"Veggie-Day": donnerstags fleischlos

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RomanesEuntDomus
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von RomanesEuntDomus »

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 14:59
... Wie kann man von z.B. "Bekämpfung der Fluchtursachen" insbesondere bzgl. Afrika reden, wenn man gleichzeitig die Märkte abschottet? ...
Fluchtursachen? Die American University in Washington D.C. hat vor kurzem eine Untersuchung herausgebracht, nach der in den letzten knapp 20 Jahren allein durch den US-amerikanischen sogenannten "Kampf gegen den Terror" nach sehr vorsichtigen Schätzungen mindestens 37 Millionen Menschen in Asien und Afrika (wahrscheinlich deutlich mehr) zur Flucht gezwungen wurden. Das sind Größenordnungen, die im 20. Jahrhundert nur im Zusammenhang mit dem 2.Weltkrieg erreicht wurden.

https://investigativereportingworkshop. ... aced-news/

Wenn es also um Fluchtursachen geht, dann könnte man zuallererst hier ansetzen. Anstatt sich auch noch selbst mit der BW daran zu beteiligen und die deutsche Bevölkerung mit Propagandaphrasen wie "Brunnen bohren" und "Mädchenschulen einrichten" vollzulabern, könnte man dem Big Brother jenseits des Atlantik auch mal ein deutliches "Nein, ohne uns!" zu hören geben.

Aber ich gebe zu: Im Zusammenhang mit Fluchtursachen einfach über "Märkte" und dergleichen zu schwafeln statt über die Hauptursachen, bringt wesentlich weniger Konflikte mit denen, die hier das Sagen haben, und schont damit sowohl die Nerven als
auch das Gewissen des FAZ-, Bild- und NZZ-lesenden Sesselfurzers.

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peetra123
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von peetra123 »

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 14:59
peetra123 hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 10:37
Um diese Diskussion wieder anzukurbeln: Ich finde den Trend hin zum Veganismus und Vegetarismus echt positiv. Aus ethischen Gründen, aber für ich vor allem auch aus Sicht des Klimawandels. Dokus wie "Cowspiracy" haben mir und meiner Familie echt die Augen geöffnet. :auweia:
Wir jetzt keine Veganer, aber essen fast kein Fleisch und keine Milchprodukte und wenn dann das Fleisch von den Tieren meiner Bekannten. Also ganz regional und ohne lange Transportwege.
Und dann sollte man natürlich auch darauf achten, dass das Soja für die Sojamilch aus Deutschland und nicht irgendwo aus Südamerika kommt, wo riesige Wälder dafür abgeholzt werden. :patsch:
Schön, wenn Du die Möglichkeit hast, Lebensmittel ohne "lange Transportwege" zu kaufen. Für die Masse der Bevölkerung dürfte das wohl kaum der Fall sein. Oder willst Du 5-6 Millionen im Ruhrgebiet aus dem nahen Münsterland und dem Niederrhein ernähren? :D

Im übrigen sind lange Transportwege auch notwendig, wenn die Waren aus den Ländern kommen (sollen), die durch den Export Geld verdienen möchten, weil sie nur so ihrer wachsenden Bevölkerung ein Auskommen ermöglichen.
Was soll denn der Bauer in Botswana, der Erbsen für den europ. Markt anbaut, machen, wenn man seine Produkte nicht kauft? Wie soll er seine wachsende Familie ernähren? Gleiches gilt für den Blumenzüchter in Kenia, den Spargelbauern in Ecuador, den Fisch(zücht)er in Vietnam oder die berühmten Erdbeeren im Winter aus Afrika. Ein Feld mit Erdbeeren bringt nun einmal einen größeren Erlös als ein Feld mit Hirse. Wenn Du das Produkt nicht kaufst, verwehrst Du dem Bauern die Möglichkeit, seinen Kindern eine gute Schulbildung zu geben. Die machen sich dann auf dem Weg nach "Europa", weil es in ihrem Land weder Arbeit noch Zukunft gibt.

