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Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 10:37
von overkott
Nachdem wir über den 2. Gottesbeweis des Thomas nachgedacht und festgestellt haben, dass Gott als a priori nur sich selbst beweisen kann und dies in der Offenbarungsgeschichte tut, können wir detaillierter fragen:

Inwieweit offenbart sich Gott als Vater im Sohn? Wie versteht Jesus Gott? Wie versteht er Gottes Willen? Wie lebt er danach? Inwieweit erweist er sich dadurch als Gottes Sohn?

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 10:57
von Niels
Und was ist mit dem Heiligen Geist? :hmm:

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 10:59
von cantus planus
Der kommt doch erst Pfingsten! :neinfreu:

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 11:28
von civilisation
overkott hat geschrieben:Nachdem wir über den 2. Gottesbeweis des Thomas nachgedacht und festgestellt haben, dass Gott als a priori nur sich selbst beweisen kann und dies in der Offenbarungsgeschichte tut, können wir detaillierter fragen:

Inwieweit offenbart sich Gott als Vater im Sohn? Wie versteht Jesus Gott? Wie versteht er Gottes Willen? Wie lebt er danach? Inwieweit erweist er sich dadurch als Gottes Sohn?

Das sind zu viele Fragen auf einmal. Da muß ich leider passen.

Was sagt den der mit dem "roten Hut" gezierte Bonaventura dazu?

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 13:54
von Raphael
civilisation hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:.......... Inwieweit offenbart sich Gott als Vater im Sohn? Wie versteht Jesus Gott? Wie versteht er Gottes Willen? Wie lebt er danach? Inwieweit erweist er sich dadurch als Gottes Sohn?
...........
Was sagt den der mit dem "roten Hut" gezierte Bonaventura dazu?
Wenn der Overkott so fragt, sollte man lieber Erich Ohser zu Rate ziehen, bevor Overkott dem guten, aber wehrlosen Kirchenlehrer zum wiederholten Male Gewalt antut! :pfeif:

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 17:44
von Sempre
overkott hat geschrieben:Nachdem wir über den 2. Gottesbeweis des Thomas nachgedacht und festgestellt haben, dass Gott als a priori nur sich selbst beweisen kann und dies in der Offenbarungsgeschichte tut [...]
Habt Ihr das, overkott. Erzählt doch bitte ein wenig über Eure Gedankengänge!

overkott hat geschrieben:Inwieweit offenbart sich Gott als Vater im Sohn? Wie versteht Jesus Gott? Wie versteht er Gottes Willen? Wie lebt er danach? Inwieweit erweist er sich dadurch als Gottes Sohn?
Denkt an die Auferstehung, overkott. Christus überwindet den Tod. Nachdem er gekreuzigt, gestorben und begraben, steht er am dritten Tage auf. Das Grab ist leer. Christus lebt mit Fleisch und Knochen. Über 500 bezeugen das. Das ist der Beweis, dass Christus Gott ist. Kein bloßer Mensch besiegt den Tod.

Gruß
Sempre

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 22:38
von Nassos
und nicht zu vergessen: er hat auch noch andere zum Leben erweckt...

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 12. April 2010, 23:30
von Niels
Nassos hat geschrieben:und nicht zu vergessen: er hat auch noch andere zum Leben erweckt...
Ovi? :panisch: :ikb_notworthy: ;D

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 00:37
von Maurus
Niels hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:und nicht zu vergessen: er hat auch noch andere zum Leben erweckt...
Ovi? :panisch: :ikb_notworthy: ;D
Ist der der echte Bonaventura, oder was?
:aengstlich:

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Dienstag 13. April 2010, 01:54
von Niels
Logo! Was dachtest denn Du? Er ist der Bonaventura redivivus... ;D

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Sonntag 2. Mai 2010, 21:07
von overkott
Ich bin overkott, nicht der hl. Bonaventura. Da bin ich ganz selbstbewusst und bescheiden. Für mich ist mein Geburtstag auch nicht so wichtig wie für andere. Ich lebe aus dem neuen Anfang der Taufe. Ich glaube, dass wir immer noch am Anfang einer österlichen Epoche stehen, die erleuchtet wird von der Aufklärung Christi. Er ist als Wort der Propheten ein Licht in der Finsternis, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen. Ich mache meinen Kindern Mut, den Glauben für ihr Leben zu entdecken.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 06:18
von Linus
Sankt Overkott ora pro nobis!

