„Volksaltar“ protestantisch?
Verfasst: Dienstag 24. Januar 2006, 10:48
Der katholische Treffpunkt im Internet.
https://www.kreuzgang.org/
Juergen hat geschrieben:Komisch nur, daß in den meisten ev. Pfarreien die Pastöre bei der Abendmahlsfeier mit dem "Rücken zum Volk" stehenEldar hat geschrieben:Den Volksaltar bspw. haben wir von den Protestanten übernommen. Weswegen frag ich mich ?
Das sind Ausnahmen, nichts weiter. Ihren Ursprung haben die Volksaltare nun einmal bei den Protestanten !Juergen hat geschrieben:Komisch nur, daß in den meisten ev. Pfarreien die Pastöre bei der Abendmahlsfeier mit dem "Rücken zum Volk" stehenEldar hat geschrieben:Den Volksaltar bspw. haben wir von den Protestanten übernommen. Weswegen frag ich mich ?
Auch wenns nicht so wäre, muß es einfach so sein - Michl hats gesagt.Eldar hat geschrieben:Das sind Ausnahmen, nichts weiter. Ihren Ursprung haben die Volksaltare nun einmal bei den Protestanten !Juergen hat geschrieben:Komisch nur, daß in den meisten ev. Pfarreien die Pastöre bei der Abendmahlsfeier mit dem "Rücken zum Volk" stehenEldar hat geschrieben:Den Volksaltar bspw. haben wir von den Protestanten übernommen. Weswegen frag ich mich ?
Du müsstest dich einfach mal öfter in protestantischen Gemeinden rumtreiben dann würdst es schon sehen. Wie gesagt Jürgen zeigt mal wieder nichts weiter als typische Ausnahmen auf. Die gibt es ja bekanntlich überall.FioreGraz hat geschrieben:Auch wenns nicht so wäre, muß es einfach so sein - Michl hats gesagt.Eldar hat geschrieben:Das sind Ausnahmen, nichts weiter. Ihren Ursprung haben die Volksaltare nun einmal bei den Protestanten !Juergen hat geschrieben:Komisch nur, daß in den meisten ev. Pfarreien die Pastöre bei der Abendmahlsfeier mit dem "Rücken zum Volk" stehenEldar hat geschrieben:Den Volksaltar bspw. haben wir von den Protestanten übernommen. Weswegen frag ich mich ?
Gibts dafür eigentlich einen Beleg wie das Abendmahl bis Vat II. bei den Protestanten ablief, so eine Art liturgische Vorschrift.
LG
Fiore
Der Volksaltar hat tatsächlich einen Protestantischen ursprung, das ändert nichts daran, dass dieser aber "von der Richtigen Seite (also mit dem Rücken zum Volk) bespielt " wird.Eldar hat geschrieben:Das sind Ausnahmen, nichts weiter. Ihren Ursprung haben die Volksaltare nun einmal bei den Protestanten !
Und bald wird man nicht mal mehr ein Wort darüber verschwenden.wiki
Als Volksaltar wird im allgemeinen in katholischen Kirchen der Altar bezeichnet, an dem der Priester die Eucharistie zum Volk hin gewandt zelebriert. Damit werden die anwesenden Gläubigen weit mehr in die Feier einbezogen, als es bei der früher üblichen Zelebration am Hochaltar der Fall ist.
Volksaltäre wurden in der Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 - 1965) und seiner Liturgiereformen in den meisten katholischen Kirchen eingerichtet. In protestantischen Kirchen war dies schon länger üblich. Die Orthodoxe Kirche behielt die Zelebration zu Gott hin (mit dem Rücken zu den Gläubigen) bis heute bei.
Durch die Zelebration zum Volk hin oder inmitten der versammelten Gläubigen wird der Gedanke des Mahls mit und im Gedächtnis an Jesus ("Tut dies zu meinem Gedächtnis") deutlicher betont als bei Zelebration am Hochaltar mit dem Rücken zum Volk. (Einwand- Das ich nicht lache. )
Letztere betont dagegen mehr den Opfergedanken der Eucharistie wie auch die Rolle des Priesters als herausgehobener Mittler zwischen Volk und Gott, der den Gläubigen nicht gegenüber- sondern vorsteht.
Der Volksaltar steht meist unter der Vierung oder dem Triumphbogen, in nach dem Konzil neu begonnenen Kirchenbauten auch oft praktisch in der Mitte der Gläubigen. Die Aufstellung des Volksaltars war oft Anlass zu Auseinandersetzungen zwischen eher konservativ eingestellten Gläubigen einerseits und progressiven Gläubigen andererseits, wird heute aber nur noch von einer verschwindend geringen Minderheit abgelehnt.
