Deutscher Adel

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Haiduk
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von Haiduk »

Dornbusch hat geschrieben:
Haiduk hat geschrieben: Wenn man das schauen will, dann geht man auf die Seite der Kaisertreuen Jugend. Da finden sich alle relevanten Informationen. :)

Es braucht nur noch ein konkretes Konzept. Wer sich an der Diskussion darüber beteiligen möchte, kann das hier tun.
Toller Tipp - Danke! :klatsch:

Wobei mir die Ziele des Vereins nicht wirklich klar geworden sind:
"...Die Kaisertreue Jugend hat vor allem das Ziel, jungen Monarchisten eine Möglichkeit zur Aktivitätsentfaltung zu geben! Wir werden, um dieses Ziel zu erreichen, mit allen monarchistischen Organisationen zusammenarbeiten und die zersplitterten Kräfte bündeln..." :hae?:

Das kann doch unmöglich alles sein...
Die wichtigste Aktivität der Kaisertreuen Jugend (KJ) ist die Mitarbeit beim Organisieren des Monarchieforums, einer interdisziplinären Fachtagung zum Thema Monarchie. Das nächste Monarchieforum ist vom 8. bis 10. Oktober in Potsdam und Berlin mit dem Themenschwerpunkt "Die Monarchie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne". Organisiert wird das von der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft (DMG). Neben der KJ sind unter dieser Dachorganisation der Bund aufrechter Monarchisten und der Luisenbund organisiert. Auf internationaler Ebene sieht es so aus, daß die DMG und ihre Organisationen in der Internationalen Monarchistischen Konferenz(*) Mitglied sind und wir pflegen Kontakte zu Monarchisten v.a. in Österreich, Frankreich, der Tschechischen Republik und Rußland. Im Zusammenhang mit dieser Kontaktpflege bin ich ab morgen für drei Wochen in Moskau. Eines der Ergebnisse dieser Zusammenarbeit ist eine deutschen Übersetzung des 2009 in Moskau erschienen Nationalen Manifests beim Monarchieforum 2009 in Hechingen. Das Vorwort ist der Text meines Vortrages, mit dem ich das vorgestellt hatte.

(*) Darf als Konkurrenzorganisation zu den Vereinten Nationen verstanden werden.
Zuletzt geändert von Haiduk am Donnerstag 3. Juni 2010, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt. 5, 37)
Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. (2. Kor. 10,4)

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ad-fontes
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von ad-fontes »

Linus hat geschrieben:Mir fällt auf, daß die Erziehung "ehemals Adeliger" doch sehr auf Contenance, Contenance und nochmals Contenance ausgerichtet ist. Was den tatsächlichen persönlichen Austausch durchaus erschweren kann....
Affektkontrolle. Kann auch pathologisch werden..
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von ad-fontes »

Meine Ausgangsfrage zielte ja nicht so sehr auf Wiederherstellung der Monarchie als politische Utopie (den Strang gibt es ja schon), sondern auf das Spannungsfeld adelige vs. christliche Lebensführung.

Steht das adelige Sonderbewußtsein, was sich beispielsweise - neben der Erziehung und Lebensführung im allgemeinen - im kirchlichen Bereich von der Patronatsbank bis hin zum päpstlichen Indult äußern kann/konnte, daß einigen wenigen Familien verliehen wurde, die Sonntagspflicht durch das Beiwohnen einer hl. Messe in der Privatkapelle erfüllen zu dürfen, im Widerspruch zur familia (plebs)-Dei Konzeption, und verhindert - oder zumindest erschwert - letzten Endes, im Bewußtsein zu leben, „Mensch wie du und ich zu sein“ (Lupus)?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Bernado
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von Bernado »

ad-fontes hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen - der Name des Herrn sei gepriesen!
Man kann es ja auch so sehen und fragen: Was kommt nach dem Beamtenstaat?
Hier könnte man natürlich antworten: Der Amtsadel.

