Seite 1 von 3
Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Dienstag 12. April 2011, 08:57
von civilisation
Ich glaube, dieser Typ ist einen eigenen Strang wert. Mit Sicherheit werden wir von diesem Vertreter der "grünen Zunft" noch einiges sehen, lesen, hören ...
Kretschmann gewährt der (evangelischen) Sonntagsblatt ein Interview und benutzt dies für "seine" Abrechnung mit der katholischen Kirche.
Zum

- schon am frühen Morgen.
~~~~~~~~~~~~~~~
»Wir werden Gott sei Dank evangelischer«
http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news ... 226caea77
daraus:
Die katholische Kirche habe er als Jugendlicher als vorkonziliar und autoritär geprägt erfahren. »Ich sollte Pfarrer werden. Dieses ganze autoritäre Gehabe, das dort herrschte, dieser Zwang und diese Gehorsamsideologie bis hin zu Schlägen - all das gehört zu den schlechtesten Erfahrungen, die ich in meinem Leben überhaupt gemacht habe«, sagte Kretschmann, ...
Kretschmann fühlt sich nach eigenen Worten als ökumenischer Christ. »Es gibt viele Dinge, in denen ich der evangelischen Kirche näherstehe als meiner eigenen, ohne jedoch die Lust zu verspüren, evangelisch werden zu wollen. ...
Kretschmann setzt sich auch gegen die Ausgrenzung von homosexuellen Lebenspartnerschaften ein, dies habe er auch dem früheren Kardinal Joseph Ratzinger in einem Brief geschrieben. Die persönliche Lebensführung sei Sache der Bürgerinnen und Bürger. Schließlich habe Jesus diejenigen, die am Rand gestanden hätten, in die Mitte genommen.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Dienstag 12. April 2011, 09:35
von overkott
Da hat er die Leser lieb gestreichelt. Und das ist auch wichtig für einen katholischen Ministerpräsidenten, der Ministerpräsident für alle sein möchte. Katholiken kann aber gesagt sein: Wir werden Gott sei Dank katholischer. Denn unsere Bibel ist wieder dicker und unser theologischer Blick weiter geworden. Auch evangelische Christen haben Gott sei Dank nicht mehr diese protestantistische Magerweisheit und den verhärmten Wortglauben.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Dienstag 12. April 2011, 19:28
von Marcus
Es mag zwar Sache des Einzelnen sein, seine Sexualität nach eigenem Belieben zu leben und dafür spätestens am Jüngsten Tag auch die Verantwortung zu tragen. Es kann und darf aber nicht sein, dass so etwas von der Kirche unterstützt und gutgeheißen wird. Jesus Christus nahm sich zwar den Sündern an, nicht aber, um sie beim Sündigen zu unterstützen, sondern ihnen zu helfen, davon loszukommen. Hier bringt der wohl künftige MP – wahrscheinlich gar mutwillig – einiges durcheinander.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Dienstag 12. April 2011, 19:44
von Edi
Marcus hat geschrieben:Es mag zwar Sache des Einzelnen sein, seine Sexualität nach eigenem Belieben zu leben und dafür spätestens am Jüngsten Tag auch die Verantwortung zu tragen. Es kann und darf aber nicht sein, dass so etwas von der Kirche unterstützt und gutgeheißen wird. Jesus Christus nahm sich zwar den Sündern an, nicht aber, um sie beim Sündigen zu unterstützen, sondern ihnen zu helfen, davon loszukommen. Hier bringt der wohl künftige MP – wahrscheinlich gar mutwillig – einiges durcheinander.
Ich denke, der hat einfach auf dem Gebiet einfach keine Ahnung wie so viele andere auch. Ein Taufscheinschrist wie man sie massenweise kennt. Solche bekommen auch noch ein Forum beim ZdK und anderswo.
