Consensus Patrum

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.
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christian12
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Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Hallo,

ich habe da ein paar Fragen zum Consensus Patrum. Ehrlich gesagt, ist mir nicht so recht klar, was sich darunter verbirgt. Ich vermute mal, es sind all die Lehraussagen, die sich bei den Kirchenvätern (Johannes Chrysostomos, Basilius von Caesarea, Gregor von Nazianz, Athanasius von Alexandria, Gregor der Große, Hieronymus, Augustinus, Ambrosius) übereinstimmend finden. Stimmts? Gibt es irgendwo eine veröffentlichte Zusammenstellung dieser (oder zumindest einiger) Übereinstimmungen?

Außerdem würde mich interessieren, wie verbindlich dieser Consensus Patrum für die RKK ist. Gibt es dazu lehramtliche Aussagen? Darf ein Konzil Aussagen gegen ihn tätigen? Also kurz: welche systematisch-theologische Relevanz hat er? (Auch für Hinweise auf gute Literatur wäre ich dankbar.)

Ciao
Christian

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ChrisCross
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von ChrisCross »

Das Glaubensbekenntnis der Kirchenversammlung zu Trient hat geschrieben:Ich, N. N., glaube und bekenne mit festem Glauben alles und jedes einzelne, was im Glaubensbekenntnis enthalten ist, welches die heilige Römische Kirche benutzt, nämlich:

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren; und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggeborenen Sohn, und aus dem Vater geboren vor allen Zeiten, Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich dem Vater; durch ihn ist alles geworden; er ist wegen uns Menschen und um unseres Heiles willen von den Himmeln herabgestiegen und ist fleischgeworden vom Heiligen Geist aus Maria, der Jungfrau, und ist Mensch geworden; gekreuzigt wurde er sogar für uns unter Pontius Pilatus, hat gelitten und wurde begraben; und er ist auferstanden am dritten Tag gemäß den Schriften und hinaufgestiegen in den Himmel; er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederum kommen mit Herrlichkeit, Lebende und Tote zu richten; sein Reich wird kein Ende haben; und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater und dem Sohne hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und mitverherrlicht wird, der durch die Propheten gesprochen hat; und die eine heilige katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Zeit. Amen.

Die apostolischen und kirchlichen Überlieferungen und übrigen Bräuche und Bestimmungen der Kirche anerkenne und halte ich ganz fest. Ebenso anerkenne ich die heilige Schrift gemäß jenem Sinn, den die heilige Mutter Kirche festgehalten hat und festhält, deren Aufgabe es ist, über den wahren Sinn und die Auslegung der heiligen Schriften zu urteilen, und werde sie niemals anders auffassen und auslegen als gemäß der einmütigen Übereinstimmung der Väter.

Ich bekenne auch, dass es wahrhaft und im eigentlichen Sinne sieben Sakramente des Neuen Bundes gibt, die von unserem Herrn Jesus Christus eingesetzt und zum Heile des Menschengeschlechtes – wenn auch nicht alle für jeden – notwendig sind, nämlich Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Letzte Ölung, Weihe und Ehe, dass sie Gnade verleihen und dass von ihnen Taufe, Firmung und Weihe nicht ohne Frevel wiederholt werden können. Ich anerkenne und billige auch die anerkannten und gutgeheißenen Riten der katholischen Kirche bei der feierlichen Spendung aller obengenannten Sakramente.

Alles und jedes einzelne, was auf dem hochheiligen Konzil von Trient über die Ursünde und über die Rechtfertigung definiert und erklärt wurde, halte ich fest und anerkenne ich.

Gleichfalls bekenne ich, dass in der Messe Gott ein wahres, eigentliches und sühnendes Opfer für Lebende und Verstorbene dargebracht wird, dass im heiligsten Sakrament der Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesenhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus gegenwärtig sind, und dass eine Wandlung der ganzen Brotsubstanz in den Leib und der ganzen Weinsubstanz in das Blut geschieht; diese Wandlung nennt die katholische Kirche Wesensverwandlung. Ich bekenne, dass man auch unter lediglich einer der beiden Gestalten den ganzen und unversehrten Christus und das wahre Sakrament zu sich nimmt.

Ich halte standhaft fest, dass es einen Reinigungsort gibt und dass den dort festgehaltenen Seelen durch die Fürbitten der Gläubigen geholfen wird; ebenso auch, dass man die zusammen mit Christus herrschenden Heiligen verehren und anrufen soll, dass sie Gott Gebete für uns darbringen, und dass man ihre Reliquien verehren soll.

