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Kann oder darf die Kirche etwas anzweifeln, z.B. Ehegrund

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 13:57
von Knecht Ruprecht
Es gibt so manche Bereiche, in denen in kirchliche Sakramente die Politik mit einspielt.

Z.B die Ehe. Es ist auffällig, dass besonders Männer aus Afrika auf dicke deutsche Frauen stehen. Man man kann das als Weg der Natur ansehen, wenn die regionalen Männer mehr auf schlanke Frauen stehen, dass die Natur eine Art Ausgleich eingerichtet hat, dass überregionale Männer auf dicke Frauen stehen. Doch kann die Kirche eine mögliche Ehe anzweifeln, also der Ehe einen politischen Missbrauch des kirchlichen Sakraments vorwerfen? Nach dem Motto, der Mann aus Afrika steht nur auf die dicke deutsche Frau, weil sie seine Eintrittskarte nach Deutschland ist? Oder verbietet es sich der Kirche solche Gedankengänge zu machen?

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:28
von FioreGraz
Was sind regionale und überregionale Männer???? Und was ist das weider für ne Theorie?

LG
Fiore

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:30
von Knecht Ruprecht
FioreGraz hat geschrieben:Was sind regionale und überregionale Männer???? Und was ist das weider für ne Theorie?

LG
Fiore
Ich habe meinen Beitrag doch sehr ausführlich geschildert und man weiß gleich um was es geht.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:38
von Marlene
Kordian hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:Was sind regionale und überregionale Männer???? Und was ist das weider für ne Theorie?

LG
Fiore
Ich habe meinen Beitrag doch sehr ausführlich geschildert und man weiß gleich um was es geht.
Klar .. es geht um dicke Frauen, Afrika und Sakramente ...

oder waren es deutsche Männer, dünne Frauen und die Kirche :kratz:

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:40
von Knecht Ruprecht
Doch kann die Kirche eine mögliche Ehe anzweifeln, also der Ehe einen politischen Missbrauch des kirchlichen Sakraments vorwerfen? Nach dem Motto, der Mann aus Afrika steht nur auf die dicke deutsche Frau, weil sie seine Eintrittskarte nach Deutschland ist? Oder verbietet es sich der Kirche solche Gedankengänge zu machen?

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:40
von Erich
Oder verbietet es sich der Kirche solche Gedankengänge zu machen?
mach Du sie und teile sie uns mit. :D :D :D

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:49
von Marlene
Kordian hat geschrieben:Doch kann die Kirche eine mögliche Ehe anzweifeln, also der Ehe einen politischen Missbrauch des kirchlichen Sakraments vorwerfen? Nach dem Motto, der Mann aus Afrika steht nur auf die dicke deutsche Frau, weil sie seine Eintrittskarte nach Deutschland ist? Oder verbietet es sich der Kirche solche Gedankengänge zu machen?
Also um mal ernsthaft zu antworten: Diejenigen, die aus Asylgründen o.ä. politischen Gründen heiraten, tun dies in der Regel nur vor dem Standesamt.

Aber sicherlich gibt es im CIC eine Rechtsgrundlage dafür, dass man die Trauung verweigern darf, wenn man unlautere Gründe erkennt.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 14:49
von Petra
Kordian hat geschrieben:Doch kann die Kirche eine mögliche Ehe anzweifeln, also der Ehe einen politischen Missbrauch des kirchlichen Sakraments vorwerfen? Nach dem Motto, der Mann aus Afrika steht nur auf die dicke deutsche Frau, weil sie seine Eintrittskarte nach Deutschland ist? Oder verbietet es sich der Kirche solche Gedankengänge zu machen?
Die Ehe ist ein Sakrament. Das spenden sich zwar die Eheleute gegenseitig, aber die Kirche sollte schon darauf achten, dass damit im richtigen Sinne umgegangen wird. - Ja, ein Priester könnte sich weigern beim Ehesakrament zu "assistieren"*, wenn er den Eindruck hat, es wäre irgendwas faul an der Sache.

*Sorry, mir fällt der korrekte Ausdruck nicht ein.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 16:42
von Anastasis
Petra hat geschrieben:beim Ehesakrament zu "assistieren"*, ...

*Sorry, mir fällt der korrekte Ausdruck nicht ein.
Doch doch, das heißt schon so.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 17:02
von Andi
Anastasis hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:beim Ehesakrament zu "assistieren"*, ...

*Sorry, mir fällt der korrekte Ausdruck nicht ein.
Doch doch, das heißt schon so.
Beim ganzen Sakrament soll der Priester "assistieren? :shock: Auch bei dem was der Katechismus sagt:
1652 „Durch ihre natürliche Eigenart sind die Ehe als Institution und die eheliche Liebe auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet und finden darin gleichsam ihre Krönung" (GS 48,1).
Wie soll das dennaussehen? *schauder*
Wohl eher bei der Trauung... ;D ;)

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 17:06
von Anastasis
Andi hat geschrieben:Wie soll das dennaussehen? *schauder*
Wohl eher bei der Trauung... ;D ;)
Na ja, so gesehen schon... aber es heißt trotzdem "Eheassistenz"... :kiss:

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 19:14
von Knecht Ruprecht
Darf ein Priester denn solche Gedanken haben bzw. aussprechen. Wenn eine Art Scheinehe in der Luft ist?

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 19:30
von Andi
Soweit ich weiß sind die sogar dazu angehalten. Zumindest bemängelte vor einiger Zeit ein Priester in der Predigt mal, daß viele seine Kollegen da keine Rücksicht drauf nähmen und besser dahingehend aufpassen sollten.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 19:40
von Knecht Ruprecht
Wie kann denn ein Priester eine Scheinehe ansprechen, ohne das er gleich als Rassist von den Betroffnen und anschließend von allen anderen die gegen Kirche sind, bezeichnet wird.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 19:59
von roncalli
Es macht eine Ehe nicht ungültig, wenn jemand heiratet, um die Staatsbürgerschaft zu bekommen, solange er (auch) die Wesensmerkmale der Ehe bejaht.
Aber vielleicht kann Alex dazu mehr sagen?

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 19:59
von Andi
Warum sollte er das tun? Bei einem Sakrament geht es doch wohl um mehr als darum, was zwei Leute von ihm denken? Bzw. was soll ihm passieren? Entweder die Leute wissen um ihr "Unglück" vorher und sollen sich nicht so anstellen oder sie werden auf etwas gestoßen was sie vorher nicht gesehen haben und sind vielleicht sogar froh.

Wobei das mit der Sakramentsverweigerung auch ein Thema ist. Ich hab neulich mit einer Frau gesprochen, die sagte ihr uneheliches Kind sei erst getauft worden, als sie dem Pfarrer mit einem Überlaufen zu den Protestanten gedroht hat. Das hab ich ihr nicht wirklich abgenommen, weil ich mir das vorstellen kann, auch vor 25 Jahren nicht. :kratz: Oder gabs da mal so Phasen? Ich meine, daß er drauf hingewiesen hat, daß eine Hochzeit sicherlich wünschenswert und richtig wäre, denke ich schon aber eine "Taufverweigerung"?

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 20:00
von Andi
roncalli hat geschrieben:Es macht eine Ehe nicht ungültig, wenn jemand heiratet, um die Staatsbürgerschaft zu bekommen, solange er (auch) die Wesensmerkmale der Ehe bejaht.
Aber vielleicht kann Alex dazu mehr sagen?
Ja es geht ihm ja darum, wenn die Leute ebend diese "Wesensmerkmale" nicht bejahen und hat dazu ein mögliches Beispiel gebracht.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 20:17
von Petra
Jetzt müsste man eine kompetente Auskunft von einem Theologen haben. Keiner da? *suchendrumschau*

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 20:21
von roncalli
Andi hat geschrieben:
roncalli hat geschrieben:Es macht eine Ehe nicht ungültig, wenn jemand heiratet, um die Staatsbürgerschaft zu bekommen, solange er (auch) die Wesensmerkmale der Ehe bejaht.
Aber vielleicht kann Alex dazu mehr sagen?
Ja es geht ihm ja darum, wenn die Leute ebend diese "Wesensmerkmale" nicht bejahen und hat dazu ein mögliches Beispiel gebracht.
Wenn die Wesensmerkmale der Ehe abgelehnt werden, kann sowieso keine Ehe gültig zustande kommen, ob man damit eine Statsbürgerschaft erlangen will oder nicht.
Aber es macht die Ehe nicht ungültig, wenn jemand mit der Ehe auch (=zusätzlich) einen anderen Zweck erreichen will (z.B. Einheiratung in ein Unternehmen, Erhaltung der Dynastie usw.).

Re: Kann oder darf die Kirche etwas anzweifeln, z.B. Ehegrun

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 20:34
von Juergen
Kordian hat geschrieben:Es gibt so manche Bereiche, in denen in kirchliche Sakramente die Politik mit einspielt.

Z.B die Ehe. Es ist auffällig, dass besonders Männer aus Afrika auf dicke deutsche Frauen stehen. Man man kann das als Weg der Natur ansehen, wenn die regionalen Männer mehr auf schlanke Frauen stehen, dass die Natur eine Art Ausgleich eingerichtet hat, dass überregionale Männer auf dicke Frauen stehen. Doch kann die Kirche eine mögliche Ehe anzweifeln, also der Ehe einen politischen Missbrauch des kirchlichen Sakraments vorwerfen? Nach dem Motto, der Mann aus Afrika steht nur auf die dicke deutsche Frau, weil sie seine Eintrittskarte nach Deutschland ist? Oder verbietet es sich der Kirche solche Gedankengänge zu machen?
Dir ist schon bewußt, daß die Frage etwa einer Aufenthaltsgenehmigung an der staatlichen Trauung hängt und nicht an der kirchlichen - ja? Dir ist auch bewußt, daß die kirchl. Trauung nach der staatlichen zu erfolgen hat - ja?

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 21:01
von Petra
Danke Roncalli und Jürgen.

Wenn jetzt so eine Ehe eventuell nicht gültig ist, hmm was soll dann der Priester machen, der trauen soll?

Also ich bin ja nun dafür, das Ehesakrament an Glaubensschwache zu spenden, falls sie selbst darum bitten. Und sei es nur um sie mal wieder zu Kirchens zu bekommen, Vielleicht bleibt doch etwas hängen, später mit den Kindern, da werden ja viele gesetzter und fragen mehr nach dem Woher und Wohin.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 21:35
von roncalli
Petra hat geschrieben:Also ich bin ja nun dafür, das Ehesakrament an Glaubensschwache zu spenden, falls sie selbst darum bitten.
Ein Priester darf sowieso nur Menschen trauen, die ihn darum bitten.
Wenn sie aber katholisch sind, kein Ehehindernis vorliegt und sie die Wesensmerkmale der Ehe bejahen, darf er ihnen die Eheschließung auch nicht verweigern. Glaubensschwäche der Brautleute ist kein Ehehindernis. Diesbezügliche Bedenken des zuständigen Preisters auch nicht.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 21:39
von Petra
Tja nun. Mit "Glaubensschwäche" hatte ich schon gemeint, wenn z.B. das glückliche Paar schon beim ersten Kontakt mit dem Pfarrer sagt:"An Gott glauben wir beide nicht und die Kirchensteuer bezahlen wir nur, um in Weiß heiraten zu können. Das gehört einfach dazu und ist auch so romantisch." :roll:

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 21:47
von roncalli
Petra hat geschrieben:Tja nun. Mit "Glaubensschwäche" hatte ich schon gemeint, wenn z.B. das glückliche Paar schon beim ersten Kontakt mit dem Pfarrer sagt:"An Gott glauben wir beide nicht und die Kirchensteuer bezahlen wir nur, um in Weiß heiraten zu können. Das gehört einfach dazu und ist auch so romantisch." :roll:
Wenn sie aber auch die Wesensmerkmale der Ehe (Unauflöslichkeit, ausschließliche Treue, Ja zur Nachkommenschaft) nicht ausschließen, sondern in üblicher Form bejahen, wird man ihnen eine Eheschließung nicht verweigern können.
Die Ehe gehört zu den Grundrechten eines Menschen, daher auch zu denen eines Katholiken. Dieses Recht hängt nicht vom Glauben ab.
Wenn aber beide expressis verbis sagen, dass sie nicht an Gott glauben, sind sie ja eigentlich exkommuniziert, und wenn sie jetzt trotzdem einen Gottesdienst wollen ...hm... :kratz:

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 01:18
von Andi
Wnn sie schon sagen, daß sie nur in weiß heiraten wollen wegen der romantik, heißt das doch automatisch schon, daß sie das Grundlegende der christlichen Ehe nicht verstanden haben bzw dies bejahen....

Verfasst: Samstag 23. Oktober 2004, 16:32
von Knecht Ruprecht
Kardinal Ottaviani, soll Kommunisten das Sakrament der Ehe verweigert haben, weil diese als Kommunisten außerhalb der Kirche stehen.

Verfasst: Samstag 23. Oktober 2004, 21:08
von Robert Ketelhohn
Roncalli hat geschrieben:»Ein Priester darf sowieso nur Menschen trauen, die ihn darum bitten«
Allerdings kann man nicht allen trauen, die darum bitten.

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 10:08
von Knecht Ruprecht
Warum verweigert die Kirche, Christi Sakramente nicht für Parteimitglieder von Parteien die z.B. Abtreibung und Homoehe favorisieren?

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 12:27
von Robert Ketelhohn
Das wären nahezu alle Parteien.

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 13:10
von Knecht Ruprecht
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das wären nahezu alle Parteien.
Ich glaube, dass ist das regionale Problem der Kirche in Deutschland. Die Vertreter der Kirche trauen sich nicht. Feinde der Kirche zurechtzuweisen. Wenn jemand meint, sich politisch für Abtreibung und Homoehe zu bekunden, was mit einer Parteimitgliedschaft getan ist, die dafür steht. Dann gehört diese Person, zurechtgewiesen und vor die Wahl zwischen Christus oder der Abtreibung und Homoehe, gestellt. Zum Schutz der Gläubigen, gehören diese Menschen bekämpft, weil sie die Gläubigen bedrohen und auf dem Gewissen haben.