Ja; denn die Pausen stehen praktisch immer zwischen zusammengehörigen Wörtern und nie auf den »Vers-Enden«.ChrisCross hat geschrieben:Ich schätze mal, dass da jemand etwas lyrisch lesen wollte, und deshalb die Versenden verlängert hat, oder bin ich das jetzt völlig auf dem Holzweg?Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Das Gebet nach dem Tantum ergo habe ich heute folgendermaßen gehört (die Gedankenſtriche bezeichnen Pausen): Deus, qui nobis sub sacramento - mirabili passionis tuæ memoriam - reliquisti, tribue, qæsumus, ita - nos Corporis et Sanguinis tui sacra mysteria - venerari, ut redemptionis - tuæ fructum in nobis - jugiter sentiamus.
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Re: Lateinschule
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Re: Lateinschule
Dann kan ich mir das auch nicht wirlich erklären. Kunstpausen sind da wohl ein wneig abwegiglifestylekatholik hat geschrieben:Ja; denn die Pausen stehen praktisch immer zwischen zusammengehörigen Wörtern und nie auf den »Vers-Enden«.ChrisCross hat geschrieben:Ich schätze mal, dass da jemand etwas lyrisch lesen wollte, und deshalb die Versenden verlängert hat, oder bin ich das jetzt völlig auf dem Holzweg?Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Das Gebet nach dem Tantum ergo habe ich heute folgendermaßen gehört (die Gedankenſtriche bezeichnen Pausen): Deus, qui nobis sub sacramento - mirabili passionis tuæ memoriam - reliquisti, tribue, qæsumus, ita - nos Corporis et Sanguinis tui sacra mysteria - venerari, ut redemptionis - tuæ fructum in nobis - jugiter sentiamus.
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Re: Lateinschule
Ich schon. Der Zelebrant versteht null Latein.ChrisCross hat geschrieben:Dann kan ich mir das auch nicht wirklich erklären.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Lateinschule
na, sagen wir mal: er hat Asthma oder eine sonstige Atemnot! nur so leicht hingesagt.
+L.
+L.
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Re: Lateinschule
Also gestern im Werktagsgottesdienst war der Herr Pastor zeitweilig auch etwas kurzatmnig, was vermutlich dem Wetter geschuldet war.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.
Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben
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Re: Lateinschule
Wo ich gerade mal hier bin:
Was bedeutet
- Porca miseria
(Schwein Elend
)
-Non nova - sed noviter
Ist noviter das Adverb zu novus/nova? Aber müsste es dann nicht nove heißen?
(Keine neue [Kirche], aber eine neu [gemachte])
Was bedeutet
- Porca miseria
(Schwein Elend
-Non nova - sed noviter
Ist noviter das Adverb zu novus/nova? Aber müsste es dann nicht nove heißen?
(Keine neue [Kirche], aber eine neu [gemachte])
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Re: Lateinschule
Das kann man eigentlich nicht wörtlich übersetzen. Die heutige Bedeutung ist einfach ein Fluch, also "verdammt!" oder so ähnlich.ziphen hat geschrieben:Wo ich gerade mal hier bin:
Was bedeutet
- Porca miseria
(Schwein Elend)
"porca" ist wörtlich die "Sau", "miseria" heißt "Not, Elend". Also hieße es etwa "elende Sauerei".
Dieser Satz stammt so aus der Enzyklika "Ad beatissimi Apostolorum" von Papst Benedikt XV. vom 1. November 1914. Dort heißt es:ziphen hat geschrieben:-Non nova - sed noviter
Ist noviter das Adverb zu novus/nova? Aber müsste es dann nicht nove heißen?
(Keine neue [Kirche], aber eine neu [gemachte])
Im Denzinger-Schönmetzer findet sich dazu die Fußnote:Ergo sanctam haberi volumus eam maiorum legem: "Nihil innovetur nisi quod traditum est"; quae lex tametsi inviolate servanda est in rebus fidei, tamen ad eius normam dirigenda sunt etiam, quae mutationem pati possunt, quamquam in his ea quoque regula plerumque valet: Non nova, sed noviter.