Ich behaupte fest, dass man die Bilder Christi und der allzeit jungfräulichen Gottesgebärerin sowie anderer Heiliger haben und beibehalten und ihnen die gebührende Ehre und Verehrung erweisen soll; ich versichere auch, dass die Vollmacht zu Ablässen von Christus in der Kirche hinterlassen wurde und ihr Gebrauch für das christliche Volk höchst heilsam ist.

Ich anerkenne die heilige katholische und apostolische Römische Kirche als Mutter und Lehrerin aller Kirchen; und ich gelobe und schwöre dem Römischen Bischof, dem Nachfolger des seligen Apostelfürsten Petrus und Stellvertreter Jesu Christi, wahren Gehorsam.

Ebenso anerkenne und bekenne ich ohne Zweifel alles übrige, was von den heiligen Kanones und ökumenischen Konzilien, und zwar hauptsächlich vom hochheiligen Konzil von Trient und vom ökumenischen Vatikanischen Konzil überliefert, definiert und erklärt wurde, vor allem in bezug auf den Primat und das unfehlbare Lehramt des Römischen Bischofs; und alles, was dem entgegengesetzt ist, sowie alle Häresien, die von der Kirche verurteilt, verworfen und mit dem Anathema belegt wurden, verurteile, verwerfe und belege ich gleichfalls mit dem Anathema.

Ich, N. N, gelobe, verspreche und schwöre, dass ich diesen wahren katholischen Glauben, außerhalb dessen niemand gerettet werden kann, den ich gegenwärtig aus freiem Willen bekenne und wahrhaft festhalte, mit Gottes Hilfe ganz standhaft bis zum letzten Lebenshauch unversehrt und makellos bewahre und bekenne, und dass ich, soweit es bei mir liegen wird, dafür sorgen werde, dass er von meinen Untergebenen oder jenen, deren Sorge mir in meinem Amte anvertraut sein wird, festgehalten, gelehrt und verkündet wird: so wahr mir Gott helfe und diese heiligen Evangelien Gottes.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Reinequelle hat geschrieben:Allein dieser Abschnitt reicht aus um 80% des deutschen Klerus zu Exkommunizieren.
Ebenso anerkenne ich die heilige Schrift gemäß jenem Sinn, den die heilige Mutter Kirche festgehalten hat und festhält, deren Aufgabe es ist, über den wahren Sinn und die Auslegung der heiligen Schriften zu urteilen, und werde sie niemals anders auffassen und auslegen als gemäß der einmütigen Übereinstimmung der Väter.
Ich hoffe, nicht auch exkommuniziert zu werden, zumal ich nichtmal weiss, WORIN genau der Consensus Patrum besteht. Mit "Väter" sind die von mir genannten Personen und nicht Konzilsväter gemeint, gell?!

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ChrisCross
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von ChrisCross »

christian12 hat geschrieben:Ich hoffe, nicht auch exkommuniziert zu werden, zumal ich nichtmal weiss, WORIN genau der Consensus Patrum besteht. Mit "Väter" sind die von mir genannten Personen und nicht Konzilsväter gemeint, gell?!
Du musst auch nicht zwingend wissen, worin der Consensus Patrum besteht. Überhaupt muss man als Katholik ganricht den gesamten Glauben kennen. Viel wichtiger ist der Wille, den Glauben der Kirche als wahr anzunehmen, worunter dann auch der Consensus Patrum fällt. Mit den Vätern sind auch tatsächlich mindestens jene gemeint, die du aufgezählt hast.
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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Lt. Kathpedia ist der Consensus Patrum unfehlbar. Was aber mag "moralische Einheit" sein?
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Kirchenvater hat geschrieben:Die übereinstimmende Lehre der Väter, den unanimis consensus patrum, übernimmt die Kirche als unfehlbar, wo es sich um Auslegung der Heiligen Schrift handelt (Vatic..sess. 3, c. 2; ES 1788). Dieser consensus braucht aber nach der Meinung der Theologen keine zahlenmäßige, sondern nur eine moralische Einheit zu sein (EH 812/8).(Meine Hervorhebungen)
Zuletzt geändert von christian12 am Sonntag 29. Juli 2012, 20:54, insgesamt 2-mal geändert.