Als ich vor kurzem bei einer Gelegenheit die Grünen wegen bestimmter Haltungen zu christlichen Themen einmal kritisiert habe, hat jemand, der dort Mitglied ist, auf Kretschmann hingewiesen, der katholisch sei. Ich kannte den Mann bisher so gut wie nicht, dachte mir aber das meine. Nachdem ich vor kurzem seinen Brief an de Papst gelesen habe, war es erst recht klar, wo der Mann steht. Unchristen sind solche Leute.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 14. April 2011, 19:53
von Peregrin
Ist aber natürlich typisch, daß er den "wertkonservativen Katholiken" raushängen läßt, wo er sich Stimmen davon verspricht.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 14. April 2011, 21:11
von Wim1964
Edi hat geschrieben:(...)Als ich vor kurzem bei einer Gelegenheit die Grünen wegen bestimmter Haltungen zu christlichen Themen einmal kritisiert habe, hat jemand, der dort Mitglied ist, auf Kretschmann hingewiesen, der katholisch sei. (...)
Auch ich habe das gehört, und eigentlich war es mir gleich klar: Es ist eine Binsenweisheit, die wahrscheinlich sowieso die Meisten hier unterschreiben: "Ein Grüner kann nich katholisch sein und ein Katholik kann kein Grüner sein. Das ist wie Feuer und Wasser, geht nicht - "
Wim19641
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 14. April 2011, 21:44
von Norbert
er wird sich mit Gebhard zu Rottenburg-Stuttgart sicher ganz gut verstehen

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Freitag 15. April 2011, 16:58
von lutherbeck
Wim1964 hat geschrieben:Edi hat geschrieben:(...)Als ich vor kurzem bei einer Gelegenheit die Grünen wegen bestimmter Haltungen zu christlichen Themen einmal kritisiert habe, hat jemand, der dort Mitglied ist, auf Kretschmann hingewiesen, der katholisch sei. (...)
Auch ich habe das gehört, und eigentlich war es mir gleich klar: Es ist eine Binsenweisheit, die wahrscheinlich sowieso die Meisten hier unterschreiben: "Ein Grüner kann nich katholisch sein und ein Katholik kann kein Grüner sein. Das ist wie Feuer und Wasser, geht nicht - "
Wim19641
Aber das ist doch das übliche Schwarz / Weiß Schema der Spießer - was soll das?

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Freitag 15. April 2011, 16:59
von lutherbeck
Norbert hat geschrieben:er wird sich mit Gebhard zu Rottenburg-Stuttgart sicher ganz gut verstehen

... und was habt ihr gegen Bischof Fürst?

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Freitag 15. April 2011, 22:14
von holzi
lutherbeck hat geschrieben:Norbert hat geschrieben:er wird sich mit Gebhard zu Rottenburg-Stuttgart sicher ganz gut verstehen

... und was habt ihr gegen Bischof Fürst?

Nichts wirksames.

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Samstag 16. April 2011, 11:32
von Wim1964
lutherbeck hat geschrieben:Wim1964 hat geschrieben:Edi hat geschrieben:(...)Als ich vor kurzem bei einer Gelegenheit die Grünen wegen bestimmter Haltungen zu christlichen Themen einmal kritisiert habe, hat jemand, der dort Mitglied ist, auf Kretschmann hingewiesen, der katholisch sei. (...)
Auch ich habe das gehört, und eigentlich war es mir gleich klar: Es ist eine Binsenweisheit, die wahrscheinlich sowieso die Meisten hier unterschreiben: "Ein Grüner kann nich katholisch sein und ein Katholik kann kein Grüner sein. Das ist wie Feuer und Wasser, geht nicht - "
Wim19641
Aber das ist doch das übliche Schwarz / Weiß Schema der Spießer - was soll das?

Quatsch - das ist schlicht und ergreifend eine wahre Aussage gemäß der Gesetzmäßigkeit der Logik. Läßt sich ganz einfach dadurch erschießen, indem man einen Katechismus der Katholischen Kirche und ein Parteiprogramm der Grünen nebeneinander legt und vergleicht...