Bzgl. des Transports: Sollen die Flugzeuge, die notwendige Ersatzteile nach Afrika oder Südamerika bringen, wieder leer zurückfliegen oder ist es nicht besser, die dortigen Exportprodukte mitzunehmen und nach Europa bzw. in die USA zu bringen?

Wie kann man von z.B. "Bekämpfung der Fluchtursachen" insbesondere bzgl. Afrika reden, wenn man gleichzeitig die Märkte abschottet? Tomaten wachsen in Marokko aufgrund der klimatischen Bedingungen ohne Gewächshäuser - und wie ist das in NL oder D im Winter? Gleiches gilt für Blumen aus Kenia.
Länder wie Argentinien sollen deutsche Autos kaufen - aber argentinisches Rindfleisch und der Wein (beide im übrigen vorzüglich!) sollen nicht eingeführt werden - aus Gründen des "Klimaschutzes" :patsch:

Ich sehe jeden Kauf landwirtschaftlicher Produkte aus diesen Ländern als eine Art "Entwicklungshilfe", die weitaus effektiver ist, als die ganzen staatlichen Programme und gebe deshalb gerne dafür Geld aus. Schließlich profitieren hier beide - der Produzent und der Konsument.

Auf den Philippinen (PH) haben wir jetzt auch "entdeckt", daß der Lufttransport z.B. von Früchten auch für Privatabnehmer kein Problem ist. So lassen wir uns dort in der Saison die Produkte aus dem Süden des Landes (Mindanao) nach Manila schicken, denn in Manila bekommt man selten Marang, Lanzones, Rambutan usw.. Die Preise für den Transport sind mit ca. 0,65 €ct/kg gering (2 Stden Flugzeit). Die dortigen Bauern können ihre Produkte verkaufen, die Flugzeuge sind besser ausgelastet und wir haben leckere, frische Ware.

Aber jeder so, wie er es mag. Mich stört allerdings - wie martin v. tours - der missionarische Eifer, mit dem geringerer Fleischverzehr und kurze Transportwege propagiert werden. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen werden dagegen nie thematisiert - leider.
Ja so einfach ist das natürlich nicht, da hast du schon recht
Da müsste Grundlegendes an dem ganzen System geändert werden, dass so wenige Nachteile wie möglich entstehen vor allem in Entwicklungsländern

https://www.welthungerhilfe.de/welterna ... rprodukte/

der Artikel ist dazu ganz interessant :detektiv:

Fuchsi
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Fuchsi »

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 17:43
Caviteño hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 14:59
... Wie kann man von z.B. "Bekämpfung der Fluchtursachen" insbesondere bzgl. Afrika reden, wenn man gleichzeitig die Märkte abschottet? ...
Fluchtursachen? Die American University in Washington D.C. hat vor kurzem eine Untersuchung herausgebracht, nach der in den letzten knapp 20 Jahren allein durch den US-amerikanischen sogenannten "Kampf gegen den Terror" nach sehr vorsichtigen Schätzungen mindestens 37 Millionen Menschen in Asien und Afrika (wahrscheinlich deutlich mehr) zur Flucht gezwungen wurden. Das sind Größenordnungen, die im 20. Jahrhundert nur im Zusammenhang mit dem 2.Weltkrieg erreicht wurden.

https://investigativereportingworkshop. ... aced-news/

Wenn es also um Fluchtursachen geht, dann könnte man zuallererst hier ansetzen. Anstatt sich auch noch selbst mit der BW daran zu beteiligen und die deutsche Bevölkerung mit Propagandaphrasen wie "Brunnen bohren" und "Mädchenschulen einrichten" vollzulabern, könnte man dem Big Brother jenseits des Atlantik auch mal ein deutliches "Nein, ohne uns!" zu hören geben.

