meinte für Jugendliche selbstverständlich. Für Kinder reichen oftmals ein paar klapse aufn hintern.Angelika hat geschrieben:Ich fasse es nicht !Poliven hat geschrieben:wir reden hier im extremfall von einer saftigen ohrfeige mehr nicht.![]()
... eine saftige Ohrfeige für ein KIND ... ein Schlag ins Gesicht ... und dazu sagst du "mehr nicht"
Erziehungsstile
Zuletzt geändert von Poliven am Donnerstag 5. Mai 2005, 01:09, insgesamt 1-mal geändert.
es geht hier um die ganze erziehung und nicht um 1 Ohrfeige irgendwann mal nachdem du vorher reichlich verwöhnt worden bist... oh backe...Jedenfalls an die letzt die ich mich erinnere, daraus habe ich null gelernt im GEgenteil da üerwog dann der TRotz,
Zuletzt geändert von Poliven am Donnerstag 5. Mai 2005, 01:06, insgesamt 2-mal geändert.
Und am ende hat man dann Kinder die sich nichts zutraun und bei dem kleinsten wehwechen den ersten Weg immer bei der Mutter einschlagen.Angelika hat geschrieben:Wenn es Schmerz verursacht, ist es zuviel.ad_hoc hat geschrieben:Ich habe bewußt von Klapsen gesprochen, die ja auch etwas Schmerz verursachen können.
ich übrigens auch nicht.Ich habe bewußt von Klapsen gesprochen, die ja auch etwas Schmerz verursachen können.
Ich rede auch nicht von brutaler elterlicher Erziehung.
Tjaes geht hier um die ganze erziehung und nicht um 1 Ohrfeige irgendwann mal nachdem du vorher reichlich verwöhnt worden bist... oh backe...
Nicht Schalgen = verwöhnen(verziehen, denn jemanden verwöhnen muß ja nix schlechtes sein) und Schlagen=Erziehen
Tolle erziehung man sollte wirklich den Elternführerschein einführen.
Außerdem wenn eine Ohrfeige schon nix bewirkt obwohl eigentlich der Überraschungsmoment etc. da ist, wie sollen dann Ohrfeigen als normales Zuchtmittel was bewirken?
Es ist auch komisch das doch sehr viele "geprügelte" Kinder zu Gewalt neigen, alleine der Umstand sollte schon zu denken geben.
Und am ende hat man dann Kinder die sich nichts zutraun und bei dem kleinsten wehwechen den ersten Weg immer bei der Mutter einschlagen.
Da verstehst du zwischen ein Individdum entwicvkeln und brechen den Unterschied, es sind jene die man "streng erzieht" oder prügelt die kein Selbstvertrauen besitzen und ihre bestätigung dann suchen müssen. Jemand der erzogen und unterstützt wurde bildet auch seinen eigen Persönlichkeit gefestigt heraus und der muß dann nicht gleich zu Mami rennen, und wenn ers mal tut ist das wohl legitim wenn er bei Problemen die er nicht mehr selber bewältigen kann Hilfe sucht. Immer noch besser er machts so als wie er vollzieht das angelernte im Zweifelsfall nimm die "Faust".
Es gibt keine Legetimation von Gewalt, schon gar nicht in der Familie.
Man lernt den Kindern damit an das Gewalt eine legitime Antwort oder Bestrafung ist.Die Kinder müssen nur wissen, daß mit den Klapsen die Strafe vollzogen ist und sie von ihren Eltern mit der gleichen Liebe weiterbehandelt werden wie zuvor auch.
Toll und dann raus aus dem Elternhaus muß es umlernen das es den Chef wegen einer Beförderungsübergehung net glei eine scheuern darf?
Wieso eigentlich nur bei Kindern Bestrafung = Gewalt, warum nicht auch bei Erwachsenen? Wir bräuchten weniger GEfängnisse. Wäre doch ein Spektakel wie im alten Rom, wird schon in der Tageszeitung verkündet "Heute 19.00 Auspeitschung am Hauptplatz mehrer Diebe mit Livemusik und dem beliebten Moderator von Aktenzeichen XY ungelöst. Für ihr leibliches Wohl wird gesorgt. Als Höhepunkt die versorgung durch den Notartzt. Auf ihr kommen freut sich die örtliche Justiz."
LG
Fiore
Wenn man meint, Jugendlichen eine saftige Ohrfeige geben zu müssen, dann hat wohl die Erziehung vorher versagt. Die Klapse hintendrauf haben wohl doch nicht gereicht ...Poliven hat geschrieben:meinte für Jugendliche selbstverständlich. Für Kinder reichen oftmals ein paar klapse aufn hintern.Angelika hat geschrieben:... eine saftige Ohrfeige für ein KIND ... ein Schlag ins Gesicht ... und dazu sagst du "mehr nicht"
Nein, im Gegenteil !Poliven hat geschrieben:Und am ende hat man dann Kinder die sich nichts zutraun und bei dem kleinsten wehwechen den ersten Weg immer bei der Mutter einschlagen.
Kinder, die nicht geschlagen werden, trauen sich mehr zu.
Hast du eigentlich Kinder ?
Genau.FioreGraz hat geschrieben:Es ist auch komisch das doch sehr viele "geprügelte" Kinder zu Gewalt neigen, alleine der Umstand sollte schon zu denken geben
Ich hab mal (vor Jahren) gelesen, dass Personen, die Gewalt gegen andere oder gegen Sachen ausüben, selbst als Kinder geschlagen wurden.
Wieder Zustimmung !FioreGraz hat geschrieben:Man lernt den Kindern damit an das Gewalt eine legitime Antwort oder Bestrafung ist.
Kinder, die geschlagen werden (unabhängig davon ob Ohrfeige oder Klaps hintendrauf), lernen dies als legitime Möglichkeit zur Konfliktlösung kennen. Wie sollen sie lernen, dass sie selbst diese Möglichkeit nicht anwenden dürfen ?
Gruß
Angelika
Zuletzt geändert von Angelika am Donnerstag 5. Mai 2005, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
Fänd ich SuperFioreGraz hat geschrieben:Wieso eigentlich nur bei Kindern Bestrafung = Gewalt, warum nicht auch bei Erwachsenen? Wir bräuchten weniger GEfängnisse. Wäre doch ein Spektakel wie im alten Rom, wird schon in der Tageszeitung verkündet "Heute 19.00 Auspeitschung am Hauptplatz mehrer Diebe mit Livemusik und dem beliebten Moderator von Aktenzeichen XY ungelöst. Für ihr leibliches Wohl wird gesorgt. Als Höhepunkt die versorgung durch den Notartzt. Auf ihr kommen freut sich die örtliche Justiz."
Wobei: ich hoff schon dass die eigentliche Tat durch die Exekutive durchgeführt wird.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Gewalt ist eine legitime Bestrafung.FioreGraz hat geschrieben:Man lernt den Kindern damit an das Gewalt eine legitime Antwort oder Bestrafung ist.
Zumindest im Rechtsstaat
Durch die Polizei
Die hat die Legitimation zur Ausübung des Gewaltmonopols.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Ne Gewalt ist keine legitime Bestrafung auch nicht im Rechtsstaat und auch nicht durch die Polizei. Die darf Gewalt nur zum eignen Schutz und zum Schutz anderer angemessen anwenden.Gewalt ist eine legitime Bestrafung.
Zumindest im Rechtsstaat
Durch die Polizei
Die hat die Legitimation zur Ausübung des Gewaltmonopols.
Wäre es so bräuchte es nach einer gewaltsamen Festnahme jo keine Verhanldung mehr.
LG
Fiore
das ist einzig und allein bei misshandelten kindern der Fall. Kannst dir noch so schön alles hindrehn wie du möchtest.Da verstehst du zwischen ein Individdum entwicvkeln und brechen den Unterschied, es sind jene die man "streng erzieht" oder prügelt die kein Selbstvertrauen besitzen und ihre bestätigung dann suchen müssen.
@Angelika
natürlich muss man dem Jugendlichen nicht bei jeder kleinigkeit eine verpassen. Es kommt immer auf die Situation an und wie sehr er/sie daneben benimmt.
Oh backe kommt mal wieder runter.
