Erfolgreiche Integrationspolitik? [I]

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Niels
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Niels » Freitag 4. Juli 2014, 19:56

martin v. tours hat geschrieben:Pit
Wie kannst Du aus dieser Aussage eine Ablehnung Europas herauslesen? (ich nicht)
Und was den "europäischen Gedanken" betrifft - ich hoffe es gibt mehrere Gedanken zu Europa als nur den Einen.
Den dieser ominöse europäische Gedanke der oft zitiert wird und der uns geradewegs in die schöne neue Welt der EUdssr führt, der kann mir gestohlen bleiben.
Ich finde es auch bedenklich und unzulässig dies immer zu verbinden. Nach dem Motto: Wer diesen europäischen Weg ablehnt, lehnt Europa ab (billige Propagandasprüche).

Und nein, ich will nicht zu den Nationalstaaten des 19.Jahrhunderts zurück!
Ja,ich will in einem demokratischen System leben, nicht aber in diesem scheindemokratischen Schmierenstück in dem wir nur Komparsen sind.

Ja, ich teile Ewalds Meinung, das Europa abgewirtschaftet hat.
Aber warum soll er deshalb auswandern (klingt ein bisschen nach den "dann geh doch nach drüben Sprüchen" aus den 70er Jahren). ER hat ja dieses Europa nicht abgewirtschaftet.
Vielleicht kotzt in Europa auch nicht an sondern nur dieses Zerrbild das andere daraus gemacht haben?

Pit, Du kannst ja dazu eine ganz andere Meinung haben, aber lass mir auch das Recht auf meine.
Noch sind die Gedanken frei, noch.
Volle Zustimmung. :daumen-rauf:
(Außer, was den letzten Satz Deines Postings angeht. Offiziell sind sie noch frei, die Gedanken, de facto größtenteils eher nicht mehr. Da gibt es viele Jäger und Fallensteller, die daran arbeiten. :cowboy: :zirkusdirektor: )
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Pit
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Pit » Freitag 4. Juli 2014, 20:11

Nur um es deutlich zu sagen:
Ja, ich bin für Meinungsfreiheit,eindeutig.
Ich bin selbstredend dafür (!),dass jeder hierzulande wie auch innerhalb Europas seine Meinung offen äussern darf...innerhalb vernünftiger Gesetze.
Was mich nur stört ist,wenn---und das meine ich ganz grundsätzlich -- sich gerade hierzulande Zeitgenossen immer wieder darüber aufregen,was die Politiker machen und das das doch unmöglich ist und..."wir ja eh nichts ändern können!"
Falsch,es ist möglich etwas zu ändern und jeder (!) von uns hat die Möglichkeit zur Veränderung beizutragen.
carpe diem - Nutze den Tag !

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Pit
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Pit » Freitag 4. Juli 2014, 20:14

martin v. tours hat geschrieben:Pit
in die schöne neue Welt der EUdssr
kurzgefasst:
EU=UdSSR in neuem Gewand?
carpe diem - Nutze den Tag !

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martin v. tours
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von martin v. tours » Freitag 4. Juli 2014, 20:17

Noch nicht ganz, aber auf dem besten Weg.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Marcus
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Marcus » Freitag 4. Juli 2014, 20:19

Pit hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben:Pit
in die schöne neue Welt der EUdssr
kurzgefasst:
EU=UdSSR in neuem Gewand?
Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es da schon, vor allem im Hinblick auf den zentralistischen Regulierungseifer und die flächendeckende Durchsetzung von sog. gemeinsamen Werten.
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Freitag 4. Juli 2014, 20:33

Pit hat geschrieben: Was mich nur stört ist,wenn---und das meine ich ganz grundsätzlich -- sich gerade hierzulande Zeitgenossen immer wieder darüber aufregen,was die Politiker machen und das das doch unmöglich ist und..."wir ja eh nichts ändern können!"
Falsch,es ist möglich etwas zu ändern und jeder (!) von uns hat die Möglichkeit zur Veränderung beizutragen.
Vielleicht ist es die Strategie dieser Personen die geünschten Änderungen herbeizuführen, indem sie die Politik kritisieren und dadurch versuchen, weitere Unterstützer für ihre Position gegen diese Politik zu gewinnen. Eine Entscheidung des Bundestages oder der Regierung ist doch nicht sakrosankt - man kann sie kritisieren und für falsch befinden. Warum sollte man das dann auch nicht öffentlich äußern dürfen? :hmm:

Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum mich die Meinung anderer Zeitgenossen "stören" sollte. Ich kann sie nicht zur Kenntnis nehmen, mich damit auseinandersetzen oder ihr zustimmen. "Stören" könnte mich eine andere Meinung doch nur, wenn sie mein (eigenes heiles) Weltbild ins Wanken bringen würde. Das wäre aber ein gutes Zeichen oder zumindest eine Anregung, mich mit dieser - unliebsamen - Meinung auseinanderzusetzen.

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Freitag 4. Juli 2014, 21:00

Marcus hat geschrieben: Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es da schon, vor allem im Hinblick auf den zentralistischen Regulierungseifer und die flächendeckende Durchsetzung von sog. gemeinsamen Werten.
Sowie der Glaube, daß die Obrigkeit am besten weiß, welche Wirtschaftssektoren zukunftsfähig sind und gefördert werden müssen, wie Marktstrukturen auszusehen haben und wie man die Zukunft "planen" kann.....

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Pilgerer » Freitag 4. Juli 2014, 23:00

Pit hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben:Pit
in die schöne neue Welt der EUdssr
kurzgefasst:
EU=UdSSR in neuem Gewand?
Die Ideologie ist anders, nämlich liberal-laizistisch auf französisch-belgische Art. Der Zwang ist sanfter als im Sowjetimperium, aber dafür vielleicht umso effektiver.
Ein vereintes Europa sollte jedoch von seiner Basis her unideologisch sein. Ideologien haben ihren Platz bei den Parteien des europäischen Parlamentes. Dort können sie je nach der demokratischen Meinungsbildung das vereinigte Europa leiten, ob in diese oder jene Richtung. In Europa muss es möglich sein, dass die Mitgliedsstaaten unterschiedliche politische Ideologien verfolgen, ob nun sozialdemokratisch, liberal, christlich-konservativ oder nationalkonservativ.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Dienstag 8. Juli 2014, 15:05

Der türkische Botschafter in Deutschland, Hüseyin Avni Karslioglu, wünscht sich ein Ramadan-Fest auf Einladung der Bundesregierung. Dies könne ein Zeichen dafür sein, "dass der Islam in Deutschland angekommen ist", sagte Karslioglu am Montagabend bei einem Empfang zum Fastenbrechen der Integrationsbeauftragten der Unionsfraktion im Bundestag, Cemile Giousouf (CDU), in Berlin.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... chten.html

Wie sollte Frau Merkel eine Einladung zum "Fastenbrechen" aussprechen bzw. so etwas einrichten, wenn sie nicht fasten muß? :hmm:

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von heiliger_raphael » Dienstag 8. Juli 2014, 16:22

Wozu braucht man eine Einladung durch die Bundeskanzlerin, wenn man seinen religiösen Bräuchen nachgehen will? :hae?:

Caviteño
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Dienstag 22. Juli 2014, 19:16

In Tower Hamlet einem Stadtteil Londons stellen Bengalen den größten Teil der Einwanderer und 25 von 45 Stadträten stammen aus Bangladesh. Man lebt nebeneinander und befürchtet eine organisierte Unterwanderung:
Die „Islamische Republik von Tower Hamlets“, wie es zuweilen heißt, ist ein ethnischer Sonderfall. Nirgendwo sonst im Königreich haben sich so viele Bengalen auf so engem Raum zusammengefunden. Islamische Parallelgesellschaften sind allerdings auch anderswo entstanden, in Vierteln von London, aber auch in Städten wie Bradford und Birmingham. Auch dort kommt das „Kapern“ staatlicher Institutionen in Mode. Große Aufmerksamkeit erhielt die „Affäre Trojanisches Pferd“: Pakistanische Islamisten in Birmingham betreiben die ideologische Übernahme staatlicher Schulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler.
Immer deutlicher wird dabei, dass die Unterwanderung systematisch organisiert wird. Die Schulaufsichtsbehörde Ofsted identifizierte sechs staatliche Schulen in Birmingham, die unter islamistischen Einfluss geraten sind und stellte sie unter besondere Beobachtung. Am vergangenen Dienstag wurde der Untersuchungsbericht des früheren Anti-Terror-Chefs von Scotland Yard, Peter Clarke, vorgestellt, der die Lage in Birmingham mit drastischen Worten beschreibt: Es gebe „koordinierte, wohldurchdachte und anhaltende Aktionen, um ein intolerantes, aggressives islamistisches Ethos an einigen Schulen einzuführen“.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... ageIndex_2