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Samstag 16. April 2011, 11:38
von cantus planus
Wim sieht das schon ganz richtig, Lutherbeck. Das Parteiprogramm der "Grünen" ist dermaßen wider die Offenbarung der Heiligen Schrift, gegen die Natur und gegen die kirchliche Lehre, dass man getrost die Formel aufstellen kann, dass sich "grün" (im Sinne der grünen Partei) und "katholisch" vollkommen widersprechen.
Auf ein klarstellendes Wort unserer Bischöfe, wie es in den besseren Tagen noch zu erwarten war, brauchen wir allerdings wohl nicht zu hoffen.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Sonntag 17. April 2011, 11:17
von ar26
Den bereits erwähnten Zusammenhang erkennt man auch daran, daß gerade grüne Bildungspolitiker gegen (echte) katholische Schulen einen Vernichtungskrieg führen (siehe Saarland). Das wird in Baden-Württemberg nicht anders.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Sonntag 17. April 2011, 18:15
von Edi
Peregrin hat geschrieben:Ist aber natürlich typisch, daß er den "wertkonservativen Katholiken" raushängen läßt, wo er sich Stimmen davon verspricht.
Ich bin mir da nicht sicher, ob er den wertkonservativen Katholiken spielt, sein Brief an den Papst zeigt etwas anderes. Offenbar aber schreiben ihm einige Leute, die keine Ahnung haben, diesen wertkons. Katholiken zu, nur weil sie wissen, dass er kath. ist, im Kirchenchor singt und im ZdK sitzt. Jeder Informierte weiß aber, dass das alles nichts bedeuten muss.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Sonntag 17. April 2011, 22:25
von Wim1964
Edi hat geschrieben:(...)nur weil sie wissen, dass er kath ist (...)
...dass er (sich fälschlicherweise) kath.
nennt....
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 10:33
von lutherbeck
Wim1964 hat geschrieben:Edi hat geschrieben:(...)nur weil sie wissen, dass er kath ist (...)
...dass er (sich fälschlicherweise) kath.
nennt....
Nun mal langsam - er
ist katholisch!
Ich glaube nicht, daß ihr ihm dies aufgrund eurer Privatmeinung absprechen dürft!

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 19:39
von Wim1964
lutherbeck hat geschrieben:Wim1964 hat geschrieben:Edi hat geschrieben:(...)nur weil sie wissen, dass er kath ist (...)
...dass er (sich fälschlicherweise) kath.
nennt....
Nun mal langsam - er
ist katholisch!
Ich glaube nicht, daß ihr ihm dies aufgrund eurer Privatmeinung absprechen dürft!

formaljuristisch mag das stimmen, aber wie definieren Sie "katholisch"?
Ist das jemand, der
- rk in der Lohnsteuerkarte stehen hat,
- vor zig Jahren mal katholisch getauft wurde,
- in einer katholischen Gemeinde lebt und am Gemeindeleben teilnimmt,
- oder ohne wenn und aber den Glauben teilt, der im Katechismus der katholischen Kirche dargelegt ist?
Ich - mit meiner privaten Meinung - gehe davon aus, dass die letzte Bedingung uneingeschränkt erfüllt sein muss. Und das ist bei Herrn Kretschmann leider nicht gegeben. Ergo.....
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 19:49
von Clemens
Wie wird man eigentlich Mitglied im ZdK?
Berufen die einen, wenn man ansonsten auch prominent ist?
Bewirbt man sich da?
Und außerdem frage ich mich:
Wollen konservative Katholiken nicht ins ZdK?
Oder dürfen die nicht?
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 20:00
von Niels
Clemens hat geschrieben:Wie wird man eigentlich Mitglied im ZdK?
Berufen die einen, wenn man ansonsten auch prominent ist?
Bewirbt man sich da?
Und außerdem frage ich mich:
Wollen konservative Katholiken nicht ins ZdK?
Oder dürfen die nicht?
Vermutlich letzteres.