Ist m. E. eher unwahrscheinlich. Dagegen erkenne ich derzeit durchaus Anzeichen einer gewissen Refeudalisierung - d. h. einer Klasse von Personen samt ihren Familienangehörigen, für die die allgemeinen Gesetze nur bgrenzt gelten, die für sich und ihre Umfelder das sog. Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt haben, die sich Reichtümer aneignen, die auf anderer Menschen arbeit beruhen und die - das ist das spannendste, immer erfolgreicher darangehen, ihre Machtstellungen und ihre Einkünfte (das ist etwas anderes als Besitztümer) zu vererben. Irgendwie stelle ich mir die ursprüngliche Entstehung des Adels ganz ähnlich vor.

Dieser neuen Feudalherrenkaste ist es völlig wurscht, wer unter ihnen MInister oder Kanzler ist, geradezu hofmeiermäßig.

Wer weiß, wohin uns unsere neuentstehende Feudalkaste noch führen wird.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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songul
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von songul »

ad-fontes hat geschrieben:Wen adressierst du? Haiduk? Mich?
ad-fontes hat geschrieben:Auf welche meiner Aussagen, falls ich gemeint war, beziehst du dich? Werde konkret!
Liess aufmerksam noch mal bis dahin und du wirst wissen wer ist mit "man" gemeint und wer mit "du".
ad-fontes hat geschrieben:Dein Bedürfnis nach Auskunft über persönliche Verhältnisse ist auffallend;- du willst Menschen immer schnell einsortieren können. Aber frag ich dich, welcher Sippe du seist? Das ist bei dem Thema - anders als beim Thema Religion - zwar nachvollziehbar, aber ich mache grundsätzlich keine persönlichen Angaben in einem öffentlich einsehbaren Forum. Dennoch reflektieren alle meine Beiträge entweder Gedanken oder Erfahrungen. Damit mußt du dich zufriedengeben, oder mich zukünftig ignorieren.
Mich wundert eher deine persönliche Getroffenheit; und auch deine "Fähigkeit" Zusammenhänge zu erkennen.
Aber mein Gutester, mit was ich mich zufriedengebe oder wen ich ignoriere, musst du schon mir überlassen.

LG Songul

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ad-fontes
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von ad-fontes »

Du bist für mich ein Buch mit sieben Siegeln; - aus dir werd' ich nicht schlau.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von ad-fontes »

Bernado hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen - der Name des Herrn sei gepriesen!
Man kann es ja auch so sehen und fragen: Was kommt nach dem Beamtenstaat?
Hier könnte man natürlich antworten: Der Amtsadel.

Ist m. E. eher unwahrscheinlich. Dagegen erkenne ich derzeit durchaus Anzeichen einer gewissen Refeudalisierung - d. h. einer Klasse von Personen samt ihren Familienangehörigen, für die die allgemeinen Gesetze nur bgrenzt gelten, die für sich und ihre Umfelder das sog. Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt haben, die sich Reichtümer aneignen, die auf anderer Menschen arbeit beruhen und die - das ist das spannendste, immer erfolgreicher darangehen, ihre Machtstellungen und ihre Einkünfte (das ist etwas anderes als Besitztümer) zu vererben. Irgendwie stelle ich mir die ursprüngliche Entstehung des Adels ganz ähnlich vor.

Dieser neuen Feudalherrenkaste ist es völlig wurscht, wer unter ihnen MInister oder Kanzler ist, geradezu hofmeiermäßig.

Wer weiß, wohin uns unsere neuentstehende Feudalkaste noch führen wird.
Diese Beobachtung halte ich für richtig. Vermutlich wird die Neufeudalisierung unbemerkter, da reibungsloser verlaufen, denn im Gegensatz zu Spätmittelalter und Früher Neuzeit gibt es keinen Überhang nachgeborener Söhne und Töchter, der anderweitig versorgt werden müßte und expansive, kulturell formende Kräfte freisetzt (Ostkolonisierung). So wird es wahrscheinlich noch eher zu einer Konzentration auf einige wenige hundert global player kommen. Der Vorwurf des Raubrittertums wird fälschlicherweise für dieses und andere Phänomene staatlicher "Ausplünderung" verwendet, dabei wäre eher an Schwarzarbeit als historisch adäquatem Vergleich zu denken.
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Haiduk
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von Haiduk »

