beteiligen den Leser, lassen ihn aktiv mitdenken und entdecken. Das Pflanzen und Ernten macht eine Geschichte besonders dicht.
Die Bibel von vorne bis hinten zu lesen, gewährt einen Einblick in ihre eigene Chrono-Logik. Denn frühere Motive haben das spätere biblische Denken geprägt. Daher empfiehlt es sich, zunächst zu versuchen, einen Gedanken aus der Bibel selbst zu verstehen. Das kann auch so erfolgen, dass man in der Bibel sucht, ob nicht ein vergleichbares Motiv, ein vergleichbarer Ausdruck, ein vergleichbarer Gedanke schon einmal früher in der Bibel aufgetaucht ist.