Beidemale bedeutet es die Mahnung, wenn man etwas mit neuen Worten bzw. auf neue Weise (nove) oder von neuem (noviter) lehre, daß nicht Neues (nova) dabei rauskommen dürfe.Ut videtur, allusio ad verba Vincentii Lerin., Commonitorium I, c. 22 in fine: "Eadem tamen, quae didicisti, doce, ut cum dicas nove, non dicas nova."
Re: Lateinschule
Aha,
benigne!
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Re: Lateinschule
Ist aber kein Latein!taddeo hat geschrieben:Das kann man eigentlich nicht wörtlich übersetzen. Die heutige Bedeutung ist einfach ein Fluch, also "verdammt!" oder so ähnlich.ziphen hat geschrieben:Wo ich gerade mal hier bin:
Was bedeutet
- Porca miseria
(Schwein Elend)
"porca" ist wörtlich die "Sau", "miseria" heißt "Not, Elend". Also hieße es etwa "elende Sauerei".
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Re: Lateinschule
Nein, das ist Vulgäritalienisch reinster Sorte. Aber ein recht häufig gebrauchter Ausdruck, den man ruhig kennen sollte.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ist aber kein Latein!taddeo hat geschrieben:Das kann man eigentlich nicht wörtlich übersetzen. Die heutige Bedeutung ist einfach ein Fluch, also "verdammt!" oder so ähnlich.ziphen hat geschrieben:Wo ich gerade mal hier bin:
Was bedeutet
- Porca miseria
(Schwein Elend)
"porca" ist wörtlich die "Sau", "miseria" heißt "Not, Elend". Also hieße es etwa "elende Sauerei".
Re: Lateinschule
Das erinnert mich an meinen letzten Romaufenthalt, wo mein Zimmernachbar im Hotel Fußball guckte. Offensichtlich lief es nicht so gut, denn so ungefähr im 10-Sekunden-Abstand brüllte er immer "porca miseria".taddeo hat geschrieben:Nein, das ist Vulgäritalienisch reinster Sorte. Aber ein recht häufig gebrauchter Ausdruck, den man ruhig kennen sollte.
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Re: Lateinschule
HeGe hat geschrieben:Das erinnert mich an meinen letzten Romaufenthalt, wo mein Zimmernachbar im Hotel Fußball guckte. Offensichtlich lief es nicht so gut, denn so ungefähr im 10-Sekunden-Abstand brüllte er immer "porca miseria".taddeo hat geschrieben:Nein, das ist Vulgäritalienisch reinster Sorte. Aber ein recht häufig gebrauchter Ausdruck, den man ruhig kennen sollte.
Ja, das ist ein typischer "Sitz im Leben" für diesen Kraftausdruck. "Scheißdreck, verdammter ..." gibt's ja hierzulande auch in diesen Fällen.
Re: Lateinschule
Ich kenne nur porta westfalica.
Re: Lateinschule
Aussprache:
In pρintschipio oder in pρintsipio?
cρutschem oder cρutsem?
In pρintschipio oder in pρintsipio?
cρutschem oder cρutsem?
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
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Re: Lateinschule
In kirchlichem Kontext international und dem Wunsch des Papstes gemäß ist in printschípio, crútschem. »Ecce« als »ätschä«Nassos hat geschrieben:Aussprache:
In pρintschipio oder in pρintsipio?
cρutschem oder cρutsem?
(Daneben auch »ágnus« als »ánjus«)
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Re: Lateinschule
Nicht zu vergessen ist die rekonstruirte klassiche Aussprache mit c als k etc. Mir persönlich gefällt das noch am besten, wenn es sein muss, darf es auch das c als z sein. Nur die italienische Aussprache ist eigentlich völlig fehl am Platz. Aber das kann ja ein jeder nach seinem Belieben in der Kirche veranstalten.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1
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Re: Lateinschule
So ist es!lifestylekatholik hat geschrieben:In kirchlichem Kontext international und dem Wunsch des Papstes gemäß ist in printschípio, crútschem. »Ecce« als »ätschä«Nassos hat geschrieben:Aussprache:
In pρintschipio oder in pρintsipio?
cρutschem oder cρutsem?
