Mein Credo
Verfasst: Samstag 13. November 2010, 23:18
Sempre, hat mit seiner Erfahrung mit der geistlichen Begleitung Jugendlicher zur Entwicklung einer persönlichen Gottesbeziehung ein wichtiges Thema angesprochen: Wer ist Gott für mich?
Natürlich kann dabei die Antwort herauskommen: Gott ist für mich eine gute Freundin.
Allerdings sollten Jugendliche mit ihrem Versuch einer Antwort nicht allein gelassen werden, wenn sie denn in die Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen wollen.
Daher sollten Jugendliche auch weiter fragen: Wer ist Gott für die Bibel? Wer ist Gott für Mose? Wer ist Gott für die Propheten? Wer ist Gott für Jesus?
Wer sich so an die Bibel heranwagt, mit ihren vielen Büchern und ihrer Darstellung des Ringens mit Gott - personalisiert etwa durch das Ringen Jakobs -, aber auch durch die Unzufriedenheit der Menschen und die Mahnungen der Propheten und schließlich durch die Offenbarung Christi in Jesus, seiner vom hl. Geist erfüllten Mutter und seinen geistigen Brüdern, stellt fest, dass Gott etwas mit allem zu tun, mit der Natur, mit dem Leben und Zusammenleben, mit der Zeit in Fülle, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst.
Wer Gott als den Schöpfer der Welt betrachtet, für den ist die Schöpfung als Ganzes das größte Wunder und sonstige spektakuläre Naturereignisse ein besonderer Ausdruck davon. Dabei geht es keineswegs nur um Sonnenwunder, sondern auch um Ereignisse wie eine Geburt etwa.
Nicht unrealistisch stellt die Bibel Gott auch als Herr über Krankheit und Tod dar. Vor allem im Leiden Hiobs, im Leiden des Gottesknechtes, im Leiden Christi kommt zum Ausdruck, dass das Vertrauen zu Gott in den extremen Situationen des Lebens besonders auf die Probe gestellt ist. Jesus selbst hat sich als Gottes Sohn erwiesen, indem er Gott treu geblieben ist.
Gleichzeitig führt uns die Bibel hinein in die diskursive Auseinandersetzung: Ist er das wirklich? Ist er Gott wirklich treu geblieben? Hat er nicht zahlreiche Gesetze übertreten? Hat er sich nicht gestritten, statt Frieden zu stiften? Hat er nicht sogar im Tempel gewütet?
In der Auseinandersetzung wird das Gottesverständnis Jesu deutlich: Gott ist der Schöpfer aller und nicht einer ausgesuchten Gruppe intelligenter Theologen. Deshalb preist er auch die Dummen glücklich. Wer keine Ahnung hat von Dogmen, Gesetzen und Theorien geht für Gott nicht verloren, wenn er sich von Herzen darum bemüht, Gutes zu tun, egal wie andere darüber denken.
Wer mit frommem Interesse danach fragt, wie denn die Bibel im Lauf der Kirchengeschichte begrifflich geordnet und begriffen wurde, der kann entdecken, dass die Dogmen durchaus sinnvoll sind und nicht einfach unvernünftigen Glaubensgehorsam verlangen. Allerdings erfordert das Erfahrung mit biblischen Erzähltraditionen, wobei geistige Dinge mit körperlichen nicht verwechselt werden sollten.
Nehmen wir die Aussage über Gott, dass Gott Geist ist. Wenn Gott heilig ist und Gott Geist ist, ist auch klar, dass Gott der Heilige Geist ist. Wenn sich der Heilige Geist geistig in den Geboten äußert, dann ist auch klar, dass Gott die Liebe ist. Die Liebe ist aber nichts Abstraktes, sondern erweist sich in der Beziehung etwa von Vater und Sohn. Wenn Vater und Sohn im Geist eins sind, dann verstehen wir auch die Heilige Dreifaltigkeit. Engel als Gottes Boten sind alle, die Gottes Wort verkünden. Schnell wird auch klar, dass es immer eine besondere und eine allgemeine Bedeutung, eine geistige und eine körperliche gibt, eine Bedeutung auf der Textebene der Heiligen Schrift und auf der Ebene des Zusammenlebens.