Vicky P. hat geschrieben:97 Mitglieder werden von der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) gewählt, 84 Mitglieder kommen aus den Laienvertretungen der deutschen Diözesen (Katholikenräte bzw. Diözesanräte), 45 Mitglieder werden als Einzelpersönlichkeiten hinzugewählt, die meist der Politik oder dem öffentlichen Leben entstammen.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 21:14
von civilisation
Da hat einer offenbar den Mund zu voll genommen ...
Er habe Fehler gemacht, als er eine Volksabstimmung über Stuttgart 21 ankündigte. Das gab Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Kretschmann zu. CDU und FDP attackierten umgehend: Sie werfen dem Grünen-Politiker den Bruch eines Wahlversprechens vor.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 41,.html
Aber was ist von den "Grünen" schon anderes zu erwarten.

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 22:14
von Edi
civilisation hat geschrieben:Da hat einer offenbar den Mund zu voll genommen ...
Er habe Fehler gemacht, als er eine Volksabstimmung über Stuttgart 21 ankündigte. Das gab Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Kretschmann zu. CDU und FDP attackierten umgehend: Sie werfen dem Grünen-Politiker den Bruch eines Wahlversprechens vor.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 41,.html
Aber was ist von den "Grünen" schon anderes zu erwarten.

Versprechungen machen und diese nicht einhalten, ist natürlich nicht grünenspezifisch, denn das machen alle Parteien schon immer, vor nicht langer Zeit Rösler z.B., von der Merkelsteuer, die noch höher ausfiel als angegeben und die auch die SPD mitmachte, die vorher ganz dagegen war, gar nicht zu reden.
Ich habe die Grünen einmal auch als faule Säcke erlebt, als ich ihnen in den 9er Jahren eine Sache vortrug und sie mir lediglich per automatischer Mail antworteten, man habe meine Mail erhalten. Auf eine weitere mündliche Rückfrage kam dann in der Sache erst recht nichts mehr. Aber wie man hört von Treffen, die die IHK organisiert hat, machen es die CDU-Minister ebenso. Vor grossem Publikum das Maul voll nehmen und hernach kommt nichts mehr.
Wir werden eben von Lugenbeuteln aller Couleur verarscht. Die Leute lernen das meist von Jugend an.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Montag 18. April 2011, 22:19
von Niels
civilisation hat geschrieben:Da hat einer offenbar den Mund zu voll genommen ...
Er habe Fehler gemacht, als er eine Volksabstimmung über Stuttgart 21 ankündigte. Das gab Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Kretschmann zu. CDU und FDP attackierten umgehend: Sie werfen dem Grünen-Politiker den Bruch eines Wahlversprechens vor.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 41,.html
Aber was ist von den "Grünen" schon anderes zu erwarten.

Das ist doch typisch...

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Dienstag 19. April 2011, 07:15
von Wim1964
civilisation hat geschrieben:Da hat einer offenbar den Mund zu voll genommen ...
Er habe Fehler gemacht, als er eine Volksabstimmung über Stuttgart 21 ankündigte. Das gab Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Kretschmann zu. CDU und FDP attackierten umgehend: Sie werfen dem Grünen-Politiker den Bruch eines Wahlversprechens vor.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 41,.html
(...)
Das ist ja gerade das Interessante an der Lage in BW - dass die Grünen wieder einmal - und diesmal in der führenden Rolle - mit der politischen und gesellschaftlichen Realität konfrontiert werden und sich mit ihr arrangieren müssen - anstatt alles nur besser wissen zu dürfen...
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 03:32
von Quasinix
Wer als Spitzenkandidat mit
diesem Wahlprogramm antritt, über dessen Katholizität muß man nicht mehr lange spekulieren:
Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, transsexuellen und intersexuellen Menschen:
"Die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, transsexuellen und intersexuellen Menschen muss auch im Grundgesetz verankert werden. […] Wir unterstützen daher schwullesbische Jugendprojekte gerade im ländlichen Raum und fordern eine stärkere Akzeptanz und Sensibilität in Fragen sexueller Identitäten bei der Jugendhilfe."
