Abtreibung

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anneke6
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von anneke6 »

Marion hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Welche Schuld liegt auf dem Vater, der sein Kind (bei allem Einsatz) nicht zu retten vermochte?
Gar keine
Ich denke, das kommt auf den Einzelfall an. Man kann auch indirekt schuldig werden.
???

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Bernado
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Bernado »

Marion hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Was passiert mit der Seele eines untaufbaren Kindes, das Opfer eines mehrfachen Todsünders wird?
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... adies.html

Vielleicht findet einer das Orginalschreiben vom Papst (April 27)

Zu diesem Thema gibt es aber glaube ich nur Thesen und keine feste Lehre (also richtige Erkenntnis)
Der letzte Satz ist richtig, der zitierte Artikel ist Müll. Die Lehre der Kirche wird sehr schön zum Ausdruck gebracht in der Enzyklika "Evangelium Vitae" von JPII aus dem Jahr 1995, wo es in Abschnitt 99 heißt:
Einen besonderen Gedanken möchte ich euch, den Frauen, vorbehalten, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Die Kirche weiß, wie viele Bedingtheiten auf eure Entscheidung Einfluß genommen haben können, und sie bezweifelt nicht, daß es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat. Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht. Laßt euch jedoch nicht von Mutlosigkeit ergreifen und gebt die Hoffnung nicht auf. Sucht vielmehr das Geschehene zu verstehen und interpretiert es in seiner Wahrheit. Falls ihr es noch nicht getan habt, öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbarmens wartet auf euch, um euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten. Euer Kind aber könnt ihr diesem Vater und seiner Barmherzigkeit mit Hoffnung anvertrauen. Mit Hilfe des Rates und der Nähe befreundeter und zuständiger Menschen werdet ihr mit eurem erlittenen Zeugnis unter den beredtesten Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben sein können. Durch euren Einsatz für das Leben, der eventuell von der Geburt neuer Geschöpfe gekrönt und mit der Aufnahme und Aufmerksamkeit gegenüber dem ausgeübt wird, der der Nähe am meisten bedarf, werdet ihr eine neue Betrachtungsweise des menschlichen Lebens schaffen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Robert Ketelhohn
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

anneke6 hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Welche Schuld liegt auf dem Vater, der sein Kind (bei allem Einsatz) nicht zu retten vermochte?
Gar keine
Ich denke, das kommt auf den Einzelfall an. Man kann auch indirekt schuldig werden.
Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an. Aber anhand der in der Frage
mitgeteilten Fakten ist Marions Antwort die allein und abschließend richtige.
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Robert Ketelhohn
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Bernado hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Was passiert mit der Seele eines untaufbaren Kindes, das Opfer eines mehrfachen Todsünders wird?
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... adies.html

Vielleicht findet einer das Orginalschreiben vom Papst (April 2007)