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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Und die dogmatische Verbindlichkeit des Consensus Patrum ist so hoch wie z.B. die Trienter Eucharistie-Lehre im Meßopferdekret oder wie eine "Konstitution" des Vat.II oder wie?

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ChrisCross
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von ChrisCross »

Der Consensus Patrum ist direkter Ausdruck der Tradition der Kirche, ist also Ausdruck des Glaubens der selben, da wir ja die Offenbarung in Schrift und tradition überliefert kennen. Wie verbindlich der Glaube der Kirche für dein Seelenheil ist, darfst du dir gerne selbst einmal ausmalen ;)
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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

@ChrisCross
Wir befinden uns hier im Scriptorium, wo man eigentlich auf genauere Antworten hoffen darf.... :roll:

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lifestylekatholik
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

christian12 hat geschrieben:@ChrisCross
Wir befinden uns hier im Scriptorium, wo man eigentlich auf genauere Antworten hoffen darf.... :roll:
Die Antwort ChrisCross’ war genau.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Thomas_de_Austria
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von Thomas_de_Austria »

christian12 hat geschrieben: ich habe da ein paar Fragen zum Consensus Patrum. Ehrlich gesagt, ist mir nicht so recht klar, was sich darunter verbirgt.
M. Fiedrowicz, [i]Theologie der Kirchenväter. Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion[/i] (Herder), S. 283f hat geschrieben:
Die Beweiskraft des Väterargumentes beruhte für Vinzenz (comm. 3,4; vgl. 2,6; 28,7-8) also auf dem consensus patrum. Klar definierte er den Begriff des Lehrkonsenses. Die Tatsache, dass zu „verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten … etwas nicht nur von einem (anerkannten Lehrer) oder zweien, sondern von allen gleichermaßen in ein und demselben Sinne deutlich, oft und beständig festgehalten, geschrieben, gelehrt wurde“, verbürgt die Authentizität des Glaubens. Die Voraussetzungen, unter denen ein Theologe überhaupt erst als Autorität zitiert bzw. unter die magistri probabiles (comm. 3,4) gerechnet werden kann, unterstreicht der Verfasser des „Commonitorium“ (28,6; vgl. 3,4;29,6) mehrfach: „Aber man darf nur die Aussagen derjenigen Väter zusammenstellen, die im Glauben und in der Gemeinschaft der katholischen Kirche heilig, weise und standhaft gelebt, gelehrt und ausgeharrt haben und es dadurch verdienten, entweder in Christus treu zu sterben oder für Christus selig den Tod zu erleiden.“ Doch selbst unter diesen Voraussetzungen darf keine Sondermeinung eines noch so angesehen Theologen dem allgemeinen Väterkonsens vorgezogen werden (comm. 28,8): „Wenn jedoch jemand, sei es auch ein heiliger und gelehrter Mann, ein Bischof, ein Bekenner oder Martyrer, eine Auffassung vertreten hat, die sich bei den anderen nicht findet oder sogar in Gegensatz zu ihnen steht, so muss diese unter die eignen, nichtöffentlichen, privaten Meinungen gerechnet und von der Autorität einer gemeinsamen, öffentlichen und allgemeinen Aussage abgesondert werden. Andernfalls würden wir bei größter Gefahr für unser ewiges Heil nach der frevelhaften Gewohnheit der Häretiker und Schismatiker die alte Wahrheit der allgemeinen Lehre aufgeben und stattdessen dem neuen Irrtum eines einzelnen Menschen folgen.“
Die Argumentation e consensu omnium für die Wahrheit einer Aussage findet sich bereits in der antiken Philosophie seit der vorsophistischen Zeit. Trotz der kritischen Einstellung schon der frühgriechischen Denker zu den herkömmlichen Meinungen der Vielen galt allgemein Übereinstimmung auch als Instanz und Kriterium der Wahrheit. Platon (Alc. 1,111a-e) forderte in seiner Betrachtung über die Kennzeichen eines guten Lehrers vor allem die Übereinstimmung der Lehrenden untereinander. Dieses Konsenskonzept prägte die spätere Schul- und Popularphilosophie. Aristoteles sah das Argument in der Wahrheitsfähigkeit des Menschen begründet und nutzte es in der dialektischen Praxis. Wahrheitserkenntnis vollzog sich für ihn mit Hilfe überlieferter Erfahrung: „Was allen Menschen wahr erscheint, davon gilt die Aussage, dass es so ist. Wer aber diese Überzeugung für ungültig erklärt, wird kaum etwas Überzeugenderes nennen können“ (N.E. 1172 b36).
Von der patristischen Theologie wurde das antike Konsensus-Argument aufgegriffen, zugleich jedoch vertieft, indem die Übereinstimmung in Glaubensfragen auf das erleuchtende Wirken des Heiligen Geistes zurückgeführt wurde. Die vom Geist gewirkte conspiratio garantiert die allgemeine Orthodoxie. Nachdem Einmütigkeit schon von Anfang an als beosnderes Kennzeichen der apostolischen Zeit und Praxis galt (Apg 2,46; 5,12), wurde später Einstimmigkeit zum Kriterium der authentischen paradosis, der überlieferten Wahrheit.
Jetzt besser?
christian12 hat geschrieben: Und die dogmatische Verbindlichkeit des Consensus Patrum ist so hoch wie z.B. die Trienter Eucharistie-Lehre im Meßopferdekret oder wie eine "Konstitution" des Vat.II oder wie?
Der Konsens „zeigt die Gegebenheit der Wahrheit an“ (cf. M. Fiedrowicz, obiges Werk, S. 285).