"Ethnische Sonderfälle" entwickeln sich auch in D. - z.B. in Duisburg oder Essen, allerdings sind die Parteien der Einwanderer bisher aber nicht besonders erfolgreich. Aber bei abnehmender Zahl der Autochthonen und einer wachsenden Wählermasse mit Migrahi kann sich das schnell ändern.

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Ewald Mrnka
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Ewald Mrnka » Dienstag 22. Juli 2014, 19:32

Caviteño hat geschrieben:In Tower Hamlet einem Stadtteil Londons stellen Bengalen den größten Teil der Einwanderer und 25 von 45 Stadträten stammen aus Bangladesh. Man lebt nebeneinander und befürchtet eine organisierte Unterwanderung:
Die „Islamische Republik von Tower Hamlets“, wie es zuweilen heißt, ist ein ethnischer Sonderfall. Nirgendwo sonst im Königreich haben sich so viele Bengalen auf so engem Raum zusammengefunden. Islamische Parallelgesellschaften sind allerdings auch anderswo entstanden, in Vierteln von London, aber auch in Städten wie Bradford und Birmingham. Auch dort kommt das „Kapern“ staatlicher Institutionen in Mode. Große Aufmerksamkeit erhielt die „Affäre Trojanisches Pferd“: Pakistanische Islamisten in Birmingham betreiben die ideologische Übernahme staatlicher Schulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler.
Immer deutlicher wird dabei, dass die Unterwanderung systematisch organisiert wird. Die Schulaufsichtsbehörde Ofsted identifizierte sechs staatliche Schulen in Birmingham, die unter islamistischen Einfluss geraten sind und stellte sie unter besondere Beobachtung. Am vergangenen Dienstag wurde der Untersuchungsbericht des früheren Anti-Terror-Chefs von Scotland Yard, Peter Clarke, vorgestellt, der die Lage in Birmingham mit drastischen Worten beschreibt: Es gebe „koordinierte, wohldurchdachte und anhaltende Aktionen, um ein intolerantes, aggressives islamistisches Ethos an einigen Schulen einzuführen“.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... ageIndex_2

"Ethnische Sonderfälle" entwickeln sich auch in D. - z.B. in Duisburg oder Essen, allerdings sind die Parteien der Einwanderer bisher aber nicht besonders erfolgreich. Aber bei abnehmender Zahl der Autochthonen und einer wachsenden Wählermasse mit Migrahi kann sich das schnell ändern.
Oswald Spengler hatte solche Entwicklungen und ihre inneren Ursachen bereits 1918 sehr schön und nachvollziehbar beschrieben.
Man muß sich damit abfinden; Alternativen gibt es nicht.
Und die, die sich dagegen stemmen, beschleunigen und begünstigen sogar die Tendenzen.
Hegels List der Vernunft läßt grüßen.

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WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 3. August 2014, 19:07

Muslim darf nicht Schützenkönig werden:
Mithat Gedik kann eigentlich als Musterbeispiel für gelungene Integration gelten – wäre da nicht die Satzung einer Schützenbruderschaft. Der 33-jährige türkischstämmige Muslim ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, belegte katholische Religion als Abiturfach und leitet als Kaufmann die Niederlassung eines großen Unternehmens in Mannheim. Im westfälischen Werl-Sönnern lebt er mit seiner Frau Melanie und vier Kindern. Er ist in der freiwilligen Feuerwehr aktiv und im Vorstand des örtlichen Schützenvereins.
(...)
Doch ein muslimischer Schützenkönig – das geht dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) zu weit: Beim Bezirksschützenfest darf der König aus Sönnern nicht antreten. Als Dachverband wacht der Verein auch über die St.-Georg-Bruderschaft, wo Gedik aber bereits König ist. Ein Widerspruch?
"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", sagt der Sprecher des BDHS, Rolf Nieborg, der dpa. "Die haben ihre eigene Satzung nicht gelesen." Heißt: Gedik hätte überhaupt nicht Mitglied der Bruderschaft in Sönnern werden können. In Paragraf 2 der Satzung heiße es, dass die Bruderschaft "eine Vereinigung von christlichen Menschen" sei.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -sein.html