Zu diesem Thema gibt es aber glaube ich nur Thesen und keine feste Lehre (also richtige Erkenntnis)
Der letzte Satz ist richtig, der zitierte Artikel ist Müll. Die Lehre der Kirche wird sehr schön zum Ausdruck gebracht in der Enzyklika "Evangelium Vitae" von JPII aus dem Jahr 1995, wo es in Abschnitt 99 heißt:
Einen besonderen Gedanken möchte ich euch, den Frauen, vorbehalten, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Die Kirche weiß, wie viele Bedingtheiten auf eure Entscheidung Einfluß genommen haben können, und sie bezweifelt nicht, daß es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat. Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht. Laßt euch jedoch nicht von Mutlosigkeit ergreifen und gebt die Hoffnung nicht auf. Sucht vielmehr das Geschehene zu verstehen und interpretiert es in seiner Wahrheit. Falls ihr es noch nicht getan habt, öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbarmens wartet auf euch, um euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten. Euer Kind aber könnt ihr diesem Vater und seiner Barmherzigkeit mit Hoffnung anvertrauen. Mit Hilfe des Rates und der Nähe befreundeter und zuständiger Menschen werdet ihr mit eurem erlittenen Zeugnis unter den beredtesten Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben sein können. Durch euren Einsatz für das Leben, der eventuell von der Geburt neuer Geschöpfe gekrönt und mit der Aufnahme und Aufmerksamkeit gegenüber dem ausgeübt wird, der der Nähe am meisten bedarf, werdet ihr eine neue Betrachtungsweise des menschlichen Lebens schaffen.
Der Artikel der »Welt« ist in der Tat Müll, wie fast alles, was damals nach dummdreistem Geblubber aus der Theologenkommission geschrieben wurde. Ich sehe aber nicht, was Johannis Pauls Zitat zur Beantwortung der gestellten Frage beitrüge, und verweise auf folgendes:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:- Wenn ein Kind im Mutterleib oder direkt nach der Geburt stirbt, wird es bestraft, weil es nicht getauft wurde, und daher nicht zur Kirche gehört?
Es wird nicht bestraft. Denn es hat keine persönlichen Sünden. Das ist zunächst mal Teil eins der Lehre vom Limbus. Weshalb sollte oder könnte man das aufgeben? Das hieße ja anzunehmen, unschuldige Kindlein würden Höllenqualen leiden müssen.

Oder – einzige Alternative – man erklärte die Taufe für belanglos. Damit hätte die Kirche sich selber erledigt. Und den Herrn gleich mit, der ihr die Taufe ja aufgetragen hat.

Man wird es also schon bei diesen beiden Aussagen lassen müssen, denn mehr wissen wir nicht: Erstens, daß es mit dem Glauben an einen gerechten Gott nicht vereinbar ist anzunehmen, unschuldige Kinder (oder auch Erwachsene, wenn es das gibt) könnten durch Höllenqualen bestraft werden; zweitens, daß alle durch die auf das ganze Menschengeschlecht übertragene Ursünde derart von Gott getrennt sind, daß sie auch nach dem Tode nicht der Schau Gottes teilhaftig werden können, wenn sie nicht im Wasser der Taufe dieser Welt gestorben und neu geboren sind.

Darüberhinaus können wir nur hoffen und vermuten. Zunächst gilt natürlich auch von ungetauft gestorbenen, unschuldigen Kindern, was die Kirche von Jugendlichen und Erwachsenen lehrt, die ungetauft in unüberwindlicher Unkenntnis Jesu Christi und der Kirche sterben. Dem allmächtigen Gott kann es nicht unmöglich sein, Möglichkeiten der Rettung zu eröffnen, die wir nicht kennen. Man kann durchaus auch bei einem Neugenorenen die implizite Sehnsucht nach einem Erlöser vermuten. Ebenso freilich auch das Gegenteil. Es bleibt Hoffnung. Ähnlich können wir vielleicht auch hoffen, daß – so wie es eine Begierdtaufe der Katechumenen gibt und eine Kindertaufe auf den Glauben der Eltern hin – daß es auch eine Säuglings-Begierdtaufe auf den Glauben, auf die Begierde der Eltern hin gibt. Hoffen dürfen und sollen wir, und beten erst recht.

Aber solche Hoffnung ändert nichts an den beiden oben genannten Punkten, um die wir wissen.
Darum ist auch nicht »der letzte Satz [des Zitats von Stilus] .. richtig«:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Pius VI. hat jedenfalls 1794 in der Konstitution Auctorem fidei eine
These verurteilt, die den Limbus verwarf.

Der Begriff Limbus (puerorum, im Unterschied zum limbus patrum,
um den es hier nicht gehen kann) ist natürlich immer eher volkstüm-
lich gewesen und als solcher nicht definiert.

