Die FDP steht auch mit dem Rücken zur Wand. Wie ist das noch mal, wenn ein Hund in die Enge getrieben wird.....Marcus hat geschrieben:Nachdem sich die FDP vorschlagsmäßig auf die Seite von SPD und Grüne gestellt hatte, ist das zu erwarten gewesen. Aber auch ein Zeichen dafür, dass Merkels Autorität innerhalb der Regierungskoalition deutlich geschrumpft sein muss. Ansonsten wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass sich der „kleine Partner“ mit der Opposition gegen die Regierungschefin durchsetzen konnte.
(Hervorhebung von mir)Bei den Verhandlungen über einen parteiübergreifenden Kandidaten am Sonntag im Kanzleramt hatte die Koalition kurzzeitig auf der Kippe gestanden, berichteten Mitstreiter von Union und FDP. Die FDP-Spitze schickte in einer Verhandlungspause der Kanzlerin das unmissverständliche Signal, Gauck zu unterstützen. Die Union funkte zurück: Mit uns nicht. Und mit Merkel nicht. Seit ihrem Bestehen war die schwarz-gelbe Koalition noch nicht so nah am Scheitern.Parteichef Philipp Rösler, drohende Wahlpleiten im Saarland und Schleswig-Holstein vor Augen, kämpft auch um sein eigenes Überleben. In einer Präsidiumsschalte sagte er laut Teilnehmern: „Man kann ein Amt oder eine Wahl verlieren, aber nie seine Überzeugung. Huber ist Schwarz-Rot, Töpfer Schwarz-Grün und Gauck bürgerlich-liberal.“ Röslers offensichtliches Kalkül: Mit Gauck spricht die FDP den Bürgern aus der Seele.
Kaum einer hätte geglaubt, dass Merkel am Abend dann eine 18-Grad-Drehung macht. Möglicherweise hatte die Kanzlerin mehr als Deutschland im Blick. Inmitten der schweren Euro-Krise, wo viele EU-Staats- und Regierungschefs auf die Kanzlerin schauen, hätte eine Regierungskrise auch noch im stärksten Land der Europäischen Union zusätzliche tiefe Verunsicherung auslösen können.
Hätte sich die FDP ohne die Union mit SPD und Grünen auf Gauck geeinigt, hätte Merkel die Freien Demokraten im Grunde aus der Regierung werfen müssen. Hätte die Union sich mit SPD und Grünen auf auf einen anderen Kandidaten - ohne Zustimmung der FDP - verständigt, hätten die Liberalen wohl das Feld räumen müssen.
(...)
Parteichef Philipp Rösler, drohende Wahlpleiten im Saarland und Schleswig-Holstein vor Augen, kämpft auch um sein eigenes Überleben. In einer Präsidiumsschalte sagte er laut Teilnehmern: „Man kann ein Amt oder eine Wahl verlieren, aber nie seine Überzeugung. Huber ist Schwarz-Rot, Töpfer Schwarz-Grün und Gauck bürgerlich-liberal.“ Röslers offensichtliches Kalkül: Mit Gauck spricht die FDP den Bürgern aus der Seele.
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 297.html
Man liest ja häufig, daß die BP-Wahl als Vorbote künftiger Koalitionen auf Bundesebene gesehen werden kann. Danach wären demnächst eine Große oder eine Ampelkoalition möglich. Bei einer Ampelkoalition hieße der nächste Kanzler vermutlich Gabriel.....
