Verlust der Mitte?

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civilisation
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von civilisation »

overkott hat geschrieben:Wenn die Wählerschaft einer Partei sich seit 30 Jahren halbiert hat und man auch die von den politischen Mitbewerbern umworbene Mitte verlieren möchte, dann hört man auf Integrationspartei zu sein und nähert sich der 18-Prozent-Marke bei einer Wahl. Das konservative Gemoppere erweist sich also als das Gemoppere einer Minderheit mit einem gestörten Verhältnis zu den Grundwerten der Demokratie. Grundwerte bedeuten auch immer Gemeinsamkeiten mit den politischen Mitbewerbern. Selbst das Christliche kann die CDU nicht für sich allein reklamieren, weil man den Christen in anderen Parteien das Christsein nicht absprechen kann. Natürlich muss sich die CDU fragen lassen, wie sich in ihrem Haushaltsplan und damit in ihrer konkreten Politik die Orientierung am Gemeinwohl ausdrückt.

Also dann am besten doch die CSED gründen, die "Christlich-Sozialdemokratische Einheitspartei Deutschland". Dann hat man alles unter einem Hut ... :roll:

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

taddeo hat geschrieben:Zum Thema "Verlust der Mitte" in Bayern paßt folgende, neue Umfrage:

Umfrage: Grüne in Bayern vor SPD - CSU unter 40 %
Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Grünen laut Forsa-Wahltrend für „Stern“ und RTL auf 23 Prozent der Stimmen kommen und damit die SPD mit 19 Prozent hinter sich lassen. Die CSU liegt in der Umfrage bei 38 Prozent, die FDP kommt auf nur noch 4 Prozent. Die Linke liegt demnach bei 7 Prozent.
Wenn die CSU bundesweit auf 38% kommt ist ja noch Hoffnung - vielleicht sollten wir FJS ganz fix von Rott am Inn nach Jerusalem umbetten...

Antrag im Bundestag dazu ->
Hier aus der Debatte:
Thierse: "Niemals lassen wir das zu - NIEMALS! Ich hab das durchschaut, Genossen! ...da ist schon mal einer auferstanden!"
Frage von Merkel, v.d. Lion und Kauder (unisono): "Wer war denn das!?"
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overkott
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von overkott »

Tatsächlich lassen aktuelle Umfragen aufmerken. Inwieweit schallt aus dem Wald, was man in ihn hineinruft? Inwieweit spiegeln sie die Wirklichlichkeit im Land? Umfragen sehen den Zuspruch zu den Grünen gewachsen. Inwieweit vertreten Grüne in Fragen der Genforschung und der Ausländerpolitik christliche Werte? Offenbar nimmt die demokratische Mitte auch Missstimmungen im Verhältnis zu Polen wahr. Die CSU als letzte verbliebene Volkspartei ist derzeit weit von der absoluten Mehrheit entfernt. Ihre Schwester schwächelt. Die Mediatisierung der Parteienlandschaft indiziert die Fragmentierung der deutschen Gesellschaft. Nicht wenige fühlen sich als Krisenverlierer.

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lutherbeck
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lutherbeck »

overkott hat geschrieben:Tatsächlich lassen aktuelle Umfragen aufmerken. Inwieweit schallt aus dem Wald, was man in ihn hineinruft? Inwieweit spiegeln sie die Wirklichlichkeit im Land? Umfragen sehen den Zuspruch zu den Grünen gewachsen. Inwieweit vertreten Grüne in Fragen der Genforschung und der Ausländerpolitik christliche Werte? Offenbar nimmt die demokratische Mitte auch Missstimmungen im Verhältnis zu Polen wahr. Die CSU als letzte verbliebene Volkspartei ist derzeit weit von der absoluten Mehrheit entfernt. Ihre Schwester schwächelt. Die Mediatisierung der Parteienlandschaft indiziert die Fragmentierung der deutschen Gesellschaft. Nicht wenige fühlen sich als Krisenverlierer.
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overkott
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von overkott »