"Baden-württembergische Schulen sind angehalten, unterschiedliche sexuelle Identitäten als etwas Selbstverständliches zu vermitteln und wertneutral zu behandeln. Diese Aufgabe muss in den Bildungsstandards sowie in der Lehrerbildung verbindlich verankert werden. Dabei denken wir nicht nur an den Aufklärungsunterricht im Fach Biologie, sondern an alle Unterrichtsfächer. […] in Sprach- und Mathematiklehrbüchern ist der Alltag verschiedener Familienformen (also auch von Regenbogenfamilien) abzubilden."
"Wir wollen ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht für alle Lebensgemeinschaften. Lesbische Paare, Unverheiratete und Alleinstehende müssen Zugang zu reproduktionsmedizinischen Maßnahmen erhalten." - "eine Erhöhung der Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Identitäten in der Bevölkerung durch geeignete Mittel der Öffentlichkeitsarbeit (z.B. im Rahmen der Imagekampagne des Landes)." - "Homo- und Transphobie ist keineswegs ausschließlich Sache der Betroffenen, sondern muss ebenso wie Antisemitismus oder Rassismus in gemeinschaftlicher, gesamtgesellschaftlicher Anstrengung bekämpft werden."
Schul- und Bildungspolitik:
"Wissenschaftliche Studien belegen es: Je früher Kinder eine Kindertageseinrichtung (Kita) oder einen Kindergarten besuchen, desto besser sind ihre Bildungschancen und ihre späteren Schulabschlüsse" - "Wir GRÜNEN setzen uns für die vollständige Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Platz in einer Betreuungs- und Bildungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren (U3)."
"Die Grünen setzen sich ein für "eine Gemeinschaftsschule für alle Kinder. […] Alle Basisschulen entwickeln eine neue Lehr- und Lernkultur." - "Die Ganztagsschule soll als Regelform im Schulgesetz verankert werden." - "Kerngedanke ist, dass in einer pluralistischen Gesellschaft der Religionsunterricht kein Monopol auf die Werteerziehung für alle SchülerInnen beanspruchen kann. Wir wollen neben Religion Ethik als gleichberechtigtes Wahlpflichtfach ab der 1. Klasse anbieten. Dies wollen wir im Schulgesetz verbindlich verankern." - "Findet Religionsunterricht an staatlichen Schulen statt, müssen die Religionen gleich behandelt werden. Deshalb wollen wir, dass islamische Geistliche und Religionslehrer an deutschen Universitäten und Ausbildungseinrichtungen die gleiche Ausbildung erhalten wie ihre KollegInnen aus den christlichen Kirchen und nicht mehr von den Heimatländern entsendet werden müssen."
"Von vielen Hochschulabschlüssen profitiert die ganze Gesellschaft. Deshalb streben wir an, dass mindestens 50 Prozent eines Altersjahrgangs im Laufe des Lebens ein Hochschulstudium aufnehmen. Die Hochschulen müssen sich auf unterschiedliche Eingangsvoraussetzungen einstellen. Wir wollen mehr beruflich Qualifizierte, mehr Menschen mit Migrationshintergrund, mehr Arbeiterkinder und mehr ausländische Studierende an unseren Hochschulen."
MigrantInnen und FlüchtlingInnen (?):
"Wir brauchen auch mehr Lehrkräfte und ErzieherInnen mit Migrationshintergrund in Schulen und Kindertagesstätten. So werden Vorbilder geschaffen und neue Rollenmodelle für Kinder und Jugendliche greifbar. Wir fordern verbindliche Zielvorgaben, um rasch eine angemessene Präsenz von MigrantInnen im Bildungssystem, in der öffentlichen Verwaltung und bei der Polizei sicherzustellen. Dies muss ergänzt werden durch den gezielten Aufbau interkultureller Kompetenz bei allen Anbietern öffentlicher Dienstleistungen." - "Wir fordern eine stärkere Berücksichtigung der Muttersprachen starker MigrantInnengruppen bei der Sprachauswahl an unseren Schulen. In der Lehramtsausbildung sollen „Deutsch als Zweitsprache“ und „Interkulturelle Pädagogik“ zu verpflichtenden Modulen werden."