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Ewald Mrnka » Montag 4. August 2014, 00:17

Caviteño hat geschrieben:Muslim darf nicht Schützenkönig werden:
Mithat Gedik kann eigentlich als Musterbeispiel für gelungene Integration gelten – wäre da nicht die Satzung einer Schützenbruderschaft. Der 33-jährige türkischstämmige Muslim ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, belegte katholische Religion als Abiturfach und leitet als Kaufmann die Niederlassung eines großen Unternehmens in Mannheim. Im westfälischen Werl-Sönnern lebt er mit seiner Frau Melanie und vier Kindern. Er ist in der freiwilligen Feuerwehr aktiv und im Vorstand des örtlichen Schützenvereins.
(...)
Doch ein muslimischer Schützenkönig – das geht dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) zu weit: Beim Bezirksschützenfest darf der König aus Sönnern nicht antreten. Als Dachverband wacht der Verein auch über die St.-Georg-Bruderschaft, wo Gedik aber bereits König ist. Ein Widerspruch?
"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", sagt der Sprecher des BDHS, Rolf Nieborg, der dpa. "Die haben ihre eigene Satzung nicht gelesen." Heißt: Gedik hätte überhaupt nicht Mitglied der Bruderschaft in Sönnern werden können. In Paragraf 2 der Satzung heiße es, dass die Bruderschaft "eine Vereinigung von christlichen Menschen" sei.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -sein.html
Na, da werden die Schützen wohl ganz fix ihre Satzung rückwirkend ändern müssen, sonst setzt es mediale Haue.
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Dienstag 5. August 2014, 21:08

Ewald Mrnka hat geschrieben: Na, da werden die Schützen wohl ganz fix ihre Satzung rückwirkend ändern müssen, sonst setzt es mediale Haue.
Die mediale Haue würden die Schützen ja aushalten - bis so etwas in Ostwestfalen mal angekommen ist, vergeht einige Zeit.

Nein - man muß ihnen die Gemeinnützigkeit entziehen - natürlich rückwirkend. Wer sich so eine Satzung gibt, ist nicht "gemeinnützig" oder im Duktus der Kanzlerin "hilfreich"..... :breitgrins:

und die Schützen gehören in ein Umerziehungslager :ja:

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Ewald Mrnka » Dienstag 5. August 2014, 22:00

Caviteño hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben: Na, da werden die Schützen wohl ganz fix ihre Satzung rückwirkend ändern müssen, sonst setzt es mediale Haue.

und die Schützen gehören in ein Umerziehungslager :ja:
mindestens :breitgrins:
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Juergen » Mittwoch 6. August 2014, 16:36

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Clemens » Mittwoch 6. August 2014, 16:44

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben: Na, da werden die Schützen wohl ganz fix ihre Satzung rückwirkend ändern müssen, sonst setzt es mediale Haue.

und die Schützen gehören in ein Umerziehungslager :ja:
mindestens :breitgrins:
Am besten in Schützhaft!