Seine Substanz aber – daß nämlich, wer ohne persönliche Sünde,
sondern nur mir der Erbsünde behaftet stirbt, der Schauung Gottes
in der kommenden Welt entbehren muß, jedoch sonst keine Strafen
erleidet – ist in Tradition und Lehramt doch recht eindeutig definiert.
Das Papstzitat endlich baut – von der seelsorglichen Intention abgesehen, die zu begrüßen ist, auch wenn sie vielfach ins Leere gehen wird – auf der verkehrten und zu verwerfenden Menschenrechtsideologie der Freimaurerei auf. Das ist philosophisch falsch und pastoral-psychologisch kontraproduktiv. Der Mensch, den man seine Rechte lehrt, wird hac in valle lacrimarum immer sein „gutes Recht“ über dasjenige des andern setzen. Mein „Menschenrecht“ und „Lebensrecht“ ist nicht als mein zum Götzen gesetzter Hochmut.

Das prägt ja auch die Moderne, die schlimmste aller Zeiten der Geschichte, außer aus der Sicht des Fürsten dieser Welt, der reichste Ernte einfährt und sich die Hände reibt, weil fast überall die Opfer des aus dem Menschenrechte fließenden Mordens wenigstens ebenso arg sind wie ihre Mörder.
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Stilus
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Stilus »

Danke für Eure Antworten.
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Bernado
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Bernado »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das Papstzitat endlich baut – von der seelsorglichen Intention abgesehen, die zu begrüßen ist, auch wenn sie vielfach ins Leere gehen wird – auf der verkehrten und zu verwerfenden Menschenrechtsideologie der Freimaurerei auf.
Das ist polemischer Unfug und entwertert im Zusammenhang gelesen auch Deine anderen Ausführungen zum Thema.
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Robert Ketelhohn
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Bernado hat geschrieben:entwertet
Diese Reaktion habe ich befürchtet und vorhergesehen. Ich habe darum einen Augenblick überlegt, die Polemik gegen die Menschenrechtsidee hier beiseite zu lassen. Ich habe den Gedanken wieder verworfen, denn solches Verhalten wäre unehrlich. Wer Ohren hat, der höre.

In Wahrheit ist die Menschenrechtsideologie (und was hinter ihr steht) die Wurzel allen Massenmordens der vergangenen zwei Jahrhunderte. Und ebenso sicher hat diese verkehrte Ideologie die Theologie der Kirche vollständig durchsäuert.

Darum ist auch der Kampf der „Lebensrechtler“ eitel.

Steht auf Platz sechs des Dekalogs das Wort: »Du hast das Recht zu leben«?
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Stilus
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Stilus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:entwertet
Diese Reaktion habe ich befürchtet und vorhergesehen. Ich habe darum einen Augenblick überlegt, die Polemik gegen die Menschenrechtsidee hier beiseite zu lassen. Ich habe den Gedanken wieder verworfen, denn solches Verhalten wäre unehrlich. Wer Ohren hat, der höre.

In Wahrheit ist die Menschenrechtsideologie (und was hinter ihr steht) die Wurzel allen Massenmordens der vergangenen zwei Jahrhunderte. Und ebenso sicher hat diese verkehrte Ideologie die Theologie der Kirche vollständig durchsäuert.

Darum ist auch der Kampf der „Lebensrechtler“ eitel.

Steht auf Platz sechs des Dekalogs das Wort: »Du hast das Recht zu leben«?
Ja - das steht dort! Denn Durch die Verpflichtung des Gläubigen nicht zu töten, schützt GOtt den zu tötenden vor dem Zugriff des Frommen, für den es selbstverständlich ist nach dem Gebot zu handeln; aber dieses Gebot richtet sich an alle Menschen und damit auch an die, die nicht glauben - undd wurde normative Grundlage unseres Rechtssystems! Somit schafft Gott im Dekalog das Lebensrecht durch das Tötungsverbot und bestätigt es durch seinen SOhn, der uns sagt: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst."

Es geht darum, daß was Jesus uns lehrte, den um ihn selbst erweiterten Dekalog (J.Ratzinger: Jesus von Nazareth) in die Welt zu tragen
und dazu gehört der Schutz der Schwachen und wer wäre wehrloser als ein ungeborenes Kind!