(Daneben auch »ágnus« als »ánjus«)
Siehe dazu auch hier und die Beiträge im Umfeld: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=45975#p45975
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Re: Lateinschule
Meines Wiſſens haben ſich die Päpste zu dieſer Frage ſeit vielen Jahrzehnten nicht mehr geäußert und die etwa 100 bis 130 Jahre alte Verlautbarung - ich weiß gerade nicht, ob ſie von Pius IX. oder X. ſtammt - wurde mindeſtens in Mitteleuropa weder in nennenswertem Maße rezipiert noch darauf in Erinnerung gerufen und kann zumindeſt auf gewohnheitsrechtlicher Grundlage getroſt ignoriert werden. Wie ſinnvoll es geweſen wäre, eine regionale Sonderform weltweit einzuführen, iſt wohl klar.lifestylekatholik hat geschrieben:In kirchlichem Kontext international und dem Wunsch des Papstes gemäß ist in printschípio, crútschem. »Ecce« als »ätschä«Nassos hat geschrieben:Aussprache:
In pρintschipio oder in pρintsipio?
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Re: Lateinschule
Auch das halte ich für ziemlich unſinnig; ja für noch unſinniger als dieſe italianiſierende Ausſprache. Ich ſpreche Latein nicht zu Zeiten Ciceros.ChrisCross hat geschrieben:Nicht zu vergessen ist die rekonstruierte klassische Aussprache mit c als k etc.
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Re: Lateinschule
Für mich sollte zur Sprache auch die Grammatik passen. Das trifft nunmal auf die klassische Grammatik mit klassischer Aussprache zu. Wenn es sich um späteres Latein oder ähnliches handelt, kann eine dem angemessene Aussprache wählen. Wie zum Beispiel willst du sonst Lyrik gescheit vortragen?Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Auch das halte ich für ziemlich unſinnig; ja für noch unſinniger als dieſe italianiſierende Ausſprache. Ich ſpreche Latein nicht zu Zeiten Ciceros.ChrisCross hat geschrieben:Nicht zu vergessen ist die rekonstruierte klassische Aussprache mit c als k etc.
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Re: Lateinschule
Ein Argument, das in diesem Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist dies:Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Meines Wiſſens haben ſich die Päpste zu dieſer Frage ſeit vielen Jahrzehnten nicht mehr geäußert und die etwa 100 bis 130 Jahre alte Verlautbarung - ich weiß gerade nicht, ob ſie von Pius IX. oder X. ſtammt - wurde mindeſtens in Mitteleuropa weder in nennenswertem Maße rezipiert noch darauf in Erinnerung gerufen und kann zumindeſt auf gewohnheitsrechtlicher Grundlage getroſt ignoriert werden. Wie ſinnvoll es geweſen wäre, eine regionale Sonderform weltweit einzuführen, iſt wohl klar.lifestylekatholik hat geschrieben:In kirchlichem Kontext international und dem Wunsch des Papstes gemäß ist in printschípio, crútschem. »Ecce« als »ätschä«Nassos hat geschrieben:Aussprache:
In pρintschipio oder in pρintsipio?
cρutschem oder cρutsem?
(Daneben auch »ágnus« als »ánjus«)
In vielen Ländern Mitteleuropas, so zum Beispiel auch in Bayern, war das Latein als Sprache der Humanisten und Gelehrten bis weit ins 19. Jahrhundert tatsächlich eine gesprochene Sprache, die aus der Tradition der Antike und des Mittelalters eine regional eigene Aussprache entwickelt hat. Wenn es sich daher bei uns hier so entwickelt hat, daß im Lateinischen c wechselnd als z oder k gesprochen wurde, oder eben NICHT die italianisierende Aussprache verwendet wird, dann kann sich diese Praxis auf eine jahrhundertealte Tradition berufen, die eigenständigen Wert hat und nicht zugunsten zumindest zweifelhafter anderer Ausspracheweisen aufgegeben werden muß.