"Außerdem halten wir die Einrichtung einer interkulturellen Gesundheitsberatung für MigrantInnen für wichtig, weil diese Personengruppe von besonderen Gesundheitsrisiken betroffen ist bzw. insgesamt schlechtere Gesundheitschancen hat. Wir wollen daher das erfolgreiche MIMI-Konzept, bei dem ausgebildete MigrantInnen anderen MigrantInnen bei der Orientierung im deutschen Gesundheitssystem helfen, auch in Baden-Württemberg flächendeckend umsetzen."
"Zur Integration gehört politische Teilhabe. Wir wollen die doppelte Staatsbürgerschaft möglich machen. Gerade Baden-Württemberg mit seinem hohen Anteil an MitbürgerInnen mit türkischer Staatsbürgerschaft muss sich dafür einsetzen." - "Studien zeigen, dass die Zahl der Einbürgerungen deutlich steigt, wenn eine Doppelstaatlichkeit möglich ist. (...) Wir brauchen weder einen Einbürgerungstest noch spezielle Gesinnungstests für Muslime und auch keine finanziellen Hürden, sondern faire Chancen auf Einbürgerung." - "Solange die deutsche Staatsbürgerschaft für viele MigrantInnen nicht infrage kommt, müssen deren Mitbestimmungsmöglichkeiten auf anderen Wegen gestärkt werden."
"Baden-Württemberg muss sich im Bundesrat für eine Änderung des Aufenthaltsgesetzes einsetzen" - "Wir GRÜNEN wollen Verantwortung für die Bewältigung der weltweiten Flüchtlingsprobleme übernehmen."
Drogenpolitik:
"Wenn der verantwortungsvolle Umgang mit Suchtmitteln das Ziel ist, dann ist die Kriminalisierung von KonsumentInnen der falsche Weg. Erst wenn Verbote und Strafen nicht mehr im Vordergrund stehen, gibt es Raum und Geld für effektive Hilfe." - "Um KonsumentInnen „weicher“ Drogen wie Cannabis von Dealern und dem illegalen Drogenmarkt fernzuhalten, wollen wir GRÜNEN unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabe durch öffentlich-rechtliche Stellen ermöglichen und in wissenschaftlich begleiteten Modellversuchen erproben." (...) "Der Konsum von Drogen alleine ist kein Grund für führerscheinrechtliche Folgen."
Gleichstellung und Genderwahn:
"Für uns GRÜNE ist Gleichstellungspolitik eine Querschnittsaufgabe, die gesamtgesellschaftlich umgesetzt werden muss. Auf der landespolitischen Ebene wollen wir mit dem Instrument des Gender Mainstreaming – einer Art Gleichstellungsverträglichkeitsprüfung – dafür sorgen, dass alle Entscheidungsprozesse innerhalb der Landesbehörden bis hinunter zu den Gemeindeverwaltungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern geprüft werden. Wir werden das Landeschancengleichheitsgesetz novellieren, indem wir die Sanktionen für fortgesetzte Verstöße verschärfen." - "Wir wollen darüber hinaus die Mittelvergabe in den öffentlichen Haushalten durch das Instrument des Gender Budgeting geschlechtergerecht gestalten." - "Öffentliche Aufträge sollen bevorzugt an Unternehmen vergeben werden, die
Gleichstellungserfolge nachweisen können."
Polizei:
Wir sind dafür, dass verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund für den Polizeidienst angeworben werden. Die Polizeiausbildung muss gendergerecht gestaltet werden, Schwule und Lesben müssen bei der Polizei arbeiten können, ohne Gefahr zu laufen, diskriminiert zu werden. Wir fordern aus diesem Grund auch die Einführung von Gleichberechtigungsbeauftragten für den Bereich Genderpolitik bei allen Polizeidirektionen in Baden-Württemberg.
