Erziehungsstile

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Linus
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Beitrag von Linus »

Gerhard hat geschrieben:Waldkindergarten klingt gut. Was lernen die Kinder denn da? Irgendwie klingt das für mich immer so nach Spiel und Spaß.
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldkindergarten
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incarnata
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Beitrag von incarnata »

Kann ich nur bestätigen.Hier gibt´s auch einen;ist ne prima Sache.Das Problem ist nur da einen Platz zu bekommen,da die Gruppen eben bewusst kleiner sind als in den "normalen" KiGärten;in den Bauwagen muss die Gruppe schliesslich auch passen !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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overkott
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Beitrag von overkott »

Ein Waldaltersheim wäre da schon schwieriger.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Bei uns in der Gegend gäbe es da bestimmt genug passionierte Jäger, Forstleute und Landwirte, die an so etwas Interesse hätten. Aber das ist jetzt OT.
"Ad Deum, qui laetificat juventutem meam."

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overkott
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Beitrag von overkott »

Alt im Wald war ja schon der Brandner Kasper. Wenn er nicht allein im Wald gewesen wäre, hätte er seine 90 doch noch voll gemacht. Und der Boanlkramer hätte im Himmi ganz schön alt ausgesehen.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Der Wald scheint das bevorzugte Rückzugsgebiete für gestresste Familienväter zu sein :freude:
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overkott
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Beitrag von overkott »

Familienväter gehören heute ja zu den bedrohten Arten.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

incarnata hat geschrieben:Kann ich nur bestätigen.Hier gibt´s auch einen;ist ne prima Sache.Das Problem ist nur da einen Platz zu bekommen,da die Gruppen eben bewusst kleiner sind als in den "normalen" KiGärten;in den Bauwagen muss die Gruppe schliesslich auch passen !
Was lernen die Kinder denn so im Waldkindergarten?
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overkott
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Beitrag von overkott »

Gerhard hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Kann ich nur bestätigen.Hier gibt´s auch einen;ist ne prima Sache.Das Problem ist nur da einen Platz zu bekommen,da die Gruppen eben bewusst kleiner sind als in den "normalen" KiGärten;in den Bauwagen muss die Gruppe schliesslich auch passen !
Was lernen die Kinder denn so im Waldkindergarten?
Schwitzen und frieren. Askese. Und wie man sich angemessen anzieht.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Dazu braucht es keinen Waldkindergarte, lieber Overkott. Juristen brauchen dazu nur ein Fahrrad. Weiland geschehen in München, als eine Mutter ihr Kind nackt auf dem Fahrradsitz transportierte, da das Kind nichts anziehen wollte.
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Nueva
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Beitrag von Nueva »

overkott hat geschrieben:
Gerhard hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Kann ich nur bestätigen.Hier gibt´s auch einen;ist ne prima Sache.Das Problem ist nur da einen Platz zu bekommen,da die Gruppen eben bewusst kleiner sind als in den "normalen" KiGärten;in den Bauwagen muss die Gruppe schliesslich auch passen !
Was lernen die Kinder denn so im Waldkindergarten?
Schwitzen und frieren. Askese. Und wie man sich angemessen anzieht.
Sowas blödes. :roll: Du kennst doch den bestimmt den alten Bergsteigerspruch: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur eine schlechte Ausrüstung!
Also, die Kinder brauchen schon eine vernünftige und vor allem strapazierfähige Outdorausrüstung, um 8 Stunden tägl. im Freien zu sein.

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overkott
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Beitrag von overkott »

Nueva hat geschrieben:Also, die Kinder brauchen schon eine vernünftige und vor allem strapazierfähige Outdorausrüstung, um 8 Stunden tägl. im Freien zu sein.
Und Kinder brauchen viel Vitamin C.

regina 32
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Beitrag von regina 32 »

overkott hat geschrieben:
Nueva hat geschrieben:Also, die Kinder brauchen schon eine vernünftige und vor allem strapazierfähige Outdorausrüstung, um 8 Stunden tägl. im Freien zu sein.
Und Kinder brauchen viel Vitamin C.
glaub mir, die sind weniger krank als die Stubenhockerkinder, die sich8 Stunden täglich in einem Raum mit vielen Keimen aufhalten.

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

regina 32 hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Nueva hat geschrieben:Also, die Kinder brauchen schon eine vernünftige und vor allem strapazierfähige Outdorausrüstung, um 8 Stunden tägl. im Freien zu sein.
Und Kinder brauchen viel Vitamin C.
glaub mir, die sind weniger krank als die Stubenhockerkinder, die sich8 Stunden täglich in einem Raum mit vielen Keimen aufhalten.
Am wenigsten empfindlich sind echte Bauernhofkinder.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Die kriegen auch mal eine geknallt :D
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ifugao
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Beitrag von ifugao »

Gerhard hat geschrieben:Die kriegen auch mal eine geknallt :D

Ja, aber nur bei Spielereien mit dem Elektroweidezaun.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Da bin ich mir nicht so sicher.

Ich stelle mal ganz hypothetisch die Tatsache in den Raum, dass auf dem Land noch öfter dem Bauern "die Hand ausrutscht", als das bei der aufgeklärten Stadtbevölkerung der Fall ist.

Womit wir wieder beim Thema wären.
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ifugao
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Beitrag von ifugao »

Eher umgekehrt.
Agressivität in der Erziehung ist eher seltener.

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Linus
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Beitrag von Linus »

Gerhard hat geschrieben:Da bin ich mir nicht so sicher.