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 7. August 2014, 12:43

Emin Özel aus Paderborn war 27 bundesweit vermutlich der erste türkischstämmige Schützenkönig. – Der war eben auch ganz toll integriert und ein guter Mann.
(Nebenbei: Das hat dann dazu geführt, daß der Paderborner Bürgerschützenverein, der sich immer hinter ihn gestellt hat, aus dem Bund der deutschen historischen Schützenbruderschaften ausgeschlossen wurde, bei dem sie seit 1946 aus opportunistischen Gründen, um zu zeigen, daß sie keine Nazis waren, Mitglied waren. - So problemlos, wie man heute teilweise lesen kann, war das mit dem Schützenkönig damals also nicht. Aber das ist ein anderes Thema)
http://www.nw-news.de/owl/kreis_paderbo ... Welle.html

Palästinenser-Demo schlägt späte Welle
Landtagsabgeordneter wirft Schura-Vorsitzendem Emin Özel "antisemitische Aussagen" vor

Paderborn. Das Facebook-Video ist vom Freitag, 18. Juli 214. Auf einer gemeinsamen Demonstration der Palästinensischen Gemeinde und des Rats der Paderborner Muslime, der Schura, ist Emin Özel zu sehen. Bei einer Kundgebung vor dem Rathaus, so ist es im Video noch einmal zu hören, sagt Redner Özel: "Ich glaube nicht an Israel. Ich glaube an Hamas." Daniel Sieveke (CDU) kritisiert den Auftritt des Schura-Vorsitzenden jetzt scharf…
Videolink: http://on.fb.me/1pTMd7T
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Ewald Mrnka » Freitag 8. August 2014, 00:41

Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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Tinius
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Tinius » Freitag 8. August 2014, 00:53

Außerirdische (so sie denn intelligenter wären als der Homo sapiens) würden bei einer Analyse der derzeitigen Situation des blauen Planentes samt der wahnwitzigen Bewohner wahrscheinlich ihre Transportmittel fluchtartig mit maximaler Geschwindigkeit in Gegenrichtung steuern.

Irak, Ukraine, Gaza, Nigeria, Ebola-Staaten, Russland. Und dazwischen durchgedrehte Jesiden, die eine Zwangsheirat mit einem Salafisten (?) verhindern wollen.
Muslimische Schützenkönige mit vier katholischen Kindern setzen da noch die Krone auf...

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Linus » Freitag 8. August 2014, 08:26

Pit hat geschrieben:Pardon,aber mir geht es nicht um Kritik an der europäischen Politik,denn da gibt es Manches,was ich auch unmissverständlich kritisiere.
Mir geht es um Aussagen wie diese
Ewald Mrnka hat geschrieben: So ist es! Europa hat abgewirtschaftet. In jeder Hinsicht.
,denn da lese ich keine Kritik an der EU-Politik,sondern eine Ablehnung Europas und des europäischen Gedankens heraus,also im Grunde ein
"Vergessen wir Europa und kehren zu den Nationalstaaten des 19.Jahrhunderts zurück!"
Pit du liest nix heraus - du interpretierst hinein. ;)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Linus » Freitag 8. August 2014, 08:32

Pit hat geschrieben:Nur um es deutlich zu sagen:
Beginnst du jetzt zu drohen?
Ja, ich bin für Meinungsfreiheit,eindeutig.
zumindest solang sie mit der meinen konform geht.
Ich bin selbstredend dafür (!),dass jeder hierzulande wie auch innerhalb Europas seine Meinung offen äussern darf...innerhalb vernünftiger Gesetze.
Und du glaubst wirklich an den Vernunftgebrauch unserer Parlamentarischen (parler frz reden quatschen) Abnicker? „O sancta simplicitas!"
Was mich nur stört ist,wenn---und das meine ich ganz grundsätzlich -- sich gerade hierzulande Zeitgenossen immer wieder darüber aufregen,was die Politiker machen und das das doch unmöglich ist und..."wir ja eh nichts ändern können!"
Ja wir können nix ändern, das System ist verrottet, durch und durch.
Falsch,es ist möglich etwas zu ändern und jeder (!) von uns hat die Möglichkeit zur Veränderung beizutragen.
Wie? und was machst du konkret?
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Ewald Mrnka » Freitag 8. August 2014, 11:06

Karriere (gelungenene Integration) anderswo :breitgrins::

http://www.tagesspiegel.de/themen/repor ... 14.html
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von martin v. tours » Freitag 8. August 2014, 11:11

@ Linus :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Linus » Freitag 8. August 2014, 12:56

ich komme grad aus london - meine frau war über die vollverschleierten arabischen Mohammedanerinnen die es da en masse gab (keine türkischen kopftuchträgerinnen) irritiert und fragte mich wo die einheimischen rotbehharten engländer seien.... :pfeif:
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von martin v. tours » Freitag 8. August 2014, 15:20