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Volksaltar"
Das ist mir jetzt nun aber auch wieder neu. So weit ich weiß wird in den meisten katholischen Kirchen mit dem Rücken zum Tabernakel zelebriert!das ändert nichts daran, dass dieser aber "von der Richtigen Seite (also mit dem Rücken zum Volk) bespielt " wird.
Das sind keineswegs Ausnahmen. In den meisten aelteren ev. Kirchen steht der Pastor mit dem Ruecken zum Volk, besonders bestimmte Teile des Gottesdienste (etwa Psalm oder Tagesgebet) werden mit dem Ruecken zum Volk gebetet. Natuerlich ist in vielen neueren Kirchen auch der Volksaltar da.Eldar hat geschrieben:Das sind Ausnahmen, nichts weiter. Ihren Ursprung haben die Volksaltare nun einmal bei den Protestanten !Juergen hat geschrieben:Komisch nur, daß in den meisten ev. Pfarreien die Pastöre bei der Abendmahlsfeier mit dem "Rücken zum Volk" stehenEldar hat geschrieben:Den Volksaltar bspw. haben wir von den Protestanten übernommen. Weswegen frag ich mich ?
Beweis du mir erst mal das Gegenteil.Es ist Unsinn zu behaupten, der Volksaltar und die Zelebration versus populum sei eine "protestantische Erfindung". Dafuer muessten hier bitte Beweise geliefert werden.
Und ob.Das sind keineswegs Ausnahmen.
Eben. In älteren protestantischen Kirchen mag dies noch der Fall sein. Der Volksaltar hat seinen Ursprung jedoch bei den Protestanten.In den meisten aelteren ev. Kirchen steht der Pastor mit dem Ruecken zum Volk, besonders bestimmte Teile des Gottesdienste (etwa Psalm oder Tagesgebet) werden mit dem Ruecken zum Volk gebetet. Natuerlich ist in vielen neueren Kirchen auch der Volksaltar da.
Wie gesagt, beweis du mir erst einmal das Gegenteil.Es ist Unsinn zu behaupten, der Volksaltar und die Zelebration versus populum sei eine "protestantische Erfindung". Dafuer muessten hier bitte Beweise geliefert werden.
Das stimmt so nicht!Lustigerweise sind die Evangelischen hier auch an diesem Punkt der ma. Messe treu geblieben.
Stephen Dedalus hat geschrieben:Es ist Unsinn zu behaupten, der Volksaltar und die Zelebration versus populum sei eine "protestantische Erfindung". Dafuer muessten hier bitte Beweise geliefert werden.
Stephen Dedalus hat geschrieben:MW ist die Aenderung der Zelebrationsrichtung ein Ergebnis der liturgischen Bewegung, in der liturgiegeschichtliche Erkenntnisse aufgenommen wurden.
Jürgen hat geschrieben:Ich muß es mal raussuchen: aber ich meine daß im Zuge der Reformation der sog. Kreuzaltar, also jener der (sofern ein Lettner vorhanden war) vor dem Lettner stand, zum "Volksaltar" erklärt wurde. -- Aber soweit ich das nun auswendig sagen kann, weniger von Luther als von Zwingli.
Aber das hat nichts mit der Zelebrationsrichtung zu tun.
Martin Luther hat geschrieben:Da lassen wir die Meßgewänder, Altar, Lichter noch bleiben, bis sie alle werden oder uns gefällt zu ändern. Wer aber hier anders verfahren will, lassen wir geschehen. Aber in der rechten Messe unter eitel Christen müßte der Altar nicht so bleiben und der Priester sich immer zum Volk kehren, wie ohne Zweifel Christus beim Abendmahl getan hat. Nun, das erharre seiner Zeit.
Eldar, nur weil es in prot. Kirchen fruher Einzug gehalten hat, muessen es die Protestanten nicht erfunden haben.Eldar hat geschrieben:In protestantischen Kirchen war dies schon länger üblich.[/b]
Das mag sein, aber die Verfechter des Volksaltares meinten damals doch wenigstens, die Fruehe Kirche auf ihrer Seite zu haben. Uebrigens finde ich noch bedenkenswert, dass man zwischen Volksaltar und dem unterscheiden sollte, was man in England als "Nave Altar" bezeichnet. Was naemlich im Zuge der liturgischen Bewegung in den meisten angl. Kirchen gemacht wurde, war nicht, einen Volksaltar zusaetzlich zum Hochaltar aufzustellen. Man hat einfach den Hochaltar einen halben Meter vorgerueckt und den Priester hinter den Hochaltar gestellt. Damit ist eine Zelebration zum Volk hin moeglich, zugleich hat man aber die Albernheit von zwei Altaeren vermieden.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Der Hinweis auf die liturgische Bewegung ist sicher richtig. Man den-
ke etwa an Pius Parsch. »Aufgenommen« wurden jedoch keineswegs
»liturgiegeschichtliche Erkenntnisse«, sondern vielmehr fette Mißver-
ständnisse der Liturgiegeschichte.