:panisch: Niemals hätte ich gedacht jemals hier solches schreiben zu müssen und die Lebensschützer gegen andere Christen verteidigen zu müssen... :panisch:
Der Kampf der Lebensrechtler ist niemals eitel, sondern gottgeboten!


...man mag an ihrer "Waffenwahl" (ab&an sogar: ver-)zweifeln - aber das Ziel ist edel und nicht eitel, gut und nicht besserwisserisch, nobel und nicht snobistisch.
Zuletzt geändert von Stilus am Donnerstag 9. September 2010, 09:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Raphael

Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Raphael »

Stilus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:entwertet
Diese Reaktion habe ich befürchtet und vorhergesehen. Ich habe darum einen Augenblick überlegt, die Polemik gegen die Menschenrechtsidee hier beiseite zu lassen. Ich habe den Gedanken wieder verworfen, denn solches Verhalten wäre unehrlich. Wer Ohren hat, der höre.

In Wahrheit ist die Menschenrechtsideologie (und was hinter ihr steht) die Wurzel allen Massenmordens der vergangenen zwei Jahrhunderte. Und ebenso sicher hat diese verkehrte Ideologie die Theologie der Kirche vollständig durchsäuert.

Darum ist auch der Kampf der „Lebensrechtler“ eitel.

Steht auf Platz sechs des Dekalogs das Wort: »Du hast das Recht zu leben«?
Ja - das steht dort! Denn Durch die Verpflichtung des Gläubigen nicht zu töten, schützt GOtt den zu tötenden vor dem Zugriff des Frommen, für den es selbstverständlich ist nach dem Gebot zu handeln; aber dieses Gebot richtet sich an alle Menschen und damit auch an die, die nicht glauben - undd wurde normative Grundlage unseres Rechtssystems! Somit schafft Gott im Dekalog das Lebensrecht durch das Tötungsverbot und bestätigt es durch seinen SOhn, der uns sagt: "Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst."

Es geht darum, daß was Jesus uns lehrte den um ihn selbst erweiterten Dekalog (J.Ratzinger: Jesus von Nazareth) in die Welt zu tragen und dazu gehört der Schutz der Schwachen und wer wäre wehrloser als ein ungeborenes Kind!
Der Kampf der Lebensrechtler ist niemals eitel, sondern gottgeboten!
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Stilus
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Stilus »

Raphael hat geschrieben: :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:

...so! Jetzt hab ich schon mal einen Erzengel auf meiner Seite! *Faust in Hüfte stemm*
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Stilus
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Stilus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben: In Wahrheit ist die Menschenrechtsideologie (und was hinter ihr steht) die Wurzel allen Massenmordens der vergangenen zwei Jahrhunderte.

Kleriner Literaturtip:[bild=]

Bild[/bild]
5000 fünftausensend Jahre der Mensch des Menschen Feind - nicht erst 200! Die Emanzipation des Menschen von der Natur beginnt mit dem Verlassen des Räuber-Beute-Kreislaufes, der Pflug gibt dem ganzen Kontinuität in der Versorgung, aber die Zivilisation beginnt mit dem Schwert, das erobert und verteidigt in Uruk, Ur und Eridu und so Schrift und Kultus erzwingt...
...so traurig es klingt, Crichton hat Recht mit dem Satz, daß der Mensch dem Velociraptor in der Arggressivität und Zielstrebigbeit in nichts nachstehe, nur daß wir die schlimmeren Waffen haben - und das macht den ganzen Unterschied der letzten 200 Jahre aus.
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Robert Ketelhohn
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ihr könnt nicht lesen.

Im Dekalog steht nichts von Rechten. Solches läßt sich aus ihm auch nicht logisch herleiten, was du, Stilus, konsequenterweise auch gar nicht erst versuchst.

Die Menschenrechtsidee ist der kirchlichen Lehre und Theologie bis ins zwanzigste Jht. hinein auch völlig fremd. Aber das brauchen wir nicht hier zu diskutieren, dazu gibt es schon einen Strang: http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=17517#p17517 . Siehe auch: http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=13878#p13878 .

