Ursprung der Welt
Ursprung der Welt
Ich weiß, es ist eine sehr globale Frage: Aber wie erklärt Ihr Euch den Ursprung der Welt?
Die Urknalltheorie ist keine Antwort darauf, denn es kann nur etwas "knallen" bzw. sich ausdehnen, was schon da ist bzw. wovon irgendein "Grundstoff" da ist.
Was ist der Ausgangspunkt von allem?
Was ist Gott? Schon wenn man diese Frage stellt, bedeutet es ja, dass er "etwas" ist, was existiert.
Aber woher kommt sozusagen die Existenz der Existenz?
Vielleicht kann man diese Frage nicht mit unseren Begriffen beantworten, wo für alles immer eine Quelle vorhanden sein muss. Aber was ist das Nichts? Aus dem dann alles entstanden sein müsste?
Ein nicht existenter Raum? Das ist auch schon wieder ein Begriff...
Immer stößt man auf Grenzen. Ein Nichts ist unvorstellbar.
Die Urknalltheorie ist keine Antwort darauf, denn es kann nur etwas "knallen" bzw. sich ausdehnen, was schon da ist bzw. wovon irgendein "Grundstoff" da ist.
Was ist der Ausgangspunkt von allem?
Was ist Gott? Schon wenn man diese Frage stellt, bedeutet es ja, dass er "etwas" ist, was existiert.
Aber woher kommt sozusagen die Existenz der Existenz?
Vielleicht kann man diese Frage nicht mit unseren Begriffen beantworten, wo für alles immer eine Quelle vorhanden sein muss. Aber was ist das Nichts? Aus dem dann alles entstanden sein müsste?
Ein nicht existenter Raum? Das ist auch schon wieder ein Begriff...
Immer stößt man auf Grenzen. Ein Nichts ist unvorstellbar.
Guck, Gott ist der absolut Seiende und der Modus der Zeit ist auf ihn nicht anwendbar, Gott ist über Raum und Zeit, er ist ewig. Er hat die Welt erschaffen. Das ist für ihn leichter, als für Dich eine Erde zu malen. Jedem bedingten Sein, z.B. Dir, oder sogar dem Teufel, gibt Gott die Exitenz, und zwar zu jeder Sekunde. Ohne ihn könntest Du gar nicht sein, keinen Augenblick lang.
Der Urknall ist übrigens physikalischer Unsinn, die ungläubilgen Physiker selbs wissen, daß die Theorie des Urknalls aus der Sicht der theoretischen Physik nicht haltbar ist, nur haben sie nichts besseres.
Übrigens, zu Deiner Frage zu dem Nichts:
Das Nichts ist nicht, daher ist es müßig, sich über etwas Gedanken zu machen, was kein Sein hat, was es nicht gibt.
Der Urknall ist übrigens physikalischer Unsinn, die ungläubilgen Physiker selbs wissen, daß die Theorie des Urknalls aus der Sicht der theoretischen Physik nicht haltbar ist, nur haben sie nichts besseres.
Übrigens, zu Deiner Frage zu dem Nichts:
Das Nichts ist nicht, daher ist es müßig, sich über etwas Gedanken zu machen, was kein Sein hat, was es nicht gibt.
Herr Gott,
großes Elend ist über mich gekommen.
Meine Sorgen wollen mich erdrücken,
ich weiß nicht ein noch aus.
Gott, sei gnädig und hilf.
Gib Kraft zu tragen, was du schickst,
laß die Furcht
nicht über mich herrschen.
(D. Bonhoeffer)
großes Elend ist über mich gekommen.
Meine Sorgen wollen mich erdrücken,
ich weiß nicht ein noch aus.
Gott, sei gnädig und hilf.
Gib Kraft zu tragen, was du schickst,
laß die Furcht
nicht über mich herrschen.
(D. Bonhoeffer)
Man muß keinen Ursprung annehmen. Es ist weder - rein vom Denken her - zu beweisen, daß das Universum einen Anfang hat, noch daß es keinen hat (vgl. Kants 1. Antinomie der reinen Vernunft).Edi hat geschrieben:Irgendwo und irgendwie muss man einen Ursprung annehmen als Axiom,
Gleiches gilt für einen Schöpfer (vgl. Kants 4. Antinomie der reinen Vernunft).anders geht es nicht und den bezeichnen wir als Gott und den können wir nicht mehr erklären.