lutherbeck hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Tatsächlich lassen aktuelle Umfragen aufmerken. Inwieweit schallt aus dem Wald, was man in ihn hineinruft? Inwieweit spiegeln sie die Wirklichlichkeit im Land? Umfragen sehen den Zuspruch zu den Grünen gewachsen. Inwieweit vertreten Grüne in Fragen der Genforschung und der Ausländerpolitik christliche Werte? Offenbar nimmt die demokratische Mitte auch Missstimmungen im Verhältnis zu Polen wahr. Die CSU als letzte verbliebene Volkspartei ist derzeit weit von der absoluten Mehrheit entfernt. Ihre Schwester schwächelt. Die Mediatisierung der Parteienlandschaft indiziert die Fragmentierung der deutschen Gesellschaft. Nicht wenige fühlen sich als Krisenverlierer.
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Analysen sind natürlich viel einfacher als Synthesen, also die Frage: Wie kann es weitergehen? Für eine Partei wie die CDU stellt sich die Frage: Kann sie von sich selber lernen? Ein Vergleich der Situation heute mit der von 1949 ist natürlich nur mit aller Vorsicht zu genießen. Dennoch war das Kräfteverhältnis von CDU/CSU und SPD in etwa wie in aktuellen Umfragen, während sich die übrigen Sitze auf mehrere Parteien verteilten. Wie also ist dem Kanzlerwahlverein in den nächsten 10 Jahren der Aufstieg zur Volkspartei und zur absoluten Mehrheit gelungen? Sicherlich hing dies mit einer erfolgreichen Außen- und Wirtschaftspolitik zusammen. Westintegration und soziale Marktwirtschaft erwiesen sich als Motor des Wachstums. Die Rentenreform ließ Wohlstand für alle glaubwürdig erscheinen. Vertriebene wie Herbert Hupka standen auf der Seite der SPD. Volkspartei hieß also Politik für die Breite der Gesellschaft zu machen und dadurch auch Wahlen mit breiten Mehrheiten zu gewinnen. Ein Einbruch kam für die CDU mit einem Wechsel an der Spitze. Konrad Adenauer integrierte christliche und liberale Werte glaubwürdiger als sein Nachfolger Ludwig Erhard. Die Wirtschaftskrise 66 erwies sich auch als Krise der christlich-liberalen Koalition. Die aktuelle Wachstumskrise ist ebenfalls noch nicht überwunden. Und wo Mangel zu verteilen ist, regiert es sich schwerer. Vor allem der mittleren Generation wird zugemutet, die Renten von heute zu finanzieren und gleichzeitig für die eigene Altersversorgung selbst aufkommen zu müssen.

civilisation
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von civilisation »

Das sollte der Merkel doch Ansporn geben - "Den Weg der Erneuerung gehen".

Deutsche halten CDU für zu konservativ
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 52759.html

daraus:
Konservative Ansichten kommen derzeit beim Volk nicht gut an: Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass sich die CDU nicht richtig positioniert. ...
Auch bei ihren eigenen Wählern hat die CDU noch Nachholbedarf: Jeder Fünfte findet seine Partei zu konservativ.
:roll:
Merke: Aus der CDU wird niemals eine Partei der Mitte werden.

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overkott
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von overkott »

Wenn auch noch jeder fünfte (etwa aus der mittleren Generation) wegbricht, finden alle CDU-Wähler ihre Partei klasse.

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

overkott hat geschrieben:(...) Und wo Mangel zu verteilen ist, regiert es sich schwerer.
Da kann man halt nicht wie einst alles "blau Zukacheln"* - aber die üppigen Pensionen hat man sich vor der Sommerpause erhöht - und keiner hats gemerkt... http://nachrichten.rp-online.de/titelseite/diaeten-in-nrw-ste ... o-1.1128
Hier ein großartige Antwort auf Deune zitierte Aussage und die damit verbundene Frage nach den Verwachsungen in der politischen Kultur "diesen unseren Landes" (H.Kohl):

http://www.ftd.de/politik/deutschland/: ... 3315.html

:traurigtaps: Stilus


*blaune Kacheln waren in den Zeitungsinseraten der DDR ein Tarnwort für Westgelt (abgeleitet vom 1 DM Schein)
Zuletzt geändert von Stilus am Freitag 17. September 2010, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

civilisation hat geschrieben:Das sollte der Merkel doch Ansporn geben - "Den Weg der Erneuerung gehen".

Deutsche halten CDU für zu konservativ
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 52759.html

daraus:
(...)Jeder Fünfte findet seine Partei zu konservativ.
(...).

:pfeif: Na da hat unsere Linksjournallie ja wieder einen schlagenden Beweis ihrer Fähigkeiten vorgelegt bekommen... :pfeif:
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overkott
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von overkott »

Wohin wandert die mittlere Generation? Inwieweit ziehen die Grünen vor allem Wähler aus den Mittelschichten an? Inwieweit zählen dazu heute Häuslebauer mit Solardach und Niedrigenergiestandard? Sind die Grünen bürgerlich geworden? Inwieweit brachten sie früher nur anders als heute den Protest Kinder bürgerlicher Eltern zum Ausdruck?