Eitel ist der Kampf der „Lebensrechtler“ ganz offensichtlich. (Nämlich leer, nichtig, erfolglos. Vielleicht hast du den Begriff mißverstanden. Sieh da: http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=43421#p43421 .)

Die Massenmorde der letzten 2 Jahre endlich haben gegenüber früheren eine völlig neue Qualität. Aber das wäre eine Diskussion für sich.
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Raphael

Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Raphael »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Ihr könnt nicht lesen.
Das hat mit Lesenkönnen nichts zu tun, sondern eher mit der Semantik!

Du hattest - womöglich ganz bewußt - die althergebrachte Bedeutung von eitel verwendet.
Heutzutage wird eitel jedoch im Sinne von selbstgefällig und ichbezogen verwendet.

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Robert Ketelhohn
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

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Bernado
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Bernado »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Ihr könnt nicht lesen.

Im Dekalog steht nichts von Rechten. Solches läßt sich aus ihm auch nicht logisch herleiten, was du, Stilus, konsequenterweise auch gar nicht erst versuchst.

Die Menschenrechtsidee ist der kirchlichen Lehre und Theologie bis ins zwanzigste Jht. hinein auch völlig fremd. Aber das brauchen wir nicht hier zu diskutieren, dazu gibt es schon einen Strang: http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=17517#p17517 . Siehe auch: http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=13878#p13878 .

Eitel ist der Kampf der „Lebensrechtler“ ganz offensichtlich. (Nämlich leer, nichtig, erfolglos. Vielleicht hast du den Begriff mißverstanden. Sieh da: http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=43421#p43421 .)

Die Massenmorde der letzten 2 Jahre endlich haben gegenüber früheren eine völlig neue Qualität. Aber das wäre eine Diskussion für sich.
Dieser Unfug wrd durch den Verweis auf einen Strang, in dem er schon einmal gepostet wurde, nicht sinnvoller. Sinnvoll wäre es dagegen wenn Du Dich einmal differenzierter mit den Wurzeln der Menschenrechtsidee und ihren verschiedenen Ausformungen und auch Entstellungen auseinandersetzen würdest. So, wie hier vorgetragen, kommst Du über einen Windmühlenkampf nicht hinaus.
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Die Wurzel ist der Vater der Lüge.
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Torsten
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Torsten »

Menschenrechte. Das ist wohl die Idee, dass die Freiheit, die ich gegenüber den Menschen und den Dingen der Welt besitze, eine einklagbare Freiheit zum Heil hin ist. Das kann aber nur eingeklagt werden, wenn die Obrigkeit sich als gnädig erweist und auf die Einhaltung der Menschenrechte achtet. Diese Gnade muss sich immer wieder erkämpft werden.

"„Wir bekennen gemeinsam, dass der Mensch im Blick auf sein Heil völlig auf die rettende Gnade Gottes angewiesen ist. Die Freiheit, die er gegenüber den Menschen und den Dingen der Welt besitzt, ist keine Freiheit auf sein Heil hin. Das heißt, als Sünder steht er unter dem Gericht Gottes und ist unfähig, sich von sich aus Gott um Rettung zuzuwenden. Rechtfertigung geschieht allein aus Gnade.“

Das heisst, dass die einzige Anwendung der Freiheit gegenüber den Menschen und den Dingen der Welt hinsichtlich der Rechtfertigung die ist, unter anderen zu leiden. Ein schmaler, steiniger Weg, der aber nicht mit Leichen gepflastert ist, über die ich gehe. Immer wieder steht am Wegrand einer, der einem zuflüstert:"Wie lange willst Du noch leiden? Fang doch endlich an zu klagen!" Wem würde ich mich um Rettung zuwenden, wenn ich dies täte?