Englisch wird ja auch nicht überall im "Oxford-Style" ausgesprochen, ohne daß sich jemand daran stört. Man hat Dschordsch Dabblju genauso verstanden wie Maggie Thatcher oder die Queen, und der kanadische oder australische Ministerpräsident klingen wieder ganz anders.
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Re: Lateinschule
Und dann willſt du fürs Lateiniſche je nach Entſtehungszeit des jeweiligen Textes drei verſchiedene Modelle verwenden? Oder vielleicht vier? Oder fünf?ChrisCross hat geschrieben:Für mich sollte zur Sprache auch die Grammatik passen. Das trifft nunmal auf die klassische Grammatik mit klassischer Aussprache zu. Wenn es sich um späteres Latein oder ähnliches handelt, kann eine dem angemessene Aussprache wählen. Wie zum Beispiel willst du sonst Lyrik gescheit vortragen?Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Auch das halte ich für ziemlich unſinnig; ja für noch unſinniger als dieſe italianiſierende Ausſprache. Ich ſpreche Latein nicht zu Zeiten Ciceros.ChrisCross hat geschrieben:Nicht zu vergessen ist die rekonstruierte klassische Aussprache mit c als k etc.
Latein iſt eine - in Worten: eine - Sprache!
Das mit der Lyrik klappt in der Praxis mit den verſchiedenen Ausſprachemodellen in etwa gleich gut bzw. meiſt gleich ſchlecht.
Morgen mittag mehr, ich bekomme gerade Beſuch.
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Re: Lateinschule
Richtig.taddeo hat geschrieben:Ein Argument, das in diesem Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist dies:Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Meines Wiſſens haben ſich die Päpste zu dieſer Frage ſeit vielen Jahrzehnten nicht mehr geäußert und die etwa 100 bis 130 Jahre alte Verlautbarung - ich weiß gerade nicht, ob ſie von Pius IX. oder X. ſtammt - wurde mindeſtens in Mitteleuropa weder in nennenswertem Maße rezipiert noch darauf in Erinnerung gerufen und kann zumindeſt auf gewohnheitsrechtlicher Grundlage getroſt ignoriert werden. Wie ſinnvoll es geweſen wäre, eine regionale Sonderform weltweit einzuführen, iſt wohl klar.lifestylekatholik hat geschrieben:In kirchlichem Kontext international und dem Wunsch des Papstes gemäß ist in printschípio, crútschem. »Ecce« als »ätschä«Nassos hat geschrieben:Aussprache:
In pρintschipio oder in pρintsipio?
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In vielen Ländern Mitteleuropas, so zum Beispiel auch in Bayern, war das Latein als Sprache der Humanisten und Gelehrten bis weit ins 19. Jahrhundert tatsächlich eine gesprochene Sprache, die aus der Tradition der Antike und des Mittelalters eine regional eigene Aussprache entwickelt hat. Wenn es sich daher bei uns hier so entwickelt hat, daß im Lateinischen c wechselnd als z oder k gesprochen wurde, oder eben NICHT die italianisierende Aussprache verwendet wird, dann kann sich diese Praxis auf eine jahrhundertealte Tradition berufen, die eigenständigen Wert hat und nicht zugunsten zumindest zweifelhafter anderer Ausspracheweisen aufgegeben werden muß.
Englisch wird ja auch nicht überall im "Oxford-Style" ausgesprochen, ohne daß sich jemand daran stört. Man hat Dschordsch Dabblju genauso verstanden wie Maggie Thatcher oder die Queen, und der kanadische oder australische Ministerpräsident klingen wieder ganz anders.