ad-fontes hat geschrieben:Steht das adelige Sonderbewußtsein, was sich beispielsweise - neben der Erziehung und Lebensführung im allgemeinen - im kirchlichen Bereich von der Patronatsbank bis hin zum päpstlichen Indult äußern kann/konnte, daß einigen wenigen Familien verliehen wurde, die Sonntagspflicht durch das Beiwohnen einer hl. Messe in der Privatkapelle erfüllen zu dürfen, im Widerspruch zur familia (plebs)-Dei Konzeption, und verhindert - oder zumindest erschwert - letzten Endes, im Bewußtsein zu leben, „Mensch wie du und ich zu sein“ (Lupus)?
In der Form (zumal mit der Bezugnahme auf "päpstliche Indulte") kann ich diese Fragen nicht beantworten. Ich denke aber, daß Dir der hier verlinkte Text bei Deinen Überlegungen irgendwie weiterhelfen könnte. Eine der Grundannahmen ist dabei das Gleichgewicht der Mächte, d.h. von Thron und Altar, wie es dem traditionellen orthodoxen Verständnis zum Verhältnis von Staat und Kirche entspricht(*). Auch zum Beamtentum ist darin etwas zu finden. Beamte werden dabei ausdrücklich nicht mit Adel gleichgesetzt, weil das Eigentinteresse der Bürokratie ja durchaus nicht mit dem Interessen der Nation identisch ist. Ausführlich behandelt wird dieses Thema im Nationalen Manifest, das ich oben schon verlinkt hatte. Fragen des christlichen Glaubens werden darin zwar nicht direkt behandelt, aber ich meine, daß es dennoch hilfreich ist. Eine der Grundlagen dieses Manifests ist das Staatsformenschema nach Polybios, zu dem hier eine Kurzübersicht zu finden ist.

(*) Empfehlen kann ich hierzu das Buch The Mystery of Christian Power von Vladimir Moss.
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt. 5, 37)
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lifestylekatholik
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von lifestylekatholik »