Dann erklär mal warum Gewalt bei der ERziehung in "bestimmten" Situtionen legitim sein soll, aber kaum aus dem Haus ist diese Gewalt nicht mehr legitim. Sprich der junge erwachsene/jugendliche/Kind darf in bestimmten Situtionen Unrecht das ihm geschieht nicht mit Gewalt ahnden? Warum diese Schizophränie? Entweder Gewalt ist legitim oder sie ist es nicht. Entweder es ist etwas falsch oder es ist etwas richtig. Wie soll d ne unterscheidung her. Im Elternhaus lernt er Gewalt ist richtig und drausen lernt er er kann nciht seine Fäuste sprechen lassen.das ist einzig und allein bei misshandelten kindern der Fall. Kannst dir noch so schön alles hindrehn wie du möchtest.
@Angelika
natürlich muss man dem Jugendlichen nicht bei jeder kleinigkeit eine verpassen. Es kommt immer auf die Situation an und wie sehr er/sie daneben benimmt.
Oh backe kommt mal wieder runter.
LG
Fiore
Man kann seinem Sohn auch mit liebe eine Ohrfeige geben. Man muss zuhause nicht völlig am Rad drehn eine ernste Miene ziehn und dann den Gürtel sprechen lassen. Vorher kann klar drüber geredet werden.FioreGraz hat geschrieben:Dann erklär mal warum Gewalt bei der ERziehung in "bestimmten" Situtionen legitim sein soll, aber kaum aus dem Haus ist diese Gewalt nicht mehr legitim. Sprich der junge erwachsene/jugendliche/Kind darf in bestimmten Situtionen Unrecht das ihm geschieht nicht mit Gewalt ahnden? Warum diese Schizophränie? Entweder Gewalt ist legitim oder sie ist es nicht. Entweder es ist etwas falsch oder es ist etwas richtig. Wie soll d ne unterscheidung her. Im Elternhaus lernt er Gewalt ist richtig und drausen lernt er er kann nciht seine Fäuste sprechen lassen.das ist einzig und allein bei misshandelten kindern der Fall. Kannst dir noch so schön alles hindrehn wie du möchtest.
@Angelika
natürlich muss man dem Jugendlichen nicht bei jeder kleinigkeit eine verpassen. Es kommt immer auf die Situation an und wie sehr er/sie daneben benimmt.
Oh backe kommt mal wieder runter.
LG
Fiore
es geht hier um eine Vater Sohn Geschichte nicht umDann erklär mal warum Gewalt bei der ERziehung in "bestimmten" Situtionen legitim sein soll, aber kaum aus dem Haus ist diese Gewalt nicht mehr legitim.
--> "1 Klässler vermöbelt 5 Klässler. "
„Wer seine Rute spart, haßt seinen Sohn, aber wer ihn lieb hat, sucht ihn früh heim mit Züchtigung.“
ich glaube das einzige Problem an deiner Sichtweise ist das du anstatt der Hand n Baseballschläger siehst...
Zuletzt geändert von Poliven am Donnerstag 5. Mai 2005, 18:28, insgesamt 2-mal geändert.
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Fiore hat geschrieben:Im Elternhaus lernt er: Gewalt ist richtig.
Nein, er lernt keineswegs, daß Gewalt richtig sei. Kinder üben von sich aus Gewalt. „Von Natur aus“, sozusagen, von der gefallenen Natur nämlich. Kinder beißen, kratzen, treten, schlagen. Jungs sind sogar begeistert von Waffen und Kriegsgerät aller Art, ganz ohne Vorbild und Anleitung. Nun, Spiel ist auch in Ordnung, das Spiel hat eine wichtige Funktion in der Entwicklung.
Die Anwendung wirklicher Gewalt dagegen ist verboten und allein der „rechtmäßigen Obrigkeit“ vorbehalten, in der Familie den Eltern. Dabei ist klar, daß elterliche Gewalt – wie im äußeren Bereich wie die staatliche – der Gerechtigkeit dienen soll und dem Frieden. Sie soll selbst angemessen und gerecht sein, weder übermäßig noch willkürlich.
Unter den Begriff der Gewalt fallen dabei grundsätzlich alle „obrigkeitlichen“ Maßnahmen, nicht etwa nur körperliche Gewaltanwendung, sondern auch Verbote, Einschränkung der Bewegungsfreiheit oder Entzug von Annehmlichkeiten.
Wenn das Kind Regeln verletzt, muß es erfahren, daß darauf Strafe folgt. (Allerdings brauchen Eltern nicht jede Regelverletzung wahrzunehmen, zumal wenn es sich um eher geringfügige und unschädliche Übertretungen handelt. Manchmal ist es klüger, nichts zu merken. Wenn jedoch das Kind sozusagen frech ins Angesicht der Eltern die Regel übertritt, dann müssen die Eltern auch in kleinen Dingen reagieren.)
Strafen müssen sich an der Schwere der Übertretung orientieren, aber auch am Kind selbst, besonders am Lebensalter, daneben am Geschlecht, an charakterlichen Eigenarten etc. Das ist auch für die Eltern ein fortwährender Lernprozeß. Wichtig ist, daß Eltern Fehler oder Ungerechtigkeiten – die ja unter Umständen schwere Sünden sein können –, nicht bloß einsehen und sich zu bessern bemühen, sondern daß sie diese gegenüber ihren Kindern auch eingestehen und ihre Kinder um Vergebung bitten können.
Nun begehen Kinder aber durchaus schwerwiegende Übertretungen. Das sind einmal diejenigen, durch welche sie sich selbst oder andere mehr aus Unwissenheit denn aus Bosheit in Gefahr bringen: im Straßenverkehr, mit elektrischen Geräten oder gefährlichen Werkzeugen, mit giftigen Substanzen oder am offenen Fenster und auf dem Balkon. Hier ist, gerade bei Kleinen, denen mit Worten die Gefahr noch nicht einsichtig zu machen ist, sofortige, möglichst reflexartige Reaktion der Eltern in Gestalt einer Ohrfeige geboten (natürlich nach Beseitigung der Gefahr).
Ich sage hier bewußt „Ohrfeige“, denn der leichte „Katzenkopp“ ist zu harmlos und der Schrecksituation nicht angemessen, Haue auf den Hintern hat zu sehr Strafcharakter, als hätte das Kind etwas Böses getan. Es geht hier darum, durch eine „Schreckreaktion“ der Eltern (auch wenn sie bewußt erfolgt), die auch das Kind erschrecken läßt, diesem ein leibhaftiges Gefühl für die Gefahr zu vermitteln. Anschließend natürlich keine weitere Strafe, sondern das Kind erleichtert in den Arm nehmen und dann wenigstens versuchen, dem Kind die überstandene Gefahr und das eigene Erschrecken zu erklären.
Wie ich aber eingangs sagte, begehen Kinder auch schwere Übertretungen, indem sie boshaft Dinge zerstören und körperliche Gewalt gegen ihre Geschwister oder andere Kinder, ja sogar gegen ihre Eltern ausüben, vom alltäglichen Ungehorsam mal abgesehen. Die Frage nach der angemessenen Strafe ist für Eltern natürlich immer wieder ein Problem, kann übrigens auch leicht zum Streitpunkt zwischen den Eltern werden.
Generell warne ich vor übertriebenem „Problematisieren“. Will sagen, vor Problemgesprächen mit Kindern, deren Altersstufe das nicht angemessen ist, die darauf eher genervt und bockig reagieren und einfach überfordert sind. Ebenso sollte man mit langfristigen Strafen vorsichtig sein, die über Tage die Atmosphäre vergiften und die die Eltern selber kaum durchhalten. Ein leichter Katzenkopp bei demonstrativem Ungehorsam oder bewußter Frechheit gegen die Eltern ist durchaus ein probates Mittel, tut nicht wirklich weh, wird aber sofort verstanden und bewahrt vor langem Gezeter und Zoff.
Bei Wutanfällen bringt ein Klaps auf den Hintern den Schreihals wieder zu sich, was du mit Worten nie erreichst, durch Abwarten nur langsam, mühsam, unter Verlust mancher Nerven. Vor allem lernt das Kind, wenn du abwartest, nicht, daß es sich unmöglich verhält. Bei größeren Schandtaten ist ein Klaps durchaus auch angemessen; wenn man sie erst später entdeckt, ist eine andere Strafe vielleicht sinnvoller, wie vorübergehender Entzug von Süßigkeiten oder sonstigen Annehmlichkeiten.