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cantus planus
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MODERATION

Beitrag von cantus planus »

Liebe Kreuzgängster, in diesem Strang geht es um die seelischen Folgen der Abtreibung, also ein originär theologisches Thema von großer Tragweite. Die Diskussion über Menschenrechte oder Freimaurer, ist ebenso wie Menschenrechte und Freimaurer, bereits andernorts geführt worden. Argumente für und wider mag man dort nachlesen oder ergänzen. Damit an dieser Stelle bitte zurück zum Thema!
cantus planus, Mod.
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Torsten
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Re: MODERATION

Beitrag von Torsten »

cantus planus hat geschrieben:Die Diskussion über Menschenrechte oder Freimaurer, ist ebenso wie Menschenrechte und Freimaurer, bereits andernorts geführt worden.
Ja, aber anscheinend nicht verstanden. Tschuldigung, das musste ich noch anmerken.

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incarnata
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von incarnata »

Es ist in der Tat nicht unproblematisch von einem "Recht auf Leben" zu sprechen-insbesondere,wenn damit das Leben auf dieser Erde gemeint ist.Jede schwere Erkrankung,jede Naturkatastrophe und jeder unverschuldete Unfall sowie die durch die Ursünde bedingte Tendenz des Menschen sein Ego gegenüber dem anderen durchzusetzen vom Revierkampf der Steinzeitmenschen über Kriege aller Art in die auch Unbeteiligte hineingezwungen werden bis zu Rechtssystemen,die bestimmte Delikte mit der Todesstrafe ahnden- macht aus diesem"Recht" Makulatur.Als Christen sollten wir uns darum kümmern,dass möglichst viele das ihnen ursprünglich und durch das Erlösungswerk Jesu Christi von Gott zugedachte ewige Leben erlangen
.Und: Wir sollten dafür kämpfen,dass nicht durch unser eigenes Tun die uns von Gott zugedachte
Lebenszeit freventlich verkürzt wird:also für Lebensschutz vom Mutterleib bis ins Greisenalter.Dieser Kampf für den Lebensschutz impliziert dann durchaus auch den Kampf gegen Todesstrafe und für Frieden.
Der Kampf für "Lebensrecht" kann gerade bei nicht im Glauben verankerten Menschen rasch in eine falsche Richtung führen wie Robert ganz richtig anführt.Insofern ist das o.g. Papstzitat in den letzten Zeilen in der Tat unglücklich formuliert.Er hätte besser vom Einsatz für den Schutz des Lebens als für das Lebensrecht sprechen sollen.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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incarnata
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von incarnata »

Zu Frage 2,die von den 3 gestellten noch nicht ausreichend beantwortet wurde:
Die Ärzte,die mit Abtreibung schwerpunktmässig ihr Geld verdienen trifft natürlich eine schwere Schuld;
sie rechtfertigen sich gewöhnlich damit,dass sie das Feld nicht den die Patientinnen körperlich noch stärker gefährdenden "Engelmachern" überlassen wollen-ohne zu sehen,dass dank gut medizinisch funktionierender Abtreibungsanstalten das Motiv der Angst vor dem Eingriff,das früher doch die meisten,die mal daran gedacht haben abtreiben zu lassen nicht mehr greift,die Ausführung zu verhindern.
Die Gesetzgebung zwingt Ärzte allerdings dazu z.B. Eltern,die ein behindertes Kind erwarten rechtzeitig
auf die gesetzlicen Regelungen zur Abtreibung hinzuweisen-sonst könnten sie zur Beteiligung an Pflegekosten für ein solches Kind -verknackt werden ."Kind als Schaden"-obwohl Abtreibung ja nach wie vor in Deutschland illegal-jedoch wenn mit "Schein" straffrei ist und ggf krankenkassenfinanziert.Auch kommt es vor,dass operativ tätige Gynäkologen und Assistenzärzte eine pfuscherisch von der Patientin oder deren Angehörigen begonnene Abtreibung zu Endeführen müssen,damit die Frau nicht verblutet.Die trifft dann m.E. keine Schuld.Wer keine Pille danach verschreibt, kann,wenn er nur sagt-ich tu´s aus Gewissensgründen nicht-auch ggf zu Unterhaltszahlungen für das Kind verknackt werden.Er muss,wen sich die Frau auch nach Aufklärung über medizinische und seelische Folgen nicht umstimmen lässt zumindest Ärzte nennen,die das Präparat verschreiben.
Die Frauen sind in der Stressituation oft selbst auch nur eingeschränkt schuldfähig.Schuld ist schwerpunktmässig das Umfeld der Frau,das sie und das Kind nicht liebevoll aufnimmt sondern
bestärkt und oft auch zwingt den scheinbar einfachsten Weg das "Problem" aus der Welt zu schaffen
zu wählen.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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anneke6
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von anneke6 »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Welche Schuld liegt auf dem Vater, der sein Kind (bei allem Einsatz) nicht zu retten vermochte?
Gar keine
Ich denke, das kommt auf den Einzelfall an. Man kann auch indirekt schuldig werden.
Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an. Aber anhand der in der Frage
mitgeteilten Fakten ist Marions Antwort die allein und abschließend richtige.
Ich meinte z.B. einen Fall, wo der Mann die Frau anfangs tyrannisiert und bedroht und erst seine Meinung ändert, wenn die Frau selbst die Abtreibung will. Wenn er dann später alle Kräfte anwendet, ist das wohl schuldmildernd, aber es macht — so sehe ich es zumindest — sein bisheriges Verhalten nicht ungeschehen.
???