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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Ja, jetzt ists besser, vielen Dank. :daumen-rauf:

Ein paar Fragen hätte ich da noch:

1. Ist mit der Lehre vom Consensus Patrum auch ein konsenstheoretisches Wahrheitsverständnis in der Theologie gegeben/gerechtfertigt?

2. Wurde der Consensus Patrum schonmal bestimmt? Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung aller (oder zumindest einiger) Übereinstimmungen?

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lifestylekatholik
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

christian12 hat geschrieben:1. Ist mit der Lehre vom Consensus Patrum auch ein konsenstheoretisches Wahrheitsverständnis in der Theologie gegeben/gerechtfertigt?

2. Wurde der Consensus Patrum schonmal bestimmt? Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung aller (oder zumindest einiger) Übereinstimmungen?
Ad 1: Negative. Ad 2: Negative.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

lifestylekatholik hat geschrieben:
christian12 hat geschrieben:2. Wurde der Consensus Patrum schonmal bestimmt? Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung aller (oder zumindest einiger) Übereinstimmungen?
Ad 2: Negative.
:hae?: Aber dann ist doch fraglich, ob es ihn überhaupt gibt! :hae?:

Thomas_de_Austria
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von Thomas_de_Austria »

christian12 hat geschrieben:1. Ist mit der Lehre vom Consensus Patrum auch ein konsenstheoretisches Wahrheitsverständnis in der Theologie gegeben/gerechtfertigt?
Nein, hier darf man sich nicht in den nachkantischen Wahnsinn verstricken: Die Wahrheit wird bei den Vätern durchaus nicht durch intersubjektive Übereinstimmung im Diskurs konstituiert, d. h. ein Lehrsatz ist nicht deswegen wahr, weil ihm alle zustimmen, sondern alle stimmen ihm zu, weil er wahr ist.
St. Gregor von Nyssa, [i]De vita Moysis[/i] II, 23 hat geschrieben:Die Wahrheit aber ist eine sichere Erfassung des wahrhaft Seienden.
Aber der Consensus zeigt das Vorliegen der Wahrheit an.
christian12 hat geschrieben:2. Wurde der Consensus Patrum schonmal bestimmt?
Wird, wenn man das berücksichtigt, schlecht gehen:
St. Vinzenz von Lérins, [i]Commonitorium[/i], 29 hat geschrieben:
Wenn eine neue Streitfrage auftauche über eine Sache, in der ein solcher Beschluß [eines Konzils] nicht vorliege, müsse man auf die Aussprüche der heiligen Väter zurückgehen, deren nämlich, die sich jeder zu seiner Zeit und an seiner Stelle, in der Einheit der Gemeinschaft und des Glaubens verharrend, als zuverlässige Lehrer bewiesen hätten, und man müsse das, wovon sich finde, daß sie es einstimmig und einmütig festgehalten haben, ohne alles Bedenken für wahre und katholische Lehre der Kirche halten.
christian12 hat geschrieben:Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung aller (oder zumindest einiger) Übereinstimmungen?
U. a. wären die unten Genannten einmal durchzuarbeiten und rauszuschreiben, was sie so gemeinsam haben ...
St. Vinzenz von Lérins, [i]Commonitorium[/i], 30 hat geschrieben:
Es sind also folgende Männer, deren Schriften wie von Richtern oder von Zeugen auf jenem Konzil verlesen wurden: der hl. Petrus, Bischof von Alexandrien, ein vorzüglicher Lehrer und seliger Märtyrer; der hl. Athanasius, Bischof derselben Stadt, ein treuer und hervorragender Bekenner; der hl. Theophilus, ebenfalls Bischof jener Stadt, ein durch Glauben, Lebenswandel und Wissenschaft hinlänglich bekannter Mann; sein Nachfolger war der ehrwürdige Cyrill, der jetzt noch die alexandrinische Kirche ziert. Und damit man nicht etwa glaube, daß dies nur die Lehre einer Stadt und Provinz sei, wurden auch jene Leuchten Kappadoziens zugezogen: der