Kampf gegen "Rechts":
"Der Rechtsextremismus ist in Baden-Württemberg kein „Randproblem“, auch wenn die Mitgliederzahlen einschlägiger Organisationen, Kameradschaften und Verbünde seit Jahren stagnieren. Der Rechtsextremismus wird jünger, gewalttätiger und in der Organisation flexibler. Neben der dauernden Beobachtung aller rechtsextremistischen Umtriebe stellen wir Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen, insbesondere für junge Menschen, ins Zentrum grüner Politik." - "Andere Parteien fordern wir auf, sich eindeutig von rechtsextremem Gedankengut zu distanzieren. Deshalb werden wir immer dann Druck auf die CDU ausüben, wenn deren Mitglieder oder der CDU verbundene Einrichtungen (z.B. das Studienzentrum Weikersheim) rechtsextremen Ideologien Raum geben."
"Ein neues Landesprogramm gegen Rechtsextremismus soll diese Initiativen unterstützen. Im Bundesrat wollen wir dafür sorgen, dass der Bund nicht aus seinen Programmen gegen Rechtsextremismus aussteigt." - "Wir wollen eine lebendige Erinnerungskultur. In Schulen, Bildungsstätten, Jugendhäusern, Kommunen und insbesondere an allen historisch wichtigen Orten und Gedenkstätten muss immer wieder auf die menschenverachtenden Verbrechen des Nationalsozialismus aufmerksam gemacht werden."
"Die Gleichsetzung von Links- und Rechtsextremismus, wie sie die schwarz-gelbe Landesregierung betreibt, lehnen wir ab. (...) Wir werden es nicht zulassen, dass der Begriff „Linksextremismus“ pauschal und politisch motiviert auf kritische und engagierte BürgerInnen, zivilen Ungehorsam, friedliche Demonstrationen oder Bündnisse gegen Rechts angewandt wird, um unbequeme Meinungen zu diffamieren.
Europa:
"Wir GRÜNEN bekennen uns klar zu Europa. Schließlich stärkt der Vertrag von Lissabon die Beteiligungsrechte der Bevölkerung und der Parlamente und damit auch die Rolle des Landtags von Baden-Württemberg."
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 08:21
von civilisation
"Einigkeit und Recht und Freiheit" - so lauten die ersten Worte unserer Nationalhymne. Wenn man das o.g. Wahlprogramm liest, dann könnte man meinen, die Grünen führen eine neue Nationalhymne ein: "Schwule, Lesben über alles".
Daneben kann man noch viele andere Fragezeichen setzen. Man merkt doch, daß die Grünen eindeutig zum linksextremen und -radikalen Spektrum zählen.
Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Man ist schon fast geneigt, Parallelen aus der deutschen Vergangenheit des letzten Jahrhunderts zu ziehen. War alles schon mal da, bloß umgedreht.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 08:27
von lutherbeck
civilisation hat geschrieben:"Einigkeit und Recht und Freiheit" - so lauten die ersten Worte unserer Nationalhymne. Wenn man das o.g. Wahlprogramm liest, dann könnte man meinen, die Grünen führen eine neue Nationalhymne ein: "Schwule, Lesben über alles".
Daneben kann man noch viele andere Fragezeichen setzen. Man merkt doch, daß die Grünen eindeutig zum linksextremen und -radikalen Spektrum zählen.
Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Man ist schon fast geneigt, Parallelen aus der deutschen Vergangenheit des letzten Jahrhunderts zu ziehen. War alles schon mal da, bloß umgedreht.
Aber die Deutschen wollen doch die Grünen - sogar als Kanzler; siehe hier:
http://www.morgenpost.de/politik/articl ... nzler.html

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 08:48
von civilisation
lutherbeck hat geschrieben:civilisation hat geschrieben:"Einigkeit und Recht und Freiheit" - so lauten die ersten Worte unserer Nationalhymne. Wenn man das o.g. Wahlprogramm liest, dann könnte man meinen, die Grünen führen eine neue Nationalhymne ein: "Schwule, Lesben über alles".