Bei allem Unbehagen grüner Wähler darf in der Debatte aber auch die Frage nicht vergessen werden, wie der Haushaltsplan ohne die Laufzeitenverlängerung bestehender Kernkraftwerke aussähe.

Raimund J.
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Raimund J. »

Stilus hat geschrieben: v.d. Lion
:kugel:
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben: v.d. Lion
:kugel:
Du bist der erste :fieselschweif: der den Witz [Punkt]
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lifestylekatholik
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lifestylekatholik »

Stilus hat geschrieben:Du bist der erste :fieselschweif: der den Witz [Punkt]
Wer tropft?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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lutherbeck
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lutherbeck »

Overkott schreibt:
Und wo Mangel zu verteilen ist, regiert es sich schwerer. Vor allem der mittleren Generation wird zugemutet, die Renten von heute zu finanzieren und gleichzeitig für die eigene Altersversorgung selbst aufkommen zu müssen.
Mangel? Wo denn? In diesem Lande ist nahezu unendlich viel Geld vorhanden - leider wird es von den Volksverrätern in Berlin nicht für die Bedürfnisse des einfachen Volkes ausgegeben, sondern Lobbyisten, Bankern, Betriebswirten und natürlich sich selbst in den Allerwertesten geschoben; dazu noch ein paar Milliarden für militärische Sandkastenspiele alter Militaristen - fertig ist das Defizit!

Als Ausgleich erzählt man dem einfachen Volk, die Kassen seien leer, es habe für Medizin und Pflege künftig selbst aufzukommen, müsse den Führerschein ständig neu beantragen und ihn spätestens mit 65 abgeben, als Ausgleich dafür dennoch jährlich ein neues Auto kaufen, dieses aber aus Umweltschutzgründen in der Garage stehen lassen und dafür den ÖPNV benützen, alle 4 Jahre als Stimmvieh zur Urne ( und natürlich nix falsches wählen... ), solle von 20 bis möglichst 70 durcharbeiten, dabei möglichst viele Kinder aufziehen, sich in Alter bei der städtischen Suppenküche anstellen und ansonsten gefälligst die werte Klappe halten - super! Und die Religion hat in den Augen der Strippenzieher nur noch die Aufgabe das dumme Volk schön ruhig zu halten...

Diese Liste läßt sich beliebig erweitern!

:ikb_shit:

Herrgott Leute; wacht doch endlich auf und geht auf die Straße!

:ikb_boxing:
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Edi
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Edi »

lutherbeck hat geschrieben:
Overkott schreibt:
Und wo Mangel zu verteilen ist, regiert es sich schwerer. Vor allem der mittleren Generation wird zugemutet, die Renten von heute zu finanzieren und gleichzeitig für die eigene Altersversorgung selbst aufkommen zu müssen.
Mangel? Wo denn? In diesem Lande ist nahezu unendlich viel Geld vorhanden - leider wird es von den Volksverrätern in Berlin nicht für die Bedürfnisse des einfachen Volkes ausgegeben, sondern Lobbyisten, Bankern, Betriebswirten und natürlich sich selbst in den Allerwertesten geschoben; dazu noch ein paar Milliarden für militärische Sandkastenspiele alter Militaristen - fertig ist das Defizit!
Der Steuerzahlerbund hat einige Male eine Subventionsliste erstellt, aus der hervorgeht, wieviel man einsparen könnte. Nur haben die Poltiker nicht den Mut zu sparen, denn sie wollen ja wiedergewählt werden und zudem sitzen nicht wenige an den Stellen, wo die Subventionen hinkommen. Es könnten problemlos viele Milliarden eingespart werden. Interessiert aber kaum einen, denn ihre eigenen Diäten und Gehälter sind ja gesichert, auch wenn die Kassen des Staates leer sind und man alles nur noch mit immer neuen Krediten in Gang halten kann.

Jdenfalls haben die Oberen ihre Schäfchen in jedem Fall im Trockenen, egal ob sie verfrüht abhauen wie z.B. Köhler, sie kriegen das Gehalt nach wie vor. In Baden-Württtemberg und auch im Saarland kriegt ein Bürgermeister nach lediglich 2 Amtsperioden von je 8 Jahren schon ca. 75 % seiner Pension auch wenn er mit 42 - wie in einem Fall geschehen - aufhört. Das Parteienpack schiebt sich gegenseitig die Kohle zu, da sind alle gleich. Der kleine Mann aber soll bis 67 oder gar 7 arbeiten.

