Historisch-kritische Exegese

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.
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Pit
Beiträge: 8124
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Historisch-kritische Exegese

Beitrag von Pit »

Hallo!

Wie seht ihr die historisch-kritische Exegese (HKE)?
Aus meiner Sicht betrachte ich sie als eine vernünftige, die verschiedenen Aspekte der Heiligen Schrift anerkennende Methode der Schriftauslegung.
Leider gibt es - unabhängig der Konfession - auch Methoden, die eher historisch-ideologisch sind, aber das sind die "schwarzen Schafe", nicht die Regel der HKE.

Gruß,Pit
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Ecce Homo
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Registriert: Montag 28. März 2005, 14:33

Beitrag von Ecce Homo »

User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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overkott
Beiträge: 19634
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Beitrag von overkott »

Vielleicht sollten wir das Thema variieren zu Exegese in der Geschichte und in Verantwortung für die Geschichte. Oder: Die Schrift im Spiegel der Zeichen der Zeit.

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Lutheraner
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Registriert: Donnerstag 9. November 2006, 10:50

Beitrag von Lutheraner »

Prof. Klaus Berger hat in der aktuellen Ausgabe des Vatican-Magazins einen bedenkenswerten Beitrag hierzu geschrieben.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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overkott
Beiträge: 19634
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Beitrag von overkott »

Versteht Berger Wahrheitscharakter falsch? Welchen Weisheitsbegriff hat er? Verkleinert er Jesus, wenn er ihm nur Offenbarung als Person zugesteht? Müsste er theologisch sauber sagen: Jesus ist die Offenbarung als Person? Oder sind Liebe und Offenbarung genauso absolut und artikellos wie Gott? Welche Bedeutung misst Berger dem Namen Jesu bei? Dem Wort? Welche dem Gebot/Gesetz? Welche Bedeutung der caritas? Welches Verhältnis hat Berger zu Johannes und Paulus? Inwieweit sind für ihn Vernunft und Heiligkeit in Jesus Christus eins?

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Klaus Berger hat geschrieben:Eine Exegese, die meint, ohne Lehramt auskommen zu köananen, hat keine Zukunft.
Ein Fazit?
"Ad Deum, qui laetificat juventutem meam."

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Clemens
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Beitrag von Clemens »

In diesem wahrhaft interessanten Artikel schreibt Berger (S.40), Ratzinger hätte die Bibel als Sekundärliteratur bezeichnet.

Weiß jemand, wann und wo und zu wem?

(Wenn das meine lieben Pietisten wüssten!! :mrgreen: )

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overkott
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Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Beitrag von overkott »

Theologisch betrachtet ist Gott die Primärquelle selbst.

Er ist das Wort, von dem her sich alles entfaltet.

Er ist das Wort des Anfangs, der Mitte und des Neubeginns.

Er ist das väterliche Wort, das versöhnende Wort und das geistliche Wort.

Gott ist das sich in die Geschichte schöpferisch hineinsprechende Wort.

Das versöhnende Wort in der Mittel der Schöpfungsgeschichte ist die Sekundärquelle.

Als dritte Quelle folgt die Bibel als Dissertations- und Habilitationsschrift des geistlichen Wortes.

Aus diesen drei Quellen sprudelt in Wirklichkeit nur das eine Wort.

Ich denke, dieses Bild macht die Sache etwas klarer.

maliems
Beiträge: 2742
Registriert: Dienstag 24. Juli 2007, 22:36

Beitrag von maliems »

Clemens hat geschrieben:In diesem wahrhaft interessanten Artikel schreibt Berger (S.40), Ratzinger hätte die Bibel als Sekundärliteratur bezeichnet.

Weiß jemand, wann und wo und zu wem?

(Wenn das meine lieben Pietisten wüssten!! :mrgreen: )
Hat er das nicht in dem Artikel angegeben?

Wenn nicht, würde ich empfehlen, seine Uni-Adresse ausfindig zu machen und ihn kurz anzuschreiben. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er antwortet.

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overkott
Beiträge: 19634
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Beitrag von overkott »

maliems hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:In diesem wahrhaft interessanten Artikel schreibt Berger (S.40), Ratzinger hätte die Bibel als Sekundärliteratur bezeichnet.

Weiß jemand, wann und wo und zu wem?

(Wenn das meine lieben Pietisten wüssten!! :mrgreen: )
Hat er das nicht in dem Artikel angegeben?

Wenn nicht, würde ich empfehlen, seine Uni-Adresse ausfindig zu machen und ihn kurz anzuschreiben. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er antwortet.
Der Artikel war nicht wissenschaftlich, sondern publizistisch, also ohne Fußnoten und Quellenangaben, eher aus der Erinnerung.

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