Wenn das Kind bewußt einen großen Schaden anrichtet oder jemanden verletzt – zum Beispiel seine Schwester so in die Wade beißt, daß Blut fließt und ein riesiger Bluterguß sich zwischen den beiden Reihen der Bißwunden bildet, wo die Zähne sich ins Fleisch geschlagen haben –, dann ist schlicht und einfach eine kräftige Tracht Prügel auf den Allerwertesten fällig.
Und wer mit dagegen mit Liebesduselei kommt, der hat grundsätzlich was nicht verstanden.
Wenn dein Nachbar dich schlagen will, dann darfst du dich zwar wehren. Das ist keine Sünde. Wenn du aber im Glauben fortgeschritten bist und Christus ähnlich geworden, dann wirst du dich nicht mehr wehren.
Wenn dein Nachbar dich geschlagen hat, dann darfst du nicht zurückschlagen. Das wäre eine Sünde.
Wenn aber ein Räuber deine alte Nachbarin schlagen will und du stehst daneben und tust nichts, obschon du könntest, dann ist das eine Sünde.
Wir leben in keiner idealen Welt und nicht im Himmel, sondern in dieser gefallenen Welt, die unterm Gesetz des Fürsten dieser Welt steht. In dieser Welt trägst du Verantwortung für deine Kinder. In der Familie gilt für den Vater, was für die staatliche Obrigkeit Paulus im dreizehnten Kapitel des Römerbriefs sagt.
Gerade die Liebe zu deinem Kind gebietet, das du es auch schlägst, wo erforderlich, so schwer es auch fällt. – Im übrigen wundert mich, wie leichtfertig hier die Weisheit der Heiligen Schrift hinweggefegt wird, mit fast schon – ich muß es sagen – montanistischer Attitude.
Die Anwendung wirklicher Gewalt dagegen ist verboten und allein der „rechtmäßigen Obrigkeit“ vorbehalten, in der Familie den Eltern. Dabei ist klar, daß elterliche Gewalt – wie im äußeren Bereich wie die staatliche – der Gerechtigkeit dienen soll und dem Frieden. Sie soll selbst angemessen und gerecht sein, weder übermäßig noch willkürlich.
Unter den Begriff der Gewalt fallen dabei grundsätzlich alle „obrigkeitlichen“ Maßnahmen, nicht etwa nur körperliche Gewaltanwendung, sondern auch Verbote, Einschränkung der Bewegungsfreiheit oder Entzug von Annehmlichkeiten.
Wenn das Kind Regeln verletzt, muß es erfahren, daß darauf Strafe folgt. (Allerdings brauchen Eltern nicht jede Regelverletzung wahrzunehmen, zumal wenn es sich um eher geringfügige und unschädliche Übertretungen handelt. Manchmal ist es klüger, nichts zu merken. Wenn jedoch das Kind sozusagen frech ins Angesicht der Eltern die Regel übertritt, dann müssen die Eltern auch in kleinen Dingen reagieren.)
Strafen müssen sich an der Schwere der Übertretung orientieren, aber auch am Kind selbst, besonders am Lebensalter, daneben am Geschlecht, an charakterlichen Eigenarten etc. Das ist auch für die Eltern ein fortwährender Lernprozeß. Wichtig ist, daß Eltern Fehler oder Ungerechtigkeiten – die ja unter Umständen schwere Sünden sein können –, nicht bloß einsehen und sich zu bessern bemühen, sondern daß sie diese gegenüber ihren Kindern auch eingestehen und ihre Kinder um Vergebung bitten können.
Nun begehen Kinder aber durchaus schwerwiegende Übertretungen. Das sind einmal diejenigen, durch welche sie sich selbst oder andere mehr aus Unwissenheit denn aus Bosheit in Gefahr bringen: im Straßenverkehr, mit elektrischen Geräten oder gefährlichen Werkzeugen, mit giftigen Substanzen oder am offenen Fenster und auf dem Balkon. Hier ist, gerade bei Kleinen, denen mit Worten die Gefahr noch nicht einsichtig zu machen ist, sofortige, möglichst reflexartige Reaktion der Eltern in Gestalt einer Ohrfeige geboten (natürlich nach Beseitigung der Gefahr).
Ich sage hier bewußt „Ohrfeige“, denn der leichte „Katzenkopp“ ist zu harmlos und der Schrecksituation nicht angemessen, Haue auf den Hintern hat zu sehr Strafcharakter, als hätte das Kind etwas Böses getan. Es geht hier darum, durch eine „Schreckreaktion“ der Eltern (auch wenn sie bewußt erfolgt), die auch das Kind erschrecken läßt, diesem ein leibhaftiges Gefühl für die Gefahr zu vermitteln. Anschließend natürlich keine weitere Strafe, sondern das Kind erleichtert in den Arm nehmen und dann wenigstens versuchen, dem Kind die überstandene Gefahr und das eigene Erschrecken zu erklären.
Wie ich aber eingangs sagte, begehen Kinder auch schwere Übertretungen, indem sie boshaft Dinge zerstören und körperliche Gewalt gegen ihre Geschwister oder andere Kinder, ja sogar gegen ihre Eltern ausüben, vom alltäglichen Ungehorsam mal abgesehen. Die Frage nach der angemessenen Strafe ist für Eltern natürlich immer wieder ein Problem, kann übrigens auch leicht zum Streitpunkt zwischen den Eltern werden.
Generell warne ich vor übertriebenem „Problematisieren“. Will sagen, vor Problemgesprächen mit Kindern, deren Altersstufe das nicht angemessen ist, die darauf eher genervt und bockig reagieren und einfach überfordert sind. Ebenso sollte man mit langfristigen Strafen vorsichtig sein, die über Tage die Atmosphäre vergiften und die die Eltern selber kaum durchhalten. Ein leichter Katzenkopp bei demonstrativem Ungehorsam oder bewußter Frechheit gegen die Eltern ist durchaus ein probates Mittel, tut nicht wirklich weh, wird aber sofort verstanden und bewahrt vor langem Gezeter und Zoff.
Bei Wutanfällen bringt ein Klaps auf den Hintern den Schreihals wieder zu sich, was du mit Worten nie erreichst, durch Abwarten nur langsam, mühsam, unter Verlust mancher Nerven. Vor allem lernt das Kind, wenn du abwartest, nicht, daß es sich unmöglich verhält. Bei größeren Schandtaten ist ein Klaps durchaus auch angemessen; wenn man sie erst später entdeckt, ist eine andere Strafe vielleicht sinnvoller, wie vorübergehender Entzug von Süßigkeiten oder sonstigen Annehmlichkeiten.
Wenn das Kind bewußt einen großen Schaden anrichtet oder jemanden verletzt – zum Beispiel seine Schwester so in die Wade beißt, daß Blut fließt und ein riesiger Bluterguß sich zwischen den beiden Reihen der Bißwunden bildet, wo die Zähne sich ins Fleisch geschlagen haben –, dann ist schlicht und einfach eine kräftige Tracht Prügel auf den Allerwertesten fällig.
Und wer mit dagegen mit Liebesduselei kommt, der hat grundsätzlich was nicht verstanden.
Wenn dein Nachbar dich schlagen will, dann darfst du dich zwar wehren. Das ist keine Sünde. Wenn du aber im Glauben fortgeschritten bist und Christus ähnlich geworden, dann wirst du dich nicht mehr wehren.
Wenn dein Nachbar dich geschlagen hat, dann darfst du nicht zurückschlagen. Das wäre eine Sünde.
Wenn aber ein Räuber deine alte Nachbarin schlagen will und du stehst daneben und tust nichts, obschon du könntest, dann ist das eine Sünde.
Wir leben in keiner idealen Welt und nicht im Himmel, sondern in dieser gefallenen Welt, die unterm Gesetz des Fürsten dieser Welt steht. In dieser Welt trägst du Verantwortung für deine Kinder. In der Familie gilt für den Vater, was für die staatliche Obrigkeit Paulus im dreizehnten Kapitel des Römerbriefs sagt.
Gerade die Liebe zu deinem Kind gebietet, das du es auch schlägst, wo erforderlich, so schwer es auch fällt. – Im übrigen wundert mich, wie leichtfertig hier die Weisheit der Heiligen Schrift hinweggefegt wird, mit fast schon – ich muß es sagen – montanistischer Attitude.
Jesus Sirach hat geschrieben:30:1 Wer seinen Sohn liebt, hält den Stock für ihn bereit, damit er später Freude erleben kann.