Wie man jetzt wieder sieht, hat sich die Regierung von der Atomindustrie erneut kaufen lassen. Die Kosten für die jahrtausendelange [Punkt] Lagerung des radioaktiven Atommülls werden grossteils der Allgemeintheit aufgebrummt, wogegen die Konzerne die Einnahmen machen. Diese werden der CDU und der FDP schon hinterherum dafür wieder Gelder in die Parteikassen spenden, so wäscht die eine Hand die andere. Das ist nicht nur auf dem Gebiet so, sondern trifft auch auf viele andere Bereiche wie z.B. den Pharmabereich zu, wo die Lobby m.E. noch viel stärker ist, was man u.a. auch bei der letztjährigen Schweinegrippeimpfungshysterie gesehen hat.. In Deutschland sind auch die Arzneimittel mit am teuersten.

Günther Schwab hat schon vor Jahrzehnten ein Buch mit dem Titel: Der Tanz mit dem Teufel veröffentlicht, das ist so aktuell wie damals und beleuchtet die Hintergründe der Politik in Form eines Romans:

http://www.amazon.de/Tanz-mit-dem-Teufe ... 38776641

Diese Buch sollte jeder lesen, dann gehen einigen vielleicht die Augen auf.
Zuletzt geändert von Edi am Samstag 18. September 2010, 23:45, insgesamt 3-mal geändert.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
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die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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lifestylekatholik
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lifestylekatholik »

lutherbeck hat geschrieben:Mangel? Wo denn? In diesem Lande ist nahezu unendlich viel Geld vorhanden - leider wird es von den Volksverrätern in Berlin nicht für die Bedürfnisse des einfachen Volkes ausgegeben, sondern Lobbyisten, Bankern, Betriebswirten und natürlich sich selbst in den Allerwertesten geschoben; dazu noch ein paar Milliarden für militärische Sandkastenspiele alter Militaristen - fertig ist das Defizit!
Hm, hast du dir die Haushaltspläne von Bund, Ländern und deiner Kommune mal angesehen? Mir ist gerade nicht ganz klar, wie du zu dieser Darstellung kommst.
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lutherbeck
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lutherbeck »

Es muß einfach zugunsten einer menschlichen Priorisierung umstrukturiert werden!

Mehr Geld für Bildung und Gesundheit, weniger Geld für Militär, Atomlobby und Banken. Verkleinerung der Parlamente in Bund und Ländern um mindestens die Hälfte. Auflösung kleiner "Länder" wie Berlin ( wirtschaftlich gar nicht lebensfähig... ), Hamburg, Bremen. Weg mit den Subventionen! Weniger Geld nach Brüssel! Die Sparvorschläge des Rechnungsprüfungshofes konsequent umsetzen! Schluß mit der Schuldenmacherei! Und Frau Merkel sowie Herr Schwesterwelle sollten endlich aufhören bei jedem Auslandsbesuch unsere Millionen als Gastgeschenke zu verteilen!

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Edi
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Edi »

lutherbeck hat geschrieben:Es muß einfach zugunsten einer menschlichen Priorisierung umstrukturiert werden!

Mehr Geld für Bildung und Gesundheit, weniger Geld für Militär, Atomlobby und Banken. Verkleinerung der Parlamente in Bund und Ländern um mindestens die Hälfte.
Mehr Geld für Bildung ist sicherlich berechtigt. Für das Krankheitssystem aber bräuchte man nicht noch mehr Geld, eher weniger. Es ist nicht lange her, da haben die Kosten für Medikamente ca, 30 Milliarden DM im Jahr betragen, heute sind es etwa 30 Millairden Euro ! Wenn man die vielen falschen Verschreibungen ansieht und darüber gibt es ja auch Veröffentlichungen von einem offiziellen deutschen Institut, dann könnte bei Medikamenten gewaltig gespart werden.
Die Menschen müssten über eine gesündere Lebensweise massiv aufgeklärt werden, die Ärzte müssten kausaler und besser behandeln. Wenn man wirklich zum Einsparen käme, dann könnte ein Teilbereich der Medizin auch mehr bekommen, wo nötig.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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cantus planus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von cantus planus »

Das Problem ist teilweise die Verschreibung an sich. Grundproblem sind jedoch die unverschämt hohen Medikamentenpreise in Deutschland. Das gleiche Medikament ist in Frankreich z. B. nur halb so teuer. In den Ländern, die einen staatlichen Gesundheitsdienst haben, wie Dänemark oder der NHS in England, gibt es das Problem gar nicht. Was zu teuer ist, darf da einfach nicht verordnet werden. Da kann man dann sehr schön beobachten, wie schnell die Pharmaunternehmen plötzlich die Preise senken, wenn sie auf ihren Pillen sitzenbleiben...