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Marion
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Marion »

incarnata hat geschrieben:Wer keine Pille danach verschreibt, kann,wenn er nur sagt-ich tu´s aus Gewissensgründen nicht-auch ggf zu Unterhaltszahlungen für das Kind verknackt werden.
Ist so etwas schon geschehen oder nur theoretisch möglich?
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Linus
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Linus »

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Torsten
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Torsten »

Klage wegen "Schadensfall" Emil

Emil hätte wegen seiner schwerwiegenden Behinderung bis zur Geburt straffrei abgetrieben werden können, zudem könnten seine Eltern Schadenersatzansprüche für den Gesamtaufwand ableiten, wenn in der Pränatal-Diagnose ein Fehler unterlaufen wäre. Emils Eltern sahen in diesem Umstand eine Diskriminierung ihres Sohnes.
Wer will ihnen vorwerfen, dass sie ihren Sohn zum Gegenstand einer Auseinandersetzung machen? Es ist nicht der ganz normale Wahnsinn.

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Jacinta
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Jacinta »

Torsten hat geschrieben:
Klage wegen "Schadensfall" Emil

Emil hätte wegen seiner schwerwiegenden Behinderung bis zur Geburt straffrei abgetrieben werden können, zudem könnten seine Eltern Schadenersatzansprüche für den Gesamtaufwand ableiten, wenn in der Pränatal-Diagnose ein Fehler unterlaufen wäre. Emils Eltern sahen in diesem Umstand eine Diskriminierung ihres Sohnes.
Wer will ihnen vorwerfen, dass sie ihren Sohn zum Gegenstand einer Auseinandersetzung machen? Es ist nicht der ganz normale Wahnsinn.
Das ist aber etwas anderes. Hier geht es um die fehlerhafte Diagnose, die zu einem "Schaden" führte. Ich halte für pervers, ein Kind als Schaden zu betrachten. Siehe auch hier: http://www.jurakopf.de/das-kind-als-schaden/
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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Marion
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Marion »

anneke6 hat geschrieben:Ich meinte z.B. einen Fall, wo der Mann die Frau anfangs tyrannisiert und bedroht und erst seine Meinung ändert, wenn die Frau selbst die Abtreibung will. Wenn er dann später alle Kräfte anwendet, ist das wohl schuldmildernd, aber es macht — so sehe ich es zumindest — sein bisheriges Verhalten nicht ungeschehen.
Natürlich macht nichts ein altes Verhalten ungeschehen. Nicht die allerbeste Tat macht irgendetwas ungeschehen, wenn es nun schon geschehen ist.