Ich stelle mal ganz hypothetisch die Tatsache in den Raum, dass auf dem Land noch öfter dem Bauern "die Hand ausrutscht", als das bei der aufgeklärten Stadtbevölkerung der Fall ist.
Kaum. meine Schwiegerfamilie - sowohl väterlicher als auch mütterlicherseits bauern seit Jahrhunderten, kam sämtlich ohne Schläge aus.[obwohl ich, wäre ich der Vater gewesen, dem Schwager schon manchmal eine verabreicht hätte, er ist manchmal heftig drauf] Ich dagegen kassierte seit meinem 14 Lebensjahr (bis kurz vor dem 19 Lebensjahr )eine jährlich - immer zu Recht und in der Situation auch adequates Verhalten meines Vaters. (wenn auch nicht immer superpädagogisch, aber er war ja hauptsächlich Vater und nicht Pädagoge)
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Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Linus hat geschrieben:Kaum. meine Schwiegerfamilie - sowohl väterlicher als auch mütterlicherseits bauern seit Jahrhunderten, kam sämtlich ohne Schläge aus.
Deshalb also. :mrgreen:

Linus, Du bist aber jetzt nicht unbedingt statistisch relevant. Dennoch danke für Deine persönliche Sichtweise. Hast Du Kinder?
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regina 32
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Beitrag von regina 32 »

aus dem Bauch heraus (ohne gegoogelt zu haben oder andere mehr oder weniger vertrauenswürdige Statistiken herangezogen zu haben) glaube ich, dass die verstädterte Bevölkerung mehr schlägt als eine "gesunde" Bauernfamilie auf dem Land, dort gibt es wahrlich genug Möglichkeiten seine Aggressionen etc. anderweitig los zu werden.
und Strafen in Stallausmisten umzumünzen.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Auch für den Städter würde mir ein Strafenkatalog einfallen:

- abtrocknen
- Auto waschen
- Fernsehverbot
- Computerverbot
- Hausarrest

Aber Strafe ist schon in Ordnung, regina 32?
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ifugao
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Beitrag von ifugao »

Genau das ist mir als Kind auch aufgefallen.
Zartes Großstadtkind das ich war, verbrachte ich mindestens 4 Monate im Jahr auf dem Hof meiner Großmutter.
Tiefstes dunkelstes Oberbayern......
Kinder unterhalten sich über solche Geschichten immer.
Nie aber sind mir so viele Vorfälle berichtet worden wie von den Kindern aus der Großstadt.

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overkott
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Beitrag von overkott »

Der katholische Städter neigt zur Angemessenheit der Mittel.

Dazu gehört Lob ebenso wie positive Verstärkung.

Auch erzieherische Konsequenz erfreut sich besonderer Beachtung.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Es kann doch mal passieren, dass die Hand ausrutscht. Solange die Prügelstrafe nicht wieder eingeführt wird ...

Das hat mit Aggression nichts zu tun. Ich kann aggressiv sein, ohne zu schlagen. Worte können auch verletzen. Nichtachtung wäre auch so eine Möglichkeit, mein Aggressionspotential zu nutzen.
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overkott
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Beitrag von overkott »

Manche intelligente Kinder wünschen sich eher einen Klaps als Fernsehverbot.

Die Botschaft ist deutlich, der Schmerz begrenzt.

Ein Klaps lässt sich meist vermeiden, wenn er einer Androhung schon mal gefolgt ist.

regina 32
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Beitrag von regina 32 »

Gerhard hat geschrieben:Auch für den Städter würde mir ein Strafenkatalog einfallen:

- abtrocknen
- Auto waschen
- Fernsehverbot
- Computerverbot
- Hausarrest

Aber Strafe ist schon in Ordnung, regina 32?
aUTO Waschen ist verboten, ausser in Waschanlagen

Alles andere sit für die Eltern meist mehr schmerzhaft als für das Kind, da das Kind dann meist in der direkten Nähe rumnörgelt.

Auf dem Land, kann das Kind in den Stall und sich da austoben, getrennt von den Eltern ist oft gesünder für alle beteiligten

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Es gibt Wissenschaftler, die eher der Meinung ist, der "Klaps" würde vom Kind als nicht schlimm empfunden. Andere Strafen hätten mehr Erfolg.
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overkott
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Beitrag von overkott »

Richtig ist in der Erziehung die subjektive Wahrnehmung sowie der unmittelbare Zusammenhang von Handlung und Würdigung.

Es geht also nicht um Masse und Aufprallwinkel der Züchtigung.

Der seelische Schmerz durch die Demütigung wird häufig größer empfunden als der physische Schmerz, weshalb ein kleiner Klaps auch zu Tränen führen kann.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Das wird so gesagt, overkott. Aber kann nicht auch ein Wort jemandem das Gefühl geben, gedemütigt worden zu sein?
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overkott
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Beitrag von overkott »

Konsequenz ist in der Erziehung deshalb so wichtig, weil Kinder abschätzen können, wann ein Klaps berechtigt ist.

Ein quengelndes Kind kann durch einen Klaps aus dem Affekt durch die Überraschung zuweilen auch plötzlich zur Ruhe kommen.

Häufiges Klapsen ist nicht empfehlenswert, weil es sich abnutzt.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

overkott hat geschrieben:Richtig ist in der Erziehung die subjektive Wahrnehmung sowie der unmittelbare Zusammenhang von Handlung und Würdigung. Es geht also nicht um Masse und Aufprallwinkel der Züchtigung.


Das sei hier mal unterstrichen.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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