Die sind um diese Zeit in Mallorca beim Koma-Saufen. :ja:

p.s
deswegen braucht deine Frau nicht nach London fahren.
Zell am See ist im Sommer genau so:
http://salzburg.orf.at/m/news/stories/26543/
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño » Freitag 8. August 2014, 18:38

martin v. tours hat geschrieben:Die sind um diese Zeit in Mallorca beim Koma-Saufen. :ja:
Können sich die normalverdienenden Engländer denn noch überhaupt eine Wohnung in London leisten? :hmm:

Ich habe mal gelesen, daß man entweder lange Anfahrtzeiten in Kauf nimmt oder mit drei, vier oder mehr Personen einen "Verschlag" mietet - zu Preisen, bei denen man hier eine ganze Wohnung erhält.....

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Tritonus » Freitag 8. August 2014, 19:09

Linus hat geschrieben:ich komme grad aus london - meine frau war über die vollverschleierten arabischen Mohammedanerinnen die es da en masse gab (keine türkischen kopftuchträgerinnen) irritiert und fragte mich wo die einheimischen rotbehharten engländer seien.... :pfeif:
Sahen die ungefähr so aus?

Bild

Wenn ja, dann handelt es sich vielleicht einfach um männliche Engländer. Möglicherweise sogar um direkte Nachfahren von T.E. Lawrence.

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Linus » Samstag 9. August 2014, 08:08

martin v. tours hat geschrieben:deswegen braucht deine Frau nicht nach London fahren.
ich weiß. Wir sind nur nach london um das zu machen, was man in london so macht - brutalo sightseeing. (21 geplante Sehenswürdigkeiten 18 geschafft, inklusive Führungen in 2 1/2 Tagen)

Tritonus nein die sahen eher so aus

Bild
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von HeGe » Montag 11. August 2014, 16:15

Caviteño hat geschrieben:Muslim darf nicht Schützenkönig werden:
Mithat Gedik kann eigentlich als Musterbeispiel für gelungene Integration gelten – wäre da nicht die Satzung einer Schützenbruderschaft. Der 33-jährige türkischstämmige Muslim ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, belegte katholische Religion als Abiturfach und leitet als Kaufmann die Niederlassung eines großen Unternehmens in Mannheim. Im westfälischen Werl-Sönnern lebt er mit seiner Frau Melanie und vier Kindern. Er ist in der freiwilligen Feuerwehr aktiv und im Vorstand des örtlichen Schützenvereins.
(...)
Doch ein muslimischer Schützenkönig – das geht dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) zu weit: Beim Bezirksschützenfest darf der König aus Sönnern nicht antreten. Als Dachverband wacht der Verein auch über die St.-Georg-Bruderschaft, wo Gedik aber bereits König ist. Ein Widerspruch?
"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", sagt der Sprecher des BDHS, Rolf Nieborg, der dpa. "Die haben ihre eigene Satzung nicht gelesen." Heißt: Gedik hätte überhaupt nicht Mitglied der Bruderschaft in Sönnern werden können. In Paragraf 2 der Satzung heiße es, dass die Bruderschaft "eine Vereinigung von christlichen Menschen" sei.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -sein.html
kath.net hat geschrieben:Bundespräses der Schützenbruderschaften für Profildiskussion

Dechant Kleine: Die Schützenverbände sollten sich darüber klar werden, ob für sie das Kreuz als Zeichen der Bruderschaften auch ein persönliches Bekenntnis zum Glauben sei, oder ob Schützenfest, Folklore und Schießsport im Mittelpunkt stünden. [...]

Aber wer A sagt, der muss dann manchmal auch in der Öffentlichkeit - auch gegen großes Geschrei - dann auch B sagen», so der Bundespräses. [...]
:daumen-rauf:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Ewald Mrnka » Montag 11. August 2014, 17:03

„Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind uns willkommen, sie sind eine Bereicherung für uns alle.“ :breitgrins:

http://www.morgenpost.de/bezirke/tempel ... sheim.html
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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