Bernado hat geschrieben:Irgendwie stelle ich mir die ursprüngliche Entstehung des Adels ganz ähnlich vor.
Das is ja man interessant. Gibt es Darstellungen der Entstehung des Adels in den verschiedenen Gegenden (Skandinavien, Deutschland, Osteuropa, Mittelmeerraum)?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Bernado
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von Bernado »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Irgendwie stelle ich mir die ursprüngliche Entstehung des Adels ganz ähnlich vor.
Das is ja man interessant. Gibt es Darstellungen der Entstehung des Adels in den verschiedenen Gegenden (Skandinavien, Deutschland, Osteuropa, Mittelmeerraum)?
Ich könnte jetzt keine nennen, aber sowohl in der Geschichte als auch in der Volks-/Völkerkunde ist viel darüber geschrieben worden. Für Mitteleuropa (germ. Kulturkreis) und Teile Ostasiens (Japan u. Korea) wird wohl allgemein von einem zweistufigern Schema ausgegangen: Der Uradel, der aus den Spitzen der vorgeschichtlichen Stammes/Clan-Gesellschaft hervorgegangen ist, und den Amts- und Machtadel, der sich überall gebildet hat, wo die Häupter des Uradels wegen ökonomischer Schwäche zwar nicht ihren Rang, aber doch ihre Souveränität eingebüßt haben. Der Uradel reagierte darauf fast meistens in der Weise, daß er die Aufsteiger in irgendeiner Form mit in den Adel aufnahm oder als Adel anerkannte und sich schließlich mit deren Vormacht abfand - solange man seinen protokollarischen Rang nicht in Frage stellte. Das ganze sorgte für eine bestimmte Beweglichkeit innerhalb der Adelsklasse, in der immer wieder neue wichtige Leute integriert wurden - bis zu den "von Schmidts" im zweiten deutschen Kaiserreich, die freilich nicht genug Zeit hatten, die Anerkennung der wirklich alten Geschlechter zu erringen.
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taddeo
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von taddeo »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Irgendwie stelle ich mir die ursprüngliche Entstehung des Adels ganz ähnlich vor.
Das is ja man interessant. Gibt es Darstellungen der Entstehung des Adels in den verschiedenen Gegenden (Skandinavien, Deutschland, Osteuropa, Mittelmeerraum)?
Für Bayern gilt kurzgefaßt folgende Entwicklung (Quelle PDF, 1,36 MB), dort auch weiteres zur Folgeentwicklung):
Die Herausbildung führender Familien (6. – 10. Jahrhundert)
Bereits aus dem Frühmittelalter sind Adelsfamilien in Bayern bekannt. Zu fassen sind sie in der
Rechtsordnung der Bajuwaren, der Lex Baiuvariorum, die laut Prolog von den merowingischen
Köngien des 6. und 7. Jahrhunderts erlassen wurde. Darin wird zum einen dem Geschlecht
(„genus“) der Agilolfinger der erbliche Besitz des Herzogtums zugesichert, daneben werden fünf
Familien („genealogiae“) namentlich aufgeführt: Huosi, Drazza, Fagana, Hahilinga und Anniona.
Herkunft und Struktur dieser fünf Familien sind unklar. Bedeutend aber ist zuerst, dass für diese
Familien nun besondere Rechte gelten sollten.
Was in der Lex Baiuvariorum beginnt, darf für das 8. Jahrhundert als gesichert gelten: Erkennbar
sind nun Abschließungstendenzen einer zuvor nur vage zu fassenden Oberschicht. So unterscheiden
beispielsweise die Bestimmungen der Dingolfinger Synode (um 770) zwischen „nobiles et liberi
et servi“. Seit dieser Zeit erscheint auch die Bezeichnung „nobilis“ häufiger in den Quellen.
Nach dem Sturz des letzten agilolfingischen Herzogs Tassilo III. im Jahr 788 wurde Bayern in das
fränkische Grafschaftssystem einbezogen. In spätkarolingischer Zeit lassen sich zahlreiche
Adelsfamilien oder -sippen mit zum Teil weitreichenden Verwandtschaftsbeziehungen nachweisen.
Ob bereits ein einheitliches Familienbewusstsein bestand, darf man eher bezweifeln.
Als die letzten Karolingerkönige immer weniger in der Lage waren, effektiv Herrschaft auszuüben,
schwangen sich die Liutpoldinger, eine der führenden Familien, am Beginn des 10. Jahrhunderts
zur Herzogswürde auf.

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holzi
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von holzi »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Irgendwie stelle ich mir die ursprüngliche Entstehung des Adels ganz ähnlich vor.
Das is ja man interessant. Gibt es Darstellungen der Entstehung des Adels in den verschiedenen Gegenden (Skandinavien, Deutschland, Osteuropa, Mittelmeerraum)?
Wenn man sieht, wie die Wittelsbacher die Grafen von Andechs und andere Rivalen in Baiern ausgeschaltet haben, dabei würden sizilianische Mafiabosse wohl wie unschuldige Kleinkinder wirken. :nuckel:

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Peregrin
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von Peregrin »

holzi hat geschrieben:Wenn man sieht, wie die Wittelsbacher die Grafen von Andechs und andere Rivalen in Baiern ausgeschaltet haben, dabei würden sizilianische Mafiabosse wohl wie unschuldige Kleinkinder wirken. :nuckel:
Die Mafia war ja ursprünglich nichts anderes als eine restfeudale Parallelstruktur, die sich ins moderne Italien nicht so recht einfügen wollte oder konnte und in die Unterwelt abgedrängt wurde.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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ad-fontes
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Re: Deutscher Adel

Beitrag von ad-fontes »

Hat sich inzwischen der EuGH zum Adelsaufhebungsgesetz geäußert?

http://diepresse.com/home/recht/rechtal ... 5/index.do
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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