Aber ich gebe zu: Im Zusammenhang mit Fluchtursachen einfach über "Märkte" und dergleichen zu schwafeln statt über die Hauptursachen, bringt wesentlich weniger Konflikte mit denen, die hier das Sagen haben, und schont damit sowohl die Nerven als
auch das Gewissen des FAZ-, Bild- und NZZ-lesenden Sesselfurzers.
Die amerikanischen "Betätigungen" sind das eine. Unabhängig davon schein doch hier: https://www.worldvision.de/aktuell/2019 ... iktoriasee
in Kombination mit:
https://www.fischmagazin.de/newsartikel ... werden.htm
was zu fluppen...

Habe gelesen, dass der Tilapiaexport in deutsche Kantinen in Ostafrika beginnende Prosperität beschert, finde leider den Link nach gewisser Zeit nicht wieder

soll man das sabotieren? :achselzuck: :hmm: :hae?:

https://www.brot-fuer-die-welt.de/blog/ ... um-zuende/
das da passt auch irgendwie dazu...

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Marion
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Marion »

Die Coronakacke wird schon dafür sorgen, daß bald nur noch die Obere Schicht Fleisch essen darf.
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Fuchsi
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Fuchsi »

Marion hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 18:38
Die Coronakacke wird schon dafür sorgen, daß bald nur noch die Obere Schicht Fleisch essen darf.
Fast... nicht ganz so.... Corona wird dazu benutzt, genauso wie "Fukushima" für den Atomausstieg, den "Danach" sogar die CDU unterstützte... Unser von Erdbeben und Tsunamis nur so gebeuteltes Deutschland :D

...und jetzt ist auch noch die Afrikanische Schweinepest angekommen, Exportbeschränkungen werden den Landwirten ein weiteres Standbein wegreissen :pfeif: :pfeif: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:

Caviteño
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Caviteño »

peetra123 hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 18:13
Ja so einfach ist das natürlich nicht, da hast du schon recht
Da müsste Grundlegendes an dem ganzen System geändert werden, dass so wenige Nachteile wie möglich entstehen vor allem in Entwicklungsländern

https://www.welthungerhilfe.de/welterna ... rprodukte/

der Artikel ist dazu ganz interessant :detektiv:
Wie ich bereits schrieb: Abschottungen durch Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse sind abzuschaffen - auf beiden Seiten, wobei hier insbesondere die EU in Vorleistung treten sollte. Aber da dürfte wohl das Hauptproblem "Frankreich" und der Schutz der dortigen Landwirtschaft (z.B. vor arg. Rindfleisch) sein.

Ob es allerdings sinnvoll ist, selbst zu versuchen, die Produktion aller notwendigen Güter im eigenen Land zu halten - also praktisch autark zu werden - da habe ich doch erhebliche Zweifel. Das so etwas ist immer mit erheblichen Wohlstandsverlusten verbunden ist, wußte man schon vor 200 Jahren. Höhere Preise schaden aber immer dem Verbraucher, der sich dann nach günstigeren Produkten umschaut. Wenn in der EU bzw. Afrika etwas günstiger hergestellt werden kann, warum dann nicht exportieren?

Ach so: Was in dem Artikel fehlt ist der Hinweis auf das notwendige know-how bei Erzeugung und Vermarktung. Es ist nun leider einmal so, daß viele Produkte aus diesen Ländern intern. Standards nicht genügen und/oder lokale Hersteller keine Kenntnis haben, wie ihre Produkte in Europa oder den USA vermarktet werden können.

Ein Beispiel ist die Bananenmarkt-Ordnung der EU. Hier gibt es für AKP-Bananen, die aus den früheren Kolonien F und GB in Afrika, der Karibik und dem Pazifik kommen, keine Zölle, für sog. "Drittlandsbananen" aber neben Zöllen auch noch Mengenkontingente. Trotz der Zölle und der Kontigentierung ist "Chiquita" von einem US-Multi in D. Marktführer.....