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 13:56
von Haiduk
overkott hat geschrieben:Nachdem wir über den 2. Gottesbeweis des Thomas nachgedacht und festgestellt haben, dass Gott als a priori nur sich selbst beweisen kann und dies in der Offenbarungsgeschichte tut, können wir detaillierter fragen:

Inwieweit offenbart sich Gott als Vater im Sohn? Wie versteht Jesus Gott? Wie versteht er Gottes Willen? Wie lebt er danach? Inwieweit erweist er sich dadurch als Gottes Sohn?
Indem Sich der Sohn dem Willen des Vaters nicht widersetzte und das Kreuz auf Sich nahm.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 15:44
von civilisation
Wo ist mein Posting hingeraten?

Sollte es gelöscht worden sein, so wäre doch zumindest eine Dokumentation angebracht, oder?

Denn mein Posting war doch nicht schlimmer als das von Linus .

Begründung bitte.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 16:09
von cantus planus
Das steht im Mod.-Protokoll. Die Postings waren überhaupt nicht schlimm! Sie wurden aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. Mit E. O. Plauen und Uli Stein sollte man im Internet aufpassen. Das ist schon mehr als einmal ziemlich teuer geworden.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 16:33
von civilisation
cantus planus hat geschrieben:Das steht im Mod.-Protokoll. Die Postings waren überhaupt nicht schlimm! Sie wurden aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. Mit E. O. Plauen und Uli Stein sollte man im Internet aufpassen. Das ist schon mehr als einmal ziemlich teuer geworden.
Ich habe es gerade nachvollzogen. - Allerdings verstehe ich nicht den Grund mit der Begründung "urheberrechtliche Gründe".

Sollte ich künftig vielleicht nur noch LInks zu entsprechenden Seiten angeben?

Ich versuche es mal.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 16:38
von civilisation
Linus hat geschrieben:Sankt Overkott ora pro nobis!

Der Vater gibt dem Sohn einiges aus seinem Wissen. Und der Sohn wendet das Wissen des Vaters an und deutet es um. - Dem Vater fällt dabei die Pfeiffe aus dem Mund, so überrascht ist dieser. Aus der "alten Lehre" ist was Neues entstanden.

http://transcriber.phonetik.uni-muenche ... erSohn.gif

Und diesmal ist es offenbar kein Urheberverstoß. - Lediglich ein Link ist angegeben, der je nach Interesse angeklickt werden kann oder auch nicht.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 16:44
von Niels
civilisation hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Sankt Overkott ora pro nobis!

Der Vater gibt dem Sohn einiges aus seinem Wissen. Und der Sohn wendet das Wissen des Vaters an und deutet es um. - Dem Vater fällt dabei die Pfeiffe aus dem Mund, so überrascht ist dieser. Aus der "alten Lehre" ist was Neues entstanden.