Die Pharmaindustrie dürfte einer der Märkte mit der größten Gewinnspanne überhaupt sein, vielleicht noch übertroffen von der Kosmetik. Aber der Gewinn ist enorm, und auch nicht mit den Kosten für Forschung und Entwicklung zu erklären.
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Raphael

Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Raphael »

Stilus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben: v.d. Lion
:kugel:
Du bist der erste :fieselschweif: der den Witz [Punkt]
Was hat denn jetzt schon wieder Goody Guttenberg damit zu tun? ;)

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

Raphael hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben: v.d. Lion
:kugel:
Du bist der erste :fieselschweif: der den Witz [Punkt]
Was hat denn jetzt schon wieder Goody Guttenberg damit zu tun? ;)
:regel: Du sollst es dem in die Schuhe schieben, der sich gerade nicht wehren kann. :regel:
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Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

lutherbeck hat geschrieben:(...) Auflösung kleiner "Länder" wie Berlin ( wirtschaftlich gar nicht lebensfähig... ), Hamburg, Bremen.(...)
Wer weiß noch mehr?

Lutherbeck :pirat:
Du glaubst doch nicht, daß Brandenburg derart :ikb_wallbash: , als daß sie sich dieses Schwarze Loch aus Schulden, Bergen von frühverrenteten MdI und MfS-Angehörigen und dem Anspruchsdenken der Exinsulaner entlang des Ku(h)damms ("der Mitte Berlins") antun werden... Hamburg und Bremen könnten wie Berlin prosperieren, wenn sie sich nicht ihre Gutmenschenregierung wählten, die Hausbesetzern Gas&Strom zahlt und Häftlinge nicht in ihre Heimatländerabschiebt sondern mittels Resozialisations- und Integrationsmaßnahmen fit für den deutschen Kriminellenmarkt machte... Man hat dort (ausgenomen Privatschulen) das miserabelste Schulsystem bundesweit - ein Haptschulabschluß aus HB wird im "Umland" :pfeif: wie ein Sonderschulabschluß gehandelt. Warum? Weil sich dort im "Kultussanatorium" :/ die GEW durchgesetzt hat mit ihrer Spinnerei vom "leistungsdruckbefreiten Lernen" :motz: Schön wenn die Jugendlichen dann in der lehre mit der realität konfrontiert werden und massenhaft abbrechen, weil sie sich derRealitäöt verweigert haben, um dann von den selben Genossen vor der Realität behütet werden und von Amts- zu Amtsstube geleitet werden, in denen viele Genossen, es genossen ungestört vom Leistungsdruck zeitungslesend dort ihre Zeit zu verbringen.* Solche Länder voller beamteter Spinner soll sich ein Flächenland als "Sorgenkind" ans Bein binden :vogel: ?

Weitere Lösungsansätze:
Ersatz des Wehrdienstes durch eine Pflicht zum gleichberechtigen "einjährigen Sozialdienst" mit einer Quotenregelung - 50% der Menschen sind Frauen - wer den verweigert aus Gewissensgründen darf zur Bundeswehr - wer den Sozialdienst und den Wehrdienst verweigert hat keinen Anspruch auf eine solidarische Haltung der Gesellschaft ihm gegenüber.

Schulsystem wird finanziert über einen staatlichen Kopfsatz pro Kind kombiniert mit bundeseinheitlichen Schuljahreszielvorgaben, gute Schulen ziehen viele Schüler an, schlechte Schulen trocknen aus. Schlechte Lehrer können jederzeit entlassen werden, der Rektor einer Schule verantwortet die Verwaltung, Zielerreichung und Budget - Schulen werden vom bildungsideologischen Sandkasten zu Unternehmen in Staatshand, deren Aufgabe einzig die "Produktion von arbeitsfähigen Menschen" ist - ob eien Schule sich musisch aufstellt, ob die Schule in Zusammenarbeit mit der Charité sich auf pflegerisch, ärtzliche Aufgaben konzentriert im letzten Ausbildungsdrittel, ob die Bundeswehr sagt, wir bieten wieder eine Kadettenanstalt an oder Unternehmen frpühzeitig natuirwissenschaftliche Fächer fördern und Ferialpraktika anbieten ist dann Gestaltungssache der Schulen und der Wirtschaft und Gesellschaft. Wenn die Eltern ihren Kindern eine praktische Ausbildung zukommen lassen wollen, werden gewiß Handwerkskammern und Innungen sich ebenfalls zusammentun, um sich Ihren Anteil am "Nachwuchskuchen" zu sichern. Aber was wir nicht brauchen sind doppelt promovierte Taxifahrer. Wahrscheinlich würde durch diese selbstverwaltung und diesen Konkurrenzkampf nicht mehr Geld für Bildung usdgegeben werden, sondern vielleicht sogar weniger, denn attraktivere schulen haben mehr Schüler, können ihre lehrer besser entlohnen, bekommen dadurch bessere Lehrer. Ich glaube nicht, daß alles der "Markt" regeln kann, aber ein freier Kampf um die besten Köpfe wird nach der Generation der unkreativen Komponisten, habilitationsbehinderten Mathematiker oder arbeitsscheuer Sozialarbeiter, die sich dann in den Schuzldienst "retten" als Gegenbewegung dringend notwendig sein - alles drei Bsp. aus meiner Schulzeit.