Daneben kann man noch viele andere Fragezeichen setzen. Man merkt doch, daß die Grünen eindeutig zum linksextremen und -radikalen Spektrum zählen.
Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Man ist schon fast geneigt, Parallelen aus der deutschen Vergangenheit des letzten Jahrhunderts zu ziehen. War alles schon mal da, bloß umgedreht.
Aber die Deutschen wollen doch die Grünen - sogar als Kanzler; siehe hier:
http://www.morgenpost.de/politik/articl ... nzler.html

Habe ich etwas anderes behauptet? - Und "die Deutschen" gibt es nicht. Jeder Esel wählt sich seinen Schlächter selbst aus.
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 16:14
von Wim1964
civilisation hat geschrieben:Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Bitte etwas mehr Rücksicht auf sensible Gemüter....
Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 16:25
von cantus planus
Wim1964 hat geschrieben:civilisation hat geschrieben:Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Bitte etwas mehr Rücksicht auf sensible Gemüter....
Wir bitten um Entschuldigung!
Das gleiche Bild, anonymisiert:

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 18:23
von Wim1964
cantus planus hat geschrieben:Wim1964 hat geschrieben:civilisation hat geschrieben:Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Bitte etwas mehr Rücksicht auf sensible Gemüter....
Wir bitten um Entschuldigung!
Das gleiche Bild, anonymisiert:

...besser...

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 18:41
von Edi
cantus planus hat geschrieben:Wim1964 hat geschrieben:civilisation hat geschrieben:Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Bitte etwas mehr Rücksicht auf sensible Gemüter....
Wir bitten um Entschuldigung!
Das gleiche Bild, anonymisiert:

Am besten gleich alle so:

Re: Der designierte "Grüne" Ministerpräs. Winfried Kretschmann
Verfasst: Donnerstag 21. April 2011, 20:30
von Yeti
lutherbeck hat geschrieben:civilisation hat geschrieben:"Einigkeit und Recht und Freiheit" - so lauten die ersten Worte unserer Nationalhymne. Wenn man das o.g. Wahlprogramm liest, dann könnte man meinen, die Grünen führen eine neue Nationalhymne ein: "Schwule, Lesben über alles".
Daneben kann man noch viele andere Fragezeichen setzen. Man merkt doch, daß die Grünen eindeutig zum linksextremen und -radikalen Spektrum zählen.
Das sind die Revolutionsführer, die "grünen Garde":
Man ist schon fast geneigt, Parallelen aus der deutschen Vergangenheit des letzten Jahrhunderts zu ziehen. War alles schon mal da, bloß umgedreht.
Aber die Deutschen wollen doch die Grünen - sogar als Kanzler; siehe hier:
http://www.morgenpost.de/politik/articl ... nzler.html

Ich wage zu behaupten, dass eine Mehrheit der Deutschen seit Mitte der 9-er Jahre vor allem deshalb rot-grün wählt, weil man sich von dieser Konstellation die größtmögliche Selbstverwirklichung erwartet, seinen orientierungslosen Individualismus ohne Schranken ausleben kann und dabei nicht gehindert wird. Dabei geht es gar nicht um Ökologie oder soziales Denken. Diejenigen, die grün wählen, fliegen genauso per 1-Stunden-Flug auf die Malediven, fahren zu Hause einen dicken Wagen, werden ebenso den aus Frankreich gekauften Atomstrom verbrauchen (als Linksintellektueller hat man sowieso eine enge Beziehung zu diesem Land) und benehmen sich auch sonst nicht sehr umweltfreundlich. Und um die Wähler der SPD steht es ebenso, klassische Klientelwähler gibt es kaum noch, diese Partei wird aus den selben oben genannten Gründen gewählt.