30:12 Beug ihm den Kopf in Kindestagen; schlag ihn aufs Gesäß, solange er noch klein ist, sonst wird er störrisch und widerspenstig gegen dich, und du hast Kummer mit ihm.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
NeinPoliven hat geschrieben:Man kann seinem Sohn auch mit liebe eine Ohrfeige geben.
"Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?Poliven hat geschrieben:
„Wer seine Rute spart, haßt seinen Sohn, aber wer ihn lieb hat, sucht ihn früh heim mit Züchtigung.“
Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal." (Mt 18,21-22)
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Angelika, du vermengst hier Kategorien, die nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben. Vergebung setzt ja voraus, daß ich ein Urteil gegen den im Herzen habe, dem ich vergeben soll.
Darum geht es nicht bei der Erziehung. Wenn ich aus Rache strafte – ja, dann wäre der Einwand berechtigt. Der Auftrag eines Richters und ebenso der Eltern ist Gerechtigkeit, ist Erziehung. Siehe Rm 13. Wenn mein Sohn dem Nachbarsjungen die Nase einschlägt, muß ich ihn auch dann bestrafen, wenn ich mich klammheimlich freue, weil’s ’nen frechen Lümmel getroffen hat.
Im übrigen würde dein Vergebungsargument jegliche Strafe unmöglich machen, nicht bloß körperliche. Es höbe überdies jede irdische Gerichtsbarkeit auf. Das ist wirklich Unfug.
Darum geht es nicht bei der Erziehung. Wenn ich aus Rache strafte – ja, dann wäre der Einwand berechtigt. Der Auftrag eines Richters und ebenso der Eltern ist Gerechtigkeit, ist Erziehung. Siehe Rm 13. Wenn mein Sohn dem Nachbarsjungen die Nase einschlägt, muß ich ihn auch dann bestrafen, wenn ich mich klammheimlich freue, weil’s ’nen frechen Lümmel getroffen hat.
Im übrigen würde dein Vergebungsargument jegliche Strafe unmöglich machen, nicht bloß körperliche. Es höbe überdies jede irdische Gerichtsbarkeit auf. Das ist wirklich Unfug.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Noch mal meine Frage von vorhin: Hast du Kinder ?Poliven hat geschrieben:Und ob.Nein
Man muss also nur seinem Bruder vergeben, nicht seiner Schwester, nicht seinem Vater, nicht seiner Mutter, nicht irgendjemand anders? Nur seinem Bruder ?Poliven hat geschrieben:Seinem Bruder nicht seinen Sohn. Wer lesen kann ist im Vorteil.Angelika hat geschrieben:"Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?
Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal." (Mt 18,21-22)
Hier ist Bruder im Herrn gemeint ! Wer verstehen kann, ist im Vorteil.
Gruß
Angelika
noch mal für dich.Angelika hat geschrieben:Noch mal meine Frage von vorhin: Hast du Kinder ?Poliven hat geschrieben:Und ob.Nein
Man muss also nur seinem Bruder vergeben, nicht seiner Schwester, nicht seinem Vater, nicht seiner Mutter, nicht irgendjemand anders? Nur seinem Bruder ?Poliven hat geschrieben:Seinem Bruder nicht seinen Sohn. Wer lesen kann ist im Vorteil.Angelika hat geschrieben:"Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?
Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal." (Mt 18,21-22)![]()
Hier ist Bruder im Herrn gemeint ! Wer verstehen kann, ist im Vorteil.
Gruß
Angelika
„Wer seine Rute spart, haßt seinen Sohn, aber wer ihn lieb hat, sucht ihn früh heim mit Züchtigung.“
ohje. natürlich ist der nächste gemeint.Man muss also nur seinem Bruder vergeben, nicht seiner Schwester, nicht seinem Vater, nicht seiner Mutter, nicht irgendjemand anders? Nur seinem Bruder ?
Wer vergibt darf dennoch strafen ! Beispiel : Als die Juden das Goldene Kalb anbeteten wurden sie hernach auch bestraft bevor ihnen vergeben wurde.
Vergebung zieht die Strafe vor !
Zuletzt geändert von Poliven am Donnerstag 5. Mai 2005, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
Mein Bibelzitat sollte kein (Gegen-)Argument sein, sondern zeigen, dass es auch andere Bibelstellen gibt, nicht nur die hier schon so häufig zitierte mit der Zucht.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Angelika, du vermengst hier Kategorien, die nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben.
(...)
Im übrigen würde dein Vergebungsargument jegliche Strafe unmöglich machen, nicht bloß körperliche. Es höbe überdies jede irdische Gerichtsbarkeit auf. Das ist wirklich Unfug.
Was heißt eigentlich Zucht ?
Ist damit denn unbedingt körperliche Strafe gemeint ?
Gruß
Angelika
Bei Jesus Sirach müßte man nochmal genau hinschauen, denn das Buch ist ja in der hebr. Bibel nicht drin.Angelika hat geschrieben:Was heißt eigentlich Zucht ?
Ist damit denn unbedingt körperliche Strafe gemeint ?
In den Sprichwörtern geht es immer um hokmah (also Weisheit oder vielleicht auch mit Solidarität zu übersetzen) und musar (Zucht, Moral).
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -
Und amen dazu.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Die Anwendung wirklicher Gewalt dagegen ist verboten und allein der „rechtmäßigen Obrigkeit“ vorbehalten, in der Familie den Eltern. Dabei ist klar, daß elterliche Gewalt – wie im äußeren Bereich wie die staatliche – der Gerechtigkeit dienen soll und dem Frieden. Sie soll selbst angemessen und gerecht sein, weder übermäßig noch willkürlich.
Wenn das Kind Regeln verletzt, muß es erfahren, daß darauf Strafe folgt. (Allerdings brauchen Eltern nicht jede Regelverletzung wahrzunehmen, zumal wenn es sich um eher geringfügige und unschädliche Übertretungen handelt. Manchmal ist es klüger, nichts zu merken. Wenn jedoch das Kind sozusagen frech ins Angesicht der Eltern die Regel übertritt, dann müssen die Eltern auch in kleinen Dingen reagieren.)
Habe immer nur, bei eklatanten Regelverletzungen wenn mein Vater aufgrund der aktuellen Situation nicht wusste, wie er anders zurande kommen sollte, eine ausgefasst. insgesamt so 7 mal im leben. das letzte mal einen tag vor meinem neuzehnten geburtstag
und ich wusste jedesmal warum ich eine gefangen hab.
(nebenbei: die in meinem ziebzehnten lebensjahr war gar keine richtige - ich bin ausgewichen und Vatis Hand knallte gegen die Mauer- aber ich wusste warum ich ne ausfassen sollte.)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Für dich ist Zucht doch (auch) körperliche Strafe.Poliven hat geschrieben:was denn sonst.
Ich hab mal in der Bibel nach Rute / Stock gesucht. Hier einige Stellen aus Sprüche, dem Buch, das du für dein Bibelzitat herangezogen hast:
"Auf den Lippen des Einsichtigen findet man Weisheit, / auf den Rücken des Unverständigen passt der Stock." (Spr. 10,13)
"Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn, / wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht." (Spr. 13,24)
"Im Mund des Toren ist eine Rute für seinen Rücken, / den Weisen behüten seine Lippen." (Spr. 14,3)
"Dem Pferd die Peitsche, dem Esel den Zaum, / dem Rücken der Toren den Stock." (Spr. 26,3)
Hier wird offensichtlich die Rute / der Stock nicht nur für den Sohn empfohlen, sondern für Unverständige und Tore auch. Deiner Argumentation zufolge darf/kann/soll man also auch Unverständige schlagen.
Danke, Jürgen.Juergen hat geschrieben:In den Sprichwörtern geht es immer um hokmah (also Weisheit oder vielleicht auch mit Solidarität zu übersetzen) und musar (Zucht, Moral).
Gruß
Angelika
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Jürgen hat geschrieben:Bei Jesus Sirach müßte man nochmal genau hinschauen, denn das Buch ist ja in der hebr. Bibel nicht drin. In den Sprichwörtern geht es immer um hokmah (also Weisheit oder vielleicht auch mit Solidarität zu übersetzen) und musar (Zucht, Moral).
