Eben. Genau deiner Meinung. Aber das schließt ja den befehlenden Charakter nicht aus. Mir scheint hier haben einige Leute irgendeine Paranoia vor dem Begriff "Befehl" und assoziieren ihn nur mit Negativem. Ein Befehl kann auch überwiegend oder sogar nur Positives haben. So bspw. wenn der Vorgesetzte seinem schießwütigen Soldaten befiehlt, jemanden nicht zu erschießen. Oder wenn mir ein Gesetz wie das StGB befiehlt, niemanden zu ermorden oder zu bestehlen. Genauso ist es doch mit den 10 Geboten.Linus hat geschrieben:Mir scheint hier ein grober Denkfehler vorzuliegen, in bezug auf die zehn Gebote.
Gott ist die Liebe, er will uns also Gutes. Das nur vorausgeschickt. Daher denke ich muss man vor die Gebote immer ein
"Weil Gott gut ist, und mein Heil will" setzen.
Das hat zwar mit Erfahrungswissen zu tun, aber die Israeliten hatten das ja - Er hat sie schließlich schon aus Ägypten herausgeführt.
Pit, da sind wir einer Meinung. Natürlich ist es immer besser, einen Befehl auch deshalb zu befolgen, weil ich ihn gut finde und auch unterstütze. Ich halte bspw. das Sonntagsgebot auch nicht ein, weil ich Angst vor Sanktionen hätte, sondern weil ich Sonntags gerne in die Kirche gehe.Pit hat geschrieben:Wäre es nicht sogar fatal, die 10 Gebote nur als eine Art "Befehl" aufzufassen, im Sinne von: Wenn ich Gebote nicht befolge, werde ich bestraft, also befolge ich sie lieber. ?
Wenn ein Mensch so denkt und handelt, wird er dann nicht zur Marionette ?
Wenn ich jedoch glaube, daß mich liebt, daß für meine Sünde(n) am Kreuz gestorben ist und ich "nur" dieses "Angebot" der Versöhnung im Glauben annehmen brauche, dann handel ich nach den Prinzipien der 10 Gebote, weil ich auch liebe.
Wenn ein Kind nru nicht auf die heisse Herdplatte fasst, weil es verboten ist, ist die Sache zweifelhaft. Wenn es aber nicht auf die Herdplatte fasst, weil es überzeugt ist, daß der Vater das Beste für sein Kind möchte, hat das Handeln des Kindes mit Vertrauen und Liebe zu tun.
Aber manchmal muss ich eben auch Sachen machen, die mich nicht so begeistern.