http://transcriber.phonetik.uni-muenche ... erSohn.gif

Und diesmal ist es offenbar kein Urheberverstoß. - Lediglich ein Link ist angegeben, der je nach Interesse angeklickt werden kann oder auch nicht.
:daumen-rauf:
Ich erlaube mir, Deine gelungene theologische Interpretation zu posten:
civi hat geschrieben:Diese Darstellung kann durchaus auch theologisch gedeutet werden. Gott Vater, der die Gesetze des "Alten Bundes" wohl gehütet in seiner Bibliothek hält, übergibt sie seinem Sohn, der diese ganz neu auslegt und anwendet.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 16:56
von Bernado
civilisation hat geschrieben:Und diesmal ist es offenbar kein Urheberverstoß. - Lediglich ein Link ist angegeben, der je nach Interesse angeklickt werden kann oder auch nicht.
Es ist für den Kreuzgang kein Verstoß gegen das Verwerterrecht. Sehr wohl aber für Phonetik-München - die sich im Falle eines Falles bei dem schadlos halten dürften, der einen dem Verwertungsschutz unterliegenden Inhalt hochgeladen hat.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 16:59
von holzi
Bernado hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:Und diesmal ist es offenbar kein Urheberverstoß. - Lediglich ein Link ist angegeben, der je nach Interesse angeklickt werden kann oder auch nicht.
Es ist für den Kreuzgang kein Verstoß gegen das Verwerterrecht. Sehr wohl aber für Phonetik-München - die sich im Falle eines Falles bei dem schadlos halten dürften, der einen dem Verwertungsschutz unterliegenden Inhalt hochgeladen hat.
Nur noch vier Jahre, dann werden die Zeichnungen gemeinfrei (Ernst Ohler starb im April 1944)

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 3. Mai 2010, 17:47
von civilisation
Danke Niels.

Auch ein "Danke" an die anderen Poster, die mich daran erinnern, daß es auf die 70-Jahre-Frist zu achten gilt.

Denmächst also nur noch Links anwenden ...

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 01:07
von Nassos
Du meine Güte, hier tun sich Abgründe auf....

1.) Der Sohn hat weniger Wissen als der Vater? Hört sich das nicht ein klein wenig mehr nach Individuum an als nach Hypostase? Eine etwas untergeordnetere... ?
2.) Was ich gerade nicht schnalle: wie soll sich der Sohn dem Willen des Vaters widersetzen? Kontaminiert durch die menschliche Natur?

Ich möchte auf diese - zugegeben absichtlich hart gestellte Fragen - ganz klar die Faust aufs Auge, was ich nachvollziehen kann. Alles andere: ich kann Tae Kwon Do!

Nassos

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 06:57
von Linus
zu eins wahrscheinlich ja. vergleiche Mt 24,36 daraus aber Unterordnung (in der Art, nicht der Herkunft nach, die gibt es ja) zu schließen, ist mM falsch.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 23:05
von Nassos
Wahrscheinlich. Vielleicht lassen wir die Finger davon weg... :umkuck:

Ich stimme dM zu.

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Mittwoch 5. Mai 2010, 08:40
von overkott
Haiduk hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Nachdem wir über den 2. Gottesbeweis des Thomas nachgedacht und festgestellt haben, dass Gott als a priori nur sich selbst beweisen kann und dies in der Offenbarungsgeschichte tut, können wir detaillierter fragen:

Inwieweit offenbart sich Gott als Vater im Sohn? Wie versteht Jesus Gott? Wie versteht er Gottes Willen? Wie lebt er danach? Inwieweit erweist er sich dadurch als Gottes Sohn?
Indem Sich der Sohn dem Willen des Vaters nicht widersetzte und das Kreuz auf Sich nahm.
Inwieweit entsprach das dem Gebot des Vaters der Nächstenliebe? Wie hat Jesus selbst seinen Tod gedeutet? Starb Jesus als Martyrer der Freiheit von einem ungerechten Gesetz? Was bedeutet: Io 10,17 propterea me Pater diligit quia ego pono animam meam ut iterum sumam eam ? Inwieweit geht es darin um den Sinn des Lebens (vgl. Mt 10,39; 16,25; 19,16; 19,26; 23,15; Mk 10,17; Lk 10,25; 17,33; 18,18; 21,19; Hebr 10,39; 12,10)?

Vater und Sohn

Verfasst: Mittwoch 5. Mai 2010, 19:03
von Johannes22101988
Nassos hat geschrieben:Du meine Güte, hier tun sich Abgründe auf....