In der Masoretenbibel ist es nicht drin. Teile des hebräischen Originals hat man in Qumrân gefunden. Vollständig natürlich auf griechisch in der LXX.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Guck Dir mal Sir 30,2 in der LXX und in der Einheitzübersetzung anRobert Ketelhohn hat geschrieben:Jürgen hat geschrieben:Bei Jesus Sirach müßte man nochmal genau hinschauen, denn das Buch ist ja in der hebr. Bibel nicht drin. In den Sprichwörtern geht es immer um hokmah (also Weisheit oder vielleicht auch mit Solidarität zu übersetzen) und musar (Zucht, Moral).In der Masoretenbibel ist es nicht drin. Teile des hebräischen Originals hat man in Qumrân gefunden. Vollständig natürlich auf griechisch in der LXX.
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -
Tolle Erklärung aber wie bringst du das einem Kind bei? Glaubst du etwa das ein(e) 6 Jähriger deiner Logik folgen kann? Die Anwendung von Gewalt dient der Gerchtigkeit, hmmm, in gewissen Sinne ja aber niemals der Bestrafung. Wenn du nun schon die rechtmässigen Obrigkeiten hernimmst, dann auch unter dieser Berücksichtigung.Nein, er lernt keineswegs, daß Gewalt richtig sei. Kinder üben von sich aus Gewalt. „Von Natur aus“, sozusagen, von der gefallenen Natur nämlich. Kinder beißen, kratzen, treten, schlagen. Jungs sind sogar begeistert von Waffen und Kriegsgerät aller Art, ganz ohne Vorbild und Anleitung. Nun, Spiel ist auch in Ordnung, das Spiel hat eine wichtige Funktion in der Entwicklung.
Die Anwendung wirklicher Gewalt dagegen ist verboten und allein der „rechtmäßigen Obrigkeit“ vorbehalten, in der Familie den Eltern. Dabei ist klar, daß elterliche Gewalt – wie im äußeren Bereich wie die staatliche – der Gerechtigkeit dienen soll und dem Frieden. Sie soll selbst angemessen und gerecht sein, weder übermäßig noch willkürlich.
Das war vorhin ja die Frage ist Zucht nur Prügel? Logo ein Kind muß die Grenzen kennen und auch die Konsequencen und diese Konsequenzen sprich Bestrafung muß Tat und Schuldangemessen sein. Und "körperliche Maßnahmen" dienen nur in der Familen (zumindest in unseren Breitengraden und unserer Zeit) als Strafe, die staatliche Obrigkeit die du hier als Beispiel nimmst kennt keine körperliche Strafe, körperliche Zwangsresozialisierung oder ähnliches.Unter den Begriff der Gewalt fallen dabei grundsätzlich alle „obrigkeitlichen“ Maßnahmen, nicht etwa nur körperliche Gewaltanwendung, sondern auch Verbote, Einschränkung der Bewegungsfreiheit oder Entzug von Annehmlichkeiten.
Das würde ich als verständliche Affekthandlung titulieren, zwar nicht richtig aber passiert jeden und ist wohl zum unterschied der in den anderen Beiträgen bereitstehenden Rute zu sehen. Dennoch als Bestrafung würde ich dies nicht sehen sondern wie du es siehst eher als schnelles Eingreifen um schlimmeres zu verhindern, ähnlich eines Demopolizisten oder SCharfschützen.Nun begehen Kinder aber durchaus schwerwiegende Übertretungen. Das sind einmal diejenigen, durch welche sie sich selbst oder andere mehr aus Unwissenheit denn aus Bosheit in Gefahr bringen: im Straßenverkehr, mit elektrischen Geräten oder gefährlichen Werkzeugen, mit giftigen Substanzen oder am offenen Fenster und auf dem Balkon. Hier ist, gerade bei Kleinen, denen mit Worten die Gefahr noch nicht einsichtig zu machen ist, sofortige, möglichst reflexartige Reaktion der Eltern in Gestalt einer Ohrfeige geboten (natürlich nach Beseitigung der Gefahr). Ich sage hier bewußt „Ohrfeige“, denn der leichte „Katzenkopp“ ist zu harmlos und der Schrecksituation nicht angemessen, Haue auf den Hintern hat zu sehr Strafcharakter, als hätte das Kind etwas Böses getan. Es geht hier darum, durch eine „Schreckreaktion“ der Eltern (auch wenn sie bewußt erfolgt), die auch das Kind erschrecken läßt, diesem ein leibhaftiges Gefühl für die Gefahr zu vermitteln. Anschließend natürlich keine weitere Strafe, sondern das Kind erleichtert in den Arm nehmen und dann wenigstens versuchen, dem Kind die überstandene Gefahr und das eigene Erschrecken zu erklären.
Tja körperliche Zucht aufgrund der Nervenschonung der Eltern und Geduldmangel ein sehr gutes Argument. Geduld ist eine Tugend und gerade in der Erziehung sollte man davon übermenschlich viel aufbringen. Auserdem kann mir heute kein Elternteil erzählen das er es nicht schaft die Zeit die ihm neben der Berufstätigkeit zu (Grob)erziehung noch bleibt auch noch Geduldaufzubringen. In deinem Beitrag kommt immer mehr heraus das Kinder eine fast unmenschliche Belastung sind. Wer also bei Kinder an "Geplärre" und "Trampeln" denkt und dies eher als christliche Pflicht denn als Freude und "Kinderlachen" und "Getrappel" sieht, soll doch gscheiter die Medizin nutzen und Vorsorge treffen das sein "Nervenkostüm" nicht noch mehr belastet wird.Generell warne ich vor übertriebenem „Problematisieren“. Will sagen, vor Problemgesprächen mit Kindern, deren Altersstufe das nicht angemessen ist, die darauf eher genervt und bockig reagieren und einfach überfordert sind. Ebenso sollte man mit langfristigen Strafen vorsichtig sein, die über Tage die Atmosphäre vergiften und die die Eltern selber kaum durchhalten. Ein leichter Katzenkopp bei demonstrativem Ungehorsam oder bewußter Frechheit gegen die Eltern ist durchaus ein probates Mittel, tut nicht wirklich weh, wird aber sofort verstanden und bewahrt vor langem Gezeter und Zoff.
Bei Wutanfällen bringt ein Klaps auf den Hintern den Schreihals wieder zu sich, was du mit Worten nie erreichst, durch Abwarten nur langsam, mühsam, unter Verlust mancher Nerven. Vor allem lernt das Kind, wenn du abwartest, nicht, daß es sich unmöglich verhält. Bei größeren Schandtaten ist ein Klaps durchaus auch angemessen; wenn man sie erst später entdeckt, ist eine andere Strafe vielleicht sinnvoller, wie vorübergehender Entzug von Süßigkeiten oder sonstigen Annehmlichkeiten.
Und hier sind wir wieder Gewalt = legitime Strafe, hier halt für Gewalt und was lernt der/die 6 Jährige daraus, kloppt ihn einer darf er ihn als Bestrafung noch schlimmer verkloppen und wer sagt das es dann bei einer Gewaltgegenreaktion bleibt. Hänselt ihn einer, hat er halt ein blaues Auge und wenn er später Chef in seiner Clique ist, ist er damit automatisch die Obrigkeit die das Recht hat zu Kloppen.Wenn das Kind bewußt einen großen Schaden anrichtet oder jemanden verletzt – zum Beispiel seine Schwester so in die Wade beißt, daß Blut fließt und ein riesiger Bluterguß sich zwischen den beiden Reihen der Bißwunden bildet, wo die Zähne sich ins Fleisch geschlagen haben –, dann ist schlicht und einfach eine kräftige Tracht Prügel auf den Allerwertesten fällig.
Und wer mit dagegen mit Liebesduselei kommt, der hat grundsätzlich was nicht verstanden.
Ja man setzt sich zur Wehr bzw. schreitet mit angemessener Gewalt als Gegenreaktion zur Abwehr und zum Schutz anderer ein, aber bestraft den angreifer nicht. Du aber wehrst nicht ab du bestrafst mit Schlägen das sind 2 verschiedene paar Schuhe. Denn sonst müsste der Angreifer ja nicht mehr vor Gericht, er ist ja schon bestraft worden durch dich. Wie heistst so schön man soll Äpfel und Birnen nicht vergleichen.Wenn dein Nachbar dich schlagen will, dann darfst du dich zwar wehren. Das ist keine Sünde. Wenn du aber im Glauben fortgeschritten bist und Christus ähnlich geworden, dann wirst du dich nicht mehr wehren.
Wenn dein Nachbar dich geschlagen hat, dann darfst du nicht zurückschlagen. Das wäre eine Sünde.