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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- Robert Ketelhohn
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Da steht Kant allerdings gegen die verbindliche Lehre der Kirche.Jürgen hat geschrieben:Man muß keinen Ursprung annehmen. Es ist weder - rein vom Denken her - zu beweisen, daß das Universum einen Anfang hat, noch daß es keinen hat (vgl. Kants 1. Antinomie der reinen Vernunft).
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Deswegen schrieb ich ja auch: "rein vom Denken her".Robert Ketelhohn hat geschrieben:Da steht Kant allerdings gegen die verbindliche Lehre der Kirche.Jürgen hat geschrieben:Man muß keinen Ursprung annehmen. Es ist weder - rein vom Denken her - zu beweisen, daß das Universum einen Anfang hat, noch daß es keinen hat (vgl. Kants 1. Antinomie der reinen Vernunft).
Daß ein anfangsloses Universum nicht Lehre der Kirche ist, dachte ich, wäre klar.
Gruß Jürgen
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Mir scheint, die Kirche widerspricht auch was das reine Denken angeht:Juergen hat geschrieben:Deswegen schrieb ich ja auch: "rein vom Denken her".Robert Ketelhohn hat geschrieben:Da steht Kant allerdings gegen die verbindliche Lehre der Kirche.Jürgen hat geschrieben:Man muß keinen Ursprung annehmen. Es ist weder - rein vom Denken her - zu beweisen, daß das Universum einen Anfang hat, noch daß es keinen hat (vgl. Kants 1. Antinomie der reinen Vernunft).
Daß ein Anfangsloses Universum nicht Lehre der Kirche ist, dachte ich, wäre klar.
1. Vatikanisches Konzil hat geschrieben:Wer sagt, der eine und wahre Gott, unser Schöpfer und Herr, könne nicht durch das, was gemacht ist, mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft sicher erkannt werden: der sei mit dem Anathema belegt.
Ja und?Pelikan hat geschrieben:Mir scheint, die Kirche widerspricht auch was das reine Denken angeht:
Gruß Jürgen
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Raphael
@ Pelikan
GJC
Raphael
Zwischen dem «natürlichen Licht der menschlichen Vernunft» einerseits und dem «reinen Denken» andererseits besteht aus meiner Sicht ein erheblicher Unterschied!Pelikan hat geschrieben:Mir scheint, die Kirche widerspricht auch was das reine Denken angeht:Juergen hat geschrieben:Deswegen schrieb ich ja auch: "rein vom Denken her".Robert Ketelhohn hat geschrieben:Jürgen hat geschrieben:Man muß keinen Ursprung annehmen. Es ist weder - rein vom Denken her - zu beweisen, daß das Universum einen Anfang hat, noch daß es keinen hat (vgl. Kants 1. Antinomie der reinen Vernunft).Da steht Kant allerdings gegen die verbindliche Lehre der Kirche.
Daß ein Anfangsloses Universum nicht Lehre der Kirche ist, dachte ich, wäre klar.1. Vatikanisches Konzil hat geschrieben:Wer sagt, der eine und wahre Gott, unser Schöpfer und Herr, könne nicht durch das, was gemacht ist, mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft sicher erkannt werden: der sei mit dem Anathema belegt.
GJC
Raphael
Da hast wohl wahr gesprochen.Raphael hat geschrieben:Zwischen dem «natürlichen Licht der menschlichen Vernunft» einerseits und dem «reinen Denken» andererseits besteht aus meiner Sicht ein erheblicher Unterschied!
Gruß Jürgen
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Raphael
@ Pelikan
Letzteres kann mit den Begriffen «Rationalismus» oder «Abstraktionismus» umschrieben werden: Ein freies Schweben in der Reflexion bei Verlust des Bezuges zum ursprünglichen Reflexionsgrund.
GsJC
Raphael
Ersteres ist "geerdetes" Nutzen der gottgegebenen Gaben des Verstandes.Pelikan hat geschrieben:Welcher denn?Raphael hat geschrieben:Zwischen dem «natürlichen Licht der menschlichen Vernunft» einerseits und dem «reinen Denken» andererseits besteht aus meiner Sicht ein erheblicher Unterschied!
Letzteres kann mit den Begriffen «Rationalismus» oder «Abstraktionismus» umschrieben werden: Ein freies Schweben in der Reflexion bei Verlust des Bezuges zum ursprünglichen Reflexionsgrund.