1.) Der Sohn hat weniger Wissen als der Vater? Hört sich das nicht ein klein wenig mehr nach Individuum an als nach Hypostase? Eine etwas untergeordnetere... ?
2.) Was ich gerade nicht schnalle: wie soll sich der Sohn dem Willen des Vaters widersetzen? Kontaminiert durch die menschliche Natur?

Ich möchte auf diese - zugegeben absichtlich hart gestellte Fragen - ganz klar die Faust aufs Auge, was ich nachvollziehen kann. Alles andere: ich kann Tae Kwon Do!

Nassos

BINGO so ist es - aber ich verstehe es ja nich :roll:

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 19:44
von incarnata
Ja dazu hab ich auch ne Frage,die sich auf das Evangelium des gestrigen Sonntags bezieht:
Johannes 14,28:"....Wenn ihr mich lieb hättet,würdet ihr euch freuen,dass ich zum Vater gehe,denn der Vater ist grösser als ich " sagt Jesus zu seinen Jüngern. Inwiefern ist der Vater grösser als ER und dies ein Grund zur Freude ?Aus Seiner Sicht als Mensch heraus,der ganz im Vater lebt ?

Der Pfarrer hat mehr über das davor stehende:"Wenn jemand mich liebt,wird er an meinem Wort festhalten,mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen" gepredigt.
Dieses Jesuswort,der Vater sei grösser als er wird ja z.B. von den Zeugen Jehovas dafür genutzt ,die göttliche Natur Jesu abzustreiten.Andererseits hat er aber auch gesagt "Ich und der Vater sind eins".

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 19:56
von Mary
incarnata hat geschrieben:Ja dazu hab ich auch ne Frage,die sich auf das Evangelium des gestrigen Sonntags bezieht:
Johannes 14,28:"....Wenn ihr mich lieb hättet,würdet ihr euch freuen,dass ich zum Vater gehe,denn der Vater ist grösser als ich " sagt Jesus zu seinen Jüngern. Inwiefern ist der Vater grösser als ER und dies ein Grund zur Freude ?Aus Seiner Sicht als Mensch heraus,der ganz im Vater lebt ?

Der Pfarrer hat mehr über das davor stehende:"Wenn jemand mich liebt,wird er an meinem Wort festhalten,mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen" gepredigt.
Dieses Jesuswort,der Vater sei grösser als er wird ja z.B. von den Zeugen Jehovas dafür genutzt ,die göttliche Natur Jesu abzustreiten.Andererseits hat er aber auch gesagt "Ich und der Vater sind eins".
Hallo,

in meiner Studienbibel steht dazu:
" My Father is greater than I does not mean greater in nature or essence, for the Father and the Son share one divine nature. Nor does it mean the Son ist created, for the Son is begotten from all eternity. Rather, it means that the Father, as the Fountainhead of the Trinity, is the eternal cause of the Son."

Es soll sich also darauf beziehen, dass der Vater, als Urquelle der Dreiheit der ewige Ursprung des Sohnes ist. Das "Geborenwerden" des Sohnes ist nicht als einmalige Sache gesehen, sondern als eine immerwährende Geburt, ebenso wie der Geist immerwährend vom Vater ausgeht.

Lg Maria

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 20:05
von Gamaliel
incarnata hat geschrieben:Ja dazu hab ich auch ne Frage,die sich auf das Evangelium des gestrigen Sonntags bezieht:
Johannes 14,28:"....Wenn ihr mich lieb hättet,würdet ihr euch freuen,dass ich zum Vater gehe,denn der Vater ist grösser als ich " sagt Jesus zu seinen Jüngern. Inwiefern ist der Vater grösser als ER und dies ein Grund zur Freude ?Aus Seiner Sicht als Mensch heraus,der ganz im Vater lebt?
Du hast hier selbst bereits die Lösung erwähnt. Hinsichtlich der menschlichen Natur Jesu ist der Vater größer. Dafür gibt es auch noch andere Stellen. Der hl. Thomas v. Aquin nennt z.B.:

- Phil 2,6: "Er, der in Gottesgestalt war, erachtete das Gottgleichsein nicht als Beutestück, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an..." oder
- Hebr 2,9: "Doch sehen wir den wenig unter die Engel erniedrigten, Jesus,..."