Wenn aber ein Räuber deine alte Nachbarin schlagen will und du stehst daneben und tust nichts, obschon du könntest, dann ist das eine Sünde.
Bei ersterem Gebe ich dir Recht aber es heißt nun mal "Liebe statt Hiebe" und nicht "Liebe ist Hiebe" Kinder sind keine MAsochisten die dies vielleicht so sehen. Im Rest hast du deinen Langen Weg beendet um hier Klarzustellen das du Zucht mit körperlicher Gewalt gleichsetzt, wo du Anfangs noch festgestellt hast das "Gewalt" im Sinne "Justitia" zu verstehen ist und alle erzieherischen Konequenzen und Maßnahmen umfasst.Wir leben in keiner idealen Welt und nicht im Himmel, sondern in dieser gefallenen Welt, die unterm Gesetz des Fürsten dieser Welt steht. In dieser Welt trägst du Verantwortung für deine Kinder. In der Familie gilt für den Vater, was für die staatliche Obrigkeit Paulus im dreizehnten Kapitel des Römerbriefs sagt.
Gerade die Liebe zu deinem Kind gebietet, das du es auch schlägst, wo erforderlich, so schwer es auch fällt. – Im übrigen wundert mich, wie leichtfertig hier die Weisheit der Heiligen Schrift hinweggefegt wird, mit fast schon – ich muß es sagen – montanistischer Attitude.
Was die Weisheit der Schrift angeht, och niemand bezweifelt sie, es sit sehr wohl klar das Kinder auch Bestrafung brauchen, nur ob hier die Mittel der SChrift die richtigen sind zweiflen viele an, nicht die Wahrheit in der Aussage. Die Schrift ist inspiriert nicht diktiert (auser für Freikirchler). Genauso wische ich die "Weisheit" in Hiob hinweg das die Erde auf vier Säulen steht, ohne jedoch tatsächlich die Weisheit in Hiob über Bord zu werfen. Die Weisheiten der Bibel sind Zeitlos und für immer gültig, das heißt aber nicht das es der Buchstabe selbst ist, sondern die Weiheit der Aussage.
LG
FioreGraz
Nur mal zur Information:ad_hoc hat geschrieben: Was die Äußerungen von prim_ass anbelangt, so möchte ich gar nicht darüber informiert werden, wie ihm seine Kinder im Laufe der Jahre mehr und mehr auf dem Kopf herum tanzen und ihn nicht mehr respektieren werden.
Ich kenne zuviele Beispiele dafür, besonders auch aus meinem eigenen Bekanntenkreis, die es gut mit ihren Kindern gemeint haben, sich aber falscher Erziehungsmethoden bedienten und das ungewünschte Ergebnis Ihrer Erziehungsarbeit stets vor sich haben.
Kinder müssen mit Liebe, aber auch mit Strenge erzogen werden. Und wer nicht imstande ist, dies einzusehen, wird durch seine eigenen Kinder bestraft werden.
Gruß, ad_hoc
Mein jüngster Sohn ist 10 Jahre und meine älteste Tochter, wie auch mein ältester Sohn, 16.
Von auf der Nase rumtanzen, kann bei uns zu Hause nicht die Rede sein, aber das gilt in beiden Richtungen...
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist.
1.Tim 3:15
1.Tim 3:15
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Fiore hat geschrieben:Tolle Erklärung aber wie bringst du das einem Kind bei? Glaubst du etwa das ein(e) 6 Jähriger deiner Logik folgen kann?
Du betrachtest das Kind wie einen intellektuell zurückgebliebenen Erwachsenen. Wenn Eltern Eltern sind und sich nicht zum Seppel ihrer Kinder machen, dann erkennt und begreift das Kind ohne jegliche rationale Vernunftserklärung. Die Eltern sind da, die Eltern ernähren, schützen und pflegen, sie belohnen die gute Tat und ahnden den Frevel.
So wie das Kind dabei lernt, Gut und Böse zu unterscheiden, lernt es von allein, ohne intellektualisierende Erklärungen, die elterliche Gewalt als vorgegebene Autorität zu begreifen und zu akzeptieren (was nicht heißt, daß es sich nicht immer wieder mal dagegen auflehnte – das gehört auch dazu).
Und noch mal: Kinder beginnen nicht durch Nachahmung zu hauen, sondern ganz von allein. Ich kenne Eltern, die die absolute „Gewaltlosigkeit“ in der Erziehung vertreten und irgendwann völlig perplex waren, als sie vom zweijährigen Sproß die erste saftige Backpfeife einstecken mußten. (Übrigens ein wichtiger Punkt. Gewalt gegen die Eltern, auch Beschimpfungen oder dergleichen, müssen von Anfang an völlig tabu sein und sofortige Strafe nach sich ziehen, sonst kannst du jede Erziehung gleich vergessen.)
Die Erklärungen, die vernünftigen Gespräche mit den Kindern, sind also nicht das erste. Sie müssen aber – je nach Fassungsvermögen des Kindes – allmählich zum Handeln der Eltern hinzutreten.
So wie das Kind dabei lernt, Gut und Böse zu unterscheiden, lernt es von allein, ohne intellektualisierende Erklärungen, die elterliche Gewalt als vorgegebene Autorität zu begreifen und zu akzeptieren (was nicht heißt, daß es sich nicht immer wieder mal dagegen auflehnte – das gehört auch dazu).
Und noch mal: Kinder beginnen nicht durch Nachahmung zu hauen, sondern ganz von allein. Ich kenne Eltern, die die absolute „Gewaltlosigkeit“ in der Erziehung vertreten und irgendwann völlig perplex waren, als sie vom zweijährigen Sproß die erste saftige Backpfeife einstecken mußten. (Übrigens ein wichtiger Punkt. Gewalt gegen die Eltern, auch Beschimpfungen oder dergleichen, müssen von Anfang an völlig tabu sein und sofortige Strafe nach sich ziehen, sonst kannst du jede Erziehung gleich vergessen.)
Die Erklärungen, die vernünftigen Gespräche mit den Kindern, sind also nicht das erste. Sie müssen aber – je nach Fassungsvermögen des Kindes – allmählich zum Handeln der Eltern hinzutreten.
Fiore hat geschrieben:Das war vorhin ja die Frage ist Zucht nur Prügel?
Ich weiß nicht, weshalb ihr hier immer wieder auf Prügel kommt. Prügeln, das ist, was viele Kinder immer wieder untereinander tun. Oder was vielleicht hilflose, überforderte Eltern tun. „Zucht“ kommt von „ziehen“, Zucht ist Erziehung. Körperliche Maßnahmen sind bloß ein kleiner Teil davon, sie machen nun ganz gewiß nicht die Hauptarbeit der Erziehung aus. Sie gehören aber dazu, und ich habe oben doch eine Reihe von Beispielen gebracht. Normalerweise geht es um den Katzenkopp (versteht man das in Österreich?) oder einen Klaps auf den Po, höchst selten um eine Ohrfeige. Stubenarrest ist übrigens durchaus auch eine körperliche Maßnahme.
Fälle wie der, wo ich oben von einer »kräftigen Tracht Prügel auf den Allerwertesten« sprach, müssen die absolute Ausnahme sein. Wenn sich Derartiges häuft, dann läuft in der Familie ganz gewiß etwas grundsätzlich falsch, und ich würde dringend empfehlen, den Rat eines Außenstehenden einzuholen. (Dann können sich entweder die Eltern nicht kontrollieren und verkennen vermutlich völlig die Situation, oder das Kind zeigt Verhaltensstörungen, die ihrerseits vermutlich auch wieder auf elterlichen Neurosen beruhen.)
Aber auch wenn prinzipiell alles „normal“ läuft, können solche Situationen eintreten. Den geschilderten Fall habe ich mir ja nicht aus den Fingern gesogen, sondern leider selbst erlebt. Wenn ein Kind so etwas verbricht, dann muß man auch entsprechend reagieren. Da ist ein Donerwetter fällig, daß es kracht im Gebälk.
Fälle wie der, wo ich oben von einer »kräftigen Tracht Prügel auf den Allerwertesten« sprach, müssen die absolute Ausnahme sein. Wenn sich Derartiges häuft, dann läuft in der Familie ganz gewiß etwas grundsätzlich falsch, und ich würde dringend empfehlen, den Rat eines Außenstehenden einzuholen. (Dann können sich entweder die Eltern nicht kontrollieren und verkennen vermutlich völlig die Situation, oder das Kind zeigt Verhaltensstörungen, die ihrerseits vermutlich auch wieder auf elterlichen Neurosen beruhen.)