Ich denke aber nicht, daß der Mann diese Abtreibung beichten müsste oder auch nur könnte? Und ich kann mir nicht vorstellen, daß Gott ihm diese Abtreibung, die er mit seiner ganzen Kraft versucht hat zu verhindern, anrechnet. Auch wenn man sagen muss, daß ohne diesen Mann weder Kind gezeugt, noch Tyrannisierung und auch diese Abtreibung nicht stattgefunden hätte.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Stilus
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Stilus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:


Eitel ist der Kampf der „Lebensrechtler“ ganz offensichtlich. (Nämlich leer, nichtig, erfolglos. Vielleicht hast du den Begriff mißverstanden.
:( Immer noch bin ich traurig, ais "Deiner Ecke solches zu hören - die Bedeutungen von "eitel" waren mir durch aus bekannt...
:auweia: weh tut das Wort "erfolglos", daß im Einklang mit vermutlich einer Viertel Million Abtreibungen jährlich seht. Aber Robert, die anderen Begriffe sind noch nicht von Dir erläutert.

Warum "leer"?

...warum "nichtig",

wenn ihr Kampf einem Gebot des Deklaloges gilt?

Entsetzt,
Stilus
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist
Ein Leben das kein Tod entreißt.


Jesus rettet!
Buddha macht nur inkrementelle Backups…

Raphael

Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Raphael »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich rede so: http://kreuzgang.org/search.php?keyword ... bmit=Suche
Na, dann ist ja alles eitel Sonnenschein! :roll:

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Peti
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Peti »

Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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Staubkorn
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von Staubkorn »

Stilus hat geschrieben::nein: ...ich mag micht mit diesem Faden nicht im Brauhaus an den Thresen setzen und ihn auch nicht im Gemüsegarten einpflanzen!
Da ich davon ausgehe, daß hier keine herzlosen Abtreibungsbefürworter über mich herfallen, stelle ich die für mich wichtigen Punkte dar in Form von

drei Fragen:

Was passiert mit der Seele eines untaufbaren Kindes, das Opfer eines mehrfachen Todsünders wird?

Wer ist schuldiger? Der Arzt der die Tat verübt oder die Mutter die zur Tat anstiftet?

Welche Schuld liegt auf dem Vater, der sein Kind (bei allem Einsatz) nicht zu retten vermochte?


:traurigtaps: Stilus
Ich würde nicht von "Schuld" sprechen wollen.

Es ist lediglich so. Der Mensch heutzutage hat einfach zuviel Sex und sieht Sexualität nicht mehr als etwas "heiliges" an.
Da wird die Frau vollgestopft und stopft sich selber voll mit der Anti-Baby Pille, setzt sich eine chemische Spirale ein und der Mann schaut bei zu oder befürwortet es, denn so kann er "ungehindert" Spaß mit der Frau haben usw. usw. usw.
Jedenfalls wird so Sex als Selbstverständlich gesehen, als sogenannter "Spaßfaktor" und es wird kaum mehr dabei bedacht, dass dadurch eben auch Kinder entstehen. Beziehungsweise Sex eigentlich dazu da ist, um Kinder zu zeugen.
Wenn die Menschen Sex nur noch dazu verwenden würden, um Kinder zu zeugen, als sich tagtäglich, wöchentlich, monatlich zu "vergnügen", würde es eben auch keine Abtreibungen mehr geben.

Im übrigen, es gibt auch Männer, die die Frauen überreden die Pille zu nehmen und zu verhüten, ebenso gibt es Männer, die die Frau dazu antreiben abzutreiben und es gibt viele Männer, die Frauen vergewaltigen und sie so schwängern.

Und ein Mann hat immer eine Mitverantwortung, wenn er mit einer Frau schläft. Ob es ihm passt oder nicht.

Schuld allein ist unser aller triebhafte Natur, die das Herz und den Verstand gänzlich ausschalten.
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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lutherbeck
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Re: Seelische Folgen der Abtreibung

Beitrag von lutherbeck »

Das Christentum als "Spaßbremse"?
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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