Parlamentärhunde - "die nach allen Benefizen gierig schnappen"(Wallenstein) werden zukünftig mit einer Aufwandsentschädigung versehen und ihr letztes Gehalt wird fortgezahlt, mehr nicht! Was bedeutet, keiner klebt an seinem Sessel, weil sich ein Häuschen auf Basis seiner Diäten zulegte und damit durch die Fraktion koruppierbar wurde...
...die Anzahl paralleler Aufsichtsratsmandate wird auf 2 in nichtverwobenen Unternehmen begrenzt - die Schadenshaftung für die Aufsichtsräte ist hingegen unbegrenzt.

HRE es tut uns leid um den netten Aufsichtsratsposten ihres Sohnes Frau Knobloch http://www.wiwo.de/finanzen/hypo-real-e ... er-396549/ , aber dieses Milliardenloch wird gestopft, indem alle Verantwortlichen enteignet werden, mit deren angehäuftem Vermögen werden die Lücken in den Büchern so weit als möglich aufgefüllt und der Rest wird staatlicherseits verwaltet. Wer handelt der haftet!

Banken mittels Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 25% wird das System vom Kopf auf die Füße gestellt, staatliche Rettungsmittel sind zu marktüblichem Zins zurückzuzahlen.

Autoindustrie
das Rettungspaket Abwrackprämie wird in Erinnerung gebracht, wenn es zukünflig um Auslandsstandorte geht - wer in Deutschland Arbeitsplätze wegrationalisiert wird mehr Steuern zu zahlen haben, während die Einstellung und Qualifizierung von Menschen steuermildernd sich auswirkt.
Förderung von Fahrzeugtypern mit regenerativerem Antrieb.

Steuern Steuerhinterziehung wird verhindert in dem zukünftig alle grundsätzlich 25% zahlen auf alles - Ausnahme Erbschaften und Gewinne aus aus versteuertem Einkommen gewonnenen Gewinn - Doppelbesteuerungsverbot. Bsp. Benzin-, Dieselpreis besteht zu einem Großteil aus Steuern - auf diesen Preis darf eine Mehrwertsteuer erhoben werden von 0%. Also kaufe ich ein personalintensive Produkt, wie z.B. eien Handwerkerleistung, s entfalle auf die Rechnung 2% steuern, kaufe ich das Material selber und baue mein Bad aus zahle ich 90% steuern, also istz es attraktiver den Handwerker zu bestellen, der es verarbeitet, als weiterhin Schwarzabreit zu forcieren. :ikb_shutup: ...manschauesicheinfachmalSamstagsmorgensimBaumarktum :ikb_shutup:

Atomindustrie - Schluß des Wiederaufbereitungskreislaufes, Genehmigung nur für Kraftwerke mit inhärenter Sicherheit (Druckwasserreaktoren mit hängenden Regelstäben), AKWs dürfen nur von staatlichen Unternehmen betrieben werden, schrittweise Widederverstaatlichung der Energie- und Wasserversorgung.

Regenerative Energien - Einführung der Gesamtökobilanz - von Herstellung, Bau, Betrieb, Monokulturbilanz** bis zum Rückbau/Recycling der Anlagen wird berücksichtigt.

Stilus




*Mein Gott!! Bin ich heute wieder zynisch!

** http://www.ngo-online.de/2005/08/12/ausmae-wie-sachsen/
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taddeo
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von taddeo »

Deine obigen Anmerkungen zum "Schulsystem" lassen darauf schließen, daß Du bestenfalls die Baumschule besucht hast. :vogel:
Es sei denn, ich hätte Ironie darin erkennen sollen - hab ich aber nicht.

