Erzbischof Manuel Monteiro de Castro
Verfasst: Sonntag 16. Mai 2004, 15:06
Radio Vatikan berichtete vor 10 Tagen in seinen "Tagesmeldungen":
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Spanien
Der päpstliche Nuntius in Spanien, Erzbischof Manuel Monteiro de Castro, hat sich für eine kirchliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften ausgesprochen.
Die Kirche müsse sich den Herausforderungen durch die neue politische Situation in Spanien stellen, zitiert die britische Tageszeitung "The Guardian" aus einer Rede des Nuntius vor spanischen Bischöfen.
Es gebe andere Formen des Zusammenlebens als die von Mann und Frau, "und es ist gut, dass sie anerkannt werden".
http://www.vaticanradio.org/tedesco/ted ... .05.04.htm
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War das nur die persönliche Meinung eines einzelnen, ein "Ausrutscher"?
Das sollte mich persönlich jedenfalls doch sehr wundern, denn schließlich hat er seine Worte sehr überlegt gewählt, nämlich in einer vorbereiteten Rede vor spanischen Bischöfen und in seiner Eigenschaft als päpstlicher Gesandter. Er war also quasi "im Dienst". - Sowas deuted dann eigentlich eher auf die Spitze eines Eisberges hin.
Außerdem wird man nicht Erzbischof und päpstlicher Botschafter, wenn man nur seine eigene Meinung zum Besten gibt, sondern man darf bei einem Diplomaten und solch hohem katholischen Würdenträger schon voraussetzen, daß er dies nicht ohne Wissen über bestimmte Strömungen innerhalb des katholischen Klerus gesagt hat.
Interessant auch, das keinerlei Reaktion aus dem Vatikan darauf kam und das sollte ebenfalls zu denken geben. Zeigt es doch, das augenscheinlich eine bedeutende Gruppe innerhalb des katholischen Klerus Einfluß genug hatte, Maßregelungen jedweder Art zu verhindern.
Könnte dies auf einen bevorstehenden Richtungswechsel innerhalb der katholischen Kirche in dieser Frage hindeuten?
Gruß,
Andreas.
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Spanien
Der päpstliche Nuntius in Spanien, Erzbischof Manuel Monteiro de Castro, hat sich für eine kirchliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften ausgesprochen.
Die Kirche müsse sich den Herausforderungen durch die neue politische Situation in Spanien stellen, zitiert die britische Tageszeitung "The Guardian" aus einer Rede des Nuntius vor spanischen Bischöfen.
Es gebe andere Formen des Zusammenlebens als die von Mann und Frau, "und es ist gut, dass sie anerkannt werden".
http://www.vaticanradio.org/tedesco/ted ... .05.04.htm
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War das nur die persönliche Meinung eines einzelnen, ein "Ausrutscher"?
Das sollte mich persönlich jedenfalls doch sehr wundern, denn schließlich hat er seine Worte sehr überlegt gewählt, nämlich in einer vorbereiteten Rede vor spanischen Bischöfen und in seiner Eigenschaft als päpstlicher Gesandter. Er war also quasi "im Dienst". - Sowas deuted dann eigentlich eher auf die Spitze eines Eisberges hin.
Außerdem wird man nicht Erzbischof und päpstlicher Botschafter, wenn man nur seine eigene Meinung zum Besten gibt, sondern man darf bei einem Diplomaten und solch hohem katholischen Würdenträger schon voraussetzen, daß er dies nicht ohne Wissen über bestimmte Strömungen innerhalb des katholischen Klerus gesagt hat.
Interessant auch, das keinerlei Reaktion aus dem Vatikan darauf kam und das sollte ebenfalls zu denken geben. Zeigt es doch, das augenscheinlich eine bedeutende Gruppe innerhalb des katholischen Klerus Einfluß genug hatte, Maßregelungen jedweder Art zu verhindern.
Könnte dies auf einen bevorstehenden Richtungswechsel innerhalb der katholischen Kirche in dieser Frage hindeuten?
Gruß,
Andreas.