Aber auch wenn prinzipiell alles „normal“ läuft, können solche Situationen eintreten. Den geschilderten Fall habe ich mir ja nicht aus den Fingern gesogen, sondern leider selbst erlebt. Wenn ein Kind so etwas verbricht, dann muß man auch entsprechend reagieren. Da ist ein Donerwetter fällig, daß es kracht im Gebälk.
Fiore hat geschrieben:In deinem Beitrag kommt immer mehr heraus das Kinder eine fast unmenschliche Belastung sind. Wer also bei Kinder an "Geplärre" und "Trampeln" denkt und dies eher als christliche Pflicht denn als Freude und "Kinderlachen" und "Getrappel" sieht, soll doch gscheiter die Medizin nutzen und Vorsorge treffen das sein "Nervenkostüm" nicht noch mehr belastet wird.
Mein Gutester, da spricht der Blinde von der Farbe. 
Fiore hat geschrieben:Und hier sind wir wieder Gewalt = legitime Strafe, hier halt für Gewalt und was lernt der/die 6 Jährige daraus, kloppt ihn einer darf er ihn als Bestrafung noch schlimmer verkloppen und wer sagt das es dann bei einer Gewaltgegenreaktion bleibt. Hänselt ihn einer, hat er halt ein blaues Auge und wenn er später Chef in seiner Clique ist, ist er damit automatisch die Obrigkeit die das Recht hat zu Kloppen.
Also, „bürgerliches“ Erziehungsziel wäre hier wohl, daß das Kind lerne, sich zu verteidigen, wenn es angegriffen wird, aber nicht selber anzugreifen. Sicherlich auch, daß es nicht Mitglied irgendwelcher Banden werde. Christliches Erziehungsziel soll dagegen sein, daß das Kind dem Vorbild Jesu nachstrebe, der sich nicht wehrte, sondern wie ein Lamm zur Schlachtbank führen ließ.
Dabei muß aber klar sein, daß reine und angemessene Selbstverteidigung keinesfalls unrecht ist. Denn sonst würde man die Gnade wieder durchs Gesetz ersetzen, durch den tötenden Buchstaben. Dies allerdings zu lernen – dem Bösen nicht zu widerstehen – bedeutet doch schon eine gewisse Reife im Glauben. Meine Kinder kennen das zwar vom Herrn selber, gerade diese Ostern haben wir darüber wieder gesprochen – doch ihnen selbst haben wir das noch nicht zugemutet (obgleich wir beobachtet haben, daß unsere Kinder sich zwar untereinander heftig fetzen, niemals jedoch mit andern Kindern; wenn andere hauen, weichen sie aus und ziehen sich zurück).
Ich habe nun eben mal mit meiner Tochter (4 ¾ Jahre) gesprochen, mich sozusagen ganz doof gestellt und über das Verhältnis von Eltern und Kindern befragt. Nun, daß sie sehr klar und entschieden dieselben Ansichten vertritt, wie ich sie hier dargelegt habe, wird vielleicht nicht überraschen. Nebenbei bemerkt, sie hat mich natürlich auch an einen Fall erinnert, wo ich ihr äußerstes Unrecht getan hatte und hernach zu ihr kommen mußte, sie um Verzeihung zu bitten.
Dann aber fragte ich, was denn sei, wenn ein anderes Kind sie schlüge. Darüber hatten wir bisher tatsächlich noch nie direkt gesprochen. »Dann rufe ich Mamma oder Papa, damit sie mit ihm schimpfen«, antwortete mir Larissa. »Haust du denn nicht zurück?«, fragte ich sie. »Nein, das darf man doch nicht!« Ich gebe zu, daß ich über die glasklaren Antworten, die ohne Zögern kamen, selbst überrascht war.
Anschließend habe ich Victor (3 Jahre) unter vier Augen noch mal dieselben Fragen zu stellen versucht. Ihm war das Thema aber eher peinlich, er wollte nicht recht antworten. Na ja, wie ich oben sagte: Gespräch, Erklärung, Reflexion müssen altersgerecht hinzutreten. Einen Dreijährigen darf man da nicht überfordern. Mit knapp fünf sieht das schon anders aus, da kann das Kind schon in gewissem Maße generalisieren und abstrahieren.
Dabei muß aber klar sein, daß reine und angemessene Selbstverteidigung keinesfalls unrecht ist. Denn sonst würde man die Gnade wieder durchs Gesetz ersetzen, durch den tötenden Buchstaben. Dies allerdings zu lernen – dem Bösen nicht zu widerstehen – bedeutet doch schon eine gewisse Reife im Glauben. Meine Kinder kennen das zwar vom Herrn selber, gerade diese Ostern haben wir darüber wieder gesprochen – doch ihnen selbst haben wir das noch nicht zugemutet (obgleich wir beobachtet haben, daß unsere Kinder sich zwar untereinander heftig fetzen, niemals jedoch mit andern Kindern; wenn andere hauen, weichen sie aus und ziehen sich zurück).
Ich habe nun eben mal mit meiner Tochter (4 ¾ Jahre) gesprochen, mich sozusagen ganz doof gestellt und über das Verhältnis von Eltern und Kindern befragt. Nun, daß sie sehr klar und entschieden dieselben Ansichten vertritt, wie ich sie hier dargelegt habe, wird vielleicht nicht überraschen. Nebenbei bemerkt, sie hat mich natürlich auch an einen Fall erinnert, wo ich ihr äußerstes Unrecht getan hatte und hernach zu ihr kommen mußte, sie um Verzeihung zu bitten.
Dann aber fragte ich, was denn sei, wenn ein anderes Kind sie schlüge. Darüber hatten wir bisher tatsächlich noch nie direkt gesprochen. »Dann rufe ich Mamma oder Papa, damit sie mit ihm schimpfen«, antwortete mir Larissa. »Haust du denn nicht zurück?«, fragte ich sie. »Nein, das darf man doch nicht!« Ich gebe zu, daß ich über die glasklaren Antworten, die ohne Zögern kamen, selbst überrascht war.
Anschließend habe ich Victor (3 Jahre) unter vier Augen noch mal dieselben Fragen zu stellen versucht. Ihm war das Thema aber eher peinlich, er wollte nicht recht antworten. Na ja, wie ich oben sagte: Gespräch, Erklärung, Reflexion müssen altersgerecht hinzutreten. Einen Dreijährigen darf man da nicht überfordern. Mit knapp fünf sieht das schon anders aus, da kann das Kind schon in gewissem Maße generalisieren und abstrahieren.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Lieber Robert,
hier haben wir mal einen Punkt, wo zwei vollkommen verschiedenen Ansichten bei uns beiden aufeinanderprallen.
Fangen wir mal mit der Weisheit des AT an.
Wer verwirft diese? Es geht darum einen solchen Schatz im Lichte des Evangeliums zu lesen, und da ist von Gewalt mit dem Stock keine Strafaktion. Im Gegenteil, jemand, der sich in der Gemeinde um einen Vorsteherdienst bewirbt, darf eben - nach dem NT - kein Schläger sein (!), sondern soll seinem eigenem Haus in Weisheit und Milde vorzustehen wissen. Kinder sind "in der Zucht des Herrn" zu erziehen. Hier hat also Zucht einen ganz anderen Sinn.
Aber bleiben wir mal beim AT.
Du hast eine wichtige Sirach - Stelle hierzu zitiert, wenn du einem also darauf gestützt vorwirfst, die Weisheit des Wortes Gottes zu verwerfen, na dann wollen wir mal sehen, wie wörtlich du die Weisheit dieser Schriftstelle nimmst:
Dort steht ja, dass mein seinen Sohn hasst, wenn man ihm den Stock vorenthält. Also hasst Du deinen Sohn, oder gibtst du ihm die Strafe mit dem Stock?
Stock: Ja oder Nein?
Wenn nicht, dann hasst du ja nach diesem Wort ganz klar deinen Sohn...
Natürlich gilt das im Lichte des Evangeliums nicht mehr, nicht das Gesetz des Buchstabens, sondern der Geist des Gesetzes macht uns frei.
