Hallo!
Wie seht ihr die historisch-kritische Exegese (HKE)?
Aus meiner Sicht betrachte ich sie als eine vernünftige, die verschiedenen Aspekte der Heiligen Schrift anerkennende Methode der Schriftauslegung.
Leider gibt es - unabhängig der Konfession - auch Methoden, die eher historisch-ideologisch sind, aber das sind die "schwarzen Schafe", nicht die Regel der HKE.
Gruß,Pit
Historisch-kritische Exegese
Historisch-kritische Exegese
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- Lutheraner
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- Registriert: Donnerstag 9. November 2006, 10:50
Prof. Klaus Berger hat in der aktuellen Ausgabe des Vatican-Magazins einen bedenkenswerten Beitrag hierzu geschrieben.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"
Versteht Berger Wahrheitscharakter falsch? Welchen Weisheitsbegriff hat er? Verkleinert er Jesus, wenn er ihm nur Offenbarung als Person zugesteht? Müsste er theologisch sauber sagen: Jesus ist die Offenbarung als Person? Oder sind Liebe und Offenbarung genauso absolut und artikellos wie Gott? Welche Bedeutung misst Berger dem Namen Jesu bei? Dem Wort? Welche dem Gebot/Gesetz? Welche Bedeutung der caritas? Welches Verhältnis hat Berger zu Johannes und Paulus? Inwieweit sind für ihn Vernunft und Heiligkeit in Jesus Christus eins?
Theologisch betrachtet ist Gott die Primärquelle selbst.
Er ist das Wort, von dem her sich alles entfaltet.
Er ist das Wort des Anfangs, der Mitte und des Neubeginns.
Er ist das väterliche Wort, das versöhnende Wort und das geistliche Wort.
Gott ist das sich in die Geschichte schöpferisch hineinsprechende Wort.
Das versöhnende Wort in der Mittel der Schöpfungsgeschichte ist die Sekundärquelle.
Als dritte Quelle folgt die Bibel als Dissertations- und Habilitationsschrift des geistlichen Wortes.
Aus diesen drei Quellen sprudelt in Wirklichkeit nur das eine Wort.
Ich denke, dieses Bild macht die Sache etwas klarer.
Er ist das Wort, von dem her sich alles entfaltet.
Er ist das Wort des Anfangs, der Mitte und des Neubeginns.
Er ist das väterliche Wort, das versöhnende Wort und das geistliche Wort.
Gott ist das sich in die Geschichte schöpferisch hineinsprechende Wort.
Das versöhnende Wort in der Mittel der Schöpfungsgeschichte ist die Sekundärquelle.
Als dritte Quelle folgt die Bibel als Dissertations- und Habilitationsschrift des geistlichen Wortes.
Aus diesen drei Quellen sprudelt in Wirklichkeit nur das eine Wort.
Ich denke, dieses Bild macht die Sache etwas klarer.
Hat er das nicht in dem Artikel angegeben?Clemens hat geschrieben:In diesem wahrhaft interessanten Artikel schreibt Berger (S.40), Ratzinger hätte die Bibel als Sekundärliteratur bezeichnet.
Weiß jemand, wann und wo und zu wem?
(Wenn das meine lieben Pietisten wüssten!!)
Wenn nicht, würde ich empfehlen, seine Uni-Adresse ausfindig zu machen und ihn kurz anzuschreiben. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er antwortet.
Der Artikel war nicht wissenschaftlich, sondern publizistisch, also ohne Fußnoten und Quellenangaben, eher aus der Erinnerung.maliems hat geschrieben:Hat er das nicht in dem Artikel angegeben?Clemens hat geschrieben:In diesem wahrhaft interessanten Artikel schreibt Berger (S.40), Ratzinger hätte die Bibel als Sekundärliteratur bezeichnet.
Weiß jemand, wann und wo und zu wem?
(Wenn das meine lieben Pietisten wüssten!!)
Wenn nicht, würde ich empfehlen, seine Uni-Adresse ausfindig zu machen und ihn kurz anzuschreiben. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er antwortet.