Ohne die großen westlichen Konzerne geht es nicht, wie auch beispielhaft dieser link bzgl. Barry Callebaut, der No. 1 in der Kakao-Verarbeitung, zeigt:

https://www.confectionerynews.com/Artic ... een-mapped

Selbst so "einfache" Dinge, wie die Lage des Verkäufers zu ermitteln, ist in Ghana und anderen westafrikanischen Ländern nicht möglich. Das ist aber wichtig, um festzustellen, ob der Kakao evtl. von einer Farm kommt, für die (Ur)Wald gerodet wurde....

Es reicht also nicht der gute Wille, man muß auch das know-how haben.

Caviteño
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Caviteño »

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 17:43
ganzer Beitrag
Die US-Army muß ja wirklich aus Teufelskerlen bestehen, wenn wenige Tausend Soldaten für 1,7 Millionen Flüchtlinge auf den PH verantwortlich gemacht werden.... :D

https://www.everycrsreport.com/reports/ ... c216870829

Wahrscheinlich hat man da auch die ganzen Operationen der phil. Armee - zuletzt in Marawi - zusammengezählt. Marawi hatte über 200.000 Einwohner, die alle die Stadt verlassen mußten, als die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und der Abu Sayyaf entbrannte. Dabei unterstützten aber nicht nur die USA die phil. Regierung sondern auch China und Russland lieferten Waffen. :breitgrins:

RomanesEuntDomus
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von RomanesEuntDomus »

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 11. September 2020, 19:54
... die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und der Abu Sayyaf ...
Abu Sajaf? Das ist doch eine indirekte Kreation der USA und ihrer besten Freunde, der Saudis, sozusagen die direkten Nachfolger der nützlichen Idioten, die von den USA und vor allem auch von den Saudis in den 1980ern in Afghanistan ideologisch geformt und
waffentechnisch aufgerüstet wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Sajaf
... Die Gruppe ist benannt nach dem Beinamen „Abu Sajaf“, den Abdurajik Abubakar Janjalani (Abd al-Raziq Abu Bakr Janjalani), der spätere Anführer der Gruppe, in den 1980er Jahren als Mudschahed in Afghanistan führte. ....

Die Gruppe soll intensive Kontakte zu anderen extremistisch islamischen Bewegungen und Terrororganisationen wie etwa al-Qaida haben. Der Gründer Janjalani war auch ein ehemaliger Afghanistan-Kämpfer im afghanischen Bürgerkrieg und Krieg mit der
Sowjetunion, wie viele andere Mitglieder der Gruppe. Auch wurden Mitglieder wohl in Lagern in Pakistan, Afghanistan und Saudi-Arabien ausgebildet. ...
Bevor die USA begannen, Islamisten in Afghanistan zu züchten und die Steinzeit dorthin zurückzubringen, sah es da ungefähr so aus:

https://www.curioctopus.de/read/5946/ih ... um-glauben

(Weitere optische Eindrücke erhält man, wenn man einfach bei Google z.B. "Afghanistan 1960" eingibt.)

Ich kann mich noch gut an die Artikel in den 80ern in unserer Presse erinnern: Unter anderem wurde stolz verkündet, dass in den USA neuerdings ein "Handbuch des Jihad" gedruckt wurde, um aus den afghanischen Bauern und Händlern tapfere Kämpfer für westliche Werte zu machen. (Terroristengruppen benutzen dieses Handbuch immer noch.)

Der Kampf der tapferen Jihadisten fand auch Eingang in westliche Popkultur und Filme, hier James Bond in Eintracht mit einigen Kämpfern für westliche Werte:

https://pbs.twimg.com/media/DlxoD4PUYAI ... name=small

Als die Sowjets aus Afghanistan abgezogen waren, langweilten sich die jihad-begeisterten US-Kreationen bald fürchterlich. Um etwas Leben in die Bude zu bringen, bildeten sie zunächst einige rivalisierende Gruppen und bekriegten sich gegenseitig, dann griffen sie aus lauter Langeweile auch ihre Ziehväter (die USA) an und breiteten sich auch auf andere Länder aus.

Und jetzt die Frage: Einfach nur dumm gelaufen oder volle Absicht, um überall auf der Welt Krieg führen zu können?