Natürlich kann dabei die Antwort herauskommen: Gott ist für mich eine gute Freundin.
Allerdings sollten Jugendliche mit ihrem Versuch einer Antwort nicht allein gelassen werden, wenn sie denn in die Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen wollen.
Daher sollten Jugendliche auch weiter fragen: Wer ist Gott für die Bibel? Wer ist Gott für Mose? Wer ist Gott für die Propheten? Wer ist Gott für Jesus?
Wer sich so an die Bibel heranwagt, mit ihren vielen Büchern und ihrer Darstellung des Ringens mit Gott - personalisiert etwa durch das Ringen Jakobs -, aber auch durch die Unzufriedenheit der Menschen und die Mahnungen der Propheten und schließlich durch die Offenbarung Christi in Jesus, seiner vom hl. Geist erfüllten Mutter und seinen geistigen Brüdern, stellt fest, dass Gott etwas mit allem zu tun, mit der Natur, mit dem Leben und Zusammenleben, mit der Zeit in Fülle, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst.
Wer Gott als den Schöpfer der Welt betrachtet, für den ist die Schöpfung als Ganzes das größte Wunder und sonstige spektakuläre Naturereignisse ein besonderer Ausdruck davon. Dabei geht es keineswegs nur um Sonnenwunder, sondern auch um Ereignisse wie eine Geburt etwa.
Nicht unrealistisch stellt die Bibel Gott auch als Herr über Krankheit und Tod dar. Vor allem im Leiden Hiobs, im Leiden des Gottesknechtes, im Leiden Christi kommt zum Ausdruck, dass das Vertrauen zu Gott in den extremen Situationen des Lebens besonders auf die Probe gestellt ist. Jesus selbst hat sich als Gottes Sohn erwiesen, indem er Gott treu geblieben ist.
Gleichzeitig führt uns die Bibel hinein in die diskursive Auseinandersetzung: Ist er das wirklich? Ist er Gott wirklich treu geblieben? Hat er nicht zahlreiche Gesetze übertreten? Hat er sich nicht gestritten, statt Frieden zu stiften? Hat er nicht sogar im Tempel gewütet?
In der Auseinandersetzung wird das Gottesverständnis Jesu deutlich: Gott ist der Schöpfer aller und nicht einer ausgesuchten Gruppe intelligenter Theologen. Deshalb preist er auch die Dummen glücklich. Wer keine Ahnung hat von Dogmen, Gesetzen und Theorien geht für Gott nicht verloren, wenn er sich von Herzen darum bemüht, Gutes zu tun, egal wie andere darüber denken.
Wer mit frommem Interesse danach fragt, wie denn die Bibel im Lauf der Kirchengeschichte begrifflich geordnet und begriffen wurde, der kann entdecken, dass die Dogmen durchaus sinnvoll sind und nicht einfach unvernünftigen Glaubensgehorsam verlangen. Allerdings erfordert das Erfahrung mit biblischen Erzähltraditionen, wobei geistige Dinge mit körperlichen nicht verwechselt werden sollten.
Nehmen wir die Aussage über Gott, dass Gott Geist ist. Wenn Gott heilig ist und Gott Geist ist, ist auch klar, dass Gott der Heilige Geist ist. Wenn sich der Heilige Geist geistig in den Geboten äußert, dann ist auch klar, dass Gott die Liebe ist. Die Liebe ist aber nichts Abstraktes, sondern erweist sich in der Beziehung etwa von Vater und Sohn. Wenn Vater und Sohn im Geist eins sind, dann verstehen wir auch die Heilige Dreifaltigkeit. Engel als Gottes Boten sind alle, die Gottes Wort verkünden. Schnell wird auch klar, dass es immer eine besondere und eine allgemeine Bedeutung, eine geistige und eine körperliche gibt, eine Bedeutung auf der Textebene der Heiligen Schrift und auf der Ebene des Zusammenlebens.