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

taddeo hat geschrieben:Deine obigen Anmerkungen zum "Schulsystem" lassen darauf schließen, daß Du bestenfalls die Baumschule besucht hast. :vogel:
Es sei denn, ich hätte Ironie darin erkennen sollen - hab ich aber nicht.
Nein es war überzeichnet, aber durchaus ernst gemeint!
Was ist die bildungspolitische Aufgabe einer Universität?
Die Produktion von Akademikern und die Sicherung eines Ausbildungsstandards, den die Gesellschaft benötigt. (Forschung, ect. hab ich außen vorgelassen)
...und die bildungspolitische Aufgabe von Schulen?
Beantworte diese Frage bitte und

...dann mach mal einen Gegenvorschlag!
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cantus planus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von cantus planus »

Stilus hat geschrieben:Was ist die bildungspolitische Aufgabe einer Universität?
Die Produktion von Akademikern und die Sicherung eines Ausbildungsstandards, den die Gesellschaft benötigt.
Das sehen die meisten Politiker wohl genauso, und deshalb haben wir einen Murks wie die Bologna-Reform. Tatsächlich entspricht das vorne und hinten nicht dem Humboldt'schen Bildungsideal, auf das wir in Deutschland zurecht lange stolz waren. Erst seitdem man zur vermeintlichen Leistungssteigerung davon abgerückt ist, haben wir doch das ständig sinkende Bildungsniveau, weil nie zuvor mehr gelernt wurde, ohne dass einem irgendjemand sagt, wann, wo und wozu man dieses Wissen verwenden kann. Man könnte sagen, in Deutschland werden immer mehr Fachidioten ausgebildet, während Allgemeinbildung der Wikipedia überantwortet wird.
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overkott
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von overkott »

Wichtig für die Positionierung einer Partei sind nicht zuletzt Personalentscheidungen. Damit stellt eine Partei auch die Weichen für künftige Koalitionen. An Rhein und Ruhr tingeln derzeit Bundesumweltminister Röttgen und der ehemalige Integrationsminister Laschet durchs Land. Auf Regionalkonferenzen präsentieren sie sich den CDU-Mitgliedern. Nach einer Mitgliederbefragung wird ein Landesparteitag entscheiden, ob Laschet oder Röttgen Rüttgers Nachfolger im Amt werden und die Partei erneuern soll. Die Landtagsfraktion hat Laumann Laschet als Vorsitzender vorgezogen. Dieser kann jedoch weiterhin mit dem Thema Integration punkten. Röttgen kann darüber hinaus das Gewicht seines Amtes als Bundesumweltminister in die Wagschale werfen. Zur Sprosse auf der Karriereleiter wurde dieses Amt schon für die Kanzlerin. Die Wahl wird zeigen, wie der größte CDU-Landesverband den Kurs der Erneuerung fortsetzen will.

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

cantus planus hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Was ist die bildungspolitische Aufgabe einer Universität?
Die Produktion von Akademikern und die Sicherung eines Ausbildungsstandards, den die Gesellschaft benötigt.
Das sehen die meisten Politiker wohl genauso, und deshalb haben wir einen Murks wie die Bologna-Reform. Tatsächlich entspricht das vorne und hinten nicht dem Humboldt'schen Bildungsideal, auf das wir in Deutschland zurecht lange stolz waren. Erst seitdem man zur vermeintlichen Leistungssteigerung davon abgerückt ist, haben wir doch das ständig sinkende Bildungsniveau, weil nie zuvor mehr gelernt wurde, ohne dass einem irgendjemand sagt, wann, wo und wozu man dieses Wissen verwenden kann. Man könnte sagen, in Deutschland werden immer mehr Fachidioten ausgebildet, während Allgemeinbildung der Wikipedia überantwortet wird.
Wundervolle Idee CP -im Grunde stimme ich Dir auch zu- aber das Humboltsche Bildungsideal ist für uns derzeit nicht das Maß der Dinge!
Wenn das Wasser im sinkenden Passagierschiff den Speisesaal erreicht hat, sollte man als Kapitän kein Allemannmanöver ansetzten, um mit Lumpen und Pützen den Teppich trocken zu kriegen.
Wir brauchen eine Aufforstung des Allgemeinwissens, um darauf wieder eine Bildungsbürger zu ethablieren, der sich wirtschaftlich erhalten kann. Derzeit haben wir ein Wirtschaftsbürgertum, das es sich leisten kann, in Beethovens IX. zu gehen und am nächsten Morgen darüber zu klagen, daß das Vorspiel zum Chor ja so lange gedauert habe
und weil es Dein Vorgesetzter ist darfst Du nicht mal in die Tischplatte beißen oder "zucken"...
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lifestylekatholik
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lifestylekatholik »