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holzi
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von holzi »

@RomanesEuntDomus: Prinzipiell hast du Recht, aber hier geht's um die Vegetarier, also die Leute, die ihre Schnitzel beim Gärtner kaufen!
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RomanesEuntDomus
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von RomanesEuntDomus »

holzi hat geschrieben:
Samstag 12. September 2020, 14:35
... hier geht's um die Vegetarier, also die Leute, die ihre Schnitzel beim Gärtner kaufen!
:( Sorry, ich wollte niemandem den Appetit verderben. :traurigtaps:

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holzi
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von holzi »

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Samstag 12. September 2020, 17:35
holzi hat geschrieben:
Samstag 12. September 2020, 14:35
... hier geht's um die Vegetarier, also die Leute, die ihre Schnitzel beim Gärtner kaufen!
:( Sorry, ich wollte niemandem den Appetit verderben. :traurigtaps:
:kuschelchristen: alles gut!
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Juergen
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Juergen »

Erzbistum Paderborn hat geschrieben:Ein veganes Paradies?
Themenspecial “Kirche & Land(wirtschaft)”: Theologie der Tiere

Die christliche Theologie trägt zum Leid der Tiere bei, findet Tiertheologin Dr. Simone Horstmann

Als Tiertheologin und Veganerin zieht sie Schlüsse…
Tiertheologin :roll:
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Lycobates
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 24. September 2020, 16:35
Erzbistum Paderborn hat geschrieben:Ein veganes Paradies?
Themenspecial “Kirche & Land(wirtschaft)”: Theologie der Tiere

Die christliche Theologie trägt zum Leid der Tiere bei, findet Tiertheologin Dr. Simone Horstmann

Als Tiertheologin und Veganerin zieht sie Schlüsse…
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Edi
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Edi »

Der protestantische Pfarrer Carl Anders Skriver hat schon 1986 ein Buch geschrieben mit dem Titel:
Der Verrat der Kirchen an den Tieren https://www.amazon.de/Verrat-Kirchen-de ... 3798100012 , wo er aus seiner Sicht den Veganismus theologisch begründet. Allerdings meint er begründen zu können,Jesus habe kein Fleisch und auch keinen Fisch gegessen. Anhand der hlg. Schrift ist das aber nicht zu begründen, wobei Skriver aber meint, die Übersetzungen seien falsch.

In dem Buch schreibt er u.a.: "Der Apostel Paulus drückt in seinem Brief an die Römer (8,19) eine Beobachtung aus, die sich in keinem anderen seiner Briefe, ja, in dem ganzen Neuen Testament nicht noch ein zweites Mal findet: „Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, daß die Söhne Gottes offenbar werden.“"

Ich erinnere mich in dem Zusammenhang an ein längst vergangenes Ereignis, wo ein Bekannter von mir, in dessen Garten Hühner eingedrungen waren und seinen Salat frassen, ein oder mehrere Hühner mit dem Luftgewehr er- oder angeschossen hat. Der Besitzer der Hühner ging deswegen vor Gericht, der Täter wurde, was mich erstaunte, wegen "Sachbeschädigung" verurteilt. Das Wort Sachbeschädigung ist mir noch hängen geblieben. Ich weiss aber nicht, ob man heute rechtlich gesehen so eine Geschichte auch noch als Sachbeschädigung sieht, oder ob der Täter wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz verurteilt würde.

Es soll in dem Zusammenhang auch noch erwähnt werden, dass einige Heilige aus ihrer religiösen Sicht fleischlos gelebt haben, was sie aber meines Wissen nicht von andern Christen verlangt haben.
Zuletzt geändert von Edi am Donnerstag 24. September 2020, 17:37, insgesamt 6-mal geändert.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Juergen
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 24. September 2020, 16:38
"Rettet das Huhn" :kugel:
Bitte nicht! :unbeteiligttu:

Dr. Simone Horstmann: Kleine Theologie der Hühner - Über die christliche Aufgabe, Tiere zu retten


Gruß Jürgen

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