Übrigens: Als Kenner des KKK sage ich dir wohl nichts Neues, wenn dort für Kinder sogar Ungehorsam gegenüber den Eltern erlaubt ist, wenn die Eltern im Unrecht sind.
Nach dem KKK ist die Familie eine Hauskirche mit dem Mann als geistlicher Leiter in Kooperation mit allen Familienmitgliedern nach ihrem vermögen, wobei der Frau eine besondere Stellung zukommt, da sie mit ihrem Mann ja eine Einheit bildet.
Wenden wir dieses schöne und zutreffende Bild auf eine Pfarrei an, dann habe ich noch nicht erlebt, dass ein Pfarrer seine Söhne im Geiste mit dem Stock oder sonstige Schläge gezüchtigt hätte, sondern eben mit der Zucht des Herrn Seines Wortes.
Konflikte, die da sind, werden dialogisch geklärt, und nicht anders.
hier haben wir mal einen Punkt, wo zwei vollkommen verschiedenen Ansichten bei uns beiden aufeinanderprallen.
Fangen wir mal mit der Weisheit des AT an.
Wer verwirft diese? Es geht darum einen solchen Schatz im Lichte des Evangeliums zu lesen, und da ist von Gewalt mit dem Stock keine Strafaktion. Im Gegenteil, jemand, der sich in der Gemeinde um einen Vorsteherdienst bewirbt, darf eben - nach dem NT - kein Schläger sein (!), sondern soll seinem eigenem Haus in Weisheit und Milde vorzustehen wissen. Kinder sind "in der Zucht des Herrn" zu erziehen. Hier hat also Zucht einen ganz anderen Sinn.
Aber bleiben wir mal beim AT.
Du hast eine wichtige Sirach - Stelle hierzu zitiert, wenn du einem also darauf gestützt vorwirfst, die Weisheit des Wortes Gottes zu verwerfen, na dann wollen wir mal sehen, wie wörtlich du die Weisheit dieser Schriftstelle nimmst:
Dort steht ja, dass mein seinen Sohn hasst, wenn man ihm den Stock vorenthält. Also hasst Du deinen Sohn, oder gibtst du ihm die Strafe mit dem Stock?
Stock: Ja oder Nein?
Wenn nicht, dann hasst du ja nach diesem Wort ganz klar deinen Sohn...
Natürlich gilt das im Lichte des Evangeliums nicht mehr, nicht das Gesetz des Buchstabens, sondern der Geist des Gesetzes macht uns frei.
Übrigens: Als Kenner des KKK sage ich dir wohl nichts Neues, wenn dort für Kinder sogar Ungehorsam gegenüber den Eltern erlaubt ist, wenn die Eltern im Unrecht sind.
Nach dem KKK ist die Familie eine Hauskirche mit dem Mann als geistlicher Leiter in Kooperation mit allen Familienmitgliedern nach ihrem vermögen, wobei der Frau eine besondere Stellung zukommt, da sie mit ihrem Mann ja eine Einheit bildet.
Wenden wir dieses schöne und zutreffende Bild auf eine Pfarrei an, dann habe ich noch nicht erlebt, dass ein Pfarrer seine Söhne im Geiste mit dem Stock oder sonstige Schläge gezüchtigt hätte, sondern eben mit der Zucht des Herrn Seines Wortes.
Konflikte, die da sind, werden dialogisch geklärt, und nicht anders.
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist.
1.Tim 3:15
1.Tim 3:15
warte mal noch 10 jahre...prim_ass hat geschrieben:Nur mal zur Information:ad_hoc hat geschrieben: Was die Äußerungen von prim_ass anbelangt, so möchte ich gar nicht darüber informiert werden, wie ihm seine Kinder im Laufe der Jahre mehr und mehr auf dem Kopf herum tanzen und ihn nicht mehr respektieren werden.
Ich kenne zuviele Beispiele dafür, besonders auch aus meinem eigenen Bekanntenkreis, die es gut mit ihren Kindern gemeint haben, sich aber falscher Erziehungsmethoden bedienten und das ungewünschte Ergebnis Ihrer Erziehungsarbeit stets vor sich haben.
Kinder müssen mit Liebe, aber auch mit Strenge erzogen werden. Und wer nicht imstande ist, dies einzusehen, wird durch seine eigenen Kinder bestraft werden.
Gruß, ad_hoc
Mein jüngster Sohn ist 10 Jahre und meine älteste Tochter, wie auch mein ältester Sohn, 16.
Von auf der Nase rumtanzen, kann bei uns zu Hause nicht die Rede sein, aber das gilt in beiden Richtungen...
Oft ist es nämlich so das Eltern die ihre Kinder nicht züchtigen irgendwann allein dastehn und die Kinder mit den Eltern kaum mehr was zu tun haben wollen. Im härtesten Fall bestimmen dann die Kinder über die Eltern..
Wieso hasst man seinen Sohn wenn man ihm den Stock vorenthält ? Ganz einfach weil aus dem Sohn dann nichts wird und man wird nachher als Vater von ihm enttäuscht sein. Das ist gemeint.Dort steht ja, dass mein seinen Sohn hasst, wenn man ihm den Stock vorenthält. Also hasst Du deinen Sohn, oder gibtst du ihm die Strafe mit dem Stock?
Irgendwo habe ich mal folgende Geschichte gehört:Poliven hat geschrieben:warte mal noch 10 jahre...
Oft ist es nämlich so das Eltern die ihre Kinder nicht züchtigen irgendwann allein dastehn und die Kinder mit den Eltern kaum mehr was zu tun haben wollen. Im härtesten Fall bestimmen dann die Kinder über die Eltern..
Jemand stand im Supermarkt in der Schlange an der Kasse.
Ein Kind hatte so einen "Kinder-Einkaufswagen" und fuhr ihm immer in die Hacken. Er hat sich umgedreht und die Mutter aufgefordert, dem Kinde Einhalt zu gebieten. Darauf habe die Mutter gesagt, daß ihr Kind antiautorität erzogen werde.
Darauf hat er nun einen Joghurtbecher genommen; ihn geöffnet und der Mutter den Ihnalt über die Bluse gekippt mit den Worten: "Ich wurde auch antiautorität erzogen!"
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -
Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Verdruss ersparen / und deinem Herzen Freude machen. (Spr 29,17)
Rute und Rüge verleihen Weisheit, / ein zügelloser Knabe macht seiner Mutter Schande. (Spr 29,15)
Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; / wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben. (Spr 23,13)
Wer seinen Sohn liebt, hält den Stock für ihn bereit, / damit er später Freude erleben kann. (Sir 30,1)
Wer seinen Sohn in Zucht hält, / wird Freude an ihm haben und kann sich bei Bekannten seiner rühmen. (Sir 30,2)
Auszüge aus dem Neue Testament:
Worte der Mahnung an die Getauften / Christliche Hausordnung:
Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem; denn so ist es gut und recht im Herrn. (Kol 3,20)
Der Brief an die Hebräer / Die Züchtigung als Zeichen väterlicher Liebe:
Neues Testament:
Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, / verzage nicht, wenn er dich zurechtweist. Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; / er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne. Ferner: An unseren leiblichen Vätern hatten wir harte Erzieher und wir achteten sie. Sollen wir uns dann nicht erst recht dem Vater der Geister unterwerfen und so das Leben haben? (Hebr 12,5-9)
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit. (Hebr 12,11)
Rute und Rüge verleihen Weisheit, / ein zügelloser Knabe macht seiner Mutter Schande. (Spr 29,15)
Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; / wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben. (Spr 23,13)
Wer seinen Sohn liebt, hält den Stock für ihn bereit, / damit er später Freude erleben kann. (Sir 30,1)
Wer seinen Sohn in Zucht hält, / wird Freude an ihm haben und kann sich bei Bekannten seiner rühmen. (Sir 30,2)
Auszüge aus dem Neue Testament:
Worte der Mahnung an die Getauften / Christliche Hausordnung:
Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem; denn so ist es gut und recht im Herrn. (Kol 3,20)
Der Brief an die Hebräer / Die Züchtigung als Zeichen väterlicher Liebe:
Neues Testament:
Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, / verzage nicht, wenn er dich zurechtweist. Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; / er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne. Ferner: An unseren leiblichen Vätern hatten wir harte Erzieher und wir achteten sie. Sollen wir uns dann nicht erst recht dem Vater der Geister unterwerfen und so das Leben haben? (Hebr 12,5-9)
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit. (Hebr 12,11)