Und die Rückkehr zum Vater ist natürlich ein Grund zur Freude für Jesus selbst und im Sinne der Mitfreude auch für uns. Warum? Weil Christus hier die Verherrlichung erhält, die er als Mensch bislang noch nicht hatte -sitzend zur Rechten des Vaters. => Das feiern wir unter anderem am kommenden Donnerstag (Christ Himmelfahrt).

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 20:08
von Niels
Gamaliel hat geschrieben:Das feiern wir unter anderem am kommenden Donnerstag (Christ Himmelfahrt).
Ergänzung: eigentlich an allen Sonntagen und Hochfesten: "et ascendit in caelum, sedet ad dexteram Patris"

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 20:41
von Nassos
Gamaliel hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Ja dazu hab ich auch ne Frage,die sich auf das Evangelium des gestrigen Sonntags bezieht:
Johannes 14,28:"....Wenn ihr mich lieb hättet,würdet ihr euch freuen,dass ich zum Vater gehe,denn der Vater ist grösser als ich " sagt Jesus zu seinen Jüngern. Inwiefern ist der Vater grösser als ER und dies ein Grund zur Freude ?Aus Seiner Sicht als Mensch heraus,der ganz im Vater lebt?
Du hast hier selbst bereits die Lösung erwähnt. Hinsichtlich der menschlichen Natur Jesu ist der Vater größer. Dafür gibt es auch noch andere Stellen. Der hl. Thomas v. Aquin nennt z.B.:

- Phil 2,6: "Er, der in Gottesgestalt war, erachtete das Gottgleichsein nicht als Beutestück, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an..." oder
- Hebr 2,9: "Doch sehen wir den wenig unter die Engel erniedrigten, Jesus,..."

Und die Rückkehr zum Vater ist natürlich ein Grund zur Freude für Jesus selbst und im Sinne der Mitfreude auch für uns. Warum? Weil Christus hier die Verherrlichung erhält, die er als Mensch bislang noch nicht hatte -sitzend zur Rechten des Vaters. => Das feiern wir unter anderem am kommenden Donnerstag (Christ Himmelfahrt).
Das bedarf sicher etwas mehr Erklärungen, denn das klingt so, als ob die menschliche Natur Christi der göttlichen irgendwie ein Klotz am Bein sei.
Dass allerdings hier auch ein Akt der Demut als Vorbild für uns genannt wird gefällt mir wiederum.

@Mary: die Erklärung hat mir auch gefallen. Jesus gibt hier also einen indirekten Hinweis auf die Trinität?

Re: Vater und Sohn

Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 20:44
von incarnata
Niels hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:Das feiern wir unter anderem am kommenden Donnerstag (Christ Himmelfahrt).
Ergänzung: eigentlich an allen Sonntagen und Hochfesten: "et ascendit in caelum, sedet ad dexteram Patris"
Wir feiern eigentlich alles aus dem Leben Jesu Christi in jeder Hl. Messe,da alles miteinander zusammenhängt.Im Geheimnis der Incarnation steckt schon das Kreuzesopfer;durch das vergegenwärtigte Opfer kommt es zur Auferstehung und unserer Erlösung;ohne Himmelfahrt wäre es nicht zur Aussendung des Hl Geistes gekommen und ohne diesen gäbe es keine Kirche,die wiederum das Weiterleben Jesu in der Zeit unter der Gestalt v on Brot und Wein garantiert und letztlich Sein mystischer Leib ist.

Ad gamaliel: herzlichen Dank für die klare Antwort.Was mary schrieb ist auch interessant,allerdings nicht so einleuchtend,da m.E. die Lehre dass der Sohn aus dem Vater und der Geist aus dem Vater und dem Sohne bzw. auch aus dem Vater(nach Orthodoxer Sicht) hervorgeht nichts mit grösser oder kleiner zu tun hat.