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Re: Lateinschule
Ne, nach Grammatik. So, dass es eben zur Sprache passt. Denn du hast ja schon bemerkt, dass es eine Sprache ist. Das stellt sich aber für mich anders dar, wenn ich auf einmal Grammatik und Aussprache einer Sprache trenne. Und wenn ich die Grammatik beibehalten möchte, warum dann nicht auch die Aussprache? So wart man zumindest die sprachliche Einheit.Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Und dann willſt du fürs Lateiniſche je nach Entſtehungszeit des jeweiligen Textes drei verſchiedene Modelle verwenden? Oder vielleicht vier? Oder fünf?ChrisCross hat geschrieben:Für mich sollte zur Sprache auch die Grammatik passen. Das trifft nunmal auf die klassische Grammatik mit klassischer Aussprache zu. Wenn es sich um späteres Latein oder ähnliches handelt, kann eine dem angemessene Aussprache wählen. Wie zum Beispiel willst du sonst Lyrik gescheit vortragen?Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Auch das halte ich für ziemlich unſinnig; ja für noch unſinniger als dieſe italianiſierende Ausſprache. Ich ſpreche Latein nicht zu Zeiten Ciceros.ChrisCross hat geschrieben:Nicht zu vergessen ist die rekonstruierte klassische Aussprache mit c als k etc.
Latein iſt eine - in Worten: eine - Sprache!
Das mit der Lyrik klappt in der Praxis mit den verſchiedenen Ausſprachemodellen in etwa gleich gut bzw. meiſt gleich ſchlecht.
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Re: Lateinschule
Wichtig ist der Lateinische Geist, nicht so sehr die Ausprache.Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Richtig.taddeo hat geschrieben:Ein Argument, das in diesem Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist dies:Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Meines Wiſſens haben ſich die Päpste zu dieſer Frage ſeit vielen Jahrzehnten nicht mehr geäußert und die etwa 100 bis 130 Jahre alte Verlautbarung - ich weiß gerade nicht, ob ſie von Pius IX. oder X. ſtammt - wurde mindeſtens in Mitteleuropa weder in nennenswertem Maße rezipiert noch darauf in Erinnerung gerufen und kann zumindeſt auf gewohnheitsrechtlicher Grundlage getroſt ignoriert werden. Wie ſinnvoll es geweſen wäre, eine regionale Sonderform weltweit einzuführen, iſt wohl klar.lifestylekatholik hat geschrieben:In kirchlichem Kontext international und dem Wunsch des Papstes gemäß ist in printschípio, crútschem. »Ecce« als »ätschä«Nassos hat geschrieben:Aussprache:
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In vielen Ländern Mitteleuropas, so zum Beispiel auch in Bayern, war das Latein als Sprache der Humanisten und Gelehrten bis weit ins 19. Jahrhundert tatsächlich eine gesprochene Sprache, die aus der Tradition der Antike und des Mittelalters eine regional eigene Aussprache entwickelt hat. Wenn es sich daher bei uns hier so entwickelt hat, daß im Lateinischen c wechselnd als z oder k gesprochen wurde, oder eben NICHT die italianisierende Aussprache verwendet wird, dann kann sich diese Praxis auf eine jahrhundertealte Tradition berufen, die eigenständigen Wert hat und nicht zugunsten zumindest zweifelhafter anderer Ausspracheweisen aufgegeben werden muß.
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Re: Lateinschule
Grammatik ist aber nicht gleich Grammatik.ChrisCross hat geschrieben:Ne, nach Grammatik. So, dass es eben zur Sprache passt. Denn du hast ja schon bemerkt, dass es eine Sprache ist. Das stellt sich aber für mich anders dar, wenn ich auf einmal Grammatik und Aussprache einer Sprache trenne. Und wenn ich die Grammatik beibehalten möchte, warum dann nicht auch die Aussprache? So wart man zumindest die sprachliche Einheit.
Will sagen: je nach Entstehungzeit des Textes werden andere gram. Konstruktionen bevorzugt.
Heute hat man den Eindruck, daß einige Altphilologen auf Teufel komm raus zurück zum klass. Latein wollen und sie werfen damit anderthalbtausend Jahre Sprachentwicklung (oder Sprachdegeneration?) über Bord.
Sehr verbreitet ist dies bei jenen, die meinen uns aktuelle Nachrichten auch auf Latein zugänglich machen zu müssen...