Stilus hat geschrieben:Wir brauchen eine Aufforstung des Allgemeinwissens, um darauf wieder eine Bildungsbürger zu ethablieren, der sich wirtschaftlich erhalten kann.
Zuerst brauchen wir wieder Rechtschreibung und Grammatik.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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cantus planus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von cantus planus »

Stilus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Was ist die bildungspolitische Aufgabe einer Universität?
Die Produktion von Akademikern und die Sicherung eines Ausbildungsstandards, den die Gesellschaft benötigt.
Das sehen die meisten Politiker wohl genauso, und deshalb haben wir einen Murks wie die Bologna-Reform. Tatsächlich entspricht das vorne und hinten nicht dem Humboldt'schen Bildungsideal, auf das wir in Deutschland zurecht lange stolz waren. Erst seitdem man zur vermeintlichen Leistungssteigerung davon abgerückt ist, haben wir doch das ständig sinkende Bildungsniveau, weil nie zuvor mehr gelernt wurde, ohne dass einem irgendjemand sagt, wann, wo und wozu man dieses Wissen verwenden kann. Man könnte sagen, in Deutschland werden immer mehr Fachidioten ausgebildet, während Allgemeinbildung der Wikipedia überantwortet wird.
Wundervolle Idee CP -im Grunde stimme ich Dir auch zu- aber das Humboltsche Bildungsideal ist für uns derzeit nicht das Maß der Dinge!
Ja, genau das habe ich doch oben beklagt. Eine Idee habe ich dabei gar nicht geäußert.

Mir scheint, du verstehst mich miß.
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Wir brauchen eine Aufforstung des Allgemeinwissens, um darauf wieder eine Bildungsbürger zu ethablieren, der sich wirtschaftlich erhalten kann.
Zuerst brauchen wir wieder Rechtschreibung und Grammatik.
:patsch: ...Brille nicht geputzt und ich hab meinen Tippfehlerteufelchenexorzismus vergessen! :patsch:

Du solltest nicht mit Steinen werfen - nur weil Du dünken, hadern, bedungen, ehern, säumen oder das weiland übliche Wörtchen Gauch nicht kennst - sitzt Du vielleicht im Spiegelkabinett der deutschen Sprache fest...
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lifestylekatholik
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von lifestylekatholik »

Stilus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Wir brauchen eine Aufforstung des Allgemeinwissens, um darauf wieder eine Bildungsbürger zu ethablieren, der sich wirtschaftlich erhalten kann.
Zuerst brauchen wir wieder Rechtschreibung und Grammatik.
:patsch: ...Brille nicht geputzt und ich hab meinen Tippfehlerteufelchenexorzismus vergessen! :patsch:

Du solltest nicht mit Steinen werfen - nur weil Du dünken, hadern, bedungen, ehern, säumen oder das weiland übliche Wörtchen Gauch nicht kennst - sitzt Du vielleicht im Spiegelkabinett der deutschen Sprache fest...
:vogel:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Stilus
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Re: Verlust der Mitte?

Beitrag von Stilus »

cantus planus hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Was ist die bildungspolitische Aufgabe einer Universität?
Die Produktion von Akademikern und die Sicherung eines Ausbildungsstandards, den die Gesellschaft benötigt.
Das sehen die meisten Politiker wohl genauso, und deshalb haben wir einen Murks wie die Bologna-Reform. Tatsächlich entspricht das vorne und hinten nicht dem Humboldt'schen Bildungsideal, auf das wir in Deutschland zurecht lange stolz waren. Erst seitdem man zur vermeintlichen Leistungssteigerung davon abgerückt ist, haben wir doch das ständig sinkende Bildungsniveau, weil nie zuvor mehr gelernt wurde, ohne dass einem irgendjemand sagt, wann, wo und wozu man dieses Wissen verwenden kann. Man könnte sagen, in Deutschland werden immer mehr Fachidioten ausgebildet, während Allgemeinbildung der Wikipedia überantwortet wird.
Wundervolle Idee CP -im Grunde stimme ich Dir auch zu- aber das Humboltsche Bildungsideal ist für uns derzeit nicht das Maß der Dinge!
Ja, genau das habe ich doch oben beklagt. Eine Idee habe ich dabei gar nicht geäußert.

Mir scheint, du verstehst mich miß.
Mich deucht, ich versteh' Dich besser als Du's wähnst, denn das Ziel müßte dieses Humboltsche Ideal sein, derzeit sind wir aber zu weit entfernt davon, um's direkt anzusteuern... Fraglich ist, ob dieses Terrain nicht schon bis zu Unbebaubarkeit erodiert ist und wir "neue Schläuche" bräuchten.
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