hl. Gregor, Bischof und Bekenner von Nazianz; der hl. Basilius, Bischof und Bekenner von Cäsarea in Kappadozien; ebenso der andere hl. Gregor, Bischof von Nyssa, in Glauben, Wandel, Reinheit und Weisheit seines Bruders Basilius durchaus würdig. Zum Beweise, daß nicht nur Griechenland und der Orient, sondern auch der Okzident und die lateinische Welt immer dieselbe Überzeugung gehabt haben, wurden dann auch einige Briefe des hl. Märtyrers Felix und des hl. Julius , die beide Bischöfe von Rom waren, daselbst verlesen. Und damit nicht nur die Hauptstadt des Erdkreises, sondern auch die Seitenteile für jenes Gericht ihr Zeugnis abgäben, wurde auch von Süden der hl. Cyprian, Bischof von Karthago und Märtyrer, und von Norden der hl. Ambrosius, Bischof von Mailand, herangezogen. Alle diese also wurden zu Ephesus nach der geheiligten Zahl des Dekalogs als Lehrer, Ratgeber, Zeugen und Richter vorgeführt; an ihrer Lehre festhaltend, ihrem Rate folgend, ihrem Zeugnisse vertrauend und ihrem Urteile gehorchend, hat jene heilige Synode ohne Abneigung, ohne Voreingenommenheit und Vorliebe sich über die Glaubensregeln ausgesprochen.

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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

@thomas
Danke erstmal!
Thomas_de_Austria hat geschrieben:
christian12 hat geschrieben:2. Wurde der Consensus Patrum schonmal bestimmt?
Wird, wenn man das berücksichtigt, schlecht gehen:
St. Vinzenz von Lérins, [i]Commonitorium[/i], 29 hat geschrieben:
Wenn eine neue Streitfrage auftauche über eine Sache, in der ein solcher Beschluß [eines Konzils] nicht vorliege, müsse man auf die Aussprüche der heiligen Väter zurückgehen, deren nämlich, die sich jeder zu seiner Zeit und an seiner Stelle, in der Einheit der Gemeinschaft und des Glaubens verharrend, als zuverlässige Lehrer bewiesen hätten, und man müsse das, wovon sich finde, daß sie es einstimmig und einmütig festgehalten haben, ohne alles Bedenken für wahre und katholische Lehre der Kirche halten.
:hae?: Sorry, ich checks grad nicht. Wie geht daraus hervor, dass der Consensus Patrum nicht bestimmt werden KANN? (Ich meine damit, dass man eindeutig sagen kann, was zu ihm dazugehört und was nicht.) Und wenn er nicht bestimmt werden KANN, ist es dann nicht ziemlich problematisch ihn zu postulieren?

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Reinhard
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von Reinhard »

christian12 hat geschrieben: :hae?: Sorry, ich checks grad nicht. Wie geht daraus hervor, dass der Consensus Patrum nicht bestimmt werden KANN? (Ich meine damit, dass man eindeutig sagen kann, was zu ihm dazugehört und was nicht.) Und wenn er nicht bestimmt werden KANN, ist es dann nicht ziemlich problematisch ihn zu postulieren?
Wenn der Consensus Patrum die Messlatte für die Bewertung aller neu auftretenden Fragen ist, dann kann man natürlich nicht einen Katalog all dieser Fragen aufstellen. - das wäre ja dann eine Liste aller überhaupt nur stellbaren Fragen !   (mit den Antworten, die sich aus den Worten der Väter dazu ergeben)

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von Thomas_de_Austria »

christian12 hat geschrieben:Sorry, ich checks grad nicht. Wie geht daraus hervor, dass der Consensus Patrum nicht bestimmt werden KANN?
Bei @Reinhard steht es im Prinzip schon, aber ich sag es auch noch einmal anders: Die Zukunft ist für uns Menschen (für Gott ist das wieder etwas anders) klarerweise offen. Wir wissen nicht und können – ohne göttliche Eingabe jedenfalls – nicht wissen, was in Zukunft sein wird. So ein Katalog kann aus prinzipiellen Gründen nicht erstellt werden, da er, so lange, wie es überhaupt eine Zukunft gibt, niemals abgeschlossen wäre.

D. h. jetzt allerdings nicht, dass es überhaupt keinen Väterkonsens zu verschiedenen Streitfragen der Vergangenheit gibt.

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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

@Reinhard + Thomas_de_Austria
:patsch: Jetzt ists klar.

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berneuchen
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von berneuchen »

Sollte ich mich verlesen haben? Kirche im Plural in einem tridentinischen Dokument:

Ich anerkenne die heilige katholische und apostolische Römische Kirche als Mutter und Lehrerin aller Kirchen; ....
Da müssten doch alle Alarmglocken klingeln. Sind am Ende doch alle mehr als "kirchliche Gemeinschaften, ist gar Dominus Jesus .... Incredibile!

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lifestylekatholik
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

berneuchen hat geschrieben:Sollte ich mich verlesen haben? Kirche im Plural in einem tridentinischen Dokument:

Ich anerkenne die heilige katholische und apostolische Römische Kirche als Mutter und Lehrerin aller Kirchen; ....
Da müssten doch alle Alarmglocken klingeln. Sind am Ende doch alle mehr als "kirchliche Gemeinschaften, ist gar Dominus Jesus .... Incredibile!
Selbstverständlich gibt es viele Kirchen: Gemeint sind damit die Ortskirchen, denen die jeweiligen Bischöfe vorstehen.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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christian12
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Bitte das Thema dieses Strangs beachten. :blinker:

Was mich noch interessieren würde, wären die Fragen, bezüglich derer ein Consensus Patrum schon gefunden wurde. Wenn es da eine Art Zusammenstellung oder so gäbe, wäre ich dankbar, wenn ihr das posten könntet!

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berneuchen
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von berneuchen »

lifestylekatholik hat geschrieben:
berneuchen hat geschrieben:Sollte ich mich verlesen haben? Kirche im Plural in einem tridentinischen Dokument:

Ich anerkenne die heilige katholische und apostolische Römische Kirche als Mutter und Lehrerin aller Kirchen; ....
Da müssten doch alle Alarmglocken klingeln. Sind am Ende doch alle mehr als "kirchliche Gemeinschaften, ist gar Dominus Jesus .... Incredibile!
Selbstverständlich gibt es viele Kirchen: Gemeint sind damit die Ortskirchen, denen die jeweiligen Bischöfe vorstehen.
ist die Redewendung "Ortskirchen" nicht ein Kind des 20 Jhdts? Den Plural kannte ich bisher nur im Sinn von Kirchengebäuden (etwa Laternbasislika als mater ...ecclesiarum).

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

berneuchen hat geschrieben:ist die Redewendung "Ortskirchen" nicht ein Kind des 20 Jhdts? Den Plural kannte ich bisher nur im Sinn von Kirchengebäuden (etwa Laternbasislika als mater ...ecclesiarum).
Die Bezeichnung "ecclesia" für ein Bistum ist uralt und völlig üblich.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Thomas_de_Austria
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von Thomas_de_Austria »

St. Clemens von Rom hat geschrieben:Die Kirche Gottes, die zu Rom in der Fremde lebt, an die Kirche Gottes, die zu Korinth in der Fremde lebt, den Berufenen, nach dem Willen Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus Geheiligten, Gnade sei euch und Friede in reicher Fülle von dem allmächtigen Gott durch Jesus Christus.

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Darf ich diese Bitte nochmal in Erinnerung rufen? Weiss da jemand etwas drüber?
christian12 hat geschrieben:Was mich noch interessieren würde, wären die Fragen, bezüglich derer ein Consensus Patrum schon gefunden wurde. Wenn es da eine Art Zusammenstellung oder so gäbe, wäre ich dankbar, wenn ihr das posten könntet!

Von protestantischer Seite wurde die Lehre vom Väterkonsens außerdem "widerlegt" (vgl. Schmidt-Biggemann über den Consensus Patrum und Abraham Scultetus, 91-112, bes. 91-94).
Schmidt-Biggemann, S. 93f hat geschrieben: Scultetus kritisierte nach fünf Topoi:
1. Anerkennung des Schriftprinzips,
2. Lehre von der Trinität,
3. Lehre von der Prädestination,
4. Lehre von der Erbsünde,
5. Lehre von der Eucharistie (hier werden sowohl Transsubstantiation als auch Ubiquität abgelehnt).
Das Ergebnis der Überprüfung der Kirchenväter nach diesen Kriterien bestand darin, dass
1. die These vom Consensus Patrum in dogmatischen Fragen zerstört wurde und dass sich
2. die meisten Kirchenväter als dogmatisch unzuverlässig erweisen. Wenn sie dogmatisch akzeptabel waren, dann im Sinne der reformierten Lehre, nie in ihrer katholischen Inanspruchnahme. [...] Das Ergebnis von Scultetus´ umfangreicher Analyse fällt ganz im Sinne seiner Konfessionspolemik aus: Der Consensus Patrum, das Hauptargument für die katholische Exegese aus dem Geist orthodoxer Tradition, ist demontiert. Darüber hinaus findet Scultetus allenfalls Unterstützung für die reformierte Lehre.
Was ist von katholischer Seite darauf zu erwidern? Sollten man die Lehre vom Väterkonsens vergessen? Weiss dazu jemand Literatur?

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

christian12 hat geschrieben:Was ist von katholischer Seite darauf zu erwidern?
Nichts. Wieso fragst du?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

lifestylekatholik hat geschrieben:Nichts.
Soso.
lifestylekatholik hat geschrieben:Wieso fragst du?
Weil ich die Lehre vom Väterkonsens gern irgendwie überprüfen würd bzw. weil ich gern wüsste, ob und wie das schonmal gemacht wurde.

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

Meiner Meinung nach hat Thomas weiter oben schon alles Notwendige dazu geschrieben. :achselzuck:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

lifestylekatholik hat geschrieben:Meiner Meinung nach hat Thomas weiter oben schon alles Notwendige dazu geschrieben. :achselzuck:
Er hat geschrieben:
Thomas_de_Austria hat geschrieben:D. h. jetzt allerdings nicht, dass es überhaupt keinen Väterkonsens zu verschiedenen Streitfragen der Vergangenheit gibt.
Zu diesem Väterkonsens zu verschiedenen Streitfragen der Vergangenheit suche ich Beispiele. Mit denen könnte man nämlich auf den Einspruch gegen die Lehre vom Väterkonsens eingehen. Klar?

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Reinhard
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Re: Consensus Patrum

Beitrag von Reinhard »

Es ist einfach sinnlos, an den "Konsens der Väter" genau so heran zu gehen, wie an irgend eine Genitiv-Theologie. (die kann man ggf. widerlegen !)

Anders formuliert: der Consensus Patrum ist ja nichts anderes als zu einem konkreten Thema die Frage "wie haben das die Kirchenväter gehalten ?" - Was willst Du da widerlegen ??

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Re: Consensus Patrum

Beitrag von lifestylekatholik »

Consensus Patrum heißt: Nachkucken, was die Väter zu einem bestimmten Thema gesagt haben. Wenn sie da im Wesentlichen übereinstimmen, gibt es über diese Frage einen Konsens der Väter. Beispiel: War Jesus Christus wahrer Gott? – Ja, sagen die Väter und stimmen somit überein: consensus patrum.
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christian12
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Registriert: Freitag 13. Januar 2012, 17:44

Re: Consensus Patrum

Beitrag von christian12 »

Reinhard hat geschrieben:Es ist einfach sinnlos, an den "Konsens der Väter" genau so heran zu gehen, wie an irgend eine Genitiv-Theologie. (die kann man ggf. widerlegen !)
Anders formuliert: der Consensus Patrum ist ja nichts anderes als zu einem konkreten Thema die Frage "wie haben das die bestätigten Kirchenväter gehalten ?" - Was willst Du da widerlegen ??
:hae?: :achselzuck: Also er ist doch wohl nicht die Frage, sondern die Antwort auf diese Frage. Und wenn man nun prinzipiell keinen Väterkonsens finden kann (z.B. weil die Väter bzgl. dogmatischer Fragen nie völlig übereinstimmen) oder wenn bislang nie ein Väterkonsens gefunden wurde, dann stellt das diese Lehre schon infrage.

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