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Re: Lateinschule
Das ſetzte ja verſchiedene grammatikaliſche Syſteme innerhalb des Lateiniſchen in dem Sinne voraus, daß ſich das Ideal - nicht bloß eine verbreitete Praxis - in Fragen, die den "harten Kern" der Grammatik betreffen, gewandelt hätte. Dann könnte man m.E. kaum guten Gewiſſens von einer Sprache ſprechen. Hier erſcheint mir der Begriff der Stiliſtik angemeſſener.ChrisCross hat geschrieben:Ne, nach Grammatik. So, dass es eben zur Sprache passt.Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Und dann willſt du fürs Lateiniſche je nach Entſtehungszeit des jeweiligen Textes drei verſchiedene Modelle verwenden? Oder vielleicht vier? Oder fünf?ChrisCross hat geschrieben:Für mich sollte zur Sprache auch die Grammatik passen. Das trifft nunmal auf die klassische Grammatik mit klassischer Aussprache zu. Wenn es sich um späteres Latein oder ähnliches handelt, kann eine dem angemessene Aussprache wählen. Wie zum Beispiel willst du sonst Lyrik gescheit vortragen?Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Auch das halte ich für ziemlich unſinnig; ja für noch unſinniger als dieſe italianiſierende Ausſprache. Ich ſpreche Latein nicht zu Zeiten Ciceros.ChrisCross hat geschrieben:Nicht zu vergessen ist die rekonstruierte klassische Aussprache mit c als k etc.
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Re: Lateinschule
Das tuſt du aber in gewiſſem Maße ſtändig (freilich ſollte man auch hier treffender nicht von Grammatik, ſondern von Stiliſtik ſprechen, andernfalls wäre das Ganze für unſere Frage irrelevant). Beiſpielsweiſe wenn du auf ein klaſſiſches deutſches Drama weder den Lautſtand des Dialektes des Verfaſſers noch irgendeine damals verbreitete Bühnen-, ſondern die heutige Standartausſprache anwendeſt. Das iſt jedoch vollkommen normal.ChrisCross hat geschrieben:Das stellt sich aber für mich anders dar, wenn ich auf einmal Grammatik und Aussprache einer Sprache trenne.
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Re: Lateinschule
Und gibt die diachroniſche Einheit des Lateiniſchen, um die es mir ging, auf.ChrisCross hat geschrieben:So wahrt man zumindest die sprachliche Einheit.
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Re: Lateinschule
(Dazu werde ich übermorgen auch noch einmal Wilfried Stroh zitieren. Im Moment ſitze ich in Würzburg, während mein Exemplar des Buches (es handelt ſich um "Latein iſt tot, es lebe Latein!") in München im Regal liegt.Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Das ſetzte ja verſchiedene grammatikaliſche Syſteme innerhalb des Lateiniſchen in dem Sinne voraus, daß ſich das Ideal - nicht bloß eine verbreitete Praxis - in Fragen, die den "harten Kern" der Grammatik betreffen, gewandelt hätte. Dann könnte man m.E. kaum guten Gewiſſens von einer Sprache ſprechen. Hier erſcheint mir der Begriff der Stiliſtik angemeſſener.
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Re: Lateinschule
Noch ein ſ und ich brech ins €ſſen
Wenn Du mit Deiner Scheiss-S-Schreibweise nicht umgehend aufhörtst verlasse ich das Forum!
Es gibt Idioten, die man möglicherweise tolerieren kann und solche, die man nur noch mit einem Arschtritt verabschieden kann.
Aufgrund der beſchiſſenen ſ-Schreibweiſen des "Vulpius Herbipolensis" beantrage ich die Löschung meines Accounts im Forum. Die rechtliche Begründung für eine nachfolgende Forderung der Löschung aller meiner Beiträge werde ich nachreichen.
Wenn Du mit Deiner Scheiss-S-Schreibweise nicht umgehend aufhörtst verlasse ich das Forum!
Es gibt Idioten, die man möglicherweise tolerieren kann und solche, die man nur noch mit einem Arschtritt verabschieden kann.
Aufgrund der beſchiſſenen ſ-Schreibweiſen des "Vulpius Herbipolensis" beantrage ich die Löschung meines Accounts im Forum. Die rechtliche Begründung für eine nachfolgende Forderung der Löschung aller meiner Beiträge werde ich nachreichen.
Gruß Jürgen
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