GsJC
Raphael
Zuletzt geändert von Raphael am Samstag 23. Juli 2005, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
Dazu fällt mir eine Aussage von S. Kierkegaard bzw. Johannes Climacus ein:Raphael hat geschrieben:Ersteres ist "geerdetes" Nutzen der gottgegebenen Gaben des Verstandes.
Letzteres kann mit den Begriffen «Rationalismus» oder «Abstraktionismus» umschrieben werden: Ein freies Schweben in der Reflexion bei Verlust des Bezuges zum ursprünglichen Refexionsgrund.
...ein Hegelianer aber kann im Beichtstuhl mit aller Feierlichkeit sagen: Ich weiß nicht, ob ich ein Mensch bin - aber das System habe ich verstanden. Ich will doch lieber sagen: Ich weiß, daß ich ein Mensch bin und ich weiß, daß ich das System nicht verstanden habe....
Gruß Jürgen
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- Robert Ketelhohn
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Robert Ketelhohn hat geschrieben:Da steht Kant allerdings gegen die verbindliche Lehre der Kirche.
Jürgen hat geschrieben:Deswegen schrieb ich ja auch: "rein vom Denken her".
Eben dies meinte ich ja. Daß die Kirche Gott als Schöpfer lehrt, ist ja sowieso klar. Es geht darum, daß Gott als Schöpfer durch die reine Vernunft sicher erkannt werden kann, also ohne jegliche unterstützende Offenbarung.Pelikan hat geschrieben:Mir scheint, die Kirche widerspricht auch was das reine Denken angeht
(Eine andere Frage wäre, inwieweit im je konkreten Fall die natürliche Vernunft infolge der Sünde in den Banden des Scheol zappelt, so daß die Gnade sich erst einmal heranschleichen und mit scharfem Messer die Fesseln zerschneiden muß.)
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- Robert Ketelhohn
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Keineswegs, wenn das Denken wirklich „rein“ ist.Raphael hat geschrieben:Zwischen dem «natürlichen Licht der menschlichen Vernunft» einerseits und dem «reinen Denken» andererseits besteht aus meiner Sicht ein erheblicher Unterschied!
Dein Zweites möchte ich nicht als Denken bezeichnen. Das ist etwa so, wie wenn der Rechner sich aufgehängt hat und bloß noch der Affengriff hilft, oder gar nur noch das Steckerziehen.Raphael hat geschrieben:Ersteres ist "geerdetes" Nutzen der gottgegebenen Gaben des Verstandes. Letzteres kann mit den Begriffen «Rationalismus» oder «Abstraktionismus» umschrieben werden: Ein freies Schweben in der Reflexion bei Verlust des Bezuges zum ursprünglichen Refexionsgrund.
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Raphael
@ Robert Ketelhohn
Auch der Solipsist denkt, er denkt sogar sehr "rein", da er ausschließlich in Selbstbezüglichkeiten denkt; mithin genauso ergebnislos wie der «aufgehängte Rechner»!
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Raphael
Da spricht der Platoniker!Robert Ketelhohn hat geschrieben:Keineswegs, wenn das Denken wirklich „rein“ ist.Raphael hat geschrieben:Zwischen dem «natürlichen Licht der menschlichen Vernunft» einerseits und dem «reinen Denken» andererseits besteht aus meiner Sicht ein erheblicher Unterschied!
An dem mechanistischen Vergleich ist sicherlich etwas dran, jedoch wird man wohl nicht bestreiten können, daß der Rechner, der sich aufgehängt hat, immer noch rechnet (= denkt); er rechnet (= denkt) jedoch ergebnislos.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Dein Zweites möchte ich nicht als Denken bezeichnen. Das ist etwa so, wie wenn der Rechner sich aufgehängt hat und bloß noch der Affengriff hilft, oder gar nur noch das Steckerziehen.Raphael hat geschrieben:Ersteres ist "geerdetes" Nutzen der gottgegebenen Gaben des Verstandes. Letzteres kann mit den Begriffen «Rationalismus» oder «Abstraktionismus» umschrieben werden: Ein freies Schweben in der Reflexion bei Verlust des Bezuges zum ursprünglichen Refexionsgrund.
Auch der Solipsist denkt, er denkt sogar sehr "rein", da er ausschließlich in Selbstbezüglichkeiten denkt; mithin genauso ergebnislos